Homophobie oder natürlicher Ekel ?

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Ger9374
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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon Ger9374 » Do 6. Jul 2017, 07:49

Ein ekliges Gefühl bekomme ich auch heute noch wenn sich Männer küssen. Aber nicht beim händchenhalten oder zur Schau stellen ihrer
Verbundenheit. Schon komisch.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Thomas I
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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon Thomas I » So 26. Nov 2017, 01:06

schokoschendrezki hat geschrieben:(06 Jul 2017, 07:46)

Es gibt eine Untersuchung über den Wandel in der Beurteilung von homosexuellen Handlungen in den süd- und mittelamerikanischen Telenovelas. (http://lateinamerika-nachrichten.de/?aa ... zungenkuss).

Es scheint eher so zu sein, dass auch die spontane und emotionale Reaktion auf solche Szenen nicht evolutionär und genetisch vorprogrammiert sind sondern gesellschaftlich, diskursiv erworben, quasi langsam eingeschliffen werden. Waren in den Macho-Gesellschaften Südamerikas noch in den 80er Jahren Küsse zwischen Männern absolut undenkbar, hat sich das in den letzten 20, 30 Jahren deutlich verschoben.


Die Gewalt gegen Schwule gerade in Brasilien ist aber weiterhin ein immenses Problem.
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Dark Angel
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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon Dark Angel » So 26. Nov 2017, 21:36

James T. Kirk hat geschrieben:(26 Nov 2017, 20:50)

Natürlicher Ekel.

Denn Homosexualität ist nicht natürlich. :) Sie ist individuell erworben durch traumatische Kindheitserfahrungen, z.B. sexuellen Mißbrauch.

Damit liegst du vollkommen daneben! Homosexualität IST natürlich - sie kommt mit etwa 5% bis 10% bei allen komplexen Tierarten vor. Der Mensch nimmte KEINE Sonderstellung ein.
Der Ekel ist nicht natürlich, sondern erworben, anerzogen, basiert auf der jahrhundertelang behaupteten und stigmatisierten "Widernatürlichkeit".

James T. Kirk hat geschrieben:(26 Nov 2017, 20:50)Vielmehr sollte man darüber diskutieren, warum man Menschen wie mich zwanghaft als "homophob" denunziert.

Sorry - aber wer solche Falschbehauptungen aufstellt, der ist tatsächlich homophob.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon Excellero » So 26. Nov 2017, 21:44

Abscheu ist kein Grund für Gewalt. Soviel zivilisiertheit sollte bei jedem Menschen vorhanden sein. Ich kann mir auch schönere Bilder vorstellen, zum Beispiel von blühenden Landschaften. Aber ich habe keinerlei Verständniss für körperliche Gewalt, oder verbale Attacken. Allerdings lehne ich auch diese neuen "Phobien" ab die angeblich überall vorherrschen. Homophobie wäre die Phobie vor Humanoiden. Das ist doch Unsinn auch wenn es nur ein "Modebegriff" ist.
Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen, muß man eigenen haben.
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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon Boraiel » So 26. Nov 2017, 21:48

Gibt es eigentlich einen Zusammenhang zwischen Homosexualität und Mangelernährung?
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Ebiker
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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon Ebiker » So 26. Nov 2017, 22:06

Boraiel hat geschrieben:(26 Nov 2017, 21:48)

Gibt es eigentlich einen Zusammenhang zwischen Homosexualität und Mangelernährung?


Vegane ernährung könnte schon Einfluß haben, Sojaprodukte haben ja östrogenähnliche Wirkung. Aber auch Umweltgifte könnten eine Ursache sein

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25420899
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Zunder
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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon Zunder » So 26. Nov 2017, 22:07

James T. Kirk hat geschrieben:(26 Nov 2017, 20:50)
Bei diesem und bei anderen Themen frönt unsere heutige Gesellschaft leider der gegenteiligen Verblödung von früher.

Du bleibst dann lieber bei früher.
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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon PeterK » So 26. Nov 2017, 22:23

James T. Kirk hat geschrieben:(26 Nov 2017, 20:50)

Natürlicher Ekel.

[...]

Vielmehr sollte man darüber diskutieren, warum man Menschen wie mich zwanghaft als "homophob" denunziert.

Ich meine, das (Hervorgehobene) habe mit natürlichem Ekel zu tun. Das, was Du da schreibst, widert schlicht an.
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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon Quatschki » So 26. Nov 2017, 22:58

PeterK hat geschrieben:(26 Nov 2017, 22:23)

Ich meine, das (Hervorgehobene) habe mit natürlichem Ekel zu tun. Das, was Du da schreibst, widert schlicht an.

Aber woher will man denn wissen, ob dein Ekel vor Leuten, die sich vor homosexuellen Handlungen ekeln, natürlich oder anerzogen ist?
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon Billie Holiday » So 26. Nov 2017, 23:07

PeterK hat geschrieben:(26 Nov 2017, 22:23)

Ich meine, das (Hervorgehobene) habe mit natürlichem Ekel zu tun. Das, was Du da schreibst, widert schlicht an.


Ich habe weiter vorne ehrlich gesagt, dass mich der Gedanke, von einem Mannweib geküsst zu werden, anekelt. Widert dich das auch an?
Ekel ist ein nicht zu beeinflussendes Bauchgefühl. Mag sein, dass das anerzogen ist, aber ich habe mich noch nie vor meiner ältesten Tante, Ende 70, die Zeit ihres Lebens mit Frauen zusammengelebt hat und noch nie etwas mit einem Mann hatte, abgestoßen gefühlt, im Gegenteil, ich habe sie sehr gern. Und meine schwulen Freunde auch, von denen übrigens ein paar den Gedanken an Sex mit einer Frau auch ekelhaft finden. Einer sagte mal, die weiblichen Geschlechtsorgane sowie Menstruation und der Vorgang der Geburt seien für ihn das ekligste, was die Natur hervorgebracht hat. Widert der dich auch an? Mich nicht, ich bin da tolerant. ;)
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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon Selina » So 26. Nov 2017, 23:40

Also wenn man hier mitliest, wirds einem schlecht. Was sind das nur für mittelalterliche Ansichten. Alleine die Fragestellung in der Thread-Überschrift... unfassbar.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon PeterK » So 26. Nov 2017, 23:41

Billie Holiday hat geschrieben:(26 Nov 2017, 23:07)
Einer sagte mal, die weiblichen Geschlechtsorgane sowie Menstruation und der Vorgang der Geburt seien für ihn das ekligste, was die Natur hervorgebracht hat. Widert der dich auch an?

Nein. Mich widert (zumindest in dem Kontext) das an, was ich (s.o.) hervorgehoben habe:

Vielmehr sollte man darüber diskutieren, warum man Menschen wie mich zwanghaft als "homophob" denunziert.

Ich meine, das sei Mimimi vom Feinsten, und jammernde "Kerle" empfinde ich als Schande für das Herrengeschlecht ;).
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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon Billie Holiday » Mo 27. Nov 2017, 10:12

PeterK hat geschrieben:(26 Nov 2017, 23:41)

Nein. Mich widert (zumindest in dem Kontext) das an, was ich (s.o.) hervorgehoben habe:

Vielmehr sollte man darüber diskutieren, warum man Menschen wie mich zwanghaft als "homophob" denunziert.

Ich meine, das sei Mimimi vom Feinsten, und jammernde "Kerle" empfinde ich als Schande für das Herrengeschlecht ;).


Und Schwule, die Sex mit Frauen eklig finden, sind dann heterophob? :D
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon Billie Holiday » Mo 27. Nov 2017, 10:16

Selina hat geschrieben:(26 Nov 2017, 23:40)

Also wenn man hier mitliest, wirds einem schlecht. Was sind das nur für mittelalterliche Ansichten. Alleine die Fragestellung in der Thread-Überschrift... unfassbar.


Tut mir echt leid, dass nicht jeder gleichgeschlechtlichen Sex geil findet.
Ich bekäme Herpes und Durchfall, würde eine Frau mich küssen und angrabbeln. Wenn mich das zu einem schlechten Menschen macht, dann ist das eben so. Noch sind spontane Gefühle nicht verboten. Hassen tue ich deshalb Schwule und Lesben nicht.
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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon Provokateur » Mo 27. Nov 2017, 10:36

Billie Holiday hat geschrieben:(27 Nov 2017, 10:16)
Ich bekäme Herpes und Durchfall, würde eine Frau mich küssen und angrabbeln.


Gilt das nicht für jede Form des unerwünschten Sexualkontaktes? Wenn dich ein dicker, pickeliger Mann küssen und angrabbeln würde, fändest du das doch genau so ekelhaft.

Es geht hier nicht um die Gleichgeschlechtlichkeit. Menschen ekeln sich vor unerwünschtem Sexualkontakt - und das ist okay. Dass dieser Ekel bei gleichgeschlechtlichen Partnern auch auftritt, liegt nun einmal nur an der Tatsache, dass diese so gar nicht in die Auswahlkategorien der erwünschten Sexualpartner fallen.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon Billie Holiday » Mo 27. Nov 2017, 11:15

Provokateur hat geschrieben:(27 Nov 2017, 10:36)

Gilt das nicht für jede Form des unerwünschten Sexualkontaktes? Wenn dich ein dicker, pickeliger Mann küssen und angrabbeln würde, fändest du das doch genau so ekelhaft.

Es geht hier nicht um die Gleichgeschlechtlichkeit. Menschen ekeln sich vor unerwünschtem Sexualkontakt - und das ist okay. Dass dieser Ekel bei gleichgeschlechtlichen Partnern auch auftritt, liegt nun einmal nur an der Tatsache, dass diese so gar nicht in die Auswahlkategorien der erwünschten Sexualpartner fallen.


Richtig, Annäherungsversuche durch den falschen Mann wären mir genauso eklig, dieser Ekel ist aber erlaubt und nicht vermeintlich homophob.
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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon Sextus Ironicus » Mo 27. Nov 2017, 11:16

Homophobie ist als solches gesehen Unfug, wenn jemand nicht aufgrund eines unfreiwilligen, gewaltsamen sexuellen Erlebnisses mit jemandem eine "Angststörung" entwickelt. Sonst kann man ausnahmesweise mal ganz vernünftig bei Wiki nachlesen:

Aversion, Abneigung oder Ablehnung (lat. aversatio ‚Abneigung‘, von aversio ‚Ekel‘) bezeichnet die Neigung, auf bestimmte Reize mit Unlust zu reagieren. Eine Aversion kann gegenüber jeder Art von Reizen oder Objekten bestehen, zum Beispiel gegenüber bestimmten Menschen, Handlungen, Dingen (Nahrungsmitteln) oder Situationen und Erinnerungen. Eine Aversion ist meistens mit dem Antrieb verbunden, sich abzuwenden.


Und dann kommt der entscheidende Punkt:

Während die Aversion eine unbewusste Emotion ist, sind Antipathie, Ressentiment und Vorurteil eher der Ausdruck sozialpsychologischer Gefühle.


Homophobie bezeichnet also entweder eine tatsächliche Angststörung oder ist halt der übliche politische Kampfbegriff für alle, die Pathologisierungen als politische Waffe einsetzen.
… habe ich mich sorgsam bemüht, menschliche Tätigkeiten nicht zu verlachen, nicht zu beklagen und auch nicht zu verdammen, sondern zu begreifen. (Spinoza)
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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon Provokateur » Mo 27. Nov 2017, 11:19

Billie Holiday hat geschrieben:(27 Nov 2017, 11:15)

Richtig, Annäherungsversuche durch den falschen Mann wären mir genauso eklig, dieser Ekel ist aber erlaubt und nicht vermeintlich homophob.


Unerwünschte sexuelle Annäherung nicht zu wollen ist auch nicht homophob. Es ist einfach normal. Ich würde mir von einer fetten pickeligen Eule, die auch noch schlecht riecht, auch nicht an die Eier fassen lassen.

Egal, ob Mann oder Frau. Es geht da auch nicht darum, welches Geschlecht die andere Person hat - es geht darum, Kontrolle darüber zu haben, wer in meine Intimsphäre eindringt.
Homophobie bedeutet, die sexuellen Handlungen anderer Personen, die mit einem selber nix zu tun haben, abzulehnen.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon Billie Holiday » Mo 27. Nov 2017, 11:23

Provokateur hat geschrieben:(27 Nov 2017, 11:19)

Unerwünschte sexuelle Annäherung nicht zu wollen ist auch nicht homophob. Es ist einfach normal. Ich würde mir von einer fetten pickeligen Eule, die auch noch schlecht riecht, auch nicht an die Eier fassen lassen.

Egal, ob Mann oder Frau. Es geht da auch nicht darum, welches Geschlecht die andere Person hat - es geht darum, Kontrolle darüber zu haben, wer in meine Intimsphäre eindringt.
Homophobie bedeutet, die sexuellen Handlungen anderer Personen, die mit einem selber nix zu tun haben, abzulehnen.


Dann bin ich nicht homophob, da mir völlig wurscht ist, welcher Erwachsene welchen Erwachsenen einverständlich vögelt. :cool:
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Re: Homophobie oder natürlicher Ekel ?

Beitragvon Sextus Ironicus » Mo 27. Nov 2017, 12:00

Provokateur hat geschrieben:(27 Nov 2017, 11:19)


Homophobie bedeutet, die sexuellen Handlungen anderer Personen, die mit einem selber nix zu tun haben, abzulehnen.


Eben nicht, Homophobie ist eine politische Definition. Ressentiment reicht nicht aus, man muss den Menschen, der dieses Ressentiment hat, pathologisieren. Nur darum gehen solche Zusammensetzungen. Und lustigerweise sind es ausgerechnet oft Foucault-Leser, die den Krankheitsbegriff politisch instrumentalisieren.

Würde man nämlich wie in dem Wiki-Artikel zwischen Aversion (unbewusst) und Ressentiment (bewusst) unterscheiden, dann wäre die Eingangsfrage perfekt beantwortet.

Aber in Empörungskulturen brauchts immer den stärkstmöglichen Begriff. Bloß nicht differenzieren.
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