Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

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Maltrino
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Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon Maltrino » Fr 2. Mär 2018, 16:07

Ich will hier keine Verschwörungstheorien heraufbeschwören, nur mal so gefragt:

Könnt ihr euch vorstellen, dass zum Beispiel Unternehmen Stiftungen oder Organisationen gründen und finanzieren, mit dem Ziel die öffentliche Meinung so zu ändern, dass die Politik etwas macht, das ihrem Unternehmen Gewinn bringt?

Oder noch heftiger: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen bzw. Unternehmer nicht nur an Parteien spenden von dessen Politik sie sich Gewinne erhoffen sondern dass sie auch die Arbeit anderer Parteien torpedieren? Was wäre zum Beispiel wenn eine Partei plötzlich mit der Forderung käme "Verbot von Windkraft". Könnt ihr euch vorstellen, dass ein großes, finanzstarkes Windkraftunternehmen sich dann die Mühe macht Politiker in diese Partei zu schleusen mit dem Ziel diese Forderung wieder abzuschwächen bzw. die Programmatik der Partei so zu ändern, dass es für das Unternehmen nicht mehr gefährlich ist?

Bei so einigen "Empörungswellen" der letzten Jahre ist mir aufgefallen, dass bei professionell gemachten "Erklärvideos", mit denen bei Youtube den Leuten ordentlich eingeheizt wird, dass man dort dann zurückverfolgen kann, also da steht dann zum Beispiel sowas wie: "Dieses Video über die Gefahren des Chlorhamsters wurde erstellt in Zusammenarbeit mit der Open-Freedom-Humanity-Engagement-Organisation". Und dann geht man auf die Webseite dieser Organisation und findet dann bei "Partnerorganisationen und Unterstützer" weitere Organisationen die diese Organisation unterstützen, und man klick auch darauf, und ganz am Ende der "Nahrungskette" taucht dann bei einer Organisation endlich auf "Diese Organisation wird unterstützt von, Bertelsmann, Google, Coca Cola... oder was weiß ich". So dass im Endeffekt das Kampagnenvideo der humanitären Organisation eigentlich von Firmengeldern finanziert wurde, über sehr große und verschlungene Umwege. Ist sowas Zufall? Können solche Unternehmen, die solche Organisationen finanziell unterstützen, das steuern in welche Richtung die Kampagnen gehen? Oder ist das nicht möglich, da die Umwege zu groß sind und dazwischen zu viele Mitarbeiter geschaltet sind die wirklich nur für die gute Sache kämpfen?

Könnte es zum Beispiel sein, dass der Stuttgart21 Protest (zu dem ich allerdings nun gar nichts weiß) mit initiiert wurde von einer Firma die ein Interesse hatte am Scheitern des Projektes? Kann es sein, dass eine Partei plötzlich für Windkraft ist weil ein WIndkraftunternehmen das beeinflusst? Kann es sein, dass eine Partei plötzlich windkraftkritisch ist weil sie von Leuten unterwandert wird die von der Kohlekraftlobby finanziert werden?

:?:
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Der Neandertaler
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Re: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon Der Neandertaler » Sa 3. Mär 2018, 14:03

Hallo Maltrino.
Maltrino hat geschrieben:Könnt ihr euch vorstellen,
Ehrlich gesagt:
    ich kann mir so manches vorstellen. Es ist auch nichts dagegen Einzuwenden, über dies oder das nachzudenken ... vieles zu hinterfragen ... kritisch zu hinterfragen.
Maltrino hat geschrieben:... Unternehmen bzw. Unternehmer ... spenden ... sich Gewinne erhoffen
Auch dagegen ist nichts einzuwenden. Solange spenden ausgewogen geschieht, hilft es letztendlich unsere Demokratie. Tatsächlich haben Großunternehmen vergangenheitlich an mehrere Parteien gespendet ... und durchaus an verschiedene.

Aber Konkret - gehen wir mal von dem Klassenkampf-Gedanken vergangener Zeiten weg:
    Wenn also Gewinn eines Unternehmens auch nicht unbedingt heißt, daß dieser direkt der Allgemeinheit, respektive: den Arbeitnehmern (in Form von höheren Löhnen) zugute kommt - meist werden damit primär die Aktionäre bedient. So profitieren wir als Verbraucher doch zumindest indirekt durch eventuell niedrige Verbraucherpreise von der Unternehmenspolitik. Folglich ist auch bei dieser Art Einflußnahme auf Politik wenig einzuwenden.
Zu Zeiten von FakeNews und dergleichen sind "Erklärvideos" immer mit Vorsicht zu genießen ... besonders in "Empörungswellen". Dem kann man aber einigermaßen entgegen wirken, wenn man sich ausgewogen und un-voreingenommen informiert. Deine erklärte Vorgehensweise bezüglich der Zurückverfolgung in diesem Falle (Chlorhamsters ... Zusammenarbeit ... "Partnerorganisationen und Unterstützer" ...) unterstreicht doch diese Unvoreingenommenheit.

Allerdings kann ich mir schwerlich vorstellen, daß ein Unternehmen etwas gegen den erklärten Willen der Gesellschaft durchsetzen kann. Im Falle Deines Beispiels: "Verbot von Windkraft", ... der Aufwand, den ein Unternehmen in dieser Hinsicht aufnehmen müßte, wäre wohl enorm - um nicht zu sagen: fast nicht zu stemmen.

Politik ist zeitweise sehr schwerfällig - KLAR! So ist Demokratie aber nunmal: mögliche Lösungen müssen diskutiert und langwierig erarbeitet werden. Daher erkennt Politik erst recht spät, daß dieser oder jener Weg in's Nichts ... in's eventuelle Verderben führt.
    siehe Atomkraft ... oder den Dieselskandal.
Dies kann man durchaus als Einflußnahme von Unternehmen auf Politik bezeichnen. Aber davon, daß diese Unternehmen Gewinn erwirtschaftet haben, ging es ja der Gesellschaft vergangenheitlich auch gut.

Fazit:
    Einflußnahme zum Nachteil der Gesellschaft? Da sollten wir erstmal den Nachteil definieren.
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Re: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 3. Mär 2018, 14:08

Ach nein wie kommst du denn darauf? In unserer guten Demokratie hier im.Westen doch nicht?

Der Klassiker ist dass politische System und die US Waffenlobby in den United States,etliche Senatoren , Gouverneure und Abgeordnete beider Parteien stehen dort auf der Gehaltsliste und unter dem abhängigen Einfluss der NRA. was sich dem entsprechend in den US Waffengesetzen widerspiegelt um mal nur ein Beispiel zu nennen :cool:
Zuletzt geändert von Alpha Centauri am Sa 3. Mär 2018, 14:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon Der Neandertaler » Sa 3. Mär 2018, 14:16

Hallo Alpha Centauri.
Alpha Centauri hat geschrieben:Der Klassiker ist dass politische System und die US Waffenlobby in den United Statesdastehen etliche Senatoren , Gouverneure und Abgeordnete beider Parteien auf der Gehaltsliste und unter dem abhängigen Einfluss der NRA. :cool:
Ich bezog das ganze Szenarium primär auf die deutsche Politik. Aber Dein Beispiel zeigt mir immer wieder, warum ich unser staatliches Politik/Parteien-Finanzierungssystem für besser halte, als etwa das US-System - soviel (Steuer-) geld unser System auch verschlingt.
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Maltrino
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Re: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon Maltrino » Sa 3. Mär 2018, 14:18

Der Neandertaler hat geschrieben:(03 Mar 2018, 14:03)
...

Fazit:
    Einflußnahme zum Nachteil der Gesellschaft? Da sollten wir erstmal den Nachteil definieren.


