Seenotrettung von Flüchtlingen

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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon Keoma » Fr 20. Jan 2017, 12:04

JJazzGold hat geschrieben:(20 Jan 2017, 11:56)

Er wird auch seine Mannschaft nicht gefährden, indem er einen Hafen in einem Kriegsgebiet anläuft, oder den Hafen eines Staates, bei dem zu befürchten steht, dass er und seine Mannschaft im Knast landen, wie z.B. die Angler, die dem Iran zu nahe kamen.


Nun, das ergibt sich aus der vorhergesehenen Route.
Die sicher nicht so geplant ist, dass Schiff und Besatzung in Gefahr sind.
Man darf nicht vergessen, jedes Manöver verbraucht Ressourcen, die eventuell wieder hereingebracht werden können.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon Unité 1 » Fr 20. Jan 2017, 13:25

Dark Angel hat geschrieben:(20 Jan 2017, 11:32)

Es handelt sich nicht um eine Falschdarsellung, sondern wird in diversen Quellen, die sich mit Seenotrettung beschäftigen - z.B. Gesetzestexte erläutern/kommentieren, sich mit dieversen Fällen auseinander setzen, genau so beschrieben.

Dark Angel hat geschrieben:Ist im Seerechtsübereinkommen der UNO und der Genfer Seerechtskonvention geregelt, die von den Mittelmeeranrainer-Staaten unterzeichnet und ratifiziert wurde.
Entsprechend sind die Küstenstaaten zur Rettung, in Seenot Geratener verpflichtet ... wobei der nächstgelegene Hafen anzulaufen ist.

Das Lüge zu nennen, ginge vielleicht zu weit. Eine Falschdarstellung ist es in jedem Fall. Weder im SRÜ noch in den Genfer Seerechtskonventionen ist die Regelung des Anlaufens des nächstgelegenen Hafens zu finden. Dass "diverse Quellen" - unbenannt, wie immer. Man soll dir halt einfach glauben. - anderes behaupten, kann ja sein. Das ist allerdings offensichtlich bereits eine Interpretation und bei der Interpretation von Gesetzestexten ist recht häufig die eigene Sichtweise und politische Präferenz der Grund für ein Ergebnis.
Ich bat dich zweimal um entsprechende Zitate und Verweise, auf die du dich beziehst. Ist es sinnvoll, dich ein drittes Mal darum zu bitten oder wirst du das auch wieder ignorieren?

Nächster anzulaufender Hafen bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass das Schiff mit den Schiffbrüchigen an Bord, den nächsten Hafen auf seiner Route anläuft.
Es gibt die Formulierung "nächster anzulaufender Hafen nicht. Das Lüge zu nennen, ist vielleicht auch zu weitgehend. Denn du insinuierst ja nur, es wäre in der Form im SRÜ zu finden.
Ist das Schiff z.B. auf dem Weg zum Suezkanal, läuft es den ersten Hafen im Suezkanal an. Welchen Hafen ein Schiff anlaufen kann, hängt u.a. von der Größe des Schiffes und des Hafens ab - nicht jedes Schiff kann jeden Hafen anlaufen.
Ist ja spannend.
Die Entscheidung, ob ein Anlaufen des Hafens und das Ausschiffen der Schiffbrüchigen genehmigt wird, obliegt dann in letzter Instanz dem Land, in welchem sich der anzulaufende Hafen befindet und für eine Entscheidung sind die nationalen Interessen des Staates maßgebend.
Faszinierend. Ich könnte dir den ganzen Tag zuhören.
Ist so - ob dir das nun gefällt oder nicht.
Wie üblich antwortest du auf etwas, das jedenfalls nicht von mir im Strang thematisiert wurde. Lass dir gesagt sein, dass es einer Diskussionsbereitschaft abträglich ist.
Als Präzendenzfall gilt immer wieder der Fall des norwegischen Frachters "Tampa".
Präzedenzfall für die Abwälzung der Verantwortung auf die Schultern der Kapitäne, wenn Staaten sich mit der Auseinandersetzung der Situation verweigern.

