Konservative und soziale Politik unvereinbar?

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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon Betrachter » Di 21. Aug 2018, 09:11

MäckIntaier hat geschrieben:(21 Aug 2018, 09:53)

Wen umfasst das Proletariat Ihrer Meinung nach heute?


Das Proletariat (von lateinisch proles ‚die Nachkommenschaft‘) beinhaltet alle Nachkommen von Menschen, die kein Eigentum hatten, außer ihrer Arbeitskraft. Klingt etwas dämlich- aber für die Herkunft des Begriffs kann ich nichts.

Proletarier sind Eigentumslose, die nichts haben als ihre Arbeitskraft. Du magst einwenden, Arbeiter haben doch alles Mögliche- bis hin zum Auto. All das dient ihnen jedoch hauptsächlich dazu, ihre Arbeitskraft zu reproduzieren. Sie bleiben lebenslang abhängig von Kapitalisten und dem Staat.
Im Gegensatz zu jenen, welche nicht arbeiten müssen, um leben zu können.
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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon imp » Di 21. Aug 2018, 09:56

Betrachter hat geschrieben:(21 Aug 2018, 09:35)

Dass sich das gute Proletariat falsche Gedanken zu seiner Unterdrückung macht, ändert nichts an seiner objektiven Unterdrückung. Unterdrückt werden die Leute in ihrer

- Zeit. „Ich habe keine Zeit“ ist eine allseits anerkannte Absage an die Bedürfnisse ihrer Lieben, gemeinsam Zeit zu verbringen.

- Gesundheit. „Mir geht’s heute nicht gut“, „Ich habe immer mehr Schmerzen“, „Wofür habe ich mein Leben lang gearbeitet- um als Rentner ständig beim Arzt zu sitzen?“- alles bekannte Belege dafür, dass Gesundheit unterdrückt wird, weil Lohnarbeit eben ihre unvermeidlichen Folgen hat.

- Bedürfnisentwicklung. Wie viele Rentner langweilen sich, weil sie ihr Leben lang nicht dazu kamen, vernünftige Hobbys zu entwickeln? Wie viele haben ständig Streit mit ihrem lieben Gatten, weil sie sich daran gewöhnt haben, dem anderen kaum zuzuhören und weil sie in engen Wohnungen leben müssen, wo ihnen der andere ständig auf den Zeiger geht? Das Bedürfnis nach einem freundlichen Miteinander mag vorhanden sein, doch wie kann es sich entwickeln und befriedigt werden in den gegeben, ihnen aufgeherrschten Verhältnissen?


Lassen wir mal die Liebe aus dem Spiel. Da erhoffen sich die Leut teilweise von den Partnern eine Breite an Zuwendungen, die ein einzelner Mensch nur schwer aufbringen kann, ohne selbst unglücklich zu sein (und dann praktisch auch nicht).

Es ist richtig, Arbeit macht Arbeit. Arbeit raubt freie Zeit, Arbeit belastet Körper und Geist. Wer total ausgelaugt ist, guckt vielleicht abends nur noch Lindenstraße und wartet auf den blow job. Da fehlt jetzt aber der Bezug zwischen Demokratie, Marktwirtschaft und Arbeit. Arbeiten musste man auch im Feudalismus, im Realsozialismus oder in Syrien. Und nicht zu knapp. Was ist das besondere an Arbeit unter Demokratie und Marktwirtschaft, das dich an Unterdrückung denken lässt?

Ein „notwendig falsches Bewusstsein“ (Marx, der alte Idiot, hätte mal lieber sagen sollen „falsches Bewusstsein“, das reicht doch) ist kein notwendig falsches Sein. Notwendig falsch wird das Leben erst, wenn man sich dauernd falsche Gedanken dazu macht. Das richtige Leben kann sehr wohl im falschen Leben vorhanden sein, nämlich mit den richtigen Gedanken dazu.

Zur Arbeit kannst du dir denken, was du willst. Du wirst ihr nur bedingt auskommen hier oder anderswo.

Diese Dummheit braucht es bereits „für die geistige Ausstattung der Heranwachsenden. Gefordert ist sie für Leistungen, die mündige Bürger ständig zu erbringen haben: nämlich für die freiwillige Unterordnung unter alle Zwänge und Sachzwänge dieser Gesellschaft. Und weil die Lebensplanung aller Bürger in der Konkurrenzgesellschaft nicht aufgehen kann, deswegen gehört zu den Dummheiten, die man lernen soll, auch die Ausstattung des Verstandes mit lauter falschen Urteilen über die Gründe, warum das mit Karriere und Selbstverwirklichung so häufig nicht klappt.“ (F. Huisken)

Heranwachsende lernen zunächst einmal, dass der Bäcker Brot backt, damit man welches kaufen und essen kann. Dass die Eltern auf die Arbeit gehen, damit sie Geld haben und Brot kaufen können. Die jeweilige Arbeit wird aus ihrem unmittelbaren Nutzen erklärt: Autos bauen, Feuer löschen, Fische fangen, Kinder hüten, Astronaut (wozu ist der eigentlich gut? Klar, für die Raumfahrt), sogar der Polizist, der die Bösen fängt. Der Schüler mit der schlechten Note lernt später, dass er zu faul war, nicht genug aufgepasst hat, sich nicht konzentriert hat - oder dass er leider dumm ist und schlecht lernt. Man sagt heute nicht mehr dumm, aber im Effekt ist es das. In jedem Fall liegt die schlechte Note an ihm selbst, wie er sich bemüht und wie er kann. Damit ist sein weiterer Lebensweg in Ansätzen vorgezeichnet.
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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon imp » Di 21. Aug 2018, 10:06

H2O hat geschrieben:(21 Aug 2018, 09:59)

Nein, das hervorstechende Merkmal ist schon, daß jeder unbescholtene volljährige Deutsche sich für die Volksvertretung zur Wahl stellen kann (grundsätzlich). Er kann sich also an der Ausübung der Herrschaft beteiligen.

Beteiligung an der Herrschaft geht los, wenn du gewählt bist. Zur Wahl stellen ist erstmal nichts.

Im Grundsätzlichen trifft aber wohl doch zu, daß auch in einer repräsentativen Demokratie unserer Art das Volk über sich selbst herrscht.
Mich wundert, daß dieser Sachverhalt so weit in den Hintergrund getreten ist.

Es ist nüchtern betrachtet nur in einem sehr abstrakten Sinn wahr, dass "das Volk" herrscht. Die Kontrolle des Parlaments durch die Nichtgewählten ist eine reine Fiktion. Gegen den Willen des Parlaments ist es nicht vorzeitig durch das Volk auflösbar. (Der genaue Mechanismus ist sogar etwas komplexer, tut hier aber nichts zur Sache). Es bleibt allenfalls die Drohung mit dem nächsten Wahltermin, der potentiell andere Gewählte ermächtigt, die dann auch wieder frei sind in ihrem Mandat.
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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon Betrachter » Di 21. Aug 2018, 10:18

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(21 Aug 2018, 10:56)

Es ist richtig, Arbeit macht Arbeit. Arbeit raubt freie Zeit, Arbeit belastet Körper und Geist. Wer total ausgelaugt ist, guckt vielleicht abends nur noch Lindenstraße und wartet auf den blow job. Da fehlt jetzt aber der Bezug zwischen Demokratie, Marktwirtschaft und Arbeit. Arbeiten musste man auch im Feudalismus, im Realsozialismus oder in Syrien. Und nicht zu knapp. Was ist das besondere an Arbeit unter Demokratie und Marktwirtschaft, das dich an Unterdrückung denken lässt?

Heranwachsende lernen zunächst einmal, dass der Bäcker Brot backt, damit man welches kaufen und essen kann. Dass die Eltern auf die Arbeit gehen, damit sie Geld haben und Brot kaufen können. Die jeweilige Arbeit wird aus ihrem unmittelbaren Nutzen erklärt: Autos bauen, Feuer löschen, Fische fangen, Kinder hüten, Astronaut (wozu ist der eigentlich gut? Klar, für die Raumfahrt), sogar der Polizist, der die Bösen fängt. Der Schüler mit der schlechten Note lernt später, dass er zu faul war, nicht genug aufgepasst hat, sich nicht konzentriert hat - oder dass er leider dumm ist und schlecht lernt. Man sagt heute nicht mehr dumm, aber im Effekt ist es das. In jedem Fall liegt die schlechte Note an ihm selbst, wie er sich bemüht und wie er kann. Damit ist sein weiterer Lebensweg in Ansätzen vorgezeichnet.


Arbeit ist nicht gleich Arbeit. Arbeit kann etwas Positives sein, wenn sie mit so wenig wie möglich Aufwand ein Bedürfnis befriedigt. "Ich gehe pinkeln" und "Ich koche mir Suppe" sind solche Arbeiten. Davon wird in der Regel niemand krank und dumm.
Krank und dumm werden Menschen von der Arbeit, wenn sie dauernd arbeiten müssen, einseitige Bewegungen und Denkvorgänge verrichten müssen- nicht für Bedürfnisbefriedigung, sondern zur Gewinnmehrung. Und da gibt es durchaus Gemeinsamkeiten im Feudalismus, "Realsozialismus" und Kapitalismus.
Das Besondere an Arbeit unter Demokratie und Marktwirtschaft, das durchaus Unterdrückung ist, besteht in der Freiheit, dass man die Lohnarbeit auch sein lassen darf und lediglich der "stumme Zwang der Verhältnisse" Menschen dazu bringt, sich selbst zu schädigen, indem sie dauernd lohnarbeiten. Das war im Feudalismus nicht so- und im schönen Realsozialismus konntest du in den Knast wandern, wenndu keine Arbeitslust zeigtest.

Sind wir uns etwa darüber uneinig, ob Unterdrückung nur dann diesen Namen verdient, wenn sie von den Unterdrückten als solche reflektiert wird?
Wenn der Mond die Sonne nicht reflektiert- ist sie dann weg?

Deine Bemerkungen zur Dummheit sagen nichts anderes, als was Huisken in dem Zitat sagt- oder habe ich da etwas übersehen?
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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon imp » Di 21. Aug 2018, 11:08

Betrachter hat geschrieben:(21 Aug 2018, 11:18)

Arbeit ist nicht gleich Arbeit. Arbeit kann etwas Positives sein, wenn sie mit so wenig wie möglich Aufwand ein Bedürfnis befriedigt. "Ich gehe pinkeln" und "Ich koche mir Suppe" sind solche Arbeiten. Davon wird in der Regel niemand krank und dumm.

Man sollte beide Arbeiten unbedingt getrennt verrichten ;)

Du behauptest, Arbeit sei automatisch gut, wenn sie nur zweckmäßig dein Bedürfnis befriedigt. Ich entgegne, dass es immer noch ein Abzug von der Freizeit ist. Meinetwegen ein notwendiger oder begründeter. Holz hacken, damit ich den Ofen anmachen kann ist Zeit und Nutzung von Körperkraft, die ich nicht mit Nintendo, Ehefrau oder Internetforum verbringen kann.

Offenbar gibt es also gute Arbeit und böse, schlechte Arbeit?

Krank und dumm werden Menschen von der Arbeit, wenn sie dauernd arbeiten müssen, einseitige Bewegungen und Denkvorgänge verrichten müssen- nicht für Bedürfnisbefriedigung, sondern zur Gewinnmehrung. Und da gibt es durchaus Gemeinsamkeiten im Feudalismus, "Realsozialismus" und Kapitalismus.

Arbeit für mehr Gewinn ist also schlecht, weil sie einseitig ist? Ab wieviel Gewinn ist das so? Was ist mit Arbeit für mehr Gewinn, die körperlich ausgewogen, gesundheitsmäßig optimiert ist? Wie steht die Zweckmäßigkeit von Arbeit, also das zügige fertigwerden, in Relation zu der Forderung, Einseitigkeit zu vermeiden? Spezialisierung durch Faktenlernen und Training in bestimmten Fertigkeiten sind schließlich Aufwände, die sich für das Ergebnis rechtfertigen sollen.

Das Besondere an Arbeit unter Demokratie und Marktwirtschaft, das durchaus Unterdrückung ist, besteht in der Freiheit, dass man die Lohnarbeit auch sein lassen darf und lediglich der "stumme Zwang der Verhältnisse" Menschen dazu bringt, sich selbst zu schädigen, indem sie dauernd lohnarbeiten. Das war im Feudalismus nicht so- und im schönen Realsozialismus konntest du in den Knast wandern, wenndu keine Arbeitslust zeigtest.


Wenn das die Auswahl ist, nehme ich aber Demokratie und Marktwirtschaft.

Sind wir uns etwa darüber uneinig, ob Unterdrückung nur dann diesen Namen verdient, wenn sie von den Unterdrückten als solche reflektiert wird?
Wenn der Mond die Sonne nicht reflektiert- ist sie dann weg?

Die Erde kreist weiter um sie, die Wirkungen kann man sehen. Anders ist es mit "Unterdrückungen", die mich nicht betreffen, nicht auf mich wirken. Ich darf keinen Sexualverkehr mit kleinen Kindern haben und ich darf den Mann, der nachts die Gläser in den Container wirft, nicht erschießen. Unterdrückt mich das? Nein, denn ich habe auch gar kein Verlangen danach. Die Frage nach der Unterdrückung stellt sich also nur für die Menschen, die das Arbeiten für den Lohn überhaupt kritikabel finden.

Deine Bemerkungen zur Dummheit sagen nichts anderes, als was Huisken in dem Zitat sagt- oder habe ich da etwas übersehen?

Bei Huisken schwingt eine Lust mit, zu erklären, wieso der Schüler falsch liege mit der Erkenntnis, sein Scheitern in der Schule liege in ihm selbst begründet. Das leistet das Zitat aber selbstverständlich nicht, dazu braucht man viel mehr Worte. Ich habe das vorfindliche in meinen Worten ausgedrückt, ohne einen bestimmten Standpunkt dazu einzunehmen.
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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon H2O » Di 21. Aug 2018, 11:13

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(21 Aug 2018, 11:06)

Beteiligung an der Herrschaft geht los, wenn du gewählt bist. Zur Wahl stellen ist erstmal nichts.

Das ist doch nicht nichts! Ich kann gewählt werden, wenn die Wähler mir ihr Vertrauen in Form ihrer Stimme geben. Aus praktischen Gründen kann nicht an jedem Morgen eine Wahl durchgeführt werden. Deshalb haben wir die Repräsentative Demokratie, in der der Wählerwille auf die Abgeordneten übergeht. Von einer Stimme unter 60 Mio wird ein Stimme unter 700.. dennoch viel zu viele Abgeordnete! Es ist klar, daß die Sache viel verzwickter ist, aber im Grundsatz ist das doch so.
Es ist nüchtern betrachtet nur in einem sehr abstrakten Sinn wahr, dass "das Volk" herrscht. Die Kontrolle des Parlaments durch die Nichtgewählten ist eine reine Fiktion.

Das ist so; mit einer Blitzlichtaufnahme wird der Wählerwille für eine Wahlperiode festgelegt. Geht doch gar nicht anders!
Gegen den Willen des Parlaments ist es nicht vorzeitig durch das Volk auflösbar. (Der genaue Mechanismus ist sogar etwas komplexer, tut hier aber nichts zur Sache).

Das wäre ja schrecklich, wenn irgendwelche Populisten mit jedem Klemmer in der Tagespolitik die Wähler in Gang setzen könnten, man also das Land mit wechselnden Stimmungen steuern könnte.
Es bleibt allenfalls die Drohung mit dem nächsten Wahltermin, der potentiell andere Gewählte ermächtigt, die dann auch wieder frei sind in ihrem Mandat.

Diese "Drohung" nehmen die Gewählten sehr ernst; nicht aus Versehen sind in Deutschland "Sonntagsfragen" als Stimmungsbild und Abbildung der Zufriedenheit der Wähler mit den Gewählten so beliebt.
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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon Betrachter » Di 21. Aug 2018, 11:38

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(21 Aug 2018, 12:08)

Man sollte beide Arbeiten unbedingt getrennt verrichten ;).
Richtig. Übrigens:

>>Arbeit für mehr Gewinn ist also schlecht, weil sie einseitig ist? Ab wieviel Gewinn ist das so? Was ist mit Arbeit für mehr Gewinn, die körperlich ausgewogen, gesundheitsmäßig optimiert ist? Wie steht die Zweckmäßigkeit von Arbeit, also das zügige fertigwerden, in Relation zu der Forderung, Einseitigkeit zu vermeiden? Spezialisierung durch Faktenlernen und Training in bestimmten Fertigkeiten sind schließlich Aufwände, die sich für das Ergebnis rechtfertigen sollen.<<

Gewinn ist definiert durch Geldgewinn, der mit anderen Gewinnen konkurriert. Da kann gar nicht genug gearbeitet werden- mit den entsprechenden Folgen.
Wie " körperlich ausgewogen, gesundheitsmäßig optimiert" das ist, darfst du in den Krankenstatistiken einsehen. "Zügig fertig werden" ist da gar nicht eingeplant, weil Arbeit für Gewinn niemals fertig wird.


>>Die Erde kreist weiter um sie, die Wirkungen kann man sehen. Anders ist es mit "Unterdrückungen", die mich nicht betreffen, nicht auf mich wirken. Ich darf keinen Sexualverkehr mit kleinen Kindern haben und ich darf den Mann, der nachts die Gläser in den Container wirft, nicht erschießen. Unterdrückt mich das? Nein, denn ich habe auch gar kein Verlangen danach. Die Frage nach der Unterdrückung stellt sich also nur für die Menschen, die das Arbeiten für den Lohn überhaupt kritikabel finden.<<

Betrifft dich Lohnarbeit nicht? Mieterhöhungen? Du Glücklicher... wie kommst du eigentlich auf Sex mit Kindern?
Dass viele Lohnarbeit nicht kritisieren als das, was sie nunmal ist- Unterdrückung- müsste doch Leuten wie dir ein Anlass sein, ihnen diese tatsache zu erklären- oder betrifft dich fremdes - und dein eigenes (?)- Elend nicht, nur weil du bei der Agitation keine raschen Erfolge erwarten kannst?


>>Bei Huisken schwingt eine Lust mit, zu erklären, wieso der Schüler falsch liege mit der Erkenntnis, sein Scheitern in der Schule liege in ihm selbst begründet. Das leistet das Zitat aber selbstverständlich nicht, dazu braucht man viel mehr Worte. Ich habe das vorfindliche in meinen Worten ausgedrückt, ohne einen bestimmten Standpunkt dazu einzunehmen.<<

Hier sind noch mehr Worte, die Huiskens ganz richtige Lust an Erklärungen zu falschen Schülermeinungen zeigen: https://www.youtube.com/watch?v=yO6l9gSTH24
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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon imp » Di 21. Aug 2018, 12:02

H2O hat geschrieben:(21 Aug 2018, 12:13)

Das ist doch nicht nichts! Ich kann gewählt werden, wenn die Wähler mir ihr Vertrauen in Form ihrer Stimme geben.

Richtig, gewählt werden ist was. Gewählt werden können ist was anderes.

Deshalb haben wir die Repräsentative Demokratie, in der der Wählerwille auf die Abgeordneten übergeht. Von einer Stimme unter 60 Mio wird ein Stimme unter 700.. dennoch viel zu viele Abgeordnete!

...
Das ist so; mit einer Blitzlichtaufnahme wird der Wählerwille für eine Wahlperiode festgelegt. Geht doch gar nicht anders!
...
Das wäre ja schrecklich, wenn irgendwelche Populisten mit jedem Klemmer in der Tagespolitik die Wähler in Gang setzen könnten, man also das Land mit wechselnden Stimmungen steuern könnte.

Regulär wollen wir 299 Wahlkreise und doppelt so viele Abgeordnete haben. Alles darüber hinaus ist aufgrund eines schlecht verbesserten Wahlgesetzes. Nur, da geht kein anderer Wille über als "Dieser Abgeordnete soll schalten und walten" - und streng genommen nicht mal dieser sehr präzise. Warum ich diesen wollte, was ich von ihm erwarte, das alles wird nicht abgefragt und spielt auch keine Rolle. Das Mandat ist frei. Jeglichen Durchgriff oder Rückruf abseits der erneuten Abstimmung am Wahltag findest du sogar erklärt schrecklich.

Diese "Drohung" nehmen die Gewählten sehr ernst; nicht aus Versehen sind in Deutschland "Sonntagsfragen" als Stimmungsbild und Abbildung der Zufriedenheit der Wähler mit den Gewählten so beliebt.

Im Gegenteil werden Politiker dafür gelobt, wenn sie auf Umfragen nichts geben und nach Gutdünken handeln, sogar wenn sie (mutmaßlich) deswegen abgewählt wurden. Eine Regierung "nach Wählergeschmack", wie man sie Horst Seehofer aktuell vorwirft, wird kritisiert.
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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon imp » Di 21. Aug 2018, 12:17

Betrachter hat geschrieben:(21 Aug 2018, 12:38)
>>Arbeit für mehr Gewinn ist also schlecht, weil sie einseitig ist? Ab wieviel Gewinn ist das so? Was ist mit Arbeit für mehr Gewinn, die körperlich ausgewogen, gesundheitsmäßig optimiert ist? Wie steht die Zweckmäßigkeit von Arbeit, also das zügige fertigwerden, in Relation zu der Forderung, Einseitigkeit zu vermeiden? Spezialisierung durch Faktenlernen und Training in bestimmten Fertigkeiten sind schließlich Aufwände, die sich für das Ergebnis rechtfertigen sollen.<<

Gewinn ist definiert durch Geldgewinn, der mit anderen Gewinnen konkurriert. Da kann gar nicht genug gearbeitet werden- mit den entsprechenden Folgen.
Wie " körperlich ausgewogen, gesundheitsmäßig optimiert" das ist, darfst du in den Krankenstatistiken einsehen. "Zügig fertig werden" ist da gar nicht eingeplant, weil Arbeit für Gewinn niemals fertig wird.

Wenn die Arbeit zu bewältigen ist, wird der Maßstab also zwingend erhöht. Das ist am Markt naheliegend, denn jeder Firma droht Ungemach, wenn die Konkurrenz das tut und sie nicht - umgekehrt ist das der Weg zu Marktanteil und Gewinn, immer weitere Optimierungen zu suchen und umzusetzen.

>>Die Erde kreist weiter um sie, die Wirkungen kann man sehen. Anders ist es mit "Unterdrückungen", die mich nicht betreffen, nicht auf mich wirken. Ich darf keinen Sexualverkehr mit kleinen Kindern haben und ich darf den Mann, der nachts die Gläser in den Container wirft, nicht erschießen. Unterdrückt mich das? Nein, denn ich habe auch gar kein Verlangen danach. Die Frage nach der Unterdrückung stellt sich also nur für die Menschen, die das Arbeiten für den Lohn überhaupt kritikabel finden.<<

Betrifft dich Lohnarbeit nicht? Mieterhöhungen? Du Glücklicher... wie kommst du eigentlich auf Sex mit Kindern?
Dass viele Lohnarbeit nicht kritisieren als das, was sie nunmal ist- Unterdrückung- müsste doch Leuten wie dir ein Anlass sein, ihnen diese tatsache zu erklären- oder betrifft dich fremdes - und dein eigenes (?)- Elend nicht, nur weil du bei der Agitation keine raschen Erfolge erwarten kannst?

Die Kinder habe ich gewählt, weil dir da mutmaßlich wie Schuppen von den Augen fällt, wie wenig die Allgemeinheit sich grundsätzlich an Lohnarbeit stört. Mieterhöhungen interessieren mich tatsächlich eher am Rande. Sie machen die wunderbaren kleinen Inseln des Feierabendglückes kaputt, sie lassen die Freunde umziehen, usw. Trotzdem lässt sich jeder einleuchten, dass Miete sein muss, um Häuser zu bauen, zu unterhalten, die Grundsteuer zu zahlen usw. Genauso lässt sich jeder einleuchten, dass der Unternehmer das Unternehmen für den Gewinn macht (und nicht für die Brötchen, wie die Kinder lernen) und dass da die Arbeitsplätze herkommen. Umgekehrt muss sich der Arbeitnehmer fragen, inwieweit die Sache für ihn aufgeht. Welche Alternativen hat er dabei? Kann der Arbeitnehmer andere Arbeiten annehmen? Kann er einfach nicht arbeiten? Kann er Unternehmer werden?



Hier sind noch mehr Worte, die Huiskens ganz richtige Lust an Erklärungen zu falschen Schülermeinungen zeigen: https://www.youtube.com/watch?v=yO6l9gSTH24

Ein interessanter Link. Ich muss leider die ganze Hörung erst einmal verschieben, mehr als reinhören ist aktuell nicht. Vielleicht am Abend.
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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 22. Aug 2018, 00:51

Betrachter hat geschrieben:(21 Aug 2018, 07:42)

Du fällst auf die Urlüge der Demokratie herein: Dass Regieren etwas ganz anderes wäre als Herrschen, Unterdrücken.
Dass die Unterdrückten notwendig arm sind, macht ja erst einen Sozialstaat notwendig, der diese Leute arbeitsfähig erhalten und den "sozialen Frieden" erhalten will.


Keinesfalls. Und deine Logik ist nicht nachvollziehbar.

Ich bin weder unterdrueckt noch arm und Demokratie ist keine Luege sondern die einzige Staatsform die freie Meinung und Selbstgestaltung erlaubt. Es gibt keine Gesellschaft wo alle gleich sind. Eine gute Gesellschaft schafft aber die Rahmenbedingungen das alle Grundbeduerfnisse wie von mir weiter oben aufgezaehlt weitgehenst erfuellt werden.
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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 22. Aug 2018, 00:56

Betrachter hat geschrieben:(21 Aug 2018, 11:18)

Arbeit kann etwas Positives sein, wenn sie mit so wenig wie möglich Aufwand ein Bedürfnis befriedigt.


Wenn das deine Einstellung ist bist du einfach faul und bekommst deinen Allerwertesten nicht hoch.

Von nichts kommt nichts.
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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon Realist2014 » Mi 22. Aug 2018, 09:13

Betrachter hat geschrieben:(21 Aug 2018, 12:38)




>
Dass viele Lohnarbeit nicht kritisieren als das, was sie nunmal ist- Unterdrückung-



die schwachsinnigen, linken Klassenkampfparolen aus dem letzten Jahrtausend sind offensichtlich nicht tot zu kriegen... :dead:
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon H2O » Mi 22. Aug 2018, 09:53

MäckIntaier hat geschrieben:(22 Aug 2018, 10:45)

...

... Da aber Konservatismus immer staatsnäher ist als der Liberalismus, ist bei ihm die Vereinbarkeit [von Konservatismus und sozialer Politik] von der Grundidee her gesehen theoretisch wesentlicher größer als beim Liberalismus.


Das ist ein sehr erhellender Satz, meine ich als Laie auf dem Gebiet der Gesellschaftswissenschaften. Wenn Sie den Gedanken geschöpft haben sollten: Glückwunsch!
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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon MäckIntaier » Mi 22. Aug 2018, 10:43

H2O hat geschrieben:(22 Aug 2018, 10:53)

Das ist ein sehr erhellender Satz, meine ich als Laie auf dem Gebiet der Gesellschaftswissenschaften. Wenn Sie den Gedanken geschöpft haben sollten: Glückwunsch!


Danke fürs Kompliment. Um den Gedanken aber fortzuführen müsste man sofort hinzufügen, dass sein Pferdefuß vermutlich in der Unschärfe des Begriffes, so wie er heute verwendet wird, liegt. In der Reinform würde man ihn nur noch auf wenige Parteien anhand weniger Merkmale anwenden. Unabhängig davon gibt es durchaus ernsthafte Stimmen wie Jan-Werner Müller, der das Nachkriegszeitalter viel eher für ein christdemokratisches als ein sozialdemokratisches hält. Und christdemokratisch stand m.E. schon auch immer viel stärker für eine soziale Komponente als das bei Liberalen der Fall war. Die CSU könnte man in diesem Zusammenhang durchaus als ein Überbleibsel dieses christdemokratischen Zeitalters bezeichnen, auch wenn für die Christsozialen nun Abendämmerung anzubrechen scheint.
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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 23. Aug 2018, 11:54

Betrachter hat geschrieben:(23 Aug 2018, 12:45)


Ich zitiere mal ausnahmsweise die "WELT": "1,5 Milliarden Menschen in 91 Entwicklungsländern der Erde leben in Armut mit zusätzlichen Mängeln bei Gesundheit, Bildung und Lebensstandard. Weitere 800 Millionen Menschen könnten jederzeit in die Armut abrutschen, wenn sie von Rückschlägen wie Arbeitslosigkeit, Naturkatastrophen oder von Folgen von Finanzkrisen betroffen seien."

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... m-Tag.html


Schoen das du die Welt zitierst.

Weltbevoelkerung ist cirka 7.635.250.000 Tendenz steigend!


Ploetzlich schreibst du von Entwicklungslaendern! Dann ohne logischen Sprung geht es ueber zu westlichen Demokratien und Papiereimer Essensversorgung?

Welches Regierungssystem willst du ?

Ich lese zwichen den Zeilen immer wieder einen Neid auf Leute die ein paar mehr Euro besitzen als du.
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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon Betrachter » Do 23. Aug 2018, 12:02

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(23 Aug 2018, 12:56)

Es gibt ueberall Menschen die obdachlos usw sind. Oft wegen Problemen mit Drogen, Alkohol usw. Kein Staat kann das verhindern. Das bedeuted nicht das die Demokratie nicht funktioniert.


Richtig, kein kapitalistischer(!) Staat kann das verhindern. Denn ihm gehts vor allem um eins: "Wirtschafts"- Wachstum, das heißt Wachstum des Geldreichtums.

Geld ist eben die Schranke zwischen einem Bedürfnis und seiner Befriedigung. Es ist genug für alle da- 12 Mrd Menschen könnten laut offizllen Angaben ernährt werden. Warum "muss" da überhaupt jemand hungern?
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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon H2O » Do 23. Aug 2018, 17:03

[MOD] Bitte ab sofort den Tonfall zu mäßigen. Niemandem ist geholfen, wenn Sie sich hier Behauptungen ohne Beweis durch anerkannte Quellen wechselseitig um die Ohren hauen.

Außerdem verlassen Sie mit Ihrem "Hunger" das Strangthema. Bitte damit sofort aufhören,; ansonsten kommen soche Beiträge hiernach sofort in die Ablage.
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Nachtrag 24. August 2018
    Der Hunger will hier schier kein Ende nehmen. Ich habe meine Ankündigung wahr gemacht... und Spam und Hungergeschichten in die Ablage verschoben. Bitte beim Strangthema bleiben: "Konservative und soziale Politik unvereinbar?"
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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Fr 24. Aug 2018, 10:59

Betrachter hat geschrieben:(23 Aug 2018, 13:02)

Richtig, kein kapitalistischer(!) Staat kann das verhindern. Denn ihm gehts vor allem um eins: "Wirtschafts"- Wachstum, das heißt Wachstum des Geldreichtums.

Geld ist eben die Schranke zwischen einem Bedürfnis und seiner Befriedigung. Es ist genug für alle da- 12 Mrd Menschen könnten laut offizllen Angaben ernährt werden. Warum "muss" da überhaupt jemand hungern?


Ich hoffe der Moderator laesst das durchgehen.

Erklaere mir wieso in den sogenannten sozialistischen Staaten wie Venezuela, Kuba, Nord Korea um ein paar zu nennen mehr Leute hungern wie in Deutschland, der Schweiz oder Singapore?????
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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon Betrachter » Fr 24. Aug 2018, 11:12

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(24 Aug 2018, 11:59)

Ich hoffe der Moderator laesst das durchgehen.

Erklaere mir wieso in den sogenannten sozialistischen Staaten wie Venezuela, Kuba, Nord Korea um ein paar zu nennen mehr Leute hungern wie in Deutschland, der Schweiz oder Singapore?????



Weil das eben nur "sogenannte sozialistischen Staaten" sind.
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Re: Konservative und soziale Politik unvereinbar?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Fr 24. Aug 2018, 11:54

Betrachter hat geschrieben:(24 Aug 2018, 12:12)

Weil das eben nur "sogenannte sozialistischen Staaten" sind.


Was ist dann ein richtiger sozialistischer Staat????? Sowas wie anno Tobak die SU oder DDR oder ein Hirngespinst linker Trauemer :D :D :D

PS Und wiesie ist zB Fidel's Cuba "nur ein sogenannter sozialistischer Staat" ?????? :s
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