Danke für die Antwort.

Nun, ich glaube ich habe gar nicht von "Nachteil" gesprochen, ich habs neutral formuliert.

Vielleicht auch zum "Nachteil des Staatshaushaltes"? Zum Beispiel: Es wird Lobbyarbeit geleistet oder eine Partei wird "unterwandert" mit dem Ziel, dass die Behörden ein bestimmtes Produkt, eines ausländischen Produzenten, kaufen statt eines gleichwertigen Produktes, dass sie nahezu kostenlos bekommen würden. Ist das dann ein "Nachteil"? Oder nicht, da das Geld ja in der Welt bleibt... ^^

Aber wie gesagt, ob Vorteil oder Nachteil, mich interessierte halt ob die Unternehmen so strategisch denken...
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Re: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon Alana4 » Sa 3. Mär 2018, 14:20

"Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?"

Ist die Frage jetzt wirklich ernst gemeint????
Da muss man sich nichts "vorstellen"- das ist schlicht und einfach Tatsache. Selbstverständlich auch und gerade in D.
Ich beherrsche die deutsche Rechtschreibung! Aber meine Tastatur hat damit manchmal Probleme.
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Re: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon Der Neandertaler » Sa 3. Mär 2018, 14:36

Hallo Maltrino.
Maltrino hat geschrieben:Nun, ich glaube ich habe gar nicht von "Nachteil" gesprochen, ich habs neutral formuliert.
Es ist richtig: das Wort "Nachteil" ist in Deinem Beitrag nicht explizit gefallen - Deine Beispiele sprachen aber diese Sprache!
Aber egal:
    Einflußnahme wird ebenso wie Lobbyarbeit primär als neagativ assoziiert.
Maltrino hat geschrieben: Zum Beispiel: Es wird Lobbyarbeit geleistet oder eine Partei wird "unterwandert" mit dem Ziel, dass die Behörden ein bestimmtes Produkt, eines ausländischen Produzenten, kaufen statt eines gleichwertigen Produktes, dass sie nahezu kostenlos bekommen würden. Ist das dann ein "Nachteil"? Oder nicht, da das Geld ja in der Welt bleibt... ^^
Obwohl wohl deutlich wird, was Du meinst, Dein obiges Beispiel würde ich aber eher der Werbung gutschreiben - weniger der Politik, respektive: der Einflußnahme auf diese. Schließlich entscheidet der Verbraucher, was er kaufen will. Dies Beispiel kann allenfalls für staatliche Stellen gelten. Dabei käme allerdings der Verdacht der Bestechung in Betracht.
Maltrino hat geschrieben:Aber wie gesagt, ob Vorteil oder Nachteil, mich interessierte halt ob die Unternehmen so strategisch denken...
Es wäre ein schlechtes Unternehmen, welches nicht in der einen oder anderen Richtung strategisch denkt - schließlich steckt im Wort "Unternehmen" ja daß sie etwas unternehmen sollen ... egal, wie?
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Re: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon H2O » Sa 3. Mär 2018, 20:05

Selbstverständlich nehmen Unternehmen auf vielfältige Weise Einfluß auf die Politik eines Landes. Das geht von Spenden über Anstellungsverhältnisse und künftig versprochen Anstellungsverhältnisse von Politikern und Gefolgschaft. Allerdings hat es auch wenig Sinn, eine Politik zum Schaden von Unternehmen frei laufen zu lassen, vielleicht mit der Wirkung, daß man eine Kuh zugleich melken und schlachten möchte. Dann hat man am Ende gar keine Kuh und viele dumme Gesichter.

Wichtig ist wohl, daß das Werben für die eigene Sache in einem vereinbarten Rahmen bleibt. Der Kampf um diesen Rahmen wird auf Dauer geführt... aber er muß sein, weil Menschen erfinderisch sind, wenn sie für ihre Sache werben.

Den jüngsten Dieselskandal kann man doch einigermaßen gesichert dem Zusammenwirken von Unternehmen und Staat zuweisen, das es möglich machte, gemeinsam große Gewinne zu Lasten der Verbraucher durch böswillige Fälschung von zugesicherten Leistungsdaten zu erzielen: Klotzige Unternehmensgewinne, bestimmt viele nützliche Abgaben unter Inkaufnahme der gesundheitlichen Schädigung der Mitbürger.

Wenn solche Erkenntnisse vorliegen... welchen Sinn hat denn nun die Eingangsfrage? Ja, es gibt diese Verquickung von Unternehmensinteressen und Vorteilsnahme durch die Politik. Und dennoch muß der Staat notfalls mit Hilfe investigativer Journalisten immer wieder an seine Pflichten erinnert werden, weil ansonsten das Unterpfand für solche persönliche Verquickungen verloren gehen könnte, nämlich ein demokratisch erworbenes Amt mit Hebelwirkung auf Entscheidungen der Wirtschaft und der Politik.

Aus meiner Sicht gehört dieses Thema aber in das Unterforum 1. Wirtschaft oder 2. Verfassung.
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Re: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon TheManFromDownUnder » So 4. Mär 2018, 10:45

Natuerlich kann ich mir nicht nur das vorstellen sondern sagen so ist es! Wozu sind Lobbyisten da.

Grossunternehmen und Organisationen wie die katholische Kirche haben schon immer durch Parteienspenden usw Einfluss auf die Politik genommen. Gewerkschaften auch! Sie tun es durch die Partei die ihnen Nahe steht in D die SPD bei uns Labour Party. Vieler der Partei Bonzen kommen ja aus der Gewerkschaftsbewegung.

Heute durch Social Media nehmen Gruppen wie bei uns Get Up (Links-Gruene DoGooders) enormen Einfluss.

Und ohne die Einflussnahme der Schwulen und Lesbenbrigade via social media und deren linksliberalen Fussvolkes gaebe es keine Schwulenehe und LGBT whatsoever Regenbogeniniative und social engineering hinweg von traditionalen Werten.
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Re: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon Tom Bombadil » So 4. Mär 2018, 13:28

Natürlich beeinflussen die Wirtschaftsverbände die Politik, sieht man doch schon an dem hirnrissigen Vorschlag, dass jetzt die Steuerzahler die Umrüstung der Diesel-PKW bezahlen sollen. Die Lebensmittelampel wird auch spannend werden, der Vorschlag aus der Industrie ist deutlich abgeschwächt zum offiziellen Vorschlag.
Es gibt in Berlin und Brüssel viel zu viele Lobbyisten mit Einfluss auf die Politik. Es ist in Ordnung, dass auch die Wirtschaft oder NGOs ihre Anliegen der Politik vorbringen, aber da muss imho ein strenges Regelwerk her, dass die Lobbyisten nicht zu viel Einfluss gewinnen bzw. sie ihn wieder abgeben müssen.
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Teeernte
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Re: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon Teeernte » So 4. Mär 2018, 13:35

Als ERSTES - bitte trennen.... (Meiner "dummen" Meinung nach)

A) unabhängige Privatfirmen - ohne POLITIKER im Aufsichtsrat,.... deren "Berater" Lobbyisten, gekaufte "AltPolitiker" und Folge"Werbungsfirmen"....

und

B) Staats, Landes und Gemeinde- Firmen ....in denen Politiker im Aufsichtsrat sitzen .....und deren "Folge" .....ähmmmm - nennen wir sie mal "Vereine".

C) Nebenbei gibt es noch privat organisierte Vereine//Firmen - die gern von Firmen oder Politik als >> Stimmenfang//Meinungsverstärker genutzt werden. (Mit Ihren ....auch monetären interessen)

zwischendurch noch "Kopplungen" ......wie Parteigründung von Unternehmern//Politik "GRÜNDUNG" für Firmen"Gründung"....
bzw. "Günstings-WIRTSCHAFT/Politik" für Angehörige/Abhängige...


A) BMW, Aldi, HeidelbergCement, "GERD"-GAS.....Jacobs ähmmm Philip Morris ähmmm KRAFT FOODs ähmmm Mondelēz International... mal als Beispiel.

B) Hier fallen LOTTO, aber auch ein Teil der Stromnetzbetreiber/Kraftwerke/Stadtwerke....Kernkraftwerke, ....Autohersteller VW, .... BAHN, ÖPNV...Lufthansa.. Großprojekte FH Berlin, Stuttgart21... es sind POLITISCHE Prestige/Versorgungs Projekte..

C) Angelverein, Handballverein.....(Sport Vereine)....Kirchen.... Medien.... Internetportale

Gründungen von "Vereinen" durch die Politik >> Herausragend mal >> Potsdam Institute for Climate Impact Research - (PIK)
(Hier nur für EINEN ZWECK - ausschliesslich - der "Beweis" >> der "menschengemachten Klimaerwärmung" )
Geld vom Staat UND spendenden Staats-Firmen..


ZB. bei der DUH (Die mit den "Fahrverboten"...) ....Spenden von "internationalen" Autohersteller Konkurrenz (Ford...und japanische Hersteller) die hier mitfinanzieren....?

Bei mir - auf dem Dorf gestaltet es sich so.....
Die SPD verspricht den Anglern (Einheimische) das Gewässer (niedrige Pacht-REALISIERT) und ein "Feierobjekt" (-REALISIERT). Die SPD wird gewählt - und der See hat fast überall "Badeverbot" (Naherholung der Städter).....die ähmmmmm ... Weiterbildungseinrichtung der Angler wird errichtet - und man hat langfristig eine niedrige Pacht für ortsumliegenden Gewässer.

Solche "Versprechen" (auch anderer Parteien) halten auch den Fußballverein (Flutlichtanlage-REALISIERT) ....den Handballverein (Sporthalle-REALISIERT) , den Tennisverein (Weiterbildungsobjekt und Anlage-REALISIERT).....und die FFW (noch ein "Weiterbildungsobjekt"-REALISIERT) bei der politischen "Stange" (je nach Partei) .

Kinder haben da - mangels Wählerstimme wenig zu sagen.... die werden dahin gekarrt - wo noch keine Handballhalle steht....- und wenn die dann errichtet ist - wird die Schule geschlossen - und ein neuer Platz für die Schule.....ohne Handballhalle gefunden.

Das bringt wiederum ÖPNV Kunden. .....da muss man aufpassen - dass keine Städter an den SEE kommen... >> Richtig >> Badeverbot >> Anglerlobby.
.....Natürlich - die Haltestelle des Flüchtlingsheimes vom ÖPNV ist Endhaltestelle einer Linie in Richtung Stadt.....geht nicht bis zum Dorf.
(....und in der Stadt muss man min.2 km bis zum Heim laufen...keine Handelseinrichtung im Umkreis von 3 km vom Heim LUFTLINIE.)

Im Kleinen wie im Grossen.....

Kann man sich Windkraft und Solar .....ohne die Grüne Partei ....die Grünen vorstellen ?

Was ist übrig geblieben von der pazifistischen BÜRGERRECHTs-Bewegung ?
So enthielt das Programm unter anderem Forderungen nach Stilllegung aller Atomanlagen, einseitiger Abrüstung, Auflösung der Militärblöcke NATO und Warschauer Pakt, 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich sowie Abschaffung des § 218 StGB.


>>>Für sie waren ökologische Probleme unmittelbare Folge kapitalistischer Produktionsverhältnisse......

.....ja - nun sind die "Autofahrer" SCHULD. ....und Rüstung ? ...da bremst die CDU mehr (mangels Geld) - als Grün.

....sicher kann man da lange Beispiele finden.... (Kupferkabel bei der Telekom - ehemalig DP - als ALLE Anderen bereits in GLASFASER investierten..)

Ich lass es erstmal bewenden....

Die "HOHE" NOPPE - wenn Politiker durch ihren SITZ in Aufsichtsgremien der Wirtschaft >> Private Vereine finanzieren - die IHRE (privaten) Interessen unter das Volk bringen.

(Wenn alle unter "B" und beeinflusste/gekaufte/durch Politik gegründete "C" ein "VEB" Schild hätten.... hach - das würde >> wie in der DDR 20 Jahre vor Mauerfall aussehen.)

Ist ja nur meine....Meinung .... sucht Euch Eure Beispiele selbst.

[MOD] Bitte keine Farbwechsel zur Hervorhebung benutzen. Grün ist für Einträge von Moderatoren vorgesehen, Rot für Einträge des Vereinsvorstands. H2O
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 4. Mär 2018, 14:15

Natürlich beeinflußen "Unternehmen" die Politik, denn letztendlich lässt sich auch der Staatshaushalt ohne unternehmerische Aktivitäten nicht finanzieren.
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Re: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon H2O » So 4. Mär 2018, 15:57

Tom Bombadil hat geschrieben:(04 Mar 2018, 13:28)

...

...da muss imho ein strenges Regelwerk her, dass die Lobbyisten nicht zu viel Einfluss gewinnen bzw. sie ihn wieder abgeben müssen.


Ein solches Regelwerk muß ständig aktualisiert werden; der menschliche Erfindergeist ist ungewöhnlich schöpferisch, wenn es um Werbung in der eigenen Sache geht! Deshalb ist auch der investigative Journalismus so wichtig, weil der einen starken Geruchssinn dafür hat, wo etwas im Argen liegen könnte..
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Re: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon unity in diversity » Mo 5. Mär 2018, 01:38

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(04 Mar 2018, 14:15)

Natürlich beeinflußen "Unternehmen" die Politik, denn letztendlich lässt sich auch der Staatshaushalt ohne unternehmerische Aktivitäten nicht finanzieren.

Wenn man Umfragen „richtig“ formuliert, bringt man die Bürger dazu, Zwangsdiensten zuzustimmen.
Damit wird der Markt zu Gunsten despotischer Ansätze außer Kraft gesetzt.
Think tanks übernehmen dazu verstärkt die Willensbildung in Politik und Gesellschaft, damit nichts aus dem Ruder läuft.
Ob das demokratisch ist, wird zur Auslegungssache.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon Provokateur » Mo 5. Mär 2018, 08:24

Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?


Ja.

http://www.insm.de

So zum Beispiel.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
twitter.com/Provokateur_Tom
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Re: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 20. Mär 2018, 20:44

Provokateur hat geschrieben:(05 Mar 2018, 08:24)

Ja.

http://www.insm.de

So zum Beispiel.

Die bezahlt aber Gesamtmetall - und damit nur indirekt konkrete Unternehmen.
In dem Zusammenhang auch der Konvent für Deutschland interessant.

https://de.wikipedia.org/wiki/Konvent_f ... eutschland
Die Initiatoren sind Hans-Olaf Henkel und Roland Berger. Nach seinem Beitritt zur Alternative für Deutschland legte Henkel im Dezember 2013 alle Funktionen im Konvent für Deutschland mit sofortiger Wirkung nieder.

Mitglieder sind unter anderem:

Klaus von Dohnanyi
Wolfgang Gerhardt
Hans Hugo Klein
Jutta Limbach
Karl-Heinz Paqué
Petra Roth
Christine Scheel
Renate Schmidt
Manfred Schneider
Rupert Scholz
Gerhard Stratthaus
Erwin Teufel
Henning Voscherau
...
Vorsitzender des Trägervereins ist Rupert Scholz.[2] Manfred Schneider gehört als Vorsitzender des Kuratoriums ebenfalls dem Vorstand des Trägervereins an. Der bisher ehrenamtlich im Konventkreis Mitwirkende Oswald Metzger ist seit dem 15. Februar 2014 geschäftsführender Sekretär
...
Der Verein wird von Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen finanziert. Geldgeber sind unter anderem die Heinz Nixdorf Stiftung, die Linde AG, die Adolf Würth GmbH & Co. KG, die Deutsche Bahn AG, usedSoft International AG, die Parzeller & Co. KG und Christian Potthoff-Sewing. Die jährlichen Zuwendungen betragen zwischen 10.000 Euro und 50.000 Euro. Der Konvent für Deutschland verfügt nach eigenen Angaben über einen Jahresetat von rund 200.000 Euro.
...
Heinz Nixdorf Stiftung, vertreten durch Martin Nixdorf, Vorsitzender des Vorstandes
Linde AG, vertreten durch Wolfgang Büchele, Vorsitzender des Vorstandes
Adolf Würth GmbH & Co. KG, vertreten durch Manfred Kurz, Leiter der Würth Repräsentanzen Berlin und Brüssel
Deutsche Bahn AG, vertreten durch Rüdiger Grube, Vorsitzender des Vorstandes
Parzeller & Co. KG, vertreten durch Michael Schmitt, Verleger der Fuldaer Zeitung und geschäftsführender Gesellschafter
usedSoft International AG, vertreten durch Peter Schneider, Geschäftsführer
Roland Berger
Christian Potthoff-Sewing
Manfred Schneider, Vorsitzender des Kuratoriums


Nicht zu verwechseln mit dem Bürgerkonvent um Vera Lengsfeld und Beatrix von Strolch (AfD), der sich 2015 auflöste, weil ihre führenden Mitglieder jetzt woanders hetzen und keine Zeit mehr haben. Drahtzieher bei beiden Roland Berger.
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Re: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon KarlRanseier » Mi 21. Mär 2018, 19:50

Alpha Centauri hat geschrieben:(03 Mar 2018, 14:08)

Ach nein wie kommst du denn darauf? In unserer guten Demokratie hier im.Westen doch nicht?

Der Klassiker ist dass politische System und die US Waffenlobby in den United States,etliche Senatoren , Gouverneure und Abgeordnete beider Parteien stehen dort auf der Gehaltsliste und unter dem abhängigen Einfluss der NRA. was sich dem entsprechend in den US Waffengesetzen widerspiegelt um mal nur ein Beispiel zu nennen :cool:



Soetwas gibt's in Deutschland auch, obwohl zuzugeben ist, dass nicht Zehntausende Menschen dafür jährlich mit ihrem Leben bezahlen. Hier einige Beispiele:

- Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft: erschien in allen nennenswerten Medien und ließ gegen Bezahlung sogar Filmhandlungen ändern, um ihre Propaganda gebetsmühlenartig über alle Kanäle unter die Leute zu bringen. Das hat mir persönlich die Augen geöffnet, hätte vorher nicht gedacht, dass Deutschland eine Bananenrepublik ist, in der Unternehmer so ungeniert ihre Propaganda verbreiten können, und das nicht nur über Privatmedien

- Rentenreform: Die privaten Versicherungen nahmen direkten Einfluss auf die Politik, die das Rentenniveau senken sollte, damit Menschen "privat vorsorgen". Grund war wohl, dass sich Lebensversicherungen nicht mehr so gut verkaufen ließen. Das gilt international sogar als Beispiel für Korruption im ganz großen Stil, in Deutschland bezeichnet man solche Vorgänge politisch korrekt als "Beratung durch unabhängige Experten", ist allerdings exakt dasselbe, klingt aber viel besser! :thumbup:

- Umweltzonen: Was glaubst Du wohl, warum die Autoindustrie so scharf auf die "Umweltzonen" war, die aus Umweltschutzsicht mehr als fragwürdig sind, besonders dann, wenn sie sich in der Nähe von Häfen befinden? Auch das war ein überaus durchsichtiges Manöver vermeintlicher "Umweltschützer".

- Energieriesen: Was glaubst Du, wer bestimmte, dass die Steuerzahler die Folgekosten der Atomenergienutzung nahezu komplett tragen sollen? Der sog. "Souverän"??

In Deutschland ist es sogar so, dass Konzerne die sie betreffenden Gesetze selbst schreiben und sie von den Handlangern in den Parlamenten abnicken lassen. Das nennt man politisch korrekt übrigens "Demokratie", denn der systemunrelevante Pöbel darf die Handlanger der Wirtschaft selbst wählen! :thumbup:
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SpukhafteFernwirkung
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Re: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Mi 21. Mär 2018, 21:28

KarlRanseier hat geschrieben:(21 Mar 2018, 19:50)
- Energieriesen: Was glaubst Du, wer bestimmte, dass die Steuerzahler die Folgekosten der Atomenergienutzung nahezu komplett tragen sollen? Der sog. "Souverän"??

also das war so:
die sowjets haben beschlossen atomreaktoren mit denen man plutonium produzieren kann an jedes land zu verkaufen, das es sich leisten konnte, um die atomwaffen der usa zu entwerten.
als reaktion darauf boten die usa atomreaktoren zum halben preis an mit denen man kein plutonium (oder nicht so gut) aber für die zivile nutzung strom zu produzieren kann.
die deutsche politik und die industrie waren ganz geil auf die technik, aber man musste natürlich das finanzielle risiko für die wirtschaft begrenzen, denn sonst kann man keinen business-plan aufstellen.
man war sogar so euphorisch, man dachte sogar, dass man wirtschaftlich tragbar frachtschiffe mit atomreaktoren bauen könnte wie die otto hahn.
der rattenschwanz an folgekosten, der immer länger wurde, wurde erst später deutlich...- :D
IT'S A LONG WAY TO THE TOP (IF YOU WANNA ROCK 'N' ROLL) - AC DC!!
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Re: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon jack000 » Do 22. Mär 2018, 01:32

Maltrino hat geschrieben:(02 Mar 2018, 16:07)Könnte es zum Beispiel sein, dass der Stuttgart21 Protest (zu dem ich allerdings nun gar nichts weiß) mit initiiert wurde von einer Firma die ein Interesse hatte am Scheitern des Projektes?

Gar nichts von S21 zu wissen ist der Normalzustand bei seinen Senf dazuzugeben (auch hier im Forum). Es hat keine Firma ein Interesse an einem Scheitern von S21 sondern im Gegenteil haben viele Firmen und sonstige Profiteure ein Interesse an S21 und somit wird/wurde dieses Projekt gegen alle Widerstände und Unzulänglichkeiten durchgesetzt.
Die CDU regierte 53 Jahre in BW und dann kannten/kennen sich alle nun mal sehr gut und das ganze geht sogar soweit das ein völlig unrealistische hoher Betrag in die S-Bahn geflossen ist, die nun nach und nach zerbröselt weil nichts investiert wird.
=> Ich habe 2 mal die Grünen hier in BW gewählt, es hat aber nichts genützt ...
Deutschland 2017: "Bevor ich loslege, würde ich gerne noch wissen, ob es für Sie in Ordnung ist, dass ich als weibliche Person hier sitze und auch Ihre Dolmetscherin weiblich ist."
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Re: Könnt ihr euch vorstellen, dass Unternehmen Politik beeinflussen?

Beitragvon H2O » Do 22. Mär 2018, 10:26

jack000 hat geschrieben:(22 Mar 2018, 01:32)
...

=> Ich habe 2 mal die Grünen hier in BW gewählt, es hat aber nichts genützt ...


Hartnäckig am Mann bleiben! :cool:

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