Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

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KarlRanseier
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon KarlRanseier » Di 12. Sep 2017, 17:27

Wähler hat geschrieben:(12 Sep 2017, 18:08)

Dass halte ich für völlig übertrieben, dass Niedriglohnsektor, Altersvorsorge, Chancengleichheit durch Bildung und europäische Kooperation keine wichtigen Themen für viele Wähler sind. Mit fortschreitender Digitalisierung werden diese Themen sogar noch interessanter und bedeutsamer.



1. Der Niedriglohnsektor gewann massiv an Bedeutung, als der Genosse der Bosse regierte. Und das nicht durch "Zufall", sondern bekanntlich durch seine Gesetze.
2. Die gesetzliche Rentenversicherung überlebte zwei Weltkriege und wurde durch GerHartz den Ungetönten (SPD) zerschlagen bzw. für meine und jüngere Generationen in eine Steuer umfunktioniert.
3. In Sachen Bildung brachte uns die SPD die "Inklusion", unter der heute Schüler, übrigens auch behinderte, und Lehrer leiden. Auch diese "Inklusion" war eine reine Sparmaßnahme.

--> Die Sozen sollten also bei diesen Themen ganz leise sein und hoffen, dass sie von Niemandem angesprochen werden.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 12. Sep 2017, 17:28

KarlRanseier hat geschrieben:(12 Sep 2017, 18:20)

Und wieso nicht? Kann man nicht GeHartzte dazu zwingen, diesen überaus einfachen Job, bei dem man allerdings viel ertragen und sich öffentlich lächerlich machen muss, zu übernehmen?

Man muss sich doch nicht lächerlich machen. Man kann hingehen und sagen, ich kämpfe dafür, dass diese oder jene Partei so viele Stimmen bekommt, wie mein Programm erlaubt. Ich sehe in diesem Politikfeld Kooperationsmöglichkeiten mit jenen oder jenen, in dem anderen mit X oder Y. Z wird es nur mit uns geben. Die A-Partei ist absolut jenseits jeder Kooperationsmöglichkeit, wenn sie sich nicht ändert. Nach dem Wahltag sehen wir, was geht. Guckt in die Zone, guckt nach Berlin. Da sind faktisch drei oder vier Parteien, die um die Spitzenplätze rangeln und mindestens zwei oder drei können sich nicht sicher sein, dass es für den zweiten Platz reicht. Schaut auf unser schönes Bayernland, wo die SPD darum kämpfen muss, im Rahmen einer denkbaren Alternative zur CSU vielleicht die führende Partei zu sein, jeder ihrer denkbaren Partner aber auch mit der CSU könnte. Guckt in den Südwesten, wo die Inkompetenz und Feigheit der Erben und Konkurrenten Erwin Teufels eine seelenlose Technokratenpartei mit einem ideellen Gesamtsensenmann an der Spitze stärkste Partei werden ließ. Es gibt kein Gesetz, dass eine SPD eine aussichtsreiche Kanzlerpartei in jeder Lage sein muss.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Wähler » Di 12. Sep 2017, 17:32

Wähler hat geschrieben:(12 Sep 2017, 18:08)
Das halte ich für völlig übertrieben, dass Niedriglohnsektor, Altersvorsorge, Chancengleichheit durch Bildung und europäische Kooperation keine wichtigen Themen für viele Wähler sind. Mit fortschreitender Digitalisierung werden diese Themen sogar noch interessanter und bedeutsamer.

KarlRanseier hat geschrieben:(12 Sep 2017, 18:27)
1. Der Niedriglohnsektor gewann massiv an Bedeutung, als der Genosse der Bosse regierte. Und das nicht durch "Zufall", sondern bekanntlich durch seine Gesetze.
2. Die gesetzliche Rentenversicherung überlebte zwei Weltkriege und wurde durch GerHartz den Ungetönten (SPD) zerschlagen bzw. für meine und jüngere Generationen in eine Steuer umfunktioniert.
3. In Sachen Bildung brachte uns die SPD die "Inklusion", unter der heute Schüler, übrigens auch behinderte, und Lehrer leiden. Auch diese "Inklusion" war eine reine Sparmaßnahme.
--> Die Sozen sollten also bei diesen Themen ganz leise sein und hoffen, dass sie von Niemandem angesprochen werden.

