"Seenotrettung" von Flüchtlingen

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jack000
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Re: "Seenotrettung" von Flüchtlingen

Beitragvon jack000 » Di 18. Jul 2017, 17:35

Jekyll hat geschrieben:(18 Jul 2017, 17:46)

Das sind Lebensretter, jack, keine Mörder.

Es ist äußerst fragwürdig so nah an der libyschen Küste schon in Seenot zu sein. Aber ok, tatsächlich davon ausgehend das eine Seenot vorliegt ist mit der Aufnahme auf dem Schiff die Seenotrettung abgeschlossen. Eine Fahrt nach Europa ist nicht notwendig um jemanden vor dem Ertrinken zu retten.
=> Daher müssen die Leute dann wieder zurück gebracht werden, denn von dort kommen die ja her.
=> Sobald 100% klar ist, dass eine Abfahrt in Richtung Europa nicht die geringste Chance auf Überfahrt nach Europa nach sich zieht wird die Zahl der Toten/Ertrunkenen sich auf 0 tendieren, weil man sich dann nicht mehr absichtlich in "Seenot" begibt. Und darauf wird es auch hinauslaufen.
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Re: "Seenotrettung" von Flüchtlingen

Beitragvon DarkLightbringer » Di 18. Jul 2017, 17:48

Zur Seenotrettung sind alle Marinen verpflichtet, unabhängig vom Ansehen der in Not geratenen Personen.

Im Rahmen diverser Missionen im südlichen zentralen Mittelmeerraum sind aber auch Verdächtige festgenommen und hunderte von Seefahrzeugen zerstört worden. Im Verdachtsfall von illegaler Schleusung oder Waffentransporte können Schiffe und Boote auf hoher See durchsucht und beschlagnahmt werden. Verlassene Objekte, die ein See-Hindernis darstellen, können auch versenkt werden.

Für ein Vorgehen in fremden Gewässern oder auf fremdem Territorium ist völkerrechtlich die Zustimmung der UN oder des betreffenden Staates erforderlich.
Die Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache steht hier noch am Anfang.

Ich denke, die Kooperation mit Libyen ist hier von herausragender Bedeutung, wenn es eben nicht um die "hohe See" geht, sondern um Küstengewässer und libysches Territorium an Land.
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Re: "Seenotrettung" von Flüchtlingen

Beitragvon Sozialdemokrat » Di 18. Jul 2017, 18:21

Gäbe es eine Luftbrücke, würde niemand mehr ertrinken. Man sollte eine Luftbrücke organisieren bis alle Fluchtursachen beseitigt sind.
Die Balkanroute ist nicht ganz dicht.
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von Grimm
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Re: "Seenotrettung" von Flüchtlingen

Beitragvon von Grimm » Di 18. Jul 2017, 21:08

Sozialdemokrat hat geschrieben:(18 Jul 2017, 19:21)

Gäbe es eine Luftbrücke, würde niemand mehr ertrinken. Man sollte eine Luftbrücke organisieren bis alle Fluchtursachen beseitigt sind.


Die Fluchtursachen hergestelt, hat der sogenannte arabische Frühling. Er wurde sehr von uns untestützt, und manch einer hat da schon sein Leben verloren.
Jetzt haben wir in Nordafrika einen Scheißhaufen, den uns die USA, NATO samt der EU hingelegt hat.
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Re: "Seenotrettung" von Flüchtlingen

Beitragvon JFK » Di 18. Jul 2017, 21:21

von Grimm hat geschrieben:(18 Jul 2017, 22:08)

Die Fluchtursachen hergestelt, hat der sogenannte arabische Frühling. Er wurde sehr von uns untestützt, und manch einer hat da schon sein Leben verloren.
Jetzt haben wir in Nordafrika einen Scheißhaufen, den uns die USA, NATO samt der EU hingelegt hat.


Nee, der Großteil der Flüchtlinge kommt nach wie vor aus Ost-Afrika, und ein Großteil davon schafft es nicht auf die Boote.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon Jekyll » Di 18. Jul 2017, 22:55

gödelchen hat geschrieben:(18 Jul 2017, 18:02)

Bei so einer Antwort ergibt sich die Frage warum ? Die Antwort darauf wird sicher so sein, wie die Antwort, auf die diese Frage beruht.
Die überraschende Antwort lautet: die EU.

Seit es die EU gibt, stellt das Mittelmeer eine einzige Grenze dar, die das eigene Territorium von Afrika, wo traditionell viel Elend und Armut herrschen, trennt. Oder auch bindet...(Grenzen haben oft diese paradoxhafte Doppelfunktion). Ihr als angerenzender Nachbar seid unmittelbar davon betroffen. Ob es euch passt oder nicht (seine Nachbarn kann man sich nur bedingt aussuchen, erst recht in planetaren Maßstäben).
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Pro&Contra
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Re: "Seenotrettung" von Flüchtlingen

Beitragvon Pro&Contra » Di 18. Jul 2017, 23:09

Sozialdemokrat hat geschrieben:(18 Jul 2017, 19:21)

Gäbe es eine Luftbrücke, würde niemand mehr ertrinken. Man sollte eine Luftbrücke organisieren bis alle Fluchtursachen beseitigt sind.


Nö. Sollte man nicht. Das wäre zwar konsequent, aber auch wirtschaftlich ein Desaster. Völlig unmöglich zu stemmen. Abgesehen davon würde ein Großteil der Bevölkerung dann rebellieren. Das wäre auch politischer Selbstmord. Wer logisch denken kann, der weiss, dass eine Luftbrücke unmöglich ist.

Und deshalb ist die logische Konsequenz die Route dicht zu machen. Hart aber nötig. Und dann kann man Flüchtlingen aus Kriegsgebieten wesentlich besser und schneller helfen. Die Wirtschaftsflüchtlinge kosten Zeit, Geld, Ressourcen. Hätten wir die Situation mit den Kriegsflüchtlingen nicht, dann könnte man ja überlegen eine begrenzte Anzahl an Wirtschaftsflüchtlingen aufzunehmen. Aber in der aktuellen Situation muss man Prioritäten setzen.

Und die Mitarbeiter dieser NGOs, auf die dieser Artikel zutrifft, gehören eingesperrt. Das sind keine Helden. Das sind Verbrecher. http://www.spiegel.de/politik/ausland/f ... 58415.html

De Maizière sagte mit Blick auf die Mittelmeermigration weiter, die Menschen, die kommen, seien vermehrt nicht vom Bürgerkrieg verfolgte Syrer oder Iraker, sondern Afrikaner, insbesondere Westafrikaner, die aus wirtschaftlichen Motiven nach Europa wollten. "Anders als bei Schutzbedürftigen besteht hier keine Bereitschaft bei uns und bei allen anderen Mitgliedstaaten zur Aufnahme", sagte er.

Deutlich schärfere Worte als Innenminister de Maizière wählte sein österreichischer Amtskollege Wolfgang Sobotka. Er forderte Strafen für "selbst ernannte Seenot-Retter" im Mittelmeer.
Wenn ich nicht antworte, dann habe ich entweder keine Lust oder deine Argumente sind Unsinn.
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Re: "Seenotrettung" von Flüchtlingen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 19. Jul 2017, 08:28

von Grimm hat geschrieben:(18 Jul 2017, 22:08)

Die Fluchtursachen hergestelt, hat der sogenannte arabische Frühling. Er wurde sehr von uns untestützt, und manch einer hat da schon sein Leben verloren.
Jetzt haben wir in Nordafrika einen Scheißhaufen, den uns die USA, NATO samt der EU hingelegt hat.

Fluchtursache Nr. 1 ist Isolationismus respektive korrupte Regime. Die Boko Haram sitzt tiefer, aber im Ostteil Libyens wütet ein General, Milizen, auch IS - Russland und Ägypten mischen mit. Die UN unterstützt die Einheitsregierung im Westteil.
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Re: "Seenotrettung" von Flüchtlingen

Beitragvon think twice » Mi 19. Jul 2017, 08:32

"Deutlich schärfere Worte als Innenminister de Maizière wählte sein österreichischer Amtskollege Wolfgang Sobotka. Er forderte Strafen für "selbst ernannte Seenot-Retter" im Mittelmeer."

Und Pro&Contra, bist du auch der Meinung, dass man Lebensrettungen unter Strafe stellen sollte?
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Re: "Seenotrettung" von Flüchtlingen

Beitragvon jack000 » Mi 19. Jul 2017, 08:41

think twice hat geschrieben:(19 Jul 2017, 09:32)

"Deutlich schärfere Worte als Innenminister de Maizière wählte sein österreichischer Amtskollege Wolfgang Sobotka. Er forderte Strafen für "selbst ernannte Seenot-Retter" im Mittelmeer."

Und Pro&Contra, bist du auch der Meinung, dass man Lebensrettungen unter Strafe stellen sollte?

Die Frage ging zwar nicht an mich aber hast du hier im Forum schon mal einen Beitrag gelesen der sich gegen eine Seenotrettung richtete?
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Re: "Seenotrettung" von Flüchtlingen

Beitragvon ThorsHamar » Mi 19. Jul 2017, 08:51

think twice hat geschrieben:(19 Jul 2017, 09:32)

...., bist du auch der Meinung, dass man Lebensrettungen unter Strafe stellen sollte?


Wer will denn Lebensrettung unter Strafe stellen???
Es geht um Bestrafung von Menschen, welche andere Menschen in Lebensgefahr bringen und eine Rettung als Teil ihres eigenen Projektes einkalkulieren.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon ThorsHamar » Mi 19. Jul 2017, 08:59

Jekyll hat geschrieben:(18 Jul 2017, 23:55)

...das eigene Territorium von Afrika, wo traditionell viel Elend und Armut herrschen ....


In "traditionell" liegt die ganze Lösung des Problems Afrika.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon Alana4 » Mi 19. Jul 2017, 09:57

ThorsHamar hat geschrieben:(19 Jul 2017, 09:59)

In "traditionell" liegt die ganze Lösung des Problems Afrika.


Nee, in "traditionell" liegt das Problem!

Und da fallen mir spontan einige Dokumentationen ein, die das "schöne, friedliche, urwüchsige" Leben der Naturvölker zeigen....und die uns mitteilen, dass so etwas bewahrt werden muss, geschützt,........

nicht beantwortet wird die Frage: wofür? Damit wir diese Völker angucken können? Damit wir sehen und (als Erlebnis-Touristen) erleben können, wie das Leben als Jäger und Sammler dereinst gewesen ist?

Ein Anverwandter von mir lebt und arbeitet seit Jahren in Afrika. Der bringt Berichte mit, da rollen sich einem die Fußnägel auf. Smartphone habe da inzwischen viele.....vor allem die Männer....die tippen da auch den ganzen Tag drauf rum, ansonsten tanzen die regelmäßig ums Feuer und bitten wen auch immer um Regen....um frischen Alkohol, um irgendwas.....für das Heranschaffen von Wasser und Nahrung usw. sind allein die Frauen zuständig, die rackern sich ab und treten auf der Stelle. Ein Kerl hat da kaum eine andere Aufgabe als Kinder machen. Nicht etwa "versorgen", nur "machen"! Ein Mann, 4 Frauen (+hohe Dunkelziffer). Das ist einfach die Realität, insbesondere im weiten Land abseits der Städte. Ach was, in den Städten auch- die landen in den Slums, pappen da Blech und Papier aneinander und "leben" dort wie im Busch das "traditionelle" Leben weiter.

die Menschen sind weder dümmer noch schlechter als Menschen anderswo auf der Welt. Aber den Sprung von anno dunnemals bis heute haben die nicht gepackt. Die politische Wende in Europa Ende der 80er- Anfang der 90er hat vor Allem Afrika geschadet! Der Kontinent war schon einmal weiter.
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Re: Seenotrettung von Flüchtlingen

Beitragvon ThorsHamar » Mi 19. Jul 2017, 10:27

Alana4 hat geschrieben:(19 Jul 2017, 10:57)

Nee, in "traditionell" liegt das Problem! ....


Natürlich .... und die Lösung des Problems beginnt mit der korrekten Analyse.
Das Wort "traditionell" beschreibt tatsächlich die gesamte Welt dieser Problematik bestens, nämlich von der Unmöglichkeit einer politisch korrekten Analyse der Ursachen bis zur Unmöglichkeit, mit Ethik und Moral der Moderne auf die vorsteinzeitlichen, hochenergetischen Lösungsansätze der urmenschlichen Stammesgesellschaften zu reagieren.
Ein adäquate Rettung wird uns bei Bedarf dann versagt bleiben ....
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Re: "Seenotrettung" von Flüchtlingen

Beitragvon Quatschki » Mi 19. Jul 2017, 10:59

Die grundlegende Frage ist doch, was man im Zeitalter von Digitalisierung und Industrie 4.0 mit ein paar Milliarden "Abgehängten" anfangen soll?

Wissen ist eine Ressource, die man teilen kann, ohne dass sie weniger wird.
Darauf beruhten die Hoffnungen der Fortschrittsoptimisten der 60er Jahre und der Glaube, dass Entwicklungsländer nach Überwindung von Rückständigkeit, Unwissenheit und Aberglauben schnell aufschließen können würden.
War wohl ein Irrtum.
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: "Seenotrettung" von Flüchtlingen

Beitragvon ThorsHamar » Mi 19. Jul 2017, 11:10

Quatschki hat geschrieben:(19 Jul 2017, 11:59)

Die grundlegende Frage ist doch, was man im Zeitalter von Digitalisierung und Industrie 4.0 mit ein paar Milliarden "Abgehängten" anfangen soll?


Na ja, die grundlegende Frage in diesem Strang ist dabei, wie man mit Menschen umgeht, die immerhin klug genug sind, mit brutalstmöglicher Effizienz die Gutmenschlichkeit in bare Münze umzusetzen ...

Wissen ist eine Ressource, die man teilen kann, ohne dass sie weniger wird.
Darauf beruhten die Hoffnungen der Fortschrittsoptimisten der 60er Jahre und der Glaube, dass Entwicklungsländer nach Überwindung von Rückständigkeit, Unwissenheit und Aberglauben schnell aufschließen können würden.
War wohl ein Irrtum.


Definitiv! Die Angst vor Sozialdarwinismus machte das möglich ....
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Re: "Seenotrettung" von Flüchtlingen

Beitragvon Alana4 » Mi 19. Jul 2017, 11:28

Quatschki hat geschrieben:(19 Jul 2017, 11:59)

.....
War wohl ein Irrtum.


War es nicht. Man hat aber 1. die Zeit unterschätzt, die so etwas dauert UND 2. als es die großen Machtblöcke (die weltpolitisch auch im positiven Sinn Konkurrenten waren) nicht mehr gab, konnte die schiere Profitgier wieder die Zügel in die Hand nehmen.
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Re: "Seenotrettung" von Flüchtlingen

Beitragvon Sozialdemokrat » Mi 19. Jul 2017, 16:08

Das mit der Luftbrücke ist keine neue Idee:
"In einem dramatischen Wettlauf mit der Zeit versucht die Nato den Massenexodus und das Elend der Kosovo-Albaner mit massiven militärischen und humanitären Einsätzen zu stoppen. 100.000 Menschen sollen in die Nato-Länder ausgeflogen werden. .....Deutschland werde 40.000 aufnehmen, die Türkei und die USA je 20.000, Norwegen 6.000, Kanada 5.000. Österreich erklärte sich Presseberichten zufolge zur Aufnahme von 5.000 Kosovo-Flüchtlingen bereit. Auch die Schweiz will Vertriebene aufnehmen. Die Türkei und Griechenland, das zur Aufnahme von 5.000 Flüchtlingen bereit ist, wollen bei der Lösung der humanitären Krise zusammenarbeiten."
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/v ... 15859.html
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Re: "Seenotrettung" von Flüchtlingen

Beitragvon Sozialdemokrat » Mi 19. Jul 2017, 16:24

Man muss aber auch nicht alle Menschen immer gleich wegfliegen. Man kann sie auch vor Ort mit einer Luftbrücke versorgen. Es gibt historische Beispiele:
"Am 2. Juli 1992 wurde die Luftbrücke nach Sarajevo errichtet. Sie sollte 44 Monate lang die belagerte Stadt versorgen.....Die NATO-Staaten, darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die USA und Kanada, versorgten die Bewohner von Sarajevo notdürftig mit Lebensmitteln sowie Decken, Zelten und medizinischen Hilfsgütern. Im August 1995 flogen NATO-Soldaten schließlich Luftangriffe – auch rund um Sarajevo – und zwangen die bosnisch-serbischen Truppen zum Rückzug." Quelle: http://www.bpb.de/politik/hintergrund-a ... 30-06-2017

Das waren noch Zeiten....
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Re: "Seenotrettung" von Flüchtlingen

Beitragvon Sozialdemokrat » Mi 19. Jul 2017, 16:36

Wieso bin ich hier im Forum eigentlich der einzige, der eine Luftbrücke nach Libyen fordert?
Die Balkanroute ist nicht ganz dicht.

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