Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Dark Angel » Do 22. Dez 2016, 19:30

Hyde hat geschrieben:(22 Dec 2016, 18:59)

Als Ursache für beides würde ich die generelle Aufgeklärtheit einer Gesellschaft anführen. Ich stelle mal die These auf, dass je aufgeklärter (im Sinne eines humanistischen Ideals) eine Gesellschaft ist, sie zwangsläufig auch umso gewaltfreier und umso geschlechtergleicher und umso toleranter ist.

Deine These ist falsch! Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind a) biologisch determiniert und b) biologisch beeinflusst und die Biologie kannst du auch mit - noch so viel - Aufklärung nicht "überlisten" bzw "ausmerzen". Das gilt auch für menschliches Gewalt- und Aggressionspotential - das kriegst du auch mit Aufklärung nicht weg.
Das einzige, was erreicht werden kann, dass Gewalt immer wenigiger toleriert wird.
Und Toleranz bedeutet dulden, gelten lassen - mehr nicht.

Hyde hat geschrieben:(22 Dec 2016, 18:59) Ich würde die These auch dahingehend erweitern, dass auch die Chance auf Wohlstand in einer solchen Gesellschaft umso größer ist (weil dann Störfaktoren wegfallen wie Ungleichheit, Intoleranz, Kriminalität, Bildungsferne, evtl fehlendes persönliches Lebensglück aufgrund dieser Faktoren usw).

Auch Wohlstand beseitigt keine Ungleichheiten. Menschen sind nunmal nicht gleich und sie lassen sich auch nicht "gleich machen oder gleich schalten".
Was Menschen unter Lebensglück verstehen, definieren sie individuell und individuell unterschiedlich. Auch da ist keine Gleichheit zu erreichen.

Hyde hat geschrieben:(22 Dec 2016, 18:59)
Wenn man dieser These folgt, dann müsste es das primäre Ziel und die primäre Aufgabe einer Gesellschaft sein, sich einen möglichst hohen Grad an Aufgeklärtheit, an progressiven Wertevorstellungen anzueignen, weil bei dieser These letztlich alles (Wohlstand, Sicherheit, politisches System, Menschenrechte etc) in gewisser Weise auf diesem Fundament aufbaut.

Wenn man deiner These folgt, verliert (jeder) Mensch seine Individualität, wird qua Erziehung "zum gleichgeschalteten Zombie" ohne eigene Wünsche, Bedürfnisse und Interessen - ein leicht zu lenkender und leicht zu manipulierender (menschlicher) "Einheitsbrei". Der Traum jedes Diktators/jeder Diktatur - den "neuen" Menschen, ganz nach seinen Vorstellungen zu formen und zu erziehen!
Wenn man deiner These folgt, übernimmt der Staat die Erziehung und Sozialisation jeder nachfolgenden Generation - Eltern haben dann weder Rechte noch Einfluss, denn die erziehen ihre Kinder nach ihren eigenen Wertvorstellungen und nicht nach denen, die gesellschaftlich gerade "up to date" sind.

Hyde hat geschrieben:(22 Dec 2016, 18:59)Wenn wir uns anschauen, welche Länder in den unterschiedlichsten Rankings (z.B. Demokratieindex, Bruttoinlandsprodukt, Kriminalitätsrate, Human Developement Index, Gender Gap Report, World Happiness Report, Bildung, ...) ganz vorne abschneiden, dann sind das in fast jedem Ranking die "üblichen Verdächtigen", die ganz oben stehen. Meistens sind es die Skandinavier. Sie machen also unbestritten etwas besser als der Rest.

Und weil die das "unbestritten besser machen" wurden in Norwegen die finanziellen Zuschüsse für Gender Studies ersatzlos gestrichen und weil die skandinavischen Länder das "unbestritten besser machen" laufen alle Anstrengungen, Frauen für "Männerberufe" zu begeistern, ins Leere, entscheidet sich die Mehrheit der Frauen für "typische" Frauenberufe - nennt sich das "Gleichstellungs-Paradox".
Das wird von gewissen Zeitgenossen immer wieder und immer weiter ignoriert, wird immer weiter der Quatsch der Gendervertreter wiedergekäut, dass ja alles nur eine "Frage der Erziehung ist" - ganz im Sinne des (widerlegten) radikalen Behaviorismus, demzufolge Mensch das "Licht der Welt" als vollkommen unbeschriebenes Blatt erblickt, es so gaaar keine biologischen Einflüsse auf geschlechtsspezifische Verhaltensunterschiede gibt.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 23. Dez 2016, 10:32

Hyde hat geschrieben:(22 Dec 2016, 18:59)

Als Ursache für beides würde ich die generelle Aufgeklärtheit einer Gesellschaft anführen. Ich stelle mal die These auf, dass je aufgeklärter (im Sinne eines humanistischen Ideals) eine Gesellschaft ist, sie zwangsläufig auch umso gewaltfreier und umso geschlechtergleicher und umso toleranter ist. Ich würde die These auch dahingehend erweitern, dass auch die Chance auf Wohlstand in einer solchen Gesellschaft umso größer ist (weil dann Störfaktoren wegfallen wie Ungleichheit, Intoleranz, Kriminalität, Bildungsferne, evtl fehlendes persönliches Lebensglück aufgrund dieser Faktoren usw).

Wenn man dieser These folgt, dann müsste es das primäre Ziel und die primäre Aufgabe einer Gesellschaft sein, sich einen möglichst hohen Grad an Aufgeklärtheit, an progressiven Wertevorstellungen anzueignen, weil bei dieser These letztlich alles (Wohlstand, Sicherheit, politisches System, Menschenrechte etc) in gewisser Weise auf diesem Fundament aufbaut.

Wenn wir uns anschauen, welche Länder in den unterschiedlichsten Rankings (z.B. Demokratieindex, Bruttoinlandsprodukt, Kriminalitätsrate, Human Developement Index, Gender Gap Report, World Happiness Report, Bildung, ...) ganz vorne abschneiden, dann sind das in fast jedem Ranking die "üblichen Verdächtigen", die ganz oben stehen. Meistens sind es die Skandinavier. Sie machen also unbestritten etwas besser als der Rest.


Hier ist allerdings Aufklärung wirklich im Sinne eines humanistischen Ideals und nicht einfach als formale Bildung, äußerliche Zivilisiertheit etc. zu sehen. Denn man braucht sich nur den sehr schwierigen Punkt Eugenik und Zwangssterilisation anschauen. Da sind es gerade Staaten wie Schweiz, Dänemark, Kanada und ganz besonders Schweden, die lange vor und (schlimmer noch) lange nach den Nazis (in Schweden bis 1976) Eugenik-Befürworter waren. Und zwar ausdrücklich aus einer Pespektive sozialdemokratisch gefärbter Aufgeklärtheit. Selbst Nobelpreisträger waren nicht davor gefeit:
Die späteren Nobelpreisträger Alva und Gunnar Myrdal, führende Vordenker der Sozialdemokraten, hatten in ihrem Gemeinschaftswerk "Krise in der Bevölkerungsfrage" schon 1935 "ein ziemlich schonungsloses Sterilisierungsverfahren" angemahnt, um "hochgradig lebensuntaugliche Individuen auszusondern".
Weil die Solidarität des Staates nur denen zugute kommen sollte, die sie nach Ansicht der Beamten und Politiker verdienten, verschärften die Sozialdemokraten 1941 das Gesetz: Zwangssterilisiert wurden auch Menschen, die gegen den protestantisch-prüden Sittenkodex verstießen oder sich der Obrigkeit widersetzten. Denn man hielt "asoziales Verhalten" für erblich. Die Volkswirtschaft sollte von Kosten für "Unwürdige" entlastet werden.

(http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8777129.html
Eine der Teilbegründungen für diesen Widersrpruch zwischen dem Anspruch an humaner Aufklärung und realer zutiefst inhumaner Praxis läuft meiner Ansicht nach darauf hinaus, dass Aufklärung bzw, Bildung auch immer Verdrängungsansätze liefert, die Verdrängungsphantasien befördert und dann selbst für solche inhumanen Praktiken wie Eugenik scheinhumane Begründungen gefunden werden.
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Hyde » Fr 23. Dez 2016, 20:00

Dark Angel hat geschrieben:(22 Dec 2016, 19:30)

Deine These ist falsch! Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind a) biologisch determiniert und b) biologisch beeinflusst und die Biologie kannst du auch mit - noch so viel - Aufklärung nicht "überlisten" bzw "ausmerzen". Das gilt auch für menschliches Gewalt- und Aggressionspotential - das kriegst du auch mit Aufklärung nicht weg.
Das einzige, was erreicht werden kann, dass Gewalt immer wenigiger toleriert wird.
Und Toleranz bedeutet dulden, gelten lassen - mehr nicht.


Dann definiere mal, was du unter "Unterschiede" verstehst. Mir geht es gar nicht darum, dass Frauen und Männer in allen spezifischen Berufsgruppen gleichermaßen vertreten sein müssen. Das Ziel sollte aber sein, dass beide Geschlechter insgesamt im Wirtschaftsleben, im Sozialleben und in der Politik in gleichem Maß partizipieren und ich gehe auch nicht davon aus, dass es hier naturgegebene Unterschiede gibt. Man kann es sich natürlich immer leicht machen, das zu behaupten, und dieses Argumentationsmuster ist ja auch nicht neu. Vor 200 Jahren war konservative Meinung vermutlich, dass Frauen "biologisch determiniert" nicht für Politik geeignet seien und dass es deswegen kein Wahlrecht für Frauen geben dürfe. Dafür war das "Weib" von der Natur her einfach nicht geschaffen. Vor 60 Jahren war dann die Meinung, dass Frauen "biologisch determiniert" dafür da seien, zu Hause für die Erziehung zu sorgen, anstatt arbeiten zu gehen.

Die Erwerbsquoten der Geschlechter nähern einander kontinuierlich weiter an. Und ich sage voraus, dass sie irgendwann auf einem Niveau liegen werden, weil Frauen das gleiche Bedürfnis haben, zu arbeiten und für ihren Lebensunterhalt zu sorgen wie Männer, auch wenn dies in der Vergangenheit aufgrund von patriarchalischer Sozialisation ausgebremst wurde. Genauso wird es auch irgendwann in Politik zu einem Gleichgewicht kommen.
Und davon abgesehen gibt es noch viele andere Bereiche, in denen gesellschaftliche Nachteile & Vorurteile bekämpft werden müssen, slut shaming beispielsweise oder generell die Sexualität, die auch heute noch bei Frauen mit wesentlich mehr Stigmas und gesellschaftlichem Druck verbunden ist.


Wenn man deiner These folgt, übernimmt der Staat die Erziehung und Sozialisation jeder nachfolgenden Generation


Ja, natürlich tut der Staat das. Der deutsche Staat, die deutschen Gesetze beeinflussen mich seit meiner Geburt, wie sie dich seit deiner Geburt beeinflussen und die ganze Gesellschaft beeinflussen. Wärest du in Ägypten geboren, wärst du heute ein völlig anderer Mensch, da du in ägyptischen staatlichen Einrichtungen (Kindergarten, Schule) und im Kontext der ägyptischen Gesetze ganz anders sozialisiert worden wärest.

Also, ja: natürlich ist ein Staat dazu da, Erziehungsaufgaben für seine Bürger zu übernehmen und sie in eine bestimmte Richtung zu sozialisieren. Das geht gar nicht anders. Die Frage ist nur, in welche Richtung der Staat seine Bürger erziehen/sozialisieren sollte: hin zu mehr Toleranz, Gleichberechtigung und Offenheit (wie in der westlichen Welt -in unterschiedlichem Maß- ausgeprägt) oder zu Autorität & konservativen Werten (wie in weiten anderen Teilen der Welt üblich).

Die Politik (legitimiert durch den Wählerwillen) entscheidet, wie der Staat die Menschen erziehen soll. DASS er sie erzieht, ist eine unleugbare Tatsache - so oder so. Wenn im Schulunterricht LGBT-Themen auf dem Lehrplan stehen, ist das genauso eine Erziehung der Schüler, wie es auch eine Erziehung der Schüler ist, wenn diese Themen fehlen und stattdessen allein über die "klassische Familie" geredet wird.
Wir können also höchstens mitbestimmen, WIE der Staat uns erziehen soll.
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Dark Angel » Fr 23. Dez 2016, 22:17

Hyde hat geschrieben:(23 Dec 2016, 20:00)

Dann definiere mal, was du unter "Unterschiede" verstehst.

Mit Unterschieden meine ich Unterschiede - unterschiedliche Verhaltensmuster von Geburt an ==> biologischer Einfluss ist mittels empirischer Forschungsergebnisse nachgewiesen, unterschiedliche Interessen ebenfalls von Geburt an ==> biologischer Einfluss ist nachgewiesen

Hyde hat geschrieben:(23 Dec 2016, 20:00)
Mir geht es gar nicht darum, dass Frauen und Männer in allen spezifischen Berufsgruppen gleichermaßen vertreten sein müssen. Das Ziel sollte aber sein, dass beide Geschlechter insgesamt im Wirtschaftsleben, im Sozialleben und in der Politik in gleichem Maß partizipieren und ich gehe auch nicht davon aus, dass es hier naturgegebene Unterschiede gibt.

Warum "soll(t)en sie das denn in gleichem Maße tun?
Die Frage muss lauten, wollen sich Frauen in gleichem Maße wie Männer in allen Bereichen des Lebens (Wirtschaft, Politik etc) in gleichem Maß partizipieren.
Die Entscheidung liegt allein bei den Frauen. Sie dürfen nämlich heute schon - nennt sich Gleichberechtigung.
Und Gleichberechtigung heißt, Frau hat das gleiche Recht wie ein Mann sich in Wirtschaft, Politik etc zu engagieren - niemand hindert sie daran.
Es ist allerdings ihrer eigenen freien, selbstbestimmten Entscheidung überlassen, ob sie das auch will.
Ein "sollte" in gleichem Maße ... basiert dann eben nicht mehr auf freier Entscheidung auf Basis von Gleichberechtigung, sondern auf Druck, Zwang, staatlicher Lenkung - what ever und hat eben nix mehr mit "gleichem Recht" zu tun.

Hyde hat geschrieben:(23 Dec 2016, 20:00)
Man kann es sich natürlich immer leicht machen, das zu behaupten, und dieses Argumentationsmuster ist ja auch nicht neu. Vor 200 Jahren war konservative Meinung vermutlich, dass Frauen "biologisch determiniert" nicht für Politik geeignet seien und dass es deswegen kein Wahlrecht für Frauen geben dürfe. Dafür war das "Weib" von der Natur her einfach nicht geschaffen. Vor 60 Jahren war dann die Meinung, dass Frauen "biologisch determiniert" dafür da seien, zu Hause für die Erziehung zu sorgen, anstatt arbeiten zu gehen.

Ich habe nichts von "nicht geeeignet" gschrieben, sondern von biologischen Einflüssen auf geschlechtsspeziische Unterschiede und wenn Frauen, sich frei und selbstbestimmt entscheiden nicht in gleichem Maße wie Männer in der Politik aktiv zu werden, sondern sich stattdessen sozial zu engagieren, direkt mit Menschen zu arbeiten, dass ist eine solche Entscheidung zu repektieren, eben weil sie auf biologisch beeinflussten Verhaltensmustern beruht, die eben nicht so einfach "weg zu erziehen sind". Dann ist das halt so, weil Frau das frei und selbstbestimmt so entschieden hat.
Wenn Frau sich lieber um die Familie kümmert - dann ist das halt so, weil es ihre freie und selbstbestimmte Entscheidung ist. Ob das nun einigen Zeigenossen gefällt oder nicht. Hat mit "konservativer Meinung" so gar nichts zu tun.

Hyde hat geschrieben:(23 Dec 2016, 20:00)
]Die Erwerbsquoten der Geschlechter nähern einander kontinuierlich weiter an. Und ich sage voraus, dass sie irgendwann auf einem Niveau liegen werden, weil Frauen das gleiche Bedürfnis haben, zu arbeiten und für ihren Lebensunterhalt zu sorgen wie Männer, auch wenn dies in der Vergangenheit aufgrund von patriarchalischer Sozialisation ausgebremst wurde. Genauso wird es auch irgendwann in Politik zu einem Gleichgewicht kommen.

Höre doch mit dem ideologischen Blödsinn von "patriarchalischer Sozialisation" auf. Die hat es nie gegeben! :mad:
Frauen mussten schon immer zum Lebensunterhalt (der Familie) beitragen bzw für ihren Lebensunterhalt sorgen und haben schon immer zum Lebensunterhalt (der Familie) beigetragen bzw für ihren Lebensunterhalt gesorgt. Nicht immer "Zustände" die nur auf einen geringen Teil der Gesellschaft zutrafen verallgemeinern.
Männer wurden genauso "ausgebremst" wie Frauen, hatten genauso wenig Zugang zu Bildung wie Frauen, wenn sie einer bestimmten sozialen Schicht angehörten, hatten genauso wenig Wahlrecht wie Frauen. Wahlrecht war bis zum Ende des 19. Jh. an bestimmte Bedingungen/Voraussetzungen gebunden. (Ausnahme Frankreich - dort erhielten alle Männer nach der Französischen Revolution das Wahlrecht) Bis zum Ende des 19. Jh. mussten Frauen und Männer eine amtliche Heiratserlaubnis einholen, wobei "Fabrikarbeit" keine ausreichende Grundlage für eine solche Heiratserlaubnis darstellte, ebenso galt für Eheschließungen/Heiratserlaubnis ein Mindestalter für Männer. Militärangehörige mussten zusätzlich noch die Erlaubnis des Vorgesetzten einholen und das Bundespolizeibeamtengesetz schrieb bis 1953(!) eine sechsjährige Dienstzeit vor, bevor einen Heiratserlaubnis erteilt wurde.
Na klar - nur Frauen wurden "ausgebremst", alles "patriarchalische Sozialisation". Immer wieder traurig, wie ideologische Thesen unhinterfragt nachgeplappert werden.

Hyde hat geschrieben:(23 Dec 2016, 20:00)]Und davon abgesehen gibt es noch viele andere Bereiche, in denen gesellschaftliche Nachteile & Vorurteile bekämpft werden müssen, slut shaming beispielsweise oder generell die Sexualität, die auch heute noch bei Frauen mit wesentlich mehr Stigmas und gesellschaftlichem Druck verbunden ist.

Ach ja? Wo denn? Wo haben denn Frauen mit gesellschaftlichen Nachteilen und/oder Vorurteilen wegen ihrer Sexualität oder Verletzung(en) bestimmter Kleiderordnung(en) zu kämpfen?
Wo - außer in den verqueren Gedankengängen bestimmter Feministinnen, die hinter allem und jedem "Diskiminierung" wittern, um sich nur ja in ihrer selbstgewählten - oder besser erfundenen - Opferrolle suhlen zu können.

Hyde hat geschrieben:(23 Dec 2016, 20:00)Also, ja: natürlich ist ein Staat dazu da, Erziehungsaufgaben für seine Bürger zu übernehmen und sie in eine bestimmte Richtung zu sozialisieren.

Nein, dazu ist der Staat nicht da!
Art.6 Abs.2 GG besagt eindeutig:
(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
Pflege und Erziehung sind das natürliche Recht der Eltern - nicht der Staat!
Der Staat hat einen Bildungsauftrag - nicht mehr und nicht weniger! Er (der Staat) hat kein Recht, seinen Bürgern vorzuschreiben, wie sie ihre Kinder zu erziehen und zu sozialisieren haben und er hat schon gar kein Recht, diese Aufgaben für seine Bürger zu übernehmen und Menschen in eine "bestimmte Richtung" zu sozialisieren. Nein - dazu ist der Staat nicht da - ganz im Gegenteil, der Staat ist dazu da das natürliche Erziehungsrecht = Grundrecht der Eltren zu garantieren und zu schützen!

Hyde hat geschrieben:(23 Dec 2016, 20:00) Das geht gar nicht anders. Die Frage ist nur, in welche Richtung der Staat seine Bürger erziehen/sozialisieren sollte: hin zu mehr Toleranz, Gleichberechtigung und Offenheit (wie in der westlichen Welt -in unterschiedlichem Maß- ausgeprägt) oder zu Autorität & konservativen Werten (wie in weiten anderen Teilen der Welt üblich).

Doch es geht anders - siehe Grundgesetz und AEMR!
Erziehung und Sozialisation ist Sache der Eltern, nicht des Staates! Erziehung und Pflege der Kinder ist ein Grund- und Menschenrecht und Grundrechte sind Ausschlussrechte gegen den Staat!
Die Eltern entscheiden, welche Werte sie ihren Kindern vermitteln, nicht der Staat!

Hyde hat geschrieben:(23 Dec 2016, 20:00)Die Politik (legitimiert durch den Wählerwillen) entscheidet, wie der Staat die Menschen erziehen soll. DASS er sie erzieht, ist eine unleugbare Tatsache - so oder so. Wenn im Schulunterricht LGBT-Themen auf dem Lehrplan stehen, ist das genauso eine Erziehung der Schüler, wie es auch eine Erziehung der Schüler ist, wenn diese Themen fehlen und stattdessen allein über die "klassische Familie" geredet wird.
Wir können also höchstens mitbestimmen, WIE der Staat uns erziehen soll.

Du verwechselst hier Erziehung (Grundrecht der Eltern) mit Bildungsauftrag des Staates. Und nein Politik entscheidet nicht, weil die nämlich nicht durch den Wählerwillen legitimiert ist. Parteien/Politiker - das Parlament ist duch den Wählerwillen legitimiert und das hat Politik im Sinne seiner Wähler zu machen. Dem Parlament steht keine Deutungshoheit darüber zu, was die Wähler zu akzeptieren haben und was nicht.
Und die LGBT-Themen in Lehrplänen sind nicht demokratisch (vom Wähler) legitimiert, sondern von einer marginalen Minderheit, die diese Themen unbedingt in Lehrplänen sehen will, diktiert. Und Diktatur ist das Gegenteil von Demokratie. Genau aus diesem Grund gibt es nämlich den Widerstand gegen LGBT-Themen in Lehrplänen, weil diese Lehrpläne nicht demokratisch - durch Disskussion in den Elternvertretungen - legitimiert sind.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Kael » Fr 23. Dez 2016, 23:53

Wenn jemand so nen scheiss bei mir abzieht kriegt er/sie ne Ohrfeige ^^
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Maskulist » Sa 24. Dez 2016, 00:08

Hyde hat geschrieben:(23 Dec 2016, 20:00)

Dann definiere mal, was du unter "Unterschiede" verstehst. Mir geht es gar nicht darum, dass Frauen und Männer in allen spezifischen Berufsgruppen gleichermaßen vertreten sein müssen. Das Ziel sollte aber sein, dass beide Geschlechter insgesamt im Wirtschaftsleben, im Sozialleben und in der Politik in gleichem Maß partizipieren und ich gehe auch nicht davon aus, dass es hier naturgegebene Unterschiede gibt. Man kann es sich natürlich immer leicht machen, das zu behaupten, und dieses Argumentationsmuster ist ja auch nicht neu. Vor 200 Jahren war konservative Meinung vermutlich, dass Frauen "biologisch determiniert" nicht für Politik geeignet seien und dass es deswegen kein Wahlrecht für Frauen geben dürfe. Dafür war das "Weib" von der Natur her einfach nicht geschaffen. Vor 60 Jahren war dann die Meinung, dass Frauen "biologisch determiniert" dafür da seien, zu Hause für die Erziehung zu sorgen, anstatt arbeiten zu gehen.

Die Erwerbsquoten der Geschlechter nähern einander kontinuierlich weiter an. Und ich sage voraus, dass sie irgendwann auf einem Niveau liegen werden, weil Frauen das gleiche Bedürfnis haben, zu arbeiten und für ihren Lebensunterhalt zu sorgen wie Männer, auch wenn dies in der Vergangenheit aufgrund von patriarchalischer Sozialisation ausgebremst wurde. Genauso wird es auch irgendwann in Politik zu einem Gleichgewicht kommen.
Und davon abgesehen gibt es noch viele andere Bereiche, in denen gesellschaftliche Nachteile & Vorurteile bekämpft werden müssen, slut shaming beispielsweise oder generell die Sexualität, die auch heute noch bei Frauen mit wesentlich mehr Stigmas und gesellschaftlichem Druck verbunden ist..


Ich empfehle Dir mal die Dokumentation "Gehirnwäsche" des Soziologen und Entertainers Harald Eia:
https://www.youtube.com/watch?v=3OfoZR8aZt4&t=1044s
Ab Minute 14:50 unterhält er sich nämlich mit wirklichen Wissenschaftlern, die tatsächlich forschen und Ergebnisse erzielen!
Das sind keine Gender-Theoretiker, die sich irgendwelche konfusen Konstrukte aus den Fingern saugen und sie dann als die absolute Wahrheit verkaufen.

Und diese Ergebnisse untermauern die Argumentation von Dark Angel und widerlegen die Deine!
Gender Mainstreaming ist eine brandgefährliche Manipulationsmethode, die sich wie ein Steppenbrand in der Geisteswelt des Westens in den letzten Jahrzehnten ausgebreitet hat.
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Dark Angel » Sa 24. Dez 2016, 12:49

Hyde hat geschrieben:(23 Dec 2016, 20:00)
Die Politik (legitimiert durch den Wählerwillen) entscheidet, wie der Staat die Menschen erziehen soll. DASS er sie erzieht, ist eine unleugbare Tatsache - so oder so. Wenn im Schulunterricht LGBT-Themen auf dem Lehrplan stehen, ist das genauso eine Erziehung der Schüler, wie es auch eine Erziehung der Schüler ist, wenn diese Themen fehlen und stattdessen allein über die "klassische Familie" geredet wird.
Wir können also höchstens mitbestimmen, WIE der Staat uns erziehen soll.

Achja - ganz vergessen:
Wir bestimmen nicht "mit", wie uns "der Staat" erziehen soll, sondern wir bestimmen, WIE der Staat seinen Bildungsauftrag zu erfüllen hat. So funktioniert Demokratie!
Wenn "der Staat" resp. die Politiker/das seinen Aufgaben nicht im Sinne seiner Wähler gerecht wird, dann werden diese Aufgaben anderen übertragen, nämlich denen, die dem Willen des Souveräns/des Volkes erfüllen. So funktioniert Demokratie!
Wenn "der Staat" meint, er könne tun und lassen, was ihm beliebt, könne Grundrechte beschneiden und festlegen, indem er das Erziehungsrecht an sich reisst und vorgibt, welche Ziele dabei zu verfolgen sind, dann nennt sich das Diktatur.
Du scheinst offensichtlich der Diktatur den Vorzug vor einer Demokratie zu geben.
Genau SO verhält es sich bei LGBT-Themen im Lehrplan - die haben da nichts zu suchen! Der Bildungsauftrag des Staates besteht darin, Bildung zu vermitteln und nicht darin, in irgendeinem Sinne zu indoktrinieren. Aber genau diese Indoktrination erfolgt, bei Aufnahme solcher Themen in den Lehrplan.
Eine Familie besteht nunmal aus Vater-Mutter-Kind(ern), weil nur und ausschließlich Mann und Frau Nachkommen zeugen können. Das ist nun tatsächlich biologisch determiniert und daran wird sich auch nichts ändern!
Zwei Männer können miteinander keine Kinder zeugen - funktioniert nicht, zwei Frauen können das eben so wenig, wobei Frau den "Vorteil" hat, auf Reproduktionsmedizin zurück greifen zu können. Aber auch da gilt wieder - der Mann bzw sein Sperma ist notwenig!
Tatsache ist nunmal - 90 bis 95% aller Menschen sind heterosexuell veranlagt. Das ist kein herbeiphantasiertes Normativ, sondern biologische Tatsache und aus dieser biologischen Tatsache lassen sich weder irgendwelche Wertungen und/oder Normen/"Normative" ableiten. Sowas nennt sich naturalistischer Fehlschluss.
Und genau dieses naturalistischen Fehlschlusses bedient sich eine Minderheit um ihre Forderungen durchzusetzen.

Es gibt da eine ganz wichtige - alles entscheidende Aussage und die lautet:
"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren."

Gleiche Würde und gleiche Rechte - aber eben gleiche Rechte und nicht Sonderrechte und/oder Bevorzugung.
Aber genau eine solche Bevorzugung wird von einer Minderheit, die Probleme mit ihrer eigenen Identität hat, eingefordert, denn die LGBT-Verbände und Organisationen sprechen nicht für alle "Nichthetrosexuellen" Menschen, nicht einmal für die Mehrheit von ihnen, sondern wiederum nur für eine Minderheit.
Das Problem dieser Minderheit besteht darin, nicht zu erkennen bzw nicht erkennen zu wollen, dass es einen Unterschied zwischen "natürlich" und "normal" gibt.
"Natürlich" ist alles, was ohne menschlichen Einfluss entsteht, während "normal" schlicht eine statistische Größe ist, welche beschreibt was die Mehrheit darstellt.
Abweichungen (Fehlentwicklungen) von dieser statistischen Größe "Norm(al)" gibt es immer - sowohl in der Natur als auch in der Technik (Toleranzen).
Und wieder begehen die Vertreter dieser Minderheit, den naturalistischen Fehlschluss, indem sie (natürliche) Fehlentwicklung = minderwertig und damit als Bewertungskriterium betrachten, aufgrund dessen die Möglichkeit einer Diskriminierung bestehen könnte.
Und darum - nur darum - darf es kein "normal" und keine "Fehlentwicklung"/Abweichung geben, sondern soll alles - egal mit welcher Häufigkeit es auftritt - als "normal" angesehen werden. Und das wiederum nennt sich Indoktrination.
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon schallundrauch » So 25. Dez 2016, 17:26

Maskulist hat geschrieben:(07 Dec 2016, 18:05)

Leider verweise ich NICHT auf irgendwelche männerrechtlichen (nicht antifeministischen) Blogs sondern auf seriöse Studien

:D
Du hast auf Agens, ScienceFiles und Alles Evolution verwiesen. Es ist schon bemerkenswert lächerlich, das als "Seriösität" zu bezeichnen.
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Maskulist » So 25. Dez 2016, 17:47

schallundrauch hat geschrieben:(25 Dec 2016, 17:26)

:D
Du hast auf Agens, ScienceFiles und Alles Evolution verwiesen. Es ist schon bemerkenswert lächerlich, das als "Seriösität" zu bezeichnen.

Sie sind ein wunderbares Beispiel dafür, wie der Feminismus argumentiert.

Wenn man nämlich dem Argumentationsstrang folgt, wird man feststellen, dass ich die von ihnen genannten SERIÖSEN Blogs (im Gegensatz z.B. zu den hetzerischen "Störenfriedas", "Isis Welt" und ähnlichen radikalfeministischen Blogs) in Bezug auf den Einsatz gegen häusliche Gewalt mit Männer als Opfer angeführt habe - und nicht in Bezug auf Studien!
Ihre Argumentation entbehrt daher JEGLICHER Grundlage!
Ich verweise (ich weiß, ich wiederhole mich ...) auf Studien wie z.B. die des RKI-Institutes von 2013. SIE haben bisher noch NICHT EINE EINZIGE auch nur halbwegs seriöse Studie angeführt, um Ihre Argumentation zu untermauern.

Hören Sie bitte auf, Bullshit zu reden!
Gender Mainstreaming ist eine brandgefährliche Manipulationsmethode, die sich wie ein Steppenbrand in der Geisteswelt des Westens in den letzten Jahrzehnten ausgebreitet hat.
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Hyde » So 15. Jan 2017, 03:53

Dark Angel hat geschrieben:(24 Dec 2016, 12:49)
Du scheinst offensichtlich der Diktatur den Vorzug vor einer Demokratie zu geben.
Genau SO verhält es sich bei LGBT-Themen im Lehrplan - die haben da nichts zu suchen! Der Bildungsauftrag des Staates besteht darin, Bildung zu vermitteln und nicht darin, in irgendeinem Sinne zu indoktrinieren. Aber genau diese Indoktrination erfolgt, bei Aufnahme solcher Themen in den Lehrplan.


Eine Indoktrination erfolgt mit allen möglichen Themen. Wir bekommen in der Schule beispielsweise auch beigebracht, ob explizit oder unterschwellig, dass körperliche Gewalt etwas Schlechtes ist, dass der Kommunismus etwas Schlechtes ist, dass Diktaturen etwas Schlechtes sind, dass Demokratie gut und richtig ist. Das ist eine klare Wertung, unsere Kinder werden in diese Richtung erzogen, ob wir wollen oder nicht. Selbst wenn wir Kommunisten sind und unsere eigenen Kinder antidemokratisch erziehen wollen, können wir nicht verhindern, dass der Staat das anders sieht und unsere Kinder dazu erzieht, dass Demokratie das "einzig wahre" ist. Wir werden auch im Religionsunterricht vor Sekten wie den Zeugen Jehovas gewarnt, das Schulsystem an sich ist darauf ausgelegt, uns zu kritikfähigen, hinterfragenden Menschen zu erziehen, was auch schon eine Erziehung in eine bestimmte Richtung ist, denn die Eltern könnten ja auch das Ziel verfolgen, die eigenen Kinder zu kritikloser Autoritätshörigkeit zu erziehen, was aber hier eben durch den Staat und die Schule torpediert wird - und das zurecht.
Wenn nun beispielsweise Eltern ihre Kinder zu homophoben Personen erziehen möchte, dann ist es genauso notwendig und das Recht des Staates, diese Erziehungsansätze der Eltern zu torpedieren, indem man Toleranz, Rechtstaatlichkeit oder was auch immer in den öffentlichen Schulen lehrt. Weil dies auch einen positiven gesellschaftlichen Nutzen nach sich zieht, so wie auch das Lehren von Prinzipien wie Demokratie und Rechtstaatlichkeit einen positiven gesellschaftlichen Nutzen nach sich zieht und deshalb von der Schule angewandt wird.
Anders kann ein Staat auch nicht funktionieren, er muss bestimmte Richtungen vorgeben, bestimmte moralische Werte haben und diese lehren und vertreten. Alles andere ist utopischer Liberalextremismus, der in Chaos und Anarchie endet.
Dass ich also anerkenne, dass der Staat maßgebliche Erziehungsfunktionen uns und unseren Kindern gegenüber ausübt, hat nichts damit zu tun dass ich "einer Diktatur Vorzug vor einer Demokratie gebe". Ein Bildungssystem kann gar nicht anders als zu erziehen - oder zu "indoktrinieren", wie du es nennst.

Generell zu dem Spannungsfeld zwischen Liberalismus und einer Politik des (staatlichen) Eingreifens hier ein Streitgespräch, welches ich aufschlussreich fand:

Alexander Grau: "Grüne sind nicht liberal, sondern stockkonservativ"
http://cicero.de/berliner-republik/nich ... ativ/42902

Antwort von Boris Palmer:
http://cicero.de/berliner-republik/die- ... ativ/42962
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Dark Angel » Mo 16. Jan 2017, 16:44

Hyde hat geschrieben:(15 Jan 2017, 03:53)

Eine Indoktrination erfolgt mit allen möglichen Themen. Wir bekommen in der Schule beispielsweise auch beigebracht, ob explizit oder unterschwellig, dass körperliche Gewalt etwas Schlechtes ist, dass der Kommunismus etwas Schlechtes ist, dass Diktaturen etwas Schlechtes sind, dass Demokratie gut und richtig ist. Das ist eine klare Wertung, unsere Kinder werden in diese Richtung erzogen, ob wir wollen oder nicht. Selbst wenn wir Kommunisten sind und unsere eigenen Kinder antidemokratisch erziehen wollen, können wir nicht verhindern, dass der Staat das anders sieht und unsere Kinder dazu erzieht, dass Demokratie das "einzig wahre" ist. Wir werden auch im Religionsunterricht vor Sekten wie den Zeugen Jehovas gewarnt, das Schulsystem an sich ist darauf ausgelegt, uns zu kritikfähigen, hinterfragenden Menschen zu erziehen, was auch schon eine Erziehung in eine bestimmte Richtung ist, denn die Eltern könnten ja auch das Ziel verfolgen, die eigenen Kinder zu kritikloser Autoritätshörigkeit zu erziehen, was aber hier eben durch den Staat und die Schule torpediert wird - und das zurecht.
Wenn nun beispielsweise Eltern ihre Kinder zu homophoben Personen erziehen möchte, dann ist es genauso notwendig und das Recht des Staates, diese Erziehungsansätze der Eltern zu torpedieren, indem man Toleranz, Rechtstaatlichkeit oder was auch immer in den öffentlichen Schulen lehrt. Weil dies auch einen positiven gesellschaftlichen Nutzen nach sich zieht, so wie auch das Lehren von Prinzipien wie Demokratie und Rechtstaatlichkeit einen positiven gesellschaftlichen Nutzen nach sich zieht und deshalb von der Schule angewandt wird.
Anders kann ein Staat auch nicht funktionieren, er muss bestimmte Richtungen vorgeben, bestimmte moralische Werte haben und diese lehren und vertreten. Alles andere ist utopischer Liberalextremismus, der in Chaos und Anarchie endet.
Dass ich also anerkenne, dass der Staat maßgebliche Erziehungsfunktionen uns und unseren Kindern gegenüber ausübt, hat nichts damit zu tun dass ich "einer Diktatur Vorzug vor einer Demokratie gebe". Ein Bildungssystem kann gar nicht anders als zu erziehen - oder zu "indoktrinieren", wie du es nennst.

Generell zu dem Spannungsfeld zwischen Liberalismus und einer Politik des (staatlichen) Eingreifens hier ein Streitgespräch, welches ich aufschlussreich fand:

Alexander Grau: "Grüne sind nicht liberal, sondern stockkonservativ"
http://cicero.de/berliner-republik/nich ... ativ/42902

Antwort von Boris Palmer:
http://cicero.de/berliner-republik/die- ... ativ/42962


In einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts heißt es:
Die Schule muss insbes. jeden Versuch einer Indoktrinierung der Jugendlichen unterlassen.
Das betrifft hier den Sexualkundeunterricht, gilt für die Schule jedoch grundsätzlich.
Alles was du oben anführst hat nichts, aber auch gar nichts mit Idoktrination zu tun, sondern mit Bildung. Solche Themen werden in der nicht nur "beigebracht", sie werden auch diskutiert. Und Diskussion über ein Thema ist das genaue Gegenteil von Indoktrination.

"Indoktrination (lateinisch doctrina ‚Belehrung‘) ist eine besonders vehemente, keinen Widerspruch und keine Diskussion zulassende Belehrung. Dies geschieht durch gezielte Manipulation von Menschen durch gesteuerte Auswahl von Informationen, um ideologische Absichten durchzusetzen oder Kritik auszuschalten.
Ein wesentliches Merkmal bzw. eine zentrale Methode der Indoktrination ist die Propaganda. Die Form der Informationsdarbietung ist hier einseitig verzerrt, die Gesamtheit der verfügbaren Informationen wird zensiert, die der Ideologie widersprechenden Angaben werden zurückgehalten, deren Äußerung mit diskreten Benachteiligungen oder konkreten Strafen bedroht." (Quelle: Wikipedia)


Halten wir also fest - Indoktrination lässt keine Diskussion, keinen Widerspruch zu und genau dieses Verfahren wird in den so genannten Bildungsplänen und beim Gendermainstream angewendet, die gleiche Methode finded beim Feminismus (beim Threadthema) Anwendung - mit Erfolg, es wird nachgeplappert ohne nachzudenken, ohne überhaupt zu denken.

Eines stimmt allerdings - die Grünen und Linken sind keine Demokraten, haben mit Demokratie herzlich wenig "am Hut", mit Diktatur aber um so mehr. ==> Verbote, Gebote, Vorschriften bis in die Privatsphäre hinein.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Hyde » Mi 18. Jan 2017, 03:31

Wenn man dieser Argumentation folgt, dann hieße das, dass man das Lehren von Menschenrechten generell als Indoktrination und falsch bezeichnen müsste.
Die Toleranz Homosexueller leitet sich aus den Menschenrechten ab und muss daher genauso Staatsziel sein, wie die generelle Akzeptanz der Menschenrechte Ziel des Staates sein muss, wofür er aktiv eintreten muss. Abweichenden Meinungen, die den Menschenrechten zuwiderlaufen (unter dem Deckmantel der Liberalität oder "Meinungsfreiheit") muss entgegengewirkt werden. Das hat nix mit Diktatur zu tun.

Im Übrigen sind gerade Anhänger aus dem Mitte-Rechts Spektrum (zu dem du wohl gehörst) zum Beispiel bei Migranten sehr dafür, dass der Staat diesen progressive Wertevorstellungen anerzieht, sie also pro-westlich umerzieht oder "indoktriniert", wie du es nennen würdest. Hier ist es dann plötzlich wieder in Ordnung, wenn der Staat ins Leben dieser Menschen eingreift. Da stört dich der Eingriff des Staates in die "Liberalität" des Individuums nicht.

Ist ja auch richtig so. Es muss Aufgabe des Staates sein, Migranten die eigenen Werte und die Menschenrechte näherzubringen. Genauso muss er dies aber natürlich auch gegenüber den eigenen Bürgern, die hier geboren wurden, tun.



Dark Angel hat geschrieben:(16 Jan 2017, 16:44)
Eines stimmt allerdings - die Grünen und Linken sind keine Demokraten, haben mit Demokratie herzlich wenig "am Hut", mit Diktatur aber um so mehr. ==> Verbote, Gebote, Vorschriften bis in die Privatsphäre hinein.


Verbote und Vorschriften haben überhaupt nichts mit Diktatur zu tun. Sie müssen auch nichts mit antiliberalem Denken zu tun haben. Um nochmal Boris Palmer zu zitieren:

Die Freiheit des Einzelnen endet, wo sie die Freiheit des anderen einschränkt. Schon John Locke hat dies formuliert und dieser einfache Satz muss immer wieder neu interpretiert werden. Man kann darüber streiten, ob ein Auto mit hohem Benzinverbrauch die Freiheit von Afrikanern zur Nahrungsmittelproduktion einschränkt, weil sie kein Öl für Maschinen abbekommen. Wer die Frage bejaht, bleibt aber in bester Übereinstimmung mit liberalem Gedankengut, wenn er Verbrauchsgrenzen für Autos fordert.

Es ist kein Indiz für antiliberales Zwangsdenken, wenn die Grünen die Gewerbesteuer auf Freiberufler anwenden wollen, es sei denn, man hielte Steuern insgesamt für antiliberal. Dasselbe gilt für eine Bürgerversicherung, es sei denn man wollte die Pflichtmitgliedschaft in Sozialversicherungen insgesamt abschaffen. Liberalextremisten, die weder Steuern noch Sozialversicherungen akzeptieren, mag es zwar geben, aber sie haben nicht mal in der FDP eine Vertretung.
Tempolimits gibt es überall auf der Erde, weil Rasen das Leben anderer Menschen bedroht. Nicht ein einziges Beispiel taugt als Beleg für antiliberales Denken.


Wer Diskriminierung oder Rassismus mit dem Verweis auf (bzw unter dem Deckmantel von) Liberalität und Meinungsfreiheit zulässt, der hat eine falsche Definition von Liberalismus.
Wer eine homophobe Haltung halt, der schränkt damit die Freiheit von anderen Mitmenschen ein und ist daher ganz sicher nicht liberal, sondern das Gegenteil.

Gerade wenn man liberal sein möchte, darf man z.B. bzgl Homophobie keine Meinungsfreiheit dulden. Homophobe Meinungen zu tolerieren, wäre antiliberal.

Menschenrechte dürfen nicht der Meinungsfreiheit unterliegen.
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Dark Angel » Mi 18. Jan 2017, 11:59

Hyde hat geschrieben:(18 Jan 2017, 03:31)

Wenn man dieser Argumentation folgt, dann hieße das, dass man das Lehren von Menschenrechten generell als Indoktrination und falsch bezeichnen müsste.

Es gibt keine "Lehre" von Menschenrechten. Es gibt nur eine "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" - heißt es wurde - basierend auf intersubjektivem Konsens - definiert/festgelegt, welche Rechte jeder Menschen qua Geburt inne hat. Grundlage dafür ist der Humanismus, der seine Wurzeln bereits in der Antike hat.
Intersubjektiver Konsens wiederum bedeutet, dass der AEMR sehr wohl eine Diskussion voraus ging. Also nichts mit Indoktrination = gleich keinen Widerspruch, keine Diskussion zulassende Belehrung.

Hyde hat geschrieben:(18 Jan 2017, 03:31)]Die Toleranz Homosexueller leitet sich aus den Menschenrechten ab und muss daher genauso Staatsziel sein, wie die generelle Akzeptanz der Menschenrechte Ziel des Staates sein muss, wofür er aktiv eintreten muss. Abweichenden Meinungen, die den Menschenrechten zuwiderlaufen (unter dem Deckmantel der Liberalität oder "Meinungsfreiheit") muss entgegengewirkt werden. Das hat nix mit Diktatur zu tun.

Falsch! Toleranz = Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten leitet sich nicht aus den Menschenrechten ab, sondern aus der Soziologie, Ethik und Rechtslehre. Toleranz ist eine Forderung bzw kann gefordert werden - Akzeptanz hingegen nicht. Akzeptenz (von was auch immer) ist immer freiwillig, weil Akzeptanz etwas gutheißen, billigen, anerkennen, einwilligen etc bedeutet.
Menschenrechte werden akzeptiert, weil die jeder Mensch für sich (selbst) gut heißt, sie (selbst) in Anspruch nimmt und auch einfordern kann.
Menschenrechte sind individuelle Ausschlussrechte gegen den Staat, heißt der Staat ist verpflichtet Menschenrechte jedem einzelnen Idividuum zu garantieren. Freie Meinungsäußerung IST ein Menschenrecht - es kann also keine Meinungsäußerung geben (mit Ausnahme strafrechtlich relevanter Hetze), die den Menschenrechten zuwider laufen. Unterdrückung der freien Meinungsäußerung hat somit sehr wohl etwas mit Diktatur zu tun, weil diese einen Verstoß gegen Menschenrechte bedeutet, weil damit nämlich nur die Meinung/Meinungsäußerung zugelassen wird, die mit der jeweiligen Politik/political Correktness übereinstimmt bzw "genehm" ist.
Und damit sind sie nicht Staatsziel - können ea auch nicht sein.
Seine sexuelle Orientierung (Homosexuelität ist eine solche) kann sich kein Mensch aussuchen und somit kann sie auch nicht akzeptiert, sondern nur toleriert werden.

Hyde hat geschrieben:(18 Jan 2017, 03:31)Im Übrigen sind gerade Anhänger aus dem Mitte-Rechts Spektrum (zu dem du wohl gehörst) zum Beispiel bei Migranten sehr dafür, dass der Staat diesen progressive Wertevorstellungen anerzieht, sie also pro-westlich umerzieht oder "indoktriniert", wie du es nennen würdest. Hier ist es dann plötzlich wieder in Ordnung, wenn der Staat ins Leben dieser Menschen eingreift. Da stört dich der Eingriff des Staates in die "Liberalität" des Individuums nicht.

Es erschließt sich mir nicht, was die Forderung nach Integration der Migranten in die Gesellschaft/Kultur, in der sie zu leben beabsichtigen, mit "rechtem Spektrum" zu tun haben soll - aber sei`s drum.
Ich fordere keine "Umerziehung" von Migranten auch kein "Anerziehen von progressiven Werten" - ich sehe es schlicht und ergreifend als Bringepflicht von Migranten, unsere Werte und unsere Kultur zu repektieren, wenn sie hier in unserer Gesellschaft/Kultur dauerhaft zu leben beabsichtigen.
Intergration in die Gesellschaft/Kultur war schon immer Grundvoraussetzung für Migranten/Grundforderung an Migranten und wird es auch immer bleiben.
Das galt für die Hugenotten, die vor 300 Jahren nach Preussen einwanderten, für die Polen die in den "Ruhrpott" einwanderten genauso, wie es für die Migranten heute gilt.

Hyde hat geschrieben:(18 Jan 2017, 03:31)]Ist ja auch richtig so. Es muss Aufgabe des Staates sein, Migranten die eigenen Werte und die Menschenrechte näherzubringen. Genauso muss er dies aber natürlich auch gegenüber den eigenen Bürgern, die hier geboren wurden, tun.

Es ist nicht Aufgabe des Staates, Migranten "unsere Werte" näher zu bringen, sondern Aufgabe - ja Pflicht der Migranten, die Werte und die Kultur der Gesellschaft zu repektieren, in der sie zu leben beabsichtigen - sich in diese Gesellschaft/Kultur zu integrieren ggf sogar zu assimilieren (wie das Hugenotten und Polen taten).
Und NEIN - die Menschen "die schon immer hier leben", die Träger dieser (unserer) Kultur müssen sich nicht integrieren, weil sie es bereits sind, denn sie sind die Träger unserer Kultur, sie müssen sich auch nicht an eine fremde Kultur anpassen.
Kulturelle Veränderung, Übernahme von Einflüssen einer fremden Kultur in die eigene ist immer eine freiwillige Übernahme solcher Einflüsse. Sie kann und darf nicht erzwungen werden!

Verbote und Vorschriften haben überhaupt nichts mit Diktatur zu tun. Sie müssen auch nichts mit antiliberalem Denken zu tun haben. Um nochmal Boris Palmer zu zitieren:
Wer Diskriminierung oder Rassismus mit dem Verweis auf (bzw unter dem Deckmantel von) Liberalität und Meinungsfreiheit zulässt, der hat eine falsche Definition von Liberalismus.
Wer eine homophobe Haltung halt, der schränkt damit die Freiheit von anderen Mitmenschen ein und ist daher ganz sicher nicht liberal, sondern das Gegenteil.[/quote]
Doch haben sie - nämlich dann, wenn durch Ge- und Verbote Grund- und Menschenrechte beschnitten und/oder außer Kraft gesetzt werden.
Daran ändert sich auch nichts, wenn du Äppel mit Birnen vergleichst. Liberalität ist die Grundlage jeder Demokratie. Eine Partei, die in vielen Aspekten die Deutungshoheit beansprucht, sich im Besitz einer "absoluten Wahrheit" wähnt, ist eben nicht liberal und genau das ist bei den Grünen der Fall - ganz unabhängig von der persönlichen Meinung des Tübinger OBs.

Hyde hat geschrieben:(18 Jan 2017, 03:31)Gerade wenn man liberal sein möchte, darf man z.B. bzgl Homophobie keine Meinungsfreiheit dulden. Homophobe Meinungen zu tolerieren, wäre antiliberal.

Menschenrechte dürfen nicht der Meinungsfreiheit unterliegen.

Kannst du mal erklären, was Homophobie mit dem Threadthema zu tun hat oder haben soll?
Ich habe mich nämlich nirgends - an keiner Stelle gegen Toleranz von Homoseualität ausgesprochen, sondern lediglich gegen Indoktrination, gegen ein Minderheitendiktat, wie es gegenwärtig in so genannten Bildungsplänen durchgesetzt werden soll. ==> Urteil des Bundesverfassungsgerichtes
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon schallundrauch » Do 2. Mär 2017, 22:01

Maskulist hat geschrieben:(25 Dec 2016, 17:47)

Sie sind ein wunderbares Beispiel dafür, wie der Feminismus argumentiert.

Wenn man nämlich dem Argumentationsstrang folgt, wird man feststellen, dass ich die von ihnen genannten SERIÖSEN Blogs

Nee, is klar. Glaub mal weiter dran. Irgendwelche antifeminsischen Blogs, die nichts anderes tun, als gegen unbequeme Personen rumzuhetzen, als "seriös" zu bezeichnen, zeigt schon, wessen Geistes Kind du bist und wie Maskulismus und Antifeminismus (was letztlich nahezu das gleiche ist) "argumentiert". Aber es war auch nichts anderes zu erwarten.
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Re: Gibt es eine Tendenz zur Selbstviktimisierung bei Feministen?

Beitragvon Maskulist » Fr 3. Mär 2017, 17:08

schallundrauch hat geschrieben:(02 Mar 2017, 22:01)

Nee, is klar. Glaub mal weiter dran. Irgendwelche antifeminsischen Blogs, die nichts anderes tun, als gegen unbequeme Personen rumzuhetzen, als "seriös" zu bezeichnen, zeigt schon, wessen Geistes Kind du bist und wie Maskulismus und Antifeminismus (was letztlich nahezu das gleiche ist) "argumentiert". Aber es war auch nichts anderes zu erwarten.

Natürlich sind diese Blogs für SIE nicht seriös - dort wird ja schließlich die unangenehme Wahrheit verbreitet.
Gender Mainstreaming ist eine brandgefährliche Manipulationsmethode, die sich wie ein Steppenbrand in der Geisteswelt des Westens in den letzten Jahrzehnten ausgebreitet hat.

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