Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Moderator: Moderatoren Forum 8

Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 7864
Registriert: Do 29. Sep 2016, 14:33

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Selina » Fr 19. Okt 2018, 10:01

MäckIntaier hat geschrieben:(19 Oct 2018, 08:33)

Es wurde nirgends hier das Gegenteil behauptet. Der Handlungsbedarf bezieht sich jedoch darauf, dass, wie Sie selbst explizit und richtig sagen, "Frauen sich nicht gleichermaßen frei entwickeln können wie Männer". Sozialwissenschaftler können sich nun mit den Rollenbildern in einer Gesellschaft beschäftigen, und daraus wiederum lassen sich gesellschaftspolitische Konsequenzen ziehen. Vom Grundsatz her scheint das hier konsensfähig, wenn auch sicher unterschiedliche Gestaltungsansätze bevorzugt werden. Kein Konsens hingegen herrscht darüber, dass die Kategorie Frau und Mann, vom Sonderfall Menschen mit biologisch nicht eindeutigem Geschlecht abgesehen, um Pseudo- oder Phantomgeschlechter erweitert werden, mit der Begründung, auch Frau und Mann seien nur konstruiert, ergo sei jedes weitere Phantomgeschlecht ebenfalls anzuerkennen. Vom erwähnten Sonderfall abgesehen, ist jeder immer schon männlichen oder weiblichen Geschlechts, bevor er versteht, was die biologische Kategorie "Geschlecht" überhaupt bedeutet. So, wie jeder Mensch ist, bevor er versteht, was es bedeutet, ein Mensch und kein Tier oder ein Baum zu sein. Der unwissenschaftlichen "Logik" mancher Genderanhänger nach wäre im Grunde "Mensch" auch nur ein soziales Konstrukt - es mögen mir Flügel oder Kiemen fehlen, aber warum sollte ich mich nicht als Adler oder Barsch entwerfen?

Außerhalb von Macht, Einfluss, materiellen Interessen, Ideologie und Eitelkeiten ist nicht nachvollziehbar, warum eine "Lehre" verteidigt wird, die wie im vorliegenden Fall Texte für bare Münze nimmt, die sich schon kein Kaberettist merh ausdenken kann. Im Übrigen wird der Selbstwiderspruch der Zunft - und damit der Kampf um Macht um Einfluss - schon dort sichtbar, wo diese Zunft jede objektive Wahrheit zurückweist, aber aus den eigenen Ansprüchen allgemeingültige Aussagen ableiten möchte. Hier tritt an die Stelle des Wahrheitsbegriffes (es gibt nun einmal derzeit nur die beiden "natürlichen" Geschlechter) ein normativ grundierter Machtbegriff. Die Methode zur Durchsetzung beruht demnach auf einem diskursiven Machtanspruch, nicht auf wissenschaftlichen Fakten. Um das schon gegebene Beispiel noch einmal aufzunehmen: Im Grunde verteidigen Sie mit Ihrer Argumentation jene Einstellung, wie sie auch Päpste und Theologen gegenüber Wissenschaftlern an den Tag legten, als letztere in der kopernikanischen Wende das geozentrische Weltbild zertrümmerten. Mit dem rein machtgestützten Ansatz, wie er in manchen Genderkreisen vertreten wird, kann gemäß deren logischem Ansatz die Erde auch wieder zur Scheibe werden, und wer das faktenbasiert bestreitet, ist dann ein reaktionärer Physikalist. Es bleibt dabei: Der Satz "Die Sonne scheint" ist unabhängig vom politischen Standpunkt genau dann wahr, wenn die Sonne tatsächlich beobachtbar am Himmel steht. Und ob einer Mann oder Frau, Mensch oder Tier, Fisch oder Vogel ist, ist ebenfalls wissenschaftlich zweifelsfrei feststellbar.


Naja, was das wissenschaftliche Publizieren bzw. das Sich-Öffentlich-Äußern als Wissenschaftler anbelangt, da findet man nicht nur bei den "Gender Studies" (die es ja so gar nicht gibt, sondern nur als interdisziplinäres wissenschaftliches Fachgebiet) recht viel "Verschwurbeltes", um mal den hier so beliebten Begriff zu gebrauchen. Das trifft man selbstverständlich auch in den Naturwisschaften an. Viele Wissenschaftler - egal, welcher Richtung - tun sich schwer damit, Dinge auf den Punkt zu bringen und Thesen klar und verständlich zu erläutern. Das ist bekannt. Das weiß jeder, der mal wissenschaftlich gearbeitet hat. Und ich schrieb es schon mehrfach: Ein Wissenschaftler, der wirklich sattelfest auf dem eigenen Forschungsgebiet ist, der kann es dann auch im interdisziplinären Diskurs, in Zeitschriften und sogar in solchen Foren wie dem unseren klar auf den Punkt bringen. Etwas klar und verständlich zu erklären, hat nichts mit Unwissenschaftlichkeit zu tun, sondern "nur" mit Klarheit und Strukturiertheit im Denken. Langes umständliches Herumeiern dagegen ist ein Zeichen von Unsicherheit auf dem eigenen und erst recht den fremden Forschungsgebieten. Da heben sich die "Gender Studies" nicht von anderen Bereichen ab. Das ist überall dasselbe. Ich rede jetzt nicht vom Fachchinesisch, das Wissenschaftler aus ein und demselben Team und ein und demselben Fachgebiet oft untereinander verwenden. Das ist ok, damit kommen die klar. Ich meine das öffentliche Erläutern eigener Forschungen und wissenschaftlicher Ansichten, zum Teil auch vor Publikum, das nicht in der Materie steht. Da gibt es unheimliche Defizite. Überall. Und letztendlich betrifft das natürlich auch alle Pressetexte, die man über wissenschaftliche Forschung lesen kann.

Ich selbst mag auch keine gender-mäßigen Übertreibungen. Zum Beispiel in der Sprache, vor allem im geschriebenen Wort, gibt es solche geschlechtsspezifischen Übertreibungen, die ich ablehne, weil sie die Kommunikation nur erschweren statt erleichtern. Aber dennoch lese ich schon mit Interesse ab und zu mal (sehr selten), was diese Genderforscher nun zu sagen haben. Dass in der Gesellschaft zwischen den Geschlechtern sowie bei den Themen Homosexualität und Transgender bei weitem noch nicht alles so liberal, gerecht und frei funktioniert, wie es sein sollte, das ist doch nun klar. Und dass in einigen (ich betone "einigen") männerdominierten Bereichen in Wirtschaft und Forschung, aber auch im familiären Alltag, bestimmte Männer gleich angstvoll aufschreien, wenn sie ihre Felle (sprich Macht) wegschwimmen sehen, weil immer mehr Frauen sich anschicken, auf Augenhöhe zu agieren, das ist doch nun bekannt.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 14323
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Dark Angel » Fr 19. Okt 2018, 10:26

Selina hat geschrieben:(19 Oct 2018, 07:03)

Biologismus ist das Übertragen biologischer Gegebenheiten auf andere Sachverhalte, zum Beispiel auf soziale sowie das Verabsolutieren des Biologischen. Letzteres führt dazu, dass alles, was uns umgibt - auch sämtliche gesellschaftlichen Verhältnisse, Bedingungen, Umstände (zum Beispiel Machtverhältnisse) -, ausschließlich als biologisch und "natürlich" erfasst und erklärt werden.

Das tut niemand!
Dabei handelt es sich lediglich um eine Unterstellung/Behauptung der Gender"forscher" zur Legitimierung des eigenen Machtanspruches bzw zur Durchsetzung eigener Ziele!

Selina hat geschrieben:(19 Oct 2018, 07:03)Und um das hier gleich mal richtigzustellen, ich sprach nie von "sozialem Geschlecht" (wie das hier beim Zitieren meiner Ansichten behauptet wurde, ich glaube DA tat das), sondern immer davon, beim Betrachten und Diskutieren der Geschlechterfrage beide Aspekte, die biologischen und die sozialen, mit einzubeziehen. Kleiner, aber feiner Unterschied. Menschen (und ihr Geschlecht) befinden sich nun mal nicht im luftleeren Raum, sondern immer in ganz bestimmten gesellschaftlichen Verhältnissen.

Von welcher "Geschlechterfrage" redest du eigentlich?
Das Geschlecht eines Menschen (jedes Angehörigen einer Art, die sich sexuell reproduziert) ist AUSSCHLIESSLICH biologisch determiniert. Da gibt es KEINE "beide Seiten"/KEINE "soziale Seite"!
Das Geschlecht eines Menschen hat per se nichts mit den gesellschaftlichen Verhältnissen, sozialen/gesellschaftlichen Hierarchien oder sozialem Status und auch nichts mit Machtverhältnissen zu tun.
Es sind die Gender"forscher" die Geschlecht (eines Menschen) mit gesellschaftlichen Verhältnissen verschwurbeln und in einen Kontext setzen, den es gar nicht gibt.

Selina hat geschrieben:(19 Oct 2018, 07:03) Letzteres zu leugnen - wie es im Biologismus geschieht - bedeutet in der Endkonsequenz, auch die Veränderbarkeit der Verhältnisse und Umstände zu leugnen, in denen etwa Frauen sich nicht gleichermaßen frei entwickeln können wie Männer, in denen Homosexuelle immer noch auf Hass und Vorurteile stoßen. Auf beiden Gebieten hat es in den letzten Jahrzehnten zwar enorme Fortschritte gegeben. Trotzdem existieren Diskriminierung und Ungleichbehandlung in vielen Fällen auch weiterhin. Da gibt es Handlungsbedarf.

Dumm nur für die Genderideologen, dass NIEMAND gesellschaftliche Verhältnisse und Strukturen als "biologisch begründet"/"aus der Biologie ableitbar" oder "im Zusammenhang mit Geschlecht stehend" behauptet - NIEMAND außer ihnen selbst.
Es handelt sich um ein Scheingefecht, es wird auf einen selbst gebastelten Strohmann eingeprügelt.
Und das liegt daran, dass man sich untauglicher Methoden (Sozialkonstruktivismus, Poststrukturalismus) bedient und von der Geschichte der menschlichen Gesellschaft bzw kultureller Evolution so gar keine Ahnung hat.
Gesellschaftliche Verhältnisse befanden (befinden) sich zu allen Zeiten in einem stetigen Wandel!
Soziale und gesellschaftliche Hierarchien waren nie an das Geschlecht eines Menschen gebunden!
Über der größten Teil der Menschheitsgechichte konnte sich die Mehrheit der Männer genauso wenig frei entfalten, wie die Mehrheit der Frauen und Homosexuelle sind auch nicht immer auf Hass und Vorurteile gestoßen - ganz im Gegenteil.

Aber wieder mal schön, wie du den ideologischen Schwachsinn der Gender"forscher" widerkäust
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 14323
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Dark Angel » Fr 19. Okt 2018, 10:31

Billie Holiday hat geschrieben:(19 Oct 2018, 10:59)

Das alles ist auch Homosexuellen möglich.
Ein homos. Paar mit Kindern leistet nichts anderes als ein heteros. ( Ehe)paar mit Kindern.
Das einzige, was fehlt, ist das Miteinander gezeugt haben. Aber Heteros in zweiter Ehe haben auch nicht zwingend ihre Kinder miteinander gezeugt.
Insofern sehe ich in einer homos. engen Beziehung, in der Kinder großgezogen werden, jede Voraussetzung und Grund für eine Eheschließung.
Andere heiraten auch ohne Kinderwunsch.....
Die Ehe bedeutet offenbar vielen Menschen etwas.

Sorry - aber ein homosexuelles Paar kann keine Reproduktionsgemeinschaft bilden, kann miteinander keinen Nachwuchs haben.
Dass Homosexuelle einen Beitrag zur Erhaltung der Art leisten (können), indem sie elternlosen (ausgesetzten) Nachwuchs aufziehen, betreitet niemand. Dafür gibt es sogar im Tierreich genügend Beispiele!
Und - sorry - bitte lesen und verstehen: ich sprach von ursprünglichen Sinn der Ehe!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 14323
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Dark Angel » Fr 19. Okt 2018, 10:43

Selina hat geschrieben:(19 Oct 2018, 11:01)

Naja, was das wissenschaftliche Publizieren bzw. das Sich-Öffentlich-Äußern als Wissenschaftler anbelangt, da findet man nicht nur bei den "Gender Studies" (die es ja so gar nicht gibt, sondern nur als interdisziplinäres wissenschaftliches Fachgebiet) recht viel "Verschwurbeltes", um mal den hier so beliebten Begriff zu gebrauchen. Das trifft man selbstverständlich auch in den Naturwisschaften an. Viele Wissenschaftler - egal, welcher Richtung - tun sich schwer damit, Dinge auf den Punkt zu bringen und Thesen klar und verständlich zu erläutern. Das ist bekannt. Das weiß jeder, der mal wissenschaftlich gearbeitet hat. Und ich schrieb es schon mehrfach: Ein Wissenschaftler, der wirklich sattelfest auf dem eigenen Forschungsgebiet ist, der kann es dann auch im interdisziplinären Diskurs, in Zeitschriften und sogar in solchen Foren wie dem unseren klar auf den Punkt bringen. Etwas klar und verständlich zu erklären, hat nichts mit Unwissenschaftlichkeit zu tun, sondern "nur" mit Klarheit und Strukturiertheit im Denken. Langes umständliches Herumeiern dagegen ist ein Zeichen von Unsicherheit auf dem eigenen und erst recht den fremden Forschungsgebieten. Da heben sich die "Gender Studies" nicht von anderen Bereichen ab. Das ist überall dasselbe. Ich rede jetzt nicht vom Fachchinesisch, das Wissenschaftler aus ein und demselben Team und ein und demselben Fachgebiet oft untereinander verwenden. Das ist ok, damit kommen die klar. Ich meine das öffentliche Erläutern eigener Forschungen und wissenschaftlicher Ansichten, zum Teil auch vor Publikum, das nicht in der Materie steht. Da gibt es unheimliche Defizite. Überall. Und letztendlich betrifft das natürlich auch alle Pressetexte, die man über wissenschaftliche Forschung lesen kann.

Selina - Wissenschaftler können sich sehr wohl klar ausdrücken und die werden innerhalb der scientific Community auch sehr gut verstanden. Du darfst nicht immer wissenschaftliche Publikationen mit populärwissenschaftlich aufgearbeiteten verwechseln.
Bei wissenschaftlichen Publikationen geht es nicht darum, ob Lieschen Müller die versteht, sondern darum ob der Fachmann die versteht.
Und was du als "langes umständliches Herumeiern" bezeichnest sind oft detailgetreue Ausarbeitung(en), die je nach Fachgebiet für das Verständnis unerlässlich sind!

Selina hat geschrieben:(19 Oct 2018, 11:01)Ich selbst mag auch keine gender-mäßigen Übertreibungen. Zum Beispiel in der Sprache, vor allem im geschriebenen Wort, gibt es solche geschlechtsspezifischen Übertreibungen, die ich ablehne, weil sie die Kommunikation nur erschweren statt erleichtern. Aber dennoch lese ich schon mit Interesse ab und zu mal (sehr selten), was diese Genderforscher nun zu sagen haben. Dass in der Gesellschaft zwischen den Geschlechtern sowie bei den Themen Homosexualität und Transgender bei weitem noch nicht alles so liberal, gerecht und frei funktioniert, wie es sein sollte, das ist doch nun klar. Und dass in einigen (ich betone "einigen") männerdominierten Bereichen in Wirtschaft und Forschung, aber auch im familiären Alltag, bestimmte Männer gleich angstvoll aufschreien, wenn sie ihre Felle (sprich Macht) wegschwimmen sehen, weil immer mehr Frauen sich anschicken, auf Augenhöhe zu agieren, das ist doch nun bekannt.

Sag mal - in welchem Jahrhundert bist du eigentlich hängen geblieben?
Ich kenne keinen - nicht einen einzigen - Mann, der Angst davor hätte, mit Frauen auf Augenhöhe zu agieren!
Ganz im Gegenteil!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 7864
Registriert: Do 29. Sep 2016, 14:33

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Selina » Fr 19. Okt 2018, 10:46

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2018, 11:26)

Das tut niemand!
Dabei handelt es sich lediglich um eine Unterstellung/Behauptung der Gender"forscher" zur Legitimierung des eigenen Machtanspruches bzw zur Durchsetzung eigener Ziele!


Von welcher "Geschlechterfrage" redest du eigentlich?
Das Geschlecht eines Menschen (jedes Angehörigen einer Art, die sich sexuell reproduziert) ist AUSSCHLIESSLICH biologisch determiniert. Da gibt es KEINE "beide Seiten"/KEINE "soziale Seite"!
Das Geschlecht eines Menschen hat per se nichts mit den gesellschaftlichen Verhältnissen, sozialen/gesellschaftlichen Hierarchien oder sozialem Status und auch nichts mit Machtverhältnissen zu tun.
Es sind die Gender"forscher" die Geschlecht (eines Menschen) mit gesellschaftlichen Verhältnissen verschwurbeln und in einen Kontext setzen, den es gar nicht gibt.


Dumm nur für die Genderideologen, dass NIEMAND gesellschaftliche Verhältnisse und Strukturen als "biologisch begründet"/"aus der Biologie ableitbar" oder "im Zusammenhang mit Geschlecht stehend" behauptet - NIEMAND außer ihnen selbst.
Es handelt sich um ein Scheingefecht, es wird auf einen selbst gebastelten Strohmann eingeprügelt.
Und das liegt daran, dass man sich untauglicher Methoden (Sozialkonstruktivismus, Poststrukturalismus) bedient und von der Geschichte der menschlichen Gesellschaft bzw kultureller Evolution so gar keine Ahnung hat.
Gesellschaftliche Verhältnisse befanden (befinden) sich zu allen Zeiten in einem stetigen Wandel!
Soziale und gesellschaftliche Hierarchien waren nie an das Geschlecht eines Menschen gebunden!
Über der größten Teil der Menschheitsgechichte konnte sich die Mehrheit der Männer genauso wenig frei entfalten, wie die Mehrheit der Frauen und Homosexuelle sind auch nicht immer auf Hass und Vorurteile gestoßen - ganz im Gegenteil.

Aber wieder mal schön, wie du den ideologischen Schwachsinn der Gender"forscher" widerkäust


Nö. Das ist meine eigene Lebenspraxis und meine eigene Erfahrung. Und darüber hinaus akzeptiere ich einfach alles, was sich in der Forschung vollzieht, gleichermaßen. Hat was mit Freiheit der Forschung zu tun. Und was darüber dann in der Öffentlichkeit geredet wird, hat was mit Meinungsfreiheit zu tun. Und selbstverständlich haben Hetero- und Homosexualität, haben Frauen- und Familienpolitik etwas mit den gesellschaftlichen Verhältnissen und mit bestimmten gesellschaftlichen Bedingungen zu tun. Die können förderlich und fördernd wirken oder unterdrückend und hemmend. Das und nur das ist der Zusammenhang von Geschlecht und Gesellschaft, Geschlecht und gesellschaftlichen Verhältnissen. Das habe ich schon immer so gedacht und gesagt. Lange, bevor es sowas wie Gender Studies überhaupt gab. Mehr gibts da eigentlich nicht dazu zu sagen. Denn so wichtig ist das Ganze nun auch wieder nicht.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 7864
Registriert: Do 29. Sep 2016, 14:33

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Selina » Fr 19. Okt 2018, 11:26

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2018, 11:43)

Selina - Wissenschaftler können sich sehr wohl klar ausdrücken und die werden innerhalb der scientific Community auch sehr gut verstanden. Du darfst nicht immer wissenschaftliche Publikationen mit populärwissenschaftlich aufgearbeiteten verwechseln.
Bei wissenschaftlichen Publikationen geht es nicht darum, ob Lieschen Müller die versteht, sondern darum ob der Fachmann die versteht.
Und was du als "langes umständliches Herumeiern" bezeichnest sind oft detailgetreue Ausarbeitung(en), die je nach Fachgebiet für das Verständnis unerlässlich sind!


Nein, ich verwechsle gar nichts. Zufällig kenne ich mich sehr gut mit verständlichem und klarem Publizieren und Kommunizieren aus, ob es nun um wissenschaftliches oder um populärwissenschaftliches Publizieren und Kommunizieren geht oder auch um allgemeines alltägliches Kommunizieren. Und es ist schon so: Der jeweilige Wissenschaftler ist nur so gut, wie gut er auch dem Nichtfachmann (nicht nur innerhalb der "scientific community") seine Themen und Forschungen erläutern kann. Das ist quasi eine Art Lackmustest für sein Denken, ob das klar und strukturiert genug ist. Das hat mit Populärwissenschaft erstmal gar nichts zu tun, sondern zunächst "nur" mit gedanklicher Klarheit. Sorry, aber auch du hast damit zuweilen deine Schwierigkeiten. Dabei betonst du ja oft, du seist Wissenschaftlerin, hast aber häufig Probleme, klar und verständlich zu kommunizieren. Was ja zunächst voraussetzt, das, was die Mitdiskutanten sagen, genau zu erfassen. Das mag in deiner "scientific community" alles ganz gut laufen. Im öffentlichen Diskurs mit völlig unterschiedlich gebildeten, unterschiedlich motivierten und politisch unterschiedlich denkenden Teilnehmern gelten andere Regeln. Regel Nummer eins: Den anderen immer so ernst nehmen wie sich selbst und vor allem, den anderen niemals für dümmer halten, als man es selbst ist :D

Im Übrigen: Ich erwähnte diese Kommunikations-Schwierigkeiten von Wissenschaftlern auch nur deshalb, weil sich da die Gender Studies nicht besonders negativ hervortun damit, sondern, weil das in allen Wissenschaftsbereichen der Fall ist.

Dark Angel hat geschrieben:Sag mal - in welchem Jahrhundert bist du eigentlich hängen geblieben?
Ich kenne keinen - nicht einen einzigen - Mann, der Angst davor hätte, mit Frauen auf Augenhöhe zu agieren!
Ganz im Gegenteil!


Aha. Und nur, weil du keinen kennst, gibt es die von mir beschriebenen Zustände nicht? Alles klar :D
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 14323
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Dark Angel » Fr 19. Okt 2018, 11:34

Selina hat geschrieben:(19 Oct 2018, 11:46)

Und selbstverständlich haben Hetero- und Homosexualität, haben Frauen- und Familienpolitik etwas mit den gesellschaftlichen Verhältnissen und mit bestimmten gesellschaftlichen Bedingungen zu tun. Die können förderlich und fördernd wirken oder unterdrückend und hemmend. Das und nur das ist der Zusammenhang von Geschlecht und Gesellschaft, Geschlecht und gesellschaftlichen Verhältnissen.

Nein - Hetero- und Homosexualität haben nichts, aber auch gar nichts mit gesellschaftlichen Bedingungen zu tun!
Sie sind rein biologisch bedingt!
KEIN MENSCH kann sich seine sexuelle Identität oder sexuelle Orientierung aussuchen und/oder verändern!
Ebensowenig haben Frauen- und Familienpolitik etwas etwas mit dem Geschlecht eines Menschen und/oder dessen sexueller Identität oder Orientierung zu tun.
Und das Geschlecht eines Menschen hat auch absolut nichts - GAR NICHTS - mit gesellschaftlichen Verhältnissen zu tun.
Da besteht KEIN Zusammenhang - GAR KEINER!
Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung sind Biologie - gesellschaftliche Verhältnisse und Bedingungen sind Soziologie/Politologie. Beide stehen in KEINEM (kausalen) Zusammenhang.
Das ist der typische Genderquatsch!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 14323
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Dark Angel » Fr 19. Okt 2018, 11:58

Selina hat geschrieben:(19 Oct 2018, 12:26)

Nein, ich verwechsle gar nichts. Zufällig kenne ich mich sehr gut mit verständlichem und klarem Publizieren und Kommunizieren aus, ob es nun um wissenschaftliches oder um populärwissenschaftliches Publizieren und Kommunizieren geht oder auch um allgemeines alltägliches Kommunizieren. Und es ist schon so: Der jeweilige Wissenschaftler ist nur so gut, wie gut er auch dem Nichtfachmann (nicht nur innerhalb der "scientific community") seine Themen und Forschungen erläutern kann. Das ist quasi eine Art Lackmustest für sein Denken, ob das klar und strukturiert genug ist. Das hat mit Populärwissenschaft erstmal gar nichts zu tun, sondern zunächst "nur" mit gedanklicher Klarheit.

Du magst dich in Kommunikationstechniken auskennen, aber von wissenschaftlicher Methode hast du keine Ahnung!
Und NEIN - wissenschaftliche Publikationen müssen NICHT von Lieschen Müller - ohne jegliche Vorkenntnis - verstanden werden!
Der "Nichtfachmann" = interessierte Laie HAT Vorkenntnisse und versteht die Publikationen (innerhalb bestimmter Grenzen)

Selina hat geschrieben:(19 Oct 2018, 12:26) Sorry, aber auch du hast damit zuweilen deine Schwierigkeiten. Dabei betonst du ja oft, du seist Wissenschaftlerin, hast aber häufig Probleme, klar und verständlich zu kommunizieren. Was ja zunächst voraussetzt, das, was die Mitdiskutanten sagen, genau zu erfassen.

Ja ich bin Wissenschaftler - zumindest war ich das bis zu meiner eu-Verrentung.
Was du als "Probleme, klar und verständlich zu kommunizieren" bezeichnest, liegt eindeutig an DEINEN Verständnisproblemen und daran, dass ich gerade versuche (für mich Selbstverständliches) auch für Lieschen Müller verständlich zu erklären.
Außer DIR hat bisher NIEMAND derartige Defizite "festgestellt" - weder Fachleute, noch Laien, die in den entsprechenden Foren "unterwegs" sind.
Die Probleme liegen dann wohl doch eher bei dir!

Selina hat geschrieben:(19 Oct 2018, 12:26) Das mag in deiner "scientific community" alles ganz gut laufen. Im öffentlichen Diskurs mit völlig unterschiedlich gebildeten, unterschiedlich motivierten und politisch unterschiedlich denkenden Teilnehmern gelten andere Regeln. Regel Nummer eins: Den anderen immer so ernst nehmen wie sich selbst und vor allem, den anderen niemals für dümmer halten, als man es selbst ist :D

Nein, da gelten keine anderen Regeln!
1. nehme ich mein Gegenüber ernst - anderfalls würde ich gar nicht erst anfangen zu diskutieren

2. haben mangelndes Fachwissen/Fachkenntnisse nichts mit Dummheit zu tun, sondern sind schlicht und ergreifend mangelnde Kenntnisse! Ich kann nun mal bei einem "gut durchmischten Publikum" KEINE Fachkenntnisse voraussetzen und MUSS entsprechend ausführlich erläutern.

Selina hat geschrieben:(19 Oct 2018, 12:26)Im Übrigen: Ich erwähnte diese Kommunikations-Schwierigkeiten von Wissenschaftlern auch nur deshalb, weil sich da die Gender Studies nicht besonders negativ hervortun damit, sondern, weil das in allen Wissenschaftsbereichen der Fall ist.

Gender Studies sind immer noch keine Wissenschaften, sondern Ideologie und gerade die kommen extrem verschwurbelt und verquast daher!

Selina hat geschrieben:(19 Oct 2018, 12:26)Aha. Und nur, weil du keinen kennst, gibt es die von mir beschriebenen Zustände nicht? Alles klar :D

Es gibt sie nicht mehr!
Und wenn, dann gehören immer zwei dazu - einer der die "Vorherrschaft"/Dominanz für sich beansprucht und einer der sich unterordnet.
Daraus lassen sich jedoch KEINE allgemein gültigen gesellschaftlichen Verhältnisse ableiten!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 7864
Registriert: Do 29. Sep 2016, 14:33

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Selina » Fr 19. Okt 2018, 12:00

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2018, 12:34)

Nein - Hetero- und Homosexualität haben nichts, aber auch gar nichts mit gesellschaftlichen Bedingungen zu tun!
Sie sind rein biologisch bedingt!
KEIN MENSCH kann sich seine sexuelle Identität oder sexuelle Orientierung aussuchen und/oder verändern!
Ebensowenig haben Frauen- und Familienpolitik etwas etwas mit dem Geschlecht eines Menschen und/oder dessen sexueller Identität oder Orientierung zu tun.
Und das Geschlecht eines Menschen hat auch absolut nichts - GAR NICHTS - mit gesellschaftlichen Verhältnissen zu tun.
Da besteht KEIN Zusammenhang - GAR KEINER!
Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung sind Biologie - gesellschaftliche Verhältnisse und Bedingungen sind Soziologie/Politologie. Beide stehen in KEINEM (kausalen) Zusammenhang.
Das ist der typische Genderquatsch!


