Gehalter Gender-gap

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garfield336
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Gehalter Gender-gap

Beitragvon garfield336 » Di 7. Feb 2017, 09:37

Eine interessante Statistik für unsere Feministen hier im Forum:

Statistikamt Luxemburg:
http://www.statistiques.public.lu/fr/ac ... 170131.pdf

Ist zwar französisch, aber ich übersetze mal das wichtigste.
Der Gehaltsunterschied zwischen Männer und Frauen liegt bei 6%. Männer verdienen durchschnitlich 6% mehr.

In der Gehaltsklasse der Unter 35jährigen dreht sich der Spiess aber um. Hier verdienen Frauen mehr als Männer.

Der Hauptgrund ist:
51% der jungen Frauen unter 35Jahren haben einen Universitätsabschluss, aber nur
37% der jungen Männer.
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jack000
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Re: Gehalter Gender-gap

Beitragvon jack000 » Di 7. Feb 2017, 09:53

garfield336 hat geschrieben:(07 Feb 2017, 09:37)Der Hauptgrund ist:
51% der jungen Frauen unter 35Jahren haben einen Universitätsabschluss, aber nur
37% der jungen Männer.

Die Gründe sind doch egal. Die Männer müssen jetzt mehr bekommen, sonst ist das ungerecht.
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...
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ThorsHamar
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Re: Gehalter Gender-gap

Beitragvon ThorsHamar » Di 7. Feb 2017, 09:54

...da muss ein Gleichstellungsbeauftragter ran ...
"Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst."
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Re: Gehalter Gender-gap

Beitragvon Provokateur » Di 7. Feb 2017, 09:59

Als Unternehmer würde ich nur das Geschlecht einstellen, dem ich weniger bezahlen muss für gleiche Arbeit.
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Re: Gehalter Gender-gap

Beitragvon garfield336 » Di 7. Feb 2017, 10:51

Gibt es das "gender pay gap" überhaupt ???
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Maskulist
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Re: Gehalter Gender-gap

Beitragvon Maskulist » Di 7. Feb 2017, 16:32

garfield336 hat geschrieben:(07 Feb 2017, 10:51)

Gibt es das "gender pay gap" überhaupt ???


Jein.

Der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen beträgt nachweislich ca. 22-23%.

Allerdings lassen sich diese bis auf einen Rest von ca. 2% begründen und auch bei diese 2% ist nicht erwiesen, dass es sich um Diskriminierung handelt. Anders ausgedrückt, die auf Diskriminierung begründete Gender-Pay-Gap ist ein bereits widerlegter feministischer Mythos - auch wenn unsere Medien nicht müde werden, dass ganze bei jeder Gelegenheit gebetsmühlenartig zu wiederholen.
Gender Mainstreaming ist eine brandgefährliche Manipulationsmethode, die sich wie ein Steppenbrand in der Geisteswelt des Westens in den letzten Jahrzehnten ausgebreitet hat.
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Re: Gehalter Gender-gap

Beitragvon garfield336 » Di 7. Feb 2017, 16:44

Maskulist hat geschrieben:(07 Feb 2017, 16:32)

Jein.

Der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen beträgt nachweislich ca. 22-23%.

Allerdings lassen sich diese bis auf einen Rest von ca. 2% begründen und auch bei diese 2% ist nicht erwiesen, dass es sich um Diskriminierung handelt. Anders ausgedrückt, die auf Diskriminierung begründete Gender-Pay-Gap ist ein bereits widerlegter feministischer Mythos - auch wenn unsere Medien nicht müde werden, dass ganze bei jeder Gelegenheit gebetsmühlenartig zu wiederholen.


In Luxemburg beträgt der Unterschied nur 6% ...

Bei unter 35jährigen führen die Frauen sogar.
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Re: Gehalter Gender-gap

Beitragvon garfield336 » Di 7. Feb 2017, 16:47

garfield336 hat geschrieben:(07 Feb 2017, 09:37)
Der Hauptgrund ist:
51% der jungen Frauen unter 35Jahren haben einen Universitätsabschluss, aber nur
37% der jungen Männer.


Universitätsabschluss ist nicht ganz korrekt.

Gemeint sind alle höherwertigen Abschlüsse als die Hochschulreife. Das kann natürlich auch ein Bachelor sein, oder sonstige darüber hinausgehende Ausbildung.
Grundschullehrer sind z.b. auch in dieser Kategorie.
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Hyde
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Re: Gehalter Gender-gap

Beitragvon Hyde » Mi 8. Feb 2017, 02:37

Maskulist hat geschrieben:(07 Feb 2017, 16:32)

Jein.

Der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen beträgt nachweislich ca. 22-23%.

Allerdings lassen sich diese bis auf einen Rest von ca. 2% begründen und auch bei diese 2% ist nicht erwiesen, dass es sich um Diskriminierung handelt. Anders ausgedrückt, die auf Diskriminierung begründete Gender-Pay-Gap ist ein bereits widerlegter feministischer Mythos - auch wenn unsere Medien nicht müde werden, dass ganze bei jeder Gelegenheit gebetsmühlenartig zu wiederholen.


So oder so ist der Gender Pay Gap ein Indikator dafür, wie emanzipiert oder nicht eine Gesellschaft ist.
Wenn deutlich mehr Männer als Frauen in höheren Positionen sind, deutlich mehr Frauen als Männer Teilzeit arbeiten und mehr Frauen in geringer qualifizierten Berufen arbeiten, und somit in der Summe deutlich weniger verdienen, dann ist das ein Zeichen unserer Rückständigkeit.
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Re: Gehalter Gender-gap

Beitragvon Teeernte » Mi 8. Feb 2017, 02:50

Hyde hat geschrieben:(08 Feb 2017, 02:37)

So oder so ist der Gender Pay Gap ein Indikator dafür, wie emanzipiert oder nicht eine Gesellschaft ist.
Wenn deutlich mehr Männer als Frauen in höheren Positionen sind, deutlich mehr Frauen als Männer Teilzeit arbeiten und mehr Frauen in geringer qualifizierten Berufen arbeiten, und somit in der Summe deutlich weniger verdienen, dann ist das ein Zeichen unserer Rückständigkeit.


Das gleicht sich aus - wenn nur noch 40% einen Job haben....
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Re: Gehalter Gender-gap

Beitragvon denkmal » Mi 8. Feb 2017, 14:37

Hyde hat geschrieben:(08 Feb 2017, 02:37)

So oder so ist der Gender Pay Gap ein Indikator dafür, wie emanzipiert oder nicht eine Gesellschaft ist.
Wenn deutlich mehr Männer als Frauen in höheren Positionen sind, deutlich mehr Frauen als Männer Teilzeit arbeiten und mehr Frauen in geringer qualifizierten Berufen arbeiten, und somit in der Summe deutlich weniger verdienen, dann ist das ein Zeichen unserer Rückständigkeit.


Emanzipation macht man jetzt nur an Wirtschaftskriterien fest? Und wer legt denn nun fest, wann eine Gesellschaft "rückständig" ist? Wann ist sie das überhaupt?
;)
Liegen die Ursachen für auftretende gesellschaftliche Ungleichheiten nicht eher woanders als an der (Kampf-)Linie Mann / Frau?
z.B. Arm / Reich?
Im Laufe ihres steinernen Daseins nehmen sogar manche Denkmäler menschliche Züge an.
© Martin Gerhard Reisenberg
(*1949), Diplom-Bibliothekar und Autor
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Re: Gehalter Gender-gap

Beitragvon Maskulist » Mi 8. Feb 2017, 16:36

Hyde hat geschrieben:(08 Feb 2017, 02:37)

So oder so ist der Gender Pay Gap ein Indikator dafür, wie emanzipiert oder nicht eine Gesellschaft ist.
Wenn deutlich mehr Männer als Frauen in höheren Positionen sind, deutlich mehr Frauen als Männer Teilzeit arbeiten und mehr Frauen in geringer qualifizierten Berufen arbeiten, und somit in der Summe deutlich weniger verdienen, dann ist das ein Zeichen unserer Rückständigkeit.


Nein, es ist ein Zeichen des Fortschrittes. Denn es zeigt, dass Frauen frei wählen können und es nicht nötig haben, sich im Beruf aufzureiben. Nicht umsonst ist genau dort die Quote der Frauen in Teilzeit und gering qualifizierten Berufen geringer, wo die "Emanzipation" am weitesten fortgeschritten ist.
Gender Mainstreaming ist eine brandgefährliche Manipulationsmethode, die sich wie ein Steppenbrand in der Geisteswelt des Westens in den letzten Jahrzehnten ausgebreitet hat.
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Re: Gehalter Gender-gap

Beitragvon Hyde » Mi 8. Feb 2017, 17:48

Maskulist hat geschrieben:(08 Feb 2017, 16:36)

Nein, es ist ein Zeichen des Fortschrittes. Denn es zeigt, dass Frauen frei wählen können und es nicht nötig haben, sich im Beruf aufzureiben.


Nein, es zeigt vor allem, dass sich Frauen (auch, aber nicht nur in ihrem eigenen Denken) noch nicht vollständig aus ihrer Unterdrückung befreit haben.

Wenn eine bestimmte gesellschaftliche Gruppe 500 Jahre lang massiv unterdrückt wurde, dann ist es völlig normal, dass diese Gruppe danach auch von sich aus nicht von heute auf morgen im gleichen Maß an den Feldern der Gesellschaft (Beruf, Politik usw) partizipiert, wie der Rest.

Man kann das nun Wahlfreiheit nennen. Dennoch ist es ein Zeichen von Rückständigkeit und patriarchalen Gesellschaftsstrukturen.
Meine Omas waren beide ihr Leben lang Hausfrauen -selbstgewählt. Diese Wahlfreiheit von ihnen ändert aber nichts daran, dass sie letztlich natürlich trotzdem nur Opfer patriarchaler Strukturen waren, da sie in dem Selbstverständnis aufwuchsen und erzogen wurden, dass Frauen nicht arbeiten gehen sollen, sondern in der Küche stehen sollen. Sie trafen dann die eigene Entscheidung, Hausfrauen zu werden, eine Entscheidung die aber nur eine Folge ihrer patriarchalen, unterdrückerischen Sozialisation war.

Daher ist es legitim zu sagen, dass ein Gender-Pay-Gap ein Zeichen von Rückständigkeit und nicht überwundener Frauenunterdrückung ist. Ob die Frauen diese eigene Unterdrückung selbst wählen oder nicht, ändert an dieser Tatsache nichts.

Solange es einen Gender Pay Gap gibt, heißt das, dass wahre Gleichstellung und das Ende von (Folgen der) Frauenunterdrückung noch nicht erreicht ist. Und weiter daran gearbeitet werden muss.
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Re: Gehalter Gender-gap

Beitragvon Maskulist » Mi 8. Feb 2017, 21:50

Hyde hat geschrieben:(08 Feb 2017, 17:48)

Nein, es zeigt vor allem, dass sich Frauen (auch, aber nicht nur in ihrem eigenen Denken) noch nicht vollständig aus ihrer Unterdrückung befreit haben.

Wenn eine bestimmte gesellschaftliche Gruppe 500 Jahre lang massiv unterdrückt wurde, dann ist es völlig normal, dass diese Gruppe danach auch von sich aus nicht von heute auf morgen im gleichen Maß an den Feldern der Gesellschaft (Beruf, Politik usw) partizipiert, wie der Rest.

Man kann das nun Wahlfreiheit nennen. Dennoch ist es ein Zeichen von Rückständigkeit und patriarchalen Gesellschaftsstrukturen.
Meine Omas waren beide ihr Leben lang Hausfrauen -selbstgewählt. Diese Wahlfreiheit von ihnen ändert aber nichts daran, dass sie letztlich natürlich trotzdem nur Opfer patriarchaler Strukturen waren, da sie in dem Selbstverständnis aufwuchsen und erzogen wurden, dass Frauen nicht arbeiten gehen sollen, sondern in der Küche stehen sollen. Sie trafen dann die eigene Entscheidung, Hausfrauen zu werden, eine Entscheidung die aber nur eine Folge ihrer patriarchalen, unterdrückerischen Sozialisation war.

Daher ist es legitim zu sagen, dass ein Gender-Pay-Gap ein Zeichen von Rückständigkeit und nicht überwundener Frauenunterdrückung ist. Ob die Frauen diese eigene Unterdrückung selbst wählen oder nicht, ändert an dieser Tatsache nichts.

Solange es einen Gender Pay Gap gibt, heißt das, dass wahre Gleichstellung und das Ende von (Folgen der) Frauenunterdrückung noch nicht erreicht ist. Und weiter daran gearbeitet werden muss.

Für feministische Mythen mache bitte einen eigenen Strang auf! Frauen wurden nicht unterdrückt. Völker wurden unterdrückt, Gesellschaftsschichten, Ethnien, politische Meinungen. Aber Frauen nicht!
Frauen wurden in einigen Bereichen benachteiligt - Männer in anderen. Im Endeffekt hielten sich die Benachteiligungen beider Geschlechter die Waage - zumindest bis zum Aufkeimen des radikalen Feminismus.

Frauen wurden in den letzten 500 Jahren massiv unterdrückt?

Dagegen spricht unter anderem die Anzahl weiblicher Herrscher (nur Europa bis 1200):
Königin Beatrix von Oranien-Nassau, Niederlande, 1980-2013, dankte zugunsten ihres Sohnes König Willem-Alexander ab
Königin Juliana von Oranien-Nassau, Niederlande, 1948-1980
Großherzogin Charlotte von Luxemburg, Luxemburg, 1919-1964
Großherzogin Maria-Adelheid von Luxemburg, Luxemburg, 1912-1919
Königin Wilhelmina von Oranien-Nassau, 1890-1948, Niederlande
Königin Viktoria von Hannover, 1837-1901, Großbritannien und Irland, Kaiserin von Indien
Königin Isabella II., 1833-1868, Spanien, gelangte als zweijährige auf den spanischen Königsthron, ging 1868 ins Exil. Starb 1904 in Paris.
Königin Maria II., 1826-1828, 1834-1853, Portugal
Königin Maria I., 1777-1816, Portugal
Zarin Katharina die Große, 1762-1796, Russland
Zarin Elisabeth, 1741-1761, Russland
Erzherzogin Maria Theresia, 1740-1780, Erzherzogin von Österreich, Königin von Böhmen und Ungarn, Römische Kaiserin
Zarin Anna, 1730-1740, Russland
Zarin Katharina I., 1725-1727, Russland
Königin Ulrike I. Eleonore, 1718-1720, Schweden
Königin Anne Stuart, 1702-1714, England, Irland und Schottland bzw. von Großbritannien und Irland
Königin Maria II., 1689-1694, England, Irland und Schottland
Königin Christine von Schweden, 1632-1654 (abgedankt), Schweden
Königin Elisabeth I., 1558-1603, England und Irland
Königin Maria I., 1553-1558, England und Irland
Königin Maria Stuart, 1542-1567, Schottland
Königin Katharina Cornaro, 1474, Zypern, Kleinarmenien und Jerusalem
Königin Carlotta von Lusignan, 1458-1460, Zypern, Kleinarmenien und Jerusalem
Königin Isabella von Kastilien, 1474-1504, Kastilien-León
Königin Margarethe I., 1387-1412, Dänemark, Norwegen und Schweden
Königin Maria, 1382-1395, Ungarn
Königin Hedwig, 1382-1399, Polen
Kaiserin Anna Anachutu Komnene, 1341, 1341-1342, Trapezunt
Kaiserin Irene Palaiologina, 1340-1341, Trapezunt
Königin Margarete, 1286-1290, Schottland
Kaiserin Theodora Komnene, 1284-1285, Trapezunt
Königin Berenguela, 1217, Kastilien
Königin Isabella II. von Jerusalem, 1212-1228
Gender Mainstreaming ist eine brandgefährliche Manipulationsmethode, die sich wie ein Steppenbrand in der Geisteswelt des Westens in den letzten Jahrzehnten ausgebreitet hat.
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Re: Gehalter Gender-gap

Beitragvon Dark Angel » Mi 8. Feb 2017, 23:08

Hyde hat geschrieben:(08 Feb 2017, 02:37)

So oder so ist der Gender Pay Gap ein Indikator dafür, wie emanzipiert oder nicht eine Gesellschaft ist.
Wenn deutlich mehr Männer als Frauen in höheren Positionen sind, deutlich mehr Frauen als Männer Teilzeit arbeiten und mehr Frauen in geringer qualifizierten Berufen arbeiten, und somit in der Summe deutlich weniger verdienen, dann ist das ein Zeichen unserer Rückständigkeit.

Was hat das denn mit rückständig zu tun, wenn Frauen selbst entscheiden, ob sie in "höhere Positionen" wollen oder nicht, wenn sie sich für "typische Frauenberufe" entscheiden, weil das ihren geschlechtsspezifischen (angeborenen Verhaltensmustern besser entspricht.
Gleichberechtigung heißt immer noch gleiche Rechte, aber nicht die Pflicht, unter allen Umständen und unter allen Bedingungen in allen Berufen paritätisch vertreten zu sein.
Es sollte schlicht und ergreifend den Frauen die Entscheidung überlassen werden, welchen Beruf sie ergreifen.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Gehalter Gender-gap

Beitragvon Selina » Mi 8. Feb 2017, 23:15

Angeborene Verhaltensmuster? Das meiste davon ist erworben und anerzogen. Das "Angeborene" kannste fast vernachlässigen, so geringfügig ist das.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
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Re: Gehalter Gender-gap

Beitragvon Dark Angel » Mi 8. Feb 2017, 23:20

Hyde hat geschrieben:(08 Feb 2017, 17:48)

Nein, es zeigt vor allem, dass sich Frauen (auch, aber nicht nur in ihrem eigenen Denken) noch nicht vollständig aus ihrer Unterdrückung befreit haben.

Unsinn! Frauen können selbst entscheiden und sie entscheiden selbst.
Der Nonsens, der von Gendervertretern behauptet wird, dass Verhaltensmuster nur "sozial konstruiert" wären und man sie nur "geschlechtsneutral" erziehen müsste ist mehrfach widerlegt - allerdings waren das so phöhse Biologen/Evolutionspyhologen, die das widerlegt haben, aber das muss ja keiner zur Kenntnis nehmen. Schließlich haben die Gendervertreter ja eine Theorie.

Hyde hat geschrieben:(08 Feb 2017, 17:48)
Man kann das nun Wahlfreiheit nennen. Dennoch ist es ein Zeichen von Rückständigkeit und patriarchalen Gesellschaftsstrukturen.

Noch son Blödsinn! Es gibt keine "patriarchalen Gesellschaftsstrukturen" und es gab nie welche!
Das Gefasel vom Patriarchat/patriarchalen Gesellschaftsstrukturen ist nichts weiter als Ideologie - eingeführt von Friedrich Engels in seinem Werk "Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats". Der ganze ideologische Mist wird bis heute unreflektiert nachgequatscht.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Gehalter Gender-gap

Beitragvon Dark Angel » Mi 8. Feb 2017, 23:32

Selina hat geschrieben:(08 Feb 2017, 23:15)

Angeborene Verhaltensmuster? Das meiste davon ist erworben und anerzogen. Das "Angeborene" kannste fast vernachlässigen, so geringfügig ist das.

DENKSTE!
Das Angeborene kann eben NICHT vernachlässigt werden, weil bereits Neugeborene deutliche Unterschiede im Verhalten aufweisen.
Es IST empirisch nachgewiesen, dass Mädchen länger Gesichter betrachten und Jungen Bewegungen verfolgen - und zwar Säuglinge, die gerade mal 24 Stunden als sind. Da ist noch nichts erworben - das ist angeboren.
Und es ist nachgewiesen, dass Kinder im Alter von 5 Monaten geschlechtspezifische Verhaltensmuster zeigen - Mädchen bevorzugen Puppen und anderes "Mädchenspielzeug" und Jungen bevorzugen technisches Spielzeug. "Geschlechtsneutrales" Spielzeug wird von beiden weitestgehend ignoriert. In diesem Alter ist ebenfalls noch nichts "erworben".
Gleiches Ergebnis haben auch Tests mit Primaten (Rhesusäffchen) ergeben - die Weibchen kümmerten sich um Puppen, als wären es hilflose Jungtiere während sich die Männchen für die Puppen überhaupt nicht interessierten, dafür jedoch für Bälle und Schachteln.
Die Affen haben dann wohl die geschlechtsspezifischen Verhaltensmuster auch erst erworben/anerzogen bekommen.
Wohlgemerkt es geht um Verhaltensmuster und nicht um Verhalten im Detail.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Gehalter Gender-gap

Beitragvon Ammianus » Mi 8. Feb 2017, 23:35

Maskulist hat geschrieben:(08 Feb 2017, 21:50)

Für feministische Mythen mache bitte einen eigenen Strang auf! Frauen wurden nicht unterdrückt. Völker wurden unterdrückt, Gesellschaftsschichten, Ethnien, politische Meinungen. Aber Frauen nicht!
Frauen wurden in einigen Bereichen benachteiligt - Männer in anderen. Im Endeffekt hielten sich die Benachteiligungen beider Geschlechter die Waage - zumindest bis zum Aufkeimen des radikalen Feminismus.

Frauen wurden in den letzten 500 Jahren massiv unterdrückt?

Dagegen spricht unter anderem die Anzahl weiblicher Herrscher (nur Europa bis 1200):
Königin Beatrix von Oranien-Nassau, Niederlande, 1980-2013, dankte zugunsten ihres Sohnes König Willem-Alexander ab
Königin Juliana von Oranien-Nassau, Niederlande, 1948-1980
Großherzogin Charlotte von Luxemburg, Luxemburg, 1919-1964
Großherzogin Maria-Adelheid von Luxemburg, Luxemburg, 1912-1919
Königin Wilhelmina von Oranien-Nassau, 1890-1948, Niederlande
Königin Viktoria von Hannover, 1837-1901, Großbritannien und Irland, Kaiserin von Indien
Königin Isabella II., 1833-1868, Spanien, gelangte als zweijährige auf den spanischen Königsthron, ging 1868 ins Exil. Starb 1904 in Paris.
Königin Maria II., 1826-1828, 1834-1853, Portugal
Königin Maria I., 1777-1816, Portugal
Zarin Katharina die Große, 1762-1796, Russland
Zarin Elisabeth, 1741-1761, Russland
Erzherzogin Maria Theresia, 1740-1780, Erzherzogin von Österreich, Königin von Böhmen und Ungarn, Römische Kaiserin
Zarin Anna, 1730-1740, Russland
Zarin Katharina I., 1725-1727, Russland
Königin Ulrike I. Eleonore, 1718-1720, Schweden
Königin Anne Stuart, 1702-1714, England, Irland und Schottland bzw. von Großbritannien und Irland
Königin Maria II., 1689-1694, England, Irland und Schottland
Königin Christine von Schweden, 1632-1654 (abgedankt), Schweden
Königin Elisabeth I., 1558-1603, England und Irland
Königin Maria I., 1553-1558, England und Irland
Königin Maria Stuart, 1542-1567, Schottland
Königin Katharina Cornaro, 1474, Zypern, Kleinarmenien und Jerusalem
Königin Carlotta von Lusignan, 1458-1460, Zypern, Kleinarmenien und Jerusalem
Königin Isabella von Kastilien, 1474-1504, Kastilien-León
Königin Margarethe I., 1387-1412, Dänemark, Norwegen und Schweden
Königin Maria, 1382-1395, Ungarn
Königin Hedwig, 1382-1399, Polen
Kaiserin Anna Anachutu Komnene, 1341, 1341-1342, Trapezunt
Kaiserin Irene Palaiologina, 1340-1341, Trapezunt
Königin Margarete, 1286-1290, Schottland
Kaiserin Theodora Komnene, 1284-1285, Trapezunt
Königin Berenguela, 1217, Kastilien
Königin Isabella II. von Jerusalem, 1212-1228


Hm, jetzt hast du, wenn ich mich nicht verzählt habe, 33 Herrscherinnen in Europa seit 1200 aufgelistet. Gut und schön. Dann setzte aber auch alle männlichen Herrscher dagegen und ermittle das Verhältnis. Erst dann wäre eine Aussage von Wert.
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Selina
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Re: Gehalter Gender-gap

Beitragvon Selina » Mi 8. Feb 2017, 23:54

Dieser Sachverhalt, wie viel von der Geschlechtsspezifik angeboren und wie viel erworben ist, wird immer noch heftig diskutiert. Da steht gar nichts fest. Wenn ein Mädchen nur mit Brüdern aufwächst, kann es durchaus viele scheinbar männliche Eigenschaften ausprägen und zum Beispiel auch mehr mit Autos statt mit Puppen spielen. Und umgekehrt bei Jungs, die auch mit Puppen spielen. Sicher gibt es auch genetische Prägungen, aber das meiste ist erworben.
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