Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

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Thales
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon Thales » So 27. Aug 2017, 16:45

Brainiac hat geschrieben:(01 Jul 2017, 21:13)

Dann am besten nicht wählen. Die Wahl einer Partei ist ja niemals eine rein rationale Entscheidung, und wenn man schon nach irgendwelchen Gründen und Rechtfertigungen suchen muss, also in Wirklichkeit nichts einem zusagt, sollte man es ganz bleiben lassen.

In der Zwischenzeit, also bis zur nächsten Wahl, kann man ein wenig in sich gehen, ob man ggf zu viel von der Menschheit erwartet. ;)

Nicht wählen sollte verboten sein!
Das ermöglicht Wahlfälschung, indem unerwünschte Stimmen in den Müll verschwinden können.
Jeder sollte wählen und für Nichtwähler sollte man eine neue Position einfügen:

"Ich kann mich für keine Partei entscheiden und bin mit allen Parteien
einverstanden----------- [ ]
nicht einverstanden------[ ]"
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon Brainiac » So 27. Aug 2017, 17:01

Thales hat geschrieben:(27 Aug 2017, 17:45)

Nicht wählen sollte verboten sein!
Das ermöglicht Wahlfälschung, indem unerwünschte Stimmen in den Müll verschwinden können.
Jeder sollte wählen und für Nichtwähler sollte man eine neue Position einfügen:

"Ich kann mich für keine Partei entscheiden und bin mit allen Parteien
einverstanden----------- [ ]
nicht einverstanden------[ ]"

Dein Beitrag erscheint mir, mit Verlaub, etwas wirr.

Wieso ermöglicht Nichtwählen "Wahlfälschung, indem unerwünschte Stimmen in den Müll verschwinden können"?

Wie soll man "mit allen Parteien einverstanden" sein, wenn diese vielfach gegensätzliche Positionen vertreten?

"Mit allen nicht einverstanden", ja das gibt es wohl und ist inhaltsgleich mit Nichtwählen. Dass man auch "aktiv" nichtwählen kann, zB durch einen bewusst ungültig gemachten Stimmzettel, hatten wir in diesem Strang schon.
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon Thales » So 27. Aug 2017, 18:13

Brainiac hat geschrieben:(27 Aug 2017, 18:01)

Dein Beitrag erscheint mir, mit Verlaub, etwas wirr.

Wieso ermöglicht Nichtwählen "Wahlfälschung, indem unerwünschte Stimmen in den Müll verschwinden können"?

Wie soll man "mit allen Parteien einverstanden" sein, wenn diese vielfach gegensätzliche Positionen vertreten?

"Mit allen nicht einverstanden", ja das gibt es wohl und ist inhaltsgleich mit Nichtwählen. Dass man auch "aktiv" nichtwählen kann, zB durch einen bewusst ungültig gemachten Stimmzettel, hatten wir in diesem Strang schon.

Die Wahlbeteiligung muss 100proz sein. Wer wählen kann der macht sein Kreuzchen an einer bestimmten Stelle. Wer meint, alle Parteien sind nicht wählbar, der soll entsprechend bei nicht einverstanden sein Kreuzchen machen. Würden mehr als 50proz diese Position ankreuzen müssten die Wahlen als ungültig deklariert werden. Wer mit allen Partein einverstanden ist, gibt jeder Partei eine Stimme. Lustig, oder?
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon jorikke » So 27. Aug 2017, 18:48

Thales hat geschrieben:(27 Aug 2017, 19:13)

Die Wahlbeteiligung muss 100proz sein. Wer wählen kann der macht sein Kreuzchen an einer bestimmten Stelle. Wer meint, alle Parteien sind nicht wählbar, der soll entsprechend bei nicht einverstanden sein Kreuzchen machen. Würden mehr als 50proz diese Position ankreuzen müssten die Wahlen als ungültig deklariert werden. Wer mit allen Partein einverstanden ist, gibt jeder Partei eine Stimme. Lustig, oder?


Mensch Thales, du darfst das nicht auf die für dich sichtbare Seite des Halbkreises verkürzen.
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon Brainiac » So 27. Aug 2017, 18:50

Thales hat geschrieben:(27 Aug 2017, 19:13)

Die Wahlbeteiligung muss 100proz sein.

Warum? :?:
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon Keoma » So 27. Aug 2017, 19:07

Jekyll hat geschrieben:(19 Aug 2017, 18:08)

Im Grunde handelt es sich dabei um einen erpresserischen Versuch, um den etablierten, seriösen Parteien - und damit indirekt auch deren Wählern (also der demokratischen Mehrheit!) - seinen Willen aufzuzwingen. Der Verzweiflungstat des kleinen Mannes, der sich nicht immer an die demokratischen Spielregeln hält.

Seltener Quatsch.
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon Thales » So 27. Aug 2017, 19:17

Brainiac hat geschrieben:(27 Aug 2017, 19:50)

Warum? :?:

JEDER muss eine Entscheidung treffen. Nicht wählen ist keine Entscheidung, weder für noch dagegen. Man weiß nicht was die Nichtwähler wollen. Und das kann nicht demokratisch sein.
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon Jekyll » So 27. Aug 2017, 19:21

Keoma hat geschrieben:(27 Aug 2017, 20:07)

Seltener Quatsch.
Warrrum? (Diskutieren, nicht quatschen, Herr Ö...Keoma.)
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon Keoma » So 27. Aug 2017, 19:30

Jekyll hat geschrieben:(27 Aug 2017, 20:21)

Warrrum? (Diskutieren, nicht quatschen, Herr Ö...Keoma.)

Wenn du das nicht selbst erkennst, na danke.
Wie kann man auf die Idee kommen, wenn man eine andere als eine "etablierte" Partei wählt, einen erpresserischen Versuch startet, und sich nicht an demokratische Spielregeln hält?
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon Thales » So 27. Aug 2017, 19:39

jorikke hat geschrieben:(27 Aug 2017, 19:48)

Mensch Thales, du darfst das nicht auf die für dich sichtbare Seite des Halbkreises verkürzen.
Beschäftige dich mal mit dem Ganzen.

"Halbkreis" ist wenn man sich immer nur mit den Wählern beschäftigt und die Nichtwähler vollkommen vernachlässigt.
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon Brainiac » So 27. Aug 2017, 19:40

Thales hat geschrieben:(27 Aug 2017, 20:17)

JEDER muss eine Entscheidung treffen. Nicht wählen ist keine Entscheidung, weder für noch dagegen. Man weiß nicht was die Nichtwähler wollen. Und das kann nicht demokratisch sein.

Und anzukreuzen, "Ich kann mich für keine Partei entscheiden und bin mit allen Parteien nicht einverstanden", ist jetzt warum genau besser als Nichtwählen?
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon Jekyll » So 27. Aug 2017, 19:47

Keoma hat geschrieben:(27 Aug 2017, 20:30)

Wenn du das nicht selbst erkennst, na danke.
Wie kann man auf die Idee kommen, wenn man eine andere als eine "etablierte" Partei wählt, einen erpresserischen Versuch startet, und sich nicht an demokratische Spielregeln hält?
Es geht hier um "Protestwahlen". D. h. man wählt diese eine Partei nicht deshalb, weil deren Parteiprogramm einem gefällt, sondern nur deshalb, um die Wahlen und damit auch das ganze demokratische System zu torpedieren. Der Protestwähler tut das deshalb, weil er den Mehrheitswillen der Bevölkerung nicht akzeptieren kann...letztlich weil er das demokratische Prinzip nicht anerkennen kann und will.
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon Keoma » So 27. Aug 2017, 19:49

Jekyll hat geschrieben:(27 Aug 2017, 20:47)

Es geht hier um "Protestwahlen". D. h. man wählt diese eine Partei nicht deshalb, weil deren Parteiprogramm einem gefällt, sondern nur deshalb, um die Wahlen und damit auch das ganze demokratische System zu torpedieren. Der Protestwähler tut das deshalb, weil er den Mehrheitswillen der Bevölkerung nicht akzeptieren kann...letztlich weil er das demokratische Prinzip nicht anerkennen kann und will.

Also sind die Macron- Wähler Antidemokraten, wie sie Le Pen verhindern wollten.
Der Quatsch wird nicht besser.
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon Thales » So 27. Aug 2017, 19:52

Brainiac hat geschrieben:(27 Aug 2017, 20:40)

Und anzukreuzen, "Ich kann mich für keine Partei entscheiden und bin mit allen Parteien nicht einverstanden", ist jetzt warum genau besser als Nichtwählen?

Aus dem Text geht hervor, dass ich meinte: "Ich kann mich für keine bestimmte Partei entscheiden...."
in diesem Fall muss sich der "Nichtwähler" dennoch entscheiden. Gibt er ALLEN Parteien seine Stimme oder keiner Partei
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon Jekyll » So 27. Aug 2017, 19:53

Keoma hat geschrieben:(27 Aug 2017, 20:49)

Also sind die Macron- Wähler Antidemokraten, wie sie Le Pen verhindern wollten.
Der Quatsch wird nicht besser.
Wie kommst du darauf, dass Macron aus Protest gewählt wurde? Vielleicht haben die Wähler sich einfach für das kleinere Übel entschieden?
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon Keoma » So 27. Aug 2017, 19:57

Jekyll hat geschrieben:(27 Aug 2017, 20:53)

Wie kommst du darauf, dass Macron aus Protest gewählt wurde? Vielleicht haben die Wähler sich einfach für das kleinere Übel entschieden?

Egal, jedenfalls ist es ein Wesen der Demokratie, dass ich wählen kann, wen ich will.
Wenn das für dich undemokratisch ist, sagt das einiges.l
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon Jekyll » So 27. Aug 2017, 20:08

Keoma hat geschrieben:(27 Aug 2017, 20:57)

Egal, jedenfalls ist es ein Wesen der Demokratie, dass ich wählen kann, wen ich will.
Wenn das für dich undemokratisch ist, sagt das einiges.l

Dein Verständnis von Demokratie ist etwas...anspruchslos, schlicht...Als mündiger Bürger hast du nicht nur die Freiheit, zu wählen wen oder was du willst, du trägst sogar eine Verantwortung gegenüber dem (demokratischen) System und auch gegenüber allen Menschen, die sich an diesem System beteiligen, und musst dich deshalb entsprechend besonnen und erwachsen verhalten. Aus "Protest" das System sabotieren zu wollen, nur weil einem ein (vermutetes) Resultat nicht gefällt - obwohl sich alle anderen an die demokratischen Spielregeln gehalten haben! -, zeugt nicht nur von einem eher infantilen, unreifen Gemüt, sondern auch davon, dass derjenige das Prinzip der Demokratie nicht verstanden hat.
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon Brainiac » So 27. Aug 2017, 20:12

Thales hat geschrieben:(27 Aug 2017, 20:52)

Aus dem Text geht hervor, dass ich meinte: "Ich kann mich für keine bestimmte Partei entscheiden...."
in diesem Fall muss sich der "Nichtwähler" dennoch entscheiden. Gibt er ALLEN Parteien seine Stimme oder keiner Partei

Das habe ich gelesen. Du auch meine Antwort dazu? Kennst du irgend jemandem, der "allen Parteien seine Stimme gibt"? Also ich nicht. Somit ist das keine vernünftige Alternative.
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon Keoma » So 27. Aug 2017, 20:22

Jekyll hat geschrieben:(27 Aug 2017, 21:08)

Dein Verständnis von Demokratie ist etwas...anspruchslos, schlicht...Als mündiger Bürger hast du nicht nur die Freiheit, zu wählen wen oder was du willst, du trägst sogar eine Verantwortung gegenüber dem (demokratischen) System und auch gegenüber allen Menschen, die sich an diesem System beteiligen, und musst dich deshalb entsprechend besonnen und erwachsen verhalten. Aus "Protest" das System sabotieren zu wollen, nur weil einem ein (vermutetes) Resultat nicht gefällt - obwohl sich alle anderen an die demokratischen Spielregeln gehalten haben! -, zeugt nicht nur von einem eher infantilen, unreifen Gemüt, sondern auch davon, dass derjenige das Prinzip der Demokratie nicht verstanden hat.

Also muss ich aus "Verantwortungsbewusstsein" eine Partei wählen, mit deren Programm ich nicht einverstanden bin?
Jessas. :D
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Re: Protestwahl - Legitim oder Schwachsinn?

Beitragvon Jekyll » So 27. Aug 2017, 20:28

Keoma hat geschrieben:(27 Aug 2017, 21:22)

Also muss ich aus "Verantwortungsbewusstsein" eine Partei wählen, mit deren Programm ich nicht einverstanden bin?
Jessas. :D
Und du wunderst dich, wenn ich die Seltenheit von intelligenten Österreichern beklage...Jeusmariaundjosef!

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