Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017

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JJazzGold
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Re: Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017

Beitragvon JJazzGold » Di 9. Mai 2017, 06:43

Kritikaster hat geschrieben:(09 May 2017, 07:12)

Ich finde die Einstellung des SSW gut.

Als kleiner Mehrheitsbeschaffer mit 3 Sitzen im Parlament einen Großteil einer Regierungspolitik mitzutragen, die man selbst nun ganz sicher nicht möchte, wiegt die Mitsprache gewiss nicht auf. Da kann man bei den Mehrheitsverhältnissen besser Sachanträge stellen und schauen, wer mit einem stimmt.


Das ist ja auch völlig in Ordnung, wenn Sie die Entscheidung des SSW gut finden. Nur, Politik wird in einer Koalitionsregierung gemacht und nicht der Opposition.
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Re: Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017

Beitragvon busse » Di 9. Mai 2017, 06:46

Cat with a whip hat geschrieben:(08 May 2017, 14:41)

Wurde schon bemerkt dass die AfD als Protestpartei bei den bisherigen Wählern kaum einen Schnitt gemacht hat und hauptsächlich durch den Nichtwählerpool gemästet wurde? Die Wählerwanderungen sind schon recht eindeutig diesmal. Die Strategie der AfD wird es sein ihr Profil als faschistoide Partei zu schärfen um die unzufriedenen Hassmenschen und Schwachköpfe am Ball zu halten und die restlichen Parteien werden sie daran hindern als Player aufzutreten.


Das ist ja auch mal eine Analyse, über knapp 6 % hätten sich viele andere Parteien mehr als gefreut, so die Linken. Protestpartei waren die Piraten und sie sind im Orkus gelandet. Im Übrigen seit Jahrzehnten wird gepredigt das "Rechtsparteien" nur über die geringe Wahlbeteiligung punkten können. Tja, ganz neue Erfahrungen in Sachen Demokratie das Nichtwähler aktiviert werden. Da können die Etablierten noch soviel von demokratischen Parteien schwafeln und die Mauerschützenpartei mitvereinnahmen und wie Du Wählerschelte betreiben, wichtig ist nur das es eine Alternative gibt und das ist gut so !
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Re: Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017

Beitragvon jorikke » Di 9. Mai 2017, 06:49

Kritikaster hat geschrieben:(09 May 2017, 02:09)

Sie verstehen sich nun mal nicht als reine Mehrheitsbeschaffer oder Pöstchenschacherer. Sie wollen so viel wie möglich ihrer Politik durchsetzen, und das passt nicht zu Schwarz-Gelb.


Der SWS hätte es sicher gern, wenn das Publikum ihre Lesart übernehme.
Tatsächlich ist es so, 2005 war die CDU als stärkste Partei aus der LW hervorgegangen, der SSW wollte aber Heide Simonis, über die Form der Duldung, zur Präsidentschaft verhelfen.
Das eine Partei, die nur über das Sonderprivileg 5% nicht erreichen zu müssen, eine Regierungsbildung gegen die Mehrheit beeinflussen kann, löste damals einen ziemlichen Entrüstungssturm aus.
Übrigens war das auch im SSW sehr umstritten. Als die Vorsitzende das in einem Interview bekannt gegeben hatte, war ich ziemlich sauer und habe bei denen in der Zentrale angerufen um mich mal zu erkundigen wie man das denn so vertreten könne. Die Vorsitzende war nicht da, ich sprach mit einem Stellvertreter. Der war ganz verdattert und sagte sinngemäß, man sei selber überrascht und es werde sicher noch allerlei Diskussionen geben. Im Übrigen sei man vom Echo ziemlich erschrocken, man könne sich vor kritischen Anrufen nicht retten.
Da hatte der Schwanz, der mit dem Hund wackeln wollte, sich wohl etwas überschätzt.
( Von mir aus hätte Simonis ruhig MP werden können, das war mir egal.)
Offensichtlich hat der SSW daraus gelernt und hält sich als Königsmacher jetzt zurück.
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Re: Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017

Beitragvon JJazzGold » Di 9. Mai 2017, 07:03

jorikke hat geschrieben:(09 May 2017, 07:49)

Der SWS hätte es sicher gern, wenn das Publikum ihre Lesart übernehme.
Tatsächlich ist es so, 2005 war die CDU als stärkste Partei aus der LW hervorgegangen, der SSW wollte aber Heide Simonis, über die Form der Duldung, zur Präsidentschaft verhelfen.
Das eine Partei, die nur über das Sonderprivileg 5% nicht erreichen zu müssen, eine Regierungsbildung gegen die Mehrheit beeinflussen kann, löste damals einen ziemlichen Entrüstungssturm aus.
Übrigens war das auch im SSW sehr umstritten. Als die Vorsitzende das in einem Interview bekannt gegeben hatte, war ich ziemlich sauer und habe bei denen in der Zentrale angerufen um mich mal zu erkundigen wie man das denn so vertreten könne. Die Vorsitzende war nicht da, ich sprach mit einem Stellvertreter. Der war ganz verdattert und sagte sinngemäß, man sei selber überrascht und es werde sicher noch allerlei Diskussionen geben. Im Übrigen sei man vom Echo ziemlich erschrocken, man könne sich vor kritischen Anrufen nicht retten.
Da hatte der Schwanz, der mit dem Hund wackeln wollte, sich wohl etwas überschätzt.
( Von mir aus hätte Simonis ruhig MP werden können, das war mir egal.)
Offensichtlich hat der SSW daraus gelernt und hält sich als Königsmacher jetzt zurück.


Du hast da angerufen und dich beschwert? Find ich klasse. :thumbup:
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Re: Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017

Beitragvon jorikke » Di 9. Mai 2017, 07:09

JJazzGold hat geschrieben:(09 May 2017, 08:03)


Du hast da angerufen und dich beschwert? Find ich klasse. :thumbup:


Angerufen stimmt, Beschwerde nicht.
Das war ein sehr gutes Gespräch, keinerlei Misstöne. Die waren selber noch völlig verblüfft, wie weit ihre Vorsitzende da vorgeprescht war.
Das der SSW sich jetzt zurückhält und auf die CDU nicht gut zu sprechen ist, hat einen ganz einfachen Grund.
Der heißt:
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Re: Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017

Beitragvon JJazzGold » Di 9. Mai 2017, 07:23

jorikke hat geschrieben:(09 May 2017, 08:09)

Angerufen stimmt, Beschwerde nicht.
Das war ein sehr gutes Gespräch, keinerlei Misstöne. Die waren selber noch völlig verblüfft, wie weit ihre Vorsitzende da vorgeprescht war.
Das der SSW sich jetzt zurückhält und auf die CDU nicht gut zu sprechen ist, hat einen ganz einfachen Grund.
Der heißt:
"Noch einmal so ein Scheiß und ihr seid euren Sonderstatus los."


Das macht die, für mich verblüffende, Reaktion verständlich.
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Re: Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017

Beitragvon Kritikaster » Di 9. Mai 2017, 07:26

jorikke hat geschrieben:(09 May 2017, 07:49)

Der SWS hätte es sicher gern, wenn das Publikum ihre Lesart übernehme.
Tatsächlich ist es so, 2005 war die CDU als stärkste Partei aus der LW hervorgegangen, der SSW wollte aber Heide Simonis, über die Form der Duldung, zur Präsidentschaft verhelfen.
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Übrigens war das auch im SSW sehr umstritten. Als die Vorsitzende das in einem Interview bekannt gegeben hatte, war ich ziemlich sauer und habe bei denen in der Zentrale angerufen um mich mal zu erkundigen wie man das denn so vertreten könne. Die Vorsitzende war nicht da, ich sprach mit einem Stellvertreter. Der war ganz verdattert und sagte sinngemäß, man sei selber überrascht und es werde sicher noch allerlei Diskussionen geben. Im Übrigen sei man vom Echo ziemlich erschrocken, man könne sich vor kritischen Anrufen nicht retten.
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Offensichtlich scheint mir eher, dass die Aussage über die geringe Vereinbarkeit der politischen Positionen zwischen SSW und Schwarz-Gelb zutrifft.
Was die Befreiung von der 5%-Hürde betrifft: Jedes Landtagsmandat ist gleichwertig! Wer mit der Regelung nicht einverstanden ist, sollte sich für die Schaffung von Mehrheiten einsetzen, die das ändern können.

Im übrigen auch meine Anerkennung für die Nachfrage beim SSW wegen der damaligen Vorgänge! :thumbup:
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
Wo der Sinn aufhört, beginnt der Wahnsinn. (Erhard Horst Bellermann)
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Re: Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017

Beitragvon odiug » Di 9. Mai 2017, 07:40

busse hat geschrieben:(09 May 2017, 07:46)

Das ist ja auch mal eine Analyse, über knapp 6 % hätten sich viele andere Parteien mehr als gefreut, so die Linken. Protestpartei waren die Piraten und sie sind im Orkus gelandet. Im Übrigen seit Jahrzehnten wird gepredigt das "Rechtsparteien" nur über die geringe Wahlbeteiligung punkten können. Tja, ganz neue Erfahrungen in Sachen Demokratie das Nichtwähler aktiviert werden. Da können die Etablierten noch soviel von demokratischen Parteien schwafeln und die Mauerschützenpartei mitvereinnahmen und wie Du Wählerschelte betreiben, wichtig ist nur das es eine Alternative gibt und das ist gut so !
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Ha jo ... dem kann ich nicht zustimmen.
Waerend die nationalistischen, rechtspopulistischen Parteien in den ehemaligen Ostblockstaaten uns eher ein gelangweiltes Schulterzucken abnoetigten, hat der Brexit und die Wahl Trumps in den USA viele aus ihrer Lethargie herausgerissen.
Der nationalistische Rechtspopulismus ist eben keine obskure Randerscheinung im Osten und an den Stammtischen der ewig Gestrigen mehr, sondern bedroht unmittelbar die Besitzstaende der gesaettigten Mehrheit auch bei uns.
Der nationalistische Rechtspopulismus erstickt an seinem eigenen "Erfolg", denn er bietet eben keine Alternative.
Und das ist gut so !
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017

Beitragvon jorikke » Di 9. Mai 2017, 08:03

Kritikaster hat geschrieben:(09 May 2017, 08:26)

Offensichtlich scheint mir eher, dass die Aussage über die geringe Vereinbarkeit der politischen Positionen zwischen SSW und Schwarz-Gelb zutrifft.
Was die Befreiung von der 5%-Hürde betrifft: Jedes Landtagsmandat ist gleichwertig! Wer mit der Regelung nicht einverstanden ist, sollte sich für die Schaffung von Mehrheiten einsetzen, die das ändern können.

Im übrigen auch meine Anerkennung für die Nachfrage beim SSW wegen der damaligen Vorgänge! :thumbup:


Die Mehrheiten gibt es und gab es.
Die Abschaffung ist doch nicht wünschenswert!
Sonderrechte für die dänische Minderheit gibt es doch nur, weil die Mehrheit sie für angebracht hält.
Dabei muss immer gegenseitige Toleranz vorherrschen und im Zweifelsfall muss man auch mal Abstriche machen. So hat z.B. der SSW darauf verzichtet im ganzen Land zu plakatieren und sich nur auf die Gebiete beschränkt wo man vorherrschend siedelt.
Übrigens, der Vorgang war seinerzeit so umstritten, dass sich Simonis letztlich in vier Wahlgängen nicht durchsetzen konnte weil ihr aus der eigenen Partei die Zustimmung fehlte.
Ich bin sehr für die Sonderregelung für die Dänen, sie zeugt von Toleranz und ist großartig.
Sie über Gebühr auszunutzen allerdings....
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Re: Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017

Beitragvon jorikke » Di 9. Mai 2017, 08:04

Kritikaster hat geschrieben:(09 May 2017, 08:26)

Offensichtlich scheint mir eher, dass die Aussage über die geringe Vereinbarkeit der politischen Positionen zwischen SSW und Schwarz-Gelb zutrifft.
Was die Befreiung von der 5%-Hürde betrifft: Jedes Landtagsmandat ist gleichwertig! Wer mit der Regelung nicht einverstanden ist, sollte sich für die Schaffung von Mehrheiten einsetzen, die das ändern können.

Im übrigen auch meine Anerkennung für die Nachfrage beim SSW wegen der damaligen Vorgänge! :thumbup:


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Dabei muss immer gegenseitige Toleranz vorherrschen und im Zweifelsfall muss man auch mal Abstriche machen. So hat z.B. der SSW darauf verzichtet im ganzen Land zu plakatieren und sich nur auf die Gebiete beschränkt wo man vorherrschend siedelt.
Übrigens, der Vorgang war seinerzeit so umstritten, dass sich Simonis letztlich in vier Wahlgängen nicht durchsetzen konnte weil ihr aus der eigenen Partei die Zustimmung fehlte.
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Re: Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017

Beitragvon jorikke » Di 9. Mai 2017, 08:04

Kritikaster hat geschrieben:(09 May 2017, 08:26)

Offensichtlich scheint mir eher, dass die Aussage über die geringe Vereinbarkeit der politischen Positionen zwischen SSW und Schwarz-Gelb zutrifft.
Was die Befreiung von der 5%-Hürde betrifft: Jedes Landtagsmandat ist gleichwertig! Wer mit der Regelung nicht einverstanden ist, sollte sich für die Schaffung von Mehrheiten einsetzen, die das ändern können.

Im übrigen auch meine Anerkennung für die Nachfrage beim SSW wegen der damaligen Vorgänge! :thumbup:


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Dabei muss immer gegenseitige Toleranz vorherrschen und im Zweifelsfall muss man auch mal Abstriche machen. So hat z.B. der SSW darauf verzichtet im ganzen Land zu plakatieren und sich nur auf die Gebiete beschränkt wo man vorherrschend siedelt.
Übrigens, der Vorgang war seinerzeit so umstritten, dass sich Simonis letztlich in vier Wahlgängen nicht durchsetzen konnte weil ihr aus der eigenen Partei die Zustimmung fehlte.
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Re: Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017

Beitragvon pikant » Di 9. Mai 2017, 08:09

busse hat geschrieben:(09 May 2017, 07:46)

Das ist ja auch mal eine Analyse, über knapp 6 % hätten sich viele andere Parteien mehr als gefreut, so die Linken. Protestpartei waren die Piraten und sie sind im Orkus gelandet. Im Übrigen seit Jahrzehnten wird gepredigt das "Rechtsparteien" nur über die geringe Wahlbeteiligung punkten können. Tja, ganz neue Erfahrungen in Sachen Demokratie das Nichtwähler aktiviert werden. Da können die Etablierten noch soviel von demokratischen Parteien schwafeln und die Mauerschützenpartei mitvereinnahmen und wie Du Wählerschelte betreiben, wichtig ist nur das es eine Alternative gibt und das ist gut so !
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mit knapp 6% kann man nichts ausrichten und die Musik spielt woanders!
der Buerger merkt, dass diese Rechtsaussenpartei im Parlament keine gute Arbeit leistet.
ueberall versagen diese Politiker in den Landtagen - das spornt wirklich nicht dazu an, diese zu waehlen.
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Re: Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017

Beitragvon Cat with a whip » Di 9. Mai 2017, 13:15

jorikke hat geschrieben:(09 May 2017, 08:09)

Angerufen stimmt, Beschwerde nicht.
Das war ein sehr gutes Gespräch, keinerlei Misstöne. Die waren selber noch völlig verblüfft, wie weit ihre Vorsitzende da vorgeprescht war.
Das der SSW sich jetzt zurückhält und auf die CDU nicht gut zu sprechen ist, hat einen ganz einfachen Grund.
Der heißt:
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Nein. Einfach mal die Geschichte nachlesen. Die rechte CDU versucht schon sehr lange die Rechte der dänische Minderheit wieder zu nehmen. Zuerst war sie ja dabei diese zu verhindern. Damit outet sich die CDU immer wieder als rechtspopulistische Partei.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
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Re: Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017

Beitragvon Kritikaster » Di 9. Mai 2017, 15:18

Cat with a whip hat geschrieben:(09 May 2017, 14:15)

Nein. Einfach mal die Geschichte nachlesen. Die rechte CDU versucht schon sehr lange die Rechte der dänische Minderheit wieder zu nehmen. Zuerst war sie ja dabei diese zu verhindern. Damit outet sich die CDU immer wieder als rechtspopulistische Partei.

So kann man das nur von Linksaußen betrachtet sehen. :rolleyes:
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Re: Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017

Beitragvon Kritikaster » Di 9. Mai 2017, 15:19

jorikke hat geschrieben:(09 May 2017, 09:03)

Die Mehrheiten gibt es und gab es.
Die Abschaffung ist doch nicht wünschenswert!
Sonderrechte für die dänische Minderheit gibt es doch nur, weil die Mehrheit sie für angebracht hält.
Dabei muss immer gegenseitige Toleranz vorherrschen und im Zweifelsfall muss man auch mal Abstriche machen. So hat z.B. der SSW darauf verzichtet im ganzen Land zu plakatieren und sich nur auf die Gebiete beschränkt wo man vorherrschend siedelt.
Übrigens, der Vorgang war seinerzeit so umstritten, dass sich Simonis letztlich in vier Wahlgängen nicht durchsetzen konnte weil ihr aus der eigenen Partei die Zustimmung fehlte.
Ich bin sehr für die Sonderregelung für die Dänen, sie zeugt von Toleranz und ist großartig.
Sie über Gebühr auszunutzen allerdings....

Da sind wir uns im wesentlichen einig.
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
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ManuelS

SPD-Torsten Albig will weiter Ministerpräsident werden!

Beitragvon ManuelS » Di 9. Mai 2017, 17:26

Liebe Freundinnen und Freunde,

Torsten Albig will nach der Wahlniederlage weiter Ministerpräsident, in einem exklusiven Interview redet er Klartext!

Hier geht`s zum Interview: https://youtu.be/dNjoTrO5byo

Was hält ihr davon?
Zuletzt geändert von Skull am Di 9. Mai 2017, 17:54, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Formatierung geändert
ManuelS

Re: SPD-Torsten Albig will weiter Ministerpräsident werden!

Beitragvon ManuelS » Di 9. Mai 2017, 18:32

Danke @skull
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Re: SPD-Torsten Albig will weiter Ministerpräsident werden!

Beitragvon Moses » Di 9. Mai 2017, 18:35

Ministerpräsident wird, wer mit der erforderlichen Mehrheit im Landtag gewählt wird. Wenn Herr Albig die Möglichkeit einer solchen Mehrheit erkennt - warum soll er dann nicht Ministerpräsident werden wollen?
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017

Beitragvon jorikke » Di 9. Mai 2017, 19:00

Abig will nicht zurücktreten und versucht selber eine Regierungsmehrheit zusammen zu kriegen.
Kann er natürlich versuchen.
Vor der NRW Wahl ist es für die CDU nur gut, wenn er das Bild eines schlechten Verlierers abgibt.
Schätze mal das kostet 2-3 Punkte.
Erst die Ungeschicklichkeit mit dem Interview und jetzt das. Er hätte doch wirklich seinen Versuch erst nach der NRW Wahl starten können.
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Europafreund
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Re: Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017

Beitragvon Europafreund » Di 9. Mai 2017, 19:36

jorikke hat geschrieben:(09 May 2017, 20:00)

Abig will nicht zurücktreten und versucht selber eine Regierungsmehrheit zusammen zu kriegen.
Kann er natürlich versuchen.
Vor der NRW Wahl ist es für die CDU nur gut, wenn er das Bild eines schlechten Verlierers abgibt.
Schätze mal das kostet 2-3 Punkte.
Erst die Ungeschicklichkeit mit dem Interview und jetzt das. Er hätte doch wirklich seinen Versuch erst nach der NRW Wahl starten können.


Ich würde diese Entscheidung auch eher als Eigentor werten. Das Interview, in dem er das Privatleben seiner Ex ausbreitete und ein überholtes Frauenbild zeichnete, kam bei potentiellen SPD-Wählerinnen ganz sicher nicht gut an. Dass er nun auch noch an seinem Posten klebt, obwohl die Wähler Daniel Günther den Regierungsauftrag gegeben haben und Kubicki eine Ampel unter Albig ausschloss, spricht auch nicht gerade für Größe in der Niederlage. Welche Machtoption sieht Albig? Es bleibt ja nur die GroKo, in der er Juniorpartner wäre.

Das alles wirkt wenig überzeugend. Und es dürfte in der Tat negativ auf die NRW-SPD abfärben. Kein Wunder, dass die Bundes-SPD Druck Richtung Abtritt machte. Aber zwingen können sie die SH-SPD und Albig zu dieser Entscheidung natürlich nicht. Aber seiner Partei tut er damit ganz sicher keinen Gefallen.

Habeck hat sich ja auch schon klar positioniert und sich offen für Jamaika gezeigt sowie sein persönlich gutes Verhältnis zu Kubicki und Günther betont. Keiner von den dreien sollte an einer GroKo Interesse haben. Insofern gehe ich stark davon aus, dass sie sich auf Jamaika einigen werden. Und selbst dann sollte sich die SPD fragen, ob Albig der richtige Oppositionsführer wäre. Aus meiner Sicht wäre es klüger, einen starken Oppositionsführer zu stellen, der dann als in dieser Rolle bekannter Mann in den nächsten Wahlkampf für die SPD zieht. Albig dürfte dafür verbrannt sein.
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