Sexualkundeunterricht ohne Tabus

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Billie Holiday
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Billie Holiday » Mi 22. Mär 2017, 11:40

Provokateur hat geschrieben:(22 Mar 2017, 11:34)

Wer aufgrund von Merkmalen wie Herkunft, Geisteshaltung oder sexueller Orientierung abgelehnt wird, sollte sich die Frage stellen, ob man in einem solchen Betrieb und unter solchen Vorgesetzten arbeiten will.


Völlig richtig :) habe jedoch noch nie von so einem Fall gehört, was daran liegen mag, dass der Norddeutsche vorrangig die für seinen Betrieb besten Leute aussucht und zudem Fragen über diese Dinge im Vorstellungsgespräch nicht erlaubt sind.
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Katenberg
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Katenberg » Mi 22. Mär 2017, 11:53

Unité 1 hat geschrieben:(22 Mar 2017, 10:24)

Sicher, du kannst die Dieters Deutschlands schneiden, solange du willst. Ist deine Sache, keiner zwingt dich, Dieter zu mögen und Dieter hat darauf keinen Anspruch. Daraus leitet sich aber keine Rechtfertigung für eine gesellschaftliche Diskriminierung von Dieter ab, er hat jedes Recht darauf, gleich behandelt zu werden und du kein "Diskriminierungsrecht".
Gut/böse sind ungeeignete Kategorien, um Diskriminierung zu bewerten. Versetz dich doch mal in Dieter und frage dich, wie es sich anfühlt, geschnitten und diskriminiert zu werden, bloß weil sein Name nicht klangvoll ist. Das ist nicht böse, es ist ungerecht.
Und deswegen, um den Bogen zurückzuschlagen, ist es begrüßenswert, wenn in der Schule Namensvielfalt gelehrt wird, dass die verschiedenen Namen nichts über die Menschen aussagen und völlig normal sind, dass die Benamten sich ihre Namen nicht aussuchten. Das mindert das Aufkommen von Diskriminierung, keiner verliert und alle gewinnen.


Ein Recht auf Gleichbehandlung ist für mich als Liberaler nicht gegeben, allenfalls ein Schutz vor staatlicher Willkür.
Zur Thematisierung sexueller Minderheiten habe ich bereits mehrfach meine Meinung geäußert.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon pikant » Mi 22. Mär 2017, 12:31

Katenberg hat geschrieben:(22 Mar 2017, 11:53)

Ein Recht auf Gleichbehandlung ist für mich als Liberaler nicht gegeben, allenfalls ein Schutz vor staatlicher Willkür.
Zur Thematisierung sexueller Minderheiten habe ich bereits mehrfach meine Meinung geäußert.


jedenfalls ist es gut, dass nun endlich entschaedigt wird fuer die Schandtaten des Rechtsstaates mit dem Paragraf 175 - eine der duesteren Nachkriegskapitel der deutschen Geschichte.
sowas darf sich in Deutschland nie mehr ereignen, dass man wegen seiner sexuellen Ausrichtung angeklagt und verurteilt wird.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Progressiver » Mi 22. Mär 2017, 23:15

Billie Holiday hat geschrieben:(22 Mar 2017, 11:40)

Völlig richtig :) habe jedoch noch nie von so einem Fall gehört, was daran liegen mag, dass der Norddeutsche vorrangig die für seinen Betrieb besten Leute aussucht und zudem Fragen über diese Dinge im Vorstellungsgespräch nicht erlaubt sind.


Das gibt es aber auch. Die Kirchen dürfen wie ein Staat im Staate agieren und meines Wissens bei Vorstellungsgesprächen auch solche Fragen stellen. Das gehört aber meiner Meinung nach abgeschafft, da es diskriminierend ist und gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes verstößt.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Katenberg » Do 23. Mär 2017, 16:43

Progressiver hat geschrieben:(22 Mar 2017, 23:15)

Das gibt es aber auch. Die Kirchen dürfen wie ein Staat im Staate agieren und meines Wissens bei Vorstellungsgesprächen auch solche Fragen stellen. Das gehört aber meiner Meinung nach abgeschafft, da es diskriminierend ist und gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes verstößt.


Der "Gleichheitsgrundsatz" bezieht sich auf das Gesetz, "alle sind vor dem Gesetz" gleich. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz würde ich Sinne der Handlungsfreiheit nach Artikel 2 sofort einstampfen.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Vizegott » Do 30. Mär 2017, 04:35

pikant hat geschrieben:(19 Jan 2017, 13:18)

ihre Meinung teile ist nicht und ja in den Schulen sollte tabufrei ueber alle Arten der Sexualitaet informiert werden.



Mache ich mich eigentlich strafbar wenn ich meine Kollegin ungefragt über alle Belange z.b. meiner Sexualität informiere.

Sollte man auch am Arbeitsplatz tabufrei sein.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon schokoschendrezki » So 14. Mai 2017, 22:00

Dark Angel hat geschrieben:(20 Jan 2017, 15:46)
Aus Beobachtungen im Tierreich wissen wir, dass auch homosexuelle Paare einen Beitrag für die Erhaltung der Population leisten.
Sie ziehen z.B. verlassene Jungtiere auf, betreuen Jungtiere, die ihre Elterntiere verloren haben und bei einigen Vogelarten brüten sie auch verlassene Gelege aus und ziehen die Jungvögel auf.
Menschen zeigen diesbezüglich kein anderes Verhalten. Es sind religiös begründete Vorurteile, die Homosexualle stigmatisieren und Homosexualität als Sünde bezeichnen.

Das ist völlig richtig. Man sollte immer skeptisch gegenüber scheinbaren Offensichtlichkeiten bleiben. Ich habe heute, auch wenn das jetzt ein bissel weg führt, über eine recht erstaunliche Erkenntnis erfahren: Panik-Katastrophen wie bei der Love-Parade enstehen im wesentlichen durch Schwarm-Verhalten in Engstellen. Ein japanischer Mathematiker hat (durch reale Experimente) herausgefunden, dass eine Menge von Menschen durch eine Engstelle gegebener Breite schneller und nicht etwa langsamer kommt, wenn in dieser Engstelle ein Hindernis aufgebaut wird. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass solche scheinbaren Abberationen wie Homosexualität ebenso einen evolutionären Vorteil bewirken wie ein Hindernis in einer Engstelle: Das Abgleiten in ein nicht mehr selbstregulierendes Schwarm-Verhalten wird verhindert.
Norm/normal orientiert sich nicht nur an Mehrheitübereinkünften, auch an der Häufigkeit des Auftretens, der Häufigkeit gemachter Beobachtungen.


Ich habe mich aus gegebenen Anlass nochmal informiert, was genau in der Soziologie der Unterschied zwischen Norm und Normalität ist: Normalität ist ein beschreibender, Norm ein zuschreibender Begriff. In der Mathematik ist eine Norm dagegen etwas, das ganz exakt formulierte Eigenschaften aufweisen muss, damit es sinnvoll als quantitativ beschreibendes Maß für Objekte gelten darf.

In der Gesellschaft der Gegenwart unterliegen sowohl Normen wie auch Normalitäten großen Wandlungen. Die Vorbehalte gegenüber Homosexualtiät sind wohl ziemlich eindeutig von normativem, zuschreibendem Charakter. Homosexualität enstpricht nicht der Norm, weil es so sein soll, nicht, weil es so ist. Was "normal" ist, ist aber allerdings auch zunehmend verschwommen. Die Gaußschen Glockenkurven der Normalverteilung lösen sich in vielen Bereichen auf. Schon Hildegard Knef sang diesen wunderbar ironisch-gebrochenen Liedtext: "Wer nicht verrückt wird, der ist nicht normal". Sprich: Die Normalität in Form entscheidbarer Zuordnungen aufgrund von Häufigkeiten, weicht in vielen Bereichen einem weißen Rauschen.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon schokoschendrezki » So 14. Mai 2017, 22:18

Katenberg hat geschrieben:(22 Mar 2017, 11:53)

Ein Recht auf Gleichbehandlung ist für mich als Liberaler nicht gegeben, allenfalls ein Schutz vor staatlicher Willkür.

