Wer versteht diese Stellenausschreibung

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Aldemarin
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Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon Aldemarin » Di 9. Jan 2018, 20:32

Vasbezngvxre / Ragjvpxyre / Cebtenzzvrere (z/j) - nyf arhre Xbyyrtr va qre Fbsgjnerragjvpxyhat trfhpug!


Ihre Aufgaben




Jve fvaq nhs qrz Jrt va rva arhrf Mrvgnygre! Qvr
Qvtvgnyvfvrehat fgrug ibe qre Ghre hafrere Xhaqra haq jve zbrpugra uvre
nyf Ovaqrtyvrq mjvfpura qre Xynffvx haq qre Zbqrear irefgnaqra jreqra.

Jve nyf VNI fhpura qnshre Xbyyrtra qvr Fbsgjner anpu zbqreara
Zrgubqra ragjvpxrya xbraara. Xbyyrtra qvr hz Rpxr qraxra xbraara.
Xbyyrtra qvr Nhstnora ybrfra, trear nhpu haxbairagvbaryy. Jve fhpura
shre hafre Grnz Xbyyrtra zvg qrz Zvaqfrg rvarf Unpxref. Xbyyrtra, qvr
m.O. rvar rvasnpur EBG13-Irefpuyrvrehat zvg rvarz Oyvpx rexraara. Ibe
nyyrz nore Xbyyrtra qvr rvarf fvaq: Arhtvrevt.

Hafrer Nhstnora haq Cebwrxgr refgerpxra fvpu iba qre
Najraqhatfragjvpxyhat zvggryf zbqryyonfvregre Fbsgjnerragjvpxyhat iba
Zbgbefgrhrehatra va Snuemrhtra hrore Gbbyxrggraragjvpxyhat shre
Uneqjnerfvzhyngvbafhztrohatra va P# .ARG ovf uva mh uneqjneranure
Cebtenzzvrehat va P / P++ shre Zvxebpbagebyyre.







Ihre Kompetenz




Anpujrvfyvpur Cebtenzzvreresnuehat va rvare Ubpufcenpur
Anpujrvfyvpu Resnuehat va qre Orahgmhat rvare Fxevcgfcenpur
Resnuehat va qre Cebwrxgneorvg zvg ntvyr Zrgubqra jvr Fpehz, Yrna haq Xnaona fvaq rva Cyhf
Thgr Qrhgfpu haq Ratyvfpuxraagavffr
Serhqr na qre Neorvg vz Grnz
Arhtvreqr

Nyf Ersreram xbraara trear tvguho ercbf b.Nr. natrtrora jreqra.




Quelle: https://www.iav.com/karriere/jobs/ludwi ... g#jobstart
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Re: Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon Tom Bombadil » Di 9. Jan 2018, 20:37

Ich :cool:

Das ist mit rot13 "verschlüsselt", total simpel.

Informatiker / Entwickler / Programmierer (m/w) - als neuer Kollege in der Softwareentwicklung gesucht!

Wir sind auf dem Weg in ein neues Zeitalter! Die
Digitalisierung steht vor der Tuer unserer Kunden und wir moechten hier
als Bindeglied zwischen der Klassik und der Moderne verstanden werden.

Wir als IAV suchen dafuer Kollegen die Software nach modernen
Methoden entwickeln koennen. Kollegen die um Ecke denken koennen.
Kollegen die Aufgaben loesen, gerne auch unkonventionell. Wir suchen
fuer unser Team Kollegen mit dem Mindset eines Hackers. Kollegen, die
z.B. eine einfache ROT13-Verschleierung mit einem Blick erkennen. Vor
allem aber Kollegen die eines sind: Neugierig.

Unsere Aufgaben und Projekte erstrecken sich von der
Anwendungsentwicklung mittels modellbasierter Softwareentwicklung von
Motorsteuerungen in Fahrzeugen ueber Toolkettenentwicklung fuer
Hardwaresimulationsumgebungen in C# .NET bis hin zu hardwarenaher
Programmierung in C / C++ fuer Mikrocontroller.

Nachweisliche Programmiererfahrung in einer Hochsprache
Nachweislich Erfahrung in der Benutzung einer Skriptsprache
Erfahrung in der Projektarbeit mit agile Methoden wie Scrum, Lean und Kanban sind ein Plus
Gute Deutsch und Englischkenntnisse
Freude an der Arbeit im Team
Neugierde

Als Referenz koennen gerne github repos o.Ae. angegeben werden.
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Re: Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon H2O » Di 9. Jan 2018, 22:37

Tja, um die Stelle hätte ich mich nicht bewerben können. :(
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Re: Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Di 9. Jan 2018, 22:56

H2O hat geschrieben:(09 Jan 2018, 22:37)

Tja, um die Stelle hätte ich mich nicht bewerben können. :(
du wärst eh ned glücklich geworden mit der stelle...- :)
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Re: Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 10. Jan 2018, 08:45

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Jan 2018, 20:37)

Wir sind auf dem Weg in ein neues Zeitalter! Die
Digitalisierung steht vor der Tuer unserer Kunden und wir moechten hier
als Bindeglied zwischen der Klassik und der Moderne verstanden werden.

Keine Umlaute und kein Komma. Ein Wunder, dass es nicht in Fraktur gesetzt ist.

Wahrscheinlich hat der auch falsche Vorstellungen, welches Pensum zu bewältigen ist in 20 Arbeitstagen und was ein Entwickler kosten soll. Kein Interesse.
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Re: Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 10. Jan 2018, 10:45

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(10 Jan 2018, 08:45)

Kein Interesse.

Wärst du qualifiziert, wüsstest du, dass sich Umlaute nicht mit rot13 kodieren lassen können :p
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Re: Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 10. Jan 2018, 10:49

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Jan 2018, 10:45)

Wärst du qualifiziert, wüsstest du, dass sich Umlaute nicht mit rot13 kodieren lassen können :p

Ist mir egal. Was die suchen, sollen sie woanders suchen. Wo man noch Fraktur druckt.
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Re: Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 10. Jan 2018, 17:49

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Jan 2018, 20:37)

Ich :cool:

Das ist mit rot13 "verschlüsselt", total simpel.

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Erstaunlich daß die C/C++ bereits als hardwarenah begreifen. "Damals" nahm man für hardwarenahe Programmierung Assembler. Das ist was für echte Hacker.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon H2O » Mi 10. Jan 2018, 19:25

Alter Stubentiger hat geschrieben:(10 Jan 2018, 17:49)

Erstaunlich daß die C/C++ bereits als hardwarenah begreifen. "Damals" nahm man für hardwarenahe Programmierung Assembler. Das ist was für echte Hacker.


So dicht an den Chips habe ich als 30-jähriger Entwickler noch mit Assembler programmiert. Dazu mußte man noch einen Bootstrap loader mit einer Binäreingabe anstarten. Als ich der Tätigkeitsstufe entwuchs, gab es schon C/C++-Compiler für viele der Bit-Slice-Prozessoren. Damit habe ich aber schon nichts mehr gearbeitet. Das Thema "hardware-nah mit C/C++" ist also mit Datum heute mindestens schon 45 Jahre alt!
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Re: Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 10. Jan 2018, 21:25

Alter Stubentiger hat geschrieben:(10 Jan 2018, 17:49)

Erstaunlich daß die C/C++ bereits als hardwarenah begreifen. "Damals" nahm man für hardwarenahe Programmierung Assembler. Das ist was für echte Hacker.

Ja, wenn du damit im microcontroller tatsächlich performanter bist und Entwicklungs- und Wartungskosten (Zeit) vom C-Kollegen schlägst, mach doch. Glaub ich aber nicht.
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Re: Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon Teeernte » Mi 10. Jan 2018, 23:49

Alter Stubentiger hat geschrieben:(10 Jan 2018, 17:49)
"Damals" nahm man für hardwarenahe Programmierung Assembler. Das ist was für echte Hacker.


:thumbup:

schnell und kurz....
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 11. Jan 2018, 14:38

Teeernte hat geschrieben:(10 Jan 2018, 23:49)

:thumbup:

schnell und kurz....


Xor A statt Ld A,0. Und wieder ein Byte gespart. Ist aber wirklich nur was für die Fans aus alter Zeit.
Aber immerhin weiß ich wie ein Computer auf unterster Ebene funktioniert. Welcher Smartphone-Junkie von heute weiß schon wie primitiv alles auf Maschinenebene abläuft?
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Re: Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon H2O » Do 11. Jan 2018, 17:28

Alter Stubentiger hat geschrieben:(11 Jan 2018, 14:38)

Xor A statt Ld A,0. Und wieder ein Byte gespart. Ist aber wirklich nur was für die Fans aus alter Zeit.
Aber immerhin weiß ich wie ein Computer auf unterster Ebene funktioniert. Welcher Smartphone-Junkie von heute weiß schon wie primitiv alles auf Maschinenebene abläuft?


Aus der verschütteten Erinnerung heraus geklaubt: Ist nicht gesagt, daß der C-Compiler am Ende einen optimalen Befehlssatz für die CPU erzeugt. Aber die Leute damals gaben sich ziemlich viel Mühe damit. Und die Produktivität eines Programmentwicklers gewann natürlich um eine oder mehr Größenordnungen.

Heute habe ich den Eindruck, daß man sehr weit weg von einer HW programmiert, und daß zwischen HW und dem Programmierer mindestens zwei oder drei ziemlich undurchsichtige Schalen liegen, deren Bedienung arg gewöhnungsbedürftig ist. Zwischen dem guten alten Turbo-Pascal und Anjuta liegen wirklich Welten! Ich habe das eigenständige Programmieren irgendwann aufgegeben, weil ich gar nicht wußte, was mir an Programmen fehlt, die nicht schon längst von dritter Seite verfügbar waren... und alle deutlich geschickter programmiert als ich das jetzt könnte! :(

Man müßte noch 'mal 20 sein! Aber gern auch 60... :D
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Re: Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon Teeernte » Do 11. Jan 2018, 19:00

H2O hat geschrieben:(11 Jan 2018, 17:28)

Aus der verschütteten Erinnerung heraus geklaubt: Ist nicht gesagt, daß der C-Compiler am Ende einen optimalen Befehlssatz für die CPU erzeugt. Aber die Leute damals gaben sich ziemlich viel Mühe damit. Und die Produktivität eines Programmentwicklers gewann natürlich um eine oder mehr Größenordnungen.

Heute habe ich den Eindruck, daß man sehr weit weg von einer HW programmiert, und daß zwischen HW und dem Programmierer mindestens zwei oder drei ziemlich undurchsichtige Schalen liegen, deren Bedienung arg gewöhnungsbedürftig ist. Zwischen dem guten alten Turbo-Pascal und Anjuta liegen wirklich Welten! Ich habe das eigenständige Programmieren irgendwann aufgegeben, weil ich gar nicht wußte, was mir an Programmen fehlt, die nicht schon längst von dritter Seite verfügbar waren... und alle deutlich geschickter programmiert als ich das jetzt könnte! :(

Man müßte noch 'mal 20 sein! Aber gern auch 60... :D


PTS-DOS ist ein MS-DOS-Nachbau aus Russland. Fast das ganze Betriebssystem ist in Assembler geschrieben und deswegen sehr kompakt und relativ schnell....war ursprünglich von dem 1991 gegründeten Unternehmen PhysTechSoft für das Militär und mit Unterstützung durch das Russische Verteidigungsministerium entwickelt worden.

Als die erste PTS-DOS Version erschien war MS-DOS 6.22 das gängige Betriebssystem auf den meisten Heimrechnern, damals ausgeliefert auf 4 Disketten. Als Oberfläche und Dateimanager diente zudem häufig zusätzlich der Norton Commander, ausgeliefert auf 2 Disketten,( bevor Windows später breite Verbreitung fand und DOS-Oberflächen verdrängte.)

Als das sehr schlanke PTS-DOS erschien, hatte man sowohl ein vollwertiges DOS wie auch einen Dateimanager, der dem Norton Commander gleichwertig war, auf nur einer Diskette. Das rein in Assembler geschriebene PTS-DOS war dabei sowohl schneller als auch sparsamer mit dem Speicher, war von Haus aus netzwerkfähig und bot erweiterte Funktionen, bei weitgehender Kompatibilität zu MS-DOS.


nun ja - es hilft immer noch zum Verständnis beim "einstellen" der Technik...wenn die gui nicht anspringt...
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Re: Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon Tom Bombadil » Do 11. Jan 2018, 19:46

H2O hat geschrieben:(11 Jan 2018, 17:28)

Heute habe ich den Eindruck, daß man sehr weit weg von einer HW programmiert, und daß zwischen HW und dem Programmierer mindestens zwei oder drei ziemlich undurchsichtige Schalen liegen, deren Bedienung arg gewöhnungsbedürftig ist.

Diese Schalen nennt man API, die nehmen dem Programmierer viel Arbeit ab und dienen auch der Sicherheit.
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Re: Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon H2O » Do 11. Jan 2018, 19:58

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Jan 2018, 19:46)

Diese Schalen nennt man API, die nehmen dem Programmierer viel Arbeit ab und dienen auch der Sicherheit.


An diese APIs erinnere ich mich noch verschwommen; da gab es erregte Diskussionen, welche API denn nun in unseren Systemen ein zu setzen wäre. API war so etwas wie Application Programmers' Interface.
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Re: Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 12. Jan 2018, 09:07

H2O hat geschrieben:(11 Jan 2018, 17:28)

Aus der verschütteten Erinnerung heraus geklaubt: Ist nicht gesagt, daß der C-Compiler am Ende einen optimalen Befehlssatz für die CPU erzeugt. Aber die Leute damals gaben sich ziemlich viel Mühe damit. Und die Produktivität eines Programmentwicklers gewann natürlich um eine oder mehr Größenordnungen.


Das kommt ein wenig auf die Prozessorarchitektur an. Gegen die Entwicklung auf dieser Ebene sprechen zwei Punkte
1) Du kannst in einer Hochsprache wesentlich schneller Logik formulieren. Das Finden eines hinreichend schnellen (nicht des immer schnellsten) Codepfades für die konkrete Architektur überlässt du den Compiler-Entwicklern, die immer neue Optimierungsschritte finden.

2) Du kannst das Hochsprachenprogramm leicht ("ohne Aufwand") auf ähnliche Architekturen bringen und mit wenig bis mittlerem Aufwand auf komplett neue Architekturen. Für einen neueren Prozessor als Target verwendet ein Compiler, der das kann, andere Codepfade - neue Befehle, oder Befehlsreihen, die durch Optimierungen am Prozessor und am Bus jetzt schneller sind als die, die man auf der alten Plattform verwendete. Du kannst Code also wiederverwenden, sowohl auf der nächsten Generation des alten Mists als auch auf bisher komplett unbekannten Plattformen. Entwickelst du direkt Assembler, dann ist das genau nur dafür gut.

Inzwischen gibt es 3) eine neue Entwicklung

Heute habe ich den Eindruck, daß man sehr weit weg von einer HW programmiert, und daß zwischen HW und dem Programmierer mindestens zwei oder drei ziemlich undurchsichtige Schalen liegen, deren Bedienung arg gewöhnungsbedürftig ist. Zwischen dem guten alten Turbo-Pascal und Anjuta liegen wirklich Welten!

In der Tat wird sehr viel Programmcode in noch abstrakteren Sprachen geschrieben. In C und großteils C++ hast du noch konkret über hardwarenahe Fragen nachgedacht, über Speicheradressierung, in x86 über Segmentierung. Wo es nötig und sinnvoll ist - oder wo alte Programme fortentwickelt werden - ist das immer noch üblich. Aber viele Endanwendungen sind weit davon weg. Sie laufen in virtuellen Umgebungen und werden ausgeführt als Bytecode dieser virtuellen Umgebungen, etwa Python, Java, Microsoft Intermediate Language,... In diesen Sprachen ist die konkrete Architektur und Leistungsfähigkeit des zugrundeliegenden Systems komplett abstrahiert. Meist werden die Programme erst bei oder unmittelbar vor Ausführung aus menschenlesbaren Codedateien in diesen Bytecode verwandelt (der wird aber oft behalten zur schnellen Wiederverwendung). Diese Sprache erlauben auch nur sehr begrenzt eine statische Analyse, die vorzeitige Optimierung mit breitem Kontext erlaubt. Das stört in der Praxis nicht.

Bei der Entwicklung von Programmen ist hinreichend schnell meist ausreichend, schnellstmöglich ist oft nebensächlich.
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Re: Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon H2O » Fr 12. Jan 2018, 10:55

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(12 Jan 2018, 09:07)
...
Bei der Entwicklung von Programmen ist hinreichend schnell meist ausreichend, schnellstmöglich ist oft nebensächlich.


Ja, das ist auch mein Verständnis der neuen Welt.

Früher war das so, daß die Rechner-HW Strom und Steckplatz fraß und teuer war. Damals war die Optimierung auf Geschwindigkeit und damit viel Leistungsfähigkeit noch eine wichtige Forderung. Das ist aber inzwischen fast 45 Jahre her.
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Re: Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 12. Jan 2018, 11:11

Früher war Rechenzeit ein extrem knappes Gut, heutzutage ist das kaum noch ein Problem, höchstens bei richtig anspruchsvollen Simulationen und Berechnungen.
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Re: Wer versteht diese Stellenausschreibung

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 12. Jan 2018, 11:57

H2O hat geschrieben:(12 Jan 2018, 10:55)

Ja, das ist auch mein Verständnis der neuen Welt.

Früher war das so, daß die Rechner-HW Strom und Steckplatz fraß und teuer war. Damals war die Optimierung auf Geschwindigkeit und damit viel Leistungsfähigkeit noch eine wichtige Forderung. Das ist aber inzwischen fast 45 Jahre her.

Je nach Anwendungsfall kommt es in bestimmten Programmteilen immer noch auf kleinteilige Optimierung an. Aber nicht mehr bei der Software insgesamt. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wenn man einen Intel 80286 oder einen Motorola 68000 neben das stellt, was heutzutage in Telefonen, Tablets und Billigscomputern steckt.
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