Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

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Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon Watchful_Eye » Sa 23. Dez 2017, 23:24

Im Rahmen von Weihnachten und Neujahr entdecken ja viele Menschen ihre moralische/spendable Seite, und so gibt es offenbar eine Organisation unter dem Dach der Giordano Bruno-Stiftung, die sich explizit für atheistische Flüchtlinge, die "vor Religion fliehen", einsetzt: https://atheist-refugees.com/

Was haltet ihr von der Idee? Einerseits sollte zwar Menschen unabhängig ihrer Religion geholfen werden, andererseits kann man faktisch nicht jedem helfen und wenn man schon Geld investiert, sollte man sich ja auch eigentlich aussuchen dürfen, wem man hilft. Auch glaube ich, dass eine spezielle Stärkung atheistischer Werte für die Welt und insbesondere der arabischen Region, dessen Fluchtursachen oft zum Teil auch mit religiösem Fanatismus in Verbindung stehen, sinnvoll sein kann.

Ich möchte euch daher nun einerseits auf die Möglichkeit der Spende aufmerksam machen, und andererseits darüber diskutieren, ob euch die Idee zusagt oder ob ihr sie im Anbetracht des einseitigen Fokus eher geschmacklos findet. Und falls euch dieser Ansatz gefällt - spendet am besten zusätzlich dafür, nicht auf Kosten von etwas anderem. ;)
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Re: Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon Ein Terraner » Sa 23. Dez 2017, 23:27

Spenden gehen doch immer in eine spezielle Richtung, was wäre daran neu ?
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Re: Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon Watchful_Eye » Sa 23. Dez 2017, 23:30

Das ist schon richtig, aber es geht bei Flüchtlingen eben potentiell "um Leben und Tod", und wenn man da explizit Atheisten hilft, kann evtl. der Eindruck entstehen, man spiele sich hier zum Richter auf.

Mir ist diese Organisation aber auch durchaus sympathisch. :) Ich möchte daher ein bisschen werben, aber eben gleichzeitig auch kritisch darüber reflektieren.
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Re: Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon Ein Terraner » Sa 23. Dez 2017, 23:37

Naja, wenn man jetzt für z.b. Aids Kranke spendet kann potentiell der Eindruck entstehen das einem die anderen Kranken egal sind und man sich zum Richter aufschwingt.

Ich weis nicht, irgendwie ist das nicht zielführend.
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Re: Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon Progressiver » So 24. Dez 2017, 00:15

Ich halte die Aktion für sinnvoll. Ich bin aber selbst finanziell zu schwach aufgestellt, als dass ich spenden könnte. Atheisten haben auf der Welt keine Lobby, wenn man sich insbesondere die islamischen Länder ansieht. Viele Atheisten werden einfach gelyncht, wenn sie sich outen. Oder aber sie kriegen schlimme Probleme wie beispielsweise in der Türkei. Die Mitglieder der dortigen Atheistenorganisation müssen sich verstecken. Wenn man sich um Atheisten kümmern kann, dann bewirkt dies auch, dass sie als solche überhaupt von der deutschen Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Muslime, Christen und Angehörige anderer Religionen sind auf der Seite der Opfer zu finden, wenn es zu Konflikten kommt. Dies gilt aber in der Regel auch für die Täterseite. Atheisten dagegen sind in anderen Ländern viel zu schlecht organisiert, um sich alleine zu wehren.
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Re: Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon think twice » So 24. Dez 2017, 00:42

Watchful_Eye hat geschrieben:(23 Dec 2017, 23:24)


Was haltet ihr von der Idee? Einerseits sollte zwar Menschen unabhängig ihrer Religion geholfen werden, andererseits kann man faktisch nicht jedem helfen und wenn man schon Geld investiert, sollte man sich ja auch eigentlich aussuchen dürfen, wem man hilft. Auch glaube ich, dass eine spezielle Stärkung atheistischer Werte für die Welt und insbesondere der arabischen Region, dessen Fluchtursachen oft zum Teil auch mit religiösem Fanatismus in Verbindung stehen, sinnvoll sein kann.

Ich möchte euch daher nun einerseits auf die Möglichkeit der Spende aufmerksam machen, und andererseits darüber diskutieren, ob euch die Idee zusagt oder ob ihr sie im Anbetracht des einseitigen Fokus eher geschmacklos findet. Und falls euch dieser Ansatz gefällt - spendet am besten zusätzlich dafür, nicht auf Kosten von etwas anderem. ;)

Geschmackloser geht es nicht mehr. Natürlich kann man nicht für alle guten Zwecke spendenund sollte sein Geld denen zukommen lassen, von denen man annimmt, dass sie Unterstützung besonders nötig haben oder weil meine Symphatie einer bestimmten Gruppe oder einem bestimmten Anliegen gilt.
Aber innerhalb der Gruppe "Flüchtlinge" zu unterscheiden nach Religion oder Herkunft oder danach, wer der eigenen Meinung nach am besten nach Deutschland passt, ist eine aeusserst zynische Selektierung.
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Re: Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon Ein Terraner » So 24. Dez 2017, 00:48

think twice hat geschrieben:(24 Dec 2017, 00:42)

Aber innerhalb der Gruppe "Flüchtlinge" zu unterscheiden nach Religion oder Herkunft oder danach, wer der eigenen Meinung nach am besten nach Deutschland passt, ist eine aeusserst zynische Selektierung.


Ist es auch eine zynische Selektierung wenn man beim spenden nach Krankheit unterscheidet?
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Re: Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon think twice » So 24. Dez 2017, 01:09

Ein Terraner hat geschrieben:(24 Dec 2017, 00:48)

Ist es auch eine zynische Selektierung wenn man beim spenden nach Krankheit unterscheidet?

Nein. Man kann z.B. durchaus ausschliesslich fuer Aids-Kranke spenden. Es wäre allerdings dann zynisch, wenn man sagt, man spendet nur für atheistische Aids-Kranke, weil deren Ueberleben für Deutschland besonders wertvoll ist.
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Re: Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon Adam Smith » So 24. Dez 2017, 01:27

Spenden an den IS wäre z.B. kriminell, weil der alle Schwulen und Schiiten umbringen möchte.
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Re: Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon unity in diversity » So 24. Dez 2017, 01:28

think twice hat geschrieben:(24 Dec 2017, 01:09)

Nein. Man kann z.B. durchaus ausschliesslich fuer Aids-Kranke spenden. Es wäre allerdings dann zynisch, wenn man sagt, man spendet nur für atheistische Aids-Kranke, weil deren Ueberleben für Deutschland besonders wertvoll ist.

Keiner, oder der falschen Religion anzugehören, kann ein ernster Fluchtgrund sein.
Weil sich die religiöse Mehrheit gern als Richter aufspielt.
Das wäre für mich ein Grund, gegen die Lemminge, kritischen Geistern zu helfen.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
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Re: Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon Julian » So 24. Dez 2017, 01:38

think twice hat geschrieben:(24 Dec 2017, 00:42)

Geschmackloser geht es nicht mehr. Natürlich kann man nicht für alle guten Zwecke spendenund sollte sein Geld denen zukommen lassen, von denen man annimmt, dass sie Unterstützung besonders nötig haben oder weil meine Symphatie einer bestimmten Gruppe oder einem bestimmten Anliegen gilt.
Aber innerhalb der Gruppe "Flüchtlinge" zu unterscheiden nach Religion oder Herkunft oder danach, wer der eigenen Meinung nach am besten nach Deutschland passt, ist eine aeusserst zynische Selektierung.


Aber es ist doch zu begrüßen, wenn Menschen das Gefängnis ihrer Religion ablegen! Und genau diese Menschen sind besonders gefährdet und verfolgt, seien es nun Ex-Muslime oder Ex-Jesiden. Deswegen verdienen sie unsere besondere Fürsorge. Natürlich spielen solche ideologischen Einstellungen auch eine Rolle bei der Wertung von Personen - wer findet denn schon einen IS-Anhänger sympathisch und schützenswert im Sinne unseres Asylrechtes?
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Re: Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon think twice » So 24. Dez 2017, 02:00

Julian hat geschrieben:(24 Dec 2017, 01:38)

Aber es ist doch zu begrüßen, wenn Menschen das Gefängnis ihrer Religion ablegen! Und genau diese Menschen sind besonders gefährdet und verfolgt, seien es nun Ex-Muslime oder Ex-Jesiden. Deswegen verdienen sie unsere besondere Fürsorge. Natürlich spielen solche ideologischen Einstellungen auch eine Rolle bei der Wertung von Personen - wer findet denn schon einen IS-Anhänger sympathisch und schützenswert im Sinne unseres Asylrechtes?

Dann könnte ihr als Befürworter der Obergrenze schon mal darüber nachdenken, ob ihr im dann notwendigen Selektierungsfall lieber einen unbescholtenen Muslimen oder einen kriminellen Atheisten schützen wollt (beide Varianten soll es ja geben).

Im Übrigen schützt unser Asylrecht schon heute Atheisten genauso, wenn sie verfolgt werden wie Christen oder Schiiten.
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Re: Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon Adam Smith » So 24. Dez 2017, 02:04

think twice hat geschrieben:(24 Dec 2017, 02:00)

Dann könnte ihr als Befürworter der Obergrenze schon mal darüber nachdenken, ob ihr im dann notwendigen Selektierungsfall lieber einen unbescholtenen Muslimen oder einen kriminellen Atheisten schützen wollt (beide Varianten soll es ja geben).

Im Übrigen schützt unser Asylrecht schon heute Atheisten genauso, wenn sie verfolgt werden wie Christen oder Schiiten.

Die Flüchten ja weil sie von Religiösen verfolgt werden.
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Re: Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon unity in diversity » So 24. Dez 2017, 02:50

think twice hat geschrieben:(24 Dec 2017, 02:00)

Dann könnte ihr als Befürworter der Obergrenze schon mal darüber nachdenken, ob ihr im dann notwendigen Selektierungsfall lieber einen unbescholtenen Muslimen oder einen kriminellen Atheisten schützen wollt (beide Varianten soll es ja geben).

Im Übrigen schützt unser Asylrecht schon heute Atheisten genauso, wenn sie verfolgt werden wie Christen oder Schiiten.

Du selber hast dich richtig entschieden, jemandem zu helfen, der keine Lust hatte, sich von einem korrupten Regime in den Kampf gegen ein anderes korruptes Regime jagen zu lassen.
Aus Sicht seiner geistlichen Oberhäupter, ist er ein Krimineller.
Und wahrscheinlich ein gemäßigter Muslim, was von den religiösen Eiferern auch als bedenklich eingeordnet wird.
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Re: Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon Quatschki » So 24. Dez 2017, 09:04

think twice hat geschrieben:(24 Dec 2017, 00:42)
Aber innerhalb der Gruppe "Flüchtlinge" zu unterscheiden nach Religion oder Herkunft oder danach, wer der eigenen Meinung nach am besten nach Deutschland passt, ist eine aeusserst zynische Selektierung.

Man unterscheidet nach Fluchtgrund. Mehr nicht.
Du kannst natürlich auch einem fliehenden Mengele oder Gaddafi Unterschlupf gewähren oder eben fundamentalistischen Hetzern aus Nahost, die vor dem Sturm fliehen, den sie selbst beschworen haben,
Das würde dich ehren vor wem auch immer,
Aber der vernünftige Teil der Menschheit würde an deinem Verstand zweifeln, sofern er dich nicht der Komplizenschaft und Strafvereitelung bezichtigt.
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Re: Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon think twice » So 24. Dez 2017, 09:13

unity in diversity hat geschrieben:(24 Dec 2017, 02:50)

Du selber hast dich richtig entschieden, jemandem zu helfen, der keine Lust hatte, sich von einem korrupten Regime in den Kampf gegen ein anderes korruptes Regime jagen zu lassen.
Aus Sicht seiner geistlichen Oberhäupter, ist er ein Krimineller.
Und wahrscheinlich ein gemäßigter Muslim, was von den religiösen Eiferern auch als bedenklich eingeordnet wird.

Ein korruptes Militär nun auch noch dem Islam zuzuordnen, ist Quatsch. Indien, Russland, Brasilien, Kolumbien, Honduras und China haben z.B. auch hochkorrupte Militärs. Es ist immer die politische Führung, die sowas zulässt oder sogar unterstützt.
Und Deserteure werden weltweit kriminalisiert, unabhängig von ihrer Religion. Einzig die zu erwartenden Strafen sind unterschiedlich.
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Re: Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon think twice » So 24. Dez 2017, 09:18

Quatschki hat geschrieben:(24 Dec 2017, 09:04)

Man unterscheidet nach Fluchtgrund. Mehr nicht.
Du kannst natürlich auch einem fliehenden Mengele oder Gaddafi Unterschlupf gewähren oder eben fundamentalistischen Hetzern aus Nahost, die vor dem Sturm fliehen, den sie selbst beschworen haben,
Das würde dich ehren vor wem auch immer,
Aber der vernünftige Teil der Menschheit würde an deinem Verstand zweifeln, sofern er dich nicht der Komplizenschaft und Strafvereitelung bezichtigt.

Junge, was geht mir euer Bloedgequatsche auf den Zeiger. Was hat ein Mengele damit zu tun, wenn ich sage, innerhalb einer Gruppe von Verfolgten aus religiösen Gründen ist es zynisch, sich die rauszupicken, die am besten nach Deutschland passen?
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Re: Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon Billie Holiday » So 24. Dez 2017, 09:39

Wem ich mein Geld spende, geht niemanden was an. Vor allem muß ich mich nicht rechtfertigen, wenn ich mit meinen Kröten verfolgte Atheisten unterstütze.
Warum sollte man sich denn nicht diejenigen rauspicken, die einem sympathisch sind und die der eigenen Meinung nach am besten nach Deutschland passen? Wie doof muß man sein, um mit seinem privaten Geld Menschen zu unterstützen, die der eigenen Meinung nach NICHT nach Deutschland passen? Das kann ja der Staat tun, der Privatmensch darf mit seinem Spendengeld rauspicken.
Mich interessiert auch mehr die Krebshilfe oder MS-Hilfe als die HIV-Hilfe. Meine private Spende geht also zur Krebshilfe.
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Re: Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon Misterfritz » So 24. Dez 2017, 09:45

think twice hat geschrieben:(24 Dec 2017, 09:18)Junge, was geht mir euer Bloedgequatsche auf den Zeiger.
Clown gefrühstückt, schon geistige Getränke intus oder warum tickst Du aus?
think twice hat geschrieben:(24 Dec 2017, 09:18)Was hat ein Mengele damit zu tun, wenn ich sage, innerhalb einer Gruppe von Verfolgten aus religiösen Gründen ist es zynisch, sich die rauszupicken, die am besten nach Deutschland passen?
Wenn ich für atheistische Flüchtlinge spende, suche ich keine Flüchtlinge aus, die am besten zu Deutschland passen. Diese Flüchtlinge SIND SCHON Flüchtlinge, wahrscheinlich eh' schon hier - und werden hier in den Flüchtlingsheimen genauso von ihren muslimischen Mitflüchtlingen im besten Fall "nur" gemobbt, wenn sie sich zu erkennen geben.
Genauso, wie alleinstehende Frauen in Flüchtlingsheimen vergewaltigt werden, weil diese Flüchtlinge nicht an der Grenze ihre Einstellung zu Frauen als minderwertig abgeben, verdienen atheistische Flüchtlinge besonderen Schutz - in ihren Fall vor ihren muslimischen Mitflüchtlingen. Dafür braucht es wahrscheinlich extra Geld....
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Re: Atheist Refugee Relief - sinnvoll oder anmaßend?

Beitragvon Billie Holiday » So 24. Dez 2017, 09:55

Misterfritz hat geschrieben:(24 Dec 2017, 09:45)

Clown gefrühstückt, schon geistige Getränke intus oder warum tickst Du aus?
Wenn ich für atheistische Flüchtlinge spende, suche ich keine Flüchtlinge aus, die am besten zu Deutschland passen. Diese Flüchtlinge SIND SCHON Flüchtlinge, wahrscheinlich eh' schon hier - und werden hier in den Flüchtlingsheimen genauso von ihren muslimischen Mitflüchtlingen im besten Fall "nur" gemobbt, wenn sie sich zu erkennen geben.
Genauso, wie alleinstehende Frauen in Flüchtlingsheimen vergewaltigt werden, weil diese Flüchtlinge nicht an der Grenze ihre Einstellung zu Frauen als minderwertig abgeben, verdienen atheistische Flüchtlinge besonderen Schutz - in ihren Fall vor ihren muslimischen Mitflüchtlingen. Dafür braucht es wahrscheinlich extra Geld....


Wer Frauen im kurzen Kleid als Vamp, und damit indirekt als Hure bezeichnet, steckt zu tief in seiner Ideologie, um noch erreichbar zu sein. Pierre hätte seine helle Freude mit ihr.
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