Du willst einfach nicht wahrhaben, dass der Niedriglohnsektor wie in den benachbarten Ländern auch ohne Hartz IV gekommen wäre, dass die Alterung der Gesellschaft wirklich ein Problem für das Umlageverfahren wird, wenn die Babyboomer in Rente gehen, und dass Inklusion nur ein kleines Teilproblem ist für eine Gesellschaft, die voll auf Digitalisierung setzt.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 12. Sep 2017, 17:42

Wähler hat geschrieben:(12 Sep 2017, 18:32)

Du willst einfach nicht wahrhaben, dass der Niedriglohnsektor wie in den benachbarten Ländern auch ohne Hartz IV gekommen wäre, dass die Alterung der Gesellschaft wirklich ein Problem für das Umlageverfahren wird, wenn die Babyboomer in Rente gehen, und dass Inklusion nur ein kleines Teilproblem ist für eine Gesellschaft, die voll auf Digitalisierung setzt.

Dieselben "Prognosen" hat man schon für das Jahr 2005 gemacht. Das war ungefähr 1995. Die Rentenkasse ist nicht leer.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Mahmoud » Di 12. Sep 2017, 20:14

X3Q hat geschrieben:(12 Sep 2017, 17:43)



Und nein, ich mag den Schulz auch nicht ... und werde trotzdem SPD wählen.

--X

Ich mag ihn schon. Ich schätze auch, daß er seinen Kopf für etwas hin hält, das ziemlich sicher in die Hose gehen wird. Aber trotzdem, oder vielmehr gerade deshalb, ist er eine tragische Figur.

Ich finde auch nicht, daß diese Einschätzung gleichbedeutend mit "Schimpfen" ist. Ich jedenfalls schimpfe nicht über Schulz.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Mahmoud » Di 12. Sep 2017, 20:18

Bleibtreu hat geschrieben:(12 Sep 2017, 17:57)

Gysi faellt mich noch ein. Seinen Reden zuzuhoeren war ein wahrer Genuss!


;)


Volle Zustimmung!
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Der General » Mi 13. Sep 2017, 00:11

Mahmoud hat geschrieben:(12 Sep 2017, 13:32)

Martin Schulz hat Merkel einen Posten als Vizekanzler in "seinem" Kabinett angeboten..... :p :p

Ist das nun Zweckoptimismus ?( den er ja verbreiten muss. Würde er die Meinung vertreten, "ich gewinne wahrscheinlich eh nicht", ware das natürlich auch falsch).
Wenn es Zweckoptimismus ist, dann ist er eine sehr tragische Figur, den das hieße ja, das er eine Art Theaterstück aufführt, von dem er selbst nicht überzeugt sein kann...

Oder hat er jeglichen Realitätssinn verloren?

In beiden Fallen käme das nicht gut beim Volk an. Ich glaube, das Volk will weder einen Spinner noch eine tragische Figur.

Was meint Ihr?


Also, der matin ist sicherlich keine tragische Figur, sondern eher ein Spinner. Die tragische Figur ist dabei schon seit langem die Partei Namens SPD. Seit dem "faulen Ei" Schröder, hat kaum dort jemand vom Führungspersonal verstanden, was da eigentlich passiert ist und bis Heute wundert man sich, warum man nur noch um die ca. 22% rumkrebst.

Zur Person Martin Schulz hatte ich mich bereits in einem anderen Strang geäußert und wieder einmal wird das passieren, was ich schon vorhergesagt hatte.

Martin Schulz, ist überhaupt nicht in der Lage der Kanzlerin Paroli zu bieten und Argumentativ anzugreifen. Kurz und knapp, fehlen dem Schulz, aber insbesondere auch der SPD-Führung einfach die Kompetenz um Soziale Gerechtigkeit durchzusetzen bzw. Wirksam dem Volk zu vermitteln!

Martin Schulz stärken liegen einzig und allein bei der Europäischen Agenda und nur davon hat er ein wenig Ahnung und kann Rhetorisch ein wenig glänzen.

Einige TV "Shows" von Merkel und Schulz habe ich mir jetzt angeschaut. Auf der einen Seite sah ich eine sehr Erfahrene Politikerin und auf der anderen Seite allerhöchstens einen Bürgermeister, der letztendlich selbst noch darum bettelt gelobt zu werden.

Bei allen eher dürftigen "Herausforderer" der SPD in der jüngsten Vergangenheit ist Schulz mit Abstand der schlechteste !

Martin Schulz ist ein Dampfplauderer nach Stammtisch Manier, der sich für Verbesserungen feiern lassen möchte, die die eigene Partei eingeführt hat.

Noch Nie war es eigentlich einfacher Angela Merkel und die Union, Argumentativ unter Druck zu setzen, denn es gibt sehr sehr viele Themenbereiche der "Sozialen Gerechtigkeit" hier in Deutschland um Akzente zu setzen!

Schulz und die SPD hat da völlig versagt und ich hoffe auf höchsten 20% :|
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Der General » Mi 13. Sep 2017, 00:23

think twice hat geschrieben:(12 Sep 2017, 17:24)

Ja, sogar ich zolle meinem Lieblingsfeind Lindner Respekt, dass er seine Truppe in kurzer Zeit wieder salonfähig gemacht hat. Ich verstehe nicht, was man an der Partei findet und gehe in kleinster Weise mit ihnen konform, aber von Lindner ist es auf jeden Fall eine Leistung.


Dein Posting kann ich absolut nicht Nachvollziehen genauso die Leute, die Offensichtlich erneut auf die FDP hereinfallen :rolleyes:

Ich kann nur dringend dazu raten, auf Inhalte zu achten und nicht auf den "Showman" Lindner sich täuschen zu lassen!

Die jetzige FDP verkauft nur alten Wein in Neuen Schläuchen und der Oberhammer ist auch noch, dass Sie das Öffentlich zugeben, mit dem Zitat: "alles war früher nicht schlecht, man muss es nur anders darstellen" !!

Lindner präsentierte kürzlich auf eine Rede, absolut WORT>GLEICH das gleiche Manuskript des verstorbenen Westerwelle :rolleyes:

Von einer "Erneuerung" kann also gar nicht die Rede sein.....

Einfach nur Unfassbar, dass so viele wieder auf so eine "Einmann" Partei hereinfallen :dead:
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon unity in diversity » Mi 13. Sep 2017, 00:40

Der Mensch mit dem Charisma einer Krämerseele, bei dem sogar Empörung unecht wirkt:
http://www.stuttmann-karikaturen.de/karikatur/6420

Keine Führungskraft.
"Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze.
Den Falschen und den Unsrigen."
(Aus den USA)
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon KarlRanseier » Mi 13. Sep 2017, 01:05

Wähler hat geschrieben:(12 Sep 2017, 18:32)

Du willst einfach nicht wahrhaben, dass der Niedriglohnsektor wie in den benachbarten Ländern auch ohne Hartz IV gekommen wäre, dass die Alterung der Gesellschaft wirklich ein Problem für das Umlageverfahren wird, wenn die Babyboomer in Rente gehen, und dass Inklusion nur ein kleines Teilproblem ist für eine Gesellschaft, die voll auf Digitalisierung setzt.



Was hat denn die Inklusion mit "Digitalisierung" zu tun?

Die Sozen haben festgestellt, dass Kinder, aus der Sicht der SPD also "werdende Humankapitale", wenn sie geistig behindert sind, keinen "Marktwert" haben, schlimmer noch, ihr "Marktwert" liegt unter 0, denn Sonderschulen sind sehr teuer, und fast alle diese Kinder werden niemals dieses Geld in Form von Einkommensteuern zurückzahlen.
Nun ist ja die SPD traditionell besonders daran interessiert, Banken und Versicherungen Milliarden Euro an Steuergeldern in den Rachen zu werfen. Das unterscheidet sie von der CDU, der neben den Banken die Rüstungsindustrie besonders am Herzen liegt, und der FDP, die wiederum eine andere Klientel hat.

CDU, SPD, FDP und Grüne haben das gleiche Problem, sie müssen überlegen, wie man den Arbeitenden mehr Geld abnehmen kann, damit sie es ihren Amigos zuschanzen können. Eine Erhöhung der Mineralölsteuer, die sonst immer neben der Erhöhung der Tabaksteuer besonders beliebt ist, will man diesmal wohl ausnahmsweise nicht, weil die Aufdeckung des Abgasskandals die Autoindustrie schwer getroffen hat.

Was liegt da näher, als beim "werdenden Humankapital" zu sparen, besonders bei dem Teil, bei dem abzusehen ist, dass er sich wirtschaftlich sowieso "nicht rentiert"?

Mit ihrer Politik haben sie die anderen Kinder geschädigt, aber auch die Behinderten selbst und die Lehrer. Das ist den Sozen aber scheißegal, denn kurzfristig spart man Geld, weil man Sonderschulen schließen und die dort beschäftigten Pädagogen entlassen kann.

Einst hat man ja versucht, Fachkräfte aus Indien und China nach Deutschland zu locken. Hat nicht so recht geklappt, kaum jemand wollte an Merkels Billigwirtschaftsstandort. Also das Konzept, die Gesellschaft langfristig verblöden zu lassen und gut ausgebildete Menschen aus anderen Ländern anzulocken, funktioniert offenbar auch nicht...
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon unity in diversity » Mi 13. Sep 2017, 01:47

Bielefeld09 hat geschrieben:(12 Sep 2017, 17:34)

Na ja, Schultz ist immerhin ein Kämpfer
.
Also weder noch!

Ein Kämpfer ist Schulz zwar nicht, aber mit seinen Sekundärtugenden, läßt sich vielleicht ein Job im Bundesarchiv finden.
"Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon jorikke » Mi 13. Sep 2017, 06:22

Schulz fordert jetzt ein zweites "Duell" mit Merkel.
Natürlich wird sie ihm was pfeifen.
Das weiß er auch.
Bisschen Wind machen um schnell noch ein paar Schlagzeilen zu bekommen?
...sieht echt nach Torschlusspanik aus.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Flaschengeist » Mi 13. Sep 2017, 06:40

Mahmoud hat geschrieben:(12 Sep 2017, 13:32)

Martin Schulz hat Merkel einen Posten als Vizekanzler in "seinem" Kabinett angeboten..... :p :p

Ist das nun Zweckoptimismus ?( den er ja verbreiten muss. Würde er die Meinung vertreten, "ich gewinne wahrscheinlich eh nicht", ware das natürlich auch falsch).
Wenn es Zweckoptimismus ist, dann ist er eine sehr tragische Figur, den das hieße ja, das er eine Art Theaterstück aufführt, von dem er selbst nicht überzeugt sein kann...

Oder hat er jeglichen Realitätssinn verloren?

In beiden Fallen käme das nicht gut beim Volk an. Ich glaube, das Volk will weder einen Spinner noch eine tragische Figur.

Was meint Ihr?



Wenn die SPD schon ihr Personal vom Politikergnadenhof EU holen muß... Haben die sonst nichts Besseres?

Das Problem der SPD ist, daß sie die ganze Zeit mit regiert hat und jetzt fällt den Genossen plötzlich das Wort "Gerechtigkeit" ein. Warum höre ich davon nicht vor dem Wahlkampf. Und solange die SPD kein anständiges Angebot für die Rente macht brauchen wir über ein Wahlkreuz bei der SPD nicht reden.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Flaschengeist » Mi 13. Sep 2017, 06:43

KarlRanseier hat geschrieben:(13 Sep 2017, 02:05)

Was hat denn die Inklusion mit "Digitalisierung" zu tun?

Die Sozen haben festgestellt, dass Kinder, aus der Sicht der SPD also "werdende Humankapitale", wenn sie geistig behindert sind, keinen "Marktwert" haben, schlimmer noch, ihr "Marktwert" liegt unter 0, denn Sonderschulen sind sehr teuer, und fast alle diese Kinder werden niemals dieses Geld in Form von Einkommensteuern zurückzahlen.
Nun ist ja die SPD traditionell besonders daran interessiert, Banken und Versicherungen Milliarden Euro an Steuergeldern in den Rachen zu werfen. Das unterscheidet sie von der CDU, der neben den Banken die Rüstungsindustrie besonders am Herzen liegt, und der FDP, die wiederum eine andere Klientel hat.

CDU, SPD, FDP und Grüne haben das gleiche Problem, sie müssen überlegen, wie man den Arbeitenden mehr Geld abnehmen kann, damit sie es ihren Amigos zuschanzen können. Eine Erhöhung der Mineralölsteuer, die sonst immer neben der Erhöhung der Tabaksteuer besonders beliebt ist, will man diesmal wohl ausnahmsweise nicht, weil die Aufdeckung des Abgasskandals die Autoindustrie schwer getroffen hat.

Was liegt da näher, als beim "werdenden Humankapital" zu sparen, besonders bei dem Teil, bei dem abzusehen ist, dass er sich wirtschaftlich sowieso "nicht rentiert"?

Mit ihrer Politik haben sie die anderen Kinder geschädigt, aber auch die Behinderten selbst und die Lehrer. Das ist den Sozen aber scheißegal, denn kurzfristig spart man Geld, weil man Sonderschulen schließen und die dort beschäftigten Pädagogen entlassen kann.

Einst hat man ja versucht, Fachkräfte aus Indien und China nach Deutschland zu locken. Hat nicht so recht geklappt, kaum jemand wollte an Merkels Billigwirtschaftsstandort. Also das Konzept, die Gesellschaft langfristig verblöden zu lassen und gut ausgebildete Menschen aus anderen Ländern anzulocken, funktioniert offenbar auch nicht...


Man könnte auch versuchen gut ausgebildete Deutsche die ins Ausland gegangen sind, wieder zurück zu holen.

Aber auf die Idee ist scheinbar noch keiner gekommen.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Wähler » Mi 13. Sep 2017, 06:47

Wähler hat geschrieben:(12 Sep 2017, 18:32)
Du willst einfach nicht wahrhaben, dass der Niedriglohnsektor wie in den benachbarten Ländern auch ohne Hartz IV gekommen wäre, dass die Alterung der Gesellschaft wirklich ein Problem für das Umlageverfahren wird, wenn die Babyboomer in Rente gehen, und dass Inklusion nur ein kleines Teilproblem ist für eine Gesellschaft, die voll auf Digitalisierung setzt.

KarlRanseier hat geschrieben:(13 Sep 2017, 02:05)
Was hat denn die Inklusion mit "Digitalisierung" zu tun?
Einst hat man ja versucht, Fachkräfte aus Indien und China nach Deutschland zu locken. Hat nicht so recht geklappt, kaum jemand wollte an Merkels Billigwirtschaftsstandort. Also das Konzept, die Gesellschaft langfristig verblöden zu lassen und gut ausgebildete Menschen aus anderen Ländern anzulocken, funktioniert offenbar auch nicht...

Inklusion von Behinderten ist nur ein Teilproblem im Bildungswesen. Da es inzwischen in vielen Berufen Fachkräftemangel gibt und dieser auf Grund der Digitalisierung steigen wird, wird die Gesellschaft Anpassungsprozesse auch im Bildungswesen durchlaufen. Das war immer so in der Menschheitsgeschichte. Fachkräfte, die nicht in Deutschland ausgebildet worden sind, können durch die Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU zu uns gelangen, oder über Green Card oder Blue Card aus dem Nicht-EU-Ausland.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Flaschengeist » Mi 13. Sep 2017, 06:52

Wähler hat geschrieben:(13 Sep 2017, 07:47)

Inklusion von Behinderten ist nur ein Teilproblem im Bildungswesen. Da es inzwischen in vielen Berufen Fachkräftemangel gibt und dieser auf Grund der Digitalisierung steigen wird, wird die Gesellschaft Anpassungsprozesse auch im Bildungswesen durchlaufen. Das war immer so in der Menschheitsgeschichte. Fachkräfte, die nicht in Deutschland ausgebildet worden sind, können durch die Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU zu uns gelangen, oder über Green Card oder Blue Card aus dem Nicht-EU-Ausland.



Es gibt aber keinen Fachkräftemangel... Wir haben millionen Arbeitslose in der BRD und EU.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Boracay » Mi 13. Sep 2017, 06:57

Flaschengeist hat geschrieben:(13 Sep 2017, 07:52)

Es gibt aber keinen Fachkräftemangel... Wir haben millionen Arbeitslose in der BRD und EU.


Darunter so gut wie keine Mechatroniker, Ingenieure oder Medizintechniker mit Beruferfahrung, sondern ungelernte, nicht Deutsch oder Englisch sprechende (50% der Arbeitslosen sind Migranten), Menschen ohne Schulabschluss oder einer völllig nutzlosen Ausbildung wie Bäckereifachverkäuferin oder Einzelhandelskaufmann,..... unter Akademikern herrscht schon seit Jahren Vollbeschäftigung, obwohl da Geisteswissenschaftler dazu gezählt werden.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Wähler » Mi 13. Sep 2017, 07:00

Wähler hat geschrieben:(12 Sep 2017, 18:32)
Du willst einfach nicht wahrhaben, dass der Niedriglohnsektor wie in den benachbarten Ländern auch ohne Hartz IV gekommen wäre, dass die Alterung der Gesellschaft wirklich ein Problem für das Umlageverfahren wird, wenn die Babyboomer in Rente gehen, und dass Inklusion nur ein kleines Teilproblem ist für eine Gesellschaft, die voll auf Digitalisierung setzt.

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(12 Sep 2017, 18:42)
Dieselben "Prognosen" hat man schon für das Jahr 2005 gemacht. Das war ungefähr 1995. Die Rentenkasse ist nicht leer.

Es geht nicht darum, wie leer oder voll eine Rentenkasse ist, sondern dass die ausbezahlte Durchschnittsrente immer weiter Richtung Grundsicherung sinkt.
siehe auch:
https://de.statista.com/infografik/9957 ... utschland/
Bertelsmann-Studie 26. Juni 2017 Das Risiko für Altersarmut steigt
Die Altersarmut in Deutschland steigt. Laut einer Studie der Wirtschaftsforschungsinstitute DIW und ZEW im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung wird 2036 jeder fünfte Neurentner armutsgefährdet sein, also mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung zurechtkommen müssen. Am meisten gefährdet sind demnach alleinstehende Frauen, Menschen ohne Berufsausbildung und Langzeitarbeitslose. Zudem werden immer mehr Menschen im Alter auf Sozialhilfe angewiesen sein. Bei den niedrig Qualifizierten steigt der Anteil um vier Prozentpunkte, wie die Grafik von Statista zeigt.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Boracay » Mi 13. Sep 2017, 07:03

Flaschengeist hat geschrieben:Aber auf die Idee ist scheinbar noch keiner gekommen.


Seir Jahren ist die Wanderungsbewegung nach CH zum Erliegen gekommen und kehrt sich gerade um.
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Re: Martin Schulz - Spinner oder tragische Figur?

Beitragvon Flaschengeist » Mi 13. Sep 2017, 07:04

Boracay hat geschrieben:(13 Sep 2017, 07:57)

Darunter so gut wie keine Mechatroniker, Ingenieure oder Medizintechniker mit Beruferfahrung, sondern ungelernte, nicht Deutsch oder Englisch sprechende (50% der Arbeitslosen sind Migranten), Menschen ohne Schulabschluss oder einer völllig nutzlosen Ausbildung wie Bäckereifachverkäuferin oder Einzelhandelskaufmann,..... unter Akademikern herrscht schon seit Jahren Vollbeschäftigung, obwohl da Geisteswissenschaftler dazu gezählt werden.



Die sind schlau und machen gleich noch den Taxischein. :)

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