Sexualkundeunterricht ohne Tabus

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denkmal
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon denkmal » Mo 13. Mär 2017, 13:03

Hyde hat geschrieben:(29 Jan 2017, 00:35)

Jeder dieser Sätze ist falsch. Dass Homophobie verbreitet ist, bestätigt nicht nur jede Umfrage, sondern das merkt eigentlich auch jeder, der am normalen Gesellschaftsleben teilnimmt. Und dass diejenigen Menschen, die homophob sind, eh nicht von ihren Vorurteilen lassen werden, ist natürlich auch eine Aussage die nicht haltbar ist. Allein in den letzten 10-15 Jahren hat sich das gesellschaftliche Klima gegenüber Homosexualität wesentlich gebessert, was ja gerade zeigt, dass viele ihre Vorurteile mehr & mehr überdenken und überwinden. Das genaue Gegenteil von deiner Aussage ist also der Fall.

Selbst wenn nur 10% der Bevölkerung homophobe Tendenzen hätte (es sind wesentlich mehr) bestünde die Pflicht, dagegen anzukämpfen.


Vielleicht ist Homophobie eigentlich das falsche Wort, auch wenn es sich quasi "eingebürgert" hat - denn eine klassische klinische Phobie ist das doch nicht (eine typische Reaktion wäre Meiden des Angstgrundes).
Dann wären die betroffenen Menschen ja auch "krank" und dürften nicht diskrimniert werden. :x

Wäre nicht so etwas wie äh, "Heterosexismus" angebrachter... (als Ausdruck des Bekämpfens nicht normativer Gegebenheiten, hier die nicht normative sexuelle Orientierung)? Zumindest erinnert mich ein Ausspruch aus einer mir leider nicht mehr bekannten Quelle daran: "Lesben werden doppelt diskrimnniert - als Frau und als Nichtheteromensch".

Aber sei es wie es sei, ich glaube eh nicht daran, dass wir je eine völlig diskriminierungsfrei Gesellschaft erreichen werden. Der Mensch neigt zum Sich-abgrenzen.
Aber wir sollten uns natürlich ohne Frage trotzdem bemühen, Einzelnen nicht immer blindlings in ihren Ansichten von alleinseligmachenden Standpunkten zu folgen. Denn das ist das eigentlich problematische: Die Verengung des Blickwinkels durch "vorgegeben Denkweisen" und deren ausschliessliche (angenommene) Gültigkeit.
Im Laufe ihres steinernen Daseins nehmen sogar manche Denkmäler menschliche Züge an.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Flatterwesen » Di 14. Mär 2017, 10:15

pikant hat geschrieben:(19 Jan 2017, 10:00)

in Luxemburg will die Regierung mit der Planung Familial zukuenftig enger zusammenarbeiten Geld bereitstellen um den 'Sexualkundeunterricht ohne Tabus' in den Schulen verstaerkt zu installieren, da im Grossherzogtum noch einige Schulen hinterherhinken und nicht alle Aspekte der Sexualitaet im Schulunterricht beleuchten.

http://www.lessentiel.lu/de/luxemburg/s ... n-29629128

gibt es sowas auch schon in Deutschland und waere dieses nicht auch ein Vorbild um sowas in Deutschland einzufuehren damit die Kinder umfassend in der Schule ueber Sexualitat unterrichtet werden und auch ueber Formen, wie Transsexualitaet?


Transsexualität hat nichts mit Sexualität zu tun, sondern Geschlechtsidentität, aber sollte in der Schule behandelt wie jede Form von Sexualität und Geschlechtsidentität.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Katenberg » Di 14. Mär 2017, 15:35

Flatterwesen hat geschrieben:(14 Mar 2017, 10:15)

Transsexualität hat nichts mit Sexualität zu tun, sondern Geschlechtsidentität, aber sollte in der Schule behandelt wie jede Form von Sexualität und Geschlechtsidentität.


Warum eigentlich?
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Flatterwesen » Di 14. Mär 2017, 22:48

Katenberg hat geschrieben:(14 Mar 2017, 15:35)

Warum eigentlich?


Ich denke man sollte die Kinder und Jugendliche darüber ausklären das es Transsexualität, Homosexualität etc. gibt und das es normal und in Ordnung ist so zu sein.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Hyde » Mi 15. Mär 2017, 01:22

Katenberg hat geschrieben:(12 Mar 2017, 10:28)

Lass die Menschen doch homophob sein, wie sie wollen. Das geltende Recht zeigt eine klare Grenze auf, die es in ihrer Konsequenz durchzusetzen gilt. Hass und Sexualität sind Privatvergnügen, aus denen sich der Staat herauszuhalten hat.


Gesellschaften in denen diskriminierende Werte herrschen, gefährden nicht nur die Stabilität, sondern auch das Lebensglück der Menschen.
Ein Mensch, der grundlos Hass oder Abneigung auf andere Gruppen hat, kann kein ernsthaft glücklicher Mensch sein. Und ein Mensch, der von anderen grundlos Hass oder Abneigung erfahren muss, kann auch kein glücklicher Mensch sein.

Daher ist es unsinnig, sich nicht gegen diese Diskriminierungen zu positionieren und sie wo möglich auszumerzen. Sie nützen letztendlich niemandem, weder dem, der sie ausübt, noch dem, der sie erfährt.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Billie Holiday » Mi 15. Mär 2017, 05:19

Hyde hat geschrieben:(15 Mar 2017, 01:22)

Gesellschaften in denen diskriminierende Werte herrschen, gefährden nicht nur die Stabilität, sondern auch das Lebensglück der Menschen.
Ein Mensch, der grundlos Hass oder Abneigung auf andere Gruppen hat, kann kein ernsthaft glücklicher Mensch sein. Und ein Mensch, der von anderen grundlos Hass oder Abneigung erfahren muss, kann auch kein glücklicher Mensch sein.

Daher ist es unsinnig, sich nicht gegen diese Diskriminierungen zu positionieren und sie wo möglich auszumerzen. Sie nützen letztendlich niemandem, weder dem, der sie ausübt, noch dem, der sie erfährt.


Du wirst niemals Abneigung aus einem Bauchgefühl heraus verhindern können. Die Leute haben sich an geltende Gesetze zu halten und niemanden zu diskriminieren. Ansonsten gibt es keine Verpflichtung, alles und jeden toll zu finden.
Ich selbst bekomme einen Ekelherpes bei dem Gedanken, von so einer ollen Kampflesbe angegrabbelt zu werden. Deshalb aber diskriminiere ich sie noch lange nicht oder verletze ihre Menschenrechte.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Katenberg » Mi 15. Mär 2017, 06:41

Flatterwesen hat geschrieben:(14 Mar 2017, 22:48)

Ich denke man sollte die Kinder und Jugendliche darüber ausklären das es Transsexualität, Homosexualität etc. gibt und das es normal und in Ordnung ist so zu sein.


Du missverstehst: Du sagst ALLE Formen, natürlich ist das jeweils Privatsache und keiner hat das Recht das zu bewerten, wenn jemand es nicht Anderen aufdrängt.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Katenberg » Mi 15. Mär 2017, 09:11

Hyde hat geschrieben:(15 Mar 2017, 01:22)

Gesellschaften in denen diskriminierende Werte herrschen, gefährden nicht nur die Stabilität, sondern auch das Lebensglück der Menschen.
Ein Mensch, der grundlos Hass oder Abneigung auf andere Gruppen hat, kann kein ernsthaft glücklicher Mensch sein. Und ein Mensch, der von anderen grundlos Hass oder Abneigung erfahren muss, kann auch kein glücklicher Mensch sein.

Daher ist es unsinnig, sich nicht gegen diese Diskriminierungen zu positionieren und sie wo möglich auszumerzen. Sie nützen letztendlich niemandem, weder dem, der sie ausübt, noch dem, der sie erfährt.


Was ich da jetzt lese ist die Einordnung von Menschen nach Wert eines höheren "Lebensglück" und Meinungen "auszumerzen"...
Glück kann nicht das Prinzip staatlichen Handelns sein, es führt immer zur Zwangsbeglückung. Leben heißt entscheiden und das bedeutet schlussendlich Diskriminierung. Diskriminierung ist Freiheit.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Teeernte » Mi 15. Mär 2017, 09:26

Hyde hat geschrieben:(15 Mar 2017, 01:22)

Gesellschaften in denen diskriminierende Werte herrschen, gefährden nicht nur die Stabilität, sondern auch das Lebensglück der Menschen.
Ein Mensch, der grundlos Hass oder Abneigung auf andere Gruppen hat, kann kein ernsthaft glücklicher Mensch sein. Und ein Mensch, der von anderen grundlos Hass oder Abneigung erfahren muss, kann auch kein glücklicher Mensch sein.

Daher ist es unsinnig, sich nicht gegen diese Diskriminierungen zu positionieren und sie wo möglich auszumerzen. Sie nützen letztendlich niemandem, weder dem, der sie ausübt, noch dem, der sie erfährt.


Es gibt TROTZ dem kein Spezialistengehalt und WEITER Hartz4 ..... :D :D :D

...und man nennt das nicht Diskriminierung sondern Herausforderung.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon firlefanz11 » Mi 15. Mär 2017, 11:16

Katenberg hat geschrieben:(15 Mar 2017, 09:11)
Meinungen "auszumerzen"...

Die Lieblingsbeschäftigung der ach so toleranten Grünen... :rolleyes:
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 15. Mär 2017, 11:47

Katenberg hat geschrieben:(15 Mar 2017, 09:11)

Was ich da jetzt lese ist die Einordnung von Menschen nach Wert eines höheren "Lebensglück" und Meinungen "auszumerzen"...
Glück kann nicht das Prinzip staatlichen Handelns sein, es führt immer zur Zwangsbeglückung. Leben heißt entscheiden und das bedeutet schlussendlich Diskriminierung. Diskriminierung ist Freiheit.

Klar ist, dass es im realen Leben unvermeidlich Interessenskonflikte gibt. Wird eine attraktive Stelle ausgeschrieben und ich bekomme sie, gehen soundsoviel Mitbewerber leer aus. Ich würde das aber nicht als "Diskriminierung" dieser Mitbewerber ansehen. "Diskriminierung" als sozialer Begriff ist mit "Herabwürdigung" und/oder unreflektierter Bewertung von Persönlichkeitsmerkmalen, die mit der Sache, um die es bei der Lebensentscheidung geht, nix zu tun hat. Nur wenn also konkret bei gleicher Eignung ein Schwarzer, Homosexueller, Behinderter nicht bekommt, handelt es sich um Diskriminierung.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Occham » Mi 15. Mär 2017, 11:48

Fortpflanzung ist für Arterhalt ja wichtig, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das ausfällen würde, wenn es in den Schulen nicht unterrichtet werden würde und damit würde man auch die unangenehmen Themen umschiffen.
Große Dinge haben kleine Ursachen.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Katenberg » Mi 15. Mär 2017, 11:52

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Mar 2017, 11:47)

Klar ist, dass es im realen Leben unvermeidlich Interessenskonflikte gibt. Wird eine attraktive Stelle ausgeschrieben und ich bekomme sie, gehen soundsoviel Mitbewerber leer aus. Ich würde das aber nicht als "Diskriminierung" dieser Mitbewerber ansehen. "Diskriminierung" als sozialer Begriff ist mit "Herabwürdigung" und/oder unreflektierter Bewertung von Persönlichkeitsmerkmalen, die mit der Sache, um die es bei der Lebensentscheidung geht, nix zu tun hat. Nur wenn also konkret bei gleicher Eignung ein Schwarzer, Homosexueller, Behinderter nicht bekommt, handelt es sich um Diskriminierung.


Wenn bei gleicher Eignung die Betroffenen Personen etwas nicht bekommen, ist es Diskriminierung? Das beinhaltet jetzt aber auch schon wieder die Diskriminierung der Anderen.
Diskriminierung ist Ausgrenzung, Herabwürdigung ist da eine Interpretation.
Wenn ein Ladenbesitzer einer bestimmten Gruppe den Zugang verwehren möchte, halte ich das in den meisten Fällen für Moralisch verwerflich, ist jedoch sein gutes Recht und als solches zu verteidigen.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Teeernte » Mi 15. Mär 2017, 11:53

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Mar 2017, 11:47)

Klar ist, dass es im realen Leben unvermeidlich Interessenskonflikte gibt. Wird eine attraktive Stelle ausgeschrieben und ich bekomme sie, gehen soundsoviel Mitbewerber leer aus. Ich würde das aber nicht als "Diskriminierung" dieser Mitbewerber ansehen. "Diskriminierung" als sozialer Begriff ist mit "Herabwürdigung" und/oder unreflektierter Bewertung von Persönlichkeitsmerkmalen, die mit der Sache, um die es bei der Lebensentscheidung geht, nix zu tun hat. Nur wenn also konkret bei gleicher Eignung ein Schwarzer, Homosexueller, Behinderter nicht bekommt, handelt es sich um Diskriminierung.



Die Affen auf dem Baum....jeder der nach oben schaut ....sieht nur A...löcher.....und alle die herunter schauen sehen lächelnde Gesichter.

Diskriminierung ? Für manche . Ist der Lauf der Dinge.

Man stelle sich vor - alle Mädels währen IMMER willig.... man würde überhaupt nicht zum arbeiten kommen.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Provokateur » Mi 15. Mär 2017, 11:53

Occham hat geschrieben:(15 Mar 2017, 11:48)

Fortpflanzung ist für Arterhalt ja wichtig, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das ausfällen würde, wenn es in den Schulen nicht unterrichtet werden würde und damit würde man auch die unangenehmen Themen umschiffen.


Dann hast du jede Menge 16jähriger Mütter und Kinder, die von ihren Eltern verprügelt werden, weil "Homosexualität widernatürlich" ist und nirgendwo ein Korrektiv.
Cynic, n.: A blackguard whose faulty vision sees things as they are, not as they ought to be.

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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Teeernte » Mi 15. Mär 2017, 11:55

Katenberg hat geschrieben:(15 Mar 2017, 11:52)

Wenn bei gleicher Eignung die Betroffenen Personen etwas nicht bekommen, ist es Diskriminierung? Das beinhaltet jetzt aber auch schon wieder die Diskriminierung der Anderen.
Diskriminierung ist Ausgrenzung, Herabwürdigung ist da eine Interpretation.
Wenn ein Ladenbesitzer einer bestimmten Gruppe den Zugang verwehren möchte, halte ich das in den meisten Fällen für Moralisch verwerflich, ist jedoch sein gutes Recht und als solches zu verteidigen.


....und der Ladenbesitzer diskriminiert Leute ohne Geld......der "VERKAUFT" denen nichts.

Schon wieder hat mich ein Mädel ignoriert ....und keinen GV vollzogen....
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Teeernte » Mi 15. Mär 2017, 11:56

Provokateur hat geschrieben:(15 Mar 2017, 11:53)

Dann hast du jede Menge 16jähriger Mütter und Kinder, die von ihren Eltern verprügelt werden, weil "Homosexualität widernatürlich" ist und nirgendwo ein Korrektiv.


Körperkontakt zu den Eltern ? Das müssen Eltern sein - die NICHT von hier sind....
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Occham » Mi 15. Mär 2017, 12:46

Provokateur hat geschrieben:(15 Mar 2017, 11:53)

Dann hast du jede Menge 16jähriger Mütter und Kinder, die von ihren Eltern verprügelt werden, weil "Homosexualität widernatürlich" ist und nirgendwo ein Korrektiv.

Eine Massenmeinung kann schon was grausames werden, wird sich wohl auch nicht so schnell ändern.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Hyde » Mi 15. Mär 2017, 13:19

Katenberg hat geschrieben:(15 Mar 2017, 09:11)

Was ich da jetzt lese ist die Einordnung von Menschen nach Wert eines höheren "Lebensglück" und Meinungen "auszumerzen"...
Glück kann nicht das Prinzip staatlichen Handelns sein, es führt immer zur Zwangsbeglückung. Leben heißt entscheiden und das bedeutet schlussendlich Diskriminierung. Diskriminierung ist Freiheit.


Das Streben nach Glück ist immer die Grundmotivation, welche die Menschen nach Fortschritt und Entwicklung streben lässt.
Warum haben wir denn Gesetze eingeführt, die es verbieten, zu morden? Die es verbieten, zu diskriminieren? Die wirtschaftliche Erfolgschancen verbessern?
Wir taten das nicht, um mehr Sicherheit zu haben. Oder um freundlicher miteinander umzugehen. Oder um wohlhabender zu werden. Jedenfalls waren dies allenfalls die mittelbaren Ziele, die aber, wenn man es herunterbricht, letztendlich nur dem einen großen, ultimativen Ziel des Menschen dienen: dem Erfahren und Vermehren von Glück.

Auch das mit der Zeit beispielsweise homophobe Einstellungen immer mehr zurückgehen, liegt daran, dass der Mensch nach Glück strebt und nach und nach alles ausmerzt, was menschlichem Glück im Wege steht: Kriege, Unterdrückung, Armut, Diskriminierung.

Den Weg hin zu einer entwickelteren und glücklicheren Gesellschaft zu beschleunigen, war immer schon die Aufgabe und das Anliegen aller engagierten Menschen. Hätte deine Einstellung ("lasst den Rückständigen ihre Meinung, bekämpft sie nicht") seit Jahrtausenden vorgeherrscht, dann hätte unsere Zivilisation nie ihre heutige fortschrittliche Stufe erreicht.
Dann würden wir auch heute noch die Hexen verbrennen, die Schwulen von den Türmen stürzen und irgendwelchen absolutistischen Königen hinterherrennen.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Dark Angel » Mi 15. Mär 2017, 14:06

Hyde hat geschrieben:(15 Mar 2017, 01:22)

Gesellschaften in denen diskriminierende Werte herrschen, gefährden nicht nur die Stabilität, sondern auch das Lebensglück der Menschen.
Ein Mensch, der grundlos Hass oder Abneigung auf andere Gruppen hat, kann kein ernsthaft glücklicher Mensch sein. Und ein Mensch, der von anderen grundlos Hass oder Abneigung erfahren muss, kann auch kein glücklicher Mensch sein.

Daher ist es unsinnig, sich nicht gegen diese Diskriminierungen zu positionieren und sie wo möglich auszumerzen. Sie nützen letztendlich niemandem, weder dem, der sie ausübt, noch dem, der sie erfährt.

Jetzt muss ich mal die ganz dämlich Frage stellen: Wieso werden Menschen diskriminiert bzw fühlen sich diskriminiert, wenn andere Menschen Homosexualität nicht toll finden oder sich überhaupt dafür interessieren, welche sexuelle Orientierung und/oder welche sexuellen Präferenzen andere Menschen haben?
Die sexuelle Orientierung ist niemandem auf die Stirn tätowiert und i.d.R. geht auch niemand damit hausieren und/oder bindet das anderen beim ersten Gespräch auf die Nase.
Warum also dieser Hype?
Homosexuelle, Trans- oder Intersexuelle sind Menschen wie jeder andere, sie kleiden sich wie alle anderen, entsprechend ihrem ganz persönlichen Geschmack und sie gehen einer Beschäftigung/einem Job nach, wie alle anderen auch.
Eigentlich sind diejenigen, die bei allem und jedem "pfui Diskriminierung" greinen, eine kleine Minderheit, die - solchen Eindruck kann man durchaus gewinnen - ein Problem mit sich selbst, mit ihrer eigenen Identität haben und dieses auf die gesamte Gesellschaft projizieren.
Ich kann nur von mir ausgehen und mir ist es vollkommen wurscht, piepegal, mit wem der Betreffende liiert ist und/oder "Händchen hält" oder ins Bett hüpft. Was für micht zählt, ist der Mensch - sein Verhalten, wie er sich anderen gegenüber benimmt, sein Charakter.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen

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