Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

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Hyde
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Hyde » Do 15. Dez 2016, 07:12

Dampflok hat geschrieben:(12 Dec 2016, 09:41)

Könntest Du bitte belegen, wieso das "klar" ist?

Ich meine jetzt nicht durch Behauptungen von Claudia Roth sondern mit wissenschaftlichen Erkenntnissen?


Solange diejenigen Länder, die sehr bekannt sind für die Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter, hier auch die besten Ergebnisse erzielen (https://de.wikipedia.org/wiki/Global_Gender_Gap_Report), zeigt das doch ganz deutlich den Einfluss. Je mehr eine Gesellschaft die Gleichheit der Geschlechter fördert, umso besser ist die freiwillige Partizipation der Frauen in dieser Gesellschaft und umso niedriger ist z.B. auch die Kriminalitätsrate.

Wie kann man den Einfluss von Sozialisation bitte bestreiten? Dass zum Beispiel Afghanistan bzgl "womens empowerment" bzw der Rolle der Frau rückständiger ist als Deutschland, liegt einzig und allein an der rückständigen Sozialisation dort. Afghanische Menschen haben ja kein frauenfeindliches Gen in sich, das es ihnen von Geburt an bis in alle Zeit verbietet, für Frauen & Emanzipation zu sein.
Wenn du ein afghanisches Baby nach der Geburt adoptierst und einer deutschen Familie übergibst, dann wird es später gesellschaftspolitisch die gleichen Einstellungen haben wie der Durchschnittsdeutsche. Es trägt kein frauenfeindliches Gen in sich. Und wenn du als deutsches Baby in eine schwedische Familie kommst & da sozialisiert wirst, dann wirst du später als Erwachsener die gleichen gesellschaftlichen Einstellungen haben wie der Durchschnittsschwede.

Solange es Länder gibt, in denen sich Frauen gesellschaftlich und wirtschaftlich mehr einbringen als in Deutschland, ist das der lebende Beweis dafür, dass Deutschland bezüglich Emanzipation und Genderpolitik noch einen Weg vor sich hat.
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Dampflok » Do 15. Dez 2016, 07:24

Schön zu Lesen, am Beispiel von Dark Angel, daß die Begriffe Powerfrau und feministin sich gegenseitig ausschließen. :)
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Dampflok » Do 15. Dez 2016, 07:49

Hyde hat geschrieben:(15 Dec 2016, 07:12)

Solange diejenigen Länder, die sehr bekannt sind für die Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter, hier auch die besten Ergebnisse erzielen (https://de.wikipedia.org/wiki/Global_Gender_Gap_Report), zeigt das doch ganz deutlich den Einfluss.


Das ist eine Lüge. Selbst die feministische Bolschewiki schreibt dazu nämlich:

"Dem Bericht zufolge herrscht besonders in muslimisch regierten Ländern eine Benachteiligung von Frauen. Je mehr eine Gesellschaft die Gleichheit der Geschlechter fördert, umso besser ist die freiwillige Partizipation der Frauen in dieser Gesellschaft und umso niedriger ist z.B. auch die Kriminalitätsrate."


Es ist NICHT der feminismus, es sind Faktoren wie besonders der negative Einfluß des Islam. Was habe ich als Mann mit einem Irrglauben zu Tun, dessen "Schöpfer" so wenig über den angeblich von ihm geschaffenen Planeten weiß, daß er eine Fastenzeit festlegt, die in Nordeuropa mangels Sonnenaufgang gar nicht getätigt werden kann?

"Die Gleichheit der Geschlechter"- allein diese Formulierung. Alle Menschen sind ungleich, und die beiden Geschlechter im Generellen auch. Du darfst uns gerne mal erklären warum es dann spezielle Studiengänge, Förderungen etc. gibt, wenn es doch gar keine Geschlechter gibt. Oder gibt es diese nur wenn es Feministinnen nutzt?


Wie kann man den Einfluss von Sozialisation bitte bestreiten? Dass zum Beispiel Afghanistan bzgl "womens empowerment" bzw der Rolle der Frau rückständiger ist als Deutschland, liegt einzig und allein an der rückständigen Sozialisation dort.


Schon wieder gelogen. Afghanistan war schon mal viel weiter - bevor in den 80ern, 90ern die Islamisten kamen. Nix Sozialisation sondern Religion!

Zumal: was hast Du hier für ein Menschenbild? Die meisten Menschen haben ihre Rollen teils individuell, teils kollektiv selbstgewählt bzw. aus der Notwendigkeit eingesehen. Männer arbeiten sich keinen Wolf um "Frauen zu unterdrücken" sondern um sich und ihre Familie zu ernähren. Sonst tut es nämlich Keiner für sie - im Gegensatz zu Frauen in vielen Gesellschaften. Frauen in einem Harem werden versorgt. Vom Mann. Männer in derselben Gesellschaft werden weder von Männern noch von Frauen versorgt. Wer ist diesbezüglich also gekniffen?


Afghanische Menschen haben ja kein frauenfeindliches Gen in sich, das es ihnen von Geburt an bis in alle Zeit verbietet, für Frauen & Emanzipation zu sein.

Absurde Formulierung, aber mal den kleinen wahren Kern herausgepult:

Sie haben aber entweder männliche oder weibliche Gene in sich. Und sie haben Hormone in sich. Dark Angel erklärt Dir das besser.

Wenn du ein afghanisches Baby nach der Geburt adoptierst und einer deutschen Familie übergibst, dann wird es später gesellschaftspolitisch die gleichen Einstellungen haben wie der Durchschnittsdeutsche. Es trägt kein frauenfeindliches Gen in sich. Und wenn du als deutsches Baby in eine schwedische Familie kommst & da sozialisiert wirst, dann wirst du später als Erwachsener die gleichen gesellschaftlichen Einstellungen haben wie der Durchschnittsschwede.


Ja, gute Steilvorlage: Das afghanische Baby wird sich aber PRIMÄR erst einmal als Junge oder Mädchen verhalten. Männlich und weiblich sind angeboren.


Solange es Länder gibt, in denen sich Frauen gesellschaftlich und wirtschaftlich mehr einbringen als in Deutschland, ist das der lebende Beweis dafür, dass Deutschland bezüglich Emanzipation und Genderpolitik noch einen Weg vor sich hat.


Gerade in diesbezüglich angeblich "rückständigen" Ländern gibt es viel mehr Unternehmerinnen als in Deutschland. Und das wurde ja auch durch Wissenschaftler erforscht und erklärt: Je mehr Wohlstand die Männer erarbeitet haben, umso weniger haben es die Frauen nötig sich beruflich zu engagieren.

Während im Nachkriegs-Westdeutschland der 50er und 60er noch die ach so böse Unterdrückung der Frau herrschte und die Frauen die Wohnung zuhause schön machen konnten, durften sich die DDR-Frauen im Kombinat und als Traktoristin so richtig "emanzipieren" und sich wie die Männer Vollzeit ausbeuten lassen.

Tja, komisch, daß niemals auch nur eine Frau aus dem patriarchischen Westen ins Arbeiterinnenparadies DDR geflohen ist. Lag wahrscheinlich am antifaschistischen Schutzwall. Oder die Westmänner haben einfach die Kette am Herd nicht aufgeschlossen.
Zuletzt geändert von Dampflok am Do 15. Dez 2016, 08:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Hyde » Do 15. Dez 2016, 08:07

Zumal: was hast Du hier für ein Menschenbild? Die meisten Menschen haben ihre Rollen teils individuell, teils kollektiv selbstgewählt bzw. aus der Notwendigkeit eingesehen. Männer arbeiten sich keinen Wolf um "Frauen zu unterdrücken" sondern um sich und ihre Familie zu ernähren. Sonst tut es nämlich Keiner für sie


Die Meinung, dass speziell Männer dazu da sind "um die Familie zu ernähren" ist natürlich ebenfalls eine Folge rückständiger patriarchalischer Sozialisation. Genau gegen diese Bilder, die in den Köpfen der Menschen (der Männer und der Frauen) existieren, muss mittels Genderpolitik angesetzt werden. Und dieses Männerbild vom "Ernährer" ist natürlich auch zutiefst männerfeindlich, genauso wie es frauenfeindlich ist und generell menschenfeindlich.

Dampflok hat geschrieben:(15 Dec 2016, 07:49)
Schon wieder gelogen. Afghanistan war schon mal viel weiter - bevor in den 80ern, 90ern die Islamisten kamen. Nix Sozialisation sondern Religion!


Religion gehört doch zur Sozialisation dazu. Ich bin unter anderem deswegen ein großer Islamkritiker (und generell religionskritisch eingestellt), weil Religionen zu einem rückständigen Gesellschaftsbild der Menschen beitragen und Fortschritt verhindern möchten.

Was ich interessant finde, ist übrigens dein rechtspopulistischer Reflex, anderen ständig "Lügen" vorzuwerfen. Ich kann dich diesbezüglich insofern beruhigen, als dass ich nach bestem Wissen und Gewissen meine Ansichten wiedergebe. Wenn diese falsch sind oder für dich unschlüssig, liegt das mehr an meiner Dummheit als an meiner Leidenschaft zur Lüge.
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Dark Angel » Do 15. Dez 2016, 09:15

Hyde hat geschrieben:(15 Dec 2016, 07:12)

Solange diejenigen Länder, die sehr bekannt sind für die Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter, hier auch die besten Ergebnisse erzielen (https://de.wikipedia.org/wiki/Global_Gender_Gap_Report), zeigt das doch ganz deutlich den Einfluss.

Gleichberechtigung kann nicht gefördert werden. Entweder Menschen haben gleiche Rechte oder sie haben sie nicht.
Wenn sie gleiche Rechte haben, dann können sie auf dieser Basis freie selbstbestimmte Entscheidungen treffen und das tun sie auch.

Hyde hat geschrieben:(15 Dec 2016, 07:12)
Je mehr eine Gesellschaft die Gleichheit der Geschlechter fördert, umso besser ist die freiwillige Partizipation der Frauen in dieser Gesellschaft und umso niedriger ist z.B. auch die Kriminalitätsrate.

Die Geschlechter (Mann, Frau) sind aber nicht gleich und sie werden es auch - bei noch so viel "Förderung" nicht. Frauen weisen nun mal andere angeborene Verhaltensmuster auf als Männer, entwickeln i.d.R. andere Interessen als Männer - das ist biologisch bedingt und das lässt sich auch mit - noch so viel - Sozialisation und staatlichen Vorgaben nicht ändern.
Und nein, Kriminalitätsrate und Gleichmacherei/Gleichstellung korrelieren nicht miteinander!
Hingegen korrelieren Bildungsniveau und soziale Situation und Kriminalitätsrate sehr wohl miteinander.

Hyde hat geschrieben:(15 Dec 2016, 07:12)Wie kann man den Einfluss von Sozialisation bitte bestreiten? Dass zum Beispiel Afghanistan bzgl "womens empowerment" bzw der Rolle der Frau rückständiger ist als Deutschland, liegt einzig und allein an der rückständigen Sozialisation dort. Afghanische Menschen haben ja kein frauenfeindliches Gen in sich, das es ihnen von Geburt an bis in alle Zeit verbietet, für Frauen & Emanzipation zu sein.
Wenn du ein afghanisches Baby nach der Geburt adoptierst und einer deutschen Familie übergibst, dann wird es später gesellschaftspolitisch die gleichen Einstellungen haben wie der Durchschnittsdeutsche. Es trägt kein frauenfeindliches Gen in sich. Und wenn du als deutsches Baby in eine schwedische Familie kommst & da sozialisiert wirst, dann wirst du später als Erwachsener die gleichen gesellschaftlichen Einstellungen haben wie der Durchschnittsschwede.

Ändert nichts an der Tatsache, dass Männer und Frauen eben nicht gleich sind und an dieser Tatsache ändert auch eine "gleiche" Sozialisation nichts.
Männer und Frauen weisen von Geburt an geschlechtsspezifische Unterschiede in ihren Verhaltensmustern auf. Und diese geschlechtsspezifischen Unterschiede sind biologisch bedingt und nicht kulturell/sozialisationsbedingt.
Die These, der Mensch käme tabula rasa - "als unbeschriebenes Blatt" - auf die Welt und sein gesamtes Verhalten sei auf entsprechende Sozalisation zurückzuführen - wie vom radikalen Behaviorismus behauptet - ist falsch, ist durch entsprechende empirische Forschungsergebnisse widerlegt.

Hyde hat geschrieben:(15 Dec 2016, 07:12)Solange es Länder gibt, in denen sich Frauen gesellschaftlich und wirtschaftlich mehr einbringen als in Deutschland, ist das der lebende Beweis dafür, dass Deutschland bezüglich Emanzipation und Genderpolitik noch einen Weg vor sich hat.

Die Länder, in denen das der Fall ist, sind nicht die wohlhabenden Industrienationen, sondern wirtschaftlich rückständige Staaten, in denen Frauen gezwungen sind, jeden sich bietenden Job anzunehmen, um überleben zu können.
Dies haben Studien belegt, an denen mehr als 12.000 Menschen aus 53 Staaten teilgenommen haben. Aus diesen Studien geht eindeutig hervor, dass Frauen, die in sozialer Sicherheit leben, sich vorrangig für solche Berufe entscheiden, die ihren angeborenen Verhaltensmustern und Interessenlagen am Nächsten kommen, während Frauen, deren soziale Sicherheit nicht gewährleistet ist, jede Möglichkeit zur Sicherung ihrs Lebensunterhaltes ergreifen.
Und diese Ergebnisse widerlegen eindeutig, die Behauprung(en) der Genderzunft, dass Frauen nur entsprechend sozialisiert werden müssten, sie nur "gleichgestellt" und ihnen die entsprechenden Möglichkeiten (Quotenregelung) gegeben werden.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Atheist » Do 15. Dez 2016, 09:47

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2016, 09:15)

Gleichberechtigung kann nicht gefördert werden. Entweder Menschen haben gleiche Rechte oder sie haben sie nicht.
Wenn sie gleiche Rechte haben, dann können sie auf dieser Basis freie selbstbestimmte Entscheidungen treffen und das tun sie auch.

[...]

Ändert nichts an der Tatsache, dass Männer und Frauen eben [b]nicht gleich sind und an dieser Tatsache ändert auch eine "gleiche" Sozialisation nichts.
Männer und Frauen weisen von Geburt an geschlechtsspezifische Unterschiede in ihren Verhaltensmustern auf. Und diese geschlechtsspezifischen Unterschiede sind biologisch bedingt und nicht kulturell/sozialisationsbedingt.[/b]


Was nun: frei und selbstbestimmt oder "pränatal determiniert"? :D

Die Länder, in denen das der Fall ist, sind nicht die wohlhabenden Industrienationen, sondern wirtschaftlich rückständige Staaten, in denen Frauen gezwungen sind, jeden sich bietenden Job anzunehmen, um überleben zu können.
Dies haben Studien belegt, an denen mehr als 12.000 Menschen aus 53 Staaten teilgenommen haben. Aus diesen Studien geht eindeutig hervor, dass Frauen, die in sozialer Sicherheit leben, sich vorrangig für solche Berufe entscheiden, die ihren angeborenen Verhaltensmustern und Interessenlagen am Nächsten kommen, während Frauen, deren soziale Sicherheit nicht gewährleistet ist, jede Möglichkeit zur Sicherung ihrs Lebensunterhaltes ergreifen.
Und diese Ergebnisse widerlegen eindeutig, die Behauprung(en) der Genderzunft, dass Frauen nur entsprechend sozialisiert werden müssten, sie nur "gleichgestellt" und ihnen die entsprechenden Möglichkeiten (Quotenregelung) gegeben werden.


Keine Ahnung, was das für eine Studie sein soll, auf die du dich beziehst, ein Blick nach Norwegen beweist jedoch, dass entweder a) die "pränatale Verhaltensdeterminierung" von Frauen binnen weniger Jahre die "Muster in ihren kognitiven Fähigkeiten" so abgeändert hat, dass sie nun plötzlich in den Verwaltungsräten die Geschäftsführung überwachen können, oder b) hier Zauberey und andere Genderhexenkunst am Werk sind. Denn norwegische Unternehmen haben nicht Insolvenz angemeldet, seitdem so viele Frauen entgegen ihrer evolutionspsychologisch entwickelten und pränatal vorbestimmten geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen dort in den Verwaltungsräten sitzen.

Dark Angel hat geschrieben:(14 Dec 2016, 22:55)
3. der Mensch [...] die Fähigkeit entwickelt hat Kultur zu schaffen und zu entwickeln


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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Dampflok » Do 15. Dez 2016, 10:07

Hyde hat geschrieben:(15 Dec 2016, 08:07)

Die Meinung, dass speziell Männer dazu da sind "um die Familie zu ernähren" ist natürlich ebenfalls eine Folge rückständiger patriarchalischer Sozialisation. Genau gegen diese Bilder, die in den Köpfen der Menschen (der Männer und der Frauen) existieren, muss mittels Genderpolitik angesetzt werden. Und dieses Männerbild vom "Ernährer" ist natürlich auch zutiefst männerfeindlich, genauso wie es frauenfeindlich ist und generell menschenfeindlich.


Du merkst wohl immer noch nicht, welchem Irrglauben Du da aufgesessen bist? :cool: Obwohl ich Dir mit dem DDR-Beispiel schon eine goldene Brücke gebaut habe?

"Eine Folge rückständiger patriarchischer Sozialisation"?

Wenn bis in die 50er Jahre die Frau öfter schwanger war als beiden lieb war, war das weniger "rückständiges Patriarchat" sondern eine biologische Gegebenheit! Und weil - im Gegensatz zu den wenigen Lesben - fast alle Männer und Frauen zusammenleben wollen, haben sich die Menschen Regeln gegeben, die beiden Geschlechtern gerecht wurden.

Frauen sind körperlich i.d.R. schwächer als Männer und fallen wegen Schwangerschaft aus - auch heute, selbst bei nur einem Kind darf die Frau jahrelang von der Arbeit fernbleiben und ihr Job muß dennoch freigehalten werden. Männer müssen daher in Kriege ziehen und die schwere Arbeit machen, Frauen nicht. Männer werden - auch heute noch; auch in Deutschland - für dasselbe Vergehen härter bestraft. 90% des Sorgerechts landet bei Frauen. Es wird viel mehr Geld für Frauengesundheit und - Forschung ausgegeben obwohl Männer 5 Jahre eher sterben.

Alles mal Beispiele für Ungleichheit in Vergangenheit und Gegenwart. Gerade die "genderpolitk" hat bis heute Nichts an den Benachteiligungen von Männern in den o.A. Punkten getan, im Gegenteil - es ist eine einseitige Förderung von Feministinnen in hochbezahlte, oft unnötige Propagandajobs zur Zerstörung der ach-so-patriarchischen Familienstrukturen.

Insbesondere die hohen völlig ungerechten Scheidungsfolgekosten (lebenslange Versorgung ausgerechnet der einen Frau, mit der man nicht zusammenlebt, obwohl ja gerade die Ehe eine Versorgungsgemeinschaft ist und nicht das Single-Dasein) haben sich seit Feminismus nicht verkleinert sondern sind unproportional zur Lohnentwicklung ins Absurde gestiegen.


Worauf ich hinauswill: Der Feminismus ist im Grunde Nichts als ein vordergründiges Mittel um alle Frauen genau wie alle Männer in die abhängige Arbeit zu zwingen. Die meisten Frauen in D arbeiten eben nicht wegen "Emanzipation". sondern weil seit vielen Jahren ein (= meist sein) Gehalt eben nicht mehr reicht! Das ist keine Befreiung, das ist eine Form von Zwang. Du hast ganz sicher auf mein DDR-Beispiel nicht gewechselt, weil Du gemerkt hast, daß es sich genau so verhält.

Im Ostblock waren die Löhne so niedrig, daß beide Arbeiten gehen mußten. In der SU hat man etwa in den 30er Jahren einfach die (Männer-) Löhne auf die Hälfte gekürzt, woraufhin die Frauen Arbeiten mußten, und hat das als "Gleichberechtigung" propagieren lassen. Hurra! Und seit dem Fall der Mauer, seitdem sich die beiden politischen Systeme nicht mehr im Wettbewerb gegenüberstehen, kann nun auch der Westen die Löhne der Arbeiter zurückfahren und die Frauen zwingen, auch Lohnsteuern einzuzahlen. Seit über 20 Jahren sinken die Löhne bei der großen Mehrheit im Volk.

Und in Folge werden die Kinder großteils in Kitas und nicht mehr von den eigenen Eltern erzogen (obwohl das deren grundgesetzlich verbrieftes Recht ist). Das steckt hinter dem "Feminismus". Ich sage übrigens nicht, daß Frauen Kinder erziehen müssen, sondern Väter müssen das gleiche Recht haben und müssen auch Zuhause bleiben dürfen, wenn sie wollen. Aber in den meisten Fällen entscheiden Paare ganz frei oder pragmatisch, wer was macht und wer härter Arbeiten muß. Und putzigerweise ist es fast immer der Mann, der mehr Schufterei und weniger Freizeit mit dem Kind hat.

Ist das nun "Patriarchat", wenn sich Frauen meist etwas ältere, daher sogar im selben Job aufgerückte, daher besser verdienende Partner aussuchen und dann wenn das Kind da ist, ganz "pragmatisch" entscheiden, daß "der, der mehr verdient", für Zwei Arbeiten muß? Oder nennt sich das freie persönliche Entscheidung (übrigens beider)? Übrigens ganz wesentlicher Unterschied zum Islam.

In Deutschland hatte man mit Schwarzer eine Frontfrau, die aus welchen Gründen auch immer - Unattraktivität, Unfruchtbarkeit, wer weiß das schon? - Männer, aber mehr noch wohl Familienstrukturen haßte. Jede zweite Ehe wird nun geschieden und nach dem Eheende stellen die meisten Frauen fest, daß der Unterhelt eben doch nicht reicht und müssen für die Großkonzerne und den Staat Arbeiten (wie die Männer ohnehin). Eine freie Wahl ("Emanzipation") ist das nicht; allenfalls sind die Frauen vom meist partnerschaftlich abgespropchenen Ehehafen in die "Ehe" mit Vater Staat und dem Finanzamt gewechselt. Und Nein, meist nicht in die wenigen propagierten Topjobs (da sitzen die Berufs-Feministinnen) , sondern genau wie die meisten Männer in Jobs die man macht weil man Geld braucht und nicht weil der Job Spaß macht.

Was kann sich ein Staat oder ein Großmonopolist mehr wünschen als durch Gender verfeindete Männer und Frauen, die Single leben und alle Produkte und Versicherungen doppelt kaufen müssen? Und die doppelt Steuern zahlen?

Das steckt dahinter. Wie Aaron Russo einst ein persönliches Gespräch mit einem Mitglied der Rockefeller-Familie wiedergab, brüstete sich der Rockefeller, daß sie den feminismus erfunden haben (gemeint war wohl der Nachkriegs-feminismus, denn Gleichberechtigung war ja vorher schon in allen wesentlichen Verfassungen, auch der Deutschen 1949, festgeschrieben).

Und zwar hätten sie den feminismus erfunden und finanziert, damit eben Beide Steuern zahlen müssen, und damit - weil die Kinder dann ja im Kindergarten sind - "wir" ( also der Staat, die Machthaber) die Kinder nach "unseren" Vorgaben erziehen können und nicht die Eltern.



Was ich interessant finde, ist übrigens dein rechtspopulistischer Reflex, anderen ständig "Lügen" vorzuwerfen.


Was ich interessant finde ist deine Tendenz, Andersdenkende als "rechts" zu bezeichnen. Das ist eine ziemlich üble Totalitarismus-Schublade, Andersdenkende zu stigmatisieren und zu kriminalisieren. Du glaubst andereseits gar nicht, wieviele linke Parteien dem politischen Gegner "Lüge" vorwerfen. Sind die auch rechtspopulistisch?

Ich kann dich diesbezüglich insofern beruhigen, als dass ich nach bestem Wissen und Gewissen meine Ansichten wiedergebe. Wenn diese falsch sind oder für dich unschlüssig, liegt das mehr an meiner Dummheit als an meiner Leidenschaft zur Lüge.


Nun, ich antworte hier auch nach bestem Wissen und Gewissen, und auch ich weiß nicht alles. :eek: :cool: Du kannst gerne mal kontrollieren, was für Typen mich hier im Forum der Lüge bezichtigen. Leute übrigens, die Du wohl ebenfalls nicht als "rechtspopulistisch" einordnen würdest. :cool:
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Dark Angel » Do 15. Dez 2016, 10:31

Atheist hat geschrieben:(15 Dec 2016, 09:47)

Was nun: frei und selbstbestimmt oder "pränatal determiniert"? :D

"Biologischen Einflüssen unterliegen" ist nicht gleichbedeutend mit "biologisch determiniert" - diesen Unterschied sollte man schon kennen!
Und JA - ich entscheide frei und selbstbestimmt - entsprechend meiner Interessen und Fähigkeiten - welche Tätigkeit/welchen Beruf ich ausübe/ausüben will.
Mich zwingt niemand etwas zu tun, was meiner Interessenlage diametral entgegen steht. So einfach ist das.
Und Männer und Frauen haben nun mal geschlechtsspezifisch unterschiedliche Interessen. Kann man auch - mit noch so viel Gehirnakrobatik - nicht wegdiskutieren oder leugnen.

Atheist hat geschrieben:(15 Dec 2016, 09:47)Keine Ahnung, was das für eine Studie sein soll, auf die du dich beziehst, ein Blick nach Norwegen beweist jedoch, dass entweder a) die "pränatale Verhaltensdeterminierung" von Frauen binnen weniger Jahre die "Muster in ihren kognitiven Fähigkeiten" so abgeändert hat, dass sie nun plötzlich in den Verwaltungsräten die Geschäftsführung überwachen können, oder b) hier Zauberey und andere Genderhexenkunst am Werk sind. Denn norwegische Unternehmen haben nicht Insolvenz angemeldet, seitdem so viele Frauen entgegen ihrer evolutionspsychologisch entwickelten und pränatal vorbestimmten geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen dort in den Verwaltungsräten sitzen.

Tja - dann solltest du dich mal informieren. Der norwegische Soziologe Harald Eia verweist in seiner Doku auf diese Studie.
Und gerade das Beispiel Norwegen zeigt, dass Frauen gerade nicht in Vorstandsetagen großer Unternehmen drängen, gerade nicht in so genannte "Männerdomänen" vorstoßen, obwohl ihnen doch alle Möglichkeiten offen stehen und von staatlicher Seite alle Wege geebnet, ja sie sogar dazu gedrängt werden. Stattdessen wählen Frauen - ganz frei und selbstbestimmt - traditionelle Frauenberufe - und Gender"forscher" können sich nicht erklären, warum das so ist, schließlich haben sie ja eine Theorie.
Die Sache ist die - Frauen können, sie dürfen, sie haben das Recht dazu - ja sie werden sogar dazu gedrängt, es werden sogar Quoten eingeführt - aber die Frauen wollen nicht, sie entscheiden ganz anders und zwar frei und selbstbestimmt. So what!
Nebenbei - Quotenregelung bedeutet nicht, dass Frauen "massenhaft" in den "Startlöchern" stehen, um endlich in Vorständen und Aufsichtsräten ihren Platz einzunehmen, Quotenregelung bedeutet Unternehmen sind gezwungen unter allen Umständen die gleiche Anzahl von Frauen und Männern in Vorstände und Aufsichtsräte zu berufen.
Quotenregelung - freiwillig und selbstbestimmt sieht anders aus!

Ganz abgesehen davon, dass Quotenregelung für Frauen eine Beleidigung ist, denn egal wie kompetent und qualifiziert sie ist, ihr wird immer das Stigma der Quotenfrau anhaften, die ihre Stellung/ihren Job nur aufgrund dieser Regelung qua Geschlecht erhalten hat und nicht aufgrund der, von ihr, erbrachten Leistung. :mad:
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Dampflok » Do 15. Dez 2016, 10:46

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2016, 10:31)

Ganz abgesehen davon, dass Quotenregelung für Frauen eine Beleidigung ist, denn egal wie kompetent und qualifiziert sie ist, ihr wird immer das Stigma der Quotenfrau anhaften, die ihre Stellung/ihren Job nur aufgrund dieser Regelung qua Geschlecht erhalten hat und nicht aufgrund der, von ihr, erbrachten Leistung. :mad:


Damit werdet "Ihr Frauen" solange Leben müssen, solange "Ihr" wirklich Nichts unternehmt, den Quoten- und genderwahn aktiv zu Stoppen. :eek:
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Atheist » Do 15. Dez 2016, 10:50

Dampflok hat geschrieben:(15 Dec 2016, 10:07)

Du merkst wohl immer noch nicht, welchem Irrglauben Du da aufgesessen bist? :cool: Obwohl ich Dir mit dem DDR-Beispiel schon eine goldene Brücke gebaut habe?

"Eine Folge rückständiger patriarchischer Sozialisation"?

Wenn bis in die 50er Jahre die Frau öfter schwanger war als beiden lieb war, war das weniger "rückständiges Patriarchat" sondern eine biologische Gegebenheit! Und weil - im Gegensatz zu den wenigen Lesben - fast alle Männer und Frauen zusammenleben wollen, haben sich die Menschen Regeln gegeben, die beiden Geschlechtern gerecht wurden.

Frauen sind körperlich i.d.R. schwächer als Männer und fallen wegen Schwangerschaft aus - auch heute, selbst bei nur einem Kind darf die Frau jahrelang von der Arbeit fernbleiben und ihr Job muß dennoch freigehalten werden. Männer müssen daher in Kriege ziehen und die schwere Arbeit machen, Frauen nicht. Männer werden - auch heute noch; auch in Deutschland - für dasselbe Vergehen härter bestraft. 90% des Sorgerechts landet bei Frauen. Es wird viel mehr Geld für Frauengesundheit und - Forschung ausgegeben obwohl Männer 5 Jahre eher sterben.


Na, na, na! Wer will hier denn die pränatal vorbestimmten, geschlechtsspezifischen Unterschiede im Muster der Verhaltensweisen der Geschlechter leugnen!? Dass Männer in den Krieg ziehen und aus Risikofreude ihre Gesundheit vernachlässigen, ist doch den vorgeburtlichen Hormonwerten zuzuschreiben, oder jetzt auf einmal etwa nicht? :D Eine Genderumerziehung schickt sich hier doch, nach der Meinung einiger Zeitgenossen, nicht, und ist zudem auch gar nicht möglich, da vorgeburtlich vorbestimmt!

Alles mal Beispiele für Ungleichheit in Vergangenheit und Gegenwart. Gerade die "genderpolitk" hat bis heute Nichts an den Benachteiligungen von Männern in den o.A. Punkten getan, im Gegenteil - es ist eine einseitige Förderung von Feministinnen in hochbezahlte, oft unnötige Propagandajobs zur Zerstörung der ach-so-patriarchischen Familienstrukturen.

Insbesondere die hohen völlig ungerechten Scheidungsfolgekosten (lebenslange Versorgung ausgerechnet der einen Frau, mit der man nicht zusammenlebt, obwohl ja gerade die Ehe eine Versorgungsgemeinschaft ist und nicht das Single-Dasein) haben sich seit Feminismus nicht verkleinert sondern sind unproportional zur Lohnentwicklung ins Absurde gestiegen.


Die akademische Freiheit ist schon seit jeher vielen ein Dorn im Auge, zumal sie ja bereits in der Antike für solche Blasphemien wie weibliche Lehrkräfte oder gleichberechtigte und -gestellte Studentenschaft sorgte. Vor diesem Hintergrund erscheinen die Unkenrufe gegen Genderwissenschaftler als nur allzu verständlich.

Worauf ich hinauswill: Der Feminismus ist im Grunde Nichts als ein vordergründiges Mittel um alle Frauen genau wie alle Männer in die abhängige Arbeit zu zwingen. Die meisten Frauen in D arbeiten eben nicht wegen "Emanzipation". sondern weil seit vielen Jahren ein (= meist sein) Gehalt eben nicht mehr reicht! Das ist keine Befreiung, das ist eine Form von Zwang. Du hast ganz sicher auf mein DDR-Beispiel nicht gewechselt, weil Du gemerkt hast, daß es sich genau so verhält.


Wirtschaftliche Unabhängigkeit ist eine der Voraussetzungen für Emanzipation jedweder Art.

Im Ostblock waren die Löhne so niedrig, daß beide Arbeiten gehen mußten. In der SU hat man etwa in den 30er Jahren einfach die (Männer-) Löhne auf die Hälfte gekürzt, woraufhin die Frauen Arbeiten mußten, und hat das als "Gleichberechtigung" propagieren lassen. Hurra! Und seit dem Fall der Mauer, seitdem sich die beiden politischen Systeme nicht mehr im Wettbewerb gegenüberstehen, kann nun auch der Westen die Löhne der Arbeiter zurückfahren und die Frauen zwingen, auch Lohnsteuern einzuzahlen. Seit über 20 Jahren sinken die Löhne bei der großen Mehrheit im Volk.


Das muss selbst ohne einer Nachfrage nach einem Beleg Käse sein und bleiben, denn 1. stellten Frauen einen erheblichen Teil der sowjetischen Intelligenzija und 2. war ausgerechnet diese hochqualifizierte Berufsgruppe diejenige, die, soweit nicht in die Bürokratenkaste eingebunden, um ein Vielfaches weniger Lohn erhielt als die normale Arbeiterschaft. Dass der Zugang zu hochqualifizierten Berufen gleiche Bildungschancen voraussetzt, muss ich hoffentlich nicht näher ausführen.

Und zwar hätten sie den feminismus erfunden und finanziert, damit eben Beide Steuern zahlen müssen, und damit - weil die Kinder dann ja im Kindergarten sind - "wir" ( also der Staat, die Machthaber) die Kinder nach "unseren" Vorgaben erziehen können und nicht die Eltern.


Worin genau liegt das Problem, auch die Kinderbetreuung in die gesamtgesellschaftliche Arbeitsteilung einzubinden, außer in der Sorge mancher Eltern, bei der Weitergabe ihrer persönlichen Ideologie zu kurz zu kommen?
Zuletzt geändert von Atheist am Do 15. Dez 2016, 11:20, insgesamt 2-mal geändert.
"Wir Diskordier müssen auseinanderhalten!" (unbekannter Weiser)
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Atheist » Do 15. Dez 2016, 10:58

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2016, 10:31)

"Biologischen Einflüssen unterliegen" ist nicht gleichbedeutend mit "biologisch determiniert" - diesen Unterschied sollte man schon kennen!
Und JA - ich entscheide frei und selbstbestimmt - entsprechend meiner Interessen und Fähigkeiten - welche Tätigkeit/welchen Beruf ich ausübe/ausüben will.
Mich zwingt niemand etwas zu tun, was meiner Interessenlage diametral entgegen steht. So einfach ist das.
Und Männer und Frauen haben nun mal geschlechtsspezifisch unterschiedliche Interessen. Kann man auch - mit noch so viel Gehirnakrobatik - nicht wegdiskutieren oder leugnen.


Niemand zwingt dich in die Verwaltungs- oder Aufsichtsräte (außer evtl. die pränatal vorbestimmten Muster in deinen kognitiven Fähigkeiten). Solltest du dich dennoch irgendwann einmal beruflich umorientieren wollen, wirst du als Deutsche auf mehr Unfairness im Wettbewerb, u.a. bedingt durch bestehende Männernetzwerke, stoßen als derzeit die Norwegierinnen. Tjoa... Pech halt, ne!?

Tja - dann solltest du dich mal informieren. Der norwegische Soziologe Harald Eia verweist in seiner Doku auf diese Studie.
Und gerade das Beispiel Norwegen zeigt, dass Frauen gerade nicht in Vorstandsetagen großer Unternehmen drängen, gerade nicht in so genannte "Männerdomänen" vorstoßen, obwohl ihnen doch alle Möglichkeiten offen stehen und von staatlicher Seite alle Wege geebnet, ja sie sogar dazu gedrängt werden. Stattdessen wählen Frauen - ganz frei und selbstbestimmt - traditionelle Frauenberufe - und Gender"forscher" können sich nicht erklären, warum das so ist, schließlich haben sie ja eine Theorie.
Die Sache ist die - Frauen können, sie dürfen, sie haben das Recht dazu - ja sie werden sogar dazu gedrängt, es werden sogar Quoten eingeführt - aber die Frauen wollen nicht, sie entscheiden ganz anders und zwar frei und selbstbestimmt. So what!
Nebenbei - Quotenregelung bedeutet nicht, dass Frauen "massenhaft" in den "Startlöchern" stehen, um endlich in Vorständen und Aufsichtsräten ihren Platz einzunehmen, Quotenregelung bedeutet Unternehmen sind gezwungen unter allen Umständen die gleiche Anzahl von Frauen und Männern in Vorstände und Aufsichtsräte zu berufen.
Quotenregelung - freiwillig und selbstbestimmt sieht anders aus!

Ganz abgesehen davon, dass Quotenregelung für Frauen eine Beleidigung ist, denn egal wie kompetent und qualifiziert sie ist, ihr wird immer das Stigma der Quotenfrau anhaften, die ihre Stellung/ihren Job nur aufgrund dieser Regelung qua Geschlecht erhalten hat und nicht aufgrund der, von ihr, erbrachten Leistung. :mad:


Nein, Frauen werden auch durch Quotenregelungen zu nichts gedrängt. Diejenigen Frauen, die in den Verwaltungs- (bzw. Aufsichts-)räten norwegischer Unternehmen sitzen, haben sich freiwillig dazu entschieden. Der gleich gebliebene Unternehmenserfolg belegt, dass sie trotz diverser "Muster in ihren kognitiven Fähigkeiten" dazu befähigt sind.
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Dark Angel » Do 15. Dez 2016, 12:23

Atheist hat geschrieben:(15 Dec 2016, 10:58)

Niemand zwingt dich in die Verwaltungs- oder Aufsichtsräte (außer evtl. die pränatal vorbestimmten Muster in deinen kognitiven Fähigkeiten). Solltest du dich dennoch irgendwann einmal beruflich umorientieren wollen, wirst du als Deutsche auf mehr Unfairness im Wettbewerb, u.a. bedingt durch bestehende Männernetzwerke, stoßen als derzeit die Norwegierinnen. Tjoa... Pech halt, ne!?

Doch - die Aufsichtsräte sind gezwungen, den gleichen Anteil von Frauen und Männern zu berufen und zwar aufgrung dieser staatliche verordneten Quotenregelung. Die Aufsichtsräte sind gezwungen!
Der Rest, den du da von dir gibst, ist gehirngewaschener ideologischer Genderblödsinn - vonwegen "Männernetzwerke"!

Frauen entscheiden sich frei selbstbestimmt vorrangig für soziale Berufen, weil "sie lieber mit Menschen arbeiten, weil ihnen Kommunikation wichtig ist" (Originalaussagen befragter Norwegerinnen)
Sie tun das trotz staatlicher Förder- Gleichstellungsmaßnahmen und das können die Gender"forscher" - die ja ihre Theorie haben - nicht verstehen.
Und weil sie das nicht verstehen können, weil ja alle Biologen doof sind und deshalb von den Gender"forschern" Forschungsergebnisse und -erkenntnisse der Biologen negiert werden, werden imaginäre "Männernetzwerke" herbeiphantasiert.


Atheist hat geschrieben:(15 Dec 2016, 10:58)Nein, Frauen werden auch durch Quotenregelungen zu nichts gedrängt. Diejenigen Frauen, die in den Verwaltungs- (bzw. Aufsichts-)räten norwegischer Unternehmen sitzen, haben sich freiwillig dazu entschieden. Der gleich gebliebene Unternehmenserfolg belegt, dass sie trotz diverser "Muster in ihren kognitiven Fähigkeiten" dazu befähigt sind.

Tjaa - dumm nur dass die Aufsichtsräte keine freie Wahl in der Besetzung ihrer Stellen haben, sondern diese mit dem gleichen Anteil von Frauen und Männern besetzen müssen.
Genau dieser Zwang ist Sinn und Zweck der Quotenregelung - eben nicht ergebnisoffen, aufgrund freier Entscheidung, sondern das Ergebnis ist von vornherein festgelegt!
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Dark Angel » Do 15. Dez 2016, 12:31

Atheist hat geschrieben:(15 Dec 2016, 10:50)
Das muss selbst ohne einer Nachfrage nach einem Beleg Käse sein und bleiben, denn 1. stellten Frauen einen erheblichen Teil der sowjetischen Intelligenzija und 2. war ausgerechnet diese hochqualifizierte Berufsgruppe diejenige, die, soweit nicht in die Bürokratenkaste eingebunden, um ein Vielfaches weniger Lohn erhielt als die normale Arbeiterschaft. Dass der Zugang zu hochqualifizierten Berufen gleiche Bildungschancen voraussetzt, muss ich hoffentlich nicht näher ausführen.

Ist aber kein Käse, sondern entsprach der Realität im "real existierenden Sozialismus"!
Es war nicht möglich, den Lebensunterhalt einer Familie mit nur einem Gehalt/Lohn zu sichern, es mussten beide dafür aufkommen.
Und mehr noch - ein Akademiker verdiente Netto weniger, als ein Arbeiter - sehr viel weniger, weil nämlich nur Muskelkraft bezahlt wurde und nicht "Gehirnschmalz"!
Frauen haben die gleichen Bildungschancen - ganz ohne Gender und damit auch den gleichen Zugang zu hochqualifizierten Berufen.
Wenn sie diese Möglichkeit nicht nutzen (wollen) ist das ihre eigene freie und selbstbestimmte Entscheidung!
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Atheist » Do 15. Dez 2016, 12:50

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2016, 12:23)

Doch - die Aufsichtsräte sind gezwungen, den gleichen Anteil von Frauen und Männern zu berufen und zwar aufgrung dieser staatliche verordneten Quotenregelung. Die Aufsichtsräte sind gezwungen!
Der Rest, den du da von dir gibst, ist gehirngewaschener ideologischer Genderblödsinn - vonwegen "Männernetzwerke"!

Frauen entscheiden sich frei selbstbestimmt vorrangig für soziale Berufen, weil "sie lieber mit Menschen arbeiten, weil ihnen Kommunikation wichtig ist" (Originalaussagen befragter Norwegerinnen)
Sie tun das trotz staatlicher Förder- Gleichstellungsmaßnahmen und das können die Gender"forscher" - die ja ihre Theorie haben - nicht verstehen.
Und weil sie das nicht verstehen können, weil ja alle Biologen doof sind und deshalb von den Gender"forschern" Forschungsergebnisse und -erkenntnisse der Biologen negiert werden, werden imaginäre "Männernetzwerke" herbeiphantasiert.


Im Vergleich zu Norwegierinnen hast du Pech, wenn du Aufsichtsrätin werden willst. Und weißt du, was mir dazu einfällt? Folgendes hier: :p



Tjaa - dumm nur dass die Aufsichtsräte keine freie Wahl in der Besetzung ihrer Stellen haben, sondern diese mit dem gleichen Anteil von Frauen und Männern besetzen müssen.
Genau dieser Zwang ist Sinn und Zweck der Quotenregelung - eben nicht ergebnisoffen, aufgrund freier Entscheidung, sondern das Ergebnis ist von vornherein festgelegt!


So lange Frauen diese freie Wahl haben, ist alles völlig in Ordnung. Dass in Norwegen nun ein paar Amigos zu kurz kommen... nun ja, Pech für sie.

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2016, 12:31)

Ist aber kein Käse, sondern entsprach der Realität im "real existierenden Sozialismus"!
Es war nicht möglich, den Lebensunterhalt einer Familie mit nur einem Gehalt/Lohn zu sichern, es mussten beide dafür aufkommen.
Und mehr noch - ein Akademiker verdiente Netto weniger, als ein Arbeiter - sehr viel weniger, weil nämlich nur Muskelkraft bezahlt wurde und nicht "Gehirnschmalz"!
Frauen haben die gleichen Bildungschancen - ganz ohne Gender und damit auch den gleichen Zugang zu hochqualifizierten Berufen.
Wenn sie diese Möglichkeit nicht nutzen (wollen) ist das ihre eigene freie und selbstbestimmte Entscheidung!


Dass Akademiker, die mit der KPdSU nichts zu tun hatten, weniger als die Arbeiterschaft verdienten und zudem auch in ihrer Freizeit ihre beruflichen Fähigkeiten nicht im ähnlichen Umfang und mit ähnlichem Gewinn wie Arbeiter gegen Güter oder Gefälligkeiten eintauschen konnten, habe ich im von dir zitierten Beitrag erwähnt. :rolleyes: Dass alle Sowjetfrauen aus ökonomischen Gründen zur Arbeitsaufnahme gezwungen waren, ist hingegen genauso Blödsinn wie die unüberlegte Rumhantiererei mit Durchschnitten. Ich weiß nicht, was du und die Macho-Dampflok euch damit beweisen bzw. welches Selbstbild der Sowjetfrau samt dessen sozialen und verhaltenssteuernden Auswirkungen ihr damit wegdiskutieren wollt, und ehrlich gesagt will ich es auch nicht erfahren.
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 15. Dez 2016, 13:08

Hyde hat geschrieben:(15 Dec 2016, 07:12)
Solange diejenigen Länder, die sehr bekannt sind für die Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter, hier auch die besten Ergebnisse erzielen (https://de.wikipedia.org/wiki/Global_Gender_Gap_Report), zeigt das doch ganz deutlich den Einfluss. Je mehr eine Gesellschaft die Gleichheit der Geschlechter fördert, umso besser ist die freiwillige Partizipation der Frauen in dieser Gesellschaft und umso niedriger ist z.B. auch die Kriminalitätsrate.

Ein Musterbeispiel für den bekannten Fehler, Korrelation für Kausalität zu halten. Niedrige Kriminalität und Geschlechtergleichheit sind korreliert. Was Ursache und was Wirkung ist, müsste geklärt werden. Es kann ebensogut ein Drittes, gar nicht Genanntes geben, das die gemeinsame Ursache für beides ist.
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Dark Angel » Do 15. Dez 2016, 18:44

Atheist hat geschrieben:(15 Dec 2016, 12:50)
Dass Akademiker, die mit der KPdSU nichts zu tun hatten, weniger als die Arbeiterschaft verdienten und zudem auch in ihrer Freizeit ihre beruflichen Fähigkeiten nicht im ähnlichen Umfang und mit ähnlichem Gewinn wie Arbeiter gegen Güter oder Gefälligkeiten eintauschen konnten, habe ich im von dir zitierten Beitrag erwähnt. :rolleyes: Dass alle Sowjetfrauen aus ökonomischen Gründen zur Arbeitsaufnahme gezwungen waren, ist hingegen genauso Blödsinn wie die unüberlegte Rumhantiererei mit Durchschnitten. Ich weiß nicht, was du und die Macho-Dampflok euch damit beweisen bzw. welches Selbstbild der Sowjetfrau samt dessen sozialen und verhaltenssteuernden Auswirkungen ihr damit wegdiskutieren wollt, und ehrlich gesagt will ich es auch nicht erfahren.

Ich habe nicht von der Sowjetunion gesprochen, sondern vom "real existierenden Sozialismus" und da ich den kennen gelernt habe, weiß ich und zwar aus eigener Erfahrung, dass ein Einkommen nicht ausgereicht hat, den Familienunterhalt zu sichern, weiß ich dass dafür beide erwerbstätig sein mussten.
Und erst recht mussten sie das, wenn beide Akademiker waren.
Stell dir mal vor, es gab den "real existierenden Sozialismus" nicht nur in der Sowjetunion.
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Atheist » Do 15. Dez 2016, 19:58

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2016, 18:44)

Ich habe nicht von der Sowjetunion gesprochen, sondern vom "real existierenden Sozialismus" und


Die Dampflok bezog sich aber auf die Sowjetunion.

da ich den kennen gelernt habe, weiß ich und zwar aus eigener Erfahrung


Dank Google und wissenschaftlicher Arbeiten anderer weiß ich das auch.
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Dampflok » Fr 16. Dez 2016, 09:18

Atheist hat geschrieben:(15 Dec 2016, 10:50)

Na, na, na! Wer will hier denn die pränatal vorbestimmten, geschlechtsspezifischen Unterschiede im Muster der Verhaltensweisen der Geschlechter leugnen!? Dass Männer in den Krieg ziehen und aus Risikofreude ihre Gesundheit vernachlässigen, ist doch den vorgeburtlichen Hormonwerten zuzuschreiben, oder jetzt auf einmal etwa nicht? :D Eine Genderumerziehung schickt sich hier doch, nach der Meinung einiger Zeitgenossen, nicht, und ist zudem auch gar nicht möglich, da vorgeburtlich vorbestimmt!


Wenn an dem Irrglauben Deiner genderfreund(!)nnen etwas dran wäre, hätte die größere Aggressivität von Männern, auf die immer eifernd hingewiesen wird, ja gar nicht existieren dürfen, da sie in Schulen und Kindergärten von einem über 90%-Anteil weiblicher Lehrer sozialisiert werden. Und zu Hause vorwiegend von Müttern.

Es bleibt also zu konstatieren: entweder die eindeutig belegbare größere Aggressivität von Männern beruht auf Prädisposition , etwa durch Hormone oder unterschiedliche Hirnstrukturen,

oder die gender-Erzieherinnen und Lehrerinnen haben genau dieses aggressive Verhalten anerzogen - Wahrscheinlichkeit Null -

oder die gender-Erzieherinnen und Lehrerinnen haben versagt. :)



Die akademische Freiheit ist schon seit jeher vielen ein Dorn im Auge, zumal sie ja bereits in der Antike für solche Blasphemien wie weibliche Lehrkräfte oder gleichberechtigte und -gestellte Studentenschaft sorgte. Vor diesem Hintergrund erscheinen die Unkenrufe gegen Genderwissenschaftler als nur allzu verständlich.


Gender ist keine Wissenschaft. Eine Wissenschaft muß ihre Ansichten verifizieren und falsifizieren lassen. Die gendertheorie wurde noch niemals verifiziert, sondern jedes Mal wissenschaftlich widerlegt. Ebenso könnte man Scientology als Wissenschaft erklären und an den Unis einführen.

gender ist an den Unis deshalb eingeführt weil es sich als ein perfides Mittel zur Gängelung, Mundtotmachnung und Kriminalisierung von Kritikern der Machthaber nutzen läßt. Der größte benutzte Kritikpunkt an Trump z.B. war nicht etwa seine Wirtschafts- oder Sozialpolitik, sondern seine angebliche "Frauenfeindlichkeit". Die tatsächliche millionenfache Arbeitslosigkeit in den USA mit katastrophalen Auswirkungen auf die Betroffenen wurde von der selbsternannten gender-Elite gar nicht diskutiert, es ging immer nur um Nebenthemen. So wie man ja auch Brüderles FDP - wegen eines zur Katsatrophe heraufstilisierten Kompliments ohne jede politische Bedeutung - aus dem Bundetag herausbekam. Dafür gibt es "gender", zum Erfinden von "Diskriminierungen" um die Elite durchregieren zu lassen.

Wirtschaftliche Unabhängigkeit ist eine der Voraussetzungen für Emanzipation jedweder Art.


Gar kein Problem: geh Arbeiten. Wenn vielen Deutschen aber ein familiäres Zusammenleben mehr bedeutet als "Emanzipation" als einsamer Single ohne persönlichen Rückhalt, dann ist das deren freie Entscheidung. "Emanzipation" bedeutet auch Trennung und ist kein positiver Wert, wenn das Erkaufte schlechter ist als das Aufgegebene.
euphemistisch wie deine Argumentation, weil er suggeriert, daß das Unterordnen unter einen Arbeitgeber "Freiheit" bedeute. Offenbar bevorzugt die Mehrheit der Frauen weltweit, auch hier, das Zusammenleben mit einem Mann und damit verbunden persönliche Konzessionen, vor einem Single-Leben als Arbeitnehmerin im Kombinat oder in Zeitarbeit. Im Übrigen gehen auch Männer beim Zusammenleben Konzessionen ein.


Worin genau liegt das Problem, auch die Kinderbetreuung in die gesamtgesellschaftliche Arbeitsteilung einzubinden, außer in der Sorge mancher Eltern, bei der Weitergabe ihrer persönlichen Ideologie zu kurz zu kommen?


Die Eltern haben das grundgesetzlich gesicherte Recht auf ihren Einfluß bei der Erziehung ihrer Kinder und auf das Setzen der Prioritäten. Es ist wohl eher die Sorge der staatlichen Ideologen, ihnen nicht gehörende Kinder nicht sofort gendern zu können. Weil ja aus all den Kindern die nicht im gender-Kindergarten waren, sicher ganz schreckliche Menschen geworden sein müssen. Die Welt geht für Niemanden unter (außer für ideologische Deutschlandhasser), wenn ein Fünfjähriger noch kein Englisch kann, sondern tatsächlich zuerst seine Muttersprache lernt. Genau so wie es in allen anderen Völkern der Welt - außer Deutschand - normal ist.
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Dampflok » Fr 16. Dez 2016, 09:58

Atheist hat geschrieben:(15 Dec 2016, 12:50)



So lange Frauen diese freie Wahl haben, ist alles völlig in Ordnung. Dass in Norwegen nun ein paar Amigos zu kurz kommen... nun ja, Pech für sie.




Ja, das ist eben unser Unterschied. Für mich ist alles OK, wenn ALLE die freie Wahl haben und nicht nur Frauen.
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Hyde » Do 22. Dez 2016, 18:59

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Dec 2016, 13:08)

Ein Musterbeispiel für den bekannten Fehler, Korrelation für Kausalität zu halten. Niedrige Kriminalität und Geschlechtergleichheit sind korreliert. Was Ursache und was Wirkung ist, müsste geklärt werden. Es kann ebensogut ein Drittes, gar nicht Genanntes geben, das die gemeinsame Ursache für beides ist.


Als Ursache für beides würde ich die generelle Aufgeklärtheit einer Gesellschaft anführen. Ich stelle mal die These auf, dass je aufgeklärter (im Sinne eines humanistischen Ideals) eine Gesellschaft ist, sie zwangsläufig auch umso gewaltfreier und umso geschlechtergleicher und umso toleranter ist. Ich würde die These auch dahingehend erweitern, dass auch die Chance auf Wohlstand in einer solchen Gesellschaft umso größer ist (weil dann Störfaktoren wegfallen wie Ungleichheit, Intoleranz, Kriminalität, Bildungsferne, evtl fehlendes persönliches Lebensglück aufgrund dieser Faktoren usw).

Wenn man dieser These folgt, dann müsste es das primäre Ziel und die primäre Aufgabe einer Gesellschaft sein, sich einen möglichst hohen Grad an Aufgeklärtheit, an progressiven Wertevorstellungen anzueignen, weil bei dieser These letztlich alles (Wohlstand, Sicherheit, politisches System, Menschenrechte etc) in gewisser Weise auf diesem Fundament aufbaut.

Wenn wir uns anschauen, welche Länder in den unterschiedlichsten Rankings (z.B. Demokratieindex, Bruttoinlandsprodukt, Kriminalitätsrate, Human Developement Index, Gender Gap Report, World Happiness Report, Bildung, ...) ganz vorne abschneiden, dann sind das in fast jedem Ranking die "üblichen Verdächtigen", die ganz oben stehen. Meistens sind es die Skandinavier. Sie machen also unbestritten etwas besser als der Rest.

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