Sexualkundeunterricht ohne Tabus

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pikant
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Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon pikant » Do 19. Jan 2017, 10:00

in Luxemburg will die Regierung mit der Planung Familial zukuenftig enger zusammenarbeiten Geld bereitstellen um den 'Sexualkundeunterricht ohne Tabus' in den Schulen verstaerkt zu installieren, da im Grossherzogtum noch einige Schulen hinterherhinken und nicht alle Aspekte der Sexualitaet im Schulunterricht beleuchten.

www.lessentiel.lu/de/luxemburg/story/Se ... n-29629128

gibt es sowas auch schon in Deutschland und waere dieses nicht auch ein Vorbild um sowas in Deutschland einzufuehren damit die Kinder umfassend in der Schule ueber Sexualitat unterrichtet werden und auch ueber Formen, wie Transsexualitaet?
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Provokateur » Do 19. Jan 2017, 10:56

pikant hat geschrieben:(19 Jan 2017, 10:00)
gibt es sowas auch schon in Deutschland und waere dieses nicht auch ein Vorbild um sowas in Deutschland einzufuehren damit die Kinder umfassend in der Schule ueber Sexualitat unterrichtet werden und auch ueber Formen, wie Transsexualitaet?


Es gibt Ansätze. Aber vielen gefallen diese nicht. Die fürchten, dass ihre Kinder schwul werden, wenn denen erklärt wird, dass Homosexualität keine Perversion ist.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Dark Angel » Do 19. Jan 2017, 11:41

pikant hat geschrieben:(19 Jan 2017, 10:00)

in Luxemburg will die Regierung mit der Planung Familial zukuenftig enger zusammenarbeiten Geld bereitstellen um den 'Sexualkundeunterricht ohne Tabus' in den Schulen verstaerkt zu installieren, da im Grossherzogtum noch einige Schulen hinterherhinken und nicht alle Aspekte der Sexualitaet im Schulunterricht beleuchten.

http://www.lessentiel.lu/de/luxemburg/s ... n-29629128

gibt es sowas auch schon in Deutschland und waere dieses nicht auch ein Vorbild um sowas in Deutschland einzufuehren damit die Kinder umfassend in der Schule ueber Sexualitat unterrichtet werden und auch ueber Formen, wie Transsexualitaet?

Solange ein solcher Unterricht im Fach Sexualkunde/Biologie erfolgt und sich an biologischen Fakten orientiert und auch die soziale Komponente beinhaltet, ist dagegen nichts einzuwenden.
Wenn allerdings die Meinung vorherrscht, Sexualität (Gender) in den Vordergrund zur stellen und "fächerübergreifend" unterrichten zu müssen, wobei der Unterricht ideologisch "gefärbt" ist - heißt sich an den Befindlichkeiten einer verschwindend geringen Minderheit innerhalb einer Minderheit orientiert, hört der "Spaß" auf.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon NMA » Do 19. Jan 2017, 11:45

Ist mir ja eigentlich wurscht, ich bin da liberal und ich kann mir nicht vorstellen, dass man den Kindern schadet, aber ich frage mich ja schon, ob es nichts Wichtigeres gibt. Soll doch der Biolehrer entscheiden, was er erzählt oder auf welche Fragen er eingeht. Dazu brauchts doch keine Politik. So ein Krampf :rolleyes:
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon pikant » Do 19. Jan 2017, 11:46

Dark Angel hat geschrieben:(19 Jan 2017, 11:41)

Solange ein solcher Unterricht im Fach Sexualkunde/Biologie erfolgt und sich an biologischen Fakten orientiert und auch die soziale Komponente beinhaltet, ist dagegen nichts einzuwenden.
Wenn allerdings die Meinung vorherrscht, Sexualität (Gender) in den Vordergrund zur stellen und "fächerübergreifend" unterrichten zu müssen, wobei der Unterricht ideologisch "gefärbt" ist - heißt sich an den Befindlichkeiten einer verschwindend geringen Minderheit innerhalb einer Minderheit orientiert, hört der "Spaß" auf.


was ist daran ideologisch, wenn man alle Arten der Sexualitaet beleuchtet und Lehrern die Moeglichkeit gibt, diese Arten der Sexualitaet gruendlich zu unterrichten. und sich vorher beim Institut zu informieren?
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Provokateur » Do 19. Jan 2017, 11:47

NMA hat geschrieben:(19 Jan 2017, 11:45)

Ist mir ja eigentlich wurscht, ich bin da liberal und ich kann mir nicht vorstellen, dass man den Kindern schadet, aber ich frage mich ja schon, ob es nichts Wichtigeres gibt. Soll doch der Biolehrer entscheiden, was er erzählt oder auf welche Fragen er eingeht. Dazu brauchts doch keine Politik. So ein Krampf :rolleyes:


Naja, auch manche Biolehrer wollen manchmal keine Sachen ansprechen, die sie in ihrem persönlichen Schamgefühl berühren - auch wenn das ihre Aufgabe wäre.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon NMA » Do 19. Jan 2017, 11:51

Provokateur hat geschrieben:(19 Jan 2017, 11:47)

Naja, auch manche Biolehrer wollen manchmal keine Sachen ansprechen, die sie in ihrem persönlichen Schamgefühl berühren - auch wenn das ihre Aufgabe wäre.


Dann sollen sie es halt lassen. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass es niemanden juckt, ob das angesprochen wird oder nicht. Aber ja, als Lehrer oder Lehrerin sollte man wirklich so professionell sein und ausnahmslos alles ansprechen können. So was muss dem Lehrer überlassen bleiben, die Politik sollte Wichtigeres zu tun haben.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon pikant » Do 19. Jan 2017, 11:54

NMA hat geschrieben:(19 Jan 2017, 11:45)

Ist mir ja eigentlich wurscht, ich bin da liberal und ich kann mir nicht vorstellen, dass man den Kindern schadet, aber ich frage mich ja schon, ob es nichts Wichtigeres gibt. Soll doch der Biolehrer entscheiden, was er erzählt oder auf welche Fragen er eingeht. Dazu brauchts doch keine Politik. So ein Krampf :rolleyes:


die Politik macht die Lehrplaene, aber hier geht es um ein Zentrum, wo man sich als Lehrer zB. informieren kann, wie man Sex und welche Formen im Unterricht anspricht.
da stehen geschulte Sexualexperten dem Lehrer zur Verfuegung und es kann nie schlecht sein, wenn Lehrer sich neue Horizonte erschliessen und diese dann den Schuelern im Unterricht vermitteln.
in Luxemburg soll es halt keine Tabus beim Sexualunterricht mehr geben und ja auch manche Lehrer sind noch mit Tabus behaftet und das soll dieses Zentrum leisten, auch den Lehrern diese Tabus zu nehmen und dann kann man es besser dem Schueler vermitteln
finde das eine recht gut Idee sowas staatlich zu foerdern mit Geld.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Fuerst_48 » Do 19. Jan 2017, 13:02

NMA hat geschrieben:(19 Jan 2017, 11:45)

Ist mir ja eigentlich wurscht, ich bin da liberal und ich kann mir nicht vorstellen, dass man den Kindern schadet, aber ich frage mich ja schon, ob es nichts Wichtigeres gibt. Soll doch der Biolehrer entscheiden, was er erzählt oder auf welche Fragen er eingeht. Dazu brauchts doch keine Politik. So ein Krampf :rolleyes:

Der "Krampf" besteht darin, dass man seinerzeit mit prüden Vorstellungen Sexualität tabuisiert hat und nun das Gegenteil ventiliert. Homosexualität zu besprechen (thematisieren) ist okay, aber als "quasinormal" darzustellen, ist verfehlt.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon pikant » Do 19. Jan 2017, 13:09

Fuerst_48 hat geschrieben:(19 Jan 2017, 13:02)

Der "Krampf" besteht darin, dass man seinerzeit mit prüden Vorstellungen Sexualität tabuisiert hat und nun das Gegenteil ventiliert. Homosexualität zu besprechen (thematisieren) ist okay, aber als "quasinormal" darzustellen, ist verfehlt.


in Luxemburg ist Homosexualitaet voellig normal und die Ehe ist der Hetero in allen Punkten gleichgestellt mit Adoptionsrecht zudem - der Staatspraesident Bettel ist mit einem Mann verheiratet und bezeichnet sich und seine Liebe als vollkommen normal, was es auch ist :).
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Fuerst_48 » Do 19. Jan 2017, 13:16

pikant hat geschrieben:(19 Jan 2017, 13:09)

in Luxemburg ist Homosexualitaet voellig normal und die Ehe ist der Hetero in allen Punkten gleichgestellt mit Adoptionsrecht zudem - der Staatspraesident Bettel ist mit einem Mann verheiratet und bezeichnet sich und seine Liebe als vollkommen normal, was es auch ist :).

Der konfliktfreie Umgang mit der Homosexualität ist "normal", nicht die Homosexualität an sich.
Die Homosexualität stellt eine Abweichung von der "NORM" dar, ist aber keine Krankheit oder Sünde, oder sonst was Versponnenes.
Nur zur Präzisierung des Sprachgebrauchs, okay !?
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon pikant » Do 19. Jan 2017, 13:18

Fuerst_48 hat geschrieben:(19 Jan 2017, 13:16)

Der konfliktfreie Umgang mit der Homosexualität ist "normal", nicht die Homosexualität an sich.
Die Homosexualität stellt eine Abweichung von der "NORM" dar, ist aber keine Krankheit oder Sünde, oder sonst was Versponnenes.
Nur zur Präzisierung des Sprachgebrauchs, okay !?


ihre Meinung teile ist nicht und ja in den Schulen sollte tabufrei ueber alle Arten der Sexualitaet informiert werden.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Dark Angel » Do 19. Jan 2017, 13:23

pikant hat geschrieben:(19 Jan 2017, 11:46)

was ist daran ideologisch, wenn man alle Arten der Sexualitaet beleuchtet und Lehrern die Moeglichkeit gibt, diese Arten der Sexualitaet gruendlich zu unterrichten. und sich vorher beim Institut zu informieren?

Was verstehst du unter gründlich zu unterrichten?
Es gibt nicht verschiedene Arten von Sexualität, nur verschiedene sexuelle Orientierungen.
Diese sind angeboren, beruhen auf pränatalen Fehlentwicklungen aufgrund von Umwelteinflüssen und/oder genetischen Defekten.
Ideologisch daran ist, dass Fehlentwicklung nicht Fehlentwicklung genannt werden darf, sondern als "normal" zu betrachten ist, weil sich daraus eine Wertung ableiten leße und damit eine Diskriminierung der Betreffenden begründet werden könnte. Also ein klassischer naturalistischer Fehlschluss (von sein auf sollen geschlossen wird) konstuiert wird. Ideologisch daran ist auch, dass sich die Betreffenden schon allein aus der Tatsache, dass von Fehlentwicklung gesprochen wird, diskriminiert fühlen könnten.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon pikant » Do 19. Jan 2017, 13:25

Dark Angel hat geschrieben:(19 Jan 2017, 13:23)

Was verstehst du unter gründlich zu unterrichten?
Es gibt nicht verschiedene Arten von Sexualität, nur verschiedene sexuelle Orientierungen.
Diese sind angeboren, beruhen auf pränatalen Fehlentwicklungen aufgrund von Umwelteinflüssen und/oder genetischen Defekten.
Ideologisch daran ist, dass Fehlentwicklung nicht Fehlentwicklung genannt werden darf, sondern als "normal" zu betrachten ist, weil sich daraus eine Wertung ableiten leße und damit eine Diskriminierung der Betreffenden begründet werden könnte. Also ein klassischer naturalistischer Fehlschluss (von sein auf sollen geschlossen wird) konstuiert wird. Ideologisch daran ist auch, dass sich die Betreffenden schon allein aus der Tatsache, dass von Fehlentwicklung gesprochen wird, diskriminiert fühlen könnten.


das ist Ihre Meinung, die man nicht teilen muss und viele teilen diese auch nicht
das muessen sie halt respektieren.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon PeterK » Do 19. Jan 2017, 13:26

Dark Angel hat geschrieben:(19 Jan 2017, 13:23)
... beruhen auf pränatalen Fehlentwicklungen aufgrund von Umwelteinflüssen und/oder genetischen Defekten.

What???
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Fuerst_48 » Do 19. Jan 2017, 13:28

Dark Angel hat geschrieben:(19 Jan 2017, 13:23)

Was verstehst du unter gründlich zu unterrichten?
Es gibt nicht verschiedene Arten von Sexualität, nur verschiedene sexuelle Orientierungen.
Diese sind angeboren, beruhen auf pränatalen Fehlentwicklungen aufgrund von Umwelteinflüssen und/oder genetischen Defekten.
Ideologisch daran ist, dass Fehlentwicklung nicht Fehlentwicklung genannt werden darf, sondern als "normal" zu betrachten ist, weil sich daraus eine Wertung ableiten leße und damit eine Diskriminierung der Betreffenden begründet werden könnte. Also ein klassischer naturalistischer Fehlschluss (von sein auf sollen geschlossen wird) konstuiert wird. Ideologisch daran ist auch, dass sich die Betreffenden schon allein aus der Tatsache, dass von Fehlentwicklung gesprochen wird, diskriminiert fühlen könnten.

Ja, so wollte ich es auch verstanden wissen. Danke!
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Dark Angel » Do 19. Jan 2017, 13:29

pikant hat geschrieben:(19 Jan 2017, 13:09)

in Luxemburg ist Homosexualitaet voellig normal und die Ehe ist der Hetero in allen Punkten gleichgestellt mit Adoptionsrecht zudem - der Staatspraesident Bettel ist mit einem Mann verheiratet und bezeichnet sich und seine Liebe als vollkommen normal, was es auch ist :).

Das sind aber zwei vollkommen verschiedene "Paar Schuhe" die hier miteinander verschwurbelt werden.
Das eine - eine Ehe eingehen zu dürfen - hat etwas mit gleichen Rechten zu tun, das andere ist eine biologische Tatsache, auf die der Mensch keinen Einfluss hat und die er nicht ändern kann. Auf geltendes Recht, auf den rechtlichen Status hat der Mensch sehr wohl Einfluss und in diesem Bereich kann Veränderungen vornehmen, seine Sexualität kann der Mensch NICHT ändern und/oder beeinflussen.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon pikant » Do 19. Jan 2017, 13:33

Dark Angel hat geschrieben:(19 Jan 2017, 13:29)

Das sind aber zwei vollkommen verschiedene "Paar Schuhe" die hier miteinander verschwurbelt werden.
Das eine - eine Ehe eingehen zu dürfen - hat etwas mit gleichen Rechten zu tun, das andere ist eine biologische Tatsache, auf die der Mensch keinen Einfluss hat und die er nicht ändern kann. Auf geltendes Recht, auf den rechtlichen Status hat der Mensch sehr wohl Einfluss und in diesem Bereich kann Veränderungen vornehmen, seine Sexualität kann der Mensch NICHT ändern und/oder beeinflussen.


das wird ueber die Gesetzgebung geregelt - jede Ehe wird halt gleich behandelt vom Gesetzgeber - finde ich vollkommen in Ordnung

in diesem Fall geht es aber um Sexualkundeunterrricht ohne Tabus - das will die Regierung foerdern mit Geld und den Lehrern auch Tabus nehmen, damit sie freier unterrichten koennen - finde diesen Gedankengang gut.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Dark Angel » Do 19. Jan 2017, 13:38

pikant hat geschrieben:(19 Jan 2017, 13:18)

ihre Meinung teile ist nicht und ja in den Schulen sollte tabufrei ueber alle Arten der Sexualitaet informiert werden.

Wo siehst du ein Tabu, wenn eine Tatsache auch als Solche benannt wird?
Norm, "normal" ist eine statistische Größe, die sich mittels mathematischer Methoden (Normalverteilung/Gaussche Glockenkurve) ermitteln lässt. Norm/normal bedeutet nicht mehr und nicht weniger als die auftretende Häufigkeit eines Ereignisses, einer Erscheinung. Und die Häufigkeit des Auftretens von Homosexualität liegt bei etwa 5 bis 10% und fällt somit aus der statistischen Normalverteilung heraus - ist nicht "normal".

Tabufrei bedeutet eine Tatsache auch als solche zu benennen und nicht neue Tabus aufzubauen, tabufrei bedeutet auch frei von Ideologie.
Homosexualität als "normal" anzusehen, obwohl mathematische Methoden das genaue Gegenteil belegen, ist Ideologie.
Der zwanghafte Versuch alles was natürlich ist/auf natürlichem Wege, ohne Einflussmöglichkeit des Menschen entsteht, als "normal" anzusehen ist nicht nur Ideologie, sondern auch ein Tabu.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon pikant » Do 19. Jan 2017, 13:41

Dark Angel hat geschrieben:(19 Jan 2017, 13:38)

Wo siehst du ein Tabu, wenn eine Tatsache auch als Solche benannt wird?
.


steht doch im Eingangslink drin - Transsexualitaet ist noch nicht bekannt genug und wird zu wenig auch in den Schulen vermittelt.
Deshalb ja das Zentrum und Geld von der Regierung um das bekannter zu machen und zu vermitteln :)

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