Debatte: Homosexualität

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bakunicus
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Debatte: Homosexualität

Beitragvon bakunicus » Mi 29. Apr 2009, 14:48

http://www.sueddeutsche.de/,tt5m1/jobka ... 6762/text/

Drei Wochen, bevor der "6. internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge" in Marburg überhaupt startet, haben sich Universität, Parteien, Schwulenverbände und der Asta in einen Streit verwickelt, ob die Tagung stattfinden darf. Kaum noch einer spricht von Identität und roten Fäden, sondern ständig ist die Rede vom "Homoheiler-Kongress". Den, so fordern die Gegner, soll die Marburger Philipps-Universität auf keinen Fall in ihren Räumen zulassen. Hat sie aber doch.

Zweifelhafte Ansichten

Mehr als 1000 Teilnehmer werden vom 20. bis 24. Mai in der hessischen Stadt zu einer Tagung der evangelikalen "Akademie für Psychotherapie und Seelsorge" erwartet. Gegner sehen darin ein Forum für "pseudowissenschaftliche Homoheiler und Umpoler". Es kämen Referenten zu Wort, die "Homosexuelle zu Heterosexuellen umtherapieren wollen", kritisiert der Lesben- und Schwulenverband (LSVD). Zudem habe die Akademie "vielseitige Verbindungen in fundamentalistische Kreise", schreibt das Bündnis "Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus".


das ist schon ein skurriles theaterstück;

meinungsfreiheit hin oder her, aber ich schließe mich den protesten an.
selbst dann wenn es schwule gibt, die sich mit therapie zum hetero bekehren lassen und lassen wollen, darf man hier keine plattform für fundamentalchristen und deren abstrusen wertvorstellungen in einer universität bieten, oder gar noch einen wissenschaftlichen hauch von legitimation bieten.

aber durchaus sehr kontrovers ...

was denkt ihr dazu ?

bakunicus
Zuletzt geändert von NMA am Di 23. Apr 2013, 19:53, insgesamt 1-mal geändert.
Wasteland
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Re: Ist Homosexualität heilbar ?

Beitragvon Wasteland » Mi 29. Apr 2009, 14:51

bakunicus hat geschrieben:das ist schon ein skurriles theaterstück;

meinungsfreiheit hin oder her, aber ich schließe mich den protesten an.
selbst dann wenn es schwule gibt, die sich mit therapie zum hetero bekehren lassen und lassen wollen, darf man hier keine plattform für fundamentalchristen und deren abstrusen wertvorstellungen in einer universität bieten, oder gar noch einen wissenschaftlichen hauch von legitimation bieten.

aber durchaus sehr kontrovers ...

was denkt ihr dazu ?

bakunicus


Blödsinn, es ist ja auch keine Krankheit. Hats schon immer gegeben, wird es immer geben und gibt es auch im Tierreich.

Das sind wieder durchgeknallte Klischees aus der Mottenkiste denen meist ultrareligiöse Menschen verfallen.
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Re: Ist Homosexualität heilbar ?

Beitragvon Gretel » Mi 29. Apr 2009, 15:00

Im Zentrum der Kritik stehen zwei Redner: Christl Ruth Vonholdt, die Leiterin des Instituts für Kinder- und Jugendmedizin, und Markus Hoffmann vom christlich-evangelikalen Verein Wüstenstrom. Beide sind für ihre zweifelhaften Ansichten über Lesben und Schwule bekannt.



Vonholdt steht einem Institut vor, das Homosexuelle unter anderem schon als "psychologisch und biologisch unreife Menschen" bezeichnet hat. Die gelernte Ärztin propagiert die therapeutische Heilung von Homosexuellen: Viele von ihnen hätten nie gehört, dass es Therapien "zur Entwicklung eines reifen heterosexuellen Potentials" gibt, schrieb sie im Juli 2006 in der katholischen Zeitschrift Communio.

Auch Markus Hoffmann, einer der Protagonisten der deutschen Ex-Gay-Bewegung - einer Bewegung ehemaliger Homosexueller - steht einem Verein vor, der auf seiner Webseite schreibt, es sei "geboten, für diejenigen nach therapeutischen Veränderungsmöglichkeiten zu fragen, die sich nicht für eine homosexuelle Identität entscheiden wollen". Er selbst beschreibt im Internet, wie er es durch Therapie und Glauben geschafft habe, seine Homosexualität abzulegen.


wenn Ideologen (in dem Falle die Protestler) kontroverse Debatten mit ZWEI Abweichlerern des politisch korrekten Denkens verbieten wollen - traurig! - Wäre ich lesbisch, so würde mich das Thema ganz neutral interessieren.

Übrigens kenne ich ein Mädel, daß sich als Transsexuelle verstand - sie wollte sich umoperieren lassen. - Nach einer Therapie hat sie sich das anders überlegt, kürzlich sah ich sie mit Rock und Lippenstift.
Das ist doch wohl NAHELIEGENDEND, das psychische Gründe dahinterstecken können, wenn einer schwul und lesbisch ist. - Was ist denn daran schlimm? Was ist daran verwerflich, wenn man - insofern man PROBLEME damit hat, eine ergebnissoffene Therapie zu machen?
Muck watt jü wüllt - de Lüüd snackt doch.
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Re: Ist Homosexualität heilbar ?

Beitragvon Johnkiwi » Mi 29. Apr 2009, 15:23

Wasteland hat geschrieben:
Blödsinn, es ist ja auch keine Krankheit. Hats schon immer gegeben, wird es immer geben und gibt es auch im Tierreich.

Das sind wieder durchgeknallte Klischees aus der Mottenkiste denen meist ultrareligiöse Menschen verfallen.


So schaut es aus :cheers:
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Re: Ist Homosexualität heilbar ?

Beitragvon Pandora » Mi 29. Apr 2009, 15:51

Gretel hat geschrieben:Übrigens kenne ich ein Mädel, daß sich als Transsexuelle verstand - sie wollte sich umoperieren lassen. - Nach einer Therapie hat sie sich das anders überlegt, kürzlich sah ich sie mit Rock und Lippenstift.
Das ist doch wohl NAHELIEGENDEND, das psychische Gründe dahinterstecken können, wenn einer schwul und lesbisch ist. - Was ist denn daran schlimm? Was ist daran verwerflich, wenn man - insofern man PROBLEME damit hat, eine ergebnissoffene Therapie zu machen?


Ausnahmen gibt es immer und überall - nicht umsonst müssen gerade die Transsexuellen psychisch betreut werden, bis sie die Zusagen zur OP bekommen!

Ich kenne gleich eine ganze Menge (also mehr als 10), die waren schon im Kindergarten "anders"... und denen war sehr früh "bewusst", dass sie eben nicht der Norm entsprechen... ich denke es ist ok sich Hilfe zu holen, wenn man unsicher ist, aber nun alle perSe als psychisch krank zu bezeichnen nur weil sie auf das eigene Geschlecht stehen?! Nein danke!
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Re: Ist Homosexualität heilbar ?

Beitragvon Gretel » Mi 29. Apr 2009, 16:18

Anavlis hat geschrieben:
Ausnahmen gibt es immer und überall - nicht umsonst müssen gerade die Transsexuellen psychisch betreut werden, bis sie die Zusagen zur OP bekommen!

Ich kenne gleich eine ganze Menge (also mehr als 10), die waren schon im Kindergarten "anders"... und denen war sehr früh "bewusst", dass sie eben nicht der Norm entsprechen... ich denke es ist ok sich Hilfe zu holen, wenn man unsicher ist, aber nun alle perSe als psychisch krank zu bezeichnen nur weil sie auf das eigene Geschlecht stehen?! Nein danke!


Das wird ja gar nicht gesagt! (von diesen 2 unter 120 Referenten)
Und diese Sachen müssen doch wohl neutral diskutiert werden dürfen!

Hier ein Interview mit der Christl Vonhold:

http://www.medrum.de/?q=content/intervi ... mohasserin
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Re: Ist Homosexualität heilbar ?

Beitragvon Thomas I » Mi 29. Apr 2009, 18:23

Gretel hat geschrieben:
Das wird ja gar nicht gesagt! (von diesen 2 unter 120 Referenten)
Und diese Sachen müssen doch wohl neutral diskutiert werden dürfen!

Hier ein Interview mit der Christl Vonhold:

http://www.medrum.de/?q=content/intervi ... mohasserin


Vonhold ist ja noch eine eher harmlose Homohasserin die ihren Unsinn für Interviews auch gerne mal mit dem Weichspüler behandelt.
Von daher taugt sie kaum zur deutschen Anita Bryant auch wenn ihre Ansichten sich von deren Ansichten allenfalls marginal unterscheiden.

Trotzdem darf man mal zu Recht die Frae in den Raum stellen: Was wäre wenn sich jemnad öffentlich so über eine andere gesellschaftliche Minderheit, z.B. Muslime, Juden, Afrikaner, geäußert hätte?

Bei Wüstenstrom handelt es sich teilweise auch um eine ganz perfide Methode aus Menschen die in einem Umfeld leben dass ein Outing sehr schwer macht mit dubiosen Heilungsversprechen Geld rauszuholen...
So kam im SWR schon en Betroffener zu Wort, den die Beratung und Begleitung von Wüstenstrom am Ende über 4000,- EUR gekostet hat, schwul war er dann aber natürlich immer noch...
Zuletzt geändert von Thomas I am Mi 29. Apr 2009, 18:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist Homosexualität heilbar ?

Beitragvon Gretel » Mi 29. Apr 2009, 18:42

Thomas I hat geschrieben:
Vonhold ist ja noch eine eher harmlose Homohasserin die ihren Unsinn für Interviews auch gerne mal mit dem Weichspüler behandelt.
Von daher taugt sie kaum zur deutschen Anita Bryant auch wenn ihre Ansichten sich von deren Ansichten allenfalls marginal unterscheiden.

Trotzdem darf man mal zu Recht die Frae in den Raum stellen: Was wäre wenn sich jemnad öffentlich so über eine andere gesellschaftliche Minderheit, z.B. Muslime, Juden, Afrikaner, geäußert hätte?

Bei Wüstenstrom handelt es sich teilweise auch um eine ganz perfide Methode aus Menschen die in einem Umfeld leben dass ein Outing sehr schwer macht mit dubiosen Heilungsversprechen Geld rauszuholen...
So kam im SWR schon en Betroffener zu Wort, den die Beratung und Begleitung von Wüstenstrom am Ende über 4000,- EUR gekostet hat, schwul war er dann aber natürlich immer noch...



So? Die nehmen Spenden, oder?

Hier, lies mal:

http://www.wuestenstrom.de/index.dhtml/ ... PROTESTSWR
Muck watt jü wüllt - de Lüüd snackt doch.
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Re: Ist Homosexualität heilbar ?

Beitragvon Mithrandir » Mi 29. Apr 2009, 18:42

Thomas I hat geschrieben:Was wäre wenn sich jemnad öffentlich so über eine andere gesellschaftliche Minderheit, z.B. Muslime, Juden, Afrikaner, geäußert hätte?

Muslime und Juden ließen sich vermutlich durch Psychotherapie mit anschließender Taufe heilen, während für Afrikaner wohl Quecksilber-Präperate erforderlich wären…



:irony:
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Re: Ist Homosexualität heilbar ?

Beitragvon Thomas I » Mi 29. Apr 2009, 18:50

Gretel hat geschrieben:

So? Die nehmen Spenden, oder?

Hier, lies mal:

http://www.wuestenstrom.de/index.dhtml/ ... PROTESTSWR


Ja und?
Klar passt denen nicht wenn über ihre schwulenfeindlichen Intentionen und Praktiken offen berichtet wird.
Wuestenstrom geht auch gerne gegen Journalisten und ehemlaige Klienten gerichtlich vr die sich kritisch zu deren Umpolungsaktionen äußern - bisher allerings ohne das man entsprechende Prozesse auch gewonnen hat.
Wuestenstrom gibt selber an dass für die Kosten von Einzelberatungen 50 € pro Stunde und für 3tägige Intensivseminare 180 € „erbeten“ würden.
Dann war da wohl jemand nach 80 Einzelbertungen immernoch schwul...

Und der Lacher dabei überhaupt:
Günter Baum, der Gründer der ersten Wuestenstrom-Organisation, lebt heute wieder offen homosexuell. So erklärte er der Basler Zeitung im Jahr 2000: „Je länger je mehr wurde mir bewusst, dass ich vor der Wahl stand: Entweder ich bin fromm, 'asexuell' und psychoneurotisch oder ich lebe als Christ mein Schwulsein und bin psychisch gesund.“
(wikipedia.de)
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Re: Ist Homosexualität heilbar ?

Beitragvon Pandora » Mi 29. Apr 2009, 19:02

Gretel hat geschrieben:
Das wird ja gar nicht gesagt! (von diesen 2 unter 120 Referenten)
Und diese Sachen müssen doch wohl neutral diskutiert werden dürfen!

Hier ein Interview mit der Christl Vonhold:

http://www.medrum.de/?q=content/intervi ... mohasserin


Wo hab ich denn was gegen neutrale Diskussion zum Thema?!?

Solche Sachen:

Vonholdt steht einem Institut vor, das Homosexuelle unter anderem schon als "psychologisch und biologisch unreife Menschen" bezeichnet hat. Die gelernte Ärztin propagiert die therapeutische Heilung von Homosexuellen: Viele von ihnen hätten nie gehört, dass es Therapien "zur Entwicklung eines reifen heterosexuellen Potentials" gibt, schrieb sie im Juli 2006 in der katholischen Zeitschrift Communio.

... aus der Quelle, die bakunicus benannt hat, finde ich aber sehrwohl bedenklich, eigentlich schon eher dreist... dies sagt nämlich nunmal klar aus, dass Homosexuelle unreife, psychisch kranke Menschen sind!

Ausserdem stört mich die angebliche "Heilung" in Verbindung mit dem Glaube - der da wohl mit an erster Stelle steht... Heilung durch Glaube sieht oftmals nämlich einfach so aus, dass man sich nicht mehr traut zu seinem wahren Empfinden zu stehen ;)

... aber wie gesagt - jedem steht es frei sich therapieren zu lassen, wenn er/sie der Meinung ist, dass er/sie nicht empfinden möchte, wie er/sie nunmal empfinden...
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Re: Ist Homosexualität heilbar ?

Beitragvon Pandora » Mi 29. Apr 2009, 19:07

Thomas I hat geschrieben: Entweder ich bin fromm, 'asexuell' und psychoneurotisch oder ich lebe als Christ mein Schwulsein und bin psychisch gesund.“[/color]
(wikipedia.de)


Genau da liegt - meiner Meinung nach - die Problematik - also meine Problematik mit Heilung in Verbindung mit Glaube...
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Re: Ist Homosexualität heilbar ?

Beitragvon adal » Mi 29. Apr 2009, 19:22

Anavlis hat geschrieben:
Genau da liegt - meiner Meinung nach - die Problematik - also meine Problematik mit Heilung in Verbindung mit Glaube...
Daher kann man nicht von Therapie spechen, wenn jemand aus religiösem Wahn Abstinenz anstrebt. Anders als bei Pädophilen: Dort geht es um die Wiederherstellung der Empathie, die diese Personen abgespalten haben und um den Schutz von Kindern.
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Re: Ist Homosexualität heilbar ?

Beitragvon Gretel » Mi 29. Apr 2009, 21:38

Thomas I hat geschrieben:
Ja und?
Klar passt denen nicht wenn über ihre schwulenfeindlichen Intentionen und Praktiken offen berichtet wird.
Wuestenstrom geht auch gerne gegen Journalisten und ehemlaige Klienten gerichtlich vr die sich kritisch zu deren Umpolungsaktionen äußern - bisher allerings ohne das man entsprechende Prozesse auch gewonnen hat.
Wuestenstrom gibt selber an dass für die Kosten von Einzelberatungen 50 € pro Stunde und für 3tägige Intensivseminare 180 € „erbeten“ würden.
Dann war da wohl jemand nach 80 Einzelbertungen immernoch schwul...

Und der Lacher dabei überhaupt:
Günter Baum, der Gründer der ersten Wuestenstrom-Organisation, lebt heute wieder offen homosexuell. So erklärte er der Basler Zeitung im Jahr 2000: „Je länger je mehr wurde mir bewusst, dass ich vor der Wahl stand: Entweder ich bin fromm, 'asexuell' und psychoneurotisch oder ich lebe als Christ mein Schwulsein und bin psychisch gesund.“
(wikipedia.de)


Gemäß einer gemeinsamen Erklärung sind Baum und Hoffmann heute an einem kritischen Dialog miteinander interessiert und verwahren sich beide gegen eine Instrumentalisierung durch effektheischerische Medien.

http://de.wikipedia.org/wiki/Wuestenstrom
Wuestenstrom selbst betont, dass Homosexualität nach medizinisch/psychiatrischen Kriterien keine Krankheit sei, sondern Symptom einer Störung[8]. Bei der Begleitung von Menschen, die unter ihrer homosexuellen Empfindungen leiden, hätten sie nach eigenen Angaben daher nicht das Ziel, "letztlich doch wieder Homosexualität als Krankheit darzustellen oder als solche zu behandeln."[9] Wuestenstrom gibt an, ergebnisoffen zu beraten, und habe sich ausdrücklich verpflichtet "die Entscheidung eines Menschen, in welcher Form er seine sexuelle Orientierung auslebt, zu respektieren."[10] Um diese Entscheidung aber für alle Seiten flexibel zu halten, sei es ethisch geboten, für diejenigen nach therapeutischen Veränderungsmöglichkeiten zu fragen, die sich nicht für eine „homosexuelle Identität” entscheiden wollten, sondern eine Veränderung wünschten.[11]

Wuestenstrom lehnt es nach eigenen Angaben ab, mit Leuten zu arbeiten, die nur aufgrund von äußeren Druck hin eine Veränderung anstreben. Manipulative Umpolung wird ausdrücklich als schädlich und gefährlich gebrandmarkt.[10] Ebenso distanzieren sie sich von Heilungskonzepten der charismatischen Szene. [12]

Jedenfalls bekommt man ja hoffentlich von der Szene keinen schwarzen Winkel, wenn man mal distanziert aufs Thema guckt. ICH finde es jedenfalls interssant (natürlich haben meine politlesbischen Freundinnen ein Problem damit :roll:

Wie stellt sich Vonholdt die Entstehung von Homosexualität nun genau vor?

z.B.

"Der Junge sucht die Verbindung zum Vater und damit zur männlichen Welt. Wenn er aber den Vater als zurückweisend, kalt, emotional unzugänglich, desinteressiert, kühl und abweisend oder als brutal und direkt verletzend empfunden wird, kann es sein, dass sich der Junge verletzt und gekränkt zurückzieht. Wir sprechen hier von einer narzisstischen Verwundung und von „defensiver Abkopplung“. Es ist dieser innere Rückzug vom Vater und damit von der männlichen Welt, der eine entscheidende Weichenstellung für die homosexuelle Entwicklung darstellt."

usw. Da kann man, wenn man will, jetzt weiter drüber lesen und diskutieren.

Ich begreife diese Sturheit nicht. Als ob das ABWERTEND sei, herauszufinden, warum sich jemand so oder so entwickelt.
Zuletzt geändert von Gretel am Mi 29. Apr 2009, 21:52, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Ist Homosexualität heilbar ?

Beitragvon Pandora » Mi 29. Apr 2009, 21:45

Gretel hat geschrieben:Der Junge sucht die Verbindung zum Vater und damit zur männlichen Welt. Wenn er aber den Vater als zurückweisend, kalt, emotional unzugänglich, desinteressiert, kühl und abweisend oder als brutal und direkt verletzend empfunden wird, kann es sein, dass sich der Junge verletzt und gekränkt zurückzieht. Wir sprechen hier von einer narzisstischen Verwundung und von „defensiver Abkopplung“. Es ist dieser innere Rückzug vom Vater und damit von der männnlichen Welt, der eine entscheidende Weichenstellung für die homosexuelle Entwicklung darstellt.


:o :shock: :twitch: :blink: ich bin gerade sprachlos, sorry für Spamsmilies...
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Re: Ist Homosexualität heilbar ?

Beitragvon Gretel » Mi 29. Apr 2009, 22:03

Anavlis hat geschrieben:
:o :shock: :twitch: :blink: ich bin gerade sprachlos, sorry für Spamsmilies...


Du hast noch nie psychoanalytische Thesen gelesen? :shock:
Ich dachte, Du bist - im weitesten Sinne - im Gewerbe.
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miss marple

Re: Ist Homosexualität heilbar ?

Beitragvon miss marple » Mi 29. Apr 2009, 22:11

Gretel hat geschrieben:
Du hast noch nie psychoanalytische Thesen gelesen? :shock:
Ich dachte, Du bist - im weitesten Sinne - im Gewerbe.



über die mütter von schwulen könnte man auch allerhand anfügen...und über die väter, die nicht vorhanden...

ich denke nicht, dass es genetisch ist, was meinst du?


<<Du hast noch nie psychoanalytische Thesen gelesen?>>

sind auch nur thesen, die wahre schule ist das leben :)
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Re: Ist Homosexualität heilbar ?

Beitragvon adal » Mi 29. Apr 2009, 22:12

Gretel hat geschrieben:Wuestenstrom lehnt es nach eigenen Angaben ab, mit Leuten zu arbeiten, die nur aufgrund von äußeren Druck hin eine Veränderung anstreben. Manipulative Umpolung wird ausdrücklich als schädlich und gefährlich gebrandmarkt.[10] Ebenso distanzieren sie sich von Heilungskonzepten der charismatischen Szene. [12]
Raffinierte Rabulistik. Man redet der Kundschaft ein, der internalisierte äußere Druck (Schuldgefühle und schlechtes Gewissen) sei "authentisch".
Gretel hat geschrieben:Du hast noch nie psychoanalytische Thesen gelesen?
Das Märchen kann man schon bei Freud nachlesen. Heute gilt nicht die Homosexualität, aber der religiöse Wahn als Krankheit (F22.0 ff. -ICD-10).
Zuletzt geändert von adal am Mi 29. Apr 2009, 22:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist Homosexualität heilbar ?

Beitragvon Pandora » Mi 29. Apr 2009, 22:20

Gretel hat geschrieben:
Du hast noch nie psychoanalytische Thesen gelesen? :shock:
Ich dachte, Du bist - im weitesten Sinne - im Gewerbe.


Och doch - ich wusste nur nicht, dass man die tatsächlich für voll nimmt... ich hab es nicht so mit den Thesen... Papier ist geduldig - der Mensch ein Individuum... ich finde es oft eher erschreckend, was ich da so zu lesen bekomme... diese Stempelei finde ich oftmals einfach :kotz: sorry...
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Re: Ist Homosexualität heilbar ?

Beitragvon Pandora » Mi 29. Apr 2009, 22:21

miss dschei hat geschrieben:sind auch nur thesen, die wahre schule ist das leben :)


:thumbup:
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