Es gibt kein "Niemandsland" auf hoher See, sondern internationale Gewässer in denen internationales Seerecht gilt. Innerhalb der Hoheitsgewässer eines Landes bzw dessen Wirtschaftszone gilt nationales Recht oder bilaterale Abkommen.
Wie unglaublich interessant.
Ein 5-Mann-Fischkutter leistet in dem Moment Hilfe, wenn er den Notruf an die zuständigen Stellen weiter leitet. Auch dessen Kapitän muss die Sicherheit seines eigenen Schiffes gewährleisten (können)
Ich war in Eile. Gemeint war natürlich ein Fall, in dem keine Hilfe rechtzeitig eintreffen kann und der Kapitän sich z.B. per Fernglas davon überzeugen konnte, dass die Nussschale sich noch maximal 1-2h über Wasser halten kann.


Weder Jack noch ich behaupten, dass Seenot von den Umständen des Schiffbruchs abhängig sind

Jack000 hat geschrieben:Menschen, die von Schleppern bewusst in fragwürdige Wasserfahrzeuge gesetzt werden um kalkuliert von von diesen Pseudoseenotrettern vor der afrikanischen Küste nach Europa gebracht werden sind nicht in Seenot

Dass du das behauptet hast, habe ich wiederum nicht behauptet. Ist es so schwer, bei dem von mir Geschriebenen zu bleiben?
oder dass Menschen von einem Schlepperboot nicht gerettet werden sollen.

Die Konsequenz der Kriminalisierung von Seenotrettung ist genau das: Das wahrscheinlichere Ausbleiben eben jener. Natürlich würde man nie direkt sagen, dass jemand nicht gerettet werden sollte.
Die Aussage ist und bleibt - Transport zum nächstgelegenen anzulaufenden Hafen - und nicht Transport nach Europa.
Dass der nächstgelegende Hafen in Europa liegen kann, kommt dir nicht in den Sinn?
Kommerzielle Schiffe, die Schiffbrüchige aus Seenot retten, halten sich an diese Regelung.
Das ist falsch.
Wer sich nicht daran hält und sich damit zu Helfern der Schlepperbanden macht, sind privat (Spenden-) finanzierte "Hilfsorganisationen" - wie das verlinkte Beispiel von "sea-watch" zeigt. Solche "Hilfsorganisationen" operieren nicht selten in den Hoheitsgewässern der Küstenstaaten und transportieren die Schiffbrüchigen nicht zum nächstgelegenen Hafen, sondern nach Europa, unterstützen damit illegalen Grenzübertritt und machen sich so de facto zu Helfern der Schlepperbanden. Das ist meine und auch Jacks Aussage!
Nett von dir, Jack zu einer unschönen, aber immerhin kontroversen Aussage verhelfen zu wollen. Kann sogar sein, dass er sowas meinte. Geschrieben hat er was anderes.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon jack000 » Fr 20. Jan 2017, 13:48

Unité 1 hat geschrieben:(20 Jan 2017, 13:25)Die Konsequenz der Kriminalisierung von Seenotrettung ist genau das: Das wahrscheinlichere Ausbleiben eben jener. Natürlich würde man nie direkt sagen, dass jemand nicht gerettet werden sollte.

So ein Quatsch. Was soll denn passieren wenn man sich an die Regeln hält? Aber diese Überfahrten werden dann ausbleiben wenn die wissen, dass die nicht mehr aus dem Meer gefischt werden.

Dass der nächstgelegende Hafen in Europa liegen kann, kommt dir nicht in den Sinn?
Dann bringt man die halt nach Europa. Derzeit halten sich diese "Retter" vor den Küsten auf, daher wäre der nächste Hafen so oder so nicht in Europa.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon Unité 1 » Fr 20. Jan 2017, 13:53

jack000 hat geschrieben:(20 Jan 2017, 13:48)

So ein Quatsch. Was soll denn passieren wenn man sich an die Regeln hält?
Welche Regeln?
Aber diese Überfahrten werden dann ausbleiben wenn die wissen, dass die nicht mehr aus dem Meer gefischt werden.
War das unbedacht oder boshaft? Das ist genau das, was ich in meinem ersten Beitrag hier im Strang anprangere: Absaufen lassen wollen, um abzuschrecken.
Es lässt mich rätseln, warum du das nun doch offen schreibst.

Dann bringt man die halt nach Europa.
Dark Angel sagte "nächstgelegener Hafen oder Europa", woraus sich ergibt, dass für sie der nächstgelegene Hafen nicht in Europa sein kann.
Derzeit halten sich diese "Retter" vor den Küsten auf, daher wäre der nächste Hafen so oder so nicht in Europa.

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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon odiug » Fr 20. Jan 2017, 14:42

Dark Angel hat geschrieben:(20 Jan 2017, 09:43)

Seenotrettung bedeutet, Menschen aus Seenot zu retten und zum nächstgelegenen anzulaufenden Hafen zu bringen.
Und wer die große graue Masse zwischen den Ohren in Bewegung und ein wenig nachdenkt, dem leuchtet das auch ein.
Zur Seenotrettung ist jedes Schiff verpflichtet - jedes, unabhängig ob das ein Stückgutfrachter, Containerschiff, Kriegsschiff oder Kreuzfahrtschiff ist.
Die meisten Schiffe, die Menschen aus Seenot retten verfügen über die Kapazitäten an Unterbringungsmöglichkeiten, Nahrung, sanitären Einrichtungen, Medikamenten etc, um eine große Menge an Menschen (die oft über der Anzahl der eigenen Besatzung liegt) tagelang übers Meer zu schippern und zu deren Wunschhafen zu transportieren.
Die Geretteten zun nächstgelegenen anzulaufenden Hafen zu bringen und dort auszuschiffen, ist ganz einfache Logik.
Darüber hinaus haben die Geretteten keinen Anspruch darauf, zu ihrem Zielhafen gebracht zu werden.
Die Schiffbrüchigen der "Costa Conkordia" wurden auch zur nahe gelegenen griechischen Insel gebracht, vor der das Schiff gekentert ist und nicht zu irgend einem Wunschhafen!
Und die Umstände, die im Zusammenhang mit Flüchtlingen und Schlepperbanden, zur Seenot führen, spielen sehr wohl eine Rolle und müssen auch angesprochen werden, weil Schiffbruch/Seenot von den Schlepperbanden billigend in Kauf genommen werden!

Der Wunschzielhafen waere fuer die Meisten wohl Liverpool, London, Hamburg oder Stockholm ... und nicht Lampedusa oder eine griechische Insel.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon jack000 » Fr 20. Jan 2017, 15:28

Unité 1 hat geschrieben:(20 Jan 2017, 13:53)

Welche Regeln?

Aufnehmen und zum nächsten Hafen bringen.
War das unbedacht oder boshaft? Das ist genau das, was ich in meinem ersten Beitrag hier im Strang anprangere: Absaufen lassen wollen, um abzuschrecken.
Es lässt mich rätseln, warum du das nun doch offen schreibst.

In keiner Silbe habe ich erwähnt das die absaufen sollen, es geht darum dass es keinen Sinn mehr macht Seenotgesetze zu missbrauchen wenn man wieder dort landet wo man hergekommen ist. Da es aber diese "Retter" gibt setzen sich die Leute halt der Gefahr aus ... und wenn die "Retter" mal zu spät kommen, bekommen andere die Schuld dafür das die sich dem Risiko ausgesetzt haben.

Dark Angel sagte "nächstgelegener Hafen oder Europa", woraus sich ergibt, dass für sie der nächstgelegene Hafen nicht in Europa sein kann.

Richtig, da die vor Ort aufgenommen werden.
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viewtopic.php?f=24&t=44995&start=11900#p3792991
Mit einem von uns sorgsam ausgewählten Rettungsschiff werden wir die Patrouillendichte im Suchgebiet entlang der langen libyschen Küste verstärken.

http://www.seenotrettung.info/
Also wird der nächste Hafen ja wohl nicht in Europa liegen und des wegen gibt es nicht den geringsten Grund diese "Geretteten" illigal nach Europa zu bringen.
=> Daher ist das mit der "Seenotrettung" blanker Hohn und an Absurdität nicht zu übertreffen und nichts anderes als Schleusung im großen Maßstab!
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon Unité 1 » Fr 20. Jan 2017, 16:15

jack000 hat geschrieben:(20 Jan 2017, 15:28)

Aufnehmen und zum nächsten Hafen bringen.
Ersteres ist festgelegt, zweiteres nicht. Darum geht es doch die letzten Seiten.

In keiner Silbe habe ich erwähnt das die absaufen sollen, es geht darum dass es keinen Sinn mehr macht Seenotgesetze zu missbrauchen wenn man wieder dort landet wo man hergekommen ist. Da es aber diese "Retter" gibt setzen sich die Leute halt der Gefahr aus
Okay, das war aber sehr missverständlich formuliert. Diese Sicht ist Quatsch, höflich formuliert, angesichts von mehr als 5000 Ertrunkenen alleine dieses Jahr. Deine Annahme einer kalkulierten Risikoabwägung bedeutet, dass sich die Leute der Gefahren gewahr sind. Und dennoch das Risiko auf sich nehmen. Das würde sich mit Repressionen gegenüber Seenotrettern nicht ändern. Was sich ändern würde, wäre die Zahl der Toten.
... und wenn die "Retter" mal zu spät kommen, bekommen andere die Schuld dafür das die sich dem Risiko ausgesetzt haben.
Verstehe ich nicht; was meinst du?


Richtig, da die vor Ort aufgenommen werden.
viewtopic.php?f=24&t=44995&start=11900#p3792991
Erstens beschränkt sich das doch nicht auf den nahen Küstenbereich nordafrikanischer Länder, es wäre eine Unterstellung, sowas zu behaupten. Zweitens hast du dir ein schlechtes Beispiel ausgesucht. Aus dem Artikel ist weder ersichtlich, wohin die Überlebenden gebracht wurden, noch wer sie wohin auch immer brachte. Bei der Recherche danach stieß ich allerdings auf folgenden Artikel:
Bei einem neuen Flüchtlingsdrama vor der libyschen Küste sind möglicherweise mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 110 Menschen seien ertrunken oder würden vermisst, nachdem am Mittwoch ihr Schlauchboot gekentert sei, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit. ...
Etwa 140 Flüchtlinge sein auf dem Boot gewesen, das nur wenige Stunden vor dem Kentern in See gestochen sei, sagte eine UNHCR-Sprecherin unter Berufung auf Überlebende. Nur 29 Insassen hätten bisher gerettet werden können. Der norwegische Tanker "Siem Pilot" traf am Mittwoch als erstes Schiff am Unglücksort ein und zog die von ihrem stundenlangen Überlebenskampf geschwächten Menschen aus dem Wasser. Zudem barg die Besatzung zwölf Leichen.
Die Überlebenden wurden von der italienischen Küstenwache auf die Insel Lampedusa gebracht.
http://www.n-tv.de/politik/Mehr-als-100-Tote-bei-Schiffbruch-vor-Libyen-article18999826.html
Macht sich die italienische Küstenwache der Schlepperei verdächtig?

http://www.seenotrettung.info/
Also wird der nächste Hafen ja wohl nicht in Europa liegen und des wegen gibt es nicht den geringsten Grund diese "Geretteten" illigal nach Europa zu bringen.
=> Daher ist das mit der "Seenotrettung" blanker Hohn und an Absurdität nicht zu übertreffen und nichts anderes als Schleusung im großen Maßstab!

Dort ist auch zu lesen, dass der Schwerpunkt im zentralen Mittelmeer liegt. Sehe also nicht, wo "entlang der lybischen Küste" nun verortet wird.
Ebenso ist auf der Seite zu lesen, dass dort, also im Irgendwo entlang der lybischen Küste im zentralen Mittelmeer - was aufgrund der Unklarheit übrigens verdeutlicht, dass weit mehr ertrinken, als erfasst wird. Es gibt keine flächendecke Überwachung des Mittelmeeres - die meisten Menschen absaufen. Was soll also der Scheiß mit "Seenotrettung" und "Geretteten"?
Zuletzt geändert von Unité 1 am Fr 20. Jan 2017, 16:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon odiug » Fr 20. Jan 2017, 16:25

jack000 hat geschrieben:(20 Jan 2017, 15:28)

Aufnehmen und zum nächsten Hafen bringen.

In keiner Silbe habe ich erwähnt das die absaufen sollen, es geht darum dass es keinen Sinn mehr macht Seenotgesetze zu missbrauchen wenn man wieder dort landet wo man hergekommen ist. Da es aber diese "Retter" gibt setzen sich die Leute halt der Gefahr aus ... und wenn die "Retter" mal zu spät kommen, bekommen andere die Schuld dafür das die sich dem Risiko ausgesetzt haben.


Richtig, da die vor Ort aufgenommen werden.

viewtopic.php?f=24&t=44995&start=11900#p3792991

http://www.seenotrettung.info/
Also wird der nächste Hafen ja wohl nicht in Europa liegen und des wegen gibt es nicht den geringsten Grund diese "Geretteten" illigal nach Europa zu bringen.
=> Daher ist das mit der "Seenotrettung" blanker Hohn und an Absurdität nicht zu übertreffen und nichts anderes als Schleusung im großen Maßstab!

Damit du mal verstehst, was du da forderst:

Ab Minute 16 wird es interessant.
Dann verstehe ich auch nicht, was dieses herumgeeiere auf den Papieren soll ?
Der Attentaeter von Berlin, Amri hatte 14 verschiedene Identitaeten mit den dazu noetigen Papieren.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon jack000 » Fr 20. Jan 2017, 17:09

Unité 1 hat geschrieben:(20 Jan 2017, 16:15)

Ersteres ist festgelegt, zweiteres nicht. Darum geht es doch die letzten Seiten.

Es geht ja darum wenn es denn festgelegt ist und Zuwiederhandlungen entsprechend geahndet werden.

Okay, das war aber sehr missverständlich formuliert.

Ja, hätte ich besser machen können.

Diese Sicht ist Quatsch, höflich formuliert, angesichts von mehr als 5000 Ertrunkenen alleine dieses Jahr. Deine Annahme einer kalkulierten Risikoabwägung bedeutet, dass sich die Leute der Gefahren gewahr sind. Und dennoch das Risiko auf sich nehmen. Das würde sich mit Repressionen gegenüber Seenotrettern nicht ändern. Was sich ändern würde, wäre die Zahl der Toten.

Wieso sollten die das Risiko auf sich nehmen? Startest du etwas was völlig ohne Chance ist das es erfolgreich wird?

Verstehe ich nicht; was meinst du?

Na wenn ein Boot absäuft und deren Mitfahrer ertrinken bekommen immer europäische Politiker die Schuld aber nicht diejenigen die wirklich schuld sind.

Erstens beschränkt sich das doch nicht auf den nahen Küstenbereich nordafrikanischer Länder, es wäre eine Unterstellung, sowas zu behaupten.

Bisher sind mir keine anderen Quellen bekannt. Welches Motiv sollten die haben vor der Küste Italiens auf die zu warten?

Zweitens hast du dir ein schlechtes Beispiel ausgesucht. Aus dem Artikel ist weder ersichtlich, wohin die Überlebenden gebracht wurden, noch wer sie wohin auch immer brachte.

Stimmt

Bei der Recherche danach stieß ich allerdings auf folgenden Artikel:
http://www.n-tv.de/politik/Mehr-als-100 ... 99826.html
Macht sich die italienische Küstenwache der Schlepperei verdächtig?

Juristisch nicht, von der Tätigkeit her schon.

Dort ist auch zu lesen, dass der Schwerpunkt im zentralen Mittelmeer liegt. Sehe also nicht, wo "entlang der lybischen Küste" nun verortet wird.

Das ist Geschwafel von denen, es werden ca. 50 Kilometer sein.

Ebenso ist auf der Seite zu lesen, dass dort, also im Irgendwo entlang der lybischen Küste im zentralen Mittelmeer - was aufgrund der Unklarheit übrigens verdeutlicht, dass weit mehr ertrinken, als erfasst wird. Es gibt keine flächendecke Überwachung des Mittelmeeres - die meisten Menschen absaufen. Was soll also der Scheiß mit "Seenotrettung" und "Geretteten"?

Warum bringen die die Geretteten nicht einfach wieder an die Küste zurück von der die gekommen sind? Mir ist keine konkrete Rettung bekannt die irgendwo mittendrin stattgefunden hat.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon jack000 » Fr 20. Jan 2017, 17:34

odiug hat geschrieben:(20 Jan 2017, 16:25)

Damit du mal verstehst, was du da forderst:

Ab Minute 16 wird es interessant.

Hinweis: Man kann auch youtube-Videos ab einer bestimmten Zeit verlinken (Dann aber nicht mehr mit der [youtube] Vorschau aber als Link. "Rechte Maustaste und Video an dieser Stelle kopieren"

Zum Thema: Wenn die Sachen nicht so laufen wie sie laufen sollten bedeutet das nicht, dass deswegen die Schleusen geöffnet werden müssen, sondern man muss die Dinge in Ordnung bringen.

Dann verstehe ich auch nicht, was dieses herumgeeiere auf den Papieren soll ?
Der Attentaeter von Berlin, Amri hatte 14 verschiedene Identitaeten mit den dazu noetigen Papieren.

Eben nicht, er kam ohne Papiere an und hat dann irgendwas behauptet was ihm wohl geglaubt wurde ... und das Ganze sogar 14mal => Somit dürfte doch klar sein, was das "herumgeiere" mit den Papieren wohl für einen Zweck hat? Oder soll ich bei der nächsten Polizeikontrolle meines Autos auch verschweigen können wer ich bin?
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon watisdatdenn? » Fr 20. Jan 2017, 17:48

JJazzGold hat geschrieben:(20 Jan 2017, 07:37)
Der Vorfall bestätigt, dass von Rettung aus Seenot seitens der libyschen Küstenwache keine Rede sein kann.
Das EU Trainingsprogramm scheint nicht zu greifen.

Ich sehe das anders. Die libysche Küstenwache macht ihren Job gut, wird aber von "rettern" behindert, welche die Leute nach Europa bringen wollen -> rangelei -> es sterben Menschen.
Toll gemacht von den retterschleppern, wirklich..
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon Unité 1 » Fr 20. Jan 2017, 17:58

jack000 hat geschrieben:(20 Jan 2017, 17:09)

Wieso sollten die das Risiko auf sich nehmen? Startest du etwas was völlig ohne Chance ist das es erfolgreich wird?
Der Erfolg ist ja nicht ausgeschlossen. Auch nicht bei einer etwaigen Kodifizierung, dass der nächstgelegene Hafen anzulaufen ist. (was aus mehreren Gründen nicht praktisch ist)
Der Punkt ist, du kannst nur einmal sterben und dieses Risiko wird bereits in Kauf genommen.

Juristisch nicht, von der Tätigkeit her schon.
Was denkst du, warum die italienische Küstenwache so gehandelt hat?
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon Dark Angel » Fr 20. Jan 2017, 18:18

odiug hat geschrieben:(20 Jan 2017, 16:25)

Damit du mal verstehst, was du da forderst:

Ab Minute 16 wird es interessant.
Dann verstehe ich auch nicht, was dieses herumgeeiere auf den Papieren soll ?
Der Attentaeter von Berlin, Amri hatte 14 verschiedene Identitaeten mit den dazu noetigen Papieren.

Herumgeeiere auf Papieren? Die Gesetzeslage ist eindeutig. Personen die ohne gültige Personaldokumente eine Staatsgrenze überschreiten, wandern illegal ein. Ende!
Der Attentäter von Berlin und Hunderte, wenn nicht Tausende andere kamen ohne gültige Personaldokumente nach Europa/Deutschland und haben sich hier mehrfach mit jeweils anderer Identität angemeldet, ohne dass diese von den zuständigen Stellenn auch nur ansatzweise geprüft wurde.
Und so viele Identitäten wie diese Typen haben, so oft kassieren sie Sozialleistungen.
Herumgeeiere auf den Papieren?
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon pikant » Fr 20. Jan 2017, 18:20

Dark Angel hat geschrieben:(20 Jan 2017, 18:18)

Herumgeeiere auf Papieren? Die Gesetzeslage ist eindeutig. Personen die ohne gültige Personaldokumente eine Staatsgrenze überschreiten, wandern illegal ein. Ende!


Bayern zeigt ja jede Straftat bei dieser illegalen Einreise an und die Gerichte stellen dann in der Regel das Verfahren ein, wenn ein Asylantrag gestellt wurde - Ende!
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon pikant » Fr 20. Jan 2017, 18:22

Dark Angel hat geschrieben:(20 Jan 2017, 18:18)

Und so viele Identitäten wie diese Typen haben, so oft kassieren sie Sozialleistungen.


das ist nachweislich bei diesem Attenteter falsch - der hatte 14 Identitaeten hat aber nicht 14 mal Sozialleistungen beantragt und auch nicht kassiert.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon Dark Angel » Fr 20. Jan 2017, 18:42

Unité 1 hat geschrieben:(20 Jan 2017, 13:53)

Welche Regeln?
War das unbedacht oder boshaft? Das ist genau das, was ich in meinem ersten Beitrag hier im Strang anprangere: Absaufen lassen wollen, um abzuschrecken.
Es lässt mich rätseln, warum du das nun doch offen schreibst.

Dark Angel sagte "nächstgelegener Hafen oder Europa", woraus sich ergibt, dass für sie der nächstgelegene Hafen nicht in Europa sein kann.

Magste mal verlinken, worauf du dich beziehst?

Dark Angel sagte nächstgelegener anzulaufender Hafen und das machen Schiffe der kommerziellen Seefahrt auch. Die ändern ihren Kurs wegen den Schiffbrüchigen nicht. Time is money!
Anders ist dass allerdings bei so genannten "Hilfs- und Rettungsorganisationen" wie z.B. Sea-Watch, die bringen die Schiffbrüchigen grundsätzlich nach Europa und machen sich damit zu Helfern der Schlepperbanden. Mit Retten aus Seenot haben die Aktionen solcher Pseudohelfer nichts zu tun, weil sie gezielt nach den Schlepperbooten suchen, um die Menschen nach Europa zu bringen.
Und die Sea-Watch-"Aktivisten" brüsten sich auch noch damit:
Wir haben bisher alle Boote knapp 24 Meilen vor Libyen gefunden. Sie waren in einem desolaten Zustand.
Bei 24 sm vor der Küste Libyens ist der nächste anzulaufende Hafen in Europa. Ist jetzt nicht dein Ernst oder?

Andererseits beschweren sich die Sea-Watch-"Aktivisten" darüber, dass FRONTEX- Schiffe nur auf empfangene Notrufe reagieren, also eigentlich gar nicht retten würden.
Ja was denn sonst?
Ohne gezielt angefordert zu werden, machten die Schiffe, die etwa für die EU-Grenzschutzagentur Frontex unterwegs sind, gar nichts. [...]
Auch die italienische Küstenwache fährt nur raus, wenn es einen Hilferuf gegeben hat.


Und ganz nebenbei gibt es auch eine italienische Studie, die das bestätigt, was hier von einigen angesprochen wurde:
hre Untersuchung zeige, dass "militärische Patrouillen-Einsätze im Mittelmeer die Zahl der Ankünfte [von Migranten] erhöht haben, und damit einen Anreiz und einen positiven Faktor für das Geschäft der Schleuser darstellen", heißt es in einer Präsentation der noch unveröffentlichten Studie. Indem die Rettungsmissionen die Sicherheit der Überfahrt erhöhen, machten sie die Dienste der Schleuser attraktiver und befeuerten deren Geschäft.
Mehr zum Thema
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Seit Beginn der Marinepatrouillen Ende 2013 seien pro Monat rund 900 mehr Migranten aus afrikanischen Ländern in Italien angelangt. Ausgehend von Durchschnittskosten von 1430 US-Dollar für eine Überfahrt mit Schleuserhilfe ergäben sich knapp 15 Millionen Dollar Extra-Einnahmen für die Menschenhändler pro Jahr.
Die Rettungspatrouillen im Mittelmeer stehen nicht zum ersten Mal unter dem Vorwurf, das Schleusergeschäft zu verstärken.


Auf der anderen Seite (wurde hier auch angesprochen) ist der Kapitän eines Schiffes, welches Schiffbrüchige an Bord nimmt, nicht verpflichtet deren Rechtsstatus zu prüfen. Er hat sie nur in einen sicheren Hafen zu bringen und ein sicherer Hafen, ist der Hafen jedes Landes, das sich nicht im Kriegszustand befindet.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon Unité 1 » Fr 20. Jan 2017, 19:06

Dark Angel hat geschrieben:(20 Jan 2017, 18:42)


Und ganz nebenbei gibt es auch eine italienische Studie, die das bestätigt, was hier von einigen angesprochen wurde:
ntv-artikel
.

Kann sein, die Studie würde ich mir gerne mal ansehen. Der ntv-artikel sowie alle dazu auffindbaren zitieren aus einer Präsentation einer nicht veröffentlichten Studie, oder genauer geben sie die dpa-meldung wieder.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon JJazzGold » Fr 20. Jan 2017, 21:35

watisdatdenn? hat geschrieben:(20 Jan 2017, 17:48)

Ich sehe das anders. Die libysche Küstenwache macht ihren Job gut, wird aber von "rettern" behindert, welche die Leute nach Europa bringen wollen -> rangelei -> es sterben Menschen.
Toll gemacht von den retterschleppern, wirklich..


Wie die libysche Küstenwache letztendlich ihren Job macht, können weder Sie noch ich aus der Ferne beurteilen.
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Teeernte
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon Teeernte » Fr 20. Jan 2017, 22:01

Flüchtlinge von gefährlicher Überfahrt abschrecken
Schleuserorganisationen soll mit dem Verfahren die Grundlage für ihre Geschäfte entzogen werden. "Die fehlende Aussicht auf das Erreichen der europäischen Küste könnte ein Grund sein, warum die Migranten davon absehen, unter Einsatz ihres Lebens und hoher eigener finanzieller Mittel, die gefährliche Reise anzutreten", sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums gegenüber der "Welt am Sonntag".
http://www.heute.de/bundesinnenminister ... 39746.html
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jack000
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon jack000 » Fr 20. Jan 2017, 22:24


"Die fehlende Aussicht auf das Erreichen der europäischen Küste könnte ein Grund sein, warum die Migranten davon absehen, unter Einsatz ihres Lebens und hoher eigener finanzieller Mittel, die gefährliche Reise anzutreten"

Aha, es geht also doch!
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

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