Debatte: Homosexualität

Moderator: Moderatoren Forum 8

Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 12210
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon Dark Angel » Di 1. Aug 2017, 14:39

Zunder hat geschrieben:(01 Aug 2017, 15:37)

Das Thema des Interviews war die gleichgeschlechtliche Ehe. Deswegen hat Kutschera auch nicht von Paarung gesprochen, wie du behauptest, sondern von Verbindung. Es ging ihm offensichtlich darum, die Gleichstellung mit Heteros zu delegitimieren, indem er die Lebensgemeinschaft zur Reproduktionsgemeinschaft umrubelt. Kutscheras gesamte Argumentation ist dumm und verlogen.

Herrgottnochmal :mad: es ging in der Diskussion einzig darum, ob die eine Aussage fachlich richtig ist und nicht um Kutscheras gesamten Sermon.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 9217
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon schokoschendrezki » Di 1. Aug 2017, 14:42

Dark Angel hat geschrieben:(01 Aug 2017, 13:37)
Nein - müssen nicht!
Sozialwissenschaftler untersuchen nicht den Menschen, sondern menschliche Beziehungen/Interaktionen - also etwas, was vom Menschen ausgeht, was Mensch geschaffen hat, aber nicht was (entwicklungsgeschichtlich) erst zur Entstehung des Menschen führte, gleiches gilt für Linguisten und auf Philosophen kann in diesem Zusammenhang vollständig verzichtet werden.
Weil - es geht bei der Forschung eben nicht um irgendwelche "Wir-Intentionen".

Nun gut. Da sind wir halt offensichtlich und wiederholtermaßen unterschiedlicher Meinung. Du glaubst, es gibt irgendeinen Dienstag und - plopp - gibts menschliche Beziehungen, die es vorher nicht gab. Ich glaube, dass menschliche Beziehungen, ihre Formen und Varianten, Sozialgefüge, Wir-Intention zusammen und vor allem wechselwirkend mit der auch anatomischen Herausbildung und Entstehung des Homo Sapiens einhergingen. Ich fände es schwer glaubbar, wenn die Beziehung zwischen aufrechtem Gang und Werkzeuggebrauch kausal nur und ausschließlich in der einen Richtung verlaufen ist. Und Werkzeuggebrauch bringt nahezu zwangsläufig soziale Beziehungen hervor. Die rückwirken auf anatomische Entwicklungen.

Ein relativ bekanntes Buch dazu stammt von dem französischen Anthropologen André Leroi-Gourhan. "Hand und Wort". Dort geht er explizit auf diese dialektischen Wechselbeziehungen zwischen sozialen und biologischen Gegebenheiten ein.

Zunächst einmal bleibt festzuhalten, daß Leroi-Gourhan die Menschheitsentwicklung als einen fortlaufenden Prozeß der Exteriorisierung von Fähigkeiten beschreibt, die wir – anders als die Tiere – nicht in körperlichen Organen ‚einverleiben‘, so daß zum Beispiel aus fünf Fingern am Ende ein Huf wird, wie beim Pferd. Statt ihre Hand in einen Hammer oder in eine Schere zu verwandeln, erfinden die Menschen Faustkeile und Feuersteinmesser. Die Exteriorisierung von Fähigkeiten trägt also dazu bei, daß der Mensch „durch die Vermeidung jeder Überspezialisierung seiner Organe“ offen bleibt für weitere Entwicklungen.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
pikant
Beiträge: 51829
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon pikant » Di 1. Aug 2017, 14:44

Dark Angel hat geschrieben:(01 Aug 2017, 15:37)

Richtig, die Aussagen sind abstrus, aber durch Art.5 GG abgedeckt.
!Meinungen gelten in Deutschland nicht als Tatsachenbehauptungen. Vielmehr sind sie persönliche Urteile über Sachverhalte, Ideen oder Personen. Auf diese persönliche Stellungnahme bezieht sich der Grundrechtsschutz. Die Meinungsäußerung kann demnach auch irrational, emotional, unbegründet, unnütz, schädlich und/oder wertlos sein."



ob das so ist, kann ja ein Disziplinarverfahren am Ende klaeren!
dazu ist solch ein Verfahrn da mit Richter Ueberpruefung am Ende.
Benutzeravatar
Zunder
Beiträge: 4739
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 14:00

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon Zunder » Di 1. Aug 2017, 15:09

Dark Angel hat geschrieben:(01 Aug 2017, 15:39)

Herrgottnochmal :mad: es ging in der Diskussion einzig darum, ob die eine Aussage fachlich richtig ist und nicht um Kutscheras gesamten Sermon.

Diese Aussage ist sachlich falsch, weil eine Ehe eine Lebensgemeinschaft nach bürgerlichem Recht ist und keine absonderliche Form von Geschlechtsverkehr.
gödelchen
Beiträge: 924
Registriert: Mi 21. Dez 2016, 20:05

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon gödelchen » Di 1. Aug 2017, 15:12

pikant hat geschrieben:(01 Aug 2017, 15:44)

ob das so ist, kann ja ein Disziplinarverfahren am Ende klaeren!
dazu ist solch ein Verfahrn da mit Richter Ueberpruefung am Ende.


Nein kann nicht.

In dem durchzuführenden Vorermittlungsverfahren zu einem anstehenden Disziplinarverfahren sind alle Gründe für und gegen die Eröffnung eine DV zu prüfen. Da die Uni sicher einen kündigen Juristen mit den Vorermittlungsverfahren beauftragen wird, kann nach dem Stand, der Öffentlichkeit zugänglich wurde, kann davon ausgegangen werden, dass kein DV angestrebt wird. Es ist von der Uni auch in der Richtung nichts angeleiert worden, sonst wär das in den Medien.

Unis kennen sich mit Freiheit von Kehre und Forschung nämlich gut aus ..:-)
pikant
Beiträge: 51829
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon pikant » Di 1. Aug 2017, 15:17

gödelchen hat geschrieben:(01 Aug 2017, 16:12)

Nein kann nicht.

In dem durchzuführenden Vorermittlungsverfahren zu einem anstehenden Disziplinarverfahren sind alle Gründe für und gegen die Eröffnung eine DV zu prüfen. Da die Uni sicher einen kündigen Juristen mit den Vorermittlungsverfahren beauftragen wird, kann nach dem Stand, der Öffentlichkeit zugänglich wurden, kann davon ausgegangen werden, dass kein DV angestrebt wird. Es ist von der Uni auch in der Richtung nichts angeleiert worden, sonst wär das in den Medien.

Unis kennen sich mit Freiheit von Kehre und Forschung nämlich gut aus ..:-)


Wenn kein Vorermittlungsverfahren eingeleitet wird, kann auch kein Disziplinarverfahren erfolgen und ja der Wissenschaftsminister hat die Pruefing eines Disziplinarverfahren angeregt, kann dies aber nicht rechtlich durchsetzen - Wenn eine Uni da nicht prueft , heisst es ja noch lange nicht, dass es disziplinarisch einwandfrei ist.

Minister kennen sich mit Freiheit von Lehre und Forschung natuerlich auch gut aus.
gödelchen
Beiträge: 924
Registriert: Mi 21. Dez 2016, 20:05

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon gödelchen » Di 1. Aug 2017, 15:25

schokoschendrezki hat geschrieben:(01 Aug 2017, 15:42)

Nun gut. Da sind wir halt offensichtlich und wiederholtermaßen unterschiedlicher Meinung. Du glaubst, es gibt irgendeinen Dienstag und - plopp - gibts menschliche Beziehungen, die es vorher nicht gab. Ich glaube, dass menschliche Beziehungen, ihre Formen und Varianten, Sozialgefüge, Wir-Intention zusammen und vor allem wechselwirkend mit der auch anatomischen Herausbildung und Entstehung des Homo Sapiens einhergingen. Ich fände es schwer glaubbar, wenn die Beziehung zwischen aufrechtem Gang und Werkzeuggebrauch kausal nur und ausschließlich in der einen Richtung verlaufen ist. Und Werkzeuggebrauch bringt nahezu zwangsläufig soziale Beziehungen hervor. Die rückwirken auf anatomische Entwicklungen.

Ein relativ bekanntes Buch dazu stammt von dem französischen Anthropologen André Leroi-Gourhan. "Hand und Wort". Dort geht er explizit auf diese dialektischen Wechselbeziehungen zwischen sozialen und biologischen Gegebenheiten ein.


Ach ne...übrigens verlieren wir auch weiter unser Haarkleid und unsere Weisheitszähne......:-)

Weil wir sie nicht mehr brauchen....die Evolution geht nach Nutzen vor. Ob wir in 1000 Jahren nur noch 3 Finger haben , wird ganz ohne jeglichen sozialen Bezug geschehen........und wozu wir dann offen sind , entscheidet der Nutzen für die Spezies Mensch,

Dabei können soziale Bedingungen eine Rolle spielen, die werden dann nur unter dem Gesichtspunkt Nutzen evolutionär verarbeitet. Bei der Fortpflanzung wird es mit großer Wahrscheinlichkeit beim bisherigen Verfahren bleiben.......Steckverbindungen sind noch nicht soweit :-)
gödelchen
Beiträge: 924
Registriert: Mi 21. Dez 2016, 20:05

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon gödelchen » Di 1. Aug 2017, 15:26

pikant hat geschrieben:(01 Aug 2017, 16:17)

Wenn kein Vorermittlungsverfahren eingeleitet wird, kann auch kein Disziplinarverfahren erfolgen und ja der Wissenschaftsminister hat die Pruefing eines Disziplinarverfahren angeregt, kann dies aber nicht rechtlich durchsetzen - Wenn eine Uni da nicht prueft , heisst es ja noch lange nicht, dass es disziplinarisch einwandfrei ist.

Minister kennen sich mit Freiheit von Lehre und Forschung natuerlich auch gut aus.


Mag sein, der Minister ist dem politischen Postulat unterworfen, die Uni dem echten Recht.....
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 12210
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon Dark Angel » Di 1. Aug 2017, 15:27

schokoschendrezki hat geschrieben:(01 Aug 2017, 15:42)

Nun gut. Da sind wir halt offensichtlich und wiederholtermaßen unterschiedlicher Meinung. Du glaubst, es gibt irgendeinen Dienstag und - plopp - gibts menschliche Beziehungen, die es vorher nicht gab. Ich glaube, dass menschliche Beziehungen, ihre Formen und Varianten, Sozialgefüge, Wir-Intention zusammen und vor allem wechselwirkend mit der auch anatomischen Herausbildung und Entstehung des Homo Sapiens einhergingen.

Soso - du glaubst, dann glaubst du falsch.
Mensch als Rudeltier, kann nur zusammen agieren und Rudeltiere haben Sozialgefüge und soziale Strukturen.
Die vorhandenen Sozialgefüge und sozialen Strukturen des Rudels werden weiter entwickelt.
Die so genannten "Wir-Intentionen" gibt es bei allen Primaten, bei allen unseren nächsten Verwandten.


schokoschendrezki hat geschrieben:(01 Aug 2017, 15:42)Ich fände es schwer glaubbar, wenn die Beziehung zwischen aufrechtem Gang und Werkzeuggebrauch kausal nur und ausschließlich in der einen Richtung verlaufen ist. Und Werkzeuggebrauch bringt nahezu zwangsläufig soziale Beziehungen hervor. Die rückwirken auf anatomische Entwicklungen.

Was du findest - ist ziemlich wurscht und irrelevant.
Den aufrechten Gang gab es schon vor 4,4 Mio Jahren beim Ardipithecus ramidus und der hatte noch den "affentypischen" Greiffuß, aber bereits bewegliche Handgelenke. Ardipithecus ramidus konnte auf Bäumen leben UND sich aufrecht in der Savanne bewegen UND er gebrauchte Werkzeuge. Vom Ardipithecus ramidus war es noch ein seeehr weiter Weg bis zum Homo sapiens sapiens.
Unsere nächsten Verwandten können nicht aufrecht gehen, haben keine beweglichen Handgelenke, aber sie benutzen gezielt unterschiedliche Werkzeuge, sie besitzen Sozialgefüge, soziale Strukturen UND sie pflegen enge Beziehungen innerhalb des Rudels. Und genau umgekehrt, nicht Werkzeuggebrauch bringt soziale Beziehungen hervor, sondern soziale Beziehungen bringen Werkzeuggebrauch hervor. Nennt sich Nachahmungseffekt.

schokoschendrezki hat geschrieben:(01 Aug 2017, 15:42)Ein relativ bekanntes Buch dazu stammt von dem französischen Anthropologen André Leroi-Gourhan. "Hand und Wort". Dort geht er explizit auf diese dialektischen Wechselbeziehungen zwischen sozialen und biologischen Gegebenheiten ein.

Autsch - du verweist auf ein mehr als 50 Jahre altes Buch und willst das als neuesten Erkenntnisstand verkaufen?
Und wieder eine philosophische Betrachtung. Nicht wirklich - oder?
Die Zeit steht nicht still und in den letzten 50 Jahren sind sehr viele neue Erkenntnisse hinzu gekommen.
Schwelge du weiter in deiner Philosophie, ich gebe den Erkenntnissen der Naturwissenschaften den Vorzug. Die sind nicht so verschwurbelt.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
pikant
Beiträge: 51829
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon pikant » Di 1. Aug 2017, 15:31

gödelchen hat geschrieben:(01 Aug 2017, 16:26)

Mag sein, der Minister ist dem politischen Postulat unterworfen, die Uni dem echten Recht.....


auch ein Minister ist dem echten Recht unterworfen.
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 12210
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon Dark Angel » Di 1. Aug 2017, 15:32

Zunder hat geschrieben:(01 Aug 2017, 16:09)

Diese Aussage ist sachlich falsch, weil eine Ehe eine Lebensgemeinschaft nach bürgerlichem Recht ist und keine absonderliche Form von Geschlechtsverkehr.

Es ging um fachlich und nicht um sachlich.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
gödelchen
Beiträge: 924
Registriert: Mi 21. Dez 2016, 20:05

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon gödelchen » Di 1. Aug 2017, 15:40

pikant hat geschrieben:(01 Aug 2017, 16:31)

auch ein Minister ist dem echten Recht unterworfen.


Nein..in dem Fall nicht :-)

Er ist nur Ankündiger, kein Vollzieher...
Benutzeravatar
Provokateur
Moderator
Beiträge: 11414
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 16:44
Benutzertitel: Alpha by choice&Liberalpatriot
Wohnort: जर्मनी

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon Provokateur » Di 1. Aug 2017, 15:40

BingoBurner hat geschrieben:(01 Aug 2017, 12:46)

Jo, und die Lichtgeschwindkeit wurde auch schon übertroffen. Klaro.

Ich gebe dir Hilfe : "Dann sorgte Dean Hamer für Schlagzeilen. 1993 identifizierte er die Wurzel der Homosexualität auf dem X-Chromosom."

1993 .............LOL

http://www.deutschlandfunk.de/homo-sex- ... _id=354047

Ich hole mir Popcorn......


Stimmt so auch nur teilweise. Damit der entsprechende Abschnitt aktiv wird, müssen im Mutterleib bestimmte Voraussetzungen vorliegen:

https://www.welt.de/wissenschaft/article147760609/So-ist-Schwulsein-in-den-Genen-verankert.html

Studien zeigen, dass ein Baby eine um 33 Prozent höhere Chance hat, homosexuell zu werden, wenn die Mutter zuvor schon einen Sohn geboren hatte. Ein Sohn scheint also Marker bei der Mutter zu hinterlassen, die bei den Schwangerschaften darauf irgendwie berücksichtigt werden.

Eine Studie, die 2012 im Journal „The Quarterly Review of Biology“ veröffentlicht wurde, zeigt zudem, dass womöglich normale geschlechterspezifische Methylierungsmuster eine Rolle dabei spielen können, welche sexuelle Orientierung ein Kind entwickelt.

So hat ein weiblicher Fötus bestimmte Marker im Erbgut, die dafür sorgen, dass es in seiner Entwicklung nur so viel Testosteron abbekommt, wie ein weiblicher Köper nötig hat. Genauso hat ein männlicher Fötus Marker, die dafür sorgen, dass er genug Testosteron abbekommt, um zum männlichen Baby heranzuwachsen.

Einige dieser Marker beeinflussen die Entwicklung der Geschlechtsorgane, andere die der sexuellen Identität, wieder andere die der sexuellen Orientierung.

Normalerweise werden diese Marker in der nächsten Generation ausradiert, wenn also der Junge zum Mann und das Mädchen zur Frau geworden ist und sie selbst Kinder bekommen. Manchmal aber, so zeigte die Studie der Genetiker Bill Rice und Urban Friberg, werden die Marker doch weitergegeben.

Überträgt eine Mutter ihre Marker an einen Sohn, oder ein Vater seine Marker an seine Tochter, dann kann dies die sexuelle Orientierung der Kinder beeinflussen: Diese Kinder werden öfter homosexuell.

Die Studie erklärt auch, warum Homosexualität in allen Gesellschaften der Welt auftritt, jedoch recht selten ist. Um die fünf Prozent aller Menschen geben in unterschiedlichen Kulturen an, eher am eigenen Geschlecht als am anderen interessiert zu sein. Warum es Homosexualität überhaupt gibt, wenn sie doch nicht zur Zeugung von Nachkommen führt, konnte Forscher von der italienischen Universität Padua schon vor zehn Jahren klären.

Sie fanden heraus, dass weibliche Verwandte homosexueller Männer mehr Kinder bekamen als andere Frauen. Die gleichen Gene, die zur Homosexualität prädisponieren, verhelfen Frauen so zu höherer Fruchtbarkeit.


Den letzten Punkt wusste ich zum Beispiel auch nicht. Dadurch, dass ich mich mit Hamers Ergebnissen befasst habe, habe ich etwas gelernt - danke.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

Echte Patrioten wählen NICHT die AfD.
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 12210
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon Dark Angel » Di 1. Aug 2017, 15:44

pikant hat geschrieben:(01 Aug 2017, 15:44)

ob das so ist, kann ja ein Disziplinarverfahren am Ende klaeren!
dazu ist solch ein Verfahrn da mit Richter Ueberpruefung am Ende.

Nein - kann nicht! Art 5 GG "Recht auf freie Meinungsbildung und freie Meinungsäußerung" schließt das aus.
Und das wiederum bedeutet, dass auch missliebige Meinungen, Meinungen, die aus bestimmten Gründen nicht geteilt werden, toleriert werden müssen.
Da kann eben kein Disziplinarverfahren gefordert und durchgeführt werden, nur weil die geäußerte Meinung nicht gefällt, weil man die nicht tolerieren will.
Ist aber typisch, von anderen Toleranz für alles mögliche fordern, aber selber intolerant bis zum Abwinken sein.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
gödelchen
Beiträge: 924
Registriert: Mi 21. Dez 2016, 20:05

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon gödelchen » Di 1. Aug 2017, 15:45

Dark Angel hat geschrieben:(01 Aug 2017, 16:32)

Es ging um fachlich und nicht um sachlich.


Die raffen es einfach nicht, die raffen es einfach nicht...:-)
gödelchen
Beiträge: 924
Registriert: Mi 21. Dez 2016, 20:05

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon gödelchen » Di 1. Aug 2017, 15:51

Provokateur hat geschrieben:(01 Aug 2017, 16:40)

Stimmt so auch nur teilweise. Damit der entsprechende Abschnitt aktiv wird, müssen im Mutterleib bestimmte Voraussetzungen vorliegen:

https://www.welt.de/wissenschaft/article147760609/So-ist-Schwulsein-in-den-Genen-verankert.html

Den letzten Punkt wusste ich zum Beispiel auch nicht. Dadurch, dass ich mich mit Hamers Ergebnissen befasst habe, habe ich etwas gelernt - danke.


Da kannst mal sehen, was die Evolution alles so drauf hat und wir so langsam der auf die Spur kommen. Was verbleibt in der Debatte hier. Homosexualität hat für sich selber keinen evolutionären Vorteil für die Spezies Mensch. Was im Rahmen der biologischen Menschwerdung so an Abläufen abgeht, kann als Nebeneffekt einen anderen Effekt herbeiführen, der der einen evolutionären Vorteil schafft. Da das nicht zwangsläufig erst mal so ist, kann daraus keine Regel geschaffen werden.

Vielleicht in 1 Millionen Jahren haben wir dann 25 % Homosexuelle Männer auf der Welt und 25 % Frauen mit 6 Kindern und mehr, beim Rest versagt die Spermienproduktion oder die Eizellenbereitstellung..

:-)

That´s nature !! :-)
Benutzeravatar
Provokateur
Moderator
Beiträge: 11414
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 16:44
Benutzertitel: Alpha by choice&Liberalpatriot
Wohnort: जर्मनी

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon Provokateur » Di 1. Aug 2017, 16:11

gödelchen hat geschrieben:(01 Aug 2017, 16:51)
Homosexualität hat für sich selber keinen evolutionären Vorteil für die Spezies Mensch.


Naja. Ich habe auch schon geschrieben, dass ich auch in der unmittelbaren Homosexualität einen Selektionsvorteil sehe, weil mehr kampfbereite Individuen zur Verfügung stehen. Aber gut.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

Echte Patrioten wählen NICHT die AfD.
Benutzeravatar
Zunder
Beiträge: 4739
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 14:00

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon Zunder » Di 1. Aug 2017, 16:44

Dark Angel hat geschrieben:(01 Aug 2017, 16:32)

Es ging um fachlich und nicht um sachlich.

Die Ehe ist keine biologische Veranstaltung.
Wie oft denn noch?
gödelchen
Beiträge: 924
Registriert: Mi 21. Dez 2016, 20:05

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon gödelchen » Di 1. Aug 2017, 16:50

Zunder hat geschrieben:(01 Aug 2017, 17:44)

Die Ehe ist keine biologische Veranstaltung.
Wie oft denn noch?


Hier wurde weder gegen die bisherige Ehe noch gegen die gleichgeschlechtliche Ehe von den Foristen was geschrieben.

Wo ist dein Problem ? ...der ausfallende Prof ?

Was in dem Fall Ehe EINZIG interessant ist, hab ich dir schon mal geschrieben.
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 12210
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon Dark Angel » Di 1. Aug 2017, 17:42

Zunder hat geschrieben:(01 Aug 2017, 17:44)

Die Ehe ist keine biologische Veranstaltung.
Wie oft denn noch?

Bei der betreffenden Aussage ging es auch nicht um Ehe, sondern um nicht vorhandenes Reproduktionspotential der Paarung Mann - Mann/Frau - Frau ==> "... steriles Erotikduo ohne Reproduktionspotential ..."
Es ging darum, ob diese Aussage fachlich richtig ist. mannmannmann!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen

Zurück zu „82. Gender“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste