Seenotrettung von Flüchtlingen

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Teeernte
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon Teeernte » Fr 20. Jan 2017, 22:40

jack000 hat geschrieben:(20 Jan 2017, 22:24)

Aha, es geht also doch!



Arbeitsbereich der Rettung (Von - nach) ....Transportroute....

http://sosmediterranee.org/wp-content/u ... toires.jpg
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon watisdatdenn? » Mo 23. Jan 2017, 18:13

hier noch ne interessante doku zum thema:

sehr aufschlussreich für die mentalität der retterschlepper ist ab Minute 12:30

aber neeein, die wollen doch nur leute aus dem meer retten und nicht nach europa bringen.. darum spricht man ja von "abwerben" der flüchtlinge von der libyschen küstenwache.
wer glaubt, dass es hier um reine seenotrettung geht, ist warscheinlich ein linker.. oder dumm.. oder beides.
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Nosony
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon Nosony » Mo 6. Feb 2017, 07:32

Es klingt alles so als würde man die Flüchtlinge wieder nach Afrika zurück bringen, wird ja auch von der SPD diskutiert. Es gibt laut UN in Afrika/Nahost 20 Millionen Flüchtlinge die bevorzugt nach Europa wollen, eine Menge wie die 30 größten Städte in Deutschland zusammen. Man wird nicht jeden Flüchtling in Deutschland vollversorgen können, man wird ihnen in ihren Herkunftsländern helfen müßen, unter dem Dach der UN.
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H2O
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon H2O » Mo 6. Feb 2017, 23:06

Nosony hat geschrieben:(06 Feb 2017, 07:32)

Es klingt alles so als würde man die Flüchtlinge wieder nach Afrika zurück bringen, wird ja auch von der SPD diskutiert. Es gibt laut UN in Afrika/Nahost 20 Millionen Flüchtlinge die bevorzugt nach Europa wollen, eine Menge wie die 30 größten Städte in Deutschland zusammen. Man wird nicht jeden Flüchtling in Deutschland vollversorgen können, man wird ihnen in ihren Herkunftsländern helfen müßen, unter dem Dach der UN.


Viel zu beschönigend dargestellt! Hier geht es um eine Wanderbewegung, die auf europäischer Seite weitestgehend unerwünscht ist. Die Besitzer Europas werden sich gegen unerwünschte Eindringlinge wehren. Was im Einzelfall durch sinnvolle Gesetze geregelt ist, das wird als anhaltend massenhafte Fluchtbewegung praktisch unmöglich... insofern hat Herr Seehofer nämlich Recht mit "seiner" Obergrenze des Zumutbaren.

Keine UNO der Welt kann Europa dazu verdonnern, die Fluchtbewegungen Afrikas und Asiens unwidersprochen hin zu nehmen. Da zeigt sich ein gefährlicher Konstruktionsfehler der UNO. Ihr grundsätzliches Versagen bei der Begrenzung des Wachstums der Bevölkerungsdichte in vielen Teilen der Welt führt nun zu solchen Zumutungen... nicht nur in Europa!

Ein ehrlicher Umgang mit dem wachsenden Wanderungsproblem wäre sinnvoll. Schnellschüsse wie "Vor Ort helfen!" führen zu gar nichts, wenn damit keine schnelle Aktion ausgelöst werden kann. Zudem erhebt sich die Frage, unter wessen wirksamem Schutz solche Aktionen denn ablaufen sollen, und wie der unverändert hohe Zuwachs der Zahl von Menschen in den Fluchtländern ins Erträgliche verschoben werden kann.

Insofern finde ich den Antritt des SPD-Fraktionsvorsitzenden Oppermann sehr ehrlich und letztlich auch konstruktiv, weil doch sehr weitgehend aus eigener Kraft zu leisten. Verträge mit Libyen und Tunesien wird die EU oder wird Deutschland notfalls allein auch auf die Beine Stellen können.

Klar, daß ihn Kritik trifft; wie auch die Kanzlerin für ihren "Deal" mit der Türkei gescholten wird, weil da keine lupenreinen Demokraten am Werk sind... wie in Libyen sicher auch. Leere Worte von Leuten, die gar keine Lösungen an zu bieten haben. Beim "Weiter so!" platzt irgendwann der Kessel; das hat Herr Seehofer schon ganz richtig erkannt.

Vor den kommenden Bundestagswahlen sollte aus meiner Sicht Klarheit in dieser Sache geschaffen werden, damit wir Wähler sagen können, wie wir uns den weiteren Fortgang des Ansturms auf Europa und insbesondere auf Deutschland vorstellen!
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon watisdatdenn? » Mo 3. Apr 2017, 06:13

Hier noch ein Artikel aus der "Welt" über das Thema Retterschlepper:
https://www.welt.de/politik/ausland/art ... er-so.html
Die frontex kritisiert die retterschlepper massiv!
Aber die frontex hat wohl auch kein Mittel dagegen -> frontex ist wirkungslos -> europäische Grenzen lassen sich nicht verteidigen -> wir sollten mit Deutschland aus der EU austreten um die Grenzen wieder sichern zu können.

Die Briten hatten recht mit ihrem brexit..
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon Teeernte » Mo 3. Apr 2017, 09:02

watisdatdenn? hat geschrieben:(03 Apr 2017, 07:13)

Hier noch ein Artikel aus der "Welt" über das Thema Retterschlepper:
https://www.welt.de/politik/ausland/art ... er-so.html
Die frontex kritisiert die retterschlepper massiv!
Aber die frontex hat wohl auch kein Mittel dagegen -> frontex ist wirkungslos -> europäische Grenzen lassen sich nicht verteidigen -> wir sollten mit Deutschland aus der EU austreten um die Grenzen wieder sichern zu können.

Die Briten hatten recht mit ihrem brexit..



Die Steuer wirds schon "Richten". Wenn auf die "Spenden" Steuer gezahlt werden muss - und die Bootsfart "Liebhaberei" wird - und den Mitfinanzierern der Verlust der Gemeinnützigkeit droht.... war es das.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon jack000 » Mo 3. Apr 2017, 13:28

watisdatdenn? hat geschrieben:(03 Apr 2017, 07:13)

Hier noch ein Artikel aus der "Welt" über das Thema Retterschlepper:
https://www.welt.de/politik/ausland/art ... er-so.html
Die frontex kritisiert die retterschlepper massiv!

Der Typ gehört wegen Menschenschmuggel hinter Schloss und Riegel.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon H2O » Mo 3. Apr 2017, 13:58

jack000 hat geschrieben:(03 Apr 2017, 14:28)

Der Typ gehört wegen Menschenschmuggel hinter Schloss und Riegel.


Ein auswegloser Widerspruch zwischen grundlegenden Menschenrechten auf Leben und dem staatlichen Hoheitsrecht. Vielleicht wäre eine Ermächtigung von FRONTEX zur Rückführung an die Küste, von der die "Flüchtlinge" abgelegt haben, eine Abhilfe. Notfalls mit Waffengewalt, damit das Recht auf staatliche Hoheitsrechte der Zielländer gewahrt bleibt. Bessere Vorschläge sollten hier nicht verschwiegen werden!

Es muß offenbar sehr gefährlich werden für die "stillschweigenden Dulder und Durchleiter" dieser Völkerwanderungen.

Überhaupt nicht zu verstehen sind Grenzverletzungen in den Enklaven Spaniens. Da überklettern organisierte Gruppen massenhaft den sehr hohen Grenzzaun. Das ist schon eine Art Hausfriedensbruch, den Spanien duldet. Wäre nur hin zu nehmen, wenn die Eindringlinge postwendend nach Marokko zurück geschickt werden. Ließe man die Dinge treiben, dann muß man damit rechnen, daß die Grenzen mit Waffengewalt durchbrochen werden. Mit schweren Lastfahrzeugen geht so etwas los...
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon watisdatdenn? » Mo 3. Apr 2017, 16:06

Ich halte nicht viel von Bachmann.. Aber rückblickend wirkt das komisch
http://mobil.berliner-zeitung.de/politi ... lReferrer=
Er hatte doch im Prinzip mit den Retterschleppern recht?
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon JJazzGold » Mo 3. Apr 2017, 17:17

H2O hat geschrieben:(03 Apr 2017, 14:58)

Ein auswegloser Widerspruch zwischen grundlegenden Menschenrechten auf Leben und dem staatlichen Hoheitsrecht. Vielleicht wäre eine Ermächtigung von FRONTEX zur Rückführung an die Küste, von der die "Flüchtlinge" abgelegt haben, eine Abhilfe. Notfalls mit Waffengewalt, damit das Recht auf staatliche Hoheitsrechte der Zielländer gewahrt bleibt. Bessere Vorschläge sollten hier nicht verschwiegen werden!

Es muß offenbar sehr gefährlich werden für die "stillschweigenden Dulder und Durchleiter" dieser Völkerwanderungen.

Überhaupt nicht zu verstehen sind Grenzverletzungen in den Enklaven Spaniens. Da überklettern organisierte Gruppen massenhaft den sehr hohen Grenzzaun. Das ist schon eine Art Hausfriedensbruch, den Spanien duldet. Wäre nur hin zu nehmen, wenn die Eindringlinge postwendend nach Marokko zurück geschickt werden. Ließe man die Dinge treiben, dann muß man damit rechnen, daß die Grenzen mit Waffengewalt durchbrochen werden. Mit schweren Lastfahrzeugen geht so etwas los...


Um den Zusammenhang zu erkennen, bin ich wahrscheinlich zu "blond". Werden durch die Anwendung von Waffengewalt bei Rückführung keine Hoheitsrechte verletzt?
Bitte erklären Sie mir doch etwas ausführlicher, wie die angewandte Waffengewalt und die Wahrung der Hoheitsrechte zusammenhängen.
Danke :)
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon H2O » Mo 3. Apr 2017, 19:47

JJazzGold hat geschrieben:(03 Apr 2017, 18:17)

Um den Zusammenhang zu erkennen, bin ich wahrscheinlich zu "blond". Werden durch die Anwendung von Waffengewalt bei Rückführung keine Hoheitsrechte verletzt?
Bitte erklären Sie mir doch etwas ausführlicher, wie die angewandte Waffengewalt und die Wahrung der Hoheitsrechte zusammenhängen.
Danke :)


Sie verlangen da ein wenig viel von mir. Ich sehe in dem Durchleiten von Flüchtlingsströmen in dritte Staaten einen feindlichen Akt. Die EU kann ihre Vorteile der offenen Grenzen im Inneren so jedenfalls nicht aufrecht erhalten, obwohl fast alle Partner darauf bestehen. Also wird man ein gemeinsames Hoheitsgebiet definieren müssen, das gemeinsam und wirkungsvoll gegen unerwünschte Eindringlinge geschützt werden kann.

Die Waffengewalt stelle ich mir so vor, daß sie eingesetzt wird, wenn Staaten, die uns diese Flüchtlingsströme zumuten wollen und sich der friedlichen Rücknahme verweigern, dann eben ein Landungsmanöver an ihren Küsten erleben sollten, an deren Ende sie die Eindringlinge wieder im Lande haben. Die Frage ist doch wohl, wer hier wen zur Gegenwehr zwingt. Manchmal genügt dann schon der Nachweis des eisernen Willens, sich nicht länger vorführen zu lassen, um dem Treiben ein Ende zu machen.

Aber ich wäre doch sehr gespannt auf Ihren Vorgehensvorschlag, der das Problem der unkontrollierten Massenzuwanderung umgehend löst. Das Prinzip Hoffnung lasse ich bei diesem Thema nicht gelten.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon jack000 » Mo 3. Apr 2017, 20:30

H2O hat geschrieben:(03 Apr 2017, 20:47)

Sie verlangen da ein wenig viel von mir. Ich sehe in dem Durchleiten von Flüchtlingsströmen in dritte Staaten einen feindlichen Akt.

Sehe ich nicht ganz so. Wer die Musik bestellt soll sie auch bezahlen! Die Flüchtlinge sind ja nicht gekommen weil die z.B. nach Ungarn wollten, sondern nach Deutschland weil die sich da viel von versprochen haben weil entsprechend Werbung gemacht wurde (Bahnhofsklatscher, Teddybärenwerfer, Selfies mit Merkel, etc...).
=> Daher war es nur legitim von Ungarn nach dem Motto zu agieren "Reisende soll man nicht aufhalten"!

Wenn man nun mal einen zu großen Teil in der Bevölkerung hat, die Pech beim denken haben und die Schäden dadurch allen aufgebürdet werden kann man das nicht anderen EU-Ländern in die Schuhe schieben!

Im Gegenteil wurde den Flüchtlingen ein großer Schaden damit hinzugefügt, daher wäre eher eine großzügige Entschädigung notwenig dafür das die so getäuscht wurden:




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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon H2O » Mo 3. Apr 2017, 20:44

jack000 hat geschrieben:(03 Apr 2017, 21:30)

Sehe ich nicht ganz so. Wer die Musik bestellt soll sie auch bezahlen! Die Flüchtlinge sind ja nicht gekommen weil die z.B. nach Ungarn wollten, sondern nach Deutschland weil die sich da viel von versprochen haben weil entsprechend Werbung gemacht wurde (Bahnhofsklatscher, Teddybärenwerfer, Selfies mit Merkel, etc...).
=> Daher war es nur legitim von Ungarn nach dem Motto zu agieren "Reisende soll man nicht aufhalten"!

Wenn man nun mal einen zu großen Teil in der Bevölkerung hat, die Pech beim denken haben und die Schäden dadurch allen aufgebürdet werden kann man das nicht anderen EU-Ländern in die Schuhe schieben!

Im Gegenteil wurde den Flüchtlingen ein großer Schaden damit hinzugefügt, daher wäre eher eine großzügige Entschädigung notwenig dafür das die so getäuscht wurden:
...


Ich meine, daß Sie zeitlich und inhaltlich einiges durcheinander bringen. "Ihr Problem" gibt es nicht mehr. Da ist seit 1 Jahr ein Deckel drauf. Vertrag mit der Türkei und Sperranlagen auf dem Balkan. Auch war ihr "Anreiz" die Folge des Erbarmens, nachdem die Flüchtlinge längst in Ungarn gestrandet waren.

Es geht also um einen ganz anderen Sachverhalt und um eine zukünftige Abwehr. Einen Lösungsbeitrag für diese Vorgänge erkenne ich in Ihrem Beitrag nicht.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon Quatschki » Mo 3. Apr 2017, 21:01

Das Durchwinken ging von September 2015 bis Februar 2016,
Das waren nur zum geringsten Teil Leute, die zum Zeitpunkt der Ausrufung der Willkommenskultur bereits unterwegs waren.

Deutschland ist das Land, das mit dem Honigtopf lockt, das für jeden Flüchtling weit mehr auszugeben bereit ist, als die osteuropäischen Staaten und Griechenland für die eigenen Bürger haben und das dadurch eine gemeinsame europäische Flüchtlingspolitik unmöglich macht.
Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken!
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon JJazzGold » Mo 3. Apr 2017, 22:18

"H2O"

Sie verlangen da ein wenig viel von mir. Ich sehe in dem Durchleiten von Flüchtlingsströmen in dritte Staaten einen feindlichen Akt. Die EU kann ihre Vorteile der offenen Grenzen im Inneren so jedenfalls nicht aufrecht erhalten, obwohl fast alle Partner darauf bestehen. Also wird man ein gemeinsames Hoheitsgebiet definieren müssen, das gemeinsam und wirkungsvoll gegen unerwünschte Eindringlinge geschützt werden kann.


Ich denke, jetzt habe ich verstanden, dass Sie mit Hoheitsgebiet nicht das existierende Hoheitsgebiet eines jeweiligen Staates, sondern ein neu zu schaffendes EU Hoheitsgebiet meinen, richtig?



Die Waffengewalt stelle ich mir so vor, daß sie eingesetzt wird, wenn Staaten, die uns diese Flüchtlingsströme zumuten wollen und sich der friedlichen Rücknahme verweigern, dann eben ein Landungsmanöver an ihren Küsten erleben sollten, an deren Ende sie die Eindringlinge wieder im Lande haben. Die Frage ist doch wohl, wer hier wen zur Gegenwehr zwingt. Manchmal genügt dann schon der Nachweis des eisernen Willens, sich nicht länger vorführen zu lassen, um dem Treiben ein Ende zu machen.

Machen wir das an einem Beispiel fest. Ich meine gelesen zu haben, dass die Türkei die Rücknahme von Flüchtlingen ex Griechenland verweigert, oder verweigern will. Das würde bedeuten, dass wir die Türkei mit Waffengewalt zwingen würden, diese Flüchtlinge zurückzunehmen? Deutsche Truppen würden dann quasi an der türkischen Küste landen. Mag sein, dass ich Erdogan falsch einschätze, wenn ich davon ausgehe, dass das zu ernsthaften Auseinandersetzungen unter Einsatz militärischer Mittel führen würde. Ist es das wert?
Aber ich wäre doch sehr gespannt auf Ihren Vorgehensvorschlag, der das Problem der unkontrollierten Massenzuwanderung umgehend löst. Das Prinzip Hoffnung lasse ich bei diesem Thema nicht gelten.


Ich kann mich, was Lösungsvorschläge betrifft, nur wiederholen, reden, Verträge schließen, monetäre und anderweitige Unterstützung den bereits existierenden ausländischen Flüchtlingscamps zukommen lassen. Militärisches Vorgehen diesen Staaten gegenüber lehne ich strikt ab.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon Ger9374 » Mo 3. Apr 2017, 23:09

Ausschöpfung aller Rechtsstaatlichen Mittel.
Das kann durchaus auch in Kooperation mit
Anrainerstaaten geschehen, die damit natürlich
weitere Möglichkeiten eröffnen.Gelder und Logistische Unterstützung sind da für diese
oftmals Armen Länder wohl selbstverständlich.
Warum nicht Kosten für die Grenzsicherung in Afrikanischen Ländern übernehmen wenn das Erfolg verspricht.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon H2O » Di 4. Apr 2017, 09:50

JJazzGold hat geschrieben:(03 Apr 2017, 23:18)


Ich denke, jetzt habe ich verstanden, dass Sie mit Hoheitsgebiet nicht das existierende Hoheitsgebiet eines jeweiligen Staates, sondern ein neu zu schaffendes EU Hoheitsgebiet meinen, richtig?

Richtig; die gemeinsame Außengrenze mit gemeinsamem Grenzschutz FRONTEX definiert auch ein gemeinsames Hoheitsgebiet.
Machen wir das an einem Beispiel fest. Ich meine gelesen zu haben, dass die Türkei die Rücknahme von Flüchtlingen ex Griechenland verweigert, oder verweigern will. Das würde bedeuten, dass wir die Türkei mit Waffengewalt zwingen würden, diese Flüchtlinge zurückzunehmen? Deutsche Truppen würden dann quasi an der türkischen Küste landen. Mag sein, dass ich Erdogan falsch einschätze, wenn ich davon ausgehe, dass das zu ernsthaften Auseinandersetzungen unter Einsatz militärischer Mittel führen würde. Ist es das wert?

Davon war überhaupt nicht die Rede; es ging um vorsätzlich zugelassene Grenzverletzungen durch Zuwanderer auf benachbarten Staatsgebieten. Ein genanntes Beispiel waren spanische Enklaven in Marokko, ein anderes und wohl vom Umfang her bedeutenderes das massenhafte in See stechen mit untauglichen Fahrzeugen, um Seenot herbei zu führen.

Natürlich sollen diese Menschen "gerettet" werden, was denn sonst. Aber dann folgt die Rückführung zum Ausgangspunkt der Seereise, notfalls mit Gewalt. Selbstverständlich viel vernünftiger nach vorsorglicher vertraglicher Einigung. Wenn aber keine gütliche Einigung zu Stande kommen will nach vielen Gesprächsrunden, dann sollte Gewalt nicht ausgeschlossen werden. Mit dieser unmißverständlich klaren Ankündigung würde ich in solche Verhandlungen hinein gehen.
Ich kann mich, was Lösungsvorschläge betrifft, nur wiederholen, reden, Verträge schließen, monetäre und anderweitige Unterstützung den bereits existierenden ausländischen Flüchtlingscamps zukommen lassen. Militärisches Vorgehen diesen Staaten gegenüber lehne ich strikt ab.

Das ist erst einmal grundvernünftig; das wäre auch mein Vorgehen. Nur beobachte ich eben, daß in vielen Fällen solche Vereinbarungen nicht zu Stande kommen... failed states... dafür aber der Zustrom unerwünschter Zuwanderer anschwillt. Den Zustrom würden Sie dann in Zukunft ununterbrochen zu ertragen haben. Dazu wäre ich jedenfalls nicht bereit! Übrigens auch nicht, wenn die Türkei "spaßeshalber" bitter arme Menschen aus Bangladesh, Afghanistan und Pakistan zu einem Leben in der EU verhelfen möchte. Da wohnen 450 Mio Menschen... in Afrika sind bis 2040 4 Mrd Menschen zu erwarten. Schon heute gibt es dort Elendsregionen, die um Hilfe zum Überleben flehen. Die vielen Millionen vom Verhungern und Verdursten bedrohten Kinder dort drücken auf unser Gemüt.
Zuletzt geändert von H2O am Di 4. Apr 2017, 10:02, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon H2O » Di 4. Apr 2017, 09:59

Ger9374 hat geschrieben:(04 Apr 2017, 00:09)

Ausschöpfung aller Rechtsstaatlichen Mittel.
Das kann durchaus auch in Kooperation mit
Anrainerstaaten geschehen, die damit natürlich
weitere Möglichkeiten eröffnen.Gelder und Logistische Unterstützung sind da für diese
oftmals Armen Länder wohl selbstverständlich.
Warum nicht Kosten für die Grenzsicherung in Afrikanischen Ländern übernehmen wenn das Erfolg verspricht.

Na klar, man kann die Gewaltanwendung zum Grenzschutz fern unserer Außengrenze auch einer afrikanischen Söldnertruppe übertragen; dann machen "wir" uns nicht die Hände schmutzig. Oder wie verstehen Sie eine Kostenbeteiligung an der innerafrikanischen Grenzsicherung gegen unerwünschte Durchwanderer? Da werden Leute angeheuert, bekommen eine nette Uniform, und die sollen dann niemanden durchlassen. Notfalls also schauen diese armen Leute in die Gewehrläufe. Bestechungsgeld wird dann natürlich auch fließen... das muß man bis zu Ende denken!
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon JJazzGold » Di 4. Apr 2017, 12:44

H2O hat geschrieben:(04 Apr 2017, 10:50)

Richtig; die gemeinsame Außengrenze mit gemeinsamem Grenzschutz FRONTEX definiert auch ein gemeinsames Hoheitsgebiet.

Davon war überhaupt nicht die Rede; es ging um vorsätzlich zugelassene Grenzverletzungen durch Zuwanderer auf benachbarten Staatsgebieten. Ein genanntes Beispiel waren spanische Enklaven in Marokko, ein anderes und wohl vom Umfang her bedeutenderes das massenhafte in See stechen mit untauglichen Fahrzeugen, um Seenot herbei zu führen.

Natürlich sollen diese Menschen "gerettet" werden, was denn sonst. Aber dann folgt die Rückführung zum Ausgangspunkt der Seereise, notfalls mit Gewalt. Selbstverständlich viel vernünftiger nach vorsorglicher vertraglicher Einigung. Wenn aber keine gütliche Einigung zu Stande kommen will nach vielen Gesprächsrunden, dann sollte Gewalt nicht ausgeschlossen werden. Mit dieser unmißverständlich klaren Ankündigung würde ich in solche Verhandlungen hinein gehen.k

Das ist erst einmal grundvernünftig; das wäre auch mein Vorgehen. Nur beobachte ich eben, daß in vielen Fällen solche Vereinbarungen nicht zu Stande kommen... failed states... dafür aber der Zustrom unerwünschter Zuwanderer anschwillt. Den Zustrom würden Sie dann in Zukunft ununterbrochen zu ertragen haben. Dazu wäre ich jedenfalls nicht bereit! Übrigens auch nicht, wenn die Türkei "spaßeshalber" bitter arme Menschen aus Bangladesh, Afghanistan und Pakistan zu einem Leben in der EU verhelfen möchte. Da wohnen 450 Mio Menschen... in Afrika sind bis 2040 4 Mrd Menschen zu erwarten. Schon heute gibt es dort Elendsregionen, die um Hilfe zum Überleben flehen. Die vielen Millionen vom Verhungern und Verdursten bedrohten Kinder dort drücken auf unser Gemüt.



Gehen wir doch nicht von Spanien und Marokko aus, sondern von Deutschland.
Wir würden nach Ihrer Vorstellung allen Staaten, die sich nicht vertraglich zur Rückführung staatsfremder Flüchtlinge bereit erklären, mit dem Einsatz von militärischer Gewalt drohen und diese, wenn ich Sie richtig verstanden habe, auch einsetzen.
Das könnte als Kriegserklärung verstanden werden. Werden wir dann in diesen Staaten Krieg führen?
Wobei ich mich z.B. bei Libyen frage, mit welcher Gruppe wir in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt würden.

Dürfen wir ohne UN Mandat, gemäß der 2+4 Verträge überhaupt aggressiv militärisch tätig werden?
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon H2O » Di 4. Apr 2017, 15:00

JJazzGold hat geschrieben:(04 Apr 2017, 13:44)

Gehen wir doch nicht von Spanien und Marokko aus, sondern von Deutschland.
Wir würden nach Ihrer Vorstellung allen Staaten, die sich nicht vertraglich zur Rückführung staatsfremder Flüchtlinge bereit erklären, mit dem Einsatz von militärischer Gewalt drohen und diese, wenn ich Sie richtig verstanden habe, auch einsetzen.
Das könnte als Kriegserklärung verstanden werden. Werden wir dann in diesen Staaten Krieg führen?
Wobei ich mich z.B. bei Libyen frage, mit welcher Gruppe wir in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt würden.

Dürfen wir ohne UN Mandat, gemäß der 2+4 Verträge überhaupt aggressiv militärisch tätig werden?

Von einer Kriegserklärung ist man noch sehr weit entfernt, wenn man verhandelt, um einen Akt der Notwehr zu vermeiden. Man sagt ja, was der Kriegsgrund wäre, oder richtiger, der Akt der verhinderten Notwehr. Diese Verhandlungen und Angebote gehen dem sehr ernsten Geschehen lange voraus! Das Land muß sich ja nicht wehren, nur weil ich ihm unerwünschte Eindringlinge zurück schicke. Aber es sollte gewarnt sein für den Fall, daß es da ein böses Spiel versucht.

Aber, liebe JJazzGold, bei aller Sympathie für Mitmenschlichkeit, die ich mir auch am liebsten an die Brust heften würde... ich habe die Sache zu Ende gedacht und dabei festgestellt, daß ich für dieses Ende nicht verantwortlich gemacht werden möchte.

Die eine oder andere ihrer kritischen Nachfragen führt nun wieder mich zu der Frage, ob es einem Ertrinkenden denn gestattet ist, ohne Zustimmung der untätigen Zuschauer mit geordneten Schwimmbewegungen seinem Schicksal entgegen zu wirken? Ja, ich frage niemanden danach, ob ich bitte noch überleben darf. Ich tue, was notwendig ist, damit meine Kinder und Enkel in meinem Lande in Würde leben und arbeiten können... und ich pfeife auf die Zuschauer, die mich oder meine Mitbürger ertrinken sehen möchten.

An anderer Stelle bin ich wegen dieser brutalen Offenheit schon heftig angegangen worden. Ich meine aber, daß ich das Nachdenken auf meiner Seite habe... und ertrage solche Vorhalte ohne schlechtes Gewissen.

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