Was tun? - Die Qualen eines Wählers

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Julian
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon Julian » Do 31. Aug 2017, 14:09

Was ich im Parteienangebot vermisse, ist eine liberale Partei, die den Namen verdient. Von daher stehe ich auch Qualen im Hinblick auf meine Wahlentscheidung aus.

Vom Programm her sagt mir die FDP am meisten zu. Leider aber ist sie nach wie vor eher eine Klientelpartei für die freien Berufe und Beamte; oft genug setzt sie sich für eine Politik ein, die das Gegenteil von liberal ist, indem sie die Besitzstände dieser Berufsgruppen verteidigt. Auch gefällt mir nicht, wie die Partei zu einer Ein-Mann-Partei verkommen ist, die quasi diktatorisch geführt wird.

Auch die AfD ist nur in Teilen liberal, und wird es weniger und weniger. Zu viele Nationalkonservative sind da aktiv, zu viele undurchsichtige Gestalten, die ich nicht einschätzen kann, und zu viel Agitation und Populismus, die mich intellektuell beschämen. Viele Wähler wählen die AfD nicht wegen ihrer liberalen, sondern wegen ihrer nationalen Inhalte. Wohin sich die Partei entwickelt, ist unklar.

Die anderen Parteien, die eine Chance auf einen Einzug in den Bundestag haben, sind für mich völlig indiskutabel, obwohl ich einst CDU, SPD und auch schon die Grünen gewählt habe.

Ich wünsche mir eine vernünftige Einwanderungspolitik, ausgerichtet an deutschen Interessen, und einen Stopp der Einwanderung in unsere Sozialsysteme. Ich wünsche mir sichere Grenzen, die notfalls auch mit Gewalt verteidigt werden müssen, wie auch ein verstärktes Bemühen um unsere Innere Sicherheit, die uns derzeit entgleitet.

Ich wünsche mir niedrigere Steuern und weniger Umverteilung, dafür aber auch eine einheitliche solidarische Kranken- und Rentenversicherung, und nicht das deutsche Sammelsurium aus Zwei-Klassen-Medizin und Sonderrechte für Beamte, Freiberufler und andere Berufsgruppen.

Ich wünsche mir eine klarere Trennung von Religion und Staat, und die Zurückdrängung des zunehmenden muslimischen Einflusses auf unser öffentliches Leben. Eine liberale Gesellschaftspolitik versteht sich von selbst, beispielsweise mit der Gleichberechtigung von Frauen und Minderheiten, aber bitte ohne positive Diskriminierung mit Quoten. Rassismus, Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit und Homophobie gehen gar nicht.

Außenpolitisch wünsche ich mir eine Politik mit Augenmaß, die aber auf einer deutlich erhöhten Bereitschaft zu militärischer Aufrüstung fußen muss. Es sind langfristige deutsche Interessen zu berücksichtigen, die sich eben von amerikanischen, russischen aber auch europäischen Interessen unterscheiden.
Julian
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon Julian » Do 31. Aug 2017, 14:13

Weltregierung hat geschrieben:(29 Aug 2017, 21:45)

Das ist alles, worum es geht? Grokotz oder Jamaica? Beides dominiert von der Union? Da ist es natürlich wenig verwunderlich, dass fast ein Drittel der Wahlberechtigten mittlerweile am Wahltag zuhause bleibt. Es gibt eben nichts mehr zu entscheiden.


Im Prinzip ist die Wahl gelaufen, wobei neben einer großen Koalition und Jamaica durchaus noch eine schwarz-grüne oder schwarz-gelbe Koalition in Frage kommen. Dass die neue Regierung jedoch von der CDU dominiert werden wird, ist klar, ebenso, dass Merkel Kanzlerin bleiben wird.

Aber so geht eben Demokratie. So wenig ich diese Wahlentscheidung verstehe, so sehr muss ich doch auch anerkennen, dass das offenbar genau das ist, was die Bürger wollen, zumindest diejenigen, die überhaupt wählen gehen und damit ihr Mitspracherecht in Anspruch nehmen.
Uffzach
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon Uffzach » Do 31. Aug 2017, 14:26

Senexx hat geschrieben:(29 Aug 2017, 11:56)

Knapp einen Monat vor den Wahlen verheißen die Umfragen Interessantes: CDU, SPD, Grüne und FDP verlieren. Rechnerisch sind nur noch GroKo und Jamaika möglich. Ďas ist gut und schlecht zugleich. Einerseits erleichtert es, andererseits beunruhigt es auch. Und am Ende steht dann der Horror. Warum? Und was also tun? Gar nicht wählen, wie schon beim letzten Mal? Oder gar AfD, was ja eigentlich gar nicht geht? Der 24. September wird wieder ein Horrortag, und danach geht der Horror weiter. Denn eines ist gewiss: Angela Merkel bleibt Kanzlerin. Vermutlich in einer großen Koalition, oder noch schlimmer mittels Jamaika. Die Leiden nehmen kein Ende.

1. Angela Merkel ist nicht wählbar. Die ehemalige FDJ-Propagandasekretärin, die es an die Spitze der CDU geschafft und zur Kanzlerin gebracht hat, hat die CDU ihres Kern beraubt, viele Wähler heimatlos gemacht und uns den Atomausstieg, die Öffnung der Schleusen für eine ungebremste islamische Einwanderung, die forcierte soziale Unterschichtung, die unmerkliche, aber fortschreitende Zerstörung der Grundlagen unserer Prosperität gebracht. Sie ist als Person und als Kanzlerin so unerträglich, dass es schmerzt. Aber sie wird uns erhalten bleiben. Und mit ihr die verkommene Union.

2. In einer Jamaika-Koalition drohen uns die Grünen. Grün geht gar nicht, sie dürfen nicht in die Regierung. Vorübergehend bestand kurzzeitig die Hoffnung, sie könnten an der 5%-Hürde scheitern. Daraus wird wohl nichts. Mit etwas Glück bleiben sie unter 7%. Aber vermutlich wird man die grünen Menschenschinder noch lange in den Parlamenten sehen.

3. FDP geht nicht. Diese "liberale" Partei, die Partei von Zahnärzten, Architekten, Anwälten, alles "freien" Berufen, die so liberal sind, sich hinter Honorarordnungen zu verstecken statt dich dem freien Markt auszusetzen, geht gar nicht. Historisch war die FDP auch immer eine Beamtenpartei, für die Freiheit bedeutet, frei zu sein von Sozialbeiträgen und materiellen Sorgen, weil sie ja kein Markteinkommen erzielen müssen, sondern der Staat für eine angemessene Alimentierung sorgen muss. Jamaika darf nicht stattfinden. Und Schwarz-Gelb eigentlich auch nicht.

4. Über die umfirmierte SED muss man nicht reden. 2RG geht gar nicht, wird uns wohl auch nicht drohen.

5. Mit der AfD will niemand, und das ist letztlich auch gut so. Zwar legt sie den Finger in viele Wunden, weshalb die anderen wie von der Tarantel gestochen reagieren, aber sie ist eine solche Ansammlung von obskuren Gestalten und teilweisen Halb- oder Ganz-Nazis, dass man froh ist, sie weit weg von allem zu sehen. Außerdem sind ihre steuerpolitisvhen Vorstellungen der Horror. Ihre großbürgerlichen Gründer lasen grüßen.

6. Über die Schulz-SPD muss man eigentlich gar nicht reden. Oder doch. Ihr Kandidat war schon immer Unsympathie pur, aber in Europa lange sicher verwahrt. Seine außenpoltischen Vorstellungen sind der Horror, wirtschaftspolitisch gilt für die SPD die alte Kommunisten-Parole: "Wer hat uns verraten? - Sozialdemokraten!"

Seit sie sich vom Konzept wirtschaftlichen Fortschritts verabschiedet und sie sich zu einer Partei nicht mehr der diesen erwirtschaftenden Klassen, sondern der diesen verzehrenden Klassen der Lehrer, Sozialarbeiter und des öffentlichen Dienstes allgemein entwickelt hat, steht sie jenseits aller Erwägungen.

Was also tun? Merkel wählen geht nicht, verhindern kann man sie auch nicht. Eine Regierung muß und wird es geben? Am wenigsten schlimm wäre eine schwache GroKo, die mangels anderer rechnerisch möglicher Koalitionen zustande kommt.

Unter diesem Gesichtspunkt müsste man wohl AfD wählen. Das schaffe ich wohl nicht. Vermutlich werde ich gar nicht wählen. Sollen andere sich die Hände schmutzig machen.

Aber der 24. Wird ein Horror-Tag. Bis 18.00 h wird mich mein Wählergewissen plagen....


Erkenne mich in Vielem wieder. Mir fehlt eine rationale Rechte.
Meine Optionen sind: 1. nicht wählen gehen, 2. Hingehen und Stimmzettel ungültig machen, 3. AfD, einfach um den Einheitsparteien Sand ins Getriebe zu streuen und dem Karrieristenpack einen Mandateverlust zu bescheren. :p
Zuletzt geändert von Uffzach am Do 31. Aug 2017, 14:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon Bielefeld09 » Do 31. Aug 2017, 14:29

Julian hat geschrieben:(31 Aug 2017, 15:13)

Im Prinzip ist die Wahl gelaufen, wobei neben einer großen Koalition und Jamaica durchaus noch eine schwarz-grüne oder schwarz-gelbe Koalition in Frage kommen. Dass die neue Regierung jedoch von der CDU dominiert werden wird, ist klar, ebenso, dass Merkel Kanzlerin bleiben wird.

Aber so geht eben Demokratie. So wenig ich diese Wahlentscheidung verstehe, so sehr muss ich doch auch anerkennen, dass das offenbar genau das ist, was die Bürger wollen, zumindest diejenigen, die überhaupt wählen gehen und damit ihr Mitspracherecht in Anspruch nehmen.

Wieso glaubst du, das die Wahl gelaufen ist?
Bisher ist überhaupt nicht klar, wer mit wem koaliert.
Deshalb wird die Richtung der nächsten Bundesregierung auch an den " Rändern" entschieden.
Und somit zählt auch jede Wählerstimme.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon watisdatdenn? » Do 31. Aug 2017, 15:32

Uffzach hat geschrieben:(31 Aug 2017, 15:26)
, 3. AfD, einfach um den Einheitsparteien Sand ins Getriebe zu streuen und dem Karrieristenpack einen Mandateverlust zu bescheren. :p

Die afd kommt doch eh nicht in die Regierung, ist aber eine klare Aussage was man von der Migrationspolitik hält.
Ich finde z.b. die atombefürwortung der afd auch nicht gut, aber als klare Botschaft an die Politik sind sie geeignet.

Wenn alle cdu/spd wählen, müssen die Politiker das doch so interpretieren, dass die Bevölkerung mit der Migrationspolitik der letzten vier Jahre doch sehr zufrieden war..
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon Bielefeld09 » Do 31. Aug 2017, 15:43

watisdatdenn? hat geschrieben:(31 Aug 2017, 16:32)

Die afd kommt doch eh nicht in die Regierung, ist aber eine klare Aussage was man von der Migrationspolitik hält.
Ich finde z.b. die atombefürwortung der afd auch nicht gut, aber als klare Botschaft an die Politik sind sie geeignet.

Wenn alle cdu/spd wählen, müssen die Politiker das doch so interpretieren, dass die Bevölkerung mit der Migrationspolitik der letzten vier Jahre doch sehr zufrieden war..

Was für eine klare Botschaft der AFD sollte mich überzeugen,
diese zu wählen?
Warum schreibst du sowas, ohne die klare Botschaft zu benennen?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 31. Aug 2017, 15:50

Uffzach hat geschrieben:(31 Aug 2017, 15:26)
dem Karrieristenpack einen Mandateverlust zu bescheren. :p

Und damit den schlimmsten Bodensatz, der oft woanders eine Karriere aus gutem Grund beenden musste, ins Parlament setzen? Wie bescheuert ist das denn? Brennst du auch immer das Haus ab, wenn der Öltank leer ist?
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon sünnerklaas » Do 31. Aug 2017, 15:52

Bielefeld09 hat geschrieben:(31 Aug 2017, 15:06)

Nehmt doch einfach den Wahl-O-Mat.
Und wer sich damit abfindet,
das keine Partei 100% ig die eigenen Vorstellungen umsetzt,
und trotzdem zur Wahl geht,
zeigt sich wenigstens als toleranter Demokrat.
Und gar nicht wählen gehen ist doch eher was für entscheidungsunwillige Realitätsverweigerer.
Aber mit Qualen hat das nichts zu tun.


Ich höre von vielen, dass sie allein aus Gewissensgründen keine Partei wählen können. Das interessante ist aber, dass bei genauerem Nachfragen eine Haltung heraus kommt, die man wie folgt zusammenfassend beschreiben kann:

AltesSprichwort hat geschrieben:Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.


Was ich erlebe und sehe ist eine ziellose Nörgelei. Im Grunde hockt jeder für sich auf seiner eigenen Sandburg. Und es kommt die Flut...
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon watisdatdenn? » Do 31. Aug 2017, 15:53

Bielefeld09 hat geschrieben:(31 Aug 2017, 16:43)
Was für eine klare Botschaft der AFD sollte mich überzeugen,
diese zu wählen?
Warum schreibst du sowas, ohne die klare Botschaft zu benennen?

Die klare Botschaft ist:
Ausweisung der nicht asylberechtigten und Sicherung der Grenze. Einhaltung des Dublin-Abkommens.
Cdu/Spd kriegt das nicht hin.

Viele mögen das aber genau so, darum wählen sie ja wieder cdu/csu/spd.. Ich gehöre nicht dazu. Ich werde afd wählen.
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 31. Aug 2017, 15:55

Es gibt keinen vernünftigen Grund, sich an der Frage der Parlamentswahl ernsthaft abzuarbeiten. Es wird ein Parlament kommen - so oder so. Es wird vom erweiterten Parlament ein Kanzler gewählt, der wird irgendwelche Minister mitbringen. Es wird weiter besteuert, es wird weiter in die Tasche der Leute gegriffen und ins Leben hineinregiert. Wenn man da nicht für ist, sollte man besser nicht Parteien vergleichen, sondern andere Dinge tun.
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon Bielefeld09 » Do 31. Aug 2017, 15:59

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(31 Aug 2017, 16:50)

Und damit den schlimmsten Bodensatz, der oft woanders eine Karriere aus gutem Grund beenden musste, ins Parlament setzen? Wie bescheuert ist das denn? Brennst du auch immer das Haus ab, wenn der Öltank leer ist?

Hört doch auf an den Politikern aufzureiben.
Die haben alle ihren Arsch in der Partei bewegt und agiert,
während andere dumm rummprollend zu Hause auf dem Sofa saßen.
Es bleibt doch jedem offen,
sich in einer Partei zu engagieren und Karriere zu machen.
Der eigentliche Bodensatz sind wohlmöglich andere!
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon sünnerklaas » Do 31. Aug 2017, 16:00

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(31 Aug 2017, 16:50)

Und damit den schlimmsten Bodensatz, der oft woanders eine Karriere aus gutem Grund beenden musste, ins Parlament setzen? Wie bescheuert ist das denn? Brennst du auch immer das Haus ab, wenn der Öltank leer ist?


Man kann sowas auch als Amoklauf per Stimmzettel beschreiben.
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon watisdatdenn? » Do 31. Aug 2017, 16:03

Senexx hat geschrieben:(29 Aug 2017, 14:35)
Aber ich befürchte, ich kann mich nicht überwinden, ein Kreuz bei der AfD zu machen.

Warum? Was hindert dich daran? Du hast doch deine Gründe klar dargelegt, warum willst du sie in der Wahlkabine nicht konsequent umsetzen?
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon sünnerklaas » Do 31. Aug 2017, 16:04

Bielefeld09 hat geschrieben:(31 Aug 2017, 16:59)

Hört doch auf an den Politikern aufzureiben.
Die haben alle ihren Arsch in der Partei bewegt und agiert,
während andere dumm rummprollend zu Hause auf dem Sofa saßen.
Es bleibt doch jedem offen,
sich in einer Partei zu engagieren und Karriere zu machen.
Der eigentliche Bodensatz sind wohlmöglich andere!



Dazu sind sich leider viele Leute zu fein. Und ich glaube auch, dass sie einfach zu faul dazu sind. Es gibt viele Möglichkeiten der Partzipation in D. Aber dort sind Bürger, die nicht von irgendwelchen Parteien und Verbänden deligiert wurden, einfach Mangelware. Ich habe dazu schon die dollsten Ausreden gehört - etwa die, wenn Projekt XYZ dann käme, wäre man schon tot. Deshalb: keine Lust. Kommt dann aber das Projekt, wird ein Riesengeschrei gestartet - allerdings erst, wenn es schon zu spät und der Planfeststellungsbeschluss rechtskräftig ist. Und dann heisst es, man wäre ja nicht gefragt worden, man habe nichts sagen dürfen.
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon Bielefeld09 » Do 31. Aug 2017, 16:07

sünnerklaas hat geschrieben:(31 Aug 2017, 16:52)

Ich höre von vielen, dass sie allein aus Gewissensgründen keine Partei wählen können. Das interessante ist aber, dass bei genauerem Nachfragen eine Haltung heraus kommt, die man wie folgt zusammenfassend beschreiben kann:



Was ich erlebe und sehe ist eine ziellose Nörgelei. Im Grunde hockt jeder für sich auf seiner eigenen Sandburg. Und es kommt die Flut...

Sorry, aber die Flut kommt für jeden.
Nur bauen verantwortungsvolle Menschen Deiche,
um sich und andere Menschen zu schützen.
Und der Bürger kann seine Deichbauer oder seine Sandburgenbauer wählen.
Diese Verantwortung trägt aber jeder Wähler mit seiner Stimme.
Und das sei mir noch erlaubt zu sagen:
Verantwortliche Politiker erhöhen die Deiche Europaweit.
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 31. Aug 2017, 16:08

watisdatdenn? hat geschrieben:(31 Aug 2017, 16:32)

Die afd kommt doch eh nicht in die Regierung, ist aber eine klare Aussage was man von der Migrationspolitik hält.
Ich finde z.b. die atombefürwortung der afd auch nicht gut, aber als klare Botschaft an die Politik sind sie geeignet.

Wenn alle cdu/spd wählen, müssen die Politiker das doch so interpretieren, dass die Bevölkerung mit der Migrationspolitik der letzten vier Jahre doch sehr zufrieden war..


Das Lustige ist, dass wir ansonsten keine Probleme zu haben scheinen. Nicht mal das ist ein Problem. Selbst die das stecken wir weg, ohne das jemand irgendwelche Einschränkungen hinnehmen muss. So gut geht es uns. Wer eine unfähige Regierung sehen will, der sollte nicht nach Deutschland schielen, sondern mal nach Italien, Frankreich oder Griechenland gucken.
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon Boracay » Do 31. Aug 2017, 16:08

Julian hat geschrieben:(31 Aug 2017, 15:09)

Was ich im Parteienangebot vermisse, ist eine liberale Partei, die den Namen verdient


Das wäre auch meine Wahl. Eine Partei die wirklich loslegt und

- den Kündigungsschutz abschafft
- den Sozialstaat rassiert
- das EEG endlich beendet
- den Rechtstaat hoch hält (keine Bewährungsexzesse mehr)

Singapur sollte hier Vorbild sein.
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon Ein Terraner » Do 31. Aug 2017, 16:09

Senexx hat geschrieben:(29 Aug 2017, 11:56)

Unter diesem Gesichtspunkt müsste man wohl AfD wählen.


Ja müsste man wohl, alternativ kann man sich auch ins Knie schießen, kommt auf das Gleiche hinaus.
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon sünnerklaas » Do 31. Aug 2017, 16:11

watisdatdenn? hat geschrieben:(31 Aug 2017, 16:53)

Die klare Botschaft ist:
Ausweisung der nicht asylberechtigten und Sicherung der Grenze. Einhaltung des Dublin-Abkommens.
Cdu/Spd kriegt das nicht hin.

Viele mögen das aber genau so, darum wählen sie ja wieder cdu/csu/spd.. Ich gehöre nicht dazu. Ich werde afd wählen.


Das Problem liegt weniger bei der Bundesregierung. Das Problem liegt bei Ländern, die Menschen quasi als Waffe einsetzen. Und dann kommt noch das schwierige Konglomerat aus Geo- und Aussenhandelspolitik dazu...
Im Grunde haben wir es mit einem unerklärten Krieg der Drittweltstaaten gegen den Westen zu tun. Und die Migrationswaffe ist eine sehr wirkungsvolle Waffe. Viel wirkungsvoller, als alle anderen.
Und seien wir mal ehrlich: ist irgendwer hier auch nur ansatzweise bereit, für die Beseitigung des Problems auch nur zeitweilig Nachteile in Kauf zu nehmen? Ich meine zum Beispiel durch stark steigende Preise an den Discounter-Theken oder beim Gas-, Benzin- und Heizölpreis? Und ist irgendwer hier auch nur ansatzweise bereit, dass seine Firma weniger Umsatz macht und in massive Schwierigkeiten kommt, weil der ausländische Auftraggeber sich weigert, die Rechnungen für bereits gelieferte Waren und Dienstleistungen zu bezahlen? Oder dass man seinen Arbeitsplatz verliert, weil die Firma, bei der man beschäftigt ist aus zuletzt genannten Gründen pleite geht?
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Re: Was tun? - Die Qualen eines Wählers

Beitragvon Ein Terraner » Do 31. Aug 2017, 16:13

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(30 Aug 2017, 13:24)

Als CSU-ähnliche Kleinpartei bieten sich Bayernpartei


Genau, die Typen für die die CSU zu links ist.
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