Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Moderator: Moderatoren Forum 8

Benutzeravatar
Billie Holiday
Beiträge: 13033
Registriert: Mi 11. Jun 2008, 10:45
Benutzertitel: Mein Glas ist halbvoll.
Wohnort: Schleswig-Holstein, meerumschlungen

Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Billie Holiday » Sa 13. Jan 2018, 12:32

Maskulist hat geschrieben:(13 Jan 2018, 11:53)

Einen derartigen Hashtag gibt es:

https://twitter.com/hashtag/mentoo?lang=de

Selbstverständlich komplett ignoriert von unseren feministisch ausgerichteten Mainstream-Medien oder, wie hier von der ARD, ins lächerliche gezogen:

http://www.ardmediathek.de/tv/Abendshow/MenToo/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=45722438&documentId=47979078

Lediglich ausländische Medien haben über diesen Hashtag berichtet und dabei auch eine gewisse Neutralität eingehalten. Interessant ist auch, dass Kritik an MeToo nur publik wird, wenn diese von Frauen kommt, wie jetzt aus Frankreich.

http://www.sueddeutsche.de/leben/metoo-debatte-in-frankreich-die-kritik-an-der-me-too-debatte-kommt-zur-richtigen-zeit-1.3819887

Unsere beliebten feministischen Mainstream-Medien haben natürlich sofort als Übersetzung "Recht auf Belästigung" geschrieben anstatt korrekt zu übersetzen (Recht, auch mal lästig / aufdringlich zu sein).


Belästigungen durch Frauen nicht ernst zu nehmen oder ins Lächerliche zu ziehen verweist sie auf die selbe Stufe wie Kinder oder geistig Behinderte....auch die haben gutmütig Narrenfreiheit.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
K. Kinski
Benutzeravatar
Maskulist
Beiträge: 345
Registriert: Di 15. Sep 2015, 19:04
Benutzertitel: Kein Feminist! Humanist!
Wohnort: Irgendwo in Niedersachsen
Kontaktdaten:

Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Maskulist » Sa 13. Jan 2018, 14:13

Billie Holiday hat geschrieben:(13 Jan 2018, 12:32)

Belästigungen durch Frauen nicht ernst zu nehmen oder ins Lächerliche zu ziehen verweist sie auf die selbe Stufe wie Kinder oder geistig Behinderte....auch die haben gutmütig Narrenfreiheit.

Und genau das ist das Problem an der Sache!
Frauen wissen schon lange, was sie wollen und begegnen Männern auf Augenhöhe - und die meisten Männer erwarten das auch. Wenn ihnen ein Mann zu dumm kommt oder eine Anmache nicht gewünscht ist, reagieren sie entsprechend.
Allerdings - und das ist das Kuriose - akzeptiert der derzeitige Mainstream-Feminismus das nicht und setzt Frauen gerne mit unselbständigen, abhängigen Wesen gleich, denen nur der "moderne" Feminismus und der Staat als "Überpapa" helfen kann. Und wer dagegen ist und nicht mitschwimmt, wird gnadenlos an den feministischen Pranger gestellt.

http://www.spiked-online.com/newsite/article/the-misogyny-of-metoo-katie-roiphe/20746#.WloF4REwdWr
Gender Mainstreaming ist eine brandgefährliche Manipulationsmethode, die sich wie ein Steppenbrand in der Geisteswelt des Westens in den letzten Jahrzehnten ausgebreitet hat.
Benutzeravatar
Hyde
Beiträge: 835
Registriert: Di 14. Jun 2016, 17:15

Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Hyde » So 14. Jan 2018, 08:56

Billie Holiday hat geschrieben:(13 Jan 2018, 10:00)
auch kommen irgendwelche abgehalferten Promis aus der Versenkung, denen nach 30 Jahren urplötzlich einfällt, wie traumatisiert sie doch eigentlich sind.


Was hat das mit 30 Jahren zu tun? Dein spöttischer Ton gegenüber Missbrauchsopfern ist bedenklich und entlarvend.

Sexuelle Übergriffe nehme ich sehr ernst, diesen #metoo-Dingens nehme ich nicht ernst.


Dass du die Problematik von sexueller Gewalt „sehr ernst“ nimmst, weißt du gut zu verbergen.
Benutzeravatar
Billie Holiday
Beiträge: 13033
Registriert: Mi 11. Jun 2008, 10:45
Benutzertitel: Mein Glas ist halbvoll.
Wohnort: Schleswig-Holstein, meerumschlungen

Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Billie Holiday » So 14. Jan 2018, 11:20

Hyde hat geschrieben:(14 Jan 2018, 08:56)

Was hat das mit 30 Jahren zu tun? Dein spöttischer Ton gegenüber Missbrauchsopfern ist bedenklich und entlarvend.



Dass du die Problematik von sexueller Gewalt „sehr ernst“ nimmst, weißt du gut zu verbergen.


Da du meinen Beitrag zerpflückt hast, belasse ich es dabei.
Du kannst ja jeden Trittbrettfahrer ernst nehmen und jeden Blick eines Mannes als sexuelle Belästigung deklarieren, ich tue es nicht.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
K. Kinski
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 12675
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Dark Angel » So 14. Jan 2018, 16:17

Hyde hat geschrieben:(14 Jan 2018, 08:56)

Was hat das mit 30 Jahren zu tun? Dein spöttischer Ton gegenüber Missbrauchsopfern ist bedenklich und entlarvend.



Dass du die Problematik von sexueller Gewalt „sehr ernst“ nimmst, weißt du gut zu verbergen.

Sorry, aber was sich in der #MeeToo Kampagne so als Missbrauchsopfer generiert, kann man nicht wirklich ernst nehmen!
Wenn bloße Blicke, dumme Sprüche, oder verunglückte Komplimente zu sexueller Gewalt hoch stilisiert werden und sich die Opferfeministinnen dadurch bereits missbraucht fühlen, das als Machtmissbrauch interpretieren, werden echte Sexualstraftaten, echte sexuelle Nötigung(en) marginalisiert, wird den tatsächlichen Opfern sexueller Gewalt ein Schlag ins Gesicht versetzt.
Darüber hinaus wird ein Klima der Unsicherheit geschaffen, in dem Mann nicht mehr weiß, was er sagen und tun darf - im Zweifelsfalle vollkommen davon Abstand nimmt, sich überhaupt noch einer Frau zu nähern.

Nach der sexuellen Revolution in den 1960ern und 1970ern ist das eine Rolle rückwärts in die Prüderie des viktorianischen Zeitalters.
Jede vernünftige, selbstbewusste Frau sollte sich von den Opferfeministinnen, die Frau immer und in jeder Situation als hilfloses - und vor allem unmündiges - Opfer sehen, welches immer und überall behütet und beschützt werden muss, auf das deutlichste distanzieren. Genauso wie Catherine Deneuve und ihre Mitstreiterinnen das tun.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Bleibtreu
Beiträge: 6474
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: Freigeist
Wohnort: Tel Aviv // Paris

Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Bleibtreu » So 14. Jan 2018, 16:48

• This right is the natural right of the Jewish people to be masters of their own fate, like all other nations, in their own sovereign State [Ben-Gurion]

https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Benutzeravatar
Billie Holiday
Beiträge: 13033
Registriert: Mi 11. Jun 2008, 10:45
Benutzertitel: Mein Glas ist halbvoll.
Wohnort: Schleswig-Holstein, meerumschlungen

Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Billie Holiday » Mo 15. Jan 2018, 07:36

Dark Angel hat geschrieben:(14 Jan 2018, 16:17)

Sorry, aber was sich in der #MeeToo Kampagne so als Missbrauchsopfer generiert, kann man nicht wirklich ernst nehmen!
Wenn bloße Blicke, dumme Sprüche, oder verunglückte Komplimente zu sexueller Gewalt hoch stilisiert werden und sich die Opferfeministinnen dadurch bereits missbraucht fühlen, das als Machtmissbrauch interpretieren, werden echte Sexualstraftaten, echte sexuelle Nötigung(en) marginalisiert, wird den tatsächlichen Opfern sexueller Gewalt ein Schlag ins Gesicht versetzt.
Darüber hinaus wird ein Klima der Unsicherheit geschaffen, in dem Mann nicht mehr weiß, was er sagen und tun darf - im Zweifelsfalle vollkommen davon Abstand nimmt, sich überhaupt noch einer Frau zu nähern.

Nach der sexuellen Revolution in den 1960ern und 1970ern ist das eine Rolle rückwärts in die Prüderie des viktorianischen Zeitalters.
Jede vernünftige, selbstbewusste Frau sollte sich von den Opferfeministinnen, die Frau immer und in jeder Situation als hilfloses - und vor allem unmündiges - Opfer sehen, welches immer und überall behütet und beschützt werden muss, auf das deutlichste distanzieren. Genauso wie Catherine Deneuve und ihre Mitstreiterinnen das tun.


Nachdem nun auch ein unverlangt verschickter Blumenstrauß sexuelle Belästigung ist und eben das breitbeinige Sitzen eines Mannes in der U-Bahn, kann man die Sache wirklich nicht ernst nehmen.

Ich frage mich, ob Sharon Stone heute noch ungestraft die Beine überschlagen dürfte.....halt....sie ist ja eine Frau. :)
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
K. Kinski
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 12675
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Sexismusdebatte - Führen "#Me too" und "#Aufschrei" zu Nachteilen für Frauen?

Beitragvon Dark Angel » Mo 15. Jan 2018, 14:30

Billie Holiday hat geschrieben:(15 Jan 2018, 07:36)

Nachdem nun auch ein unverlangt verschickter Blumenstrauß sexuelle Belästigung ist und eben das breitbeinige Sitzen eines Mannes in der U-Bahn, kann man die Sache wirklich nicht ernst nehmen.

Ich frage mich, ob Sharon Stone heute noch ungestraft die Beine überschlagen dürfte.....halt....sie ist ja eine Frau. :)

Ich denke, der Schlussatz eines Kommentars zu dem, von Maskulist verlinkten Artikel bringt es auf den Punkt, worum es bei der #MeToo Kampagne geht. Und natürlich handelt es sich dabei um Satire:

"Was wir wollen, ist Aufmerksamkeit. Permanente, absolute und ungeteilte Aufmerksamkeit. Es heißt MeToo aus einem Grund, den Sie kennen?
Die Opferbereitschaft ist ein Pass zur Aufmerksamkeit. Die Schwarzen wissen es und die Schwulen wissen es. Sie haben viel zu viel Aufmerksamkeit bekommen und wir wollen den ganzen Kuchen für uns alleine haben. Capisce?"


Den Kritikerinnen von #MeToo wird "verinnerlichte Frauenfeindlichkeit" vorgeworfen, aber wer ist denn wirklich frauenfeindlich?
Da meldet sich eine australische Kolumnistin mit den Worten:

"Wir sind nicht so wütend, weil wir - wie es im Brief heißt - so puritanisch sind, sondern weil wir in sexuellen Kontakten Spaß zu unseren eigenen Bedingungen erwarten ..."
Spaß nach den eigenen Bedingungen, nur die eigenen Interessen zählen, die Interessen und ggf Bedingungen der anderen zählen nicht, von Kompromissbereitschaft keine Spur.

Wie muss sich die junge Schwedin angesichts solches Narzissmus, der in dieser Kampagne zum Ausdruck kommt fühlen?
Ein Polizist sagte schwedischen Medien, er habe so einen grausamen Fall in seinen 35 Jahren als Beamter noch nicht erlebt. Nach und nach kommen immer mehr Details der schockierenden Verbrechen ans Licht. Nach Angaben der schwedischen Zeitung „Aftonbladet“ soll die Minderjährige auf bestialische Art und Weise vergewaltigt worden sein. Die noch unbekannten Täter sollen die 17-Jährige erst vergewaltigt und ihr anschließend eine brennbare Flüssigkeit in den Schoß gegossen haben. Danach sollen sie die 17-Jährige angezündet haben. Wie schlimm die Verletzungen sind, ist nicht genau bekannt.

Wo bleibt der Aufschrei gegen derartige Verbrechen?
Über #MeeToo sind alle Zeitungsspalten voll, debattieren alle Medien tagein tagaus, aber tatsächliche Verbrechen werden nichtmal thematisiert, die findet man in ausländischen Medien, in alternativen Medien oder bestenfalls noch in Regionalmedien.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen

Zurück zu „82. Gender“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast