Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

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pikant
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon pikant » Do 14. Sep 2017, 12:20

Der General hat geschrieben:(14 Sep 2017, 13:14)

Wenn diese gewählt werden, nennt man das Demokratie und man muß es akzeptieren.

Es liegt dann an den nicht Extremen Parteien, die dann offensichtlich falsche Politik betrieben und versagt haben !



Teile der Bevoelkerung sind mit der Regierungspolitik nicht zufrieden und sehen in der aktuellen Opposition von Linkspartei und Gruenen keine Alternative.
die Oppostion ist in dieser Legislatur schwach, was auch an der Anzahl ihrer Abgeordneten liegt.
dann waehlt man halt ausserparlamentarische Parteien wie FDP oder AFD aus Protest , die ja zusammen auf vielleicht ueber 20% kommen werden.
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Der General
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Der General » Do 14. Sep 2017, 12:21

CaptainJack hat geschrieben:(14 Sep 2017, 13:01)

Nur eine ganz winzige Korrektur .... nicht schlimm. :) Die Umfrage von Forsa (Umfrageende 08.09.) hinkt 3 Tage hinter der aktuellsten (Umfrageende 11.09.) hinter drein. Da ist die Afd bei 11%, die Linke aber immerhin bei 10,5%.
Nicht die (evtl. verspätete) Veröffentlichung ist entscheidend, sondern der Zeitraum der Umfrage. :|...


Ja stimmt, wobei ich glaube das die Afd überraschen wird und das Tatsächliche Ergebniss von den Umfragen um 2 bis 3% abweichen wird.

Leider muß ich sagen, denn weder die Führenden Politiker dieser Partei, noch die Politische Agenda bringt D damit Zukünftig nach vorne. Das einzige Thema Flüchtlinge und Migration ist viel zu wenig. Bei anderen Wichtigen Themenbereiche hat die AfD kaum bis gar keine Konzepte und schweigt bzw. läuft einfach weg.....
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Uffzach » Do 14. Sep 2017, 12:42

Der General hat geschrieben:(14 Sep 2017, 13:21)

...

Leider muß ich sagen, denn weder die Führenden Politiker dieser Partei, noch die Politische Agenda bringt D damit Zukünftig nach vorne. Das einzige Thema Flüchtlinge und Migration ist viel zu wenig. .....


Nein, das ist nicht zu wenig, weil die AfD dabei eine den anderen etablierten Parteien oppositionelle Position vertritt und das Thema für die Mehrheit der Wahlberechtigten das wichtigste ist. Deshalb berechtigt alleine diese Position dazu, in den BT gewählt zu werden.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon CaptainJack » Do 14. Sep 2017, 13:28

Der General hat geschrieben:(14 Sep 2017, 13:21)

Ja stimmt, wobei ich glaube das die Afd überraschen wird und das Tatsächliche Ergebniss von den Umfragen um 2 bis 3% abweichen wird.

Leider muß ich sagen, denn weder die Führenden Politiker dieser Partei, noch die Politische Agenda bringt D damit Zukünftig nach vorne. Das einzige Thema Flüchtlinge und Migration ist viel zu wenig. Bei anderen Wichtigen Themenbereiche hat die AfD kaum bis gar keine Konzepte und schweigt bzw. läuft einfach weg.....
Das stimmt nicht und ist ein weit verbreitetes Vorurteil. Ihr Programm ist wesentlich umfassender und praxisbezogener als vermutet wird. Ich habe mir mal die Mühe gemacht reinzuschauen, weil ich auch daran glaubte, dass die nur "die Flüchtlinge" haben. Ich war perplex. Alleine das Wahlprogramm hat immerhin fast 80 Seiten. :eek: (Linke ca. 120 Seiten)
Allerdings sind die ja nicht blöd. Im Zeichen der BTW setzten die eben auf das wichtigste Wahlkampfthema überhaupt, auf ihre Domäne .. die Zuwanderung! Sei doch mal ehrlich, andere Themen würden doch von der Presse völlig unterdrückt werden.
Deine Linken sind auch nicht unclever, setzen sie doch derzeit auf "Atomwaffen raus aus Deutschland" (will ja eigentlich jeder ... nur ist es sinnlos) und haben damit mMn 2 -3% an Land gezogen. Hätten das die Grünen als erste gemacht, hätten sie diese Prozente für sich verbuchen können. ;)
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Adam Smith » Do 14. Sep 2017, 20:32

Diese Umfrage ist absolut krass. Sollte das Wahlergebnis so aussehen, dann wäre Schulz eine tragische Figur. Meines Erachtens verliert eine Partei ihren Status als Volkspartei, wenn sie von weniger als 20% der Wähler gewählt wird. Und ein Ergebnis von 20% ist sehr nah an dieser Marke dran.

In der am Donnerstag veröffentlichten Erhebung liegen die Sozialdemokraten in der Sonntagsfrage damit nur noch 8 Prozentpunkte vor der AfD, die auf 12 Prozent (plus 1) kommt. Die Union als stärkste Partei verharrt bei 37 Prozent. Die FDP rückt mit 9,5 Prozent (plus 0,5) auf Platz vier vor. Die Linken verlieren leicht und kommen auf 9 Prozent (minus 1), die Grünen auf 7,5 Prozent (minus 0,5).


http://www.t-online.de/nachrichten/deut ... r-afd.html

Auf jeden Fall kommt er im Moment bei den Wählern überhaupt nicht gut an.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Der General » Fr 15. Sep 2017, 01:53

Uffzach hat geschrieben:(14 Sep 2017, 13:42)

Nein, das ist nicht zu wenig, weil die AfD dabei eine den anderen etablierten Parteien oppositionelle Position vertritt und das Thema für die Mehrheit der Wahlberechtigten das wichtigste ist. Deshalb berechtigt alleine diese Position dazu, in den BT gewählt zu werden.


Das ist ja Wahnsinn. :rolleyes:

Ein einziges Thema kann und darf niemals Grundlage sein eine Partei zu wählen !
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 15. Sep 2017, 02:07

Der General hat geschrieben:(15 Sep 2017, 02:53)

Das ist ja Wahnsinn. :rolleyes:

Ein einziges Thema kann und darf niemals Grundlage sein eine Partei zu wählen !

Das hättest du gerne?
Nee, falsch.
Aber das wissen seit heute alle.
Du auch.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Der General » Fr 15. Sep 2017, 02:11

CaptainJack hat geschrieben:(14 Sep 2017, 14:28)

Das stimmt nicht und ist ein weit verbreitetes Vorurteil. Ihr Programm ist wesentlich umfassender und praxisbezogener als vermutet wird. Ich habe mir mal die Mühe gemacht reinzuschauen, weil ich auch daran glaubte, dass die nur "die Flüchtlinge" haben. Ich war perplex. Alleine das Wahlprogramm hat immerhin fast 80 Seiten. :eek: (Linke ca. 120 Seiten)
Allerdings sind die ja nicht blöd. Im Zeichen der BTW setzten die eben auf das wichtigste Wahlkampfthema überhaupt, auf ihre Domäne .. die Zuwanderung! Sei doch mal ehrlich, andere Themen würden doch von der Presse völlig unterdrückt werden.
Deine Linken sind auch nicht unclever, setzen sie doch derzeit auf "Atomwaffen raus aus Deutschland" (will ja eigentlich jeder ... nur ist es sinnlos) und haben damit mMn 2 -3% an Land gezogen. Hätten das die Grünen als erste gemacht, hätten sie diese Prozente für sich verbuchen können. ;)


Lieber Captain,

Du bist nicht der einzige der sich Intensiv mit dem Wahlprogramm auseinander gesetzt hat. Es sind nicht 80 Seiten, sondern 73 ;)

Hauptthema ist Migration, Eingrenzung des Islam in Deutschland sowie direkter Demokratie. Zugegebener Maßen Wichtige und Richtige Themen die diese Partei auch geschickt und gut in der Öffentlichkeit artikuliert !

Dann aber hört es leider auch schon auf. Die allermeisten Forderungen werden durch Zahlen konkretisiert die aber Nachweißlich überhaupt nicht stimmen. Speziell was die Finanzierung angeht werden Leistungskürzung für Migranten, Asylsuchende und Flüchtlinge vorgeschlagen, alles ein bischen dünn oder?

Das alles im Gesamtpaket ist einfach Unzureichend und nicht Wählbar. Auch der "Opa" Gauland als Spitzenkandidat weiß vorne und hinten nicht bescheid und ist in ganz vielen Themenbereichen einfach völlig inkompetent.

Selbstverständlich kann man das von einer noch sehr jungen Partei auch nicht erwarten, gebe ich zu. Allerdings wie schon geschrieben, waren selbst die Piraten damals schon Seriöser und Kompetenter aufgestellt als die jetzige AfD.

Wer die AfD wählt, bei allem berechtigten Protest usw. tut sich einfach keinen Gefallen und verschenkt seine Stimme.

Die Flüchtlingspolitik wird in Angriff genommen und an dem IST Zustand ändert auch nichts mehr die AfD, da ist das Kind schon in den Brunnen gefallen.

grüsse
Zuletzt geändert von Der General am Fr 15. Sep 2017, 02:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Der General » Fr 15. Sep 2017, 02:12

Bielefeld09 hat geschrieben:(15 Sep 2017, 03:07)

Das hättest du gerne?
Nee, falsch.
Aber das wissen seit heute alle.
Du auch.


Was ist denn Heute passiert, habe ich was verpasst? :eek:
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 15. Sep 2017, 02:15

Der General hat geschrieben:(15 Sep 2017, 03:12)

Was ist denn Heute passiert, habe ich was verpasst? :eek:

Nichts,
und dann?
Alte Schnapsnase!
Rotz mal rum!
Mit wem?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon JJazzGold » Fr 15. Sep 2017, 06:39

Der General hat geschrieben:(15 Sep 2017, 02:53)

Das ist ja Wahnsinn. :rolleyes:

Ein einziges Thema kann und darf niemals Grundlage sein eine Partei zu wählen !


Ist es für die Mehrheit der Wählenden auch nicht, die interessieren sich für mehr als ein Thema.

Welche Themen sind wichtig?

Bei der Frage, welches politische Thema sehr wichtig für die Wahlentscheidung ist, sagen 64 Prozent der Befragten, dass Schul- und Bildungspolitik sehr wichtig für ihre Wahlentscheidung ist. 59 Prozent sagen dies über die Bekämpfung des Terrorismus. 57 Prozent halten eine gute Absicherung im Alter für sehr wichtig für ihre Wahlentscheidung, 56 Prozent die Bekämpfung der Kriminalität.

Angemessene Löhne sind für 53 Prozent der Befragten sehr wichtig für ihre Wahlentscheidung, die Verringerung der Unterschiede zwischen Arm und Reich für 46 Prozent, Umwelt- und Klimaschutz ebenfalls für 46 Prozent, Gesundheitspolitik für 44 Prozent und Familienpolitik für 38 Prozent.

http://www.tagesschau.de/inland/deutsch ... d-921.html

Ist doch begrüßenswert, dass sich AfD und Wähler für nichts anderes als Flüchtlinge interessieren. Wenn es im Bundestag um die anstehenden Themen geht, haben die AfD Abgeordneten keine Ahnung, können nicht mitreden und müssen notgedrungen programmatische Insolvenz anmelden.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Europa2050 » Fr 15. Sep 2017, 07:02

JJazzGold hat geschrieben:(15 Sep 2017, 07:39)

Ist es für die Mehrheit der Wählenden auch nicht, die interessieren sich für mehr als ein Thema.

Welche Themen sind wichtig?

Bei der Frage, welches politische Thema sehr wichtig für die Wahlentscheidung ist, sagen 64 Prozent der Befragten, dass Schul- und Bildungspolitik sehr wichtig für ihre Wahlentscheidung ist. 59 Prozent sagen dies über die Bekämpfung des Terrorismus. 57 Prozent halten eine gute Absicherung im Alter für sehr wichtig für ihre Wahlentscheidung, 56 Prozent die Bekämpfung der Kriminalität.

Angemessene Löhne sind für 53 Prozent der Befragten sehr wichtig für ihre Wahlentscheidung, die Verringerung der Unterschiede zwischen Arm und Reich für 46 Prozent, Umwelt- und Klimaschutz ebenfalls für 46 Prozent, Gesundheitspolitik für 44 Prozent und Familienpolitik für 38 Prozent.

http://www.tagesschau.de/inland/deutsch ... d-921.html

Ist doch begrüßenswert, dass sich AfD und Wähler für nichts anderes als Flüchtlinge interessieren. Wenn es im Bundestag um die anstehenden Themen geht, haben die AfD Abgeordneten keine Ahnung, können nicht mitreden und müssen notgedrungen programmatische Insolvenz anmelden.


Ja, das hab ich gestern Abend auch gesehen.

Obwohl mit meinen Vorstellungen übereinstimmend, hat es mich doch verwundert, dass die Deutschen scheinbar langsam wieder in den Rationalmodus übergehen. Wenn sie jetzt noch dementsprechend wählen, dann bekommen wir vielleicht doch einen gestaltungsfähigen Bundestag, denn die genannten TOP-Themen liegen - je nach Präferenz - schwerpunktmäßig bei FDP, CDU/CSU, SPD, Linke oder Grünen.

Und je massiver der Verteilungskampf innerhalb der AfD wird und der Naziflügel Oberhand gewinnt, wie es grad aussieht, kapierens auch noch ein paar.

Zudem bringt natürlich jede Rakete, die der irre Kim abschießt, Merkel ein paar Stimmen, gilt sie doch zurecht als Garant für Deeskalation in der Außenpolitik.
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:

Mist, hab ich einige Leute doch tatsächlich überfordert. :s
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Uffzach » Fr 15. Sep 2017, 08:19

Der General hat geschrieben:(15 Sep 2017, 02:53)

Ein einziges Thema kann und darf niemals Grundlage sein eine Partei zu wählen !


Doch, es kann. :cool:

Aber es gibt eben taktische Wähler und solche, die von einer Partei überzeugt sein müssen, d.h. an die Partei glauben müssen, bevor sie sie wählen. ;)
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon JJazzGold » Fr 15. Sep 2017, 08:45

Europa2050 hat geschrieben:(15 Sep 2017, 08:02)

Ja, das hab ich gestern Abend auch gesehen.

Obwohl mit meinen Vorstellungen übereinstimmend, hat es mich doch verwundert, dass die Deutschen scheinbar langsam wieder in den Rationalmodus übergehen. Wenn sie jetzt noch dementsprechend wählen, dann bekommen wir vielleicht doch einen gestaltungsfähigen Bundestag, denn die genannten TOP-Themen liegen - je nach Präferenz - schwerpunktmäßig bei FDP, CDU/CSU, SPD, Linke oder Grünen.

Und je massiver der Verteilungskampf innerhalb der AfD wird und der Naziflügel Oberhand gewinnt, wie es grad aussieht, kapierens auch noch ein paar.

Zudem bringt natürlich jede Rakete, die der irre Kim abschießt, Merkel ein paar Stimmen, gilt sie doch zurecht als Garant für Deeskalation in der Außenpolitik.


Mit meinen Vorstellungen stimmt das ebenfalls überein, wie auch mit den Vorstellungen meines mittelbaren und unmittelbaren Umfelds.
Wir beide sind halt der durchschnittliche Bundesbürger. ;) Was keinesfalls negativ aufzufassen ist. In erster Linie interessiert sich der Bürger für die Zukunft seiner Kinder und seine eigene Zukunft. Weshalb zukunftsorientierte Themen wie Bildung, Sicherheit und Rente die ersten Plätze belegen.

Nicht nur der irre Kim, sondern auch die russische Truppenbewegungen lenken aussenpolitisch zurzeit mehr Augenmerk auf sich, als es das reichlich ausgelutschte Thema Flüchtlinge vermag.


Eine Vernachlässigung brisanter Themen, was Frau Merkel und Herr Schulz, wie auch die Moderatoren des Duells nachträglich erkennen mussten, weshalb es jetzt einen Nachschlag gibt.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon pikant » Fr 15. Sep 2017, 08:49

Europa2050 hat geschrieben:(15 Sep 2017, 08:02)



Zudem bringt natürlich jede Rakete, die der irre Kim abschießt, Merkel ein paar Stimmen, gilt sie doch zurecht als Garant für Deeskalation in der Außenpolitik.


ich sehe keine Chance mehr fuer Martin Schulz den Kanzler zu stellen.
Es geht nur noch fuer die SPD darum das schlechteste Ergebnis nach dem zweiten Weltkrieg zu verhindern.

die Wahl ist aber lange noch nicht gelaufen, denn wie die naechste Koalition aussehen wird, da lege ich mich nicht fest
das ist vollkommen offen und haengt vom Abschneiden verschiedener Parteien ab.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon pikant » Fr 15. Sep 2017, 08:55

Der General hat geschrieben:(14 Sep 2017, 13:21)

Ja stimmt, wobei ich glaube das die Afd überraschen wird und das Tatsächliche Ergebniss von den Umfragen um 2 bis 3% abweichen wird.

Leider muß ich sagen, denn weder die Führenden Politiker dieser Partei, noch die Politische Agenda bringt D damit Zukünftig nach vorne. Das einzige Thema Flüchtlinge und Migration ist viel zu wenig. Bei anderen Wichtigen Themenbereiche hat die AfD kaum bis gar keine Konzepte und schweigt bzw. läuft einfach weg.....


die Extrempostionen von Linkspartei - offene Grenzen -und Grenzen zu der AfD schicken diese automatisch in die Opposition.
der Buerger will vernuenftige Loesungen sehen auch in dieser Frage und keine Extrempositionen, die dem Land nicht nuetzen.

der Populismus der SPD jetzt Merkel vorzuwerfen, dass diese sich nicht genug um die deutsche Bevoelkerung gekuemmert habe, verfaengt auch nicht und die SPD ist ratlos.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon CaptainJack » Fr 15. Sep 2017, 09:51

="Der General"][
Dann aber hört es leider auch schon auf. Die allermeisten Forderungen werden durch Zahlen konkretisiert die aber Nachweißlich überhaupt nicht stimmen. Speziell was die Finanzierung angeht werden Leistungskürzung für Migranten, Asylsuchende und Flüchtlinge vorgeschlagen, alles ein bischen dünn oder?
Ich werde mir das Ganze nochmals genauer anschauen.


Das alles im Gesamtpaket ist einfach Unzureichend und nicht Wählbar. Auch der "Opa" Gauland als Spitzenkandidat weiß vorne und hinten nicht bescheid und ist in ganz vielen Themenbereichen einfach völlig inkompetent.


Na ja, auf deine erste Aussage gebe ich nicht viel. Das muss ich mir selbst nochmals ansehen.
Zweifellos ist Gauland ein "Opa", aber dass ein Politiker, der Jahrzehnte bei der CDU an exponierter Stelle war, "vorne und hinten nicht Bescheid weiß", ist dann doch eine steile These.

Selbstverständlich kann man das von einer noch sehr jungen Partei auch nicht erwarten, gebe ich zu. Allerdings wie schon geschrieben, waren selbst die Piraten damals schon Seriöser und Kompetenter aufgestellt als die jetzige AfD.
Mit Verlaub, diese These ist noch steiler. Die Piraten sind ja vor allem an ihrem absoluten Laienpersonal gescheitert und sind nicht mal ansatzweise mit der Afd vergleichbar. Zumindest ein Abgeordneter davon war auch nicht gerade seriös, wie der Mord beweist.


Wer die AfD wählt, bei allem berechtigten Protest usw. tut sich einfach keinen Gefallen und verschenkt seine Stimme.
Das sehe ich völlig anders! Wir brauchen dringen eine stärkere Opposition .... oder was sage ich, überhaupt eine Opposition in der wichtigsten Frage der nächsten Jahre! Deshalb wähle ich die FDP (für mich ein wählbareres Gesamtpaket) und wer die nicht abkann, soll die Afd wählen. Ganz ehrlich, Wagenknecht, Gysi waren/sind für mich Highlights, aber die Einstellung in der Flüchtlingspolitik ist mir zu exotisch, sogar unverständlich. Eine Art shuttle Service veranstalten zu wollen, ist ein absolutes no go.
Die Flüchtlingspolitik wird in Angriff genommen.

Wie sie in Angriff genommen wird, ist entscheidend!
und an dem IST Zustand ändert auch nichts mehr die AfD, da ist das Kind schon in den Brunnen gefallen

Irrtum! Eine Wette 1000:1, wäre die Afd und die FDP im BT gewesen, wären die Entscheidungen so nicht gefällt worden. Wie du vielleicht auch weißt, war es eine fast 50:50 Bauchentscheidung der BuKa. Hätte es eine Opposition gegeben, wäre das Thema im Kontramodus auf den Tisch gekommen und es wäre von Anfang an völlig anders gelaufen .... und nicht vier Parteien, ein Abnicken.
Es stehen da einige Dinge an, die noch zu "besprechen" sind, u.a. der Familiennachzug.

Gruß
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Wähler » Fr 15. Sep 2017, 11:59

JJazzGold hat geschrieben:(15 Sep 2017, 09:45)
Wir beide sind halt der durchschnittliche Bundesbürger. ;) Was keinesfalls negativ aufzufassen ist. In erster Linie interessiert sich der Bürger für die Zukunft seiner Kinder und seine eigene Zukunft. Weshalb zukunftsorientierte Themen wie Bildung, Sicherheit und Rente die ersten Plätze belegen.
Nicht nur der irre Kim, sondern auch die russische Truppenbewegungen lenken aussenpolitisch zurzeit mehr Augenmerk auf sich, als es das reichlich ausgelutschte Thema Flüchtlinge vermag.
Eine Vernachlässigung brisanter Themen, was Frau Merkel und Herr Schulz, wie auch die Moderatoren des Duells nachträglich erkennen mussten, weshalb es jetzt einen Nachschlag gibt.

Bildung und innere Sicherheit wurden im TV-Duell nur kurz erwähnt. Der Trend geht aber schon seit Jahresanfang von den großen zu den kleinen Parteien wie 2009. Die SPD wird nach dieser Wahl wohl erkennen müssen, dass sie keine Volkspartei mehr ist und in Zukunft offener gegenüber mehreren Koalitionspartnern werden sollte. Der Kanzlerinnenbonus gegenüber Martin Schulz wird der Union wohl nicht mehr viel helfen und dahinschmelzen.
Zuletzt geändert von Wähler am Fr 15. Sep 2017, 13:33, insgesamt 2-mal geändert.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Der General » Fr 15. Sep 2017, 12:26

pikant hat geschrieben:(15 Sep 2017, 09:55)

die Extrempostionen von Linkspartei - offene Grenzen -und Grenzen zu der AfD schicken diese automatisch in die Opposition.
der Buerger will vernuenftige Loesungen sehen auch in dieser Frage und keine Extrempositionen, die dem Land nicht nuetzen.

der Populismus der SPD jetzt Merkel vorzuwerfen, dass diese sich nicht genug um die deutsche Bevoelkerung gekuemmert habe, verfaengt auch nicht und die SPD ist ratlos.


"Offene Grenzen" ist bei der Linkspartei keine Extremposition, sondern eher eine Vision für die Zukunft. Dazu hatte sich Wagenknecht bereits ausführlich geäußert.

Und ja, ich gehe nicht davon aus, dass die Union mit der Linken koaliert von daher ist die Oppositionsrolle wahrscheinlich :D
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon pikant » Fr 15. Sep 2017, 12:34

Der General hat geschrieben:(15 Sep 2017, 13:26)

"Offene Grenzen" ist bei der Linkspartei keine Extremposition, sondern eher eine Vision für die Zukunft. Dazu hatte sich Wagenknecht bereits ausführlich geäußert.



ja die beiden Bundesvorsitzenden der Partei haben Wagenknecht klargemacht, dass sie sich an die Programmatik der Partei zu halten hat und nicht ihre private Meinung als Meinung der Linkspartei ausgeben darf.
Was die Linkspartei fordert, wuerde Deutschland zu einem ganz anderen Land machen.

Wir brauchen ein Einwanderungsgesetz und koennen nicht jeden Menschen aufnehmen, dem es wirtschaftlich schlecht geht - diese Vorstellung der Linkspartei ist nicht von dieser Welt und sagar Oskar Lafontaine hat diese Forderung der Linkspartei 'offene Grenzen fuer jeden' scharf kritisiert, aber die Partei hoert auf Ihn offenbar nicht mehr.

es darf und kann nie offene Grenzen fuer alle in dieser Welt geben - das kann kein Land verkraften.

AfD und Linkspartei haben keine brauchbaren Konzepte in der Fluechtlingspolitik im Aermel und sind konzeptlos.

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