Sexualkundeunterricht ohne Tabus

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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Katenberg » Mi 15. Mär 2017, 14:31

Dark Angel hat geschrieben:(15 Mar 2017, 14:06)

Jetzt muss ich mal die ganz dämlich Frage stellen: Wieso werden Menschen diskriminiert bzw fühlen sich diskriminiert, wenn andere Menschen Homosexualität nicht toll finden oder sich überhaupt dafür interessieren, welche sexuelle Orientierung und/oder welche sexuellen Präferenzen andere Menschen haben?
Die sexuelle Orientierung ist niemandem auf die Stirn tätowiert und i.d.R. geht auch niemand damit hausieren und/oder bindet das anderen beim ersten Gespräch auf die Nase.
Warum also dieser Hype?
Homosexuelle, Trans- oder Intersexuelle sind Menschen wie jeder andere, sie kleiden sich wie alle anderen, entsprechend ihrem ganz persönlichen Geschmack und sie gehen einer Beschäftigung/einem Job nach, wie alle anderen auch.
Eigentlich sind diejenigen, die bei allem und jedem "pfui Diskriminierung" greinen, eine kleine Minderheit, die - solchen Eindruck kann man durchaus gewinnen - ein Problem mit sich selbst, mit ihrer eigenen Identität haben und dieses auf die gesamte Gesellschaft projizieren.
Ich kann nur von mir ausgehen und mir ist es vollkommen wurscht, piepegal, mit wem der Betreffende liiert ist und/oder "Händchen hält" oder ins Bett hüpft. Was für micht zählt, ist der Mensch - sein Verhalten, wie er sich anderen gegenüber benimmt, sein Charakter.


Zustimmung, Sexualität ist Privatsache.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Flatterwesen » Do 16. Mär 2017, 09:25

Katenberg hat geschrieben:(15 Mar 2017, 14:31)

Zustimmung, Sexualität ist Privatsache.


Die frage ist inwiefern?
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Katenberg » Do 16. Mär 2017, 11:47

Flatterwesen hat geschrieben:(16 Mar 2017, 09:25)

Die frage ist inwiefern?


Precision of language, please
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon firlefanz11 » Do 16. Mär 2017, 15:14

Flatterwesen hat geschrieben:(16 Mar 2017, 09:25)

Die frage ist inwiefern?

Grundsätzlich... Ausser wenn es illegal wird natürlich...
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Hyde » Mo 20. Mär 2017, 08:48

Dark Angel hat geschrieben:(15 Mar 2017, 14:06)

Jetzt muss ich mal die ganz dämlich Frage stellen: Wieso werden Menschen diskriminiert bzw fühlen sich diskriminiert, wenn andere Menschen Homosexualität nicht toll finden


Aus welchem Grund sollte man grundlose Abneigung oder grundlosen Hass hinnehmen?

Wenn zum Beispiel Menschen eine Abneigung gegen Menschen mit anderer Hautfarbe haben, dann kann das eine Gesellschaft auch nicht einfach so hinnehmen, weil so etwas ungesunde, schädliche, zwietracht-säende Einstellungen sind, die dem Interesse einer friedfertigen Gesellschaft entgegenstehen.
Unsere Gesellschaft kann sich nicht einfach damit abfinden, dass Menschen gegen andere Menschen eine Abneigung haben einzig aufgrund ihrer Hautfarbe, oder aufgrund ihrer sexuellen Orientierung.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Dark Angel » Mo 20. Mär 2017, 10:44

Hyde hat geschrieben:(20 Mar 2017, 08:48)

Aus welchem Grund sollte man grundlose Abneigung oder grundlosen Hass hinnehmen?

Wenn zum Beispiel Menschen eine Abneigung gegen Menschen mit anderer Hautfarbe haben, dann kann das eine Gesellschaft auch nicht einfach so hinnehmen, weil so etwas ungesunde, schädliche, zwietracht-säende Einstellungen sind, die dem Interesse einer friedfertigen Gesellschaft entgegenstehen.
Unsere Gesellschaft kann sich nicht einfach damit abfinden, dass Menschen gegen andere Menschen eine Abneigung haben einzig aufgrund ihrer Hautfarbe, oder aufgrund ihrer sexuellen Orientierung.

Ist ja interessant. Ich habe ganz bewusst gefragt:
"Wieso werden Menschen diskriminiert bzw fühlen sich diskriminiert, wenn andere Menschen Homosexualität nicht toll finden?"

und zwar i.S.v. akzeptieren = befürworten/zustimmen, für sich selbst als wünschenswert annehmen/für sich selbst als relevant annehmen etc.
Aber - Akzeptanz, dieses "toll finden" beruht auf Freiwilligkeit, Akzeptanz kann nicht erzwungen werden.

Man kann aber nur etwas akzeptieren ("toll finden") was man auch beeinflussen kann. Genau das ist aber bei biologischen Tatsachen, wie sexuelle Orientierung, Haut-, Haar- und Augenfarbe, Geschlecht etc nicht der Fall.
Man kann also nur tolerieren - als gegeben/unabänderlich hinnehmen.
Aber Toleranz schein in der Sicht- und Denkweise einiger Zeitgenossen nicht mehr vorzukommen. Da gibt es nur noch schwarz-weiß-denken - "wenn du nicht dafür bist/für uns bist, dann bist du dagegen/gegen uns und musst entsprechend bekämpft werden". Das geht dann so weit, dass zwar die eigene sexuelle Orientierung als nicht veränderbar/biologisch festgelegt, nicht wählbar akzeptiert wird, aber im gleichen Atemzug Heterosexualität, die bei 95% aller Menschen genauso biologisch festgelegt ist, von den Betreffenden hinterfragt werden soll, als sei diese (im Gegensatz zur Homosexuelität) frei wählbar.
Deshalb noch einmal die Frage:
Wieso werden Menschen bereits dadurch diskriminiert bzw fühlen sich diskriminiert, wenn andere Menschen Homosexualität nicht toll finden?
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Provokateur » Mo 20. Mär 2017, 10:46

Dark Angel hat geschrieben:(20 Mar 2017, 10:44)

Ist ja interessant. Ich habe ganz bewusst gefragt:
"Wieso werden Menschen diskriminiert bzw fühlen sich diskriminiert, wenn andere Menschen Homosexualität nicht toll finden?"

und zwar i.S.v. akzeptieren = befürworten/zustimmen, für sich selbst als wünschenswert annehmen/für sich selbst als relevant annehmen etc.
Aber - Akzeptanz, dieses "toll finden" beruht auf Freiwilligkeit, Akzeptanz kann nicht erzwungen werden.


Akzeptieren heißt doch nicht "toll finden".

Wenn jemand akzeptiert, dass er Krebs hat, dann findet der den deswegen nicht toll.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Katenberg » Mo 20. Mär 2017, 12:43

Provokateur hat geschrieben:(20 Mar 2017, 10:46)

Akzeptieren heißt doch nicht "toll finden".

Wenn jemand akzeptiert, dass er Krebs hat, dann findet der den deswegen nicht toll.


Na doch, das ist ja der Unterschied zwischen Akzeptieren und Tolerieren.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Dark Angel » Mo 20. Mär 2017, 12:51

Provokateur hat geschrieben:(20 Mar 2017, 10:46)

Akzeptieren heißt doch nicht "toll finden".

Wenn jemand akzeptiert, dass er Krebs hat, dann findet der den deswegen nicht toll.

Darum habe ich auch geschrieben - akzeptieren im Sinne von ..., also bezogen auf das Verhalten oder die Handlungen anderer.
Bei sexueller Orientierung, Hautfarbe etc handelt es sich aber nicht um Handlungen oder Verhaltensweisen, die man befürworten, billigen und/oder gutheißen kann.
Man kann den Sachverhalt - der Mensch ist eben so - nur tolerieren und nur diese Toleranz kann eingefordert werden.
Akzeptanz kann eben nicht eingefordert werden.
Man kann z.B. auch gegen etwas Abneigung empfinden und es dennoch tolerieren.
Man kann aber ganz persönliche Empfindungen von Menschen nicht bekämpfen bzw fordern, doch gefälligst anders zu empfinden.
Aber das wird versucht, wenn Akzeptanz, statt Toleranz eingefordert wird.
Auf sich selbst bezogen bedeutet Akzeptanz, das vollständige Anerkennen/die vollständige Hinnahme eines Sachverhaltes.
Aber Akzeptanz ist immer freiwillig.
Und das trifft auch bei deinem Beispiel zu - man kann den Sachverhalt, an Krebs erkrankt zu sein, anerkennen/hinnehmen, man kann sich aber auch dagegen sperren bzw den Sachverhalt vor sich selbst verleugnen (weil nicht sein kann, was nicht sein darf).
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Provokateur » Mo 20. Mär 2017, 13:02

Katenberg hat geschrieben:(20 Mar 2017, 12:43)

Na doch, das ist ja der Unterschied zwischen Akzeptieren und Tolerieren.


Dark Angel hat geschrieben:Darum habe ich auch geschrieben - akzeptieren im Sinne von ..., also bezogen auf das Verhalten oder die Handlungen anderer.
Bei sexueller Orientierung, Hautfarbe etc handelt es sich aber nicht um Handlungen oder Verhaltensweisen, die man befürworten, billigen und/oder gutheißen kann.
Man kann den Sachverhalt - der Mensch ist eben so - nur tolerieren und nur diese Toleranz kann eingefordert werden.
Akzeptanz kann eben nicht eingefordert werden.
Man kann z.B. auch gegen etwas Abneigung empfinden und es dennoch tolerieren.
Man kann aber ganz persönliche Empfindungen von Menschen nicht bekämpfen bzw fordern, doch gefälligst anders zu empfinden.
Aber das wird versucht, wenn Akzeptanz, statt Toleranz eingefordert wird.
Auf sich selbst bezogen bedeutet Akzeptanz, das vollständige Anerkennen/die vollständige Hinnahme eines Sachverhaltes.
Aber Akzeptanz ist immer freiwillig.
Und das trifft auch bei deinem Beispiel zu - man kann den Sachverhalt, an Krebs erkrankt zu sein, anerkennen/hinnehmen, man kann sich aber auch dagegen sperren bzw den Sachverhalt vor sich selbst verleugnen (weil nicht sein kann, was nicht sein darf).


Zwischen Toleranz und Akzeptanz gibt es keinen Unterschied:

http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?f=41&t=60468
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Katenberg » Mo 20. Mär 2017, 13:05

Provokateur hat geschrieben:(20 Mar 2017, 13:02)

Zwischen Toleranz und Akzeptanz gibt es keinen Unterschied:

http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?f=41&t=60468


In der politischen Agitation gibt es durchaus Unterschiede. Empfehle die South Park-Folge "Todescamp der Toleranz"
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Provokateur » Mo 20. Mär 2017, 13:07

Katenberg hat geschrieben:(20 Mar 2017, 13:05)

In der politischen Agitation gibt es durchaus Unterschiede. Empfehle die South Park-Folge "Todescamp der Toleranz"


Kenne ich. Wurde auch später immer mal wieder aufgegriffen, es gibt da eine schöne Szene aus dem Toleranzmuseum.

Aber dennoch - entweder ich nehme Vielfalt hin oder ich lehne sie ab. Dazwischen gibt es nichts.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Katenberg » Mo 20. Mär 2017, 13:13

Provokateur hat geschrieben:(20 Mar 2017, 13:07)

Kenne ich. Wurde auch später immer mal wieder aufgegriffen, es gibt da eine schöne Szene aus dem Toleranzmuseum.

Aber dennoch - entweder ich nehme Vielfalt hin oder ich lehne sie ab. Dazwischen gibt es nichts.


Es geht ja auch um keinen Punkt dazwischen. Zumal mMn Sexualität Privatsache ist, dementsprechend keiner einem da reinzureden bzw keiner es Anderen aufzuzwingen hat. Ignoranz ist der bessere Weg.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Provokateur » Mo 20. Mär 2017, 13:18

Katenberg hat geschrieben:(20 Mar 2017, 13:13)

Es geht ja auch um keinen Punkt dazwischen. Zumal mMn Sexualität Privatsache ist, dementsprechend keiner einem da reinzureden bzw keiner es Anderen aufzuzwingen hat. Ignoranz ist der bessere Weg.


Man muss aber besprechen, dass Sexualität nicht nur in der heterosexuellen Variante existiert und dass das auch okay ist. So etwas bekommt nämlich nicht jeder Schüler von zuhause mit.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Katenberg » Mo 20. Mär 2017, 13:23

Provokateur hat geschrieben:(20 Mar 2017, 13:18)

Man muss aber besprechen, dass Sexualität nicht nur in der heterosexuellen Variante existiert und dass das auch okay ist. So etwas bekommt nämlich nicht jeder Schüler von zuhause mit.


Ich spreche mich ja auch nicht dagegen aus, dass Homo- und Bisexualität als normale Spielweisen der Sexualität angesehen werden, sondern gegen die Bildungspläne, die andere Ziele haben.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Dark Angel » Mo 20. Mär 2017, 13:25

Provokateur hat geschrieben:(20 Mar 2017, 13:02)

Zwischen Toleranz und Akzeptanz gibt es keinen Unterschied:

http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?f=41&t=60468

Ach gibt es nicht? Und wer legt das fest?
Der Unterschied zwischen Akzeptanz und Toleranz liegt darin, dass Toleranz eingeordert werden kann, Akzeptanz jedoch nicht. Akzeptanz ist immer freiwillig.
Man kann halt keine Zustimmung, Billigung von Handlungen und/oder Sachverhalten einfordern - genau das bedeutet Akzeptanz nämlich.
Man kann Toleranz - das gleichberechtigte Geltenlassen unterschiedlicher Meinungen, Verhaltensweisen, Handlungen - einfordern.

Homosexualität ist eine unbeeinflussbare/unveränderbare biologische Tatsache, ganz unabhängig davon ob die irgendjemand billigt, oder da seine Zustimmung erteilt, die befürwortet etc pp. Homosexualität kann nur toleriert werden = als gleichberechtigte sexuelle Orientierung gelten lassen.

Es besteht sehr wohl eine Unterschied ob etwas freiwillig geschieht oder ob etwas erzwungen/eingefordert werden kann.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Provokateur » Mo 20. Mär 2017, 13:29

Dark Angel hat geschrieben:(20 Mar 2017, 13:25)

Ach gibt es nicht? Und wer legt das fest?


Habe ich doch im oben angeführten Thema erläutert und ausführlich verteidigt...
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Dark Angel » Mo 20. Mär 2017, 13:37

Provokateur hat geschrieben:(20 Mar 2017, 13:18)

Man muss aber besprechen, dass Sexualität nicht nur in der heterosexuellen Variante existiert und dass das auch okay ist. So etwas bekommt nämlich nicht jeder Schüler von zuhause mit.

Gegen das Besprechen von biologischen Tatsachen, die unbeeinflussbar und unabänderlich sind, sagt niemand etwas - so lange dies sachlich und faktenbasiert erfolgt. Faktenbasiert bedeutet aber auch, zu erklären was Sexualität im eigentlichen Sinn bedeutet und faktenbasiert bedeutet auch zu erklären, dass "Abweichungen" natürlich sind, aber nur in einem geringen Prozentsatz auftreten.
Alles andere gerät zur Indoktrination bzw hart an die Grenze zur Indoktrination.
Es hat eigentlich niemanden zu interessieren, welche sexuelle Orientierung ein Mensch hat, genauso wenig wie sexuelle Orientierung irgeend einer Wertung zu unterziehen ist. Das gibt es, das ist halt so - und Ende - dadurch wird der betreffende Mensch weder besser noch schlechter.
Und A-löcher gibt es in jeder Gruppe.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Dark Angel » Mo 20. Mär 2017, 13:45

Provokateur hat geschrieben:(20 Mar 2017, 13:29)

Habe ich doch im oben angeführten Thema erläutert und ausführlich verteidigt...

Tja - du hast nur sehr gekonnt ausgeblendet, dass Toleranz auch "als gleichberechtigt gelten lassen" bedeutet und dich auf "erdulden und ertragen" beschränkt.
Und du hast bei Akzeptanz ausgeblendet, dass der Begriff außer "anerkennen und hinnehmen" auch "billigen, befürworten, gutheißen" bedeutet.
Unabänderliche Tatsachen, sind a) keine Meinung und b) kann man die nicht billigen, gutheißen oder befürworten.

Du hast dich bei deiner Besprechung von Toleranz und Akzeptanz auf die Überschneidung(en) beider Begriffe beschränkt und daraus abgeleitet, dass kein Unterschied bestehen würde. Die Unterschiede, die zwischen beiden Begriffen bestehen und dass Akzeptanz auf Freiwilligkeit beruht, kommt da nicht vor.
Da steckt doch nicht etwa Absicht dahinter? ;)
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Provokateur » Mo 20. Mär 2017, 14:07

Dark Angel hat geschrieben:(20 Mar 2017, 13:45)
Du hast dich bei deiner Besprechung von Toleranz und Akzeptanz auf die Überschneidung(en) beider Begriffe beschränkt und daraus abgeleitet, dass kein Unterschied bestehen würde. Die Unterschiede, die zwischen beiden Begriffen bestehen und dass Akzeptanz auf Freiwilligkeit beruht, kommt da nicht vor.
Da steckt doch nicht etwa Absicht dahinter? ;)


Alles ist freiwillig. Man kann letzten Endes Menschen wenn überhaupt nur mit erheblichem Aufwand dazu zwingen, etwas anders zu empfinden, als sie es wollen. Wenn jemand Homosexualität nicht akzeptiert, dann wird er das zum Ausdruck bringen. Auf irgendeine Art und Weise.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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