Volksentscheide, direkte Demokratie: Pro & Contra

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watisdatdenn?
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Re: Volksentscheide, direkte Demokratie: Pro & Contra

Beitragvon watisdatdenn? » Fr 22. Sep 2017, 06:26

Cat with a whip hat geschrieben:(21 Sep 2017, 09:41)
Die Berliner stimmen also abhängig von einem Fall (BER wird eröffnet) ab, der womöglich nicht eintritt oder zumindest nicht so bald. Wird BER nicht eröffnet, ist die Umfrage bedeutungslos, ob man an Tegel halte oder nicht. Irrealis Futur I.

Dit is Berlin, wa?
Ein dummes Volk entscheidet natürlich auch dumm und über dumme Sachen.
In Bayern klappt direkte Demokratie dagegen sehr gut.

Aber hier geht es ja auch nur um eine Volksbefragung und kein Volksbegehren.
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Dampflok94
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Re: Volksentscheide, direkte Demokratie: Pro & Contra

Beitragvon Dampflok94 » Fr 22. Sep 2017, 09:56

Cat with a whip hat geschrieben:(21 Sep 2017, 09:41)Die Berliner stimmen also abhängig von einem Fall (BER wird eröffnet) ab, der womöglich nicht eintritt oder zumindest nicht so bald. Wird BER nicht eröffnet, ist die Umfrage bedeutungslos, ob man an Tegel halte oder nicht. Irrealis Futur I.

Das ist nicht das eigentliche Problem. Denn daß BER irgendwann fertig ist, davon darf man ausgehen.

Problematisch ist, daß man über etwas abstimmt, worüber Berlin alleine gar nicht zu entscheiden hat. Das ist aber vielen Wählern gar nicht klar. Die denken, wenn sie für TXL stimmen und es gibt eine Mehrheit, dann würde der offen bleiben. Dem ist aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht so. Da könnte man auch eine Volksabstimmung mit der Aufforderung machen, es solle Manna vom Himmel regnen. Wäre ähnlich sinnvoll.
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Re: Volksentscheide, direkte Demokratie: Pro & Contra

Beitragvon pikant » Fr 22. Sep 2017, 10:07

Dampflok94 hat geschrieben:(22 Sep 2017, 10:56)

Das ist nicht das eigentliche Problem. Denn daß BER irgendwann fertig ist, davon darf man ausgehen.

Problematisch ist, daß man über etwas abstimmt, worüber Berlin alleine gar nicht zu entscheiden hat. Das ist aber vielen Wählern gar nicht klar. Die denken, wenn sie für TXL stimmen und es gibt eine Mehrheit, dann würde der offen bleiben. Dem ist aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht so. Da könnte man auch eine Volksabstimmung mit der Aufforderung machen, es solle Manna vom Himmel regnen. Wäre ähnlich sinnvoll.


auch in Muenchen gab es einen solchen Volksentscheid, wo die Stadt nur Minderheitsaktionaer war aber sich dann an das Votum halten musste.
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Dampflok94
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Re: Volksentscheide, direkte Demokratie: Pro & Contra

Beitragvon Dampflok94 » Fr 22. Sep 2017, 10:12

pikant hat geschrieben:(22 Sep 2017, 11:07)

auch in Muenchen gab es einen solchen Volksentscheid, wo die Stadt nur Minderheitsaktionaer war aber sich dann an das Votum halten musste.

Es geht darum, wer was zu entscheiden hat. In München konnte die Stadt auch mit einer Minderheitsbeteiligung was erreichen bzw. verhindern. Das ist hier anders. Und deswegen wird das Instrument hier mißbraucht. Was dann wieder zu Frust führen wird.
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Re: Volksentscheide, direkte Demokratie: Pro & Contra

Beitragvon pikant » Fr 22. Sep 2017, 10:14

Dampflok94 hat geschrieben:(22 Sep 2017, 11:12)

Es geht darum, wer was zu entscheiden hat. In München konnte die Stadt auch mit einer Minderheitsbeteiligung was erreichen bzw. verhindern. Das ist hier anders. Und deswegen wird das Instrument hier mißbraucht. Was dann wieder zu Frust führen wird.


sehe ich nicht so, denn wenn die juristischen Vorraussetzungen fuer einen Volksentscheid gegeben sind, muss man ihn durchfeuhren.
das ist gelebte Demokratie und nicht subjektives Empfinden, dass ein Volksentscheid missbraucht wird.
der Buerger hat nun das Wort und das ist immer gut, wenn der Buerger mit in die Entscheidungsfindung miteinbezogen wird.

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