Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Dark Angel » Fr 9. Feb 2018, 11:39

Billie Holiday hat geschrieben:(09 Feb 2018, 11:04)

Ich stelle mir gerade eine Frau vor, die jahrelang fertig und weinend von der Arbeit kommt und einen untätigen Mann.
Oh Mann, ich würde wohl Arbeitgeber und Ehemann wechseln. :D

Ja stimmt - was ist das für ein Ehemann, der seiner Frau nicht hilft, derartige Erlebnisse zu verarbeiten, wenn sich dazu solcher Kampagnen bedienen muss.
Eigentlich ist das ja der Sinn einer Partnerschaft/Beziehung, dass man sich gegenseitig auch emotional/psychisch zur Seite steht, sich gegenseitig hilft.
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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Dark Angel » Fr 9. Feb 2018, 11:49

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(09 Feb 2018, 11:36)

Freut mich fuer dich! Ich beschreibe Ereignisse vor 30 Jahren, da hast du wahrscheinlich noch in die Windeln gemacht.

Vor 30 Jahren war ich Bergbau-Ing!
Ich schieb "vor der Wende" - also 1989 und früher. Es dürfte sich selbst bis nach Australien herum gesprochen haben, was sich 1989 in der damaligen DDR ereignete.
Die Wende war 1989 - heute schreiben wir 2018 - macht nach Adam Riese 29 Jahre.
Ich kenne keinen Bergbau-Ing, der "in die Windeln" macht!
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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Billie Holiday » Fr 9. Feb 2018, 11:49

Dark Angel hat geschrieben:(09 Feb 2018, 11:39)

Ja stimmt - was ist das für ein Ehemann, der seiner Frau nicht hilft, derartige Erlebnisse zu verarbeiten, wenn sich dazu solcher Kampagnen bedienen muss.
Eigentlich ist das ja der Sinn einer Partnerschaft/Beziehung, dass man sich gegenseitig auch emotional/psychisch zur Seite steht, sich gegenseitig hilft.


Das war ja vorher, der Fall wurde geklärt.

Vor 30 Jahren war ich 20, hatte ausgelernt und alle Wege offen. In einem Büro war ich sehr unglücklich und habe mich wegbeworben in ein deutlich besseres Büro.
Also hier im Norden mußte man damals nicht für immer bei einem Arbeitgeber verharren. Dass man aber auf dem Bau mal einen Spruch hört, wußte ich und habe immer gut gekontert.
Im übrigen haben allein meine Fachkompetenz und Tüchtigkeit mir zu meinen Jobs verholfen. Dass ich früher blond war, hat keinen einzigen Arbeitgeber interessiert. :x
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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Dark Angel » Fr 9. Feb 2018, 11:52

Provokateur hat geschrieben:(09 Feb 2018, 11:39)

Sie wird es dir später selber sagen - aber das bezweifle ich. Allerdings ist sie Archäologin. Mit Matsch und Schlamm im Gesicht und nach mehreren Tagen wühlen im Dreck, zerfressen von fliegenden, laufenden und kriechenden Insekten - da hat JEDER andere Gedanken als sexuelle Attraktivität.

Naja - wohl eher Wochen und Monate wühlen im Dreck - eine Grabunggsaison dauert i.d.R. von März/April (je nach Wetterlage) bis Oktober/November. Bei Notgrabungen auch gerne mal 12 Stunden+, um so viel wie möglich zu sichern. :cool:
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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Billie Holiday » Fr 9. Feb 2018, 11:56

Fakt ist, es ist völlig unklar, welche Story bei metoo stimmt und welche nicht.
Heute im 21. Jh erwarte ich von einem echten Belästigungsopfer das sofortige Einschalten von Polizei und Anwalt, keine anonymen Geschichten im Netz.
Zuletzt geändert von Billie Holiday am Fr 9. Feb 2018, 11:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Dark Angel » Fr 9. Feb 2018, 11:56

Billie Holiday hat geschrieben:(09 Feb 2018, 11:49)

Das war ja vorher, der Fall wurde geklärt.

Vor 30 Jahren war ich 20, hatte ausgelernt und alle Wege offen. In einem Büro war ich sehr unglücklich und habe mich wegbeworben in ein deutlich besseres Büro.
Also hier im Norden mußte man damals nicht für immer bei einem Arbeitgeber verharren. Dass man aber auf dem Bau mal einen Spruch hört, wußte ich und habe immer gut gekontert.
Im übrigen haben allein meine Fachkompetenz und Tüchtigkeit mir zu meinen Jobs verholfen. Dass ich früher blond war, hat keinen einzigen Arbeitgeber interessiert. :x

LOL - wenn du im Bergbau arbeitest und "die Gusche nicht am rechten Fleck hast", gehst du unter, da machen sich die Kumpel einen Jux draus. Das betraf aber Männlein und Weiblein gleichermaßen, da gabs keine Unterschiede bei dummen Sprüchen.
Was aber wirklich zählte, war Fachkompetenz.
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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Fr 9. Feb 2018, 12:00

Provokateur hat geschrieben:(09 Feb 2018, 11:39)

Sie wird es dir später selber sagen - aber das bezweifle ich. Allerdings ist sie Archäologin. Mit Matsch und Schlamm im Gesicht und nach mehreren Tagen wühlen im Dreck, zerfressen von fliegenden, laufenden und kriechenden Insekten - da hat JEDER andere Gedanken als sexuelle Attraktivität.


Ich finde das einen fazinierenden Beruf und ich wuerde mehr gern mehr von ihr darueber erfahren. Was sind ihre Erfolgserlebnisse, ihre beruflichen Entaueschungen, usw.
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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Dark Angel » Fr 9. Feb 2018, 12:09

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(09 Feb 2018, 12:00)

Ich finde das einen fazinierenden Beruf und ich wuerde mehr gern mehr von ihr darueber erfahren. Was sind ihre Erfolgserlebnisse, ihre beruflichen Entaueschungen, usw.

Jeder Fund ist ein Erfolg und enttäuschend ist, wenn man nicht genügend Zeit für die Grabungen hat, wenn Termindruck herrscht - ist bei so genannten Notgrabungen der Fall.
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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Keoma » Fr 9. Feb 2018, 12:10

Dark Angel hat geschrieben:(09 Feb 2018, 12:09)

Jeder Fund ist ein Erfolg und enttäuschend ist, wenn man nicht genügend Zeit für die Grabungen hat, wenn Termindruck herrscht - ist bei so genannten Notgrabungen der Fall.


Ich nehme an, als dir Belloq die goldene Götzenfigur wieder abgenommen hat. :D
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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Dieter Winter » Fr 9. Feb 2018, 12:35

Dark Angel hat geschrieben:(09 Feb 2018, 11:31)

Ich bin in meinem Berufsleben NIE aufgrund meiner "sexuellen Attraktivität" beurteilt worden,


Ich ausschließlich! :D
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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon PeterK » Fr 9. Feb 2018, 12:55

Billie Holiday hat geschrieben:(09 Feb 2018, 11:56)
Heute im 21. Jh erwarte ich von einem echten Belästigungsopfer das sofortige Einschalten von Polizei und Anwalt, keine anonymen Geschichten im Netz.

Ich finde es nicht fair, von einem Opfer etwas "zu erwarten".
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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Dark Angel » Fr 9. Feb 2018, 13:28

Keoma hat geschrieben:(09 Feb 2018, 12:10)

Ich nehme an, als dir Belloq die goldene Götzenfigur wieder abgenommen hat. :D

In der Vor- und Frühgeschichte der Menschheit - Paläolithikum bis Neolithikum - waren weder ein Belloq noch irgebwelche Metalle bekannt. Von daher kann mir keiner was weggenommen habe. :p
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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Billie Holiday » Fr 9. Feb 2018, 13:29

PeterK hat geschrieben:(09 Feb 2018, 12:55)

Ich finde es nicht fair, von einem Opfer etwas "zu erwarten".


Na gut.
Aber man kann auch nicht erwarten, dass jede anonyme Story geglaubt wird.
Heute ist man sensibilisiert, die Polizei wird einen nicht lachend wegschicken. Ich würde immer zu diesem Weg raten und dazu, sich einen guten Anwalt zu nehmen. Bringt mehr als ein anonymes Klagen.
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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Ger9374 » Fr 9. Feb 2018, 13:33

Die ganze Debatte hat etwas von 10% überzeugtes handeln von Opfern, 90% Medien wirksam aufgefülltes Schmierblatt potenzial.
Das einige Opfer versuchten damit später ihre Komplexe und psychischen Probleme in den griff zu kriegen klingt nachvollziehbar.
Bei anderen, na ja distanziertes zuhören meist nicht überzeugt.
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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon PeterK » Fr 9. Feb 2018, 14:23

Billie Holiday hat geschrieben:(09 Feb 2018, 13:29)
Aber man kann auch nicht erwarten, dass jede anonyme Story geglaubt wird.

D'accord.

Heute ist man sensibilisiert, die Polizei wird einen nicht lachend wegschicken.

Ja, und das ist gut so. Leider führt diese Sensibilisierung auch zu Tragödien wie der des hessischen Lehrers, der fünf Jahre unschuldig im Knast saß und kurz nach seiner Rehabilitierung tot vom Fahrrad fiel.

Zum Thema dieses Threads gibt es IMO keine einfachen Lösungen/Antworten.
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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon think twice » Fr 9. Feb 2018, 15:12

Ich erinnere mich an eine huebsche Kollegin mit wohl geformten Busen. Einmal standen wir draussen und rauchten. Ein Kollege stand ihr gegenüber und starrte ihr unverhohlen auf die Brüste, worauf sie irgendwann sagte: "Hannes! Ich habe auch ein Gesicht!" Hannes grinste nur und glotzte weiter, worauf sie sich entnervt umdrehte und ging.
Und mir dämmerte zum ersten Mal, dass es wohl auch nicht immer so prickelnd ist, wenn man auf seine körperlichen Vorzüge reduziert wird.

Und nun die Fragen an die beiden "Expertinnen" hier:
War meine Kollegin zu sensibel?
Waren es bewundernde oder unverschämte Blicke von Hannes?
Hätte meine Kollegin sich freuen sollen, dass ihren Bruesten so viel Beachtung geschenkt wird?
War es eine sexuelle Belästigung?
Hätte sie Hannes eine rein hauen sollen?
Hätte sie zur Polizei gehen sollen?

Billie und Dark Angel kennen sicher die richtige Antwort.
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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Bleibtreu » Fr 9. Feb 2018, 15:21

think twice hat geschrieben:(09 Feb 2018, 15:12)

Ich erinnere mich an eine huebsche Kollegin mit wohl geformten Busen. Einmal standen wir draussen und rauchten. Ein Kollege stand ihr gegenüber und starrte ihr unverhohlen auf die Brüste, worauf sie irgendwann sagte: "Hannes! Ich habe auch ein Gesicht!" Hannes grinste nur und glotzte weiter, worauf sie sich entnervt umdrehte und ging.
Und mir dämmerte zum ersten Mal, dass es wohl auch nicht immer so prickelnd ist, wenn man auf seine körperlichen Vorzüge reduziert wird.

[...] Billie und Dark Angel kennen sicher die richtige Antwort.

Du hast jedenfalls nur schweigend daneben gestanden und dir nur Gedanken gemacht. Du bist doch sonst nicht auf den Mund gefallen, wie kommt es? :)
•Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein.
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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon think twice » Fr 9. Feb 2018, 15:29

Bleibtreu hat geschrieben:(09 Feb 2018, 15:21)

Du hast jedenfalls nur schweigend daneben gestanden und dir nur Gedanken gemacht. Du bist doch sonst nicht auf den Mund gefallen, wie kommt es? :)

Lenk nicht ab. Es geht nicht um mich.
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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Dieter Winter » Fr 9. Feb 2018, 15:30

think twice hat geschrieben:(09 Feb 2018, 15:12)


Billie und Dark Angel kennen sicher die richtige Antwort.


Ich antworte mal als Mann:

1. Intensiver Blick auf den Hosenstall

2. Mundwinkel nach unten

3. "Komm wieder, wenn Du mithalten kannst!"

4. Umdrehen und ignorieren.

All das, wenn möglichst viele männliche Kollegen das mitbekommen.
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Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon think twice » Fr 9. Feb 2018, 15:35

Dieter Winter hat geschrieben:(09 Feb 2018, 15:30)

Ich antworte mal als Mann:

1. Intensiver Blick auf den Hosenstall

2. Mundwinkel nach unten

3. "Komm wieder, wenn Du mithalten kannst!"

4. Umdrehen und ignorieren.

All das, wenn möglichst viele männliche Kollegen das mitbekommen.


Ah, gut, dass das von einem Mann kommt. Es gibt ja hier Damen, die behaupten, "normale" Frauen fänden es super, wenn sie von notgeilen Idioten "bewundernde" Blicke ernten. Das wäre doch keine sexuelle Belästigung. Die Frauen sollten sich mal nicht so anstellen und sich nicht so wichtig machen mit ihrem Gejammer. Und überhaupt, wer weiss schon, ob die Story überhaupt stimmt?
#ausgehetzt - Danke München!

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