Werden EHEMALIGE HEIMKINDER wirklich entschädigt ?

Moderator: Moderatoren Forum 9

Benutzeravatar
Martin MITCHELL
Beiträge: 802
Registriert: So 23. Okt 2011, 01:51
Wohnort: Adelaide, Süd Australien
Kontaktdaten:

Zwangsarbeit im Kinderheim in der DDR (1949-1990)

Beitragvon Martin MITCHELL » Do 15. Dez 2016, 10:20

.
Zwangsarbeit in der SBZ/DDR 1945-1990

Ein Aufarbeitungsprojekt der Union der Opferverbände komunistischer Gewaltherrschaft e.V.

* erarbeitet von Dr. Christian Sachse *

QUELLE: http://ddr-zwangsarbeit.info/tabelle2.html

.
400 Zeitzeugen berichten über DDR-Zwangsarbeit.

Die folgende Tabelle ist das Ergebnis der Befragung von ca. 350 politischen Häftlingen sowie einigen Insassen von Heimen und Jugendwerkhöfen. Bei einem Klick auf die Überschrift der jeweiligen Spalte, sortieren Sie die Angaben nach Zeit, Art der Einrichtung, Ort und Firma.

Zur Beachtung: Einzelne Angaben von Zeitzeugen können immer fehlerhaft oder ungenau sein (z.B. "Zuchthaus" statt "StVE" o.ä.). Belege ergeben sich erst, wenn sich mehrere unabhängige Aussagen gegenseitig stützen und/oder Dokumente aus DDR-Archiven gleiche Aussagen treffen.
Aus Gründen des Datenschutzes wurden die Angaben anonymisiert. Die Nummer in der 1. Spalte (ID xxxx) belegt den jeweiligen Datensatz, aus dem die Aussage stammt.

.

Zu einigen der individuellen Angaben zur DDR-Zwangsarbeit / DDR-Heimkinder-Zwangsarbeit angezeigt in dieser Tabelle (Stand: 7. Juli 2016) :

(1976) Jugendhaus Dessau : Gasgerätewerk Dessau
(Zeitraum: keine Angabe) Jugendhaus Dessau : Zementanlagenbau Dessau : ohrenbetäubender Lärm durch Trennschleifer und Blechzurichtarbeiten
(1970) Jugendhaus Dessau : Hoch-Tiefbau-Betrieb
(1970) Jugendhaus Luckau : BBS Luckau Metallbau / Aluminiumverarbeitung
(1960) Jugendhaus Dessau : Schacht Niederröblingen, Karl-Liebknecht-Hütte
(1980) Jugendwerkhof Freital : Edelstahlwerk (ESW) 8. Mai 1945 Freital
(1969) Jugendhaus Dessau : Landmasch. Bau Markleeberg
(1977) Jugendhaus Dessau : Gasgerätewerk Dessau
(1968) Jugendwerkhof Torgau : Landmasch. Bau Markkleeberg
(1969) Jugendwerkhof Reinstorf-Wismar : LPG
(1967) Jugendhaus Luckau : Farbenfabrik Berlin, EVM Berlin, Schraubenfabrik Fins
(1968) Jugendwerkhof Hummelshain : intern
(1969) Arbeitserziehungskommando : Bitterfeld und Volkstedt : Ziegelei Bitterfeld, Kupferschacht Sangerhausen
(1966) Jugendhaus Dessau : VEB Landmaschinen Weimar
(1969) Jugendhaus Ichtershausen: [Bohrwerkdreherei]
(1976) Jugendwerkhof Lutherstadt-Wittenberg : VEB (K) Textilreinigung 46 Wittenberg Lutherstadt
(1984-1986) Jugendwerkhof Friedrichswerth bei Gotha : [Arbeit als: Hauswirtschaft...Fleischkombinat Gotha....Acker und Erntehelfer]
(1967) Arbeits- und Erziehungslager Rüdersdorf : Zementwerk Rüdersdorf
(1975) Spezialkinderheim Sigrön : Landwirtschaft, Bauarbeiten, Gartenpflege etc
(1968) Jugendhaus Gräfentonna : Simson Suhl, Schreibmasch. Sömmerda, Unbek. Fa.
(1968) Durchgangsheim Demmin: LPG
(1969) Spezialkinderheim Rausdorf : Waldarbeit
(1971) Jugendhaus Dessau : VEB Junkalor, ehemals Junker Werk
(1979/80) Durchgangsheim Leipzig : [Helferin im Labor]
(Zeitraum: keine Angabe) Jugendwerkhof Friedrichswerth-Gotha : Friedrichswerth Fleischkombinat Gotha
(Zeitraum: keine Angabe) Jugendwerkhof Sachsenburg Frankenberg : LPG Ottendorf
(Zeitraum: keine Angabe) Kinderheim Schönebeck : [keine Angabe zu den Arbeiten]
(1954-1956) Jugendhaus Dessau : intern, Kommandos
(1983) Jugendhaus Frohe Zukunft : Halle/Saale : [Dreher in einer Dreherei, diverse Metallteile]
(1967) Jugendhaus Dessau : intern, Küche [Arbeitstag begann oft um 4.30 Uhr und endete erst gegen 20.30 Uhr]
(Mitte 1970er) Jugendhaus Dessau : [Hilfsarbeiten in der Produktion]
(1963) Kinderheim Piesdorf : [keine Angabe zu den damaligen Aktivitäten]
(1963) Jugendwerkhof Gorgast : [keine Angabe zu den damaligen Aktivitäten]
(1964) Jugendwerkhof Torgau : [keine Angabe zu den damaligen Aktivitäten]
(1967) Arbeits- und Erziehungslager Rüderdorf : [Arbeiten im Zementwerk (Drehrohröfen entschlacken), Steinbruch, mit einem 20-Pfund-Hammer Steine klopfen]
(1970) Jugendwerkhof Freienhufen : BKK Senftenberg Tagebau : Gleisbau Schienen und Schwellen schleppen Gleise vorstrecken : Wir hatten dort keinerlei Rechte. Es war die Hölle.
(1966-1971) Mädchenheim Halberstadt : Mitropa : Tische abräumen, schwere Küchenarbeiten und Spülen im Schichtsystem
(1955) Haftarbeitslager Volkstedt : Mansfelder Kombinat Wilhelm Pieck, Ernst Thälmann Schacht : Abbau von Kupferschiefer ca. 1000m Untertagebau.
(Zeitraum: keine Angabe) Haftarbeitslager Holzweißig : [Arbeiten in einer Ziegelei]
(1980-1983) Jugendwerkhof Gebesee : [keine Angabe zu den damaligen Aktivitäten]
(1960-1961) Haftarbeitslager Bernsdorf : Ziegelkombinat Ueckermünde : Arbeit im Tonschacht
(1960-1961) Haftarbeitslager Schwarze Pumpe : Arbeit im Gleisbau
(1961) Haftarbeitslager Volkstedt : Fortschrittschacht Eisleben, VEB Mansfeldkombinat Wilhelm Pieck
(Zeitraum: keine Angabe) Haftarbeitslager Raßnitz : [keine Angabe zu den damaligen Aktivitäten]
(Zeitraum: keine Angabe) Haftsarbeitslager Schkeuditz : MAB Schkeuditz : Prüfkammer für Verdichter, Austritt von Ammoniak, dass eingeatmet wurde.

.
Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Mo 19. Dez 2016, 02:33, insgesamt 1-mal geändert.
Not only must justice be done; it must also be seen to be done.
Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND GESCHIEHT VIELFACH BEIDES NICHT.
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
Beiträge: 802
Registriert: So 23. Okt 2011, 01:51
Wohnort: Adelaide, Süd Australien
Kontaktdaten:

Deutsche und österreichische Heimkinder-Zwangsarbeiter.

Beitragvon Martin MITCHELL » Mo 19. Dez 2016, 02:08

.
Zum Thema / Zu den relevanten Themen:

»Warum wurden damalige „Heimkinder-Zwangsarbeiter“ nicht für ihre Arbeit bezahlt?«

»
Auch deutsche und österreichische Opfer von Menschenrechtsverbrechen / Zwangsarbeit fordern eine gerechte und angemessene Entschädigung.«

»
Heimkinder warten auf ECHTE gerechte und angemessene ENTSCHÄDIGUNG für ihr Martyrium !«

Siehe Seite 17 @
http://heimkinder-forum.de/v4x/index.ph ... -damalige-„Heimkinder-Zwangsarbeiter“-nicht-für-ihre-Arbeit-bezahlt/?pageNo=17

Siehe Seite 18 @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.ph ... -damalige-„Heimkinder-Zwangsarbeiter“-nicht-für-ihre-Arbeit-bezahlt/?pageNo=18


Relevante Information aus Österreich, insbesondere für alle Ehemaligen Heimkinder-WEST.

Österreichische Heimopfer der 1950er, 1960er, 1970er und frühen 1980er Jahre, mit Hilfe des deutschen Rechtsanwaltes Christian Sailer, konzentrieren sich schon seit dem Jahre 2012, erfolgreich, darauf echte Entschädigung gemäß dem Verbrechensopfergesetz (Opferentschädigungsgesetzt) vom Staat zu fordern: „Ersatzleistung infolge Verdienstentgangs“ aufgrund jahrelangen physischen und psychischen Misshandlungen, sexualisierter Gewalt und Zwangsarbeit während ihres Heimaufhaltes.

QUELLE: Fünf digitale eng gedruckte Seiten aus der CHRONIK in Ausgabe ECHO 09/2012, einem sehr detaillierten Artikel von Journalist Gernot Zimmermann, S. 50-54, WIEDERGEGEBEN IM GENAUEN UND VOLLSTÄNDIGEN WORTLAUT AUF DER WEBSEITE DES DEUTSCHEN OPFERJURISTEN CHRISTIAN SAILER @ http://www.kanzlei-sailer.de/Dimension_fertig.pdf (Sehr langer Artikel ! )

Kurze Auszüge aus diesem Artikel.


.
HEIMERZIEHUNG

Dimension nicht begriffen

Weil Heimkinder seinerzeit für geleistete Zwangsarbeit kein Geld verdient haben und auch nicht sozialversichert waren, ruft [Tiroler] Landesrat Gerhard Reheis jetzt eilig eine Task Force ins Leben. Dabei ist Reheis bereits seit knapp zwei Jahren.

Der Bericht in der letzten Ausgabe von ECHO hat wie erwartet große Wellen geschlagen. Berichtet wurde von der heute 69-jährigen Heike K., die als junges Mädchen im Erziehungsheim St. Martin in Schwaz untergebracht war und dort unsägliches Leid erfahren hat. Ein Schicksal, das sie mit hunderten, ja tausenden anderen Heimkindern geteilt hat. Und trotzdem ist der Fall Heike K. etwas ganz Besonderes. Als erstes Heimopfer in Österreich ist die heute in Deutschland lebende Frau nach dem Verbrechensopfergesetz (VOG) entschädigt worden und bezieht bereits eine Rente, mit der sie ein Leben abseits von Armut führen kann.

Wobei es sich im Fall Heike K. nicht um eine Rente im herkömmlichen Sinn handelt, sondern um eine „Ersatzleistung infolge Verdienstentgangs“. Das Bundessozialamt hat in seinem Bescheid festgehalten, dass die Straftaten, die Heike K. seit ihrem 12. Lebensjahr erdulden musste, ihre Erwerbsfähigkeit gemindert haben. Durch schwerste körperliche Arbeiten in St. Martin hat Heike K. schon als junges Mädchen einen ersten Bandscheibenvorfall erlitten, eine Schädigung, die sie ihr ganzes Leben begleitet hat. Darüber hinaus ist Heike K. in St. Martin vielfach sexuelle Gewalt angetan worden, woraus einige Jahre später ein Selbstmordversuch resultierte, der Heike K. endgültig erwerbsunfähig gemacht hat.

Diese gesundheitlichen Schädigungen bewertete das Bundessozialamt als verbrechenskausal und stufte den Verdienstentgang von Heike K. so ein, als hätte sie als Verwaltungsbedienstete 43 Jahre, elf Monate und 24 Tage lang gearbeitet und damit den gesetzlichen Pensionsantritt erreicht.

In den zahlreichen Internet-Foren, in welchen sich die Betroffenen der Heimerziehung längst vernetzt haben, wurde der ECHO-Beitrag ebenfalls heftig diskutiert und Christian Sailer, der deutsche Anwalt von Heike K., der den Bescheid des Bundessozialamts erstritten hat, kann sich vor Anfragen ehemaliger Heimkinder kaum mehr wehren. Am Telefon meint der 76-jährige Sailer: „Meinen Ruhestand kann ich jetzt wohl vergessen. Es haben sich durch Ihren Bericht viele Betroffene bei mir gemeldet, davon sehr viele auch aus Österreich. Bei einigen habe ich mich schon entschieden, dass ich sie juristisch begleiten und vor Gericht vertreten werde.“

Es ehrt Christian Sailer ganz besonders, dass er nicht weiter darüber reden will, dass er für seine Tätigkeit von den Betroffenen kein Geld fordert. Erst auf Nachfrage lässt er sich entlocken, dass er in seiner Zeit als Münchener Anwalt gut verdient habe und Geld nicht alles sei.

[ ……… ]

Die Image-Katastrophe. Bereits vor über zwölf Jahren hat ECHO das Thema „
Zwangsarbeit in namhaften Tiroler Unternehmen“ zur Titelgeschichte gemacht. Was damals noch nicht bekannt war: ab Mitte der 1950er Jahre bis hinein in die frühen 1980er Jahre sind unzählige Heimkinder in die unterschiedlichsten Tiroler Unternehmen zur Arbeit geschickt worden. Betroffen waren vor allem die Erziehungsheime für schulentlassene Mädchen und Knaben, also etwa St. Martin und Kleinvolderberg. Wie die vorliegenden Akten belegen, hat diese zwangsver-pflichtete Arbeit systematisch stattgefunden und sie wird heute noch als Vorbereitung der Jugendlichen auf den Arbeitsalltag dargestellt. So steht es zumindest in einer Aussendung der Landesregierung vom 23. August dieses Jahres [2012]. Damit steht aber auch fest, für welche Bereiche des „Arbeitsalltags“ die in den Heimen untergebrachten Jugendlichen vorgesehen waren: primitive Hilfsarbeiten erledigen, monotone Fließbandarbeit ausführen sowie putzen, bügeln, Wäsche waschen. Wie alle damals betroffenen Heimkinder heute über¬einstimmend aussagen, haben sie für die damalige Arbeit kein Geld erhalten und wären auch nicht sozialversichert gewesen, was sich natürlich heute negativ auf die Versicherungszeiten auswirkt.

Und weil die Opfer heute endlich eine Öffentlichkeit haben, waren auch schnell die Namen jener Firmen bekannt, die sich seinerzeit in Kooperation mit der jeweiligen Heimleitung billigste Arbeitskräfte besorgt hatten: Swarovski, Darbo, EGLO-Leuchten, das österreichische Bundesheer, Geiger Moden oder das Krankenhaus Schwaz, um nur einige davon zu nennen. Das hat die internationale Medienwelt natürlich fasziniert und man konnte die Berichte über die zwangsarbeitenden und dafür nicht entlohnten Heimkinder in über dreißig verschiedenen in- und ausländischen Medien nachlesen.

[ ……… ]

Und diesen Weg [Entschädigung gemäß dem Verbrechensopfergesetz (Opferentschädigungsgesetzt) vom Staat zu fordern] werden viele [österreichische Heimopfer] gehen. Ulrike Paul ist Psychotherapeutin in Innsbruck und betreut seit Jahren Opfer der Heimerziehung. Sie kennt die wahre Dimension des Verbrechens: „Mir ist kein einziger Geschädigter der Heimerziehung bekannt, dem es nach der Entlassung gelungen wäre, in ein einigermaßen stabiles, geregeltes und erfülltes Leben zu finden. Bei allen Betroffenen, die die von mir geleitete Gruppe bislang besucht haben, insgesamt sind es annähernd 30 Personen, liegt eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit vor, die sich meines Erachtens auf die in den Heimen erlebte Gewalt zurückführen lässt. Keinem dieser Betroffenen war es möglich, in eine reguläre Pension einzutreten.“

[ ……… ]

In wenigen Tagen wird Gerhard Reheis Parteivorsitzender der Tiroler
SPÖ. Seinen eigenen Aussagen nach repräsentiert er das soziale Gewissen Tirols. Gerade die seit Jahren laufende Debatte über gerechte Entschädigung der Heimopfer wäre die ideale Gelegenheit für Reheis gewesen, dieses soziale Gewissen auch deutlich zu zeigen. Doch stattdessen agiert Reheis so, dass sein Handeln bedauerlicherweise nur einen Schluss zulässt: Er hat die Dimension des Verbrechens, das im Rahmen der Tiroler Heimerziehung an tausenden Kindern begangen worden ist, immer noch nicht begriffen.

.

SELBST MAL IN DIESEN LANGEN ARTIKEL REINSCHAUEN UND DIESEN GENAU STUDIEREN: http://www.kanzlei-sailer.de/Dimension_fertig.pdf
.
Not only must justice be done; it must also be seen to be done.
Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND GESCHIEHT VIELFACH BEIDES NICHT.
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
Beiträge: 802
Registriert: So 23. Okt 2011, 01:51
Wohnort: Adelaide, Süd Australien
Kontaktdaten:

Enslavement = Versklavung | Forced Labour = Zwangsarbeit

Beitragvon Martin MITCHELL » Mi 21. Dez 2016, 06:13

.
Und wie sah es in Deutschland selbst diesbezüglich aus nach 1945 ??

Und wie sieht es heute in Deutschland diesbezüglich aus ??

Insbesondere in den späten 1940er, den 1950er, den 1960er, den 1970er und 1980er Jahren gehörte „Zwangsarbeit“ in der Bundesrepublik Deutschland (d.h. in „Westdeutschland“) mit zum Wirtschaftsplan. Die Schwächsten in unserer Gesellschaft – insbesondere Kinder und Jugendliche „in den Heimen“ / „in der Heimerziehung“ – wurden gnadenlos ausgebeutet. Kirche und Staat selbst waren weitgehend die Vermittler sowie Nutznießer dieser „Zwangsarbeit“ / „Arbeitsausbeutung“. Und alle haben geschwiegen und daran Kohle verdient. Und auch die DDR wurde von westlichen Geschäftsunternehmen und Industriebetrieben GROß und KLEIN in diese kapitalistische „Zwangsarbeit“ / „Arbeitsausbeutung“ eingebunden; und die DDR hatte zusätzlich auch noch ihr eigenes gleichlaufendes System der Ausbeutung und Unterdrückung. Alles lief wie geschmiert beiderseitig der innerdeutschen Grenze.

Erst seit der Einführung für Gesamtdeutschland – für das jetzt wiedervereinige Deutschland – im Jahre 2005, des Gesetzes gegen „Menschenhandel“ (Strafgesetzbuch §232) / gegen „Ausbeutung der Arbeitskraft“ (Strafgesetzbuch §233) geht man jetzt allmälig halbherzig in Deutschland gegen „Nutznießer von Zwangsarbeit“ vor. Aber natürlich nicht gegen damalige nachkriegsdeutsche „Nutznießer von Zwangsarbeit“.

Was bisher in Deutschland diesbezüglich, seit dem Jahre 2005, geschehen ist, und wie in Realität dies jetzt in Deutschland aussieht, kann man, u.a. hier nachlesen:


ZWANGSARBEIT

"Arbeitsausbeutung"+"Menschenhandel"+"Definitionen"+"Urteile"

Berliner Zeitung : Menschenhandel und Ausbeutung „Mit Beton an den Füßen in den Fluss“ (26.09.2013) @ http://www.berliner-zeitung.de/berlin/menschenhandel-und-ausbeutung--mit-beton-an-den-fuessen-in-den-fluss--3186878

DIE KRIMINALPOLIZEI - Zeitschrift für Gewerkschaft der Polizei : »Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung« (Juni 2014) @ http://www.kriminalpolizei.de/ausgaben/2014/juni/detailansicht-juni/artikel/menschenhandel-zur-arbeitsausbeutung.html (insgesamt vier digitale Seiten)

DGB - Deutsche Gewerkschaftsbund : einblick - Gewerkschaflicher info-Service : »Zwangsarbeit: Ein gesellschaftlicher Skandal« (10.07.2014) @ http://www.dgb.de/einblick/++co++88489648-0817-11e4-85e8-52540023ef1a (worin es u.a. heißt: „Bisher ist der politische Wille kaum entwickelt, Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung als reales Problem zu akzeptieren.“)

Pinneberger Tageblatt : »VERURTEILT WEGEN MENSCHENHANDELS« »Tornescher Betreiber einer Horster Gaststätte kommen mit Bewährungsstrafen davon« »Prozess: Die Gaststättenbetreiber hatten illegal Inder beschäftigt. (21.09.2016) @ http://www.shz.de/lokales/pinneberger-tageblatt/tornescher-betreiber-einer-horster-gaststaette-kommen-mit-bewaehrungsstrafen-davon-id14886341.html

menschenhandel heute : »Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung« (ca. Mitte 2013) @ https://menschenhandelheute.net/was-ist-menschenhandel/menschenhandel-zur-arbeitsausbeutung/

Nur ein kurzer Auszug aus diesem längeren derzeitigen Statusbericht:

.
Zwangsarbeit und bestimmte Formen der Arbeitsausbeutung sind genauso Formen von Menschenhandel [ @ http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/projekt-zwangsarbeit-heute/publikationen/publikationen-anderer/ ], wie Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung [ @ https://menschenhandelheute.net/2013/02/26/menschenhandel-zur-sexuellen-ausbeutung-in-deutschland-crossposted/ ]. Weil Politik und Medien sich aber kaum dafür interessieren, gibt es in Deutschland nahezu keine Verurteilungen [ @ https://menschenhandelheute.net/2012/10/17/pressemitteilung-des-bka-bundeskriminalamt-veroffentlicht-aktuelle-zahlen-fur-deutschland/ ] wegen Menschenhandel zu Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit. Der Begriff Zwangsarbeit fällt in Deutschland fast nur im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus [ @ http://www.zwangsarbeit-archiv.de/zwangsarbeit/zwangsarbeit/index.html ], wobei dabei die Zwangsprostitution in Lagerbordellen [ @ http://www.zeit.de/online/2009/27/lagerbordelle ] und sexuelle Ausbeutung [ @ http://www.ikf.ac.at/a_proj03/a_pro04.htm ] von Frauen oft vergessen wird.

Doch Zwangsarbeit ist kein Relikt der deutschen Geschichte sondern ein
hochaktuelles Problem [ @ http://www.ilo.org/global/topics/forced-labour/lang--en/index.htm ]. Einen Info-Film [ @ http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/service/audio-und-videobar/?tx_extaudiobar_pi1%255bshowUid%255d=146&cHash=69b29b3df48efebcf863f4ae7303a029 ] zu diesem Thema hat das Deutsche Institut für Menschenrechte erstellt.

Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisationen [ @ http://www.ilo.org/global/topics/forced-labour/lang--en/index.htm ] betonen, dass der Großteil von Menschenhandel im Bereich Zwangsarbeit stattfindet (ca. 70%). Auch der neue US-Bericht zum Thema Menschenhandel empfiehlt Deutschland sich stärker im Kampf gegen Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung einzusetzen [ @ https://menschenhandelheute.net/2013/06/23/tip-trafficking-in-persons-report-2013-menschenhandel-in-deutschland/ ]. Warum ist das bisher nicht geschehen? Diesem Thema scheint leider (sic!) das Tabu des Sexuellen zu fehlen, das die Prostitution verspricht und interessiert daher kaum jemanden: weder Feminist_innen, noch Politiker_innen, noch Journalist_innen.

.

.
Not only must justice be done; it must also be seen to be done.
Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND GESCHIEHT VIELFACH BEIDES NICHT.
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
Beiträge: 802
Registriert: So 23. Okt 2011, 01:51
Wohnort: Adelaide, Süd Australien
Kontaktdaten:

Enslavement = Versklavung | Forced Labour = Zwangsarbeit

Beitragvon Martin MITCHELL » Fr 23. Dez 2016, 02:00

.
Ich hatte ja schon einmal zuvor, vor genau zwei Jahren, an verschiedenen Stellen im Internet gepostet:

ERSTENS.

ANFANG DIESER SCHON MEHRMALS ZUVOR VON MIR PRÄSENTIERTEN FAKTEN.

Was die nachkriegsdeutsche HEIMERZIEHUNG IM WESTLICHEN DEUTSCHLAND betrifft.

Während sie nicht vorgibt vollständig zu sein, Boardnutzer »
brötchen« hat diese umfangreiche Liste der damaligen nachkriegsdeutschen HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT-FIRMEN und ich, Boardnutzer »martini«, habe diese umfangreiche Liste der damaligen nachkriegsdeutschen HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT-FIRMEN, über die letzten paar Jahre, schon unzählige Male immer und immer wieder bekanntgegeben, d.h. insbesondere ins HEIMKINDER-FORUM.DE gestellt und auch sonstwo überall ins Netz gestellt !! - Einige Medien haben sogar einige DIESER FIRMEN ( leider nicht alle, sondern nur einige davon ! ) ebenso namentlich genannt und als SOLCHE identifiziert !!

Keine dieser genannten damaligen nachkriegsdeutschen HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT-FIRMEN hat es bisher geleugnet oder gar kategorisch abgelehnt, dass dem so war, und dass sie sich diesbezüglich schuldig gemacht hat !!


.
SHORT LIST: Firms profiting and profiteering from the "forced labour of children in care" ( Firmen die von „Heimkinder-Zwangsarbeit“ profitiert und sich auf diese Weise bereichert haben ) : CARITAS; Hella; Claas; Miele; Rowenta Sunbeam; Braun; Grundig; Siemens; Recticel Schalfkomfort, Schlaraffia Matratzen; GROßWÄSCHEREI VOSS GMBH in WUPPERTAL Elberfeld; Leitz; Quelle; Schwab; Neckermann; Stollwerck; BKS Schlösser; nordrohr; Oellerking; Mewes & v. Eitzen; Kölln Flocken; Holzland Gehlsen; Steinbeis Temming, Steinbeis Papier Glückstadt; Meyer-Lippinghausen, Meylip; Ölmühle; Osram GmbH; VDO - Continental Automotive GmbH; DER - Deutsches Reisebüro GmbH & Co. OHG; Tipon; Wanderer-Werke, Exacta Continental, Nixdorf Computer; Maddaus, Rottapharmgruppe; Gebra; Backhaus & Grass; Grasolin-Lackfabrik; Escho-Plast Kunstofferzeugnisse; Roller + Schneider in Biedenkopf; Lahnwerk in Biedenkopf; Varta Consumer Batteries, VARTA Batteriengroßhandel; DEA, RWE-DEA, RWE Dea, Shell Deutschland Oil GmbH; elasta & florex marketing GmbH; Sprick GmbH & Co; Dr.-Ries-Gruppe / BADISCHEN PLASTIC-WERKE IN BÖTZINGEN / Peguform-Werke GmbH / Pergaform / Tarkett / CEREBUS; Dr. Johann Koch Hähnchenfabrik, Dorsten; SOLID Rudolf Meutgens GmbH, Köln, Schreibgeräte; NIVEA = Beiersdorf AG [ ein paar weitere sind seither noch hinzugekommen – aber noch nicht dieser schon seit längerer Zeit bestehenden Liste hinzugefügt worden ]
.

Kürzlich ( in einem Interview am 1. Mai 2014 ! ) ließ Ralf Kleindiek, Staatssekretär im zuständigen Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verlauten ( was sich wohl, es ist anzunehmen, auf HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT [Arbeit im Alter von 14-21 Jahren] sowohl wie VERBOTENE KINDERARBEIT [Arbeit im Alter von 8-14 Jahren] bezieht ):
"Wenn der Bundestag sich des Themas annehmen würde und es dann zu einer Verständigung käme, dass dann die Firmen, die damals diese Kinder beschäftigt haben, dann auch sich an Geldzahlungen beteiligen, dann sind wir natürlich die letzten, die was dagegen hätten, ganz im Gegenteil, wir würden das sehr befürworten."

ENDE DIESER SCHON MEHRMALS ZUVOR VON MIR PRÄSENTIERTEN FAKTEN.

Seither hat sich aber, diesbezüglich, nichts weiteres getan!

ZWEITENS.

.
Post war slave labour in West Germany ! ( überall im englischen Volksmund )
Post war forced labour in West Germany ! ( britisches, kanadisches und australisches Englisch )
Post war forced labor in West Germany ! ( amerikanisches Englisch )



Weitere Firmen, die sich nach dem Kriege jahrzehntelang „Heimkinder-Zwangsarbeit“ zum Nutzen gemacht haben und daraus profitiert haben


...unter vielen anderen mehr... !!!


Wie, u.a., auch klar und deutlich aus folgender STUDIE hervorgeht ---
»
STUDIE - Heimerziehung in Nordrhein Westfalen 1945-1972«



Herstellung von Verbrauchsgütern / manufacture of consumer goods


Europe wide business enterprise
TIPON Vertriebs-GmbH
[ Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Fertigwaren ]
74831 Gundelsheim
Baden-Württemberg
Bundesrepublik Deutschland

auch weiterhin bestehend


Multinational Conglomerate
Wanderer-Werke AG [ u.a. Fahrräder, ca 1946-1956 ]
Exacta-Continental GmbH, Köln ( um 1960 )
WANDERER WERKE AG, Köln ( um 1963 )
Nixdorf Computer AG, Paderborn, Berlin, Köln ( 1952 / 1968 )
( Siehe @
http://de.wikipedia.org/wiki/Nixdorf_Computer )
[color=#00BF40]auch weiterhin bestehend



Multinational Conglomerate
MADDAUS AG - ROTTAPHARM GRUPPE - Arzneimittel und Naturpharmazeutika
( Siehe @
http://de.wikipedia.org/wiki/Rottapharm und auch @ http://www.rottapharm-madaus.de/ )
auch weiterhin bestehend


Multinational Company
GEBRA GmbH & Co. KG, Hennef, Rhein-Sieg Kreis ( Regierungsbezirk Köln )
Import und Export Handelsgesellschaft
Gebra Automotive Components (Taicang) Co., Ltd
( Siehe @
http://www.gebra.com/skills_production.php )
( Siehe @
http://www.german-company-directory.com/?menuaction=contactmgr.ui.view&id=754 )
auch weiterhin bestehend


supplier to the local and international market
Backhaus & Grass
Grasolin-Lackfabrik GmbH, Solingen
paints and varnishes - Germany

auch weiterhin bestehend


Escho-Plast
Escho-Plast Kunststofferzeugnisse GmbH & Co. KG.,
Kunststofferzeugnisse, Bad Godesberg
Spielwaren und Model-Baukästen

nicht sicher ob diese Firma auch heute noch weiterhin besteht


( A. ) „ZWANGSARBEIT“, d.h. „Heimkinder-Zwangsarbeit“ änderte sich erst für einige wenige sich in der „Fürsorgeerziehung“ befindenden „Fürsorgezöglinge“ und „Kinder und Jugendliche“, die der „Freiwilligen Erziehungshilfe“ unterstanden, im Jahre 1963 auf Grund eines BSG-Urteils ( Bundessozialgerichtsurteils ). Ich versuche momentan das Datum und Aktenzeichen dieses Urteils herauszubekommen.

( B. ) „ZWANGSARBEIT“, d.h. „Heimkinder-Zwangsarbeit“ änderte sich für einige weitere – wenn auch nicht alle – sich in der „Fürsorgeerziehung“ befindenden „Fürsorgezöglinge“ und „Kinder und Jugendliche“, die der „Freiwilligen Erziehungshilfe“ unterstanden, im Jahre 1972 „auf Grund neuer Richtlinien. Wie diese „neuen Richtlinien“ plötzlich im Jahre1972 zustande kamen, und auf welche „Gesetzeslage“ diese „neuen Richtlinien“ jetzt auf einmal basierten, habe ich noch nicht feststellen können.

( C. ) Trotzdem, auch unter den sich erstens im Jahre 1963 und zweitens im Jahre 1972 „ändernden Umständen“, bekamen alle „Zöglinge“ / „Heimkinder“ auch weiterhin nur ein minimales „Taschengeld“ für die von ihnen verrichtete „
erzwungene Arbeit“: „ZWANGSARBEIT“, d.h. „Heimkinder-Zwangsarbeit“ – einschließlich für industrielle Akkordarbeit: für die Herstellung von Verbrauchsgütern / manufacture of consumer goods für dasWirtschaftswunderland“ „Westdeutschland“.

Die Liste der ( mir, dem Australier ! ) bisher bekannten nachkriegsdeutschen
ZWANGSARBEIT“-Firmen wird immer länger !!!!!

______________________________________________________________________________________________

Meine [ d.h. Martin MITCHELLs ] eigene momentane Unterschrift:
Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus, und ein Armutszeugnis für jede "Demokratie" und angeblichen "Rechtsstaat", wo versucht wird dies einzuschränken.

My [ ie. Martin MITCHELL’s ] own current signature: Negotiation with the perpetrators, your detractors and opponents without QUALIFIED legal counsel present and by your side throughout and at all times, and without reliance upon the law and jurisprudence, is like a building without a foundation – a house of cards, and any attempt at curtailment of these rights is clear evidence of incompetence, incapability and incapacity of a country’s "constitutionality" and it’s "democracy".

.

.
Not only must justice be done; it must also be seen to be done.
Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND GESCHIEHT VIELFACH BEIDES NICHT.
Benutzeravatar
Bielefeld09
Beiträge: 4928
Registriert: Mo 19. Jan 2015, 19:48

Re: Werden EHEMALIGE HEIMKINDER wirklich entschädigt ?

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 23. Dez 2016, 02:09

Nein und das war schon immer so:
Und du ämderst was?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
Beiträge: 802
Registriert: So 23. Okt 2011, 01:51
Wohnort: Adelaide, Süd Australien
Kontaktdaten:

Enslavement = Versklavung | Forced Labour = Zwangsarbeit

Beitragvon Martin MITCHELL » Sa 24. Dez 2016, 08:28

.
INTERNATIONAL JUSTICE MISSION (Washington, D.C. - USA) @ http://www.ijm.org/


präsentiert:

»ZWANGSARBEIT - Moderne Sklaverei im 21. Jahrhundert« @
http://ijm-deutschland.de/wp-content/uploads/2015/09/Informationsblatt_Zwangsarbeit.pdf


Basis URL / Webseite: IJM DEUTSCHLAND e.V.: http://ijm-deutschland.de/

( besteht in Deutschland erst seit Anfang 2010 )


.
Vorstandsvorsitzender des IJM DEUTSCHLAND e.V.: Dietmar Roller: droller@ijm-­deutschland.de

Präsidium (Aufsichtsrat) [u.a.]:

Christian Leupold-Wendling, LL.M. (Cambridge)
RECHTSANWALT BEI HENGELER MUELLER,
GRÜNDUNGSMITGLIED VON
IJM DEUTSCHLAND e.V.
[ ENGLISCH: https://www.hengeler.com/en/ ]
[ DEUTSCH:
https://www.hengeler.com/de/ ]
[ ebenso in DEUTSCH:
Pro Bono Rechtsberatung von Hengeler Mueller: https://www.hengeler.com/de/expertise/pro-bono/ ]

Dr. Andreas Weiss
RECHTSANWALT IN BERLIN, FACHANWALT FÜR VERWALTUNGSRECHT,
GRÜNDUNGSMITGLIED VON
IJM DEUTSCHLAND e.V.
[ zur Kanzlei wo er beschäftigt ist: http://www.ohmslaw.de/de/rechtsanwaelte/dr-andreas-weiss.html ]

Prof. Volker Wieland, Ph.D.
PROFESSOR FÜR MONETÄRE ÖKONOMIE, JOHANN-WOLFGANG-GOETHE UNIVERSITÄT FRANKFURT AM MAIN; SEIT 2013 MITGLIED DER FÜNF WIRTSCHAFTSWEISEN
[ Curriculum Vitae in DEUTSCH:
http://www.imfs-frankfurt.de/professuren/monetaere-oekonomie.html ]
[ Curriculum Vitae in ENGLISCH:
http://www.imfs-frankfurt.de/en/chairs/monetary-economics.html ]
[ ebenso in DEUTSCH:
https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/wieland.html ]

.

QUELLE: http://ijm-deutschland.de/ijm-deutschland/ (welche natürlich viel umfangreicher ist als hier von mir zitiert)

Ob diese mildtätige Organisation
IJM DEUTSCHLAND e.V. sich auch mit der ZWANGSARBEIT, die Kinder und Jugendliche in westdeutschen Heimen (1945-1990) haben verrichten müssen (also in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben verrichten müssen) befasst, ist nicht gewiss.

.
Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am So 25. Dez 2016, 05:17, insgesamt 2-mal geändert.
Not only must justice be done; it must also be seen to be done.
Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND GESCHIEHT VIELFACH BEIDES NICHT.
Benutzeravatar
twilight
Beiträge: 553
Registriert: Mo 31. Okt 2016, 16:05
Wohnort: West-EU

Re: Werden EHEMALIGE HEIMKINDER wirklich entschädigt ?

Beitragvon twilight » Sa 24. Dez 2016, 10:24

no comments
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
Beiträge: 802
Registriert: So 23. Okt 2011, 01:51
Wohnort: Adelaide, Süd Australien
Kontaktdaten:

Enslavement = Versklavung | Forced Labour = Zwangsarbeit

Beitragvon Martin MITCHELL » So 25. Dez 2016, 04:39

.
Weiterführend zu meinem unmittelbar vorhergehenden Beitrag hier in diesem Thread, getätigt von mir „Heilig Abend2016, genauer gesagt, getätigt von mir am Sa. 24.12.2016 um 09:28 Uhr.

Vielleicht sollte sich der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. ja mal mit der deutschen Tochter – d.h. mit dem deutschen „Partnerbüro“ – dieser
internationalen Nichtregierungsorganisation (NRO/NGO) in Verbindung setzen! :

INTERNATIONAL JUSTICE MISSION (Washington, D.C. - USA) --- Siehe WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/International_Justice_Mission (Diese Seite wurde zuletzt am 7. November 2016 um 23:40 Uhr geändert.)

Bezüglich dem Vorsitzenden des
IJM DEUTSCHLAND e.V. Dietmar Roller

QUELLE: IJM-Blog http://blog.ijm-deutschland.de/autoren/dietmar-roller-2/ :


.
Dietmar Roller

Dietmar Roller ist Experte für Menschenrechts- und Entwicklungszusammenarbeit und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Programmkoordination und Entwicklung von rechtsbasierten Ansätzen in der Entwicklungszusammenarbeit, u. a. arbeitete er zehn Jahre im Vorstand der Kindernothilfe in Duisburg und als selbstständiger Berater internationaler Nichtregierungsorganisationen. Seine Expertise bezieht sich besonders auf Entwicklungsansätze und humanitäre Hilfe im Kontext von Situationen schwerster Menschenrechtsverletzungen und Failing States. Für Assessments solcher Situationen ist Roller bis heute auch im Auftrag anderer Organisationen und Institutionen unterwegs.

Seit 2013 ist Roller Vorstandsvorsitzender von
IJM DEUTSCHLAND. Seine internationale Erfahrung machte ihm die hohe Verletzlichkeit von armen Menschen deutlich. Ohne ein funktionierendes Rechtssystem sind sie Unrecht in den meisten Fällen wehrlos ausgeliefert. Darunter leiden auch andere Ansätze in der Entwicklungszusammenarbeit. Darauf möchte Roller in der gesellschaftlichen und politischen Diskussion zur Armutsbekämpfung aufmerksam machen. Er schreibt überwiegend zu den Themen Politische Arbeit, Wissen und Meinung.

.

Für weitere Beiträge in diesem IJM-Blog siehe @ http://blog.ijm-deutschland.de/alle-beitraege/

Dietmar Roller ist, u.a., auch Lehrender am INSTITUT FÜR TRANSFORMATIONSSTUDIEN (ITS) @ http://www.transformationsstudien.de/developmentstudies-lehrende-47.html (diese Ausbildungsstätte gehört mit zum CVJM = „Christlichen Verein Junger Männer“: CVJM-Bildungswerk gGmbH, Im Druseltal 8, 34131 Kassel, Tel. (0561) 30 87-530 | http://www.cvjm-kolleg.de/cvjm-bildungswerk/).

Und Dietmar Roller ist, u.a., auch in den auf den folgenden Webseiten behandelten Gebieten aktiv tätig:


http://www.menschenhandel.org/

http://www.menschenhandel.org/wie-kann-die-strafverfolgung-von-deutschen-kinderprostitutionstouristen-gelingen/

.
Not only must justice be done; it must also be seen to be done.
Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND GESCHIEHT VIELFACH BEIDES NICHT.
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
Beiträge: 802
Registriert: So 23. Okt 2011, 01:51
Wohnort: Adelaide, Süd Australien
Kontaktdaten:

Enslavement = Versklavung | Forced Labour = Zwangsarbeit

Beitragvon Martin MITCHELL » Mo 26. Dez 2016, 07:57

.
Hingegen der Ablehnung am »Runden Tisch Heimerziehung« (2009/2010) und in seinem Abschlussbericht vom 10.12.2010, seitens der evangelischen Theologin und Pastorin Antje Vollmer, dass Heimkinder im Nachkriegsdeutschland (WEST!) haben „ZWANGSARBEIT“ verichten müssen, bietet die Evangelische Kirche erst seit dem dritten Quartal des diesigen Jahres im Internet einen Lehrgang an, der auf 40 Seiten genau und detailliert, in Wort und Bild, erklärt was „ZWANGSARBEIT“ ist, und was die verschiedenen FACETTEN VON ZWANGSARBEIT“ sind:

.
»Unterrichtsmodule:
MENSCHENRECHTE UND ZWANGSARBEIT
mit dem Schwerpunkt
Zwangsarbeiter der Kirche im Nationalsozialimus
Empfohlene Fächer:
Geschichte, Religion,
Politische Weltkunde, Ethik,
Empfohlene Klassenstufe: 12/13
«

.

http://www.landeskirchenarchivberlin.de/wp-content/uploads/2016/09/Module.pdf (Länge: insgesamt 40 Seiten; 2.45 MB; anscheinend erst im September 2016 online gestellt)

Dort wird bestätigt, dass die Begriffe „
ZWANGSARBEIT“ und „ARBEIT UNTER ZWANG“, auch für die im 3. Reich erzwungene Arbeit!, durchaus auswechselbar sind; und dass „ZWANGSARBEIT“ sich nicht auf den Nationalsozialismus beschränkt.

Obwohl in diesem kirchlichen Lehrgang natürlich auch nicht auf die nachkriegsdeutsche „Fürsorgeerziehung“ / „Heimerziehung“ / „Umerziehung“ von Kindern und Jugendlichen in Heimen und Anstalten im WESTEN oder die „Kinder- und Jugendhilfe“ / „Heimerziehung“ / „Umerziehung“ von Kindern und Jugendlichen in Spezialkinderheimen und Jugendwerkhöfen im OSTEN verwiesen wird.

Identifiziert jedoch wird diese(r) „
ZWANGSARBEIT“ / „ARBEIT UNTER ZWANG“ / „ZWANG ZUR ARBEIT“ und ihre / seine MERKMALE in diesem kirchlichen Lehrmaterial eindeutig alle male!

Antje Vollmer und viele ihrer christlichen Glaubensschwestern und christlichen Glaubensbrüder täten gut daran sich mal diesem Lehrgang ihrer eigenen Kirche zu unterziehen! – und ich erinnere sie alle hiermit daran am „Zweiten Weihnachtsfeiertag2016.


.
ALLGEMEIN: RECHTLICHE HINWEISE:
Dieses Unterrichtsmaterial in dieser Mappe entstand im Rahmen eines fachdidaktischen Seminars an der Freien Universität Berlin.
Die Urheber dieser Mappe, die das Urheberrecht an dieser Mappe für sich beanspruchen, sind Catharina Schwerdtfeger und Natascha Goriwoda.
Grundsätzlich kann diese Mappe unter der Creative Commons License BY SA ausschließlich in bildungsrelevanten Kontexten vervielfältigt und weitergegeben werden.
Eine ungefragte Veröffentlichung in weiteren und kommerziellen Publikationen ist nicht gestattet.

.

Mit „Landeskirchenarchiv, Berlin“ im Linkhinweis ist wohl das „Evangelisches Landeskirchliches Archiv in Berlin“ gemeint.

Übrigens, wie ich gerade feststelle, gibt es aktuell, d.h. am 26.12.2016, erstaunlicherweise, kein einziges Dokument zu den Themen „Heimkinder“, „Fürsorgezöglinge“ und „Heimerziehung“ im „Evangelisches Landeskirchliches Archiv in Berlin“.
.
Not only must justice be done; it must also be seen to be done.
Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND GESCHIEHT VIELFACH BEIDES NICHT.
Benutzeravatar
Fuerst_48
Beiträge: 3653
Registriert: Mi 22. Jan 2014, 20:09
Benutzertitel: Cogito, ergo sum

Re: Werden EHEMALIGE HEIMKINDER wirklich entschädigt ?

Beitragvon Fuerst_48 » Mo 26. Dez 2016, 11:23

Wie darf ich dein diesbezügliches Engagement verstehen? Bist du Betroffener oder für Entschädigung zuständig?
Benutzeravatar
Misterfritz
Beiträge: 1584
Registriert: So 4. Sep 2016, 14:14
Wohnort: badisch sibirien

Re: Werden EHEMALIGE HEIMKINDER wirklich entschädigt ?

Beitragvon Misterfritz » Mo 26. Dez 2016, 13:17

Fuerst_48 hat geschrieben:(26 Dec 2016, 11:23)

Wie darf ich dein diesbezügliches Engagement verstehen? Bist du Betroffener oder für Entschädigung zuständig?

google einfach mal nach martin mitchell ;)
Benutzeravatar
Fuerst_48
Beiträge: 3653
Registriert: Mi 22. Jan 2014, 20:09
Benutzertitel: Cogito, ergo sum

Re: Werden EHEMALIGE HEIMKINDER wirklich entschädigt ?

Beitragvon Fuerst_48 » Mo 26. Dez 2016, 13:30

Misterfritz hat geschrieben:(26 Dec 2016, 13:17)

google einfach mal nach martin mitchell ;)

Ziemlich suspekte Causa. Riecht nach Wichtigtuerei ohne realen Hintergrund.
Benutzeravatar
Misterfritz
Beiträge: 1584
Registriert: So 4. Sep 2016, 14:14
Wohnort: badisch sibirien

Re: Werden EHEMALIGE HEIMKINDER wirklich entschädigt ?

Beitragvon Misterfritz » Mo 26. Dez 2016, 15:06

Fuerst_48 hat geschrieben:(26 Dec 2016, 13:30)

Ziemlich suspekte Causa. Riecht nach Wichtigtuerei ohne realen Hintergrund.
ich weiss es nicht, interessiert mich aber auch nicht. ich kann die posts von M.M. nicht lesen, ohne kopfschmerzen zu bekommen ;)
Benutzeravatar
twilight
Beiträge: 553
Registriert: Mo 31. Okt 2016, 16:05
Wohnort: West-EU

Re: Werden EHEMALIGE HEIMKINDER wirklich entschädigt ?

Beitragvon twilight » Mo 26. Dez 2016, 17:03

Misterfritz hat geschrieben:(26 Dec 2016, 15:06)

ich weiss es nicht, interessiert mich aber auch nicht. ich kann die posts von M.M. nicht lesen, ohne kopfschmerzen zu bekommen ;)

Seit ūber 5 Jahren findet hier ein geistesgestörter Plakatmaler seine Plattform, was soll man davon halten ? :rolleyes:
Benutzeravatar
Misterfritz
Beiträge: 1584
Registriert: So 4. Sep 2016, 14:14
Wohnort: badisch sibirien

Re: Werden EHEMALIGE HEIMKINDER wirklich entschädigt ?

Beitragvon Misterfritz » Mo 26. Dez 2016, 17:12

twilight hat geschrieben:(26 Dec 2016, 17:03)

Seit ūber 5 Jahren findet hier ein geistesgestörter Plakatmaler seine Plattform, was soll man davon halten ? :rolleyes:
nicht nur hier ;)
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
Beiträge: 802
Registriert: So 23. Okt 2011, 01:51
Wohnort: Adelaide, Süd Australien
Kontaktdaten:

Enslavement = Versklavung | Forced Labour = Zwangsarbeit

Beitragvon Martin MITCHELL » Di 27. Dez 2016, 04:22

.
Und auch dies ist heute immer noch genauso zutreffend wie vor knapp zwei Jahren!

Boardnutzer »martini« a.k.a. Martin MITCHELL tätigte derzeit, vor knapp zwei Jahren, im HEIMKINDER-FORUM.DE, folgenden Beitrag und zitierte darin einen anderen Boardnutzer, der kurz zuvor den Philosoph und Erziehungswissenschaftler Michael Schmidt-Salomon zitiert hatte.

.
Weiterführend zu Beitrag 1 und Beitrag 2 ( oben ) hier in diesem Thread [ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/17167-Heimkinder-gegen-Heimkinder/ ].

Ein vernünftiger und geistig völlig gesunder Mensch, der im HEIMKINDER-FORUM.DE verkehrt, machte uns alle [ an anderer Stelle ] gestern, Nachmittag, Sonntag, 12. Januar 2014, um 17:15 Uhr (MEZ) noch einmal auf folgenden wichtigen Hinweis aufmerksam, und wir sollten ihm, m.E., alle wirklich sehr dankbar dafür sein.

ANFANG DES ZITIERTEN BEITRAGS VON VOR KNAPP ZWEI JAHREN.


Ob und inwieweit dieser 2. Weltkrieg ein Segen war, darüber kann man streiten, doch was hier im Zusammenhang mit Artikel 12 Abs. 3 [ des Grundgesetzes ] wiedergegeben wird eher nicht.

ANFANG DES ZITATS AUF DAS ES ANKOMMT.


»Es ist erwiesen, dass Heimkinder unter Androhung drastischer Strafen dazu gezwungen wurden, Arbeiten in der Industrie, im Dienstleistungsgewerbe oder in der Landwirtschaft zu verrichten. Dass die Mehrheit der Vertreter am Runden Tisch [ Heimerziehung ] für diesen klaren Sachverhalt den Begriff ‚Zwangsarbeitʻ ablehnt, weil dieser Begriff angeblich für die „NS-Zwangsarbeiter“ reserviert sei, kann man nur als zynische Propagandalüge bezeichnen! Sollen wir denn wirklich glauben, dass Frau Vollmer und all die anderen hochrangigen Vertreter der Kirchen und des Staates die deutsche Verfassung nicht kennen?!
In Artikel 12 Absatz 3 unseres Grundgesetzes heißt es wörtlich:

‚Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.ʻ

Wäre der Begriff ‚Zwangsarbeitʻ tatsächlich für die Verbrechen des NS-Regimes reserviert, müsste Artikel 12 Absatz 3 sofort aus dem deutschen Grundgesetz gestrichen werden!

In Wahrheit bezeichnet der Begriff ‚Zwangsarbeitʻ einen eindeutig definierten, juristischen Sachverhalt, der keineswegs mit den NS-Verbrechen identisch ist. Es ist deshalb einigermaßen zynisch, wenn der Runde Tisch [ Heimerziehung ] die nazistischen Gräueltaten heranzieht, um mit Hilfe dieses rhetorischen Kniffs den realen Sachverhalt der erzwungenen Kinderarbeit in den Heimen zu vernebeln!
Man spürt die Absicht und ist verstimmt!«

Philosoph und Erziehungswissenschaftler Michael Schmidt-Salomon

[ QUELLE / WIEDERGABEN auch in Zusammenhang mit der solidarischen April 2010 "Heimkinder-Demonstration" in Berlin – , u.a. auch, auf folgenden Webseiten: http://heimkinderopfer.blogspot.com.au/2010/01/verein-ehemaliger-heimkinder-ev-seine.html
http://www.giordano-bruno-stiftung.de/newsletterarchiv/sondernewsletter-gbs-unterstuetzt-den-protest-ehemaliger-heimkinder ]

ENDE DES ZITATS AUF DAS ES ANKOMMT.


Unerklärlich in diesem Zusammenhang, der Forderung nach mehr Entschädigung so zu begegnen, als würde ihre Existenz davon bedroht wenn es diese geben würde.

ENDE DES ZITIERTEN BEITRAGS VON VOR KNAPP ZWEI JAHREN.

.

.
Not only must justice be done; it must also be seen to be done.
Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND GESCHIEHT VIELFACH BEIDES NICHT.
Benutzeravatar
ebi80
Beiträge: 944
Registriert: Mo 7. Nov 2016, 21:06

Re: Werden EHEMALIGE HEIMKINDER wirklich entschädigt ?

Beitragvon ebi80 » Mi 28. Dez 2016, 18:20

Warum gibst du dir soviel Mühe um Kinderheim Kinder?
Warst du selbst eines? Warum gibst du soviel Arbeit und Anstrengung in diese Sache?
Warum schreibst du es so Faktisch?
Warum schreibst du es wie ein Bericht und nicht aus Sicht eines Betroffenen?
Solltest du ein Betroffener sein. So solltest du wissen, daß du nicht allein bist. Die meisten finden nicht die Kraft darüber zu sprechen.
Ich selbst trage eine Nummer, eintätoviert auf meinem Unterarm. Ich lebte in dieser Hölle.
Also erzähl warum dir an der Sache so viel liegt!
Fight for a living Planet!
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
Beiträge: 802
Registriert: So 23. Okt 2011, 01:51
Wohnort: Adelaide, Süd Australien
Kontaktdaten:

Ein selbst Betroffener kämpft für sich und seine damaligen Leidensgenossen.

Beitragvon Martin MITCHELL » Do 29. Dez 2016, 02:08

.
Für alle, die sich dessen nicht bewußt sind:
Ich bin schon seit So 23. Okt 2011, um 02:51 Uhr in diesem Forum tätig und habe seit diesem Zeitpunkt bis heute 695 Beiträge in diesem Thread geschrieben und viele, viele Fragen – die mir gestellt wurden, und auch solche die mir nicht gestellt wurden – beantwortet. Es steht jedem, der sich dafür interessiert frei zurückzublättern und sich zu informieren.


Zusammenfassend zitiere ich jetzt aber auch zusätzlich noch einmal was schon seit langer Zeit über mich an vielen, vielen Stellen im Internet zu lesen ist.

.
Hallo alle zusammen …

Ich, Martin MITCHELL, bin ein Ehemaliges Heimkind-WEST, am 28.07.1946 zu staatenlosen Eltern in Berlin-West geboren; ein Senior also; und schon seit ein paar Jahren in Rente jetzt. Ich lebe seit dem 24.03.1964 in Australien.

Seit dem Jahre 2006, ungefähr, bin ich offiziell Mitglied in dem größten deutschen eingetragenen Verein für Betroffene, dem
Verein ehemaliger Heimkinder e.V. (VEH e.V.).

Ich beschäftige mich schon seit dem Jahre 2003 (nachdem ich mir zu diesem Zeitpunkt erst einmal wieder die deutsche Sprache, sowohl wie Komputernutzung, beibringen musste), beinahe vollzeitig mit dem Thema »Institutionelle Kindesmisshandlung«, d.h. »systematische systemische Misshandlung von Kindern und Jugendlichen in totalen Institutionen / Erziehungseinrichtungen im Nachkriegsdeutschlandjahrzentelang !! (im Westen 1945-1985 mindestens, soweit ich habe feststellen können)«.

Ich, und mehr als eine Millionen deutsche Mädchen und Jungen – Kinder und Jugendliche jeden Alters – haben diese Art der Erziehung der alten Garde der meistens unausgebildeten und völlig untauglichen ‘Erzieher’ und ‘Erzieherinnen’, in diesen totalen Institutionen, an Leib und Seele gespürt und erlitten (das war die gewollte institutionelle Erziehung im Christlichen Abendlande!). „Über eine Millionen“ bezieht sich allein auf Westdeutschland! - In der DRR waren es nochmals ungefähr eine halbe Millionen (das war die von der kommunistischen Elite gewollte institutionelle Erziehung!). Und das weitgehende Schweigen der Gesellschaft zu diesen Erziehungsmethoden war auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze OHRENBETÄUBEND!

Aus meinem damaligen Wunsch Architekt zu werden, ist leider nach meinen Erziehungsheim-Erfahrungen in nachkriegsdeutschen ‘Heimen’ und ‘Anstalten’, und meiner Auswanderung nach Australien mit 17½ Jahren (1964), um diesem Unrecht und Leid in Deutschland zu entkommen, nichts geworden. Akademiker bin ich also nicht; just vielseitiger Handwerker im Baugewerbe ( "Jack of all trades, master of none.", sagen wir hier in Australien ).

Ich hoffe, das heute tätige Erzieherinnen und Erzieher und auch die noch auszubildenden Pädagoginnen und Pädagogen, denen man zukünftig die öffentliche Betreuung von Kindern und Jugendlichen anvertraut aus meiner Geschichte und meinen Beiträgen in diesem Forum – sowohl wie auch anderswo im Internet – etwas lernen können und dadurch zu einer besseren Welt beitragen können. - Mag es ebenso verhindern, dass was all den damaligen Opfern in Deutschland in OST und WEST, in ihrer Minderjährigkeit widerfahren ist, heute nicht wieder geschieht. - Jeder kann sein Bestes tun dazu beizutragen, dass es sich nie wieder wiederholt!

Mit freundlichen Grüßen allerseits aus dem Land DOWN UNDER.

Martin MITCHELL



ANHANG:

IMAGE: http://www.heimkinder-ueberlebende.org/ShowLetter.jpg

Das bin ich, zweite von rechts im Foto, im Bethel-eigenen FREISTATT IM WIETINGSMOOR im Jahre 1963.

Ein Fallbeispiel aus der damaligen bundesrepublikanischen Fürsorgeerziehung in geschlossener Unterbringung und unter Arbeitszwang (meine eigene Leidensgeschichte, aufgeführt in chronologischer Reihenfolge anhand aktueller Dokumente aus meiner damaligen Fürsorgeakte) ist schon seit vielen Jahren hier zu finden @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Die_Leidensgeschichte_des_damalig_staatenlosen_Jugendlichen_Martin_Mitchell_in_westdeutscher_Fuersorgeerziehung_No01.html

IMAGE: http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Photo_of_Peatbog_Machine.jpg

Das bin ich, unten links im Foto, im Bethel-eigenen FREISTATT IM WIETINGSMOOR im Jahre 1963.
.

.
Not only must justice be done; it must also be seen to be done.
Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND GESCHIEHT VIELFACH BEIDES NICHT.
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
Beiträge: 802
Registriert: So 23. Okt 2011, 01:51
Wohnort: Adelaide, Süd Australien
Kontaktdaten:

Enslavement = Versklavung | Forced Labour = Zwangsarbeit

Beitragvon Martin MITCHELL » Do 29. Dez 2016, 02:16

.
Bitte nicht meinen vorhergehenden heutigen Beitrag (worin von mir selbst die Rede ist) übersehen.


ZWANGSARBEIT UND ALL DIEJENIGEN, DIE SICH DIESE ZUM NUTZEN GEMACHT HABEN.

Ich glaube, und denke ich habe allen Grund zu glauben und zu behaupten, dass alle von mir gesammelten und namentlich identifizierten „Heimkinder-Zwangarbeit-Firmen“, „-Organisationen“, „- Gemeinden“, „-Kommunen“ und „-Individuen“ WIEDERHOLUNGSTÄTER sind.
Sie waren „Nutznießer von Zwangsarbeitern im Dritten Reich“, und sie waren wiederum „Nutznießer von Zwangsarbeitern (Kindern und Jugendlichen aus den Heimen) in Westdeutschland“.
Und einige von diesen „Dritte-Reich-Zwangsarbeiter-Nutznießern“ und danach „Heimkinder-Zwangsarbeit-Nutznießern im WESTEN“, waren ebenso, gleichzeitig, „Heimkinder-Zwangsarbeit-Nutznießer im OSTEN“.

Und ich bin mir ebenso ganz sicher, dass es an vielen verschiedenen Standorten in allen möglichen Archiven, nicht nur in Deutschland, aber auch anderswo in der Welt, hauptsächlich in Deutsch, aber ebenso in so einigen anderen Sprachen (z.B. insbesondere in Englisch, Russisch und Französisch) detaillierte Unterlagen gibt, die all dies genau belegen.

Ich selbst habe ja schon über die letzten 13½ Jahre diesbezüglich so einiges ausgegraben und immer wieder mal hier und da im Internet veröffentlicht; und dabei ist meinerseits auch immer wieder mal diesbezüglich, m.E. völlig berechtigt, der Begriff „WIEDERHOLUNGSTÄTER“ gefallen.

.
Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Do 29. Dez 2016, 06:56, insgesamt 1-mal geändert.
Not only must justice be done; it must also be seen to be done.
Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND GESCHIEHT VIELFACH BEIDES NICHT.
Benutzeravatar
twilight
Beiträge: 553
Registriert: Mo 31. Okt 2016, 16:05
Wohnort: West-EU

Re: Werden EHEMALIGE HEIMKINDER wirklich entschädigt ?

Beitragvon twilight » Do 29. Dez 2016, 02:18

Wie kann man als 17 jähriger nach Australien auswandern ?

Zurück zu „9. Offenes Forum - Sonstiges“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast