Gleichberechtigung und Geburtenrate

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immernoch_ratlos
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 13. Feb 2018, 23:39

Hallo TheManFromDownUnder - Du kannst das sicher besser einschätzen vor Ort. War Australien zwischen den Jahren 1950 bis 2016 ein Land in dem die Frauen gleichberechtigt waren ?

"Gleichberechtigung hat nichts mit Geburtenrate zu tun." Wohl doch, Frauen die Gleichberechtigung genießen, leben gewöhnlich in entwickelten Ländern mit guter Bildung und medizinischem Verständnis für den eigenen Körper - frei von Zwängen durch Männer - sicher die beste Voraussetzung um unerwünschte Geburten zu vermeiden.

Australien ist nach wie vor ein Einwanderungsland - kannte eine Menge Leute hier die dorthin ausgewandert sind. 1950 waren es 8,1 Millionen Einwohner 66 Jahre später 2016 24,3 Millionen. Jährlicher Zuwachs im Durchschnitt 3,03% die Fertilitätsrate liegt bei 1,8 das entspricht den Verhältnissen von UK nur F liegt da mit 1,9 höher. Die Veränderung als Summe liegt für Australien bei +16,2 Millionen =200 %

Die Bevölkerung in D hat sich in der selben Zeitspanne von 70 auf 82,3 Millionen Einwohner erhöht - ganze 12,3 Millionen =17,57% (+0,27%/a ). Auch da hatte eine vergleichsweise geringe Migration aus anderen EU-Ländern und "from somewhere" einen Einfluss. Die Fertilitätsrate liegt in D bei 1,5.

Die Fertilitätsrate in D war durchaus anfänglich höher. Der Effekt Gleichberechtigung ermöglicht es Frauen ihre Kinderwünsche freiwillig den Verhältnissen anzupassen. In einem bereits reichlich bevölkerten Land, sinkt die Bereitschaft für unsinnigen Zuwachs ganz offensichtlich. :thumbup:

Was die "staatlich kontrollierte Geburtenrate was ebenfalls zu einer Verfaelschung der Statistik fuehrt" angeht - hier ist nichts "verfälscht" worden. Hier wurde die Fertilitätsrate durch massiven staatlichen Einfluss gesenkt - "unterm Strich" für alle Beteiligten ein Glücksfall.

Die Volksrepublik China 1950 waren es 543,7 Millionen Einwohner 66 Jahre später 2016 1.382,3 Millionen. Hat 2016 eine Fertilitätsrate von 1,5 ist in 66 Jahren um lediglich 838,6 Millionen = 154,24% angewachsen, ein durchschnittliches Plus von 2,34%/a Ein Segen für das Land. Hätte durchaus schlimmer kommen können. Auch, wenn der Ahnenkult, der männlichen Nachwuchs bevorzugt zu erheblichem Missverhältnis zwischen den Geschlechtern geführt hat. Der Mangel an weiblich Gleichberechtigung hat immer negative Folgen. Das ließe sich am Beispiel Indien problemlos nachweisen....
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Hyde
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon Hyde » Mi 14. Feb 2018, 02:38

Charles hat geschrieben:(10 Feb 2018, 13:49)

Doch, in Ländern wie Frankreich gibt es wesentlich mehr Mehrkindfamilien als in Deutschland. Und die Analyse der Geburtenrückgangs in den letzten Jahrzehnten in Deutschland hat auch gezeigt, dass steigende Kinderlosigkeit zwar auch einen Anteil (ca. 25%) am gesamten Geburtenrückgang hat, aber der weitaus grössere Anteil (ca. 70%) des Geburtenrückgangs ist durch das Verschwinden der Mehrkindfamilien in Deutschland zurückzuführen. In den 50er und 60er Jahren war der Anteil der Familien mit 3 oder mehr Kindern noch doppelt so hoch wie heute.


Natürlich gibt es in Frankreich auch mehr Mehrkindfamilien. Es gibt dort weniger Kinderlose als bei und und mehr Mehrkindfamilien als bei uns. Das ist ja logisch, die bessere Geburtenpolitik wirkt sich auf alle aus, auf Kleinfamilien und Großfamilien.
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon Hyde » Mi 14. Feb 2018, 03:05

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(13 Feb 2018, 10:42)
Generell je hoeher das pro Kopf Einkommen und je hoeher die soziale Fuersorge desto geringer die Geburtenrate. Ausnahmen in stark religioes gepraegten Gesellschaften zB in moslemischen Laendern oder in Sektierer Enklaven wie Utah in den USA.


Diese Aussage stimmt so einfach nicht. Jedenfalls nicht in einheitlichen Kulturräumen. Beispielsweise sind Italien und Polen sowohl wesentlich religiöser als auch wesentlich ärmer als Schweden (geringeres Pro Kopf Einkommen). Nach deiner These müssten Italien und Polen also eine weitaus höhere Geburtenrate als Schweden haben, denn Schweden ist reicher und weniger religiös, was ja nach deiner Aussage Killerfaktoren für die Geburtenrate sind. Das Gegenteil ist jedoch der Fall, Schweden ist viel kinderreicher als die arm-religiösen Italien und Polen.

Es ist natürlich richtig, dass eine falsche Geburtenpolitik dazu führen kann, dass innerhalb eines Landes ärmere Schichten mehr Kinder kriegen als wohlhabende Schichten.
Das war beispielsweise in Deutschland lange der Fall, da in Deutschland aufgrund von fehlender Kinderbetreuungseinrichtungen und fehlendem Elterngeld (das sich am früheren Einkommen orientiert) für karriereorientierte gutverdienende Akademikerinnen kaum Anreiz zum Kinderkriegen bestand.

Wenn es kein einkommensabhängiges Elterngeld gibt (sondern alle Eltern pauschal gleich viel Geld kriegen, so wie es früher in Deutschland war) und es keine Betreuungseinrichtungen gibt (also schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie), dann ist der Anreiz zum Kinderkriegen natürlich bei Geringverdienern höher als bei emanzipierten gutverdienenden Akademikern, da letztere für ein Kind dann relativ gesehen wesentlich mehr opfern müssen (nämlich ihren guten Job und ihr gutes Einkommen). Wenn man eh nen schlechten Job hat und wenig verdient, dann muss man für ein Kind auch wenig opfern, wenig vom vorherigen Lebensstil zurückstecken.
Das Ziel einer klugen Geburtenpolitik muss es also sein, dafür zu sorgen, dass auch karriereorientierte, gutverdienende Akademikerinnen wenig für ein Kind opfern müssen, wenig von ihrem bisherigen Lebensstil aufgeben müssen. Und dafür sind Instrumente wie das Elterngeld sowie flächendeckende Betreuungsangebote notwendig. Wenn das vorhanden ist, dann ist Kinderkriegen auch für Akademikerinnen und Gutverdiener kein großes Opfer mehr (denn sie müssen dann dank Elterngeld und Kitas ihren Wohlstand und ihren Beruf nicht aufgeben oder einschränken) - und ihre Bereitschaft zum Kinderkriegen steigt.

Deutschland hat in diesen Bereichen Fortschritte gemacht, es gibt allerdings immer noch viel zu verbessern. Beispielsweise beträgt das Elterngeld in Deutschland nur 65% des vorherigen Einkommens (Vergleich Schweden: 80%) und Betreuungseinrichtungen sind in Deutschland noch längst nicht flächendeckend ausgebaut (U-3 Betreuungsquote in Deutschland: 32%, in Ländern wie Schweden und Frankreich: mehr als doppelt so hoch).

Und nun schauen wir uns das Negativbeispiel Italien an. Dort beträgt das Elterngeld nur 30% des früheren Einkommens (Deutschland, siehe oben: 65%) und die Betreuungsquote ist nochmal viel niedriger als die deutsche Betreuungsquote.
Und siehe da, prompt ist auch die Geburtenrate sehr niedrig in Italien.

Das zeigt ja, dass Geburtenrate ganz entscheidend mit den Rahmenbedingungen zu tun hat, die die Politik setzt. Durch die richtige Politik kann man die Geburtenrate massiv beeinflussen.

Einfach nur zu sagen: „Armut und Religion führt zu höherer Geburtenrate“ stimmt einfach nicht, dann müssten wie gesagt südeuropäische Länder (Italien, Spanien, Portugal, Griechenland) und osteuropäische Länder viel höhere Geburtenraten haben als nordeuropäische Länder - und das religiösere Westdeutschland müsste höhere Geburtenraten haben als das atheistische Ostdeutschland.
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 14. Feb 2018, 05:53

Hyde hat geschrieben:(14 Feb 2018, 03:05)

Diese Aussage stimmt so einfach nicht. Jedenfalls nicht in einheitlichen Kulturräumen. Beispielsweise sind Italien und Polen sowohl wesentlich religiöser als auch wesentlich ärmer als Schweden (geringeres Pro Kopf Einkommen). Nach deiner These müssten Italien und Polen also eine weitaus höhere Geburtenrate als Schweden haben, denn Schweden ist reicher und weniger religiös, was ja nach deiner Aussage Killerfaktoren für die Geburtenrate sind. Das Gegenteil ist jedoch der Fall, Schweden ist viel kinderreicher als die arm-religiösen Italien und Polen.

Es ist natürlich richtig, dass eine falsche Geburtenpolitik dazu führen kann, dass innerhalb eines Landes ärmere Schichten mehr Kinder kriegen als wohlhabende Schichten.
Das war beispielsweise in Deutschland lange der Fall, da in Deutschland aufgrund von fehlender Kinderbetreuungseinrichtungen und fehlendem Elterngeld (das sich am früheren Einkommen orientiert) für karriereorientierte gutverdienende Akademikerinnen kaum Anreiz zum Kinderkriegen bestand.

Wenn es kein einkommensabhängiges Elterngeld gibt (sondern alle Eltern pauschal gleich viel Geld kriegen, so wie es früher in Deutschland war) und es keine Betreuungseinrichtungen gibt (also schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie), dann ist der Anreiz zum Kinderkriegen natürlich bei Geringverdienern höher als bei emanzipierten gutverdienenden Akademikern, da letztere für ein Kind dann relativ gesehen wesentlich mehr opfern müssen (nämlich ihren guten Job und ihr gutes Einkommen). Wenn man eh nen schlechten Job hat und wenig verdient, dann muss man für ein Kind auch wenig opfern, wenig vom vorherigen Lebensstil zurückstecken.
Das Ziel einer klugen Geburtenpolitik muss es also sein, dafür zu sorgen, dass auch karriereorientierte, gutverdienende Akademikerinnen wenig für ein Kind opfern müssen, wenig von ihrem bisherigen Lebensstil aufgeben müssen. Und dafür sind Instrumente wie das Elterngeld sowie flächendeckende Betreuungsangebote notwendig. Wenn das vorhanden ist, dann ist Kinderkriegen auch für Akademikerinnen und Gutverdiener kein großes Opfer mehr (denn sie müssen dann dank Elterngeld und Kitas ihren Wohlstand und ihren Beruf nicht aufgeben oder einschränken) - und ihre Bereitschaft zum Kinderkriegen steigt.

Deutschland hat in diesen Bereichen Fortschritte gemacht, es gibt allerdings immer noch viel zu verbessern. Beispielsweise beträgt das Elterngeld in Deutschland nur 65% des vorherigen Einkommens (Vergleich Schweden: 80%) und Betreuungseinrichtungen sind in Deutschland noch längst nicht flächendeckend ausgebaut (U-3 Betreuungsquote in Deutschland: 32%, in Ländern wie Schweden und Frankreich: mehr als doppelt so hoch).

Und nun schauen wir uns das Negativbeispiel Italien an. Dort beträgt das Elterngeld nur 30% des früheren Einkommens (Deutschland, siehe oben: 65%) und die Betreuungsquote ist nochmal viel niedriger als die deutsche Betreuungsquote.
Und siehe da, prompt ist auch die Geburtenrate sehr niedrig in Italien.

Das zeigt ja, dass Geburtenrate ganz entscheidend mit den Rahmenbedingungen zu tun hat, die die Politik setzt. Durch die richtige Politik kann man die Geburtenrate massiv beeinflussen.

Einfach nur zu sagen: „Armut und Religion führt zu höherer Geburtenrate“ stimmt einfach nicht, dann müssten wie gesagt südeuropäische Länder (Italien, Spanien, Portugal, Griechenland) und osteuropäische Länder viel höhere Geburtenraten haben als nordeuropäische Länder - und das religiösere Westdeutschland müsste höhere Geburtenraten haben als das atheistische Ostdeutschland.


Da wusste ich nicht und ueberrascht mich das Schweden eine hoehere Gebrurtsrate hat als zB Italien. Macht aber im Sinn im Hinblick auf die kinderfreundliche Sozialpolitik. Ich finde es allerdings bedenkenswert wenn Menschen die Zeugung von Kindern von der Hoehe des Kindergeldes abhaenging machen. Das erinnert mich auch an Australien. Hier ist es so das die Sozialleistungen sehr gut sind und vor allem Teile der Gesellschaft die sozial schwachgestellt sind mehr Kinder haben als der Durchschnitt weil sie sie (brutal gesagt) als Einkommensmittel benutzen. Single Moms zB. Da ist es durchaus normal 4-5 Kinder von 4-5 Vaetern zu haben, nichts zu arbeiten und mehr Geld vom Staat zu bekommen als zB eine Kassierin im Supermarkt verdient, die 8 Stunden am Tag arbeitet.
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon Boracay » Mi 14. Feb 2018, 12:08

Hyde hat geschrieben:(14 Feb 2018, 03:05)
Deutschland hat in diesen Bereichen Fortschritte gemacht, es gibt allerdings immer noch viel zu verbessern. Beispielsweise beträgt das Elterngeld in Deutschland nur 65% des vorherigen Einkommens (Vergleich Schweden: 80%) und Betreuungseinrichtungen sind in Deutschland noch längst nicht flächendeckend ausgebaut (U-3 Betreuungsquote in Deutschland: 32%, in Ländern wie Schweden und Frankreich: mehr als doppelt so hoch).


Ein Faktor der völlig überschätzt wird bzw. zu überhaupt gar nichts führt:

Beispiele:

Schweiz: Geburtenrate höher als in Deutschland.
- Kindergeld ungefähr auf Deutschem Niveau (kaufkraftbereinigt also weit weit darunter)
- Kein Elterngeld
- Arbeiten bis die Fruchtblase platzt
- kein wirklicher Mutterschutz
- Kinder müssen Krankenversichert werden (keine Familienversicherung)
- Kinderbetreuung kostet ein gigantisches Vermögen

USA: Höchste Geburtenrate aller Industrieländer nach Irland
- Keinerlei Leistungen für gar nix, nur die Versicherung muss Beitragsfrei mit versichern (wenn man eine hat)

Geldleistungen werden überschätzt, das ganze ist ein kulturelles Phänomen. Frankreich als arabischen Staat hier in den vergleich mit einzubeziehen (sorry aber Franzosen gibt es da ja kaum mehr) macht wenig Sinn.
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 14. Feb 2018, 12:46

Boracay hat geschrieben:(14 Feb 2018, 12:08)

Ein Faktor der völlig überschätzt wird bzw. zu überhaupt gar nichts führt:

Beispiele:

Schweiz: Geburtenrate höher als in Deutschland.
- Kindergeld ungefähr auf Deutschem Niveau (kaufkraftbereinigt also weit weit darunter)
- Kein Elterngeld
- Arbeiten bis die Fruchtblase platzt
- kein wirklicher Mutterschutz
- Kinder müssen Krankenversichert werden (keine Familienversicherung)
- Kinderbetreuung kostet ein gigantisches Vermögen

USA: Höchste Geburtenrate aller Industrieländer nach Irland
- Keinerlei Leistungen für gar nix, nur die Versicherung muss Beitragsfrei mit versichern (wenn man eine hat)

Geldleistungen werden überschätzt, das ganze ist ein kulturelles Phänomen. Frankreich als arabischen Staat hier in den vergleich mit einzubeziehen (sorry aber Franzosen gibt es da ja kaum mehr) macht wenig Sinn.


Was verstehst du denn unter einem Franzosen???
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 14. Feb 2018, 13:00

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(14 Feb 2018, 05:53)

Da wusste ich nicht und ueberrascht mich das Schweden eine hoehere Gebrurtsrate hat als zB Italien. Macht aber im Sinn im Hinblick auf die kinderfreundliche Sozialpolitik. Ich finde es allerdings bedenkenswert wenn Menschen die Zeugung von Kindern von der Hoehe des Kindergeldes abhaenging machen. Das erinnert mich auch an Australien. Hier ist es so das die Sozialleistungen sehr gut sind und vor allem Teile der Gesellschaft die sozial schwachgestellt sind mehr Kinder haben als der Durchschnitt weil sie sie (brutal gesagt) als Einkommensmittel benutzen. Single Moms zB. Da ist es durchaus normal 4-5 Kinder von 4-5 Vaetern zu haben, nichts zu arbeiten und mehr Geld vom Staat zu bekommen als zB eine Kassierin im Supermarkt verdient, die 8 Stunden am Tag arbeitet.



Diese Strategie Kind als" Einkommensmittel" gibt es auch hierzulande, man kann es den Leuten die so ticken teils gar nicht mal übel nehmen, ist halt prickelnder als 8. Stunden bei Lidl an der Kasse oder beim Regale einräumen und Brötchen aufbacken die Zeit tot zu schlagen.
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon Alana4 » Mi 14. Feb 2018, 13:29

Alpha Centauri hat geschrieben:(14 Feb 2018, 13:00)

Diese Strategie Kind als" Einkommensmittel" gibt es auch hierzulande, man kann es den Leuten die so ticken teils gar nicht mal übel nehmen, ist halt prickelnder als 8. Stunden bei Lidl an der Kasse oder beim Regale einräumen und Brötchen aufbacken die Zeit tot zu schlagen.


"Kind als Einkommensmittel"- selten son Blödsinn gelesen. Kommt irgendwelchen Hirnlosen auch mal in den Sinn, dass "Kind" (und "Kinder" sowieso) in erster Linie kosten? Und zwar im Haushalt derer, die von ihrem Einkommen leben ebenso wie im Haushalt derer, die auf Hilfen- warum auch immer- angewiesen sind.
Dieses hirnlose Geseier von Kindern als Geldquelle ist einfach nur krank. Und das ist überhaupt der wesentliche Unterschied zu anderen Staaten. hier muss sich jeder dafür rechtfertigen, Kinder zu haben. Grauenvoll ist das.
Ich habe noch nie einen Cent H4 oder ähnliches bezogen, wir haben 4 Kinder zu großartigen Menschen erzogen- immerhin 3 haben ihr Abi in der Tasche, 2 studieren schon, 1 macht soziales Jahr und eins ist noch Schulkind. Und obwohl wir alles gewuppt haben, mussten wir uns stets und ständig erklären, ernteten erstaunte Blicke, wurden ums Kindergeld "beneidet", wurde uns vorgehalten, irgendwelche Steuerzahler würden ja schließlich unsere Kinder ernähren.
Dieses Forum hier ist auch voll von solchen Dümmlichkeiten.
Deshalb bin ich so gern in Skandinavien- da begegnet einem sowas kaum, im Allgemeinen genießen Eltern Achtung. In Deutschland nicht- da werden Eltern regelrecht VERachtet. Mit Geld hat das überhaupt nichts zu tun, gar nichts.
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon Keoma » Mi 14. Feb 2018, 13:51

Alana4 hat geschrieben:(14 Feb 2018, 13:29)

"Kind als Einkommensmittel"- selten son Blödsinn gelesen. Kommt irgendwelchen Hirnlosen auch mal in den Sinn, dass "Kind" (und "Kinder" sowieso) in erster Linie kosten? Und zwar im Haushalt derer, die von ihrem Einkommen leben ebenso wie im Haushalt derer, die auf Hilfen- warum auch immer- angewiesen sind.
Dieses hirnlose Geseier von Kindern als Geldquelle ist einfach nur krank. Und das ist überhaupt der wesentliche Unterschied zu anderen Staaten. hier muss sich jeder dafür rechtfertigen, Kinder zu haben. Grauenvoll ist das.
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Nun, ganz so ist es nicht.
Es gibt soziale Schichten, bei denen die - bei uns- Familienbeihilfe ein wesentlicher Einkommensbestandteil ist.
Es kommt natürlich darauf an, was man den Kindern bieten will.
Jeder hat ein Recht auf meine Meinung.
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon Alana4 » Mi 14. Feb 2018, 13:57

Keoma hat geschrieben:(14 Feb 2018, 13:51)

Nun, ganz so ist es nicht.
Es gibt soziale Schichten, bei denen die - bei uns- Familienbeihilfe ein wesentlicher Einkommensbestandteil ist.


Na und? Sollen deren Kinder verhungern? Da ist nichts, aber auch gar nichts "wohlstandssteigernd"- da geht jeder Cent für's Nötigste drauf. Ich gönn es denen. MIR nehmen die nichts weg.
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 14. Feb 2018, 16:21

Ja, Alana dieser Blödsinn ist hochgradig irre - soll mal jemand anderes heraussuchen - was ein Kind dem Staat tatsächlich "Netto" EINBRINGT - das nach Abzug ALLER Kosten und Vergünstigungen die Eltern - sowieso nur erhalten, wenn optimale Bedingungen dafür herrschen.

Diese Annahme gleichgültig in welcher individuellen Situation sich Mütter - gern auch Familien - sich befinden, sein lukrativ ist eine der typischen urbanen Legenden - neudeutsch "alternative Fakten". Wie bei all diesen Narrativen, genügt eine klitzekleine Anzahl von echten derartigen Vorkommen um sie am "Stammtisch" zur allgemein gültigen Regel zu erheben - bravo für soviel Mitdenken. Das unter diesen Umständen - immerhin profitiert ja die Allgemeinheit nicht nur "geldwert" von den Kindern anderer Leute. Das besonders Familien unterstützt werden (auch Familien die aus einer(m) Erwachsenen und Kind(ern) bestehen sind für mich "Familien"), ist eine soziale Selbstverständlichkeit. Die auch durch dummen Neid nicht negiert wird.

Wer wissen möchte - nicht jeder möchte das wirklich - welche "Zustände" bei den unterschiedlichen Staaten und deren Bevölkerung, zu teilweise eklatanten Abweichungen führen, tut gut daran sich mit den dafür notwendigen Grundlagen zu versorgen.

D hat in den letzten Jahrzehnten sicher nicht alles "richtig" gemacht, aber innerhalb seiner Grenzen eben nicht ein völlig irres Anwachsen seiner Bevölkerung ermöglicht. Nicht zuletzt, weil nach und nach voll gleichberechtigte Frauen sich so oder so richtig entschieden haben.

Wenn mir hier nur einer von einer Lösung anderer Probleme nachprüfbar zu berichten weiß, die durch massenhafte Vermehrung der Bevölkerung in irgend einem Land dieser Welt stattgefunden hat, bin ich bereit das zur Kenntnis zu nehmen und möchte dann gern herausfinden wie das funktioniert haben soll. Gegenteilige Entwicklungen kann ich problemlos liefern :dead:

Wenn lokale Ressourcen unter Beibehaltung von vernünftigen Reserven in vernünftiger Beziehung zur dort lebenden Bevölkerung stehen, ist alles in bester Ordnung. Dafür und völlig ohne unerwünschtes Wachstum der Bevölkerung reichen die statistische Fertilitätsrate von 2,1 völlig aus. Da dieser Wert ein Durchschnittswert darstellt, muss niemand der singulär diesen "Wert" überschreitet, sich Sorgen machen. In einer durch Gleichberechtigung "gesegneten" Bevölkerung gleichen sich Unterschiede recht problemlos aus. Bei den niedrigeren Fertilitätsraten die in den entwickelten Demokratien zu beobachten sind, findet eine vernünftige Konsolidierung statt. Wer sich die europäischen Zahlen vornimmt, wird schnell erkennen, hier ist einen positive Entwicklung hin zu einer lebenswerten und überlebensfähigen Welt im Gange.

Die Prognosen auf der Basis der bereits bekannten Zahlen bis 2016 zeigen wie groß das Absinken der europäischen Bevölkerung zu einer weltweiten Anpassung beiträgt. Ein Trend, der sich hoffentlich auch nach und nach in anderen Regionen durchsetzt. Europa hatte 1950 knapp 400 Millionen Einwohner - 2016 waren es 544 Millionen. Die Prognose (basierend auf den Fertilitätsraten 2016) für 2050 liegt bei 537 Millionen und beträgt für 2100 noch 492 Millionen.

Die Welt ohne Europa hatte - hat - wird haben - wird haben 2.119 Millionen - 6.886 Millionen - 9.210 Millionen - 10.671 Millionen Menschen zu "tragen" - Die Welt mit Europa 2.518 Millionen - 7.430 Millionen - 9.748 Millionen - 11.163 Millionen.

Geht man ins Detail, kann man errechnen das der Einfluss der europäischen Staaten in 2050 das dann gesamte Weltergebnis um -2,56% = -6,78 Millionen und 2100 mit -4,72% = -51,97 Einwohner verringert hat, was sich positiv auf die zur Verfügung stehenden Ressourcen auswirkt :thumbup:

Wer mir nun jenseits von dümmlichen Bemerkungen erklären kann, worin wohl Bevölkerungszunahme je für eine positive Lösung von Problemen gesorgt hat, wäre ich überaus dankbar. Das Europa u.a. Umständen seine derzeitigen Status bezüglich Zuwanderung unbedingt halten, besser noch senken muss - jenseits jeglicher rassistischer Beweggründe - halte ich für ein absolutes Muss. Die noch immer stattfindende Überbevölkerung "anderen Orts" einfach zu verteilen, wird das real existierende Problem nur weiter in Richtung unlösbar verschieben.

Anderen - dabei zu helfen sich den lokalen Verhältnissen - sprich sich der Bilanz weltweit verfügbaren Ressourcen - anzupassen, muss einfach mal in alle Köpfe hinein. Hoffnungslos, wenn das gebildete und gut versorgte Dummköpfe nicht einsehen wollen. Mir kann es persönlich völlig gleichgültig sein - "meine Uhr" ist weitgehend abgelaufen - weh tut die weltweite Dummheit dennoch.... :dead:
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 14. Feb 2018, 16:49

Alana4 hat geschrieben:(14 Feb 2018, 13:29)

"Kind als Einkommensmittel"- selten son Blödsinn gelesen. Kommt irgendwelchen Hirnlosen auch mal in den Sinn, dass "Kind" (und "Kinder" sowieso) in erster Linie kosten? Und zwar im Haushalt derer, die von ihrem Einkommen leben ebenso wie im Haushalt derer, die auf Hilfen- warum auch immer- angewiesen sind.
Dieses hirnlose Geseier von Kindern als Geldquelle ist einfach nur krank. Und das ist überhaupt der wesentliche Unterschied zu anderen Staaten. hier muss sich jeder dafür rechtfertigen, Kinder zu haben. Grauenvoll ist das.
Ich habe noch nie einen Cent H4 oder ähnliches bezogen, wir haben 4 Kinder zu großartigen Menschen erzogen- immerhin 3 haben ihr Abi in der Tasche, 2 studieren schon, 1 macht soziales Jahr und eins ist noch Schulkind. Und obwohl wir alles gewuppt haben, mussten wir uns stets und ständig erklären, ernteten erstaunte Blicke, wurden ums Kindergeld "beneidet", wurde uns vorgehalten, irgendwelche Steuerzahler würden ja schließlich unsere Kinder ernähren.
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Deshalb bin ich so gern in Skandinavien- da begegnet einem sowas kaum, im Allgemeinen genießen Eltern Achtung. In Deutschland nicht- da werden Eltern regelrecht VERachtet. Mit Geld hat das überhaupt nichts zu tun, gar nichts.



Das mit dem Einkommensmittel stellen sich viele( zu mal Teenie Mütter) aber unbewusst oder bewusst einmal so vor( oder sagen wir viele von denen) das Kinder zunächst Kosten (neben Geld vor allem Lebenszeit) bestreite ich nicht, übrigens sind das Gründe warum ich persönlich keine Kinder will, zumal es auf diesen Planeten eh schon insgesamt zu viele Menschen gibt ( und weiter geben wird) deshalb mein Motto: Sex ja, Fortpflanzung nein,
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon Charles » Mi 14. Feb 2018, 23:02

Hyde hat geschrieben:(14 Feb 2018, 03:05)
Das Ziel einer klugen Geburtenpolitik muss es also sein, dafür zu sorgen, dass auch karriereorientierte, gutverdienende Akademikerinnen wenig für ein Kind opfern müssen, wenig von ihrem bisherigen Lebensstil aufgeben müssen.


Warum sollte die Allgemeinheit ausgerechnet karriereorientierten Akademikerinnen und ihren in der Regel ebenfalls gutverdienenden Akademiker-Männern massenweise Geld in den Rachen werfen, nur damit die sich erbarmen als Beiwerk zu ihrem Karriereleben noch ein einzelnes Kind in die Welt zu setzen, dass sie dann vom Staat in dessen Einrichtungen grossziehen lassen? Das macht doch überhaupt gar keinen Sinn.

Besser wäre es doch, kinderfreundliche Familien der Mittelschicht, die sich auch 3, 4, 5 Kinder gut vorstellen können, finanziell zu entlasten. Zum Beispiel wie in Frankreich, eine komplette Befreiung von der Einkommenssteuer ab dem 3. Kind. Mehrwertsteuer für alle Baby- und Kinderartikel, für grosse Familienautos und andere Familienprodukte komplett abschaffen. Den Bau von grossen Wohnungen für Mehrkindfamilien und den Bau von Eigenheimen für Familien begünstigen etc.

Hyde hat geschrieben:(14 Feb 2018, 03:05)
Und nun schauen wir uns das Negativbeispiel Italien an. Dort beträgt das Elterngeld nur 30% des früheren Einkommens (Deutschland, siehe oben: 65%) und die Betreuungsquote ist nochmal viel niedriger als die deutsche Betreuungsquote.
Und siehe da, prompt ist auch die Geburtenrate sehr niedrig in Italien.


Die Geburtenrate ist nicht in ganz Italien niedrig. Südtirol hat mit 1,75 die höchsten Geburtenrate aller Provinzen in Italien. In anderen Regionen Italien ist die Geburtenrate sehr niedrig.

In Deutschland gibt es auch Landkreise mit Geburtenraten von 2,0. Und es gibt Landkreise mit Geburtenraten von 1,1.
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon Hyde » Mi 14. Feb 2018, 23:45

Charles hat geschrieben:(14 Feb 2018, 23:02)

Warum sollte die Allgemeinheit ausgerechnet karriereorientierten Akademikerinnen und ihren in der Regel ebenfalls gutverdienenden Akademiker-Männern massenweise Geld in den Rachen werfen


Für die Gesellschaft wird es wesentlich teurer, wenn die gutausgebildeten Menschen keine Kinder mehr kriegen, oder wenn, salopp gesagt, nur noch die Dummen Kinder kriegen.
Man muss schon auch für intelligente (gutausgebildete) Menschen Anreize zum Kinderkriegen setzen. Eine Gesellschaft, in der vor allem nur armutsgefährdete Menschen Kinder kriegen, ist keine sehr zukunftsfähige Gesellschaft.
Übrigens wirft man den Akademikern kein „Geld in den Rachen“, da diese als Gutverdiener auch überdurchschnittlich viel an den Staat abgeben.

Jeder Euro in Elterngeld ist gut angelegtes Geld, da das Elterngeld auch die Steuereinnahmen des Staates dauerhaft erhöht (höhere Frauenerwerbsquote) und langfristig zudem die Rentenkassen entlastet (höhere Geburtenrate).

Das Elterngeld ist somit auch wirtschaftlich vorteilhaft. Das Geld, das der Staat ins Elterngeld investiert, bekommt er mit Rendite zurück.
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 15. Feb 2018, 00:54

Alpha Centauri hat geschrieben:(14 Feb 2018, 13:00)

Diese Strategie Kind als" Einkommensmittel" gibt es auch hierzulande, man kann es den Leuten die so ticken teils gar nicht mal übel nehmen, ist halt prickelnder als 8. Stunden bei Lidl an der Kasse oder beim Regale einräumen und Brötchen aufbacken die Zeit tot zu schlagen.

Da hat Deutschland eine Gemeinsamkeit mit Australien.
Aber ich nehme es diesen Leute uebel, denn wir die Steuern zahlen finanzieren diese Schmarotzer. Ich habe Achtung vor denen die an 8 Stunden an einer Kasse stehen. Das sind Leute die fuer sich selbst sorgen und nicht in dem Wahn leben, das ihnen die Gesellschaft was schulded.
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon Boracay » Do 15. Feb 2018, 03:28

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(15 Feb 2018, 00:54)

Da hat Deutschland eine Gemeinsamkeit mit Australien.
Aber ich nehme es diesen Leute uebel, denn wir die Steuern zahlen finanzieren diese Schmarotzer. Ich habe Achtung vor denen die an 8 Stunden an einer Kasse stehen. Das sind Leute die fuer sich selbst sorgen und nicht in dem Wahn leben, das ihnen die Gesellschaft was schulded.


Derzeit ist es nun mal so dass du mit einigen Konds den doppelten Mindestlohn brauchst um besser zu fahren als mit Hartz4. Besonders für Migranten die mehr als die Hälfte der Hartzer stellen nicht zu erwirtschaften wenn Deutsch als Sprache ein Problem ist.
Da ist die Sache klar - Hartz 4 + Aufstocken und evtl. Schwarzarbeit oder krimineller Nebeneinkünfte = unschlagbares Einkommen.
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon think twice » Do 15. Feb 2018, 06:47

Boracay hat geschrieben:(15 Feb 2018, 03:28)

Derzeit ist es nun mal so dass du mit einigen Konds den doppelten Mindestlohn brauchst um besser zu fahren als mit Hartz4. Besonders für Migranten die mehr als die Hälfte der Hartzer stellen nicht zu erwirtschaften wenn Deutsch als Sprache ein Problem ist.
Da ist die Sache klar - Hartz 4 + Aufstocken und evtl. Schwarzarbeit oder krimineller Nebeneinkünfte = unschlagbares Einkommen.

Mein Schwager betreibt einen Gemuese-Grosshandel in der Nähe von Hamburg. Er sucht haenderingend Auslieferungsfahrer. Arbeitsbeginn: Nachts 2 Uhr. Stundenlohn: 13 Euro brutto. Das Problem sind komischerweise nicht Arbeitszeit und Stundenlohn. Es will nur niemand auf Papiere arbeiten, sondern alle nur schwarz.
Und nein, das sind keine Flüchtlinge aus Syrien oder Afghanistan. :p
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon krone » Do 15. Feb 2018, 18:13

think twice hat geschrieben:(15 Feb 2018, 06:47)

Mein Schwager betreibt einen Gemuese-Grosshandel in der Nähe von Hamburg. Er sucht haenderingend Auslieferungsfahrer. Arbeitsbeginn: Nachts 2 Uhr. Stundenlohn: 13 Euro brutto. Das Problem sind komischerweise nicht Arbeitszeit und Stundenlohn. Es will nur niemand auf Papiere arbeiten, sondern alle nur schwarz.
Und nein, das sind keine Flüchtlinge aus Syrien oder Afghanistan. :p

Schon wieder diese geschichtchen von wegen
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon TheManFromDownUnder » Fr 16. Feb 2018, 00:55

think twice hat geschrieben:(15 Feb 2018, 06:47)

Mein Schwager betreibt einen Gemuese-Grosshandel in der Nähe von Hamburg. Er sucht haenderingend Auslieferungsfahrer. Arbeitsbeginn: Nachts 2 Uhr. Stundenlohn: 13 Euro brutto. Das Problem sind komischerweise nicht Arbeitszeit und Stundenlohn. Es will nur niemand auf Papiere arbeiten, sondern alle nur schwarz.
Und nein, das sind keine Flüchtlinge aus Syrien oder Afghanistan. :p


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Euro 13 Brutto fuer Nachtarbeit? Kein Wunder das sich da keiner findet. Was ist eigentlich der Mindestlohn bei euch?
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Re: Gleichberechtigung und Geburtenrate

Beitragvon Boracay » Fr 16. Feb 2018, 03:19

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(16 Feb 2018, 00:55)

Off Topic
Euro 13 Brutto fuer Nachtarbeit? Kein Wunder das sich da keiner findet. Was ist eigentlich der Mindestlohn bei euch?


Das ist schon mal 1,40€ mehr als der australische Mindestlohn, bei viel viel viel niedrigeren Lebenshaltungskosten.
Allerdings findest du da niemand mehr in Deutschland - selbst an der Kasse gibt es für ungelernte meist 15€ und das nicht in Schicht.
Im Ruhrgebiet findest du vielleicht noch jemand, aber hier auch nur Schwarz.

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