Liberalität betrifft, kurz gesagt, Handlungen, nicht Behandlungen. Handlungsoptionen und Behandlungsverhältnisse stehen sich sogar antipodisch gegenüber: Die größtmögliche Freiheit und Variabilität von Handlungsoptionen ist dann gegeben, wenn es eine größtmögliche Gleichheit bei den Behandlungsverhältnissen (staatlicherseits) gibt. Eine Homosexualität ist genau dann auslebbar, wenn Homo- und Heterosexuelle glech (im rechtlichen Sinne) behandelt werden.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Dark Angel » Mo 15. Mai 2017, 08:49

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 May 2017, 23:00)

Das ist völlig richtig. Man sollte immer skeptisch gegenüber scheinbaren Offensichtlichkeiten bleiben. Ich habe heute, auch wenn das jetzt ein bissel weg führt, über eine recht erstaunliche Erkenntnis erfahren: Panik-Katastrophen wie bei der Love-Parade enstehen im wesentlichen durch Schwarm-Verhalten in Engstellen. Ein japanischer Mathematiker hat (durch reale Experimente) herausgefunden, dass eine Menge von Menschen durch eine Engstelle gegebener Breite schneller und nicht etwa langsamer kommt, wenn in dieser Engstelle ein Hindernis aufgebaut wird. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass solche scheinbaren Abberationen wie Homosexualität ebenso einen evolutionären Vorteil bewirken wie ein Hindernis in einer Engstelle: Das Abgleiten in ein nicht mehr selbstregulierendes Schwarm-Verhalten wird verhindert.

Was schwurbelst du denn jetzt schon wieder zusammen?

"Aus Beobachtungen im Tierreich wissen wir, dass auch homosexuelle Paare einen Beitrag für die Erhaltung der Population leisten."

Bei dieser Aussage handelt es sich eben nicht um irgendwelche Offensichtlichkeiten, sondern um Forschungsergebnisse von Evolutionsbiologen und Zoololgen, basierend auf jahrelanger empitischer Forschung. Bis vor wenigen Jahren, war nicht einmal bekannt, dass Homosexualität auch im Tierreich anzutreffen ist. Bis vor wenigen Jahren herrsche die Annahme vor, Homosexualität fände man nur beim Menschen. Die Tatsache, dass Homosexualität zu einem bestimmten Prozentsatz bei allen Populationen auftritt, erlaubt eine völlig andere Sicht auf Homosexualität.
In diesem Zusammenhang untersuchen Evolutionsbiologen, wie sich diese sexuelle Präferenz auf die Selektion bzw Arterhaltung auswirkt.
Was das mit Panikkatastrophen zu tun haben und welcher Zusammenhang bestehen soll, bleibt dein Geheimnis!

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 May 2017, 23:00)Ich habe mich aus gegebenen Anlass nochmal informiert, was genau in der Soziologie der Unterschied zwischen Norm und Normalität ist: Normalität ist ein beschreibender, Norm ein zuschreibender Begriff. In der Mathematik ist eine Norm dagegen etwas, das ganz exakt formulierte Eigenschaften aufweisen muss, damit es sinnvoll als quantitativ beschreibendes Maß für Objekte gelten darf.
[/quote="schokoschendrezki"](14 May 2017, 23:00)
Es geht im Zusammenhang mit Sexualität aber nicht um Norm(en), sondern um Normalität. Im Zusammenhang mit Homosexualität geht es in der Biologie (Homosexualität ist ein biologisches Phänomen, kein soziologisches) um Normalität = "Häufigkeit des Auftretens, der Häufigkeit gemachter Beobachtungen." und hier greift ein Teilbereich der Mathematik - nämlich die Statistik(!). Normalität verweist hier auf die Häufigkeit des Auftretens ==> statistische Normalverteilung (Gaussche Glockenkurve). Menschen sind keine Objekte, denen g"anz exakt formulierte Eigenschaften aufweisen muss, damit es sinnvoll als quantitativ beschreibendes Maß für Objekte gelten darf."
Das ist Unfug. Es geht exakt darum, mit welcher Häufigkeit Homosexualität bei den (einzelnen) Polulationen auftritt ==> statistische Normalverteilung - umgangssprachlich was der Normalität entspricht, was normal ist.


Auch das ist Unsinn, ist unbelegtes Postulat von (fast ausschließlich homosexuellen/lesbischen) Gender"forscher".
In der Gesellschaft der Gegenwart (wie auch der Vergangenheit) geht es nicht um Zuschreibungen von Normen, sondern um Normalität ==> statistische Normalverteilung. Die Vorbehalte gegen Homosexualität basieren im Wesentlichen auf religiösen Vorstellungen und der Unkenntnis ihrer Entstehung, welche übrigens bis heute noch nicht eindeutig geklärt ist.
"Die Gesellschaft" schreibt nicht "normativ" zu, welche sexuelle Orientierung/Präferenz ein Mensch haben soll, sie beschreibt, was sie als normal empfindet, was den Erwartungen der überwiegenden Mehrhheit der Individuen bei der Partnerwahl entspricht. Sexuelle Orientierung/Präferenzen haben ausschließlich mit der Partnerwahl zu tun und sonst nirgends!
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 15. Mai 2017, 09:16

Dark Angel hat geschrieben:(15 May 2017, 09:49)
"Die Gesellschaft" schreibt nicht "normativ" zu, welche sexuelle Orientierung/Präferenz ein Mensch haben soll, sie beschreibt, was sie als normal empfindet, was den Erwartungen der überwiegenden Mehrhheit der Individuen bei der Partnerwahl entspricht. Sexuelle Orientierung/Präferenzen haben ausschließlich mit der Partnerwahl zu tun und sonst nirgends!

Das habe ich auch gar nicht behauptet. Sondern lediglich, dass "Norm" und "Normalität" nicht identisch sind. "Homosexualität" ist ganz sicher nicht zuschreibbar. Ebenso sicher sind sehr viele andere Verhaltensweisen, Präferenzen usw. durchaus im Sinne einer Norm(vorgabe) zuschreibbar, werden angenommen und sind nicht einfach "normal" im Sinne eines natürlichen vorhandenen Häufigkeitsmaximums plus einer gewissen Varianz. Das sind sozialpsychologisch wirkende Mechanismen, die man lange vor der Genderforschung bereits untersucht und beschrieben hat. Ich bin - zum Glück - völlig frei sowohl von Pro- wie von Anti-Gender-Komplexen.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Dark Angel » Mo 15. Mai 2017, 10:29

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 May 2017, 10:16)

Das habe ich auch gar nicht behauptet. Sondern lediglich, dass "Norm" und "Normalität" nicht identisch sind. "Homosexualität" ist ganz sicher nicht zuschreibbar.

Niemand behauptet, dass Norm und Normalität identisch wären! Niemand behauptet, dass Homosexualität "zuschreibbar" wäre!
Hier ist immer von normal, Normalität die Rede und zwar genau im Sinne meiner Aussage:
"Häufigkeit des Auftretens, der Häufigkeit gemachter Beobachtungen.".
Wenn unterschieden wird dann zwischen "normal" ==> siehe Aussage oben und "natürlich" ==> i.S.v. Auftreten/Vorkommen ohne Einflussnahme des Menschen.
Ich weiß nicht, woraus du die Schlussfolgerung ziehst, "Norm" und "Normalität" würden hier irgendwo verwechselt und/oder gleich gesetzt.
Für wie dämlich hälst du die Diskussionsteilnehmer eigentlich, dass du meinst darauf hinweisen zu müssen, dass ein Unterschied zwischen "Norm" und "Normalität" besteht?

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 May 2017, 10:16)Ebenso sicher sind sehr viele andere Verhaltensweisen, Präferenzen usw. durchaus im Sinne einer Norm(vorgabe) zuschreibbar, werden angenommen und sind nicht einfach "normal" im Sinne eines natürlichen vorhandenen Häufigkeitsmaximums plus einer gewissen Varianz. Das sind sozialpsychologisch wirkende Mechanismen, die man lange vor der Genderforschung bereits untersucht und beschrieben hat. Ich bin - zum Glück - völlig frei sowohl von Pro- wie von Anti-Gender-Komplexen.

Nein, es ist eben nicht "sicher", dass "sehr viele andere Verhaltensweisen, Präferenzen usw. durchaus im Sinne einer Norm(vorgabe) zuschreibbar, werden angenommen und sind nicht einfach "normal" im Sinne eines natürlichen vorhandenen Häufigkeitsmaximums plus einer gewissen Varianz."

Auch heute noch wird immer wieder die Meinung vertreten, geschlechtstypische Verhaltensunterschiede seien ausschließlich soziokulturell bedingt.
Die Tatsache, das diese Anlageunterschiede mit gängigen Stereotypen weitgehend deckungsgleich sind, spricht nicht dagegen, daß sie gleichwohl existieren. Ihre Wirksamkeit läßt sich durch Befunde aus der Endokrinologie, dem Kulturvergleich und der Entwicklungspsychologie vielfältig belegen. Die evolutionsbiologische Betrachtung läßt auch verständlich werden, worin die Überbewertung des Männlichen ihre Grundlage hat, wieso Frauen bei der Konkurrenz mit Männern so häufig den Kürzeren ziehen und warum eine Gleichbehandlung der Geschlechter nicht geeignet ist, die Diskriminierung zu beenden.


Mit deiner Behauptung Verhaltensweisen würden im Sinne einer Norm "zugeschrieben" beweist du, dass du eben nicht frei von "Genderkomplexen" bist, sondern die Behauptungen der "Genderforscher" ohne die Skepsis, die du gegenüber naturwissenschaftliche Forschungsergebnissen einforderst, wiederholst.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Soldmann » Mo 15. Mai 2017, 10:52

pikant hat geschrieben:(19 Jan 2017, 10:00)

in Luxemburg will die Regierung mit der Planung Familial zukuenftig enger zusammenarbeiten Geld bereitstellen um den 'Sexualkundeunterricht ohne Tabus' in den Schulen verstaerkt zu installieren, da im Grossherzogtum noch einige Schulen hinterherhinken und nicht alle Aspekte der Sexualitaet im Schulunterricht beleuchten.

http://www.lessentiel.lu/de/luxemburg/s ... n-29629128

gibt es sowas auch schon in Deutschland und waere dieses nicht auch ein Vorbild um sowas in Deutschland einzufuehren damit die Kinder umfassend in der Schule ueber Sexualitat unterrichtet werden und auch ueber Formen, wie Transsexualitaet?
Die Kommentare unter dem Artikel:

Dei Kanner an deem Alter kennen dach schon Pornhub & Co...

Den Genderwahnsinn wäert hei am Klenggedrokten nokommen...

Göttlich. :)
Rom wurde auch nicht an einem Tag zerstört.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 15. Mai 2017, 11:46

Dark Angel hat geschrieben:(15 May 2017, 11:29)
Mit deiner Behauptung Verhaltensweisen würden im Sinne einer Norm "zugeschrieben" beweist du, dass du eben nicht frei von "Genderkomplexen" bist, sondern die Behauptungen der "Genderforscher" ohne die Skepsis, die du gegenüber naturwissenschaftliche Forschungsergebnissen einforderst, wiederholst.

Ich kenne diese Behautungen nichtmal.

In dem Artikel, den ich grad erst zum Thema Normalität/Normativität las, kommt das Wort gar nicht vor. Geschweige denn Genderforscherinnen zu Wort.

Und als Musterbeispiel für die schleichende Übernahme normativer Vorgaben wird die Senkung der Diagnoseschwelle für psychische Erkankungen in jüngerer Zeit genannt. Allein durch diese mutwillige formale Absenkung gab es plötzlich in den USA tausende psychisch Kranke mehr. Durch einen formalen Akt. Es zeigte sich aber, dass diese formal als psychisch krank Deklarierten mit der Zeit dann jedoch tatsächlich krank wurden. (Und die Psychopharmakahersteller reich).
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Dark Angel » Mo 15. Mai 2017, 12:51

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 May 2017, 12:46)

Ich kenne diese Behautungen nichtmal.

In dem Artikel, den ich grad erst zum Thema Normalität/Normativität las, kommt das Wort gar nicht vor. Geschweige denn Genderforscherinnen zu Wort.

Leidest du an Alzheimer?
DAS
"Ebenso sicher sind sehr viele andere Verhaltensweisen, Präferenzen usw. durchaus im Sinne einer Norm(vorgabe) zuschreibbar, werden angenommen und sind nicht einfach "normal" im Sinne eines natürlichen vorhandenen Häufigkeitsmaximums plus einer gewissen Varianz."
ist DEINE Behauptung! DU behauptest Verhaltensweisen und Präferenzen sind im Sinne einer Norm zuschreibbar und damit wiederholst du die Behauptungen von "Gender"forschern". Sie sind es die Verhaltensweisen als "ausschließlich sozial konstuiert" behaupten - Stichwort "Geschlechterrollen", "Rollensterotype" etc. Sie sind es, die das Geschwätz von Verhaltens"normen" verbreiten, vorzugsweise auch "Normative" genannt.
Du gibst hier Behauptungen wider und weißt nicht einmal von wem die stammen? Echt jetzt?!

Auf genau diese Behauptung von DIR bezog sich mein Zitat, welches ich gerne nochmal wiederhole:
Auch heute noch wird immer wieder die Meinung vertreten, geschlechtstypische Verhaltensunterschiede seien ausschließlich soziokulturell bedingt.
Die Tatsache, das diese Anlageunterschiede mit gängigen Stereotypen weitgehend deckungsgleich sind, spricht nicht dagegen, daß sie gleichwohl existieren. Ihre Wirksamkeit läßt sich durch Befunde aus der Endokrinologie, dem Kulturvergleich und der Entwicklungspsychologie vielfältig belegen.


In diesem Link weist eine Professorin für Evolutionäre Psychologie darauf hin, dass die Behauptung von Soziologen UND Gender"forschern", die DU ohne die Skepsis, die DU für naturwissenschaftliche Forschungsergebnisse einforderst, wiederholst/widergibst, nicht mit den naturwissenschaftlichen Forschungsergebnissen übereinstimmt.

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 May 2017, 12:46)Und als Musterbeispiel für die schleichende Übernahme normativer Vorgaben wird die Senkung der Diagnoseschwelle für psychische Erkankungen in jüngerer Zeit genannt. Allein durch diese mutwillige formale Absenkung gab es plötzlich in den USA tausende psychisch Kranke mehr. Durch einen formalen Akt. Es zeigte sich aber, dass diese formal als psychisch krank Deklarierten mit der Zeit dann jedoch tatsächlich krank wurden. (Und die Psychopharmakahersteller reich).

Na dann sei auf der Hut, dass das nicht irgendwann auf dich selbst zutrifft. :s
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Selina » Mo 15. Mai 2017, 13:13

Dein aggressiver Tonfall anderen Usern gegenüber, Dark Angel, die sich die Mühe machen, deiner umständlichen, oft auch regelrecht unverständlichen Argumentation zu folgen, lässt wieder mal zu wünschen übrig. Dieser "Gender-Wahn" existiert nur in deinem Kopf. Drei persönliche und sicher echt negative Beispiele aus deinem Alltag haben dich auf den Weg gebracht, krampfhaft einen "theoretischen" Ansatz zu finden, wie man die Genderforschung und ihre Vertreter so richtig zur Schnecke machen kann. Ob da noch einer folgen kann und mag...
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 15. Mai 2017, 13:45

Dark Angel hat geschrieben:(15 May 2017, 13:51)

Leidest du an Alzheimer?
DAS
"Ebenso sicher sind sehr viele andere Verhaltensweisen, Präferenzen usw. durchaus im Sinne einer Norm(vorgabe) zuschreibbar, werden angenommen und sind nicht einfach "normal" im Sinne eines natürlichen vorhandenen Häufigkeitsmaximums plus einer gewissen Varianz."
ist DEINE Behauptung! DU behauptest Verhaltensweisen und Präferenzen sind im Sinne einer Norm zuschreibbar und damit wiederholst du die Behauptungen von "Gender"forschern". Sie sind es die Verhaltensweisen als "ausschließlich sozial konstuiert" behaupten - Stichwort "Geschlechterrollen", "Rollensterotype" etc. Sie sind es, die das Geschwätz von Verhaltens"normen" verbreiten, vorzugsweise auch "Normative" genannt.
Du gibst hier Behauptungen wider und weißt nicht einmal von wem die stammen? Echt jetzt?!


Ja sicher doch. Logik ist wohl nicht ganz Deine Stärke. Wenn jemand in einem Mathe-Lehrbuch eine Lösung für eine gegebene Aufgabe präsentiert und ich komme auf dieselbe Lösung oder erfahre sie in einem ganz anderen Buch, dann meinst Du, das könne nicht sein und ich könne sie eigentlich nur in dem ursprünglichen Lehrbuch gelesen haben?
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Dark Angel » Mo 15. Mai 2017, 14:09

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 May 2017, 14:45)

Ja sicher doch. Logik ist wohl nicht ganz Deine Stärke. Wenn jemand in einem Mathe-Lehrbuch eine Lösung für eine gegebene Aufgabe präsentiert und ich komme auf dieselbe Lösung oder erfahre sie in einem ganz anderen Buch, dann meinst Du, das könne nicht sein und ich könne sie eigentlich nur in dem ursprünglichen Lehrbuch gelesen haben?

Nicht alles was hinkt, ist auch ein Vergleich!
Tatsache ist DU hast behauptet, "es sei sicher, dass Verhaltensweisen und Präferenzen würden im Sinne einer Norm "zugeschrieben" und nicht als normal wahrgenommen". Wie gesagt: das ist DEINE Behauptung - den Beleg dafür bleibst du schuldig.
Kein seriöser Wissenschaftler - egal ob Sozialwissenschaftler/Soziologe oder Naturwissenschaftler - spricht in diesem Zusammenhang ("normal") von " Häufigkeitsmaximum", sondern immer vom statistischen Mittel(wert) oder von Normalverteilung. In der Absolutheit, wie du das hier behauptest, gehen nur Gender"forscher" vor.
Und was die Logik angeht - im Gegensatz zu DIR, habe ich einen Beleg geliefert, was DU jedoch beflissentlich ignorierst, stattdessen kommst du mir mit irgendwelchen Unterstellungen/Diffamierungen und hinkenden Vergleichen.
Zum eigentlichen Thema konntest und kannst du - wie immer - nichts beitragen.
DU meinst erklären zu müssen, dass ein Unterschied zwischen "Norm" und "normal" besteht - als seien die Diskussionsteilnehmer zu dämlich, dies zu wissen.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Anderus » So 9. Jul 2017, 19:08

Eure Beiträge zu dem Thema, müsste man eigentlich fast alle wegen Spam entfernen. Sie haben überhaupt nichts mit Sexualkunde zu tun. Sowas bespricht man in Gemeinschaftskunde, Soziologie oder Biologie.

Die Sexualkunde war eine Erweiterung der Aufklärungsfahrten und ist Mitte der Sechziger eingeführt worden. Sie war für nötig befunden worden, weil die Zeiten so prüde geworden waren, das es zu Problemen und Gefahren kam. Es soll damals Ehen gegeben haben, wo die Brautleute beim besten Willen nicht gewusst haben, was sie im Bett machen sollten.

Ich habe bis 10 Jahre fest an den Klapperstorch geglaubt. Ab 10 Jahre, kursierten dann bei uns in der Siedlung Gerüchte, das es da auch noch was anderes geben könnte. Mit 12 Jahren fing ich an zu masturbieren, und wusste beim besten Willen, nicht was das war. Ich hatte eine Angst, das ich da etwas machte, was lebensgefährlich sein könnte.

Mit 13 Fragte ich dann meinen Lehrer im Fach Politik, wieso Kinder Merkmale vom Vater bekämen, wenn der Vater mit dem Kind doch gar nicht in Berührung käme. Das Thema Sexualität, gab es nicht. Schwangere zogen so weite Kleider an, das man den Bauch nicht sehen konnte. Sah man doch etwas und stellte Fragen, bekam man eine aggressive Antwort, so das man wusste, die 2. Frage könnte gefährlich werden. Sex gab es nur bei den Toiletten. Dort gab es welche für Frauen und für Männer, was aber zu Hause, und in der Eisenbahn, auch nicht der Fall war. Man wusste zwar, das es Penis und Vulva gab, weil man das bei kleineren Geschwistern gesehen hatte, aber das war es auch schon.

Irgendwann, kam dann die Zeit, wo Kinder "Aufklärungsfahrten" machten. Auch damit konnten wir nichts anfangen. Aufklärung kannten wir nur aus dem Fach Historie. Nun ja, irgendwann mit 13, durfte ich dann auch an der Aufklärungsfahrt nach Vallendar bei Koblenz teilnehmen. Was wir dort an sexueller Aufklärung beigebracht bekamen, war der Treppenwitz des Jahrhunderts. Ein Arzt, der extra für ein paar Stunden eingeladen wurde, hängte ein ca. DIN A3 großes Bild einer gemalten Vulva an die Tafel, und schaute ständig auf die Uhr. Später erfuhr ich, das die Zeit genau vorgeschrieben war, wie lange das Bild dort hängen durfte.

Nun gut, ich hatte wohl einer der letzten Aufklärungsfahrten 1964 mitgemacht. Man konnte sich tatsächlich durchringen, Sexualkundeunterricht einzuführen. Die Lehrer waren allerdings, völlig überfordert. Gerade der Lehrerberuf brachte oft Lehrer hervor, die offensichtlich selber die größten Probleme in der Sexualität hatten. Es war nicht leicht, von religiös verbrämter Prüderie, auf freiheitliche und zwischen den Geschlechtern gleichberechtigte Einstellung zur Sexualität, umzuschalten.

Im Prinzip hat sich da bis heute nicht viel geändert. Die Sexualaufklärung in der Schule, ist kaum weiter als 1975. Immer noch kommt es während des Unterrichtes zu peinlichen Momenten, weil wieder mal ein Lehrer, von einer Frage, so peinlich auf dem falschen Fuß erwischt worden ist, das er den Unterricht nicht fortführen kann. Hinzu kam, das ab 1975, verstärkt muslimische Kinder am Sexualkundeunterricht teilnahmen, die ihre frisch gewonnenen Kentnisse, coram Familie ausposaunten, was dazu führte, das sich die muslimischen Eltern beim Rektor beschwerten, mit dem Erfolg, das dann gar kein Sexualkundeunterricht mehr gemacht wurde.

Nun ist man heute wieder so weit, das das nicht der sinnvollste Weg sein konnte. Also musste der Sexualkundeunterricht eine Reinkarnation erfahren. Nur, wie machen, das es diesmal besser klappt? Man fand sehr schnell einen Ausweg. Man beschloss, die Kinder mit allerlei an Kram, zu unterrichten, was mit Sex überhaupt nichts, oder nur wenig, zu tun hatte. Man berichtete über Homosexualität, Transsexualität, Gender und den ganzen anderen Spam. Wie erfolgreich man damit war, kann man hier im Thread, seitenlang verfolgen.

Wenn man einen tabulosen Sexualkundeunterricht gestalten will, sollte man sich m.E. auch wirklich tabulos mit der Sexualität beschäftigen, und im Detail alle Wahrheiten darstellen. Dazu gehört die Masturbation, alle Tips und Tricks die es dabei gibt, der Oralverkehr mit allen Tips und Tricks, die es dabei gibt, und dann den Sex mit allen Tips und Tricks. Dazu gehört dann auch das Wissen über Verhütung (mit allen Tips und Tricks), aber auch der Monatszyklus mit seinen unterschiedlichen Höhen und Tiefen der Lustphasen. Dazu gehört Sexualhygiene und last not least, die Informationen, wie man sich geschickt einen Partner sucht, und die Informationen über die äußeren Erscheinungen, woran man merkt, ob man eine Chance hat, oder nicht.

Natürlich wäre eine Lehrperson dort völlig überfordert. Selbst ich wäre weit davon entfernt, sowas auch nur ansatzweise zu leisten. Ca. 50% des Wissens, was ich heute habe, habe ich mir in den letzten 10 Jahren zugelegt. Diese 100%, die ich heute habe, sind aber noch nichtmal 30% von dem, was ich haben müsste, wenn ich Kindern einen sinnvollen und tabulosen Sexualkundeunterricht erteilen müsste.

Deshalb, würde ich vorschlagen, Kindern weiterhin ein Grundgerüst an Informationen zu geben. Daneben müsste jeder Sexualkundeunterricht in Kleingruppen aufgeteilt werden, wo dann im kleinen Kreis (notfalls müsste es Einzelbesprechungen mit 2 Lehrpersonen geben) besprochen werden könnte, welche Fragen von Interesse sein könnten. Zur Beantwortung der Fragen, müsste es Filme geben, die wahrheitsgetreu, nach besten Wissen und Gewissen, den Stand der Dinge darstellen, und zu zweit oder zu dritt, mit der Möglichkeit zu fragen, angesehen werden. Hier hätten dann auch Eltern die Möglichkeit, bestimmte Filme von den Kindern fern zu halten.

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