Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

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firlefanz11
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Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon firlefanz11 » Fr 15. Jul 2016, 10:59

Ich behaupt basierend auf meinen Beobachtungen, dass kleine Mädchen von den Eltern/Müttern wie seit Jahrzehnten üblich in eine Richtung hin getrimmt werden. Nämlich selbst Mama u. Frauchen zu werden, und typisch mädchenhafte Dinge zu tun. Und das zieht sich durch alle Bildungsschichten.
Schon wenn sie ganz klein sind werden sie doch von den Müttern indoktriniert mit Baby Puppen Mama zu spielen, mit dem Nachbarsjungen Mama, Papa, Kind zu spielen, mit Ken u. Barbie im Traumhaus auf glückliche Family zu machen, im Fernsehen Prinzessin Lillyfee zu schauen etc. Welche Eltern/Mamis bringen denn ihren kleinen Mädchen bei statt Mama unabhängige Businessfrau zu spielen oder mit Autos statt Puppen, statt Lillyfee Justice League oder Transformers zu schauen, mit Lego Gebäude o. Autos zu bauen, Skateboard zu fahren, auf Bäume zu klettern, oder sonstige Dinge, die als "jünglich" gelten?

Immerhin entwickeln sie sich dann heutzutage in der Jugend aus eigenem Antrieb doch noch auf andere Weise, oder spätestens im Erwachsenenleben, und stellen die Karriere übers Kinder kriegen, leben als Single mit diversen Männerbekannschaften ohne gleich zusammenzuziehen etc.

Wenn die Erziehungsart von Jungs angeprangert wird, muss dann nicht auch die der Mädchen infragegestellt werden?
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epona
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Re: Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon epona » Fr 15. Jul 2016, 11:36

firlefanz11 hat geschrieben:(15 Jul 2016, 11:59)

Ich behaupt basierend auf meinen Beobachtungen, dass kleine Mädchen von den Eltern/Müttern wie seit Jahrzehnten üblich in eine Richtung hin getrimmt werden. Nämlich selbst Mama u. Frauchen zu werden, und typisch mädchenhafte Dinge zu tun. Und das zieht sich durch alle Bildungsschichten.
Schon wenn sie ganz klein sind werden sie doch von den Müttern indoktriniert mit Baby Puppen Mama zu spielen, mit dem Nachbarsjungen Mama, Papa, Kind zu spielen, mit Ken u. Barbie im Traumhaus auf glückliche Family zu machen, im Fernsehen Prinzessin Lillyfee zu schauen etc. Welche Eltern/Mamis bringen denn ihren kleinen Mädchen bei statt Mama unabhängige Businessfrau zu spielen oder mit Autos statt Puppen, statt Lillyfee Justice League oder Transformers zu schauen, mit Lego Gebäude o. Autos zu bauen, Skateboard zu fahren, auf Bäume zu klettern, oder sonstige Dinge, die als "jünglich" gelten?

Immerhin entwickeln sie sich dann heutzutage in der Jugend aus eigenem Antrieb doch noch auf andere Weise, oder spätestens im Erwachsenenleben, und stellen die Karriere übers Kinder kriegen, leben als Single mit diversen Männerbekannschaften ohne gleich zusammenzuziehen etc.

Wenn die Erziehungsart von Jungs angeprangert wird, muss dann nicht auch die der Mädchen infragegestellt werden?


Das ist so nicht richtig.
Den meisten Eltern ist heute die gute Schulbildung/Ausbildung der Töchter wichtig.
Bis in die 60er Jahre hinein überwog noch die Ansicht Mädchen könnten darauf verzichten weil sie ehe heiraten.
Ist schon einmal ein großer Fortschritt.

Eine fortschreitende (noch nicht völlige) Chancengleichheit im Berufsleben ist ebenfalls gegeben.

Den größten Knackpunkt lieferst du gerade hier sehr schön selber ab.

"stellen die Karriere übers Kinderkriegen, leben als Single mit diversen Männerbekanntschaften....."Wenn es nicht so traurig wäre, könnte frau darüber herzhaft lachen.

Es ist völlig unerheblich ob Mädels rosa Kleider bevorzugen oder lieber Ballett statt Fußballschuhe anziehen, es ist die Gesellschaft (also auch du), die Mädchen/Frauen nicht die gleichen Rechte wie Männern einräumen wollen.

Frau MUSS wählen zwischen Kind/Familie und Karriere.
Lebt sie in einer Partnerschaft hat sie spätestens nach der Geburt eines Kindes alle beruflichen Ambitionen zu vergessen.

Du hast noch immer nicht verstanden, dass es es um Gleichberechtigung geht. Männer und Frauen sind für eine funktionierende Partnerschaft, Gelderwerb und ggf. Kind und Haushalt gleichermaßen zuständig.

Diese Selbstverständlichkeit können kleine Buben mit Fußballvorlieben und rosa bekleidete Mädels mit Ballettschuhchen schon früh lernen.
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Re: Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon Atheist » Fr 15. Jul 2016, 11:46

firlefanz11 hat geschrieben:(15 Jul 2016, 11:59)

Ich behaupt basierend auf meinen Beobachtungen, dass kleine Mädchen von den Eltern/Müttern wie seit Jahrzehnten üblich in eine Richtung hin getrimmt werden.


Deine Behauptung bezieht sich auf die Geschlechterrollen und ist neben Anderem Untersuchungsgegenstand der in weiten Kreisen verrufenen Geschlechterforschung (Gender Studies).

Wenn die Erziehungsart von Jungs angeprangert wird, muss dann nicht auch die der Mädchen infragegestellt werden?


Geschlechterforscher nehmen da stellenweise keine Unterscheidung vor. Das ist einer der Gründe für den schlechten Ruf der Geschlechterforschung.
"Wir Diskordier müssen auseinanderhalten!" (unbekannter Weiser)
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Re: Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon firlefanz11 » Fr 15. Jul 2016, 12:03

epona hat geschrieben:(15 Jul 2016, 12:36)
Du hast noch immer nicht verstanden, dass es es um Gleichberechtigung geht.

Du hast immer noch nicht verstanden, dass es darum in diesem Strang NICHT geht! Vielmehr darum, dass Mütter/Eltern ihren Prinzesschen in jüngsten Jahren schon beibringen sich wie typsiche Frauen zu verhalten (Babys u. Familienleben zu glorifizieren etc.) aber sich darüber aufregen, dass Jungs beigebracht wird sich typisch jünglich/männlich zu benehmen...
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Re: Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon epona » Fr 15. Jul 2016, 12:29

firlefanz11 hat geschrieben:(15 Jul 2016, 13:03)

Du hast immer noch nicht verstanden, dass es darum in diesem Strang NICHT geht! Vielmehr darum, dass Mütter/Eltern ihren Prinzesschen in jüngsten Jahren schon beibringen sich wie typsiche Frauen zu verhalten (Babys u. Familienleben zu glorifizieren etc.) aber sich darüber aufregen, dass Jungs beigebracht wird sich typisch jünglich/männlich zu benehmen...


Tun Eltern das?
Wie kommst du auf die Idee?

Familienleben und Babys zu glorifizieren? :dead: Du musst nur einen Blick in Statistiken werfen um zu erkennen wie unsinnig diese Aussage ist.

Nur die wenigsten Mädchen rutschen heute nochvon der Schulbank direkt in die Ehe und das Alter Erstgebärender ist massiv gestiegen.

Oder geht es dir mehr um das symple Gejammere "warum müssen sich nur Jungen ändern"?

Damit wären wir wieder bei dem Thema Gleichberechtigung. ;)
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Re: Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon firlefanz11 » Fr 15. Jul 2016, 12:44

epona hat geschrieben:(15 Jul 2016, 13:29)
Tun Eltern das?
Wie kommst du auf die Idee?

Wie angeführt: Beobachtungen...

Familienleben und Babys zu glorifizieren? :dead: Du musst nur einen Blick in Statistiken werfen um zu erkennen wie unsinnig diese Aussage ist.
Nur die wenigsten Mädchen rutschen heute nochvon der Schulbank direkt in die Ehe und das Alter Erstgebärender ist massiv gestiegen.

Ja, weil die Realität des Erwachsenseins die Indoktrination aus der Kindheit zum Glück übertönt (wäre es doch nur bei jeglicher Art von Indoktrination so).

Oder geht es dir mehr um das symple Gejammere "warum müssen sich nur Jungen ändern"?

Nee, um das Gejammere der Anderen darüber, dass Jungs weiter auf jungstypische Art erzogen werden wenn sie es mit den Mädels genauso machen...
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Re: Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon Billie Holiday » Fr 15. Jul 2016, 13:01

Es gibt Mütter, die z.B. Barbies ablehnen, jedoch diese dann kaufen, wenn sie ihren Kindern freie Wahl zugestehen.

Den Geschmack kann man nicht anerziehen, Vorlieben entwickeln sich. Die kernige, jeanstragende Mutter kann trotzdem ein Kind in rosa Rüschen neben sich haben, wenn sie ihrem Kind zugesteht, einen eigenen Geschmack zu haben.

Meine Ältere ging auch mit zwei unterschiedlichen Zöpfen, einem Pferdeschwanz und einem geflochtenen in die Schule, weil sie selbst das totchick fand. Alle anderen fanden es blöd, sie selbst toll.
Ich fand Barbies doof, die Mädchen toll. Warum sollte ich mit Werkzeug ankommen zu Weihnachten?
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Re: Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon Teeernte » Fr 15. Jul 2016, 13:16

firlefanz11 hat geschrieben:(15 Jul 2016, 13:03)

Du hast immer noch nicht verstanden, dass es darum in diesem Strang NICHT geht! Vielmehr darum, dass Mütter/Eltern ihren Prinzesschen in jüngsten Jahren schon beibringen sich wie typsiche Frauen zu verhalten (Babys u. Familienleben zu glorifizieren etc.) aber sich darüber aufregen, dass Jungs beigebracht wird sich typisch jünglich/männlich zu benehmen...


Die "Haupterzieher" - der Elternteil - der die meiste Zeit mit dem Kind zubringt - und die meisten Sachen einkauft - versucht "das BESTE" Leben dem Kind zu ermöglichen.

Je nach dem - welchem Bild / Fernsehserie / ....dort gefolgt wird - gibt es Barby- Ausstattung in gross... oder die NaturretterBaumhaus - Tierrettungsstation mit viertel-Pferd ... Geigenunterricht - ähmm Violine gibts beim Rieu-verschnitt. Balett unter Essensentzug - ....Zucker ist ungesund, Fett ist der Tod und Fleisch gegen die Religion..
...und auch Jungen können als MädchenERSATZ auch Balett nehmen - wenn sie auch lieber zum Fussball wollen.

Die Kindererziehung folgt beim zahlungskräftigen Klientel nur der privaten Illusion des "Haupterzieher" - teils.

...ungefähr bis 10/13 Jahre - dann erkennt Kind - dass eigener Willen verfügbar ist..... Hier entscheidet sich - ob Eltern das Kind kaufen können - oder es sich komplett gegen die Erziehung wendet .....

Viele "ohne" dieses "Bild" beziehen sich nur nur auf einen Teil der Entwichklung ...Schulnoten - und gewaschene (marken)Bekleidung ohne Löcher... hier muss sich Kind nicht vom ganzen Erziehungsentwurf trennen...
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Re: Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon H2O » Fr 15. Jul 2016, 13:26

Billie Holiday hat geschrieben:(15 Jul 2016, 14:01)

Es gibt Mütter, die z.B. Barbies ablehnen, jedoch diese dann kaufen, wenn sie ihren Kindern freie Wahl zugestehen.

Den Geschmack kann man nicht anerziehen, Vorlieben entwickeln sich. Die kernige, jeanstragende Mutter kann trotzdem ein Kind in rosa Rüschen neben sich haben, wenn sie ihrem Kind zugesteht, einen eigenen Geschmack zu haben.

Meine Ältere ging auch mit zwei unterschiedlichen Zöpfen, einem Pferdeschwanz und einem geflochtenen in die Schule, weil sie selbst das totchick fand. Alle anderen fanden es blöd, sie selbst toll.
Ich fand Barbies doof, die Mädchen toll. Warum sollte ich mit Werkzeug ankommen zu Weihnachten?


Na ja, man könnte den niedlichen Mädelchen natürlich die Aufbauanleitung und das notwendige Werkzeug für den Zusammenbau von Möbelstücken in die Hand drücken, Hilfe anbieten und sich freundlich kommentierend in ihrer Nähe aufhalten. Wenn's denn gar nicht flutschen will, dann muß eben Vater 'ran. Das sind doch mehr die praktischen Dinge, die nachher so entscheidend unser Leben bestimmen.

Die jungen Burschen werden dann schon 'mal zum Küchendienst, zum Reinigungsdienst in Bad und Küche oder zum Bügeln ihrer Kleidung heran gezogen. Zum Essen Zubereiten dann eben alle "Mann" und immer wieder. Wobei "Mann" hier Mensch bedeutet.

Meine Rasselbande hat sich dann gegenseitig geholfen. Die kommen heute jeder für sich bestens zurecht! [Aber manchmal helfen sie sich gegenseitig auch heute noch!] Dennoch sind die Mädels welche geblieben mit allen liebenswerten Stärken im sozialen Bereich, und die Jungs sind eben Helden des geschäftsmäßigen Alltags, wie Eltern sich das auch erhoffen. In die richtige Richtung hinziehen mußten wir überhaupt nicht. Ich vermute, daß das Beispiel der Eltern doch weitgehend die Kinder prägt.
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Re: Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon Flat » Fr 15. Jul 2016, 13:29

Teeernte hat geschrieben:(15 Jul 2016, 14:16)

...ungefähr bis 10/13 Jahre - dann erkennt Kind - dass eigener Willen verfügbar ist..... Hier entscheidet sich - ob Eltern das Kind kaufen können - oder es sich komplett gegen die Erziehung wendet .....



Moin,

ja, solche Rebellion ist normal.

Aber bei der Berufswahl holt doch viele das typische Rollenverhalten wieder ein.

Die typischen Männer Berufe und die typischen Frauenberufe sind seit vielen Jahren sehr konstant. Wobei typische Frauenberufe in der Regel weniger Verdienst, weniger Prestige und weniger Aufstiegschancen haben.

Es gibt inzwischen staatlicherseits eine sehr große Informationsvielfalt über Berufswahl. Und zwar auch mit dem Ziel, diese klassischen Wahl aufzuheben und generell den Jugendlichen klar zu machen, dass es über 300 Ausbildungsberufe gibt und eben nicht nur die jeweils 10, die Mädchen und Jungen in aller Regel gerne wählen.

Diese Informationskampagnen sind nur mäßig erfolgreich und der Grund dafür bekannt: Der Haupteinfluss der Berufswahl kommt immer noch durch Familie und persönliches Umfeld. Dagegen ist kaum anzuinformieren.
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Re: Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon Dark Angel » Fr 15. Jul 2016, 13:31

firlefanz11 hat geschrieben:(15 Jul 2016, 11:59)

Ich behaupt basierend auf meinen Beobachtungen, dass kleine Mädchen von den Eltern/Müttern wie seit Jahrzehnten üblich in eine Richtung hin getrimmt werden. Nämlich selbst Mama u. Frauchen zu werden, und typisch mädchenhafte Dinge zu tun. Und das zieht sich durch alle Bildungsschichten.
Schon wenn sie ganz klein sind werden sie doch von den Müttern indoktriniert mit Baby Puppen Mama zu spielen, mit dem Nachbarsjungen Mama, Papa, Kind zu spielen, mit Ken u. Barbie im Traumhaus auf glückliche Family zu machen, im Fernsehen Prinzessin Lillyfee zu schauen etc. Welche Eltern/Mamis bringen denn ihren kleinen Mädchen bei statt Mama unabhängige Businessfrau zu spielen oder mit Autos statt Puppen, statt Lillyfee Justice League oder Transformers zu schauen, mit Lego Gebäude o. Autos zu bauen, Skateboard zu fahren, auf Bäume zu klettern, oder sonstige Dinge, die als "jünglich" gelten?

Immerhin entwickeln sie sich dann heutzutage in der Jugend aus eigenem Antrieb doch noch auf andere Weise, oder spätestens im Erwachsenenleben, und stellen die Karriere übers Kinder kriegen, leben als Single mit diversen Männerbekannschaften ohne gleich zusammenzuziehen etc.

Wenn die Erziehungsart von Jungs angeprangert wird, muss dann nicht auch die der Mädchen infragegestellt werden?

In dieser Pauschalität ist deine Behauptung falsch!
Es gibt sehr wohl geschlechtsspezifische Verhaltensweisen, die NICHT auf Sozialisation zurück zuführen sind. (vergl. Bischof-Köhler et al).
Ergebnisse in der Primatenforschung zeigten, dass sich weibliche Rhesusäffchen eher Puppen (u.ä. "Mädchenspielzeug") zuwandten, während sich die Männchen gar nicht dafür interssierten, sich stattdessen mit "Jungenspielzeug" vergnügten (vergl. Alexander/Hines et al 1998 - 2002)
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon Flat » Fr 15. Jul 2016, 13:33

Dark Angel hat geschrieben:(15 Jul 2016, 14:31)

Es gibt sehr wohl geschlechtsspezifische Verhaltensweisen, die NICHT auf Sozialisation zurück zuführen sind.


Moin,

wäre ja auch merkwürdig, wenn diese ganze Biologie mit Hormonen und Co. keine Auswirkungen hätte.
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Re: Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon Billie Holiday » Fr 15. Jul 2016, 13:35

Dark Angel hat geschrieben:(15 Jul 2016, 14:31)

In dieser Pauschalität ist deine Behauptung falsch!
Es gibt sehr wohl geschlechtsspezifische Verhaltensweisen, die NICHT auf Sozialisation zurück zuführen sind. (vergl. Bischof-Köhler et al).
Ergebnisse in der Primatenforschung zeigten, dass sich weibliche Rhesusäffchen eher Puppen (u.ä. "Mädchenspielzeug") zuwandten, während sich die Männchen gar nicht dafür interssierten, sich stattdessen mit "Jungenspielzeug" vergnügten (vergl. Alexander/Hines et al 1998 - 2002)


Im Grunde reicht eine Unterhaltung mit Erzieherinnen. Bei FREIER Wahl des Spielzeugs sitzen mehr Mädchen als Jungs in der Puppenecke oder am Maltisch, mehr Jungs als Mädchen an der Werkbank.
Das kann man bemängeln, die Realität wegdiskutieren kann man nicht.
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Re: Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon Flat » Fr 15. Jul 2016, 13:40

Billie Holiday hat geschrieben:(15 Jul 2016, 14:35)

Im Grunde reicht eine Unterhaltung mit Erzieherinnen. Bei FREIER Wahl des Spielzeugs sitzen mehr Mädchen als Jungs in der Puppenecke oder am Maltisch, mehr Jungs als Mädchen an der Werkbank.
Das kann man bemängeln, die Realität wegdiskutieren kann man nicht.


Moin,

interessant wäre, ob bei einem geschlechtergetrennten Einrichtung (Kindergarten, Schule, etc.), also nur mit Jungen oder nur mit Mädchen, mehr Mädchen am Werktisch wären als bei gemischten Gruppen.
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Re: Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon firlefanz11 » Fr 15. Jul 2016, 13:43

Billie Holiday hat geschrieben:(15 Jul 2016, 14:35)
Im Grunde reicht eine Unterhaltung mit Erzieherinnen. Bei FREIER Wahl des Spielzeugs sitzen mehr Mädchen als Jungs in der Puppenecke oder am Maltisch, mehr Jungs als Mädchen an der Werkbank.

Aber warum ist das so? Biologischer Imperativ, Gruppenzwang oder anerzogenes Verhalten?
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Re: Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon Billie Holiday » Fr 15. Jul 2016, 13:44

H2O hat geschrieben:(15 Jul 2016, 14:26)

Na ja, man könnte den niedlichen Mädelchen natürlich die Aufbauanleitung und das notwendige Werkzeug für den Zusammenbau von Möbelstücken in die Hand drücken, Hilfe anbieten und sich freundlich kommentierend in ihrer Nähe aufhalten. Wenn's denn gar nicht flutschen will, dann muß eben Vater 'ran. Das sind doch mehr die praktischen Dinge, die nachher so entscheidend unser Leben bestimmen.

Die jungen Burschen werden dann schon 'mal zum Küchendienst, zum Reinigungsdienst in Bad und Küche oder zum Bügeln ihrer Kleidung heran gezogen. Zum Essen Zubereiten dann eben alle "Mann" und immer wieder. Wobei "Mann" hier Mensch bedeutet.

Meine Rasselbande hat sich dann gegenseitig geholfen. Die kommen heute jeder für sich bestens zurecht! [Aber manchmal helfen sie sich gegenseitig auch heute noch!] Dennoch sind die Mädels welche geblieben mit allen liebenswerten Stärken im sozialen Bereich, und die Jungs sind eben Helden des geschäftsmäßigen Alltags, wie Eltern sich das auch erhoffen. In die richtige Richtung hinziehen mußten wir überhaupt nicht. Ich vermute, daß das Beispiel der Eltern doch weitgehend die Kinder prägt.


Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.
Meine Jüngere macht zur Zeit einen auf Tussi, hat aber ihr Bett und Kleiderschrank von Ikea allein zusammengebaut.
Ging gut trotz lackierter Fingernägel.

Anleitung und Angebote finde ich gut, das Kind in eine Richtung zu drängen finde ich schlecht, ganz einfach.
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Re: Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon firlefanz11 » Fr 15. Jul 2016, 13:46

Flat hat geschrieben:(15 Jul 2016, 14:40)

Moin,

interessant wäre, ob bei einem geschlechtergetrennten Einrichtung (Kindergarten, Schule, etc.), also nur mit Jungen oder nur mit Mädchen, mehr Mädchen am Werktisch wären als bei gemischten Gruppen.

Wäre es in der Tat. Auf der einen Seite könnte die Neugier siegen auf der Anderen selbstauferlegter Gruppenzwang dazu führen das KEIN Mädel die Werkbank wählt...
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Re: Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon Flat » Fr 15. Jul 2016, 13:49

firlefanz11 hat geschrieben:(15 Jul 2016, 14:46)

Wäre es in der Tat. Auf der einen Seite könnte die Neugier siegen auf der Anderen selbstauferlegter Gruppenzwang dazu führen das KEIN Mädel die Werkbank wählt...


oder das Jungen Mädchen in Gruppen von bestimmten Arbeiten abhalten. Und Mädchen nur unter sich sich diesbezüglich freier und offener entwickeln. Diese pädagogische Theorie gibt's ja. ich weiß allerdings nicht, wie hier der derzeitige Nachweisstand ist.
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Re: Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon Dark Angel » Fr 15. Jul 2016, 13:50

firlefanz11 hat geschrieben:(15 Jul 2016, 14:43)

Aber warum ist das so? Biologischer Imperativ, Gruppenzwang oder anerzogenes Verhalten?

BEIDES!
Die Untersuchungen mit anderen Primaten, die deutlich geschlechtsspezifisches Verhalten zeigen, lassen Rückschlüsse darauf zu, dass bestimmte Verhaltensmuster biologisch determiniert sind. Dass diese Verhaltensmuster (auch) durch Sozialisation/Erziehung geferstigt werden (können) stellt niemand in Abrede.
WIEVIEL von den jeweiligen Verhaltensmustern biologisch determiniret sind und WIEVIEL anerzogen, damit beschäftigen sich Verhaltensbiologen und Entwicklungspsychologen und ärgern mit ihren Ergebnissen die Genderisten und sind aus diesem Grund auch Feindbild Nr.1. :D
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Re: Mädchen werden geboren, und dann werden sie in die "richtige" Richtung hinerzogen.

Beitragvon Dark Angel » Fr 15. Jul 2016, 13:54

firlefanz11 hat geschrieben:(15 Jul 2016, 14:46)

Wäre es in der Tat. Auf der einen Seite könnte die Neugier siegen auf der Anderen selbstauferlegter Gruppenzwang dazu führen das KEIN Mädel die Werkbank wählt...

Solche Untersuchungen gibt es ==> Studien mit Kleinkindern jünger 1 Jahr (u.a. die genannten Alexander/Hines), mit dem Ergebnis, dass Mädchen eher nach Puppen greifen, als nach Autos etc. In diesem Alter kann man wohl eher nicht von "anerzogen" oder "Gruppenzwang" reden.
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