Kommunistische Musik

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BlueMonday
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Re: Kommunistische Musik

Beitragvon BlueMonday » Sa 28. Apr 2018, 11:43

Watchful_Eye hat geschrieben:(28 Apr 2018, 12:16)

Bei deiner Beschreibung würde ich eher an "anarchistische" Musik denken.


Der Kommunismus geht einen anderen Weg als der Anarchismus ... und endet dann freilich nicht da, wo er ankommen wollte, weil die Mittel nicht zum Ziel passen. Er endet praktisch im Gegenteil.

Das eigentliche kommunistische Ziel ist ja das des Anarchismus: sich völlig zu befreien von jeglicher "Entfremdung"/Herrschaft. Letztlich alles tun zu können, für sich, ohne existentiell unterzugehen, weil die "gesellschaftlichen Springquellen" so reichlich sprudeln, so dass auch für den letzten Faulpelz noch genügend abfällt.
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Quatschki
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Re: Kommunistische Musik

Beitragvon Quatschki » Sa 28. Apr 2018, 11:58

BlueMonday hat geschrieben:(28 Apr 2018, 12:43)

Der Kommunismus geht einen anderen Weg als der Anarchismus ... und endet dann freilich nicht da, wo er ankommen wollte, weil die Mittel nicht zum Ziel passen. Er endet praktisch im Gegenteil.

Das eigentliche kommunistische Ziel ist ja das des Anarchismus: sich völlig zu befreien von jeglicher "Entfremdung"/Herrschaft. Letztlich alles tun zu können, für sich, ohne existentiell unterzugehen, weil die "gesellschaftlichen Springquellen" so reichlich sprudeln, so dass auch für den letzten Faulpelz noch genügend abfällt.

Das ist ein Irrtum.
Das sozialistische Leistungsprinzip sieht keine Duldung von Faulpelzen vor.
"Die Müßiggänger schiebt beiseite!"
Gemäß dem Prinzip:
„Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ wird erwartet, dass jeder das Beste aus sich herausholt und in den Dienst der Gemeinschaft einbringt.
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Re: Kommunistische Musik

Beitragvon BlueMonday » Sa 28. Apr 2018, 12:05

Quatschki hat geschrieben:(28 Apr 2018, 12:58)

Das ist ein Irrtum.
Das sozialistische Leistungsprinzip sieht keine Duldung von Faulpelzen vor.
"Die Müßiggänger schiebt beiseite!"
Gemäß dem Prinzip:
„Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ wird erwartet, dass jeder das Beste aus sich herausholt und in den Dienst der Gemeinschaft einbringt.



Wie gesagt, Verwechselung von Ziel und Weg/Mittel. Sozialismus ist der Weg. Kommunismus das Ziel.
Sozialismus ist Einheitsfront, "Seit' an Seit"-Kampflied, Personenkult ... und Gulag, Bautzen, Berufsverbot... für die Dissidenten.

Kommunismus ist Adornorauschen auf Wolke 7. Sozusagen das versprochene Paradies, um den Weg dahin zu ertragen.
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Re: Kommunistische Musik

Beitragvon Quatschki » Sa 28. Apr 2018, 12:17

BlueMonday hat geschrieben:(28 Apr 2018, 13:05)

Wie gesagt, Verwechselung von Ziel und Weg/Mittel. Sozialismus ist der Weg. Kommunismus das Ziel.
Sozialismus ist Einheitsfront, "Seit' an Seit"-Kampflied, Personenkult ... und Gulag, Bautzen, Berufsverbot... für die Dissidenten.

Kommunismus ist Adornorauschen auf Wolke 7. Sozusagen das versprochene Paradies, um den Weg dahin zu ertragen.

Ich hab beim idealen Kommunismus eher die Star Trek Gesellschaft vor Augen:
Da gibt es ja auch kein Geld mehr und das Essen kommt aus dem Replikator.
Die Menschen sind voller Leistungsbereitschaft und beseelt von Streben nach schöpferischer Selbstverwirklichung.
Nur ist das Utopie und in der Praxis würde sich keiner mehr um die wichtigen Dinge kümmern, weil sie ohne regelmäßge Tritte in den Hintern lieber den ganzen Tag in den Traumwelten des Holodecks abhängen...
Es ist Deutscvhland hier!
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Re: Kommunistische Musik

Beitragvon H2O » Sa 28. Apr 2018, 13:08

unity in diversity hat geschrieben:(28 Apr 2018, 12:07)

Venceremos ist nicht deutschlich, sondern chilenischen Ursprungs.
Darf man das in einem europäischen Faden erwähnen?


Nein; die Nutzungsbedingungen für dieses Forum fordern deutsche/englische Texte. :D
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Re: Kommunistische Musik

Beitragvon Watchful_Eye » Sa 28. Apr 2018, 13:46

I was raised up believing I was somehow unique
Like a snowflake distinct among snowflakes, unique in each way you can see
And now after some thinking, I'd say I'd rather be
A functioning cog in some great machinery serving something beyond me

What's my name, what's my station, oh, just tell me what I should do
I don't need to be kind to the armies of night that would do such injustice to you
Or bow down and be grateful and say "sure, take all that you see"
To the men who move only in dimly-lit halls and determine my future for me




(Stimme dem Text inhaltlich natürlich nicht zu, ist aber trotzdem musikalisch ein Lieblingssong von mir)
"In a world where I feel so small, I can't stop thinking big." (Rush - Caravan)

Mod im Feedback- und Asienforum.
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Re: Kommunistische Musik

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Sa 28. Apr 2018, 15:58

Quatschki hat geschrieben:(28 Apr 2018, 12:58)

Das ist ein Irrtum.
Das sozialistische Leistungsprinzip sieht keine Duldung von Faulpelzen vor.
"Die Müßiggänger schiebt beiseite!"
Gemäß dem Prinzip:
„Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ wird erwartet, dass jeder das Beste aus sich herausholt und in den Dienst der Gemeinschaft einbringt.

Man darf eben Kommunismus nicht mit 68er-Müllgedanken verwechseln. Der Kommunismus von Stalin und seinen Freunden ist kein linksalternativ-grünes Tralalaland, in dem man sonntags der Umwelt zuliebe den Panzer mal stehen lässt sondern brutales funktionierenmüssen. Die Deutschen sollten so unendlich froh sein, dass es nicht anders herum war.
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Re: Kommunistische Musik

Beitragvon Quatschki » Sa 28. Apr 2018, 19:35



zeitlos aktuell?
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Re: Kommunistische Musik

Beitragvon H2O » Sa 28. Apr 2018, 21:01

Quatschki hat geschrieben:(28 Apr 2018, 20:35)



zeitlos aktuell?


Klar, sehr verblendet parteiisch. Und dieser einschmeichelnde Gesang dazu... Ok, ein Dokument der Zeitgeschichte.

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