Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon Dark Angel » So 17. Sep 2017, 12:20

Alpha Centauri hat geschrieben:(16 Sep 2017, 22:52)

Das mit dem Sexobjekt ist zu erst mal pure Biologie je höher das Testosteron desto mehr wird die Frau im Blick des Mannes zur sexuellen Beute. Aber erst dass Testosteron macht den Mann ja zum Mann. Und dass nichts mit Glatze oder Muskelbergen zu tun. Der Rest sind Weichspüler

Pfui - Biologie - wie kannst du denn mit sowas kommen. Was du da vorbringst, ist purer Biologismus.
Biologie, Hormone etc hat damit gar nix zu tun, das ist alles nur sozial konstuiert und dient der Untersrückung der Frau - und schließlich ist Biologie sind "Naturwissenschaft ist eine Konstruktion", "Naturwissenschaft reproduzieren herrschende Normen" und „Der Objektivitätsanspruch der Wissenschaft ist ein verdeckter männlicher Habitus.“ (O-Ton (Gender)Prof. Franziska Schößler)

Naturwissenschaftliche Erkenntnisse, Erklärungen und Begründungen sind gaaanz phöse, die gibts gaar nicht. Schließlich haben die Feministinnen eine Theorie und weil diese Theorie regelmäßig von der Realität widerlegt wird, muss die Realität der Theorie angepasst werden und dabei kommt dann halt das oben Beschriebene heraus.
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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon Boracay » So 17. Sep 2017, 12:44

Billie Holiday hat geschrieben:(16 Sep 2017, 18:36)

Wie saunt man angezogen, in Badebekleidung?


In dem man die Badehose an lässt. Funktiniert genauso gut.

Leider gibt es hier keine Taxtilsaunas sondern nur die ekligen Alte Leute Saunas mit ihren widerlichen Körpern.
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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon Billie Holiday » So 17. Sep 2017, 12:51

Boracay hat geschrieben:(17 Sep 2017, 13:44)

In dem man die Badehose an lässt. Funktiniert genauso gut.

Leider gibt es hier keine Taxtilsaunas sondern nur die ekligen Alte Leute Saunas mit ihren widerlichen Körpern.


Deine Zukunft. :D
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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon watisdatdenn? » So 17. Sep 2017, 12:59

Ja die Gesellschaft wird mir dem wachsenden Einfluss abrahamitischer Religion prüder werden.
In dem Fall ist es bei uns der erstarkende Islam und die Tendenz wird sich noch verstärken.

Positiver Nebeneffekt: Feminismus wird als gesellschaftlich relevante Ideologie auch verschwinden und es wird in Zukunft wieder mehr Kinder geben.

Erlebtes Beispiel: Es waren bei uns die jungen Türken, die das mit den langen Badehosen angefangen haben, bis es zum gesellschaftlichen Trend wurde.
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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon Billie Holiday » So 17. Sep 2017, 13:05

watisdatdenn? hat geschrieben:(17 Sep 2017, 13:59)

Ja die Gesellschaft wird mir dem wachsenden Einfluss abrahamitischer Religion prüder werden.
In dem Fall ist es bei uns der erstarkende Islam und die Tendenz wird sich noch verstärken.

Positiver Nebeneffekt: Feminismus wird als gesellschaftlich relevante Ideologie auch verschwinden und es wird in Zukunft wieder mehr Kinder geben.

Erlebtes Beispiel: Es waren bei uns die jungen Türken, die das mit den langen Badehosen angefangen haben, bis es zum gesellschaftlichen Trend wurde.


Gebärzwang und Verbot von Verhütungsmitteln? Ein Fortschritt?
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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon Dark Angel » So 17. Sep 2017, 13:50

Billie Holiday hat geschrieben:(17 Sep 2017, 14:05)

Gebärzwang und Verbot von Verhütungsmitteln? Ein Fortschritt?

Für bestimmte Zeitgenossen durchaus - insbesondere bei solchen, die nicht über den eigenen Tellerrand hinaus blicken können/wollen, die ein Problem mit der Gleichberechtigung der Frau haben und trotz gegenteiliger Lippenbekenntnisse mit einem sehr archaischen Frauen- und Menschenbild sympatisieren.
Solche Zeitgenossen, die nicht begreifen, dass Vereinbarkeit von Familie und Beruf zwar die Entscheidung für Kinder beeinflusst, aber nicht zwangsläufig dazu führt, dass jede Frau dann 4+ Kinder zur Welt bringt, solche die nicht begreifen, dass mehr Kinder auch mehr kosten.
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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon Dark Angel » So 17. Sep 2017, 13:53

Boracay hat geschrieben:(17 Sep 2017, 13:44)

In dem man die Badehose an lässt. Funktiniert genauso gut.

Leider gibt es hier keine Taxtilsaunas sondern nur die ekligen Alte Leute Saunas mit ihren widerlichen Körpern.

Auch alte Leute haben das Recht eine Sauna zu besuchen und es ist nunmal normal, dass während des Alterungsprozesses die Festigkeit und Elastizität von Haut und Bindegewebe nachlassen. Finde dich damit ab, auch DU wirst zu denen gehören, die du heute als eklig bezeichnet. Dann wirst DU derjenige sein, der als eklig bezeichnet wird.
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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon Billie Holiday » So 17. Sep 2017, 14:05

Dark Angel hat geschrieben:(17 Sep 2017, 14:53)

Auch alte Leute haben das Recht eine Sauna zu besuchen und es ist nunmal normal, dass während des Alterungsprozesses die Festigkeit und Elastizität von Haut und Bindegewebe nachlassen. Finde dich damit ab, auch DU wirst zu denen gehören, die du heute als eklig bezeichnet. Dann wirst DU derjenige sein, der als eklig bezeichnet wird.


Natürlich haben sie das Recht dazu. ;)
Meine Beobachtung ist, dass mit dem Alter auch die Gelassenheit und das Selbstbewußtsein zunimmt, was die Meinung anderer über das eigene Äußere angeht. Also in meiner Sauna gehen die Alten ziemlich selbstbewußt nackig durch die Gegend, ob andere das nun sexy finden oder nicht, ist denen ziemlich wurscht.
Und Glotzen ist eh verpönt, vor einigen Wochen sind zwei junge Südländer in Boxershorts achtkantig rausgeflogen, weil sie zu offensichtlich gestarrt und gefeixt haben. Da kennt der Bademeister nichts. :x
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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon watisdatdenn? » So 17. Sep 2017, 14:28

Billie Holiday hat geschrieben:(17 Sep 2017, 14:05)
Gebärzwang und Verbot von Verhütungsmitteln? Ein Fortschritt?

Aus demographischen Gesichtspunkten durchaus!

Leider zeigt sich gerade in unserer Gesellschaft sehr deutlich, daß übertriebener Feminismus in eine demographische Katastrophe führt (1,4 Kinder pro Frau).

Ich bin zwar als liberaler Mensch gegen (gebär-)zwang und (abtreibungs-)verbote, sehe aber durchaus dass die demographischen Probleme welche auch zu der aktuellen migrationsbewegung führen an der Liberalität liegen.

Das ist mein innerer Zwist. Ich bin ein freiheitsliebender Mensch, weil aber auch langfristig stabile Systeme (die bei 1,4 Kindern pro Frau klar nicht gegeben sind)
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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon Odin1506 » So 17. Sep 2017, 15:03

Dark Angel hat geschrieben:(17 Sep 2017, 14:53)

Auch alte Leute haben das Recht eine Sauna zu besuchen und es ist nunmal normal, dass während des Alterungsprozesses die Festigkeit und Elastizität von Haut und Bindegewebe nachlassen. Finde dich damit ab, auch DU wirst zu denen gehören, die du heute als eklig bezeichnet. Dann wirst DU derjenige sein, der als eklig bezeichnet wird.


Oder er ist es schon und versucht sich als Spanner :D
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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon Anderus » So 17. Sep 2017, 15:11

Donnerwetter, September 2017, und die Wahrheit kommt im Politikforum an. Man sollte einen Gedenktag daraus machen. Ja, wir bewegen uns seit 30 Jahren schon in Richtung Prüderie. Filme, die vor 30 Jahren im TV ausgestrahlt wurden, müssen sich heute eine Beschneidung gefallen lassen. Freiheitsliebende Menschen wie ich, fühlen sich immer mehr, wie ins Gesicht getreten.

Man fragt sich ernsthaft, was sich Menschen davon versprechen, wenn sie mehrheitlich Sitten leben, fordern und durchsetzen, wo man sich nur noch an die Birne fassen kann. Wem soll eigentlich damit gedient sein, wenn eine solche neue Denkweise und Sittendurchsetzung gemacht wird? Wem könnte man damit einen Gefallen tun, und wer könnte davon einen Nutzen haben?

Es dürfte in erster Linie davon abhängen, das viele Menschen erkannt haben, das die gesamte sexuelle Revolution auf viele Irrtümer aufgebaut war und ist. Wer nach dem Motto lebte, "Wer zweimal mit dem Selben pennt, gehört schon zum Establischment." merkte ganz schnell, insbesondere die Frauen, das das ein einziger Holzweg war, der nicht funktionieren konnte. Man war es gewöhnt, das man den Partner von den Eltern zugewiesen bekam ("angeraten" bekam), die Frau in der Hochzeitsnacht vergewaltigt wurde, und wenn die Frau Pech hatte, diese Vergewaltigungen bis zum Lebensende, mit Hornhaut in der Vagina, anhielten. Da war es natürlich nicht verwunderlich, das sich viele Frauen danach sehnten, das sich etwas änderte. Man wollte alles anders machen (oft das Gegenteil von vorher) und hoffte dann, das alles gut würde. Insbesondere die Frauen merkten aber schnell, das das so einfach auch nicht ist.

Über die Jahre hat es sich nun rumgesprochen, das Frauen in ihren Gefühlen wesentlich komplizierter sind, als sie sich das selber vorstellen können. Sex zu machen, wie er den Männern auch gefällt, ist halt nicht das Ding vieler Frauen. Viele Frauen, wissen eigentlich gar nicht was sie wollen. Ja, sie merken selber oft, noch nichtmal das sie Gefühle haben, auch wenn sie nachweisbar da sind. Das führt zu Verunsicherungen bei den Frauen, aber auch bei den Männern. Die Frauen machen dicht, und die Männer sind ratlos.

Es hat bei den Frauen über Jahrhunderte, eine Evolution stattgefunden, wo es völlig unwichtig war, ob sie sexuelle Gefühle hatten oder nicht. Sie wurden verheiratet, hatten sich penetrieren zu lassen und ihre Babys zu bekommen. Dadurch war es möglich, das Frauen, die eigentlich für den Sex völlig ungeeignet waren, sich durch Vererbung in Vielzahl vermehren konnten. Sie sind in Zeiten von heute, völlig ungeeignet, beim Paarungsverhalten mitzumachen. Das frustriert sie, und lässt sie Handlungen machen, wie sie hier im Thread beklagt werden. Hinzu kam, das Frauen, die ein freiheitliches intensives Verlangen nach Sex hatten, benachteiligt wurden, verfolgt wurden und an der Vererbung ihrer Gene gehindert wurden.

Sinnvoll wäre es daher, solche Frauen, die ein intensives Verlangen nach Sex haben, intensiv zu fördern, damit sie die Möglichkeit bekämen, viel Nachwuchs zu erzeugen. Die Frauen, die kaum oder gar keine sexuellen Gefühle haben, sollte man ihrem Schicksal überlassen. In der Regel, haben sie keine Kinder und können sich daher auch nicht vermehren.

Ich würde der Gesellschaft, insbesondere den Männern, raten, Clubs zu gründen, wo sich Menschen treffen können, die die Schönheiten des Sexuellen pflegen wollen. Dann könnten ja diejenigen, die sich lieber Prüde verhalten wollen, so weiter leben wie bisher, und diejenigen, denen der Sex Spaß macht, sich in solchen Clubs treffen. In der Weinstube hatte ich ja schonmal was von einem Club geschrieben, in dem nackt getanzt wird.
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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon Dark Angel » So 17. Sep 2017, 15:11

Billie Holiday hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:05)

Natürlich haben sie das Recht dazu. ;)
Meine Beobachtung ist, dass mit dem Alter auch die Gelassenheit und das Selbstbewußtsein zunimmt, was die Meinung anderer über das eigene Äußere angeht. Also in meiner Sauna gehen die Alten ziemlich selbstbewußt nackig durch die Gegend, ob andere das nun sexy finden oder nicht, ist denen ziemlich wurscht.
Und Glotzen ist eh verpönt, vor einigen Wochen sind zwei junge Südländer in Boxershorts achtkantig rausgeflogen, weil sie zu offensichtlich gestarrt und gefeixt haben. Da kennt der Bademeister nichts. :x

Tja - das hat wahrscheinlich etwas mit der Einstellung zum eigenen Körper zu tun.
Ich beobachte eine (wieder) zunehmend "gestörte" Einstellung bei jungen/jüngeren Menschen - ein Einteilen in "gute" Bereiche, die man durchaus auch zeigen kann und "eklige" die man nicht zeigen kann, derer man sich in gewisser Weise schämt.
Irgendwie wirklich eine Rückwärtsrolle in das rüde willhelminische/viktorianische Zeitalter. Ob das etwas mit dem Genderwahn oder mit dem suggerierten "Schönheitsideal" der Mode- und Werbeindustrie zu tun hat, weiß ich nicht.
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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon Anderus » So 17. Sep 2017, 15:18

Odin1506 hat geschrieben:(17 Sep 2017, 16:03)

Oder er ist es schon und versucht sich als Spanner :D


Spanner ist auch ein Begriff aus der Prüderie. Wer sexuell aufgeschlossen ist, schert sich einen feuchten Dreck darum, wer wo hinsieht (hinglotzt). Im Gegenteil, er baut solche Spannerei, mit in sein Liebesleben mit ein. Allerdings, da gebe ich Recht, sollte auch ein Spanner, immer das Gefühl wahren, andere Menschen in ihren Gefühlen nicht zu verletzen. Der Täter ist aber immer der, der sich über einen Spanner aufregt. Niemand hat das Recht, einem anderen das Hinsehen, wenn es nicht gerade an der Autobahn ist, zu verbieten. Im Gegenteil. Jeder, der vermeiden will, das er gesehen wird, soll sich so verhalten, das es nichts zu sehen gibt.
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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon Dark Angel » So 17. Sep 2017, 15:26

watisdatdenn? hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:28)

Aus demographischen Gesichtspunkten durchaus!

Was für demographische Gesichtspunkte denn?
Die irrige Ansicht, dass Deutschland unbedingt 82 Mio Einwohner/Staatsbürger haben muss, dass es nicht auch mit 60 Mio oder 56 Mio - wie z.B. um 1900 herum - keine Gefahr des Aussterbens besteht.
Japan macht es doch vor, dass eine Gesellschaft auch mit weniger Menschen, dafür aber mit einer "gesunden" Identität funktioniert. Und wenn man Industrialisierung 4.0 berücksichtigt - werden immer weniger Arbeitsplätze - insbesondere Arbeitsplätze mit minderer und/oder durchschnittlicher Qualifikation vorhanden sein.
Es ist also gar nicht notwendig, dass die Bevölkerungszahl in D. zunimmt - ganz im Gegenteil!
Global betrachtet, muss die Bevölkerung sogar dramatisch schrumpfen!

watisdatdenn? hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:28)]Leider zeigt sich gerade in unserer Gesellschaft sehr deutlich, daß übertriebener Feminismus in eine demographische Katastrophe führt (1,4 Kinder pro Frau).

DAS hat ausnahmsweise mal so gar nichts mit "übetriebenen Feminismus" zu tun, sondern mit Selbstbestimmungsrecht - mit dem Recht der Frau selbst zu bestimmen ob, wann und wie viele Kinder sie gebären will. Es hat etwas mit sexueller Selbstbestimmung zu tun, damit die eigene Sexualität leben zu können, ohne die ständige Angst, schwanger zu werden, ohne das Ausgeliefertsein.
Weniger Menschen in Deutschland und global führen in gar keine demographische Katastrohe. Das pendelt sich mittel- bis langfristig auf einem durchaus vertretbaren Level ein.

watisdatdenn? hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:28)Ich bin zwar als liberaler Mensch gegen (gebär-)zwang und (abtreibungs-)verbote, sehe aber durchaus dass die demographischen Probleme welche auch zu der aktuellen migrationsbewegung führen an der Liberalität liegen.

Bei den Problemen, die durch die aktuelle Migrationsbewegung entstehen bzw hervor gerufen werden, stimme ich dir sogar zu, nur ist die Forderung nach mehr Kindern, verbunden mit einer Einschränkung der Persönlichkeitsrechte der Frau(en) der absolut falsche Weg.

watisdatdenn? hat geschrieben:(17 Sep 2017, 15:28)Das ist mein innerer Zwist. Ich bin ein freiheitsliebender Mensch, weil aber auch langfristig stabile Systeme (die bei 1,4 Kindern pro Frau klar nicht gegeben sind)

Einfache Reproduktion ist vollkommen ausreichend. Es werden ja nicht weniger Kinder geboren (Kohortenfertilität), es gibt nur mehr Alte und das liefert ein verzerrtes Bild.
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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon Billie Holiday » So 17. Sep 2017, 15:26

Anderus hat geschrieben:(17 Sep 2017, 16:18)

Spanner ist auch ein Begriff aus der Prüderie. Wer sexuell aufgeschlossen ist, schert sich einen feuchten Dreck darum, wer wo hinsieht (hinglotzt). Im Gegenteil, er baut solche Spannerei, mit in sein Liebesleben mit ein. Allerdings, da gebe ich Recht, sollte auch ein Spanner, immer das Gefühl wahren, andere Menschen in ihren Gefühlen nicht zu verletzen. Der Täter ist aber immer der, der sich über einen Spanner aufregt. Niemand hat das Recht, einem anderen das Hinsehen, wenn es nicht gerade an der Autobahn ist, zu verbieten. Im Gegenteil. Jeder, der vermeiden will, das er gesehen wird, soll sich so verhalten, das es nichts zu sehen gibt.


Nackt in der Sauna zu sitzen hat nichts mit einem Liebesleben zu tun. Es gibt den Anstand, anderen nicht fortwährend auf Schwanz und Brüste zu glotzen, man kann auch diskret gucken. Es ist nicht so, dass ich keinen Blick habe für attraktive Männer, aber ich glotze nicht mit heraushängender Zunge. Bei uns haben Männlein und Weiblein genug Anstand und sind auch nicht notgeil genug, um anderen die ganze Zeit auf die Geschlechtsteile zu starren, ist ja auch peinlich. Dennoch bekommt man genug mit, was das Auge erfreut. :x
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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon Anderus » So 17. Sep 2017, 15:29

Dark Angel hat geschrieben:(17 Sep 2017, 14:53)

Auch alte Leute haben das Recht eine Sauna zu besuchen und es ist nunmal normal, dass während des Alterungsprozesses die Festigkeit und Elastizität von Haut und Bindegewebe nachlassen. Finde dich damit ab, auch DU wirst zu denen gehören, die du heute als eklig bezeichnet. Dann wirst DU derjenige sein, der als eklig bezeichnet wird.


Nun ja, ob man das Thema Sauna und die FKK, im Bereich des Sexuellen eingruppieren sollte, dürfte Ansichtssache und Geschmackssache sein. Natürlich ist Sauna und FKK, solange sich dort Menschen treffen und trafen, die Nackt waren, ein Bereich, wo Sexuelles nicht ganz ausgeschlossen werden konnte. In erster Linie sollte es der Geselligkeit und der Gesundheit dienen. Es kommt dem Menschen, in seiner Lust zur Verlogenheit entgegen. Jeder weis, das Sauna und FKK, nicht vom Sexuellen zu trennen ist, aber jeder ist auch verwundert, wenn es mal nicht ganz klappt, oder geheim bleibt.

Auch hier mein Vorschlag. Man sollte spezielle Saunas oder FKK gründen, wo sich Männlein und Weiblein (mit gespreizten Beinen) gegenüber sitzen, und wo man sich voll bewusst ist, das es dort nicht nur um die Gesundheit geht. Die anderen Saunas, könnte man dann ja weitestgehend, in Textil- oder Damen- und Herrensaunas trennen, oder in Saunas, wie sie heute noch in der Mehrzahl sind.
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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon Billie Holiday » So 17. Sep 2017, 15:32

Anderus hat geschrieben:(17 Sep 2017, 16:29)

Nun ja, ob man das Thema Sauna und die FKK, im Bereich des Sexuellen eingruppieren sollte, dürfte Ansichtssache und Geschmackssache sein. Natürlich ist Sauna und FKK, solange sich dort Menschen treffen und trafen, die Nackt waren, ein Bereich, wo Sexuelles nicht ganz ausgeschlossen werden konnte. In erster Linie sollte es der Geselligkeit und der Gesundheit dienen. Es kommt dem Menschen, in seiner Lust zur Verlogenheit entgegen. Jeder weis, das Sauna und FKK, nicht vom Sexuellen zu trennen ist, aber jeder ist auch verwundert, wenn es mal nicht ganz klappt, oder geheim bleibt.

Auch hier mein Vorschlag. Man sollte spezielle Saunas oder FKK gründen, wo sich Männlein und Weiblein (mit gespreizten Beinen) gegenüber sitzen, und wo man sich voll bewusst ist, das es dort nicht nur um die Gesundheit geht. Die anderen Saunas, könnte man dann ja weitestgehend, in Textil- oder Damen- und Herrensaunas trennen, oder in Saunas, wie sie heute noch in der Mehrzahl sind.


Es gibt bereits solche Etablissements, kostet nur ein wenig mehr Eintritt. :D
Zu geizig?
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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon Anderus » So 17. Sep 2017, 15:41

Billie Holiday hat geschrieben:(17 Sep 2017, 16:32)

Es gibt bereits solche Etablissements, kostet nur ein wenig mehr Eintritt. :D
Zu geizig?


Die gibt es leider hier im ganzen Westmünsterland (mit einer einzigen Ausnahme, die aber absolut privat ist), nicht. Riskiert aber blos keine Links. Das kann eine Verwarnung zur Folge haben. Würde sie nächste Woche noch besuchen.
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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 17. Sep 2017, 17:33

Anderus hat geschrieben:(17 Sep 2017, 16:18)

Spanner ist auch ein Begriff aus der Prüderie. Wer sexuell aufgeschlossen ist, schert sich einen feuchten Dreck darum, wer wo hinsieht (hinglotzt). Im Gegenteil, er baut solche Spannerei, mit in sein Liebesleben mit ein. Allerdings, da gebe ich Recht, sollte auch ein Spanner, immer das Gefühl wahren, andere Menschen in ihren Gefühlen nicht zu verletzen. Der Täter ist aber immer der, der sich über einen Spanner aufregt. Niemand hat das Recht, einem anderen das Hinsehen, wenn es nicht gerade an der Autobahn ist, zu verbieten. Im Gegenteil. Jeder, der vermeiden will, das er gesehen wird, soll sich so verhalten, das es nichts zu sehen gibt.

Auch aufgeschlossene Personen wollen nicht andauernd von irgendeinem xx oder xy beglotzt werden.
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Re: Gehen wir einem (neuen) Zeitalter der Prüderie entgegen?

Beitragvon think twice » So 17. Sep 2017, 18:06

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(17 Sep 2017, 18:33)

Auch aufgeschlossene Personen wollen nicht andauernd von irgendeinem xx oder xy beglotzt werden.

Dan sollten sie sich vielleicht was anziehen. :D
Sei nie zu den Bescheidenen überheblich und zu den Überheblichen bescheiden.

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