Früher war früher besser...

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unity in diversity
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Früher war früher besser...

Beitragvon unity in diversity » Sa 8. Sep 2018, 11:22

Früher war alles besser, behaupten alle, ungeachtet ihrer sozialen, oder territorialen Herkunft. Alter ist auch egal.
Woher kommt diese fortschrittlichfeindliche Haltung?
Wir haben Flachbildfernseher, Smartfones, sind mit allen Freunden verbunden, haben jederzeit Zugriff auf aktuelle Ereignisse und dennoch ist nicht nur die gefühlte Hälfte maulig, oder gar keifig.
Warum ist das so?
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
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Tom Bombadil
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Re: Früher war früher besser...

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 8. Sep 2018, 11:54

Wer behauptet das denn? Ich finde den Fortschritt an sich gut, sehe aber auch die Nachteile.
Der Neandertaler brauchte pro Tag durchschnittlich nur zwei bis drei Stunden (natürlich abhängig vom Jagd- und Sammelerfolg), um seine Familie mit Nahrung zu versorgen, der Rest war Freizeit. Jetzt arbeiten wir uns für den Fortschritt, die Alterssicherung und die Zukunft der Kinder den Arsch ab und bei vielen Menschen reicht das Geld trotzdem hinten und vorne nicht. Ist der Kontakt per Whatsapp gleichwertig mit dem Kontakt, wenn man sich trifft und gemeinsam etwas unternimmt? Ist es überhaupt gut, immer und überall mit Nachrichten bombardiert zu werden?
Der Fortschritt bezieht sich auch lediglich auf Technik, die gesellschaftliche Entwicklung hinkt hinterher und manchmal hat man auch den Eindruck, sie würde sich zurück entwickeln.
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unity in diversity
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Re: Früher war früher besser...

Beitragvon unity in diversity » Sa 8. Sep 2018, 12:44

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Sep 2018, 12:54)

Wer behauptet das denn? Ich finde den Fortschritt an sich gut, sehe aber auch die Nachteile.
Der Neandertaler brauchte pro Tag durchschnittlich nur zwei bis drei Stunden (natürlich abhängig vom Jagd- und Sammelerfolg), um seine Familie mit Nahrung zu versorgen, der Rest war Freizeit. Jetzt arbeiten wir uns für den Fortschritt, die Alterssicherung und die Zukunft der Kinder den Arsch ab und bei vielen Menschen reicht das Geld trotzdem hinten und vorne nicht. Ist der Kontakt per Whatsapp gleichwertig mit dem Kontakt, wenn man sich trifft und gemeinsam etwas unternimmt? Ist es überhaupt gut, immer und überall mit Nachrichten bombardiert zu werden?
Der Fortschritt bezieht sich auch lediglich auf Technik, die gesellschaftliche Entwicklung hinkt hinterher und manchmal hat man auch den Eindruck, sie würde sich zurück entwickeln.

Heute erscheint es so, als wäre die Gesellschaft ganz scharf darauf, niemanden jemals fertig werden zu lassen.
Sonst würde die Gesellschaft ein kollektiver Freizeitpark.
(Sinng. Helmut Kohl)
Aber all die neuen Narrenjobs bezahlen doch die Steuerzahler, oder täusche ich mich?
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Re: Früher war früher besser...

Beitragvon Misterfritz » Sa 8. Sep 2018, 12:55

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Sep 2018, 12:54)

Wer behauptet das denn? Ich finde den Fortschritt an sich gut, sehe aber auch die Nachteile.
Der Neandertaler brauchte pro Tag durchschnittlich nur zwei bis drei Stunden (natürlich abhängig vom Jagd- und Sammelerfolg), um seine Familie mit Nahrung zu versorgen, der Rest war Freizeit.
Freizeit? Ich glaube, das war für die Neandertaler eher ein Fremdwort ;)
Die haben ja nicht dann vor ihrer Höhle gesessen und sich gesonnt, sondern dürften dauernd Wache geschoben haben, um sich vor Angriffen zu schützen, Waffen gebastelt haben, etc.
Ausserdem dürfte die Freizeit besonders im Winter in so kalten, feuchten Höhlen bestimmt kein Spass gewesen sein :D
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Re: Früher war früher besser...

Beitragvon Realist2014 » Sa 8. Sep 2018, 13:00

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Sep 2018, 12:54)

t. Jetzt arbeiten wir uns für den Fortschritt, die Alterssicherung und die Zukunft der Kinder den Arsch ab und bei vielen Menschen reicht das Geld trotzdem hinten und vorne nicht. .


Heute muss für das GLEICHE viel weniger gearbeitet werden als vor 30 , 40 oder 50 Jahren.

Nur sind die Ansprüche gestiegen- DESWEGEN wird gejammert
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Früher war früher besser...

Beitragvon JJazzGold » Sa 8. Sep 2018, 13:16

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Sep 2018, 12:54)

Wer behauptet das denn? Ich finde den Fortschritt an sich gut, sehe aber auch die Nachteile.
Der Neandertaler brauchte pro Tag durchschnittlich nur zwei bis drei Stunden (natürlich abhängig vom Jagd- und Sammelerfolg), um seine Familie mit Nahrung zu versorgen, der Rest war Freizeit. Jetzt arbeiten wir uns für den Fortschritt, die Alterssicherung und die Zukunft der Kinder den Arsch ab und bei vielen Menschen reicht das Geld trotzdem hinten und vorne nicht. Ist der Kontakt per Whatsapp gleichwertig mit dem Kontakt, wenn man sich trifft und gemeinsam etwas unternimmt? Ist es überhaupt gut, immer und überall mit Nachrichten bombardiert zu werden?
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Musste der Neandertaler oder besser Vorfahre das Beutegut nicht enthäuten, entweiden, essensfertig zubereiten, die nicht essbaren Teile verwerten, essbare Pflanzen und Wasser suchen, Bekleidung und Aufbewahrungs-und Transportmittel herstellen, das Feuer am Leben halten, sich um Kranke und Alte und Kinder kümmern, Werkzeuge herstellen, geeigneten Unterschlupf finden, etc.? Ich fürchte, da kommt man mit zwei bis drei Stunden am Tag nicht hin.

Ergo muss doch in einem Vergleich der Aufwand der betrieben wurde, um Bedürfnisse zu befriedigen und der heutige Aufwand dieselben Bedürfnisse zu befriedigen verglichen werden.
Was garantiert einen höheren Anteil an Freizeit, das Jagen und Erlegen von Wild, sowie das Aufspüren und Sammeln von essbaren Früchten und Wurzeln, oder das Fertigprodukt kombiniert mit Herd und Mikrowelle?
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Re: Früher war früher besser...

Beitragvon MäckIntaier » Sa 8. Sep 2018, 13:24

JJazzGold hat geschrieben:(08 Sep 2018, 14:16)

Musste der Neandertaler oder besser Vorfahre das Beutegut nicht enthäuten, entweiden, essensfertig zubereiten, die nicht essbaren Teile verwerten, essbare Pflanzen und Wasser suchen, Bekleidung und Aufbewahrungs-und Transportmittel herstellen, das Feuer am Leben halten, sich um Kranke und Alte und Kinder kümmern, Werkzeuge herstellen, geeigneten Unterschlupf finden, etc.? Ich fürchte, da kommt man mit zwei bis drei Stunden am Tag nicht hin.

Ergo muss doch in einem Vergleich der Aufwand der betrieben wurde, um Bedürfnisse zu befriedigen und der heutige Aufwand dieselben Bedürfnisse zu befriedigen verglichen werden.
Was garantiert einen höheren Anteil an Freizeit, das Jagen und Erlegen von Wild, sowie das Aufspüren und Sammeln von essbaren Früchten und Wurzeln, oder das Fertigprodukt kombiniert mit Herd und Mikrowelle?


Das ist die falsche Gegenüberstellung. Nachdem jetzt die "Work-Life-Balance" ein Auslaufmodell ist und der Übergang zur "Work-Life-Integration" ansteht, marschiert man schnurstracks wieder ins Neandertal zurück, wo die Trennung von Arbeit und Freizeit kein Thema war. Damit geht man zurück in ein Früher, und es wird alles wieder besser, wenn es wird, wie es war. Neandertal 2.0. So ist allen gedient, den Modernisierungsnörglern ebenso wie den Fortschrittsenthusiasten.
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Re: Früher war früher besser...

Beitragvon JJazzGold » Sa 8. Sep 2018, 13:34

MäckIntaier hat geschrieben:(08 Sep 2018, 14:24)

Das ist die falsche Gegenüberstellung. Nachdem jetzt die "Work-Life-Balance" ein Auslaufmodell ist und der Übergang zur "Work-Life-Integration" ansteht, marschiert man schnurstracks wieder ins Neandertal zurück, wo die Trennung von Arbeit und Freizeit kein Thema war. Damit geht man zurück in ein Früher, und es wird alles wieder besser, wenn es wird, wie es war. Neandertal 2.0. So ist allen gedient, den Modernisierungsnörglern ebenso wie den Fortschrittsenthusiasten.


Eindeutig eine Verbesserung zum vorherigen Modell der künstlichen strikten Trennung, gepaart mit der Optimierung der Werkzeuge.
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Re: Früher war früher besser...

Beitragvon MäckIntaier » Sa 8. Sep 2018, 13:45

JJazzGold hat geschrieben:(08 Sep 2018, 14:34)

Eindeutig eine Verbesserung zum vorherigen Modell der künstlichen strikten Trennung, gepaart mit der Optimierung der Werkzeuge.


Von den nicht arbeitenden Exoten abgesehen stimmt das auf jeden Fall für diejenigen, die dieses Verschmelzungsmodell bezahlen. Ob diejenigen, die bezahlt werden, auch profitieren werden, darf wohl eher bezweifelt werden. Überstunden fallen so jedenfalls weg. Fragt sich, ob also heute alles besser ist, als es morgen nach der Umsetzung sein wird. Wer Ja sagt, wird morgen sagen, früher sei alles besser gewesen.
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Re: Früher war früher besser...

Beitragvon Milady de Winter » Sa 8. Sep 2018, 16:34

Früher war früher nicht besser. Noch früher war's schlechter. Das beste Früher ist das aktuelle Früher, von dem man heute behauptet, es wäre besser gewesen.
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Re: Früher war früher besser...

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 8. Sep 2018, 17:28

JJazzGold hat geschrieben:(08 Sep 2018, 14:16)

Ich fürchte, da kommt man mit zwei bis drei Stunden am Tag nicht hin.

Das nicht, Freizeit war wohl auch das falsche Wort, ich glaube aber nicht, dass sie jeden Tag 8-9 Stunden auf Nahrungssuche waren, zudem gab es sicherlich auch Arbeitsteilung, das sieht man ja auch an der Lebensweise der noch verbliebenen Ureinwohner.
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Re: Früher war früher besser...

Beitragvon JJazzGold » Sa 8. Sep 2018, 17:47

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Sep 2018, 18:28)

Das nicht, Freizeit war wohl auch das falsche Wort, ich glaube aber nicht, dass sie jeden Tag 8-9 Stunden auf Nahrungssuche waren, zudem gab es sicherlich auch Arbeitsteilung, das sieht man ja auch an der Lebensweise der noch verbliebenen Ureinwohner.


Es wird sicher auch Tage gegeben haben, z.B. zur Winter- und Frühjahrszeit, an denen die Suche nach Nahrung den größten Teil des Tages vereinnahmte, aber als täglicher Standard ist das nicht anzusetzen, das ist richtig. Die Arbeitsteilung haben wir übernommen. Wir teilen nach wie vor anfallende Arbeitsprozesse auf. Nur manchmal vielleicht nicht so ganz unwidersprochen, wie zur Zeit des Neandertalers. ;)
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Re: Früher war früher besser...

Beitragvon unity in diversity » Sa 8. Sep 2018, 17:48

Milady de Winter hat geschrieben:(08 Sep 2018, 17:34)

Früher war früher nicht besser. Noch früher war's schlechter. Das beste Früher ist das aktuelle Früher, von dem man heute behauptet, es wäre besser gewesen.

Morgen ist heute schon gestern, ist ein Zeitverlauf, ohne Wertung.
Mit den richtigen Werkzeugen soll eine Raum-Zeit Krümmung möglich sein. Dann reisen wir, um die Eltern aller Meckerer ausfindig zu machen...
Damit haben wir den Entwicklungsverlauf der Gesellschaft manipuliert. Möglicherweise so, daß wir nicht wir wären, sondern andere. Wir wüßten nicht, daß es uns gegeben hat, weil wir uns durch andere ersetzt haben. Ob die wissen würden, wer ihnen ihr Sein herbei manipuliert hat?
Sie werden wohl zwischen 8-16 Stunden arbeiten, um zu essen, zu wohnen, sich zu kleiden und wenn sie sich zu schnell bewegen, sind sie wieder in einer Höhle mit Lagerfeuer davor. Draußen sind schwere Schritte von Dinos zu hören oder sie sehen das Funkeln der Augen von Säbelzahntigern.
Es kann auch sein, daß sie unter hermetischen Glaskuppeln leben, weil sie ihre Umwelt zerstört haben. Maulig sind sie auf mehr oder minder hohem Niveau. Den Umständen angepaßt.
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Re: Früher war früher besser...

Beitragvon Misterfritz » Sa 8. Sep 2018, 19:08

Milady de Winter hat geschrieben:(08 Sep 2018, 17:34)

Früher war früher nicht besser. Noch früher war's schlechter. Das beste Früher ist das aktuelle Früher, von dem man heute behauptet, es wäre besser gewesen.
So ist es!
Es ist immer das Früher, in dem das Wetter besser war, die Brötchen nur 10 Pfennige gekostet haben und überhaupt :D

Oder war es das Früher, als es 6-Tage-Woche gab, Gemeinschaftsklo auf halber Treppe, Zentralheizung Luxus war?
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Re: Früher war früher besser...

Beitragvon unity in diversity » Sa 8. Sep 2018, 20:30

Misterfritz hat geschrieben:(08 Sep 2018, 20:08)

So ist es!
Es ist immer das Früher, in dem das Wetter besser war, die Brötchen nur 10 Pfennige gekostet haben und überhaupt :D

Oder war es das Früher, als es 6-Tage-Woche gab, Gemeinschaftsklo auf halber Treppe, Zentralheizung Luxus war?

Wetter kostet extra.
2017 zu naß.
2018 zu trocken.
Im Durchschnitt gleicht sich zwar alles aus, aber wenn die Intervalle immer länger werden, muß die Volkswirtschaft Nahrung importieren.
Die Preisgestaltung obliegt dem, der am längeren Hebel sitzt und ganz unbeabsichtigt werden einige politische Bedingungen mitgeliefert.
Damit 2017 besser wird, als 2018 und besser, als 2019.
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Re: Früher war früher besser...

Beitragvon McKnee » Sa 8. Sep 2018, 22:54

Ist nicht jetzt schon früher? Es ist nicht besser als eben.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

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Re: Früher war früher besser...

Beitragvon Kritikaster » Sa 8. Sep 2018, 23:30

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Sep 2018, 18:28)

Das nicht, Freizeit war wohl auch das falsche Wort, ich glaube aber nicht, dass sie jeden Tag 8-9 Stunden auf Nahrungssuche waren, zudem gab es sicherlich auch Arbeitsteilung, das sieht man ja auch an der Lebensweise der noch verbliebenen Ureinwohner.

Steht es nicht auch heute noch jedem frei, sich dem Idyll anzuschließen?
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
Wo der Sinn aufhört, beginnt der Wahnsinn. (Erhard Horst Bellermann)
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Re: Früher war früher besser...

Beitragvon unity in diversity » So 9. Sep 2018, 00:12

McKnee hat geschrieben:(08 Sep 2018, 23:54)

Ist nicht jetzt schon früher? Es ist nicht besser als eben.

Hängt vom Standpunkt des Betrachters ab.
Wie viele Menschen sterben täglich an Hunger und wie viele, weil es keine geeigneten Transplantate gibt?
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
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Re: Früher war früher besser...

Beitragvon schokoschendrezki » So 9. Sep 2018, 04:09

unity in diversity hat geschrieben:(08 Sep 2018, 12:22)

Früher war alles besser, behaupten alle, ungeachtet ihrer sozialen, oder territorialen Herkunft. Alter ist auch egal.
Woher kommt diese fortschrittlichfeindliche Haltung?
Wir haben Flachbildfernseher, Smartfones, sind mit allen Freunden verbunden, haben jederzeit Zugriff auf aktuelle Ereignisse und dennoch ist nicht nur die gefühlte Hälfte maulig, oder gar keifig.
Warum ist das so?

"Früher war früher besser" bedeutet erstmal, wenn ich mich nicht täusche, dass in vergangenen Zeiten die Vergangenheit positiver gesehen wurde. Und dass heute und aktuell die Vergangenheit eben eher kritisch betrachtet wird. Ist das denn so?
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Re: Früher war früher besser...

Beitragvon unity in diversity » So 9. Sep 2018, 06:35

schokoschendrezki hat geschrieben:(09 Sep 2018, 05:09)

"Früher war früher besser" bedeutet erstmal, wenn ich mich nicht täusche, dass in vergangenen Zeiten die Vergangenheit positiver gesehen wurde. Und dass heute und aktuell die Vergangenheit eben eher kritisch betrachtet wird. Ist das denn so?

So sollte es sein.
Es gibt viel, was bewahrenswert ist, aber auch viel, was wir hinterfragen müssen.
Es ist natürlich besser, wenn wir das freiwillig tun dürfen.
Ganz zwanglos.
Das können wir sogar ohne Anleitung, weil wir gesellige Wesen sind.
Wir können sogar unsere Zukunft beeinflussen und wenn wir es gewissenhaft machen, werden uns unsere Kinder achten und respektieren.
Sie schauen mit Stolz auf uns und nicht so von der Seite, falls du weisst, was ich meine.
Das Wort "Verantwortung" steht im Raum.
Schade, wenn wir dieses Wort nicht verinnerlichen.
Ich denke, wir können das, ist nur für uns.
Wenn wir Verantwortung für andere übernehmen, können wir sie glücklich machen, oder wir machen uns Feinde.
Dann haben wir ein schlechtes Früher für später geschaffen.
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