Nein, ist es nicht. Beispiel: Ein homosexuell orientierter Mensch kann sich unter bestimmten guten Bedingungen und Verhältnissen frei, selbstbestimmt und ohne Diskriminierung entfalten, aber unter anderen Umständen und Verhältnissen könnte er das nicht. Im Gegenteil, unter bestimmten Umtänden drohten demselben homosexuell orientierten Menschen Verfolgung, Haft und sogar Folter. Bei heterosexuellen Frauen und Männern ist das ebenso. Die freie Entfaltung des Menschen ist immer an die jeweiligen Verhältnisse gebunden. Und es spielt eine große Rolle, ob das freie, liberale und wirklich demokratische Verhältnisse sind oder etwa Verhältnisse, in denen Unterdrückung und Diskriminierung herrschen.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 7864
Registriert: Do 29. Sep 2016, 14:33

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Selina » Fr 19. Okt 2018, 12:04

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2018, 12:58)

Du magst dich in Kommunikationstechniken auskennen, aber von wissenschaftlicher Methode hast du keine Ahnung!
Und NEIN - wissenschaftliche Publikationen müssen NICHT von Lieschen Müller - ohne jegliche Vorkenntnis - verstanden werden!
Der "Nichtfachmann" = interessierte Laie HAT Vorkenntnisse und versteht die Publikationen (innerhalb bestimmter Grenzen.


Quod erat demonstrandum. Ich hab nichts dergleichen geschrieben. Und wie ich oben schon sagte: Zuerst erfassen und verstehen, was der andere sagt, dann erst antworten.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 14323
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Dark Angel » Fr 19. Okt 2018, 12:19

Selina hat geschrieben:(19 Oct 2018, 13:04)

Quod erat demonstrandum. Ich hab nichts dergleichen geschrieben. Und wie ich oben schon sagte: Zuerst erfassen und verstehen, was der andere sagt, dann erst antworten.

Doch hast du und zwar genau hier:
"Der jeweilige Wissenschaftler ist nur so gut, wie gut er auch dem Nichtfachmann (nicht nur innerhalb der "scientific community") seine Themen und Forschungen erläutern kann. Das ist quasi eine Art Lackmustest für sein Denken, ob das klar und strukturiert genug ist."
Wissenschaftliche Publikationen richten sich i.d.R an Wissenschaftler und nicht an "Nichtfachleute"
Du solltest mal eine wissenschaftliche Publikation von Aveni zur Maya-Astronomie lesen, da verstehst DU nur noch Bahnhof!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 14323
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Dark Angel » Fr 19. Okt 2018, 12:30

Selina hat geschrieben:(19 Oct 2018, 13:00)

Nein, ist es nicht. Beispiel: Ein homosexuell orientierter Mensch kann sich unter bestimmten guten Bedingungen und Verhältnissen frei, selbstbestimmt und ohne Diskriminierung entfalten, aber unter anderen Umständen und Verhältnissen könnte er das nicht. Im Gegenteil, unter bestimmten Umtänden drohten demselben homosexuell orientierten Menschen Verfolgung, Haft und sogar Folter. Bei heterosexuellen Frauen und Männern ist das ebenso. Die freie Entfaltung des Menschen ist immer an die jeweiligen Verhältnisse gebunden. Und es spielt eine große Rolle, ob das freie, liberale und wirklich demokratische Verhältnisse sind oder etwa Verhältnisse, in denen Unterdrückung und Diskriminierung herrschen.

Es besteht immer noch KEIN kausaler Zusammenhang zwischen Geschlecht, Geschlechtsidentität oder sexueller Orientierung und gesellschaftlichen Verhältnissen!
Es besteht ein kausaler Zusammenhang zwischen Ideologien/Glaubensvorstellungen und herrschenden gesellschaftlichen Verhältnissen. Ideologien/Glaubensvorstellungen bestimmen das Regelwerk einer Gesellschaft und wie diese mit abweichenden Verhaltensmustern und/oder sexuellen Orientierungen umgeht.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 7864
Registriert: Do 29. Sep 2016, 14:33

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Selina » Fr 19. Okt 2018, 12:31

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2018, 12:58)

Was du als "Probleme, klar und verständlich zu kommunizieren" bezeichnest, liegt eindeutig an DEINEN Verständnisproblemen und daran, dass ich gerade versuche (für mich Selbstverständliches) auch für Lieschen Müller verständlich zu erklären.
Außer DIR hat bisher NIEMAND derartige Defizite "festgestellt" - weder Fachleute, noch Laien, die in den entsprechenden Foren "unterwegs" sind.
Die Probleme liegen dann wohl doch eher bei dir!


Erstens schreiben wir hier schon ein wenig länger über dieses Gender-Thema als erst seit gestern, und da kann ich mit Fug und Recht sagen, dass da von dir schon durchaus einige völlig "verschwurbelte" langatmige Erörterungen kamen, wo man den Eindruck hatte, du hälst deine Mitdiskutanten allesamt für blöd. Das ist bei dir nicht immer so und hat offenbar - wie bei jedem - auch was mit Tagesform zu tun. Dennoch: Die Grundprinzipien der Kommunikation "Augenhöhe, Respekt, Verstehen und Zulassen der Argumente des anderen" sollten schon gewahrt bleiben.

Und zweitens: Ich selbst verstehe die Gedanken von dir schon alle, auch wenn du wirklich schwer etwas auf den Punkt bringen kannst und man manches zweimal lesen muss. Zumal dein Grundton ja nun nicht gerade so einladend ist, dass man gerne und geduldig bis zum Schluss weiterliest. Der Witz ist nur: Ich sehe das meiste, was du hier seit Monaten (oder Jahren? :D ) erläuterst, eben anders. Das schreibe ich dann natürlich auch, worauf meistens eine Riesenschimpf-Kanonade deinerseits folgt. Kommunikation geht echt anders. Und dass das die User, die mit dir inhaltlich d'ac­cord sind, natürlich nicht so sehen und sie keinerlei Probleme mit deinen Beiträgen haben, das ist ja nun klar :D
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 7864
Registriert: Do 29. Sep 2016, 14:33

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Selina » Fr 19. Okt 2018, 12:38

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2018, 13:19)

Doch hast du und zwar genau hier:
"Der jeweilige Wissenschaftler ist nur so gut, wie gut er auch dem Nichtfachmann (nicht nur innerhalb der "scientific community") seine Themen und Forschungen erläutern kann. Das ist quasi eine Art Lackmustest für sein Denken, ob das klar und strukturiert genug ist."
Wissenschaftliche Publikationen richten sich i.d.R an Wissenschaftler und nicht an "Nichtfachleute"
Du solltest mal eine wissenschaftliche Publikation von Aveni zur Maya-Astronomie lesen, da verstehst DU nur noch Bahnhof!


Mit dem Lackmustest ist natürlich gemeint: Über das rein wissenschaftliche Schreiben und Kommunizieren hinaus gehend (= zusätzlich) ständig erproben und testen, ob man als Wissenschaftler schwierigste Sachverhalte klar und verständlich erläutern kann. Nur das war gemeint. Dem unterziehen sich aber viele nicht mehr (oder sie taten es noch nie). Und so entsteht das Fachchinesisch und die hölzerne unverständliche Sprache. Und ja, das sollte man in jedem Falle lernen zu vermeiden. Ja, und sogar auch den Wissenschaftskollegen gegenüber.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 14323
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Dark Angel » Fr 19. Okt 2018, 13:04

Selina hat geschrieben:(19 Oct 2018, 13:38)

Mit dem Lackmustest ist natürlich gemeint: Über das rein wissenschaftliche Schreiben und Kommunizieren hinaus gehend (= zusätzlich) ständig erproben und testen, ob man als Wissenschaftler schwierigste Sachverhalte klar und verständlich erläutern kann. Nur das war gemeint. Dem unterziehen sich aber viele nicht mehr (oder sie taten es noch nie). Und so entsteht das Fachchinesisch und die hölzerne unverständliche Sprache. Und ja, das sollte man in jedem Falle lernen zu vermeiden. Ja, und sogar auch den Wissenschaftskollegen gegenüber.

Diese Vorstellung erweist sich deshalb als Utopie, weil die Forschungsbereiche immer differenzierter und spezieller werden - insbesondere in den Naturwissenschaften. Dort werden die "schwierigsten Sachverhalte" in Form von Gleichungen ausgedrückt - da ist nix mit "klar und verständlich" erläutern, da kann nur noch grob umrissen werden.
Genau aus diesem Grund schrieb ich:
"Du solltest mal eine wissenschaftliche Publikation von Aveni zur Maya-Astronomie lesen, da verstehst DU nur noch Bahnhof!"
Und ich könnte erweitern - lies die wissenschaftliche Publikation von Prof Schlosser zur astronomischen Ausrichtung der Kreisgrabenanlage Goseck - dito!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 14323
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Dark Angel » Fr 19. Okt 2018, 15:13

Selina hat geschrieben:(19 Oct 2018, 13:31)

Erstens schreiben wir hier schon ein wenig länger über dieses Gender-Thema als erst seit gestern, und da kann ich mit Fug und Recht sagen, dass da von dir schon durchaus einige völlig "verschwurbelte" langatmige Erörterungen kamen, wo man den Eindruck hatte, du hälst deine Mitdiskutanten allesamt für blöd. Das ist bei dir nicht immer so und hat offenbar - wie bei jedem - auch was mit Tagesform zu tun. Dennoch: Die Grundprinzipien der Kommunikation "Augenhöhe, Respekt, Verstehen und Zulassen der Argumente des anderen" sollten schon gewahrt bleiben.

Tja Selina - das mit Augenhöhe funktioniert nur, wenn der Gegenüber sich inhaltlich mit Argumenten auseinander setzt und selbst auch Argumente hat, die dazu taugen die eigenen Argumente zu widerlegen. Da ist bei dir leider Fehlanzeige, weil von dir nur argumentum ad hominem, Strohmannargumente und Argument "Schuld durch Zugehörigkeit" kommen.
Ich weiß nicht wie oft ich den Unterschied zwischen Individualrecht (Gleichberechtigung) und Bevorzugung aufgrund Gruppenzugehörigkeit/Gruppenrecht (Gleichstellung) erläutert habe - wird nicht zur Kenntnis genommen - im Gegenteil.
Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

Selina hat geschrieben:(19 Oct 2018, 13:31)Und zweitens: Ich selbst verstehe die Gedanken von dir schon alle, auch wenn du wirklich schwer etwas auf den Punkt bringen kannst und man manches zweimal lesen muss. Zumal dein Grundton ja nun nicht gerade so einladend ist, dass man gerne und geduldig bis zum Schluss weiterliest. Der Witz ist nur: Ich sehe das meiste, was du hier seit Monaten (oder Jahren? :D ) erläuterst, eben anders. Das schreibe ich dann natürlich auch, worauf meistens eine Riesenschimpf-Kanonade deinerseits folgt. Kommunikation geht echt anders. Und dass das die User, die mit dir inhaltlich d'ac­cord sind, natürlich nicht so sehen und sie keinerlei Probleme mit deinen Beiträgen haben, das ist ja nun klar :D

Sorry, wenn ich da meine Zweifel habe, dass du tatsächlich verstehst. Sollte das tatsächlich so sein, verstehst du es hervorragend, das zu verbergen.
Ich schreibe, dass wissenschaftliche Methode nichts mit politischer Verortung rechts oder links zu tun hat (andere User tun das übrigens auch) und dir fällt nichts besseres ein, als ganze Zeitungsrtikel per copy 'n' paste entgegen zu setzen.
Diskussion mit eigenen Argumenten sieht anders aus.
Es ist eben KEIN Witz, dass ich mich mit meiner Kritik an Gender Studies eben NICHT auf das beschränke, was in Zeitungen seht, sondern mich mit den Publikationen der "Zunft" selbst auseinander gsetzt und festgestellt habe, dass die sich wirklich nur gegenseitig zitieren und nur aufeinander verweisen. Interdisziplinär, Kenntnisnahme der Erkenntnisse anderer Fachrichtungen - insbesondere der Naturwissenschaften - sieht anders aus. Gender Studies weisen zu deutlich die Merkmale einer Ideologie mit absolutem Wahrheitsanspruch auf.
Zudem wird nur zu deutlich, dass es dabei NICHT um die Veränderung/Verbesserung gesellschaftlicher Verhältnisse und Strukturen geht, sondern um deren Zerstörung. Angebliche - noch vorhandene - "strukturelle Diskriminierung" der Frau soll durch Diskriminierung des Mannes ersetzt werden. Ein Begriff wurde dazu auch schon gefunden ==>positive Diskriminierung.
Selbst freiwillige selbstbestimmte Entscheidungen von Frauen mit Priorität von Kind(er) und Familie werden als Frauendiskriminierung stilisiert.
Entsprechend wird in der verlinkten Dissertation auch bedauernd festgestellt - da ja bereits die biologische Funktion der Frau bei der Reproduktion eine Diskriminierung darstellt - dass sich die Frauen der "zweiten Frauenbewegung" nicht Mutterschaft prinzipiell ablehnten, sondern "nur" für sexuelle Selbstbestimmung und selbstbestimmte Mutterschaft kämpften.
Die Gender"forscher" blenden vollkommen aus, dass eine Gesellschaft nur dann Bestand und Zukunft hat, wenn entsprechend viele Kinder geboren werden - und das Erhaltungsniveau liegt nun mal bei 2,1 Kindern pro Frau im gebärfähigen Alter.
Nach Lesart der Gender"forscher" ist aber gerade die Mutterschaft ganz schlimme Frauendikriminierung - weil ja Frau und Mutter sein zusammen gehören. Dass Mann und Vater sein, genauso zusammen gehören, wird ausgeblendet.
Wenn Mutterschaft als "strukturelle Diskriminierung" der Frau bezeichnet wird, die es zu beseitigen gilt, liegt es mehr als nur nahe, dass Gender"forscher" auch die Familie als solche zerstören wollen.
Darüber kann auch kein Geschwätz von "Vielfalt" hinweg täuschen.
Familie ist etwas anderes als "mehrere Menschen, die aus einem Kühlschrank essen" - ja da bin ich klaschisch - Familie bedeutet Zusammenhalt, füreinander einstehen, sich aufeinander verlassen können, sich gegenseitig helfen und Familie besteht (für mich) aus Vater-Mutter-Kind(ern ggf sogar noch aus Großeltern und Enkeln.
Und ich bin ehrlich - Alleinerziehende mit Kind(ern) sind für mich keine richtige Familie und noch viel weniger erstrebenswert.
Studien zeigen, dass "Scheidungskinder" oft psychisch auffällig und zunehmend beziehungsunfähig sind.
Es spricht absolut nichts dagegen, dass auch Homosexuelle Kinder adoptieren und aufziehen, wird dieses dadurch die Heimerziehung erspart.
Gender"forscher" sollten allerdings bei ihrer Bejubelei der Patchwork- und Regenbogenfamilien", dass die Kinder, die Homosexuelle adoptieren können von einem Mann gezeugt und einer Frau geboren und zur Adoption freigegeben werden müssen.
In den Augen der "Gender"forscher" ist die Frau als Gebärmaschine wahrscheinlich weniger diskriminierend, als die Frau als Mutter.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Fliege
Beiträge: 1137
Registriert: Fr 25. Mai 2018, 23:15

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Fliege » Fr 19. Okt 2018, 15:14

Skeptiker hat geschrieben:(19 Oct 2018, 09:16)
Genau da hatte ich geschaut, aber Deine Aussage ...
... nicht gefunden. Gibt es noch eine andere Stelle im Grundgesetz die das besagen würde, oder handelt es sich einfach um eine Interpretation deinerseits?

Willst du mich veräppeln?
Wenn du nicht verstehst, was GG-Artikel 6 besagt, lese dich in Literatur ein.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
Benutzeravatar
Fliege
Beiträge: 1137
Registriert: Fr 25. Mai 2018, 23:15

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Fliege » Fr 19. Okt 2018, 16:04

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2018, 10:37)
Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass Gender"forscher" mit "sozialem Geschlecht" etwas anderes, aber was das sein soll, erschließt sich mir nicht.
Die jeweilige soziale Stellung von Mann und Frau hat sich in den verschiedenen Gesellschaften/Kulturen mehrfach gewandelt bzw war/ist in den verschiedenen Gesellschaften/Kulturen unterschiedlich, so dass da keine Verallgemeinerung vorgenommen werden kann.

Ich möchte es so sagen:
Genderologen würden mit dem Begriff "Gender" = "soziales Geschlecht" gern dieses oder jenes zum Ausdruck bringen, doch tatsächlich sprechen sie über das, was man "Geschlechterbilder", "Geschlechterrollen" oder "Rollenbilder" nennt. Genderologen stellen sich nämlich das Leben als Theateraufführung vor (so wie es sich Derridada vorgestellte), wobei jeder das sei, was seiner Rolle entspreche, die er sich aussuche und spiele, oder kurz gesagt: Sein ist Gespielt-Sein. (Das funktionert analog zu Esse est percipi von Berkeley, wobei unter Philosophen klar ist, dass Berkeley da bloß Bullshit fabrizierte.)
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
Benutzeravatar
Zunder
Beiträge: 5382
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 14:00

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Zunder » Fr 19. Okt 2018, 17:10

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2018, 10:39)

Sorry, aber der (ursprüngliche) Sinn der Ehe IST die Reproduktionsgemeinschaft und die gemeinsame Aufzucht und die gemeinsame Sorge für den Nachwuchs.

Quatsch.
Die Reproduktion war noch nie von der Institution Ehe abhängig. Die Ehe ist ein ausschließlich soziales Konstrukt.
Benutzeravatar
Vongole
Beiträge: 2203
Registriert: Di 24. Mär 2015, 18:30

Re: Neue "Sokal"-Affäre – Genderologen und Pseudo-Feministen aufs Kreuz gelegt

Beitragvon Vongole » Fr 19. Okt 2018, 17:28

Zunder hat geschrieben:(19 Oct 2018, 18:10)

Quatsch.
Die Reproduktion war noch nie von der Institution Ehe abhängig. Die Ehe ist ein ausschließlich soziales Konstrukt.


Und ein juristisches. Dass sich diese Erkenntnis durchsetzte, machte die Ehe für alle möglich.

Zurück zu „82. Gender“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste