Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

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Selina
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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon Selina » Mi 28. Jun 2017, 14:01

Billie Holiday hat geschrieben:(28 Jun 2017, 14:48)

Ganz simpel, einige Länder mag man, andere nicht. Persönliche Erfahrungen und daraus resultierende Zuneigung oder Abneigung muß erlaubt sein. Ist irgendwie menschlich.
Du mußt nicht überall eine Abwertung wittern.
Viele haben auch Lieblingsmusik, Lieblingsschriftsteller etc etc ohne anderes abzuwerten.


Damit lieferst du die Antwort selbst, warum die Fragestellung schon schief ist: In den jeweiligen Ländern gibt es sehr viele "Lieblingsmusiken", "Lieblingsschriftsteller" und so weiter. Ein ganzes Land ist viel zu komplex, steckt voller Widersprüche, voller Reize, Schönheiten, aber auch Erscheinungen, die den einzelnen stören mögen. Das ist ok. Dann sagt man halt, ich finde den oder den Politiker dieses oder jenes Landes mies. Oder: Ich finde die Architektur der Stadt X des Landes Y sehr interessant. Oder: Mir schmeckt das Brot aus Stadt Z im Land A nicht, dafür aber die Fladen aus Stadt B in Land C... Aber ganze Länder zu "Lieblingsländern" oder gar "unbeliebten Ländern" zu erklären, das ist schon sehr grenzwertig oder, wie schoko sagt, infantil.
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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon Liegestuhl » Mi 28. Jun 2017, 14:03

Selina hat geschrieben:(28 Jun 2017, 15:01)
Ein ganzes Land ist viel zu komplex, steckt voller Widersprüche, voller Reize, Schönheiten, aber auch Erscheinungen, die den einzelnen stören mögen.


Daher ist das Bild, das wir von einem Land im Kopf haben, ein Konstrukt. Meine Vorstellung von Frankreich wird eine andere sein als deine.
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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon Skull » Mi 28. Jun 2017, 14:05

Lustig...

Der Thread nennt sich PERSÖNLICHE Lieblingsländer.

Was gibt es da tiefsinnig zu (wider) streiten ?

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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon Keoma » Mi 28. Jun 2017, 14:07

Selina hat geschrieben:(28 Jun 2017, 15:01)

Damit lieferst du die Antwort selbst, warum die Fragestellung schon schief ist: In den jeweiligen Ländern gibt es sehr viele "Lieblingsmusiken", "Lieblingsschriftsteller" und so weiter. Ein ganzes Land ist viel zu komplex, steckt voller Widersprüche, voller Reize, Schönheiten, aber auch Erscheinungen, die den einzelnen stören mögen. Das ist ok. Dann sagt man halt, ich finde den oder den Politiker dieses oder jenes Landes mies. Oder: Ich finde die Architektur der Stadt X des Landes Y sehr interessant. Oder: Mir schmeckt das Brot aus Stadt Z im Land A nicht, dafür aber die Fladen aus Stadt B in Land C... Aber ganze Länder zu "Lieblingsländern" oder gar "unbeliebten Ländern" zu erklären, das ist schon sehr grenzwertig oder, wie schoko sagt, infantil.


Eine Lieblingsmusik oder Lieblingsessen zu haben, ist irgendwie rechts.
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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon Billie Holiday » Mi 28. Jun 2017, 14:07

Selina hat geschrieben:(28 Jun 2017, 15:01)

Damit lieferst du die Antwort selbst, warum die Fragestellung schon schief ist: In den jeweiligen Ländern gibt es sehr viele "Lieblingsmusiken", "Lieblingsschriftsteller" und so weiter. Ein ganzes Land ist viel zu komplex, steckt voller Widersprüche, voller Reize, Schönheiten, aber auch Erscheinungen, die den einzelnen stören mögen. Das ist ok. Dann sagt man halt, ich finde den oder den Politiker dieses oder jenes Landes mies. Oder: Ich finde die Architektur der Stadt X des Landes Y sehr interessant. Oder: Mir schmeckt das Brot aus Stadt Z im Land A nicht, dafür aber die Fladen aus Stadt B in Land C... Aber ganze Länder zu "Lieblingsländern" oder gar "unbeliebten Ländern" zu erklären, das ist schon sehr grenzwertig oder, wie schoko sagt, infantil.


Eine ganze Menge Menschen sind halt nicht solche Korinthenkacker und bezeichnen Länder, in denen sie sich nicht wohl gefühlt haben schlicht als unbeliebtes Land.
Bzw. bezeichnen Länder, in denen sie sich besonders wohlgefühlt haben, als ihre Lieblingsländer . Die, die sie gern wieder bereisen.

Man muß nicht so überkandidelt sein und so maßlos übertreiben, diese simple Kategorisierung gleich als infantil zu bezeichnen.
Bleib mal auf dem Teppich und mach dir nicht gleich ins Hemd, weil jemand nicht alle Länder gleich lieb hat. : :rolleyes:
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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon Selina » Mi 28. Jun 2017, 14:08

Liegestuhl hat geschrieben:(28 Jun 2017, 15:03)

Daher ist das Bild, das wir von einem Land im Kopf haben, ein Konstrukt. Meine Vorstellung von Frankreich wird eine andere sein als deine.


Unter Garantie :D Und meine Vorstellung von Russland ist eine andere als deine. Da hat wohl jeder so seine Vorstellungen. Trotzdem würde ich niemals von "Lieblingsländern" und "unbeliebten Ländern" reden. Weils einfach Unfug ist. Und auch ein klein wenig überheblich. Auch das Wörtchen "persönliche" machts nicht besser.
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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon Billie Holiday » Mi 28. Jun 2017, 14:09

Keoma hat geschrieben:(28 Jun 2017, 15:07)

Eine Lieblingsmusik oder Lieblingsessen zu haben, ist irgendwie rechts.


Offenbar

also bitte deine Zuneigung gerecht an alle verteilen. :)
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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon Selina » Mi 28. Jun 2017, 14:11

Keoma hat geschrieben:(28 Jun 2017, 15:07)

Eine Lieblingsmusik oder Lieblingsessen zu haben, ist irgendwie rechts.


Nein, natürlich nicht. Aber bei "unbeliebten Ländern" bin ich mir da nicht so sicher :D
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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon Keoma » Mi 28. Jun 2017, 14:17

Selina hat geschrieben:(28 Jun 2017, 15:11)

Nein, natürlich nicht. Aber bei "unbeliebten Ländern" bin ich mir da nicht so sicher :D


Ein Lieblingsessen darf ich haben, aber kein Lieblingsland?
Weil sich dann ein anderes Land vielleicht benachteiligt fühlt?
Überhaupt, wenn ich ein Land nicht mag, ist das schon irgendwie rechts, nicht?
Linke mögen bekanntlich alle Länder gleich viel.
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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon Billie Holiday » Mi 28. Jun 2017, 14:21

Ich habe mich damals in Tunesien erlesen unwohl gefühlt. Es ist nicht mein Lieblingsland. Und nun? Komm ich in die Hölle, oder was?
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon Billie Holiday » Mi 28. Jun 2017, 14:23

Keoma hat geschrieben:(28 Jun 2017, 15:17)

Ein Lieblingsessen darf ich haben, aber kein Lieblingsland?
Weil sich dann ein anderes Land vielleicht benachteiligt fühlt?
Überhaupt, wenn ich ein Land nicht mag, ist das schon irgendwie rechts, nicht?
Linke mögen bekanntlich alle Länder gleich viel.


Die USA darfst du hassen. :cool:
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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon Keoma » Mi 28. Jun 2017, 14:24

Billie Holiday hat geschrieben:(28 Jun 2017, 15:23)

Die USA darfst du hassen. :cool:

Israel auch.
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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon Skull » Mi 28. Jun 2017, 14:29

Billie Holiday hat geschrieben:(28 Jun 2017, 15:21)

Ich habe mich damals in Tunesien erlesen unwohl gefühlt. Es ist nicht mein Lieblingsland.

Das kann ich für mich...für Marokko bestätigen.

Keoma hat geschrieben:(28 Jun 2017, 15:24)

Israel auch.

Israel habe ich übrigens sehr, sehr positiv in der Erinnerung. :)

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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon unity in diversity » Mi 28. Jun 2017, 14:32

@Selina
Ich formuliere es mal so:
Manche Länder besucht man nur einmal.
Es gibt aber Länder, in die man mehrmals eingereist ist.
So besser?
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Den Falschen und den Unsrigen."
(Aus den USA)
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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon Skull » Mi 28. Jun 2017, 14:36

unity in diversity hat geschrieben:(28 Jun 2017, 15:32)

@Selina
Ich formuliere es mal so:
Manche Länder besucht man nur einmal.
Es gibt aber Länder, in die man mehrmals eingereist ist.
So besser?

ko......rrekt. :thumbup:

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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon Selina » Mi 28. Jun 2017, 14:38

unity in diversity hat geschrieben:(28 Jun 2017, 15:32)

@Selina
Ich formuliere es mal so:
Manche Länder besucht man nur einmal.
Es gibt aber Länder, in die man mehrmals eingereist ist.
So besser?


Kannst du gerne so machen. Ich finde es einfach nur seltsam oder unnötig zu erklären, warum man "Lieblingsländer" oder "unbeliebte Länder" hat. Und dann vielleicht noch ne Art Ranking zu veranstalten. Die Gründe hab ich oben genannt.
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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon Billie Holiday » Mi 28. Jun 2017, 14:44

Mein Lieblingsland ist Deutschland, hier bin ich geboren, aufgewachsen, habe meine Familie und mein soziales Umfeld, meine Arbeit.... hier bleib ich. :cool: :thumbup: :)

Benötigt jemand Riechsalz? :)
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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 28. Jun 2017, 14:51

Billie Holiday hat geschrieben:(28 Jun 2017, 14:48)

Ganz simpel, einige Länder mag man, andere nicht. Persönliche Erfahrungen und daraus resultierende Zuneigung oder Abneigung muß erlaubt sein. Ist irgendwie menschlich.
Du mußt nicht überall eine Abwertung wittern.
Viele haben auch Lieblingsmusik, Lieblingsschriftsteller etc etc ohne anderes abzuwerten.


Das kann man aber nur beurteilen, wenn man dort war. Genauso wie man nur beurteilen kann ob jemanden Musik nicht gefällt, wenn man sie auch gehört hat.
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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon Keoma » Mi 28. Jun 2017, 14:52

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(28 Jun 2017, 15:51)

Das kann man aber nur beurteilen, wenn man dort war. Genauso wie man nur beurteilen kann ob jemanden Musik nicht gefällt, wenn man sie auch gehört hat.


Wenn ich mir manche Beiträge so anschaue, gründen sich die Aversionen gegen Länder nicht auf persönliche Besuche.
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Re: Persönliche Lieblingsländer und unbeliebte Länder

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 28. Jun 2017, 14:58

Keoma hat geschrieben:(28 Jun 2017, 15:52)

Wenn ich mir manche Beiträge so anschaue, gründen sich die Aversionen gegen Länder nicht auf persönliche Besuche.


und genau das verstehe ich nicht. Wie kann man z.B. gegen ein Land wie Slowenien pauschal Einwände haben oder auch von mir aus Tschechien. Sowohl klimatisch als auch kulturell ist das Deutschland oder Österreich sehr ähnlich. Politisch auch kein Problem. Da müsste man ja schon das eigene Land pauschal erstmal ablehnen. Aber das ist ja auch nicht der Fall.
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