"Seenotrettung" von Flüchtlingen

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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon H2O » Do 6. Apr 2017, 08:04

relativ hat geschrieben:(05 Apr 2017, 22:00)

Du meinst Übertreibungen wären besser und zeugen von Verantwortung?. Ja dann hast du gerade das Spiegelbild von dem gelesen, was ich hier häufiger so lesen muss. :)
Ich weiss nicht was sich bei dir großartig geändert hat, bei mir hat sich vom Lebensgefühl in den letzten 20 Jahren kaum etwas geändert.
Die Terrorgefahr gabs schon vor dem Flüchtlingsstrom und hat mein persönliches Leben auch nicht sonderlich beeinflusst. Das die Terrorgefahr immer noch da und groß ist liegt auch nicht an den Flüchtlingen, oder an dem Umstand das wir welche aufnehmen, da es viel mehr Terroristen gab, die hier aufgewachsen und sozialisiert sind/wurden.


Unser ehemaliger Wirtschaftsminister Rösler / FDP hatte das schlechte Beispiel über Frösche im Kochtopf in die Politik eingeführt. Für Vergeßliche: Die armen Tiere merken nicht, daß sie ganzn allmählich gekocht werden. Das fiel mir jetzt gerade so ein... ein schlechtes Beispiel eben.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon H2O » Do 6. Apr 2017, 08:06

jack000 hat geschrieben:(05 Apr 2017, 22:33)

Kann es sein, dass wir aneinander vorbei reden?


Möglich; dann bitte ich um Entschuldigung: Ich habe nur "Höcke" gelesen und mich geärgert!
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon relativ » Do 6. Apr 2017, 08:09

H2O hat geschrieben:(06 Apr 2017, 09:04)

Unser ehemaliger Wirtschaftsminister Rösler / FDP hatte das schlechte Beispiel über Frösche im Kochtopf in die Politik eingeführt. Für Vergeßliche: Die armen Tiere merken nicht, daß sie ganzn allmählich gekocht werden. Das fiel mir jetzt gerade so ein... ein schlechtes Beispiel eben.

Tja ich will keinem seine Kaffesatzleserrei nehmen, damit er nachher behaupten kann, ich hatte Recht.
Solange aber die Zukunft noch offen ist , sollte man nicht aktiv versuchen auf diese schlechteren Zukunftprognosen aktiv hinzuarbeiten, nur damit man nachher evtl. Recht behält.
Das ist meine Einstellung.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon H2O » Do 6. Apr 2017, 08:18

relativ hat geschrieben:(06 Apr 2017, 09:09)

Tja ich will keinem seine Kaffesatzleserrei nehmen, damit er nachher behaupten kann, ich hatte Recht.
Solange aber die Zukunft noch offen ist , sollte man nicht aktiv versuchen auf diese schlechteren Zukunftprognosen aktiv hinzuarbeiten, nur damit man nachher evtl. Recht behält.
Das ist meine Einstellung.


Ja, dann noch einer von der Sorte: Da stürzt ein Mensch vom Dach und sieht in seiner Todesangst die Stockwerke an sich vorbeisausen. Im 1. Stockwerk stellt er fest: "Das ist bis jetzt ja alles gut gegangen." Verantwortung ist dann, wenn man die denkbaren Gefahren sieht, die eigenen Einwirkungsmöglichkeiten vernünftig abschätzt und ausbaut und sich ansonsten auf das Schlimmste einstellt. Das richtet sich gegen niemanden, der nichts Ungutes im Schilde führt.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon relativ » Do 6. Apr 2017, 08:28

H2O hat geschrieben:(06 Apr 2017, 09:18)

Ja, dann noch einer von der Sorte: Da stürzt ein Mensch vom Dach und sieht in seiner Todesangst die Stockwerke an sich vorbeisausen. Im 1. Stockwerk stellt er fest: "Das ist bis jetzt ja alles gut gegangen." Verantwortung ist dann, wenn man die denkbaren Gefahren sieht, die eigenen Einwirkungsmöglichkeiten vernünftig abschätzt und ausbaut und sich ansonsten auf das Schlimmste einstellt. Das richtet sich gegen niemanden, der nichts Ungutes im Schilde führt.

1. was ist das für ein schräges(r) Beispiel/Vergleich?
2. sich auf ein mögliches worst case vorzubereiten und trotzdem bis dahin für einen guten Ausgang zu kämpfen schließst sich nunmal überhaupt nicht aus, auch wenn dies hier einige immer wieder Behaupten.
3. auch sichbare und aktuelle Probleme anzugehen, schließst den Kampf ums Gelingen nicht aus.
4. das Problem, so mein Eindruck, einige wollen eben nicht das es auch nur ansatzweise gelingt, eben auch nicht mit denen, die nix Ungutes im Schilde führen.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon schokoschendrezki » Do 6. Apr 2017, 09:06

relativ hat geschrieben:(05 Apr 2017, 22:00)

Du meinst Übertreibungen wären besser und zeugen von Verantwortung?. Ja dann hast du gerade das Spiegelbild von dem gelesen, was ich hier häufiger so lesen muss. :)
Ich weiss nicht was sich bei dir großartig geändert hat, bei mir hat sich vom Lebensgefühl in den letzten 20 Jahren kaum etwas geändert.
Die Terrorgefahr gabs schon vor dem Flüchtlingsstrom und hat mein persönliches Leben auch nicht sonderlich beeinflusst. Das die Terrorgefahr immer noch da und groß ist liegt auch nicht an den Flüchtlingen, oder an dem Umstand das wir welche aufnehmen, da es viel mehr Terroristen gab, die hier aufgewachsen und sozialisiert sind/wurden.

Ganz meine Meinung. Wie schon an anderer Stelle geschrieben: Das Erlebnis Prag 1968 als Kind oder auch Warschau 1981 als junger Mensch ... das hat man tatsächlich und auch richtigerweise als Krisensymptom wahrgenommen. Die angebliche "Krise" der Flüchtlingsaufnahmen 2015-17 ist keine Krise sondern ein logistisches Problem, das ein wirtschaftlich starkes Land wie Deutschland als willkommene Herausforderung sehen sollte.

Und eine instinktiv über das Lebensgefühl wahrgenommene Bedrohung war diese Zockerlust in den 90ern: Studenten, die in der Mensa nicht mehr Blickkontakte mit dem anderen Geschlecht suchten sondern Börsenkurse verfolgten, Bankangestellte, die einem unaufgefordert völlig irrsinnige Angebote machten und sich wunderten, wenn man sich nicht dafür interessierte ... das alles wirkte wesentlich verstörender und bedrohlicher auf mich als heute syrische Familien irgendwo in Berlin ...
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon H2O » Do 6. Apr 2017, 09:23

relativ hat geschrieben:(06 Apr 2017, 09:28)

1. was ist das für ein schräges(r) Beispiel/Vergleich?
2. sich auf ein mögliches worst case vorzubereiten und trotzdem bis dahin für einen guten Ausgang zu kämpfen schließst sich nunmal überhaupt nicht aus, auch wenn dies hier einige immer wieder Behaupten.
3. auch sichbare und aktuelle Probleme anzugehen, schließst den Kampf ums Gelingen nicht aus.
4. das Problem, so mein Eindruck, einige wollen eben nicht das es auch nur ansatzweise gelingt, eben auch nicht mit denen, die nix Ungutes im Schilde führen.


Na, da kommen wir den harten Tatsachen ja schon deutlich näher. Mit den Verdächtigungen setze ich mich jetzt aber nicht auseinander!
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon watisdatdenn? » Do 6. Apr 2017, 09:26

Noch ein genereller Gedanke:
Australien schickt seit 2013 die Boote zurück und es ertrinkt niemand mehr dort bei der Überfahrt im Meer und es kommt auch niemand mehr illegal an.

Es geht also wenn der politische Wille da ist!
Warum wollen das so viele nicht?
Geilen sich linke etwa an ertrunkenen Afrikanern auf?
Oder ist es ihnen so wichtig dass möglichst viele Afrikaner nach Europa kommen, so dass sie ein paar ertrunkene gerne in Kauf nehmen?
Zuletzt geändert von watisdatdenn? am Do 6. Apr 2017, 09:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon relativ » Do 6. Apr 2017, 09:27

H2O hat geschrieben:(06 Apr 2017, 10:23)

Na, da kommen wir den harten Tatsachen ja schon deutlich näher. Mit den Verdächtigungen setze ich mich jetzt aber nicht auseinander!

Meinst du denn die Verdächtigungen wären aus der Luft gegriffen?
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon H2O » Do 6. Apr 2017, 09:36

schokoschendrezki hat geschrieben:(06 Apr 2017, 10:06)

Ganz meine Meinung. Wie schon an anderer Stelle geschrieben: Das Erlebnis Prag 1968 als Kind oder auch Warschau 1981 als junger Mensch ... das hat man tatsächlich und auch richtigerweise als Krisensymptom wahrgenommen. Die angebliche "Krise" der Flüchtlingsaufnahmen 2015-17 ist keine Krise sondern ein logistisches Problem, das ein wirtschaftlich starkes Land wie Deutschland als willkommene Herausforderung sehen sollte.

Und eine instinktiv über das Lebensgefühl wahrgenommene Bedrohung war diese Zockerlust in den 90ern: Studenten, die in der Mensa nicht mehr Blickkontakte mit dem anderen Geschlecht suchten sondern Börsenkurse verfolgten, Bankangestellte, die einem unaufgefordert völlig irrsinnige Angebote machten und sich wunderten, wenn man sich nicht dafür interessierte ... das alles wirkte wesentlich verstörender und bedrohlicher auf mich als heute syrische Familien irgendwo in Berlin ...

Ach, lieber Schokoschendrewski, zur gegenwärtigen Lage ist nun schon fast alles von fast jedem gesagt worden. Kurzum: Wir schaffen das! Selbst diese Geschichte ist noch nicht "in trockenen Tüchern". Nun kommt der Familiennachzug der vielen Familienmitglieder, die bisher mit dem Krieg offenbar weniger Schwierigkeiten hatten als die jungen Männer. Auch das wird unser Land verdauen, wenn auch mit viel Theater drum herum. Unsere Innenpolitik wird sich wohl auf härtere Gangarten einstellen, falls bestimmte Gewohnheiten aus dem Ruder laufen sollten.

In diesem Strang geht es um eine zukünftige Entwicklung, auf die wir uns in Europa vorbereiten sollten. Da geht es auch nicht um syrische Kriegsflüchtlinge oder demnächst vielleicht türkische politische Flüchtlinge, sondern um eine unerwünschte Masseneinwanderung, die uns hier schon einmal verstört hat, und die offenbar kaum gebrochen abläuft und sich sogar steigert.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon H2O » Do 6. Apr 2017, 09:38

relativ hat geschrieben:(06 Apr 2017, 10:27)

Meinst du denn die Verdächtigungen wären aus der Luft gegriffen?


Wenn Sie mich damit nicht meinen, dann ist mir das gleichgültig. Ansonsten ärgerlich, aber jeder hat nun einmal seinen Gesprächsstil.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon watisdatdenn? » Do 6. Apr 2017, 09:39

schokoschendrezki hat geschrieben:(06 Apr 2017, 10:06)
das alles wirkte wesentlich verstörender und bedrohlicher auf mich als heute syrische Familien irgendwo in Berlin ...

Finde den Syrer (und vielleicht auch gleich den Fehler in Gedanken)
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon relativ » Do 6. Apr 2017, 09:39

watisdatdenn? hat geschrieben:(06 Apr 2017, 10:26)

Noch ein genereller Gedanke:
Australien schickt seit 2013 die Boote zurück und es ertrinkt niemand mehr dort bei der Überfahrt im Meer und es kommt auch niemand mehr illegal an.



Die Frage mit welchem Recht tun sie dies? Ist ja nicht so, daß Australien sich für eine sichere Heimreise der Flüchtlinge eingesetzt hat.
http://www.n-tv.de/politik/Australien-s ... 11696.html

Es geht also wenn der politische Wille da ist!
Warum wollen das so viele nicht?
Geilen sich linke etwa an ertrunkenen Afrikanern auf?
Oder ist es ihnen so wichtig dass möglichst viele Afrikaner nach Europa kommen, so dass sie ein paar ertrunkene gerne in Kauf nehmen?


Australien verlagert das Problem doch nur auf andere Länder. Mit welchen int. Recht sie im int. Gewässern Boote aufhalten und zur Kursumkehr zwingen wäre auch mal interessant zu wissen.
Es landen auch viele auf ihren Gefängnisinseln, die Unterbringungen dort sind wohl eines zivilisierten Landes nicht würdig, bei allem was man so hört und liest.
Kein "wieder mal Linker" geilt sich auf bei Ertrinkenden. Dies gilt wohl eher für die "Jubelperser" vor den brennenden Asylbewerberunterkünften.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon relativ » Do 6. Apr 2017, 09:42

H2O hat geschrieben:(06 Apr 2017, 10:38)

Wenn Sie mich damit nicht meinen, dann ist mir das gleichgültig. Ansonsten ärgerlich, aber jeder hat nun einmal seinen Gesprächsstil.

Wenn ich dich explizit meinen würde, würde ich es auch explizit schreiben. Wenn sich jemand angesprochen fühlt, sollte er sich selber überprüfen.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon H2O » Do 6. Apr 2017, 09:43

watisdatdenn? hat geschrieben:(06 Apr 2017, 10:26)

Noch ein genereller Gedanke:
Australien schickt seit 2013 die Boote zurück und es ertrinkt niemand mehr dort bei der Überfahrt im Meer und es kommt auch niemand mehr illegal an.

Es geht also wenn der politische Wille da ist!
Warum wollen das so viele nicht?
Geilen sich linke etwa an ertrunkenen Afrikanern auf?
Oder ist es ihnen so wichtig dass möglichst viele Afrikaner nach Europa kommen, so dass sie ein paar ertrunkene gerne in Kauf nehmen?


Die Begleiterscheinungen der "australischen Lösung" halte ich für nicht hinnehmbar. Aber ich kenne die politische Großwetterlage in der Großregion zu wenig, um das Vorgehen verurteilen zu können. Auf jeden Fall wollen Australier bestimmen, wer in ihrem Lande siedeln soll und wer besser draußen bleibt. Das halte ich für einen gesunden Selbsterhaltungstrieb.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon H2O » Do 6. Apr 2017, 09:45

relativ hat geschrieben:(06 Apr 2017, 10:42)

Wenn ich dich explizit meinen würde, würde ich es auch explizit schreiben. Wenn sich jemand angesprochen fühlt, sollte er sich selber überprüfen.


Ein sehr eigenartiger Gesprächsstil; aber geschenkt!
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon watisdatdenn? » Do 6. Apr 2017, 09:51

H2O hat geschrieben:(06 Apr 2017, 10:43)
Die Begleiterscheinungen der "australischen Lösung" halte ich für nicht hinnehmbar.

Sind die Begleiterscheinungen der europäischen Lösung etwa besser:
Ertrunkene Afrikaner und eine unkontrollierte Zuwanderung?

Was genau ist denn für sie an der australischen Lösung nicht hinnehmbar?
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon schokoschendrezki » Do 6. Apr 2017, 09:54

H2O hat geschrieben:(06 Apr 2017, 10:36)

Ach, lieber Schokoschendrewski, zur gegenwärtigen Lage ist nun schon fast alles von fast jedem gesagt worden. Kurzum: Wir schaffen das! Selbst diese Geschichte ist noch nicht "in trockenen Tüchern". Nun kommt der Familiennachzug der vielen Familienmitglieder, die bisher mit dem Krieg offenbar weniger Schwierigkeiten hatten als die jungen Männer. Auch das wird unser Land verdauen, wenn auch mit viel Theater drum herum. Unsere Innenpolitik wird sich wohl auf härtere Gangarten einstellen, falls bestimmte Gewohnheiten aus dem Ruder laufen sollten.

In diesem Strang geht es um eine zukünftige Entwicklung, auf die wir uns in Europa vorbereiten sollten. Da geht es auch nicht um syrische Kriegsflüchtlinge oder demnächst vielleicht türkische politische Flüchtlinge, sondern um eine unerwünschte Masseneinwanderung, die uns hier schon einmal verstört hat, und die offenbar kaum gebrochen abläuft und sich sogar steigert.

Ich würde diese Skepsis ja verstehen, wenn ich irgendwo in der Provinz leben würde und lebensfern irgendwelchen Quark von mir geben würde. Ich lebe aber hauptsächlich in Berlin und bin mittendrin in all den Problemen. Ich gehe täglich an einem großen Flüchtlingsheim vorbei und schlängele mich durch spielende syrische Kinder und kopftuchtragende Frauen vorbei. Nur, um etwas später durch Viertel zu laufen, in denen so gut wie ausschließlich russisch gesprochen wird. Ja und? Was habt ihr eigentlich für ein Problem?
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon watisdatdenn? » Do 6. Apr 2017, 10:02

schokoschendrezki hat geschrieben:(06 Apr 2017, 10:54)
Ich lebe aber hauptsächlich in Berlin und bin mittendrin in all den Problemen. Ich gehe täglich an einem großen Flüchtlingsheim vorbei und schlängele mich durch spielende syrische Kinder und kopftuchtragende Frauen vorbei. Nur, um etwas später durch Viertel zu laufen, in denen so gut wie ausschließlich russisch gesprochen wird. Ja und? Was habt ihr eigentlich für ein Problem?

Wäre überhaupt kein Problem wenn sich die Zuwanderung auf Berlin beschränken würde.
Aber es betrifft nun Mal auch massiv Bayern und hier haben viele den Willen, dass Bayern auch als solches erkennbar bleibt und kein Interesse die kurzsichtige Berliner Politik mitzutragen.
BERlin ist eine multikulturelle Versagerstadt, die sich auf Kosten des restlichen (vor allem südlichen) Deutschlands durchfüttern lässt.
Berliner haben damit natürlich kein Problem. Dit is Berlin, wa?
Da wird auch gerne mal einer Joggerin mit einem Stein die Fresse eingeschlagen.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon Unité 1 » Do 6. Apr 2017, 10:10

schokoschendrezki hat geschrieben:(06 Apr 2017, 10:06)

Ganz meine Meinung. Wie schon an anderer Stelle geschrieben: Das Erlebnis Prag 1968 als Kind oder auch Warschau 1981 als junger Mensch ... das hat man tatsächlich und auch richtigerweise als Krisensymptom wahrgenommen. Die angebliche "Krise" der Flüchtlingsaufnahmen 2015-17 ist keine Krise sondern ein logistisches Problem, das ein wirtschaftlich starkes Land wie Deutschland als willkommene Herausforderung sehen sollte.

Das Gerede von der "Flüchtlingskrise" ist eigentlich eine Umdeutung, wonach nicht mehr die Krise der Flüchtenden als solche begriffen wird, sondern deren erfolgreiche Flucht davor, deren Ankunft im Land eine darstellen soll. Und, das ist das Perfide an der Umdeutung, Krisen müssen gelöst und künftige abgewehrt werden - sie sind tendenziell existenziell bedrohlich.
Von hin das führen kann, lässt sich am Stranganfang nachvollziehen. Die Kriminalisierung von Seenotrettern und damit das Inkaufnehmen des hundert-, des tausendfachen Ertrinkungstodes. Eine Krise ist ja mehr als ein Problem - ein Problem lässt sich lösen, eine Krise muss abgewendet werden, das erfordert radikale Maßnahmen.
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