Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Moderator: Moderatoren Forum 8

Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 13726
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon Dark Angel » Do 4. Mai 2017, 17:38

JJazzGold hat geschrieben:(04 May 2017, 18:13)


Wo würden Sie die Gesellschaftsform der Mosuo einordnen, Matriarchat oder Patriarchat?

Es geht um "das Matriarchat" als eine menschheitsgeschichtliche Epoche, in der diese Gesellschaftsform überall, als grundsätzlich "kulturstiftend" anzutreffen war. Es geht nicht um vereinzelt anzutreffende "Inseln" mit matriarchalen Gesellschaften, wie das bei Mosuo der Fall ist und die Frau Göttner-Abendroth als "Überbleibsel" eines allgemeinen Matriarchats verstanden wissen will.
Die Vorstellung eines allgemeinen Matriarchats, welches überall in der menschlichen Gesellschaft zu finden war - überall da wo Menschen lebten und Kultur(en) entwickelten - geht auf Marija Gimbutas zurück. Gimbutas stellte die (inzwischen falsifizierte) These auf, das friedliche Matriarchat, in dem alle gleichgestellt waren, sei durch kriegerische Reiternomaden vernichtet worden.
Es gibt keinerlei archäologische Befunde, die auf ein allgemeines Matriarchat bzw ähnliche Strukturen (in der Menschheitsgeschichte) hinweisen.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Kael
Beiträge: 1412
Registriert: Mo 24. Dez 2012, 17:59

Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon Kael » Do 4. Mai 2017, 18:41

Ich würde auch eher die These aufstellen, dass Frauen nur dadurch an die Macht kommen könnten, weil der Mann sie 'lässt' und es so 'gegeben' akzeptiert. Eine Frau von selbst, in einer Stammesgesellschaft, in der sie keinen Rückhalt durch die männliche Bevölkerung hat, kann sich nicht durchsetzen. Sonst gäbe es in der Geschichte viele weitere Fälle in denen Frauen regiert haben. Stärke war bis vor kurzem eben einer der wichtigsten Punkte
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 29862
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 00:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon JJazzGold » Do 4. Mai 2017, 19:07

Dark Angel hat geschrieben:(04 May 2017, 18:38)

Es geht um "das Matriarchat" als eine menschheitsgeschichtliche Epoche, in der diese Gesellschaftsform überall, als grundsätzlich "kulturstiftend" anzutreffen war. Es geht nicht um vereinzelt anzutreffende "Inseln" mit matriarchalen Gesellschaften, wie das bei Mosuo der Fall ist und die Frau Göttner-Abendroth als "Überbleibsel" eines allgemeinen Matriarchats verstanden wissen will.
Die Vorstellung eines allgemeinen Matriarchats, welches überall in der menschlichen Gesellschaft zu finden war - überall da wo Menschen lebten und Kultur(en) entwickelten - geht auf Marija Gimbutas zurück. Gimbutas stellte die (inzwischen falsifizierte) These auf, das friedliche Matriarchat, in dem alle gleichgestellt waren, sei durch kriegerische Reiternomaden vernichtet worden.
Es gibt keinerlei archäologische Befunde, die auf ein allgemeines Matriarchat bzw ähnliche Strukturen (in der Menschheitsgeschichte) hinweisen.


Ausführlich und einleuchtend erklärt, merci. :)
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
Provokateur
Moderator
Beiträge: 12531
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 16:44
Benutzertitel: Alpha by choice&Liberalpatriot
Wohnort: जर्मनी

Re: Männerdiskriminierung im Namen der Gleichstellung

Beitragvon Provokateur » Do 4. Mai 2017, 19:09

Hier werden sich jetzt alle mal etwas beruhigen.

Und geputzt werden muss auch.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
twitter.com/Provokateur_Tom

Zurück zu „82. Gender“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast