Ist Demokratie gerecht?

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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon Realist2014 » Mi 17. Aug 2016, 13:17

Nele28 hat geschrieben:(17 Aug 2016, 13:24)

Leider auch solche wie du, die das zu beschönigen und verharmlosen suchen.


ich "beschönige" oder "verharmlose" gar nichts.

Nur möchte ich auch keine Gleichmacherei, die du offenbar anstrebst
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Welfenprinz
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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon Welfenprinz » Mi 17. Aug 2016, 13:33

Ist Demokratie gerecht?


Kann sie gar nicht sein.
Und ist auch gar nicht ihre Aufgabe.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon Dampflok94 » Mi 17. Aug 2016, 13:42

Maltrino hat geschrieben:(16 Aug 2016, 00:53)Dann sag was du als Gerechtigkeit empfindest und wir untersuchen ob in diesem Sinne Demokratie "gerecht" ist... Natürlich wissen hier alle, dass es unterschiedliche Vorstellungen von Gerechtigkeit gibt. Ich behaupte ja nur: Demokratie müsste eigentlich von großen Teilen der Bevölkerung, die auch "leistungsloses Einkommen" als ungerecht empfinden, als Ungerecht bezeichnet werden. Überspitzt: Ich darf bei der nächsten Bundestagswahl wählen! Ich habe eine Stimme! Obwohl ich, wie ihr merkt, der schlechteste und nitznutzigste Mensch der Welt bin und nichts für die Gesellschaft tue!

Du ziehst eine Analogie, die so nicht vorhanden ist. D .h. eigentlich forderst Du, daß andere diese Analogie so sehen müßten. Und wunderst dich, daß die das nicht tun. Es sind einfach zwei paar Schuh.
Ich bin eigentlich der falsche Ansprechpartner, weil ich als Anhänger eines BGE ja mit diesem "leistungslosen Einkommen" wenig Probleme habe. Aber selbst wenn ich das anders sehen würde, warum sollte das meine Einstellung zum Wahlrecht ändern? Das Wahlrecht basiert hauptsächlich auf zwei Dingen: Der Staatsangehörigkeit und dem Alter. Und es hat für mich nichts mit Gerechtigkeit zu tun hier irgendwas zu ändern.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon pikant » Mi 17. Aug 2016, 13:46

Nele28 hat geschrieben:(16 Aug 2016, 23:48)

Was ist schon gerecht? Im Namen der Gerechtigkeit wurde viel Leid und Elend in der Welt gestiftet. Das war früher schon so und ist heute nicht anders. Die Reichen, Mächtigen und damit auch die Einflußreichen machen aus den Politikern Marionetten und schaden der Demokratie.
Das, was funktioniert, sind Ablenkungsmanöver, so wie sie im alten Rom schon funktionierten: panem et circenses
Heute heißt das Spaß, Vergnügen, Events und Sportereignisse en mass und dabei gut gegessen und gesoffen zur Ablenkung der Volksseele. Mehr will der Deutsche doch garnicht mehr.Vielleicht noch Ballermann im Urlaub.


na ja
Sport, Events, Vergnuegen und gut essen gehen, das mag ich auch - koche aber sehr oft selbst, weil das mein Hobby ist!
Gegen ein geflegtes Glas Wein habe ich natuerlich auch nichts einzuwenden.

finde, das sind doch keine negativen Sachen, ausser man kann es sich nicht leisten und muss daher auf Sahnesport verzichten und sieht es nur im Fernseher bei Chips und ohne Champus oder edlem Wein - das ist nicht gut.
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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon pikant » Mi 17. Aug 2016, 13:51

Nele28 hat geschrieben:(17 Aug 2016, 13:24)

Nein, nur diese profit- und raffgierigen Konsorten, denen jedes Mittel Recht ist, zu betrügen, Steuern zu hinterziehen, Politiker korrumpieren, die sich leider zu hauf korrumpieren lassen und sich azozial verhalten, weil sie sich bei ihren Fehlleistungen der Verantwortung entziehen und dabei auch noch jede Menge Kohle abgreifen. Diese Nieten sind eine Gefahr für die Demokratie. Von denen gibt es leider viel zu viele.


Da stimme ich Ihnen zu, Steuerbetrueger braucht unser Land nicht, ob sie Hoeness heissen, oder der Arbeiter nebenan, der schwarz sein Haus reinigen laesst.
gegen Betrug muss man vorgehen und das hoehlt unsere Demokratie aus, wenn es Volkssport ist.

Da sollte man lieber die Steuern optimieren und die Gesetze beachten, aber die Spielraueme nutzen, die einem das Gesetz bringt und natuerlich auch die Gesetzgebung flexibel in der EU nutzen.
Man sollte sein Geld nicht unnoetig dem Staat schenken - Zustimmung!
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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon Welfenprinz » Mi 17. Aug 2016, 14:17

Wenn etwas “Volkssport“ ist.kann es per definitionem nicht undemokratisch sein.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon Progressiver » Mi 17. Aug 2016, 16:26

Nein, Demokratie alleine kann niemals gerecht sein. Wenn solche Themen wie (soziale) Gerechtigkeit hinzukommen müssen, dann braucht es auch solche Dinge wie Sozialstaat und Laizismus. Das heißt: Da jeder Mensch gleich viel wert ist, sollte jeder die gleichen Chancen haben, seiner Motivation und Veranlagung entsprechend, in der Gesellschaft vorwärts zu kommen. Wenn diese Bedingung sich nicht erfüllt und die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet, ist es aber auch bald mit der Demokratie vorbei. Dann entsteht entweder eine Feudalgesellschaft mit "Gated Communities" oder es kommt aber zu einer hoher Verbrechensrate bzw. sogar Bürgerkrieg. Und aus der Religion sollte sich der Staat sowieso raushalten. In Gottesstaaten ist der Souverän nämlich der imaginierte Gott oder die entsprechende Priesterschaft. Auch Deutschland sollte endlich laizistisch werden.
"Skepsis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Philosophie." (Denis Diderot)
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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon Atheist » Mi 17. Aug 2016, 17:10

Nele28 hat geschrieben:(16 Aug 2016, 19:28)

Die wahren Sozialschmarotzer sind die Reichen und Mächtigen, die einen weitaus größeren Schaden durch ihr Fehlverhalten und ihre Gier anrichten.


Auch die Reichen sind eine zu schützende Minderheit. Die Mächtigen hingegen müssen einfach nur abwählbar sein.
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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon Maltrino » Mi 17. Aug 2016, 19:51

Dampflok94 hat geschrieben:(17 Aug 2016, 14:42)

Du ziehst eine Analogie, die so nicht vorhanden ist. D .h. eigentlich forderst Du, daß andere diese Analogie so sehen müßten. Und wunderst dich, daß die das nicht tun. Es sind einfach zwei paar Schuh.
Ich bin eigentlich der falsche Ansprechpartner, weil ich als Anhänger eines BGE ja mit diesem "leistungslosen Einkommen" wenig Probleme habe. Aber selbst wenn ich das anders sehen würde, warum sollte das meine Einstellung zum Wahlrecht ändern? Das Wahlrecht basiert hauptsächlich auf zwei Dingen: Der Staatsangehörigkeit und dem Alter. Und es hat für mich nichts mit Gerechtigkeit zu tun hier irgendwas zu ändern.


Gerade als Anhänger von BGE solltest du dir meine Argumentation zu Gemüte führen. Dieses ganze "Wir wollen BGE weil dann alle Menschen gemeinsam an der Bio-Tafel Tofusalat essen" hilft doch nicht weiter. Auch die Ratloskeit der BGE-Gemeinde beim Thema Helikoptergeld zeigt mir, dass das so nichts wird wie es bisher verkauft wird. Ich will hier eigentlich nicht über den Sinn der Demokratie diskutieren (der Threattitel ist dementsprechend vielleicht "falsch" gewählt ^^). Staatsaangehörigkeit und Alter, die Diskussion über Universalismus oder Nationalismus usw. kann auch an anderer Stelle geführt werden.

Als BGE Freund solltest du anerkennen wie stark meine vereinfachte Argumentation ist die da heißt: In der Demokratie darf jeder wählen, es ist ungerecht, aber das beste politische System was es gibt. Beim BGE bekommt jeder Geld, das ist genauso ungerecht, aber das beste wirtschaftliche System was es geben kann.

Zur Zeit versucht ihr BGE als "Wohltat" zu verkaufen. Ihr sagt, das sei "gerecht" und "sozial" und "öko" und "humanistisch" usw. Das ist aber eine Falle. Weil sobald jemand herausfindet, dass BGE nicht gerecht und nicht humanistisch ist, weil auch Verbrecher und Atomstromfreunde BGE bekommen würden, fällt diese Argumentation zusammen. Das einzige was erfolgreich sein wird ist es BGE als das zu verkaufen was es ist. Etwas das genauso wie Demokratie gute und schlechte Seiten hat, aber trotzdem "alternativlos" ist.

BGE alleine führt nicht dazu, dass "mehr Soziales" oder "mehr Öko" stattfindet. Es sorgt erstmal nur dafür, dass "mehr Teilhabe an der Wirtschaft" stattfindet. Genauso wie Demokratie an sich nicht zu "mehr Sozialem" oder "mehr Öko" führt (CDU und FDP kommen ja schließlich auch immer wieder demokratisch an die Macht), es sorgt einfach nur zu "mehr politischer Teilhabe". Wenn ihr nicht erkennt, dass BGE genauso "politisch neutral" ist, dann wird es schwer sein das zu verkaufen.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon Occham » Mi 17. Aug 2016, 20:09

Atheist hat geschrieben:(17 Aug 2016, 18:10)

Auch die Reichen sind eine zu schützende Minderheit. Die Mächtigen hingegen müssen einfach nur abwählbar sein.

Schlägt man einer Hydra den Kopf ab, wachsen ihr zwei nach. Die Lösung muss schon intelligenter sein, als einfach nur auszutauschen.
Große Dinge haben kleine Ursachen.
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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon Welfenprinz » Mi 17. Aug 2016, 20:20

Die intelligente Lösung ,die sich da jemand vor ca 200 Jahren ausgedacht hat,heisst “Gewaltenteilung“. Und auch wenn diese vielleicht noch nicht bis zur Perfektion entwickelt ist,ist es der einzig gangbare Weg.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon Maltrino » Do 18. Aug 2016, 04:58

Atheist hat geschrieben:(17 Aug 2016, 18:10)

Auch die Reichen sind eine zu schützende Minderheit. Die Mächtigen hingegen müssen einfach nur abwählbar sein.


Hm, ob ich es schaffe, dass hier jemand "Minderheitenschutz für Politiker" fordert? Stellt euch mal vor, bei der nächsten Wahl verliert die gesamte Regierung ihr Amt! Skandal! Das ist Enteignung! Dieser Minderheit wird einfach so ihr Amt weggenommen! Obwohl sie ihr Amt verdient hat!! Unmöglich!! Auf die Straße!!!
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon Welfenprinz » Do 18. Aug 2016, 06:03

Politiker werden auf Zeit gewählt ,sind also von vorbherein mit begrenzter Macht ausgestattet.

Irgendwie bist du in der falschen Matrix
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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon Maltrino » Do 18. Aug 2016, 20:58

Welfenprinz hat geschrieben:(18 Aug 2016, 07:03)

Politiker werden auf Zeit gewählt ,sind also von vorbherein mit begrenzter Macht ausgestattet.

Irgendwie bist du in der falschen Matrix


Und warum verfällt Geld und Eigentum mit der Zeit nicht? Wäre das vielleicht sogar besser?
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon Maltrino » Do 18. Aug 2016, 21:07

Ich glaube ich habe jetzt etwas wichtiges erkannt: In der Demokratie hat zwar jeder Wahlrecht, aber Politik gemacht wird nicht für jeden sondern für die Mehrheit. Es darf zwar jeder wählen, aber Politik wird nur für die Gewinnermehrheit "angeboten". Das ist dann wahrscheinlich der Unterschied zum BGE oder Helikoptergeld. Wenn jeder Geld bekommt würde dies dazu führen, dass auch Produkte für jeden angeboten werden. Wahrscheinlich ist das selektive Element, was zur Akzeptanz führt. In der Demokratie wird aussellektiert. Für die Verlierer, die bei der Wahl nicht gewinnen, wird keine Politik gemacht. BGE oder Helikoptergeld wäre demgegenüber "anarchisch", nichtselektiv. In der Demokratie darf der nichtsnutze Penner zwar wählen, aber solange er nicht zur Gewinnermehrheit gehört wird seine Stimme nichts an der Politik ändern. Beim BGE oder Helikoptergeld würde sein Geld dagegen wirklich etwas wert sein, egal ob er ein Produkt kauft was die Mehrheit will oder nicht. Offenbar wird das von großen Teilen der Gesellschaft nicht akzeptiert. Wir wollen offenbar selektieren, in welcher Form auch immer, und lehnen alles ab wo ein selektives Elemtent wegfällt. Ok, danke für diese Erkenntnis, wobei ich jetzt nicht weiß ob ihr da was zu beigetragen habt... ^^
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon Fadamo » Do 18. Aug 2016, 21:10

Realist2014 hat geschrieben:(17 Aug 2016, 14:17)

ich "beschönige" oder "verharmlose" gar nichts.

Nur möchte ich auch keine Gleichmacherei, die du offenbar anstrebst



In einer gemeinschaft (davon redet ja immer deine kanzlerin) sollten alle gleich sein.
ich möchte genauso gleich behandelt werden wie ein realist,oder ein hoeness.
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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 19. Aug 2016, 03:22

ich mag es wenn man deutlich ist und nicht etwas verhüllt in einer wörterbrei. darum auch bin ich anti-extrem. gegen zu links, gegen zu rechts, gegen zu gläubig, gegen zu atheistisch, usw. das ZU bedeutet, daß man mich eine andere meinung einhammern will oder daß ich die folgen MUSS.

ich bin zufrieden !!, ja sogar seehr zufrieden. so wie demokratie in meinem land existiert, habe ich keine probleme damit.

darum suchte ich nach ländern wo zufriedene/glückliche menschen wohnen.
Die Rangliste war erstmals 2012 im Auftrag der Vereinten Nationen erstellt worden, für die aktuelle Ausgabe wurden Daten aus mehr als 150 Ländern verglichen. Sechs Faktoren erklären den Autoren zufolge fast drei Viertel der Glücks-Unterschiede: das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, soziale Unterstützung, die Erwartung an gesunden Lebensjahren, die Abwesenheit von Korruption, die Möglichkeit zu freien Entscheidungen sowie die Großzügigkeit einer Gesellschaft.

1. Dänemark (7526)
2. Schweiz (7509)
3. Island (7501)
4. Norwegen (7498)
5. Finnland (7413)
6. Kanada (7404)
7. Niederlande (7339)
8. Neuseeland (7334)
9. Australien (7313)
10. Schweden (7291)
11. Israel (7267)
12. Österreich (7119)
13. USA (7104)
14. Costa Rica (7087)
15. Puerto Rico (7039)
16. Deutschland (6994)
17. Brasilien (6952)
18. Belgien (6929)
19. Irland (6907)
20. Luxemburg (6871)
21. Mexiko (6778)
22. Singapur (6739)
23. Großbritannien (6725)
24. Chile (6705)
25. Panama (6701)

http://www.travelbook.de/welt/world-hap ... 54411.html
http://www.welt.de/newsticker/news1/art ... -Welt.html


Die Arbeit ist ein enorm wichtiger Faktor für die Lebenszufriedenheit ... Es sei aber auch belegt, dass in Ländern, wo die Lebenszufriedenheit besonders hoch ist, die Menschen auch ein hohes Vertrauen in ihre Mitmenschen haben und die Korruption niedrig ist. „Das ist in Deutschland laut Transparency International noch nicht der Fall.“

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber ... 56237.html

zum schluß. churchill sagte was wichtiges über demokratie: "Democracy is the worst form of government, except for all those other forms that have been tried from time to time." (from a House of Commons speech on Nov. 11, 1947).
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon Welfenprinz » Fr 19. Aug 2016, 04:19

Natürlich zerfällt geld und Eigentum. Das istt banal.

Aber was hat das mit Demokratie und Gerechtigkeit zu tun
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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon Bengelbert » Do 8. Dez 2016, 20:00

Niemand hat es klarer ausgedrückt als unser Friedrich Nietzsche:

„Gleiches Recht für alle - das ist die ausbündigste Ungerechtigkeit; denn dabei kommen die höchsten Menschen zu kurz.“
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Re: Ist Demokratie gerecht?

Beitragvon Hyde » Di 27. Dez 2016, 19:55

Maltrino hat geschrieben:(13 Aug 2016, 14:41)
In der Demokratie darf jeder Depp wählen auch wenn er/sie nichts dafür getan hat.
Ein Faulpelz der ständig nur rumgammelt und sich einen Scheiß um die Gesellschaft schert kriegt genausoviel Wahlrecht (eine Stimme) wie jemand der 10 Jahre ehrenamtlich sich für die Gesellschaft und die Demokratie den Arsch aufgerissen hat.


Man erfüllt doch ein Ehrenamt aus dem Zweck, dass man eben damit der Gesellschaft in diesem speziellen Bereich hilft - und nicht aus dem Zweck, dass man dann mehr Wahlstimmen in demokratischen Prozessen hat. Daher kann ich dieses Argument irgendwie nicht nachvollziehen. Das eine hat mit dem anderen nix zu tun. Jemand, der sein Leben lang Ehrenämter ausführt, wird am Ende seines Lebens im Übrigen die Gesellschaft wesentlich mehr verändert und beeinflusst haben als derjenige, der nix tut und nur alle 4 Jahre wählen geht. Insofern ist ja diesbezüglich "Gerechtigkeit" hergestellt, wie du sie forderst.

Dass jemand das Recht haben muss, über seine Zukunft selbst bestimmen zu können bzw sie beeinflussen zu können (= Wahlrecht zu haben), kannst du doch nicht ernsthaft zur Debatte stellen. Dabei darf auch nicht auf den Grad der Intelligenz des Individuums oder auf den Grad des sonstigen gesellschaftlichen Engagements des Individuums abgestellt werden. Ich kann nicht sagen, nur weil jemand faul ist oder weil er sich gesellschaftlich wenig einbringt, nehme ich ihm nun das Recht, über seine Zukunft mitentscheiden zu können.
Wem Politik Spaß macht und wer sich sehr dafür interessiert, dem steht es ja frei, selbst in die Politik zu gehen. Damit hat er dann auch mehr Einflussmöglichkeiten. Das ist ein konstruktiverer Weg als der destruktive Weg, einfach anderen das Wahlrecht abzusprechen, damit man sich selbst besser fühlt, weil man dann mehr Einfluss hat als andere.

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