"Warum haben linke Männer keine Eier?"

Moderator: Moderatoren Forum 8

Benutzeravatar
Dampflok
Beiträge: 10653
Registriert: Di 3. Jun 2008, 08:18
Benutzertitel: Macho

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon Dampflok » Mi 20. Jul 2016, 12:54

denkmal hat geschrieben:(20 Jul 2016, 12:12)

Das ist natürlich nur eine Redensart.. sie bedeutet übersetzt wohl so etwas wie "zu feige sein, etwas zu tun; nicht konsequent oder mutig sein". Ergeben hat sich das wohl aus historischen angenommenen Gleichsetzungen körperlicher Ausprägungen mit Eigenschaften, die derjenige angeblich hatte. Eier haben war dann gleichbedeutend mit so etwas wie Männlichkeit, Mut, Potenz und Durchsetzungsvermögen, denke ich. Auch im Hinblick auf das (damals) unreflektiert als weibisch eingestufte Verhalten z.B. von Kastraten (Keine Eier = kein Mann = keine damit verbundenen Eigenschaften). Simple Zusammenhänge damals, anschauliche Wissenschaft quasi. Das die Welt aber komplexer ist, entdeckte man erst später. Die Redensarten aber bleiben.


Ja, Einer hats begriffen.
""Political correctness" sollte das Unwort des Jahrzehnts werden!"
Benutzeravatar
Flatterwesen
Beiträge: 24
Registriert: Di 19. Jul 2016, 10:49

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon Flatterwesen » Mi 20. Jul 2016, 13:19

Dampflok hat geschrieben:(20 Jul 2016, 13:48)

Das machen in meiner Gegend offenbar hauptsächlich Ausländer.

Sind das also Rechte oder ist das dann plötzlich OK?


Es gibt rechte Ausländer wie eben bsp. türkische Nationalisten, auch Islamisten sind im grunde genommen rechts. Nein die frage was ist den jetzt "ein starker Mann", ich denke eben Machogetue hat für mich nicht viel mit männlicher stärke zu tun.
Benutzeravatar
Provokateur
Moderator
Beiträge: 11411
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 16:44
Benutzertitel: Alpha by choice&Liberalpatriot
Wohnort: जर्मनी

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon Provokateur » Mi 20. Jul 2016, 13:41

Flatterwesen hat geschrieben:(20 Jul 2016, 14:19)
Nein die frage was ist den jetzt "ein starker Mann", ich denke eben Machogetue hat für mich nicht viel mit männlicher stärke zu tun.


Sehen wir es mal so: Ich sehe es als eine meiner Aufgaben als Mann, meine Lebensgefährtin in bedrohlichen Situationen zu beschützen. Auch, ganz klar, körperlich, d.h. auf Attacken antworte ich mit Gewalt.
Davor findet aber zumeist eine ganze Menge "Machogehabe" statt, d.h. es wird geplustert, gedroht und eskaliert.

Das sollte man(n) dann schon drauf haben.

Aber: Es sollte nicht zum täglichen Umgang gehören. Gute Manieren sind immer noch die beste Empfehlung, die man sich selber ausstellen kann, und sie kosten nicht einmal viel. Man muss nur wissen, wann man diese beiseite lässt und zum groben Besteck greift.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

Echte Patrioten wählen NICHT die AfD.
Benutzeravatar
epona
Beiträge: 9812
Registriert: Mi 14. Dez 2011, 13:51

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon epona » Mi 20. Jul 2016, 15:38

Dampflok hat geschrieben:(20 Jul 2016, 13:53)

Das hat man in Köln ja auch genau so gesehen. In den 70er, 80er Jahren noch, sowie bis heute in Ostdeutchland und ganz Osteuropa, USA und anderen Kontinenten, hätte die einheimische männliche Gemeinschaft auf einen Massenangriff gegen ihre Frauen mit Gewalt geantwortet.



Es geht nichts über eine ausgedehnte Massenprügelei :rolleyes:

Übrigens, wenn du von "ihren Frauen" sprichst, was genau verstehst du darunter?

In D. dürfen Frauen ganz ohne männliche Begleitung das Haus verlassen.
Nur mal so am Rande.
Benutzeravatar
Flatterwesen
Beiträge: 24
Registriert: Di 19. Jul 2016, 10:49

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon Flatterwesen » Do 21. Jul 2016, 14:43

Insgesammt lässt sich auch sagen das es unter rechten Männlichkeitskulte auch wesentlich weiter verbreitet als unter linken wo es sie selten gibt.
Benutzeravatar
HugoBettauer
Beiträge: 22842
Registriert: Mo 16. Jul 2012, 15:43
Benutzertitel: Das blaue Mal
Wohnort: Anti-Anti

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon HugoBettauer » Do 21. Jul 2016, 14:46

Flatterwesen hat geschrieben:(21 Jul 2016, 15:43)

Insgesammt lässt sich auch sagen das es unter rechten Männlichkeitskulte auch wesentlich weiter verbreitet als unter linken wo es sie selten gibt.

Angesichts deiner Kenntnisse in solid möchte ich behaupten, dass du bewusstr flunkerst.
Benutzeravatar
BingoBurner
Beiträge: 2252
Registriert: Sa 17. Jan 2015, 12:15
Benutzertitel: Irgendwas mit Würde

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon BingoBurner » Do 21. Jul 2016, 15:50

Flatterwesen hat geschrieben:(21 Jul 2016, 15:43)

Männlichkeitskulte


Das ist sehr guter Begriff.

Aber selbst wenn man schreibt "Warum gibt es unter linken Männer so wenig Männlichkeitskulte"
Wird man auf kein Ergebnis kommen außer das "Das lässt sich pauschal so nicht sagen"
Weil es darauf ankommt was man darunter subsumiert.

Ich kann Dampflok schon verstehen.
Aber wenn man die Punkte mal abklopft bleibt da nicht viel.

Nehmen wir mal das Thema Gewalt-Bereitschaft.
Wenn man die Kriminalstatistiken nimmt wird man sicher feststellen das affektive Gewalt von Männern ausgeht.
Jemanden auf die Fresse hauen !

Aber was ist Gewalt ? Zählt Mobbing dazu ?
Wenn ja, wird man zu einen anderen Schluss kommen.
Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !

Dinge, die Impfgegner sagen : https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

BASTIANNNN ......... https://www.youtube.com/watch?v=n3D33s5GB4A
mitm
Beiträge: 11
Registriert: So 17. Jul 2016, 18:04

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon mitm » Do 21. Jul 2016, 17:24

epona hat geschrieben:(20 Jul 2016, 16:38)wenn du von "ihren Frauen" sprichst, was genau verstehst du darunter?

offenbar diejenigen Frauen, die diese Männer als "ihre Männer" bezeichnen. ;)
Benutzeravatar
epona
Beiträge: 9812
Registriert: Mi 14. Dez 2011, 13:51

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon epona » Do 21. Jul 2016, 17:27

mitm hat geschrieben:(21 Jul 2016, 18:24)

offenbar diejenigen Frauen, die diese Männer als "ihre Männer" bezeichnen. ;)


Jetzt fällt mir ein Stein vom Herzen.

Dürfen Frauen also weiterhin das Haus ohne "ihren Mann" verlassen. :)
Benutzeravatar
Hyde
Beiträge: 749
Registriert: Di 14. Jun 2016, 17:15

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon Hyde » Mi 24. Aug 2016, 05:10

Wer Netflix hat, dem kann ich den Dokumentarfilm "The Mask you live in" empfehlen. Darin geht es um kontraproduktive Männlichkeitsideale, die sich nach Ansicht der Macher des Films negativ auf heranwachsende Männer auswirken. Ich stimme dem Film in vielen Punkten zu.

Solange "Männlichkeit" mit Gewalt, Dominanzstreben und der Ablehnung von offen ausgelebten Gefühlen assoziiert wird, haben unsere heranwachsenden Generationen von Jungs ein Problem.
Benutzeravatar
Dampflok
Beiträge: 10653
Registriert: Di 3. Jun 2008, 08:18
Benutzertitel: Macho

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon Dampflok » Mi 24. Aug 2016, 16:15

HugoBettauer hat geschrieben:(21 Jul 2016, 15:46)

Angesichts deiner Kenntnisse in solid möchte ich behaupten, dass du bewusstr flunkerst.


Tut sie sicher. Denn was Anderes als "Männlichkeitskulte" sind denn die Gewaltexzesse, Brand- und Giftgasanschläge der Antifa?

Dabei beziehe ich mich auf Hydes Beitrag, in dem Männliches grundsätzlich nur negativ besetzt wird und alle positiven Aspekte wie Erfindergeist, Stärke, Intelligenz, berufliche Risikobereitschaft, Fleiß etc. einfach totgeschwiegen werden, damit das gewünschte Negativbild bloß keinen Riß bekommt.
""Political correctness" sollte das Unwort des Jahrzehnts werden!"
Benutzeravatar
Hyde
Beiträge: 749
Registriert: Di 14. Jun 2016, 17:15

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon Hyde » Mi 24. Aug 2016, 19:27

Dampflok hat geschrieben:(24 Aug 2016, 17:15)

Tut sie sicher. Denn was Anderes als "Männlichkeitskulte" sind denn die Gewaltexzesse, Brand- und Giftgasanschläge der Antifa?

Dabei beziehe ich mich auf Hydes Beitrag, in dem Männliches grundsätzlich nur negativ besetzt wird und alle positiven Aspekte wie Erfindergeist, Stärke