Debatte: Homosexualität

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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon Provokateur » Di 1. Aug 2017, 10:35

schokoschendrezki hat geschrieben:(01 Aug 2017, 11:28)
Es geht ja bei dieser Diskussion hier auch keineswegs um die Frage der Entstehung von Homosexualität sondern um den gesellschaftlichen und sozialen Umgang mit diesem Phänomen. Anhand des Umgangs mit anderen nichtmainstreamigen sexuellen Präferenzen wie Sadismus oder Masochismus, die früher mal als "Aberration" oder "Deviation" bezeichnet wurden und bei denen bis heute nicht ganz klar ist, ob sie primär biologisch oder primär bibliographisch angelegt sind (oder beides oder keins von beidem) sieht man, wie eigentlich diese Frage der Genese zugunsten der Frage des sozialen Umgangs zurückgetreten ist.


Für mich macht die Genese schon einen wesentlichen Baustein für den Umgang aus. Was angeboren ist, dafür kann jemand nichts. Es handelt sich nicht um eine "Wahl", die jemand trifft.

Alles, was der Population nutzt, ist zu gewähren. Homosexualität nutzt der Population, da die Ressource Frau, die zum Populationserhalt notwendig ist, weniger stark umkämpft wird.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon elmore » Di 1. Aug 2017, 10:36

Provokateur hat geschrieben:(01 Aug 2017, 11:18)

Es gibt Studien, die das nahelegen. Auslösender Faktor scheint nach meinem Dafürhalten die Hormonexposition im Mutterleib zu sein, die beim Fötus zu einer geänderten Hirnstruktur führt.

Homosexualität ist auch bei vielen Tieren nachweisbar.

Dass dieser Mechanismus evolutionär sinnvoll für die Population ist, habe ich auch schon mal erläutert.


Danke für deine Erläuterungen. Sehr interessant. DAS hatte ich nicht gelesen. Sorry! ;)
Für mich, betrachtet mit gesundem? Menschenverstand :D , klingt das (bio)logisch nachvollziehbar und in sich schlüssig.

Provokateur hat geschrieben:Jedes Verhalten ist biologisch erklärbar. Vor allem die Tatsache, dass die Anzahl der älteren Brüder die Wahrscheinlichkeit bei Männern steigert, homosexuell zu werden, zeigt doch, dass es sich bei Homosexualität wohl um einen Selektionsvorteil handelt. Populationen, bei denen sich dieser Zusammenhang nicht ausbildet, müssen anscheinend ja ausgestorben sein.


Trifft das auch auch weibliche Homosexualität zu? - Oder anders gefragt, ist das der identische, biologisch erklärbare Zusammenhang: "dass die Anzahl älterer Schwestern die Wahrscheinlichkeit steigert", lesbisch zu werden, bzw. so geboren zu werden?"
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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon schokoschendrezki » Di 1. Aug 2017, 10:39

gödelchen hat geschrieben:(01 Aug 2017, 11:15)
Ach ja, common sense ist was bitte?

Sag' ich dir: Ein Begriff, der sehr häufig aber fälschlicherweise synonym für "Gesunder Menschenverstand" verwendet wird aber weit eher in Richtung "Gemeinsinn" geht.
Pragmatismus ohne den gesunden Menschenverstand nicht möglich. Dein Unwohlsein zum Begriff gesund ist anscheinend politischer Natur, weil du das wieder so einen Nazi-Schere im Kopf hast.

Pragmatismus bedeutet "Zweckgerichtetheit" und ist in keinster Weise von dem abhängig, was man unter "Gesunder Menschenverstand" anderen Menschen einzutrichtern versucht.
Albert Einstein hat geschrieben:Der gesunde Menschenverstand ist eigentlich nur eine Anhäufung von Vorurteilen, die man bis zum 18. Lebensjahr erworben hat.

Ich würde allerdings hinzufügen: Und die man beibehält, wenn man den Horizont von 18 nicht zu erweitern versteht.
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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon Provokateur » Di 1. Aug 2017, 10:40

elmore hat geschrieben:(01 Aug 2017, 11:36)
Trifft das auch auch weibliche Homosexualität zu? - Oder anders gefragt, ist das der identische, biologisch erklärbare Zusammenhang: "dass die Anzahl älterer Schwestern die Wahrscheinlichkeit steigert", lesbisch zu werden, bzw. so geboren zu werden?"


Ich weiß nicht, ob das schon untersucht wurde. Die Hirnstrukturuntersuchungen lassen die Vermutung zu, dass auch hier eine pränatale Hormonexposition eine Rolle spielt, wobei aber die Bisexualitätsrate bei Frauen generell höher ist.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon elmore » Di 1. Aug 2017, 10:49

Provokateur hat geschrieben:(01 Aug 2017, 11:40)

Ich weiß nicht, ob das schon untersucht wurde. Die Hirnstrukturuntersuchungen lassen die Vermutung zu, dass auch hier eine pränatale Hormonexposition eine Rolle spielt, wobei aber die Bisexualitätsrate bei Frauen generell höher ist.

Ah, danke für deine Mühe der Erklärung. :)

Mir raucht jetzt die Birne ...und ich schicke mich jetzt in den Schatten der Sommerküche und des (Tomaten)dschungels. Wenn Beck schon nicht zählen dürfen soll, dann wenigstens ich.
Zwar keine Affen, aber Tomaten! - :D Warum mir gerade Arno Gruen dazu einfällt: "Suche den Feind im Schatten deines Hauses" weiss ich auch nicht…hmm…

Schönen Resttag dir und allen anderen! ;)
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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon Dark Angel » Di 1. Aug 2017, 11:36

elmore hat geschrieben:(01 Aug 2017, 10:37)

Also ist aus Sicht eines Biologen (z.B. Tomasello) unser heutiges Wertesystem (mit seinen Menschenrechten, die eindeutig über dem Recht von Tieren oder dem Rest unserer irdenen Natur stehen) rein wissenschaftlich gesehen, ein Irrweg, der den Menschen von seiner Natur (als intelligentes Tier) zusehends entkoppelt.

Mensch entkoppelt sich nicht von seiner "Natur", kann er gar nicht.
Und Tomasello vertritt - entgegen Schokos Behauptung - auch keine holistische Sichtweise, im Gegenteil. Tomasello arbeitet am Max-Planck-Institiut für evolutionäre Anthropologie und untersucht u.a. Sprachevolution, die Evolution sozialen Lernens etc

elmore hat geschrieben:(01 Aug 2017, 10:37)Schließlich ist das Recht des (Menschen)lebens und der Tabubann, andere Menschen nicht zu töten, z.B. auch Nebenbuhler oder in der Folge von Fortpflanzungsmeinungsunterschieden (wie beispielsweise bei Löwen), im Prinzip der wissenschaftlichen Forschung wider seiner Natur.

Nöö - das ist nicht "wider seiner Natur" - Mensch ist ein Primat und er verhält sich auch wie einer. Auch bei Menschenaffen gibt es eine Art Tötungstabu unter Artgenossen, gibt es gewaltsame Auseinandersetzungen um Ressourcen, auch Menschenaffen handeln unter bestimmten Bedingungen altruistisch etc. Der Unterschied ist, Mensch ist in weit höheren Maße zur Selbstreflektion fähig, ist durch die Entwicklung der Sprache fähig intersubjektiven Konsens herzustellen.

elmore hat geschrieben:(01 Aug 2017, 10:37)]Wie begründet die Biologie dieses Verhalten? - Dass der Mensch - genauso wie viele Tiere - rein evolutorisch gesehen, seine eigenen Artgenossen töten kann, wenn es ihm evolutorisch gesehen, nutzt, er seine entwicklungsgeschichtlich angeborenen Instinkte benutzt, denen er sich lt. wissenschaftlich (biologischer Erkenntnisse) ohnehin nicht entziehen kann.

Das ist "das Feld" auf dem Evolutionspsychologen forschen und da kristallisiert sich immer mehr heraus, dass viele unserer Verhaltensweisen biologisch bedingt (nicht determiniert) sind, dass unsere kognitiven Fähigkeiten und unsere Fähigkeit zur Selbstrefelektion Problemlösungen erlauben, die über reines Insinktverhalten hinaus gehen. Der Schlüsselaspekt ist dabei, dass große komplexe Gehirn.

elmore hat geschrieben:(01 Aug 2017, 10:37)Oder ist die These doch nicht völlig reduktionssystematisch haltbar, dass der Mensch aufgrund seiner Gehirnentwicklung dazu fähig ist, natürliche und angeborene (evolutorische) Instinkte und Verhaltensweisen - im Gegensatz zum Tier oder einer Pflanze - ausschalten kann. Sich eben auch der Fortpflanzung in selbst- und nicht fremdbestimmter (evolutorisch determinierter) Willensentscheidung entziehen bzw. sich von ihr abkoppeln kann. Ich meine hier nicht homosexuelle Orientierung.

Mensch schaltet seine Instikte nicht aus - er benutzt sie nur gezielt. Es ist die Gehirnentwicklung, die ihn dazu befähigt und ein wichtiger Aspekt, dabei ist der aufrechte Gang.
Und nebenbei unsere nächsten Verwandten (Bobobos) nutzen Sex zur Stressbewältigung, zum Abbau von Aggressionen, Festigung von Sozialstrukturen etc pp - ja die kennen sogar so etwas wie Prostitution. ;)

elmore hat geschrieben:(01 Aug 2017, 10:37)Wobei ich da bei einer Frage an dich wäre: Du schriebst weiter vorne, dass Homosexualität angeboren sei. Und wenn ich das richtig verstand, dies auch wissenschaftlich (biologisch) begründbar sei, zumindest klang das im Kontext deiner Aussagen so. Wobei ich das nicht unterstellen will.

Ist angeboren, wobei jedoch noch nicht wirklich bekannt ist, was zu dieser Abweichung von der Normalverteilung führt. Bekannt ist bisher nur, dass Homosexualität nicht genetisch bedingt ist, wahrscheinlich hormonell in einer sehr frühren Phase der Embryonalentwicklung.

elmore hat geschrieben:(01 Aug 2017, 10:37)Also daran angknüpfend meine Frage: Gibt es wissenschaftliche Untersuchungen bzw. Forschungsergebnisse innerhalb der Biologie, die Homosexualität als angeboren verifizieren? So wie den Fakt, dass Frau eben keine Spermien produzieren kann, oder Männer Kinder austragen können.

Es gibt Untersuchungen in verschieden Richtungen.

elmore hat geschrieben:(01 Aug 2017, 10:37)Nicht nur philosophisch, sondern auch und vor allem theologisch. Letzteres, Religionen sind noch viel mehr die Träger eines Menschenbildes, dass den Menschen von der Natur, dem Tier ganz eindeutig entkoppelt. Der Mensch unterscheide sich eben vom Tier sehr wohl durch seinen Geist. Seinen freien Willen, der eben nicht seinen natürlichen Instinkten gehorchen muss, im Gegensatz zum Tier.

Religionen sind (von ihrem Ursprung her) Erklärungsversuche beobachteter Regelmäßigkeiten in der Natur. ==> Mythenbildung
Die Entwicklung eines Menschenbildes in den Religionen bzw ein religiöses Menschenbild und damit verbundene Mythenbildung über die Entstehung des Menschen sind relativ jung. Es entstand in Verbindung mit der Entstehung komplexer Kulturen (staatenartiger Gebilde). In diesem Zusammenhang entstand auch die Vorstellung personifizierter, handlungsfähiger Gottheiten.
In diese Vorstellung personifizierter Gottheiten ist die Vorstellung über die Schaffung des Menschen eingebettet in Form von Mythen. Entkopplung von der Natur - nein, nicht wirklich.
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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon Selina » Di 1. Aug 2017, 11:41

Dark Angel hat geschrieben:(01 Aug 2017, 09:43)

"Bioppsychologiesche Einheit Mensch - das marxistische Menschenbild" sagt eigentlich alles!


Bitte den Begriff richtig zitieren. Es geht um den Menschen als bio-psycho-soziale Einheit. Die drei Bestandteile im Begriff und ihr Zusammenhang sind ja gerade das Wichtige in der Betrachtung des Gegenstandes, über den wir hier reden. Ein von allen sozialen und psychischen Zusammenhängen losgelöster biologischer Menschen-Begriff ist Scholastik. Oder auch Biologismus.
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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon BingoBurner » Di 1. Aug 2017, 11:41

Danke Dark Angel Top !
Wirlich das ist Klasse.
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BASTIANNNN ......... https://www.youtube.com/watch?v=n3D33s5GB4A
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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon BingoBurner » Di 1. Aug 2017, 11:46

Provokateur hat geschrieben:(01 Aug 2017, 11:40)

Ich weiß nicht, ob das schon untersucht wurde. Die Hirnstrukturuntersuchungen lassen die Vermutung zu, dass auch hier eine pränatale Hormonexposition eine Rolle spielt, wobei aber die Bisexualitätsrate bei Frauen generell höher ist.



Jo, und die Lichtgeschwindkeit wurde auch schon übertroffen. Klaro.

Ich gebe dir Hilfe : "Dann sorgte Dean Hamer für Schlagzeilen. 1993 identifizierte er die Wurzel der Homosexualität auf dem X-Chromosom."

1993 .............LOL

http://www.deutschlandfunk.de/homo-sex- ... _id=354047

Ich hole mir Popcorn......
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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon BingoBurner » Di 1. Aug 2017, 11:47

BingoBurner hat geschrieben:(01 Aug 2017, 12:41)

Danke Dark Angel Top !
Wirklich das ist Klasse.
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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon Dark Angel » Di 1. Aug 2017, 11:48

pikant hat geschrieben:(01 Aug 2017, 10:39)

was hat dieser Satz mit Homosexualitaet zu tun, wenn man einen bekennenden Schwulen in den Urwald schicken will um Affen zu zahlen und dann von Konsorten spricht und diese Massnahme damit begruendet, dass 'Sie dann keinen Schaden anrichten koennen'....
nichts und darum ist keine Diskussion mit Ihnen moeglich bei diesen persoenlichen Herabwuerdigungen von Menschen, die ihre Meinung vertreten, die offenbar von Ihnen nicht geteilt wird.
Danke fuer Ihr Verstaendnis.

Der Satz Beck und Konsorten bezog sich nicht auf Schwule, sondern auf die Grünen allgemein. Schaden anrichten bezog sich auf politischen Schaden und den richten Grüne nun mal an.
Da wird auch niemand persönlich herab gewürdigt - wäre dem so, würde jeder Primatenforscher herab gewürdigt, die zählen nicht nur Affen, um deren Populationsdichte festzustellen, die leben sogar mit Affen zusammen.
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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon schokoschendrezki » Di 1. Aug 2017, 11:51

Dark Angel hat geschrieben:(01 Aug 2017, 12:36)

Mensch entkoppelt sich nicht von seiner "Natur", kann er gar nicht.
Und Tomasello vertritt - entgegen Schokos Behauptung - auch keine holistische Sichtweise, im Gegenteil. Tomasello arbeitet am Max-Planck-Institiut für evolutionäre Anthropologie und untersucht u.a. Sprachevolution, die Evolution sozialen Lernens etc


Ich habe immer noch keine Ahnung, wie man von "Ganzheitlichkeit" auf "Entkoppeltheit" kommen kann ....

Michael Tomasello beschäftigt sich mit der Evolution der menschlichen Sprache, auch um den Unterschied zwischen Menschen und Tieren zu beschreiben. Dies führte zu der Entwicklung des Konzeptes der geteilten Intentionalität (shared intentionality oder auch Wir-Intentionalität ...


Das ist ziemlich, nein ganz genau das, was ich hier versuche argumentativ deutlich zu machen. "Sprache" ist das Beispiel-Phänomen schlechthin, um diesen Unterschied deutlich zu machen. Ich wüsste absolut nicht, warum das heißen soll, dass man damit anatomische Gegebenheiten wie Kehlkopfbau usw. ignoriert. Es müssen nur zu den Biologen u.a. Sprachwissenschaftler, Psychologen, Sozialwissenschaftler und - selbstverständlich auch Philosophen - hinzutreten, um dieses ganze Phänomen der SPrachentstehung (nicht: Sprechentstehung) im Zusammenhang mit allen Apsekten dieser Wir-Intentionalität zu erklären.
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Di 1. Aug 2017, 11:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon pikant » Di 1. Aug 2017, 11:51

Dark Angel hat geschrieben:(01 Aug 2017, 12:48)

Der Satz Beck und Konsorten bezog sich nicht auf Schwule, sondern auf die Grünen allgemein. Schaden anrichten bezog sich auf politischen Schaden und den richten Grüne nun mal an.
Da wird auch niemand persönlich herab gewürdigt - wäre dem so, würde jeder Primatenforscher herab gewürdigt, die zählen nicht nur Affen, um deren Populationsdichte festzustellen, die leben sogar mit Affen zusammen.


hier geht es aber nicht um die Gruenen, sondern um Homosexualitaet und da kann man Beck nur in Verbidnung sehen mit seiner herausragenden Rolle als Schwuler und Kaempfer fuer die Ehe fuer alle.
Bei diesem erfolgreichen Kampf hat er bestimmt keinen Schaden angerichtet und wenn es Ihnen um die Gruenen geht, dann ist Beck ein sehr schlechtes Beispiel, denn der ist seit Monaten in der Partei bedeutungslos und ist bei der Wahl zum Bundestag bei den Gruenen krachend gescheitert.
Ansonsten ist das spam, weil Sie das Thema verfehlt haben.
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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon Dark Angel » Di 1. Aug 2017, 12:02

pikant hat geschrieben:(01 Aug 2017, 12:51)

hier geht es aber nicht um die Gruenen, sondern um Homosexualitaet und da kann man Beck nur in Verbidnung sehen mit seiner herausragenden Rolle als Schwuler und Kaempfer fuer die Ehe fuer alle.

Ja - und vor allem kann man Beck in Verbindung mit dem Kampf (der Grünen) für die Legalisierung der Pädophilie bringen!
Und was das angeht, haben die Grünen genug Schaden angerichtet! :mad:
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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon Selina » Di 1. Aug 2017, 12:03

pikant hat geschrieben:(01 Aug 2017, 12:51)

hier geht es aber nicht um die Gruenen, sondern um Homosexualitaet und da kann man Beck nur in Verbidnung sehen mit seiner herausragenden Rolle als Schwuler und Kaempfer fuer die Ehe fuer alle.
Bei diesem erfolgreichen Kampf hat er bestimmt keinen Schaden angerichtet und wenn es Ihnen um die Gruenen geht, dann ist Beck ein sehr schlechtes Beispiel, denn der ist seit Monaten in der Partei bedeutungslos und ist bei der Wahl zum Bundestag bei den Gruenen krachend gescheitert.
Ansonsten ist das spam, weil Sie das Thema verfehlt haben.


Ein anderer User erklärte mir weiter oben, die Bemerkung über Beck und den Urwald, wo er Affen zählen solle, sei Satire und Ironie, die ich wohl nicht verstehen würde :D Für mich passen solche zynischen Bemerkungen ins Gesamtbild der Positionen von Engelchen und ihren Sekundanten. Purer Biologismus, gespickt mit Beleidigungen und Arroganz andersdenkenden Usern gegenüber. Was solls. Am besten nicht so ernst nehmen das ganze Gerede :)
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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon pikant » Di 1. Aug 2017, 12:06

Dark Angel hat geschrieben:(01 Aug 2017, 13:02)

Ja - und vor allem kann man Beck in Verbindung mit dem Kampf (der Grünen) für die Legalisierung der Pädophilie bringen!
Und was das angeht, haben die Grünen genug Schaden angerichtet! :mad:


Teile der Gruenen, denn dies findet sich in keinem Bundesparteiprogram und Beck hat dies schon vor Jahren und andere Gruene auch als grossen Fehler bezeichnet.
es war auch ein grosser Fehler zB. von der CDU, dass man in den 60er Jahren Homosexualitaet noch unter Strafe gestellt hat.

auch nach ihrer Sichtweise, die ich nicht teile, ein grosser Schaden der CDU und anderer Parteien.
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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon pikant » Di 1. Aug 2017, 12:13

Selina hat geschrieben:(01 Aug 2017, 13:03)

Ein anderer User erklärte mir weiter oben, die Bemerkung über Beck und den Urwald, wo er Affen zählen solle, sei Satire und Ironie, die ich wohl nicht verstehen würde :D Für mich passen solche zynischen Bemerkungen ins Gesamtbild der Positionen von Engelchen und ihren Sekundanten. Purer Biologismus, gespickt mit Beleidigungen und Arroganz andersdenkenden Usern gegenüber. Was solls. Am besten nicht so ernst nehmen das ganze Gerede :)


die Gruenen haben grossen Schaden angerichrtet, weil sie in den 70er Jahren einvernehmlichen Sex zischen Kindern ab 14 glaube ich und Erwachsenen forderten und das waren auch nur Teile und CDU, SPD und FDP haben noch groesseren Schaden angerichtet, als diese bis in die 60er Jahren den Paragrafen, dass Homosexualitaet eine Straftat ist, nicht aenderten und Gerichte diese Leute sogar in den Knast schickten und erst vor kurzem die Parieien CDU, SPD und Co. den Mut hatten dies als schweres Unrecht zu bezeichnen.

davon lese ich hier kein Wort und zum gesamten Bild gehoert das natuerlich hinzu.
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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon gödelchen » Di 1. Aug 2017, 12:14

schokoschendrezki hat geschrieben:(01 Aug 2017, 11:39)

Sag' ich dir: Ein Begriff, der sehr häufig aber fälschlicherweise synonym für "Gesunder Menschenverstand" verwendet wird aber weit eher in Richtung "Gemeinsinn" geht.

Pragmatismus bedeutet "Zweckgerichtetheit" und ist in keinster Weise von dem abhängig, was man unter "Gesunder Menschenverstand" anderen Menschen einzutrichtern versucht.

Ich würde allerdings hinzufügen: Und die man beibehält, wenn man den Horizont von 18 nicht zu erweitern versteht.


Ach? GemeinSINN kann doch nur durch die Anwendung von ............ entstehen......

Du interpretierst dir die Dinge so, wie sie dir unter DEIN Mützchen passen, nicht wie sie allgemein als gültig angesehen werden. Z.B ist Zwechgebunden nur dann erfolgreich und sinn- und zweckvoll, wenn der gesunde Menschenverstand auf die Dinge angewandt wird, die zu beurteilen sind...

Und weil das so ist, sagt mir ganz pragmatisch mein intakter Verstand ( z.B aufgemerkt durch deine verkrampften Anwandlungen ad personam) , irgendwie läuft dat hier nit..........:-)
Zuletzt geändert von gödelchen am Di 1. Aug 2017, 12:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon Dark Angel » Di 1. Aug 2017, 12:19

Selina hat geschrieben:(01 Aug 2017, 12:41)

Bitte den Begriff richtig zitieren. Es geht um den Menschen als bio-psycho-soziale Einheit. Die drei Bestandteile im Begriff und ihr Zusammenhang sind ja gerade das Wichtige in der Betrachtung des Gegenstandes, über den wir hier reden. Ein von allen sozialen und psychischen Zusammenhängen losgelöster biologischer Menschen-Begriff ist Scholastik. Oder auch Biologismus.

Selina - zum letzten Mal - unterlass deine falschen Unterstellungen!
Ich habe den Begriff richtig zitiert! ==> markiert

Selina hat geschrieben:(31 Jul 2017, 12:23)
Ich betrachte den Menschen lieber als biopsychosoziale Einheit. Auch wenn der Begriff heute wohl so nicht mehr verwendet wird.


Da ist nichts mit Bindestrich geschrieben - da ist übrigens nirgendwo "biopsychosozial" mit Bindestrich geschrieben!
Und NEIN - bei der Betrachtung des Menschen als Population ist das schlicht und ergreifend kalter Kaffee.
Wir sprechen über "den Menschen" als Population und nicht über den Menschen als Individuum und noch viel weniger über ein marxistisches Menschenbild - genau daher stammt der Begriff nämlich - und da geht es um das Inividuum und seine Persönlichkeitsentwicklung. Selbstverständlich unter ständiger Berufung auf Marx und aus marxistischer Sicht. Es handelt sich um eine so genanntes Forschungsprojekt der ehemaligen Akademie der Wissenschaften der DDR aus 1985 - an dem sich Marxisten (und nur die) immer noch festklammern.
Ansonsten wird der Begriff "biospychosoziale Einheit Mensch" nur noch in der Psychotherapie bei bestimmten Persönlichkeitsstörungen verwendet.

Aber schön, wie du Erkenntnisse der Biologie und verwandter Fachrichtungen zur Population Mensch - mangels Argumenten - immer wieder als Biologismus diffamierst.
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Re: Debatte: Homosexualität

Beitragvon gödelchen » Di 1. Aug 2017, 12:20

pikant hat geschrieben:(01 Aug 2017, 13:06)

Teile der Gruenen, denn dies findet sich in keinem Bundesparteiprogram und Beck hat dies schon vor Jahren und andere Gruene auch als grossen Fehler bezeichnet.
es war auch ein grosser Fehler zB. von der CDU, dass man in den 60er Jahren Homosexualitaet noch unter Strafe gestellt hat.

auch nach ihrer Sichtweise, die ich nicht teile, ein grosser Schaden der CDU und anderer Parteien.


Nur kurzer Hinweis....die CDU hat den 175 SfGB nicht ! eingeführt. Den haben andere aus dem Verständnis zu den Dingen anno toback bereits in das Strafgesetzbuch geschrieben. Sie haben den Paragraphen nicht herausgenommen damals. Wobei es nicht die Frage ist, warum nicht, sondern die Frage ist, warum der Gedanke dazu nicht gefasst werden konnte.......
daran kannst du sehen, dass der gesunde Menschenverstand, die wesentliche Kategorie ist das panta rhei positiv für den Menschen umzusetzen.....:-)

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