Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

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Watchful_Eye
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Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Watchful_Eye » Mi 8. Nov 2017, 17:07

"Die Gefahr, Opfer einer schweren Straftat zu werden, ist für Männer laut Statistik fast doppelt so hoch wie für Frauen. Und noch etwas ist auffällig: "Unterzieht man die Gewaltopfer einem geschlechterspezifischen Vergleich, gibt es signifikante Unterschiede", heißt es in der Kriminalstatistik. "Während Frauen vorwiegend Opfer von Beziehungstaten im persönlichen Umfeld werden, geraten Männer hingegen in aller Regel mit Tätern in Konflikt, zu denen keinerlei Vorbeziehung bestand." Fast drei Viertel der polizeilich registrierten Opfer kamen durch Körperverletzungen zu Schaden."

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/kri ... -1.3482893

Es ist immer so der Klassiker, dass man im Kontext von Problemen der inneren Sicherheit eher von Frauen ausgeht. "Frauen können sich nachts nicht mehr auf die Straße trauen" etc. In Bezug auf Sexualdelikte trifft das natürlich zu, aber eine schwere Körperverletzung oder ein Mord kann einem genau so das Leben versauen. :|

Natürlich sind Männer auch viel häufiger Täter, aber dafür können die Opfer ja nichts. Ich hab manchmal den Eindruck, die Gesellschaft hätte da noch das klassische Rollenbild im Kopf, dass Männer die drohenden Gewalttaten mit Roundhousekicks etc. abwehren können. Das ist aber nicht realistisch, weil die Täter meistens trainierter sind, gegebenenfalls bewaffnet sind, und den Überraschungsmoment auf ihrer Seite haben. Ich verstehe, dass wir Männer gerne die Frauen beschützen wollen, aber eine statistische Grundlage scheint es dafür nicht zu geben.
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Umetarek » Mi 8. Nov 2017, 17:15

Ja und eigentlich müssen wir auch gar nicht beschützt werden, zumindest nicht mehr als Männer, immerhin sind wir selber groß.
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Adam Smith
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Adam Smith » Mi 8. Nov 2017, 17:20

Männer umgeben sich häufiger mit Männern. So etwas ist gefährlich.
Frauen umgeben sich in Beziehungen mit Männern.
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Sole.survivor@web.de
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 8. Nov 2017, 17:22

Frauen sind auch als Tätergruppe nicht zu ignorieren. Häusliche Gewalt, Missbrauch vor allem ggü Kindern, seltener gegen Männer. Erst kürzlich hat eine Frau so im Flugzeug gewütet, dass es landen musste.
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Quatschki » Mi 8. Nov 2017, 17:24

Bei Massenschlägereien von Männern suche ich das Weite.
Massenschlägereien zwischen Frauen machen mich eher neugierig...
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Adam Smith
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Adam Smith » Mi 8. Nov 2017, 18:11

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(08 Nov 2017, 17:22)

Frauen sind auch als Tätergruppe nicht zu ignorieren. Häusliche Gewalt, Missbrauch vor allem ggü Kindern, seltener gegen Männer. Erst kürzlich hat eine Frau so im Flugzeug gewütet, dass es landen musste.


Es gibt auch weibliche Täter. Das ist richtig.
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Bielefeld09
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 8. Nov 2017, 18:26

Gewalt ist eben kein geschlechterspezifisches Problem.
Es ist aber sehr wohl ein Problem unserer Gesellschaft.
Und ja, ich habe auch schon mal dienstlich Gewalt ausgeübt.
Aber das war geschlechterunabhängig.
Die Opfer meines legalen Treibens tun mir immer noch leid.
Auch wenn ich "unschuldig" bin!
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Watchful_Eye » Mi 8. Nov 2017, 18:28

Adam Smith hat geschrieben:(08 Nov 2017, 17:20)

Männer umgeben sich häufiger mit Männern. So etwas ist gefährlich.
Frauen umgeben sich in Beziehungen mit Männern.

Als ich die Artikel gelesen habe, hab ich mich gefragt, ob es vielleicht auch mit einer Art von "Gangsterehre" zu tun hat. Ich würde vermuten, dass männliche Gewaltverbrecher tendenziell in einem besonders patriarchalischem Umfeld aufgewachsen sind. Dementsprechend würde mich nicht wundern, wenn - nach dem Motto "Ich schlage keine Frauen" - bevorzugt Männer als Opfer ausgewählt werden. Und natürlich ist es auch völlig richtig, keine Frauen zu schlagen; ich will als Mann nur möglichst auch nicht geschlagen werden.
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Adam Smith
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Adam Smith » Mi 8. Nov 2017, 18:31

Watchful_Eye hat geschrieben:(08 Nov 2017, 18:28)

Als ich die Artikel gelesen habe, hab ich mich gefragt, ob es vielleicht auch mit einer Art von "Gangsterehre" zu tun hat. Ich würde vermuten, dass männliche Gewaltverbrecher tendenziell in einem besonders patriarchalischem Umfeld aufgewachsen sind. Dementsprechend würde mich nicht wundern, wenn - nach dem Motto "Ich schlage keine Frauen" - bevorzugt Männer als Opfer ausgewählt werden. Und natürlich ist es auch völlig richtig, keine Frauen zu schlagen; ich will als Mann nur möglichst auch nicht geschlagen werden.


Das halt ich für unsinnig. Frauen glauben das gerne. Der Mann erzählt wie er andere Männer zusammenschlägt und die Frau glaubt dann, dass sie verschont wird. In der Praxis selber schon mehrfach erlebt, dass die Frau auch zusammengeschlagen wird. Die Täter waren alles Deutsche. Sogar ein Ostdeutscher war drunter. Geflüchtet aus der DDR als es sie noch gab.
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Perdedor » Mi 8. Nov 2017, 18:34

Die Gefahr, Opfer einer schweren Straftat zu werden, ist für Männer laut Statistik fast doppelt so hoch wie für Frauen. Und noch etwas ist auffällig: "Unterzieht man die Gewaltopfer einem geschlechterspezifischen Vergleich, gibt es signifikante Unterschiede", heißt es in der Kriminalstatistik. "Während Frauen vorwiegend Opfer von Beziehungstaten im persönlichen Umfeld werden, geraten Männer hingegen in aller Regel mit Tätern in Konflikt, zu denen keinerlei Vorbeziehung bestand."


Es wäre interessant hier das Dunkelfeld zu untersuchen.
Ich denke, dass es plausibel ist anzunehmen, dass Beziehungstaten deutlich weniger zur Anzeige gebracht werden, als tätliche Angriffe auf offener Straße. Vermutlich würde sich das Verhältnis dadurch deutlich ändern.
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 8. Nov 2017, 18:39

Perdedor hat geschrieben:(08 Nov 2017, 18:34)

Es wäre interessant hier das Dunkelfeld zu untersuchen.
Ich denke, dass es plausibel ist anzunehmen, dass Beziehungstaten deutlich weniger zur Anzeige gebracht werden, als tätliche Angriffe auf offener Straße. Vermutlich würde sich das Verhältnis dadurch deutlich ändern.

Weiss man nicht. Für die Anzeige häuslicher Gewalt wird seit vielen Jahren geworben als sei es ein Sonderangebot beim Friseur. Rangeleien mit Fremden versprechen wenig Erfolg bei Strafverfolgung.
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Odin1506 » Mi 8. Nov 2017, 18:41

Quatschki hat geschrieben:(08 Nov 2017, 17:24)

Bei Massenschlägereien von Männern suche ich das Weite.
Massenschlägereien zwischen Frauen machen mich eher neugierig...


Dann pass aber auf, das du bei einer Schlägerei zwischen Frauen nicht dazwischen gerätst.
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Perdedor » Mi 8. Nov 2017, 18:45

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:Rangeleien mit Fremden versprechen wenig Erfolg bei Strafverfolgung.


Die Aufklärungsquote bei Körperverletzungen beträgt 80-90%.

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:Für die Anzeige häuslicher Gewalt wird seit vielen Jahren geworben als sei es ein Sonderangebot beim Friseur.


Die Opfer werden durch solche Kampangen wohl nur schwer erreicht.
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 8. Nov 2017, 18:47

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(08 Nov 2017, 18:39)

Weiss man nicht. Für die Anzeige häuslicher Gewalt wird seit vielen Jahren geworben als sei es ein Sonderangebot beim Friseur. Rangeleien mit Fremden versprechen wenig Erfolg bei Strafverfolgung.

Was ist daran nicht zu verstehen,
das Gewalt immer einen Straftatbestand darstellt?
Und der darf zur Anzeige gebracht werden.
Von jederfrau und jedermann.
Ich verstehe anscheinend euer Thema nicht!
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 8. Nov 2017, 18:51

Bielefeld09 hat geschrieben:(08 Nov 2017, 18:47)

Was ist daran nicht zu verstehen,
das Gewalt immer einen Straftatbestand darstellt?
Und der darf zur Anzeige gebracht werden.
Von jederfrau und jedermann.
Ich verstehe anscheinend euer Thema nicht!

Ich will niemandem ausreden, was anzuzeigen. Auch, wenn es in vielen Einzelfällen zu nichts führt.
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 8. Nov 2017, 19:07

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(08 Nov 2017, 18:51)

Ich will niemandem ausreden, was anzuzeigen. Auch, wenn es in vielen Einzelfällen zu nichts führt.

Mit welchen Zahlen unterlegst du deine Meinung hier?
Was führt zu nix?
Lebst du in einem anderem Land?
Bisher wurde in jeder zur Anzeige gebrachten Straftat von der Polizei
umfassend ermittelt.
Im übrigen sind alle Opfer von Gewalt anzeigeberechtigt.
Da gibt es eben keine Unterscheidung in primär oder sekundär Opfer!
Worüber soll hier deiner meinung nach diskutiert werden?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 8. Nov 2017, 19:17

Bielefeld09 hat geschrieben:(08 Nov 2017, 19:07)

Mit welchen Zahlen unterlegst du deine Meinung hier?
Was führt zu nix?
Lebst du in einem anderem Land?
Bisher wurde in jeder zur Anzeige gebrachten Straftat von der Polizei
umfassend ermittelt.
Im übrigen sind alle Opfer von Gewalt anzeigeberechtigt.
Da gibt es eben keine Unterscheidung in primär oder sekundär Opfer!
Worüber soll hier deiner meinung nach diskutiert werden?

Na darüber, dass man oft den Eindruck hat, Frauen seien die häufigsten Opfer von Gewalt. Das ist nicht in allen Bereichen so. Es geht nicht darum, dass jemand was nicht anzeigen soll. Aber wenn dir morgen einer einen Stein oder Böller in den Laden knallt, dann kommen nach ca 70 Minuten zwei Kollegen vorbei, machen ein Foto, stellen ein paar Fragen. Evtl darfst du noch was unterschreiben. Irgendwann sehr viel später gibt's dann Post, wo sinngemäß drinsteht, dass du nicht mehr hoffen musst, dass noch was rauskommt. Wenn zu dem Stein oder Böller noch ein Zettel oder eine Schmiererei kommt, führt das auch zu wenig mehr.

Wenn dir fremde nachts dein Telefon rauben, wollen sie vielleicht noch Rechnung, modell und imei-nr.

Wenn sie dich vom Fahrrad schubsen und damit wegfahren, immerhin gleich mehrere potentielle Straftaten, kriegst du vielleicht irgendwann mal was, das dein Fahrrad gewesen sein könnte. Oder ein Teil davon. Wenn es sehr gut läuft. Wenn dir ein fremder bei einer Großveranstaltung böse haut und es nicht gerade ein Video gibt, kommt auch eher nichts bei rum. Du kannst dir dann ein Aktenzeichen auf den Hintern tätowieren. Erfreuliche Ausnahmen gibt's freilich.
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Hyde » Mi 8. Nov 2017, 19:18

Watchful_Eye hat geschrieben:(08 Nov 2017, 17:07)

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/kri ... -1.3482893

Es ist immer so der Klassiker, dass man im Kontext von Problemen der inneren Sicherheit eher von Frauen ausgeht. "Frauen können sich nachts nicht mehr auf die Straße trauen" etc. In Bezug auf Sexualdelikte trifft das natürlich zu, aber eine schwere Körperverletzung oder ein Mord kann einem genau so das Leben versauen. :|

Natürlich sind Männer auch viel häufiger Täter, aber dafür können die Opfer ja nichts. Ich hab manchmal den Eindruck, die Gesellschaft hätte da noch das klassische Rollenbild im Kopf, dass Männer die drohenden Gewalttaten mit Roundhousekicks etc. abwehren können. Das ist aber nicht realistisch, weil die Täter meistens trainierter sind, gegebenenfalls bewaffnet sind, und den Überraschungsmoment auf ihrer Seite haben. Ich verstehe, dass wir Männer gerne die Frauen beschützen wollen, aber eine statistische Grundlage scheint es dafür nicht zu geben.


Vermutlich schrecken Männer auch weniger vor Schlägereien und vor anderen Männern zurück und haben allein schon deswegen das größere Risiko als Frauen, Opfer von Gewalt zu werden.
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 8. Nov 2017, 19:36

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(08 Nov 2017, 19:17)

Na darüber, dass man oft den Eindruck hat, Frauen seien die häufigsten Opfer von Gewalt. Das ist nicht in allen Bereichen so. Es geht nicht darum, dass jemand was nicht anzeigen soll. Aber wenn dir morgen einer einen Stein oder Böller in den Laden knallt, dann kommen nach ca 70 Minuten zwei Kollegen vorbei, machen ein Foto, stellen ein paar Fragen. Evtl darfst du noch was unterschreiben. Irgendwann sehr viel später gibt's dann Post, wo sinngemäß drinsteht, dass du nicht mehr hoffen musst, dass noch was rauskommt. Wenn zu dem Stein oder Böller noch ein Zettel oder eine Schmiererei kommt, führt das auch zu wenig mehr.

Wenn dir fremde nachts dein Telefon rauben, wollen sie vielleicht noch Rechnung, modell und imei-nr.

Wenn sie dich vom Fahrrad schubsen und damit wegfahren, immerhin gleich mehrere potentielle Straftaten, kriegst du vielleicht irgendwann mal was, das dein Fahrrad gewesen sein könnte. Oder ein Teil davon. Wenn es sehr gut läuft. Wenn dir ein fremder bei einer Großveranstaltung böse haut und es nicht gerade ein Video gibt, kommt auch eher nichts bei rum. Du kannst dir dann ein Aktenzeichen auf den Hintern tätowieren. Erfreuliche Ausnahmen gibt's freilich.

Warum schreibst du sowas?
Mir wurde ein Böller in den" Laden "gehauen.
Die Polizei war in 2 Minuten da!
Gleichzeitig waren 3 Streifen im Nahbereich unterwegs,
um verdächtige Personen aufzugreifen.
An diesen Stellen zeigt der Rechtsstaat zeitnah Zähne gegenüber Tätern/ Opfern.
Und darum geht es hier hoffentlich!
Wolltest du noch weitere Beispiele oder wünscht man sich hier eine akademisch, populistische Diskussion?
Dann reden wir hier aber weiter über eine gefühlte, egomanische und rechtsstaatsfreie Empörung über alles.
Das ist dann aber auch witzig!
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Re: Frauen als primäres Opfer von Gewalt?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 8. Nov 2017, 19:44

Bielefeld09 hat geschrieben:(08 Nov 2017, 19:36)

Warum schreibst du sowas?
Mir wurde ein Böller in den" Laden "gehauen.
Die Polizei war in 2 Minuten da!
Gleichzeitig waren 3 Streifen im Nahbereich unterwegs,
um verdächtige Personen aufzugreifen.
An diesen Stellen zeigt der Rechtsstaat zeitnah Zähne gegenüber Tätern/ Opfern.
Und darum geht es hier hoffentlich!
Wolltest du noch weitere Beispiele oder wünscht man sich hier eine akademisch, populistische Diskussion?
Dann reden wir hier aber weiter über eine gefühlte, egomanische und rechtsstaatsfreie Empörung über alles.
Das ist dann aber auch witzig!

Nichts dergleichen. Meine Erfahrung war eben eine andere. Ich freue mich sehr, dass es bei dir schnell ging. Bei mir ging es nicht schnell. Im Fall 1 Polizeistation in Blickweite und eine Bundesbehörde im betroffenen Gebäude. Fall 2 Ladengeschäft, sehr zentrale Lage, Polizei ca 7-10 min Fußweg. Logisch, dass man da etwas ungehalten war. Ich mache der Polizei keinen Vorwurf. Aber außer einem Artikel im Lokalteil und einem Onlinekommentar a la selbst gemacht kam effektiv nichts rum. Geht vielleicht auch nicht, wo soll man denn unbekannte Täter auftreiben? Das ist nicht wie bei CSI, wo nach der Werbepause der erste schwitzt.

Thema hier ist, ob Frauen allgemein gefährdeter sind als Männer. Niemand will der Polizei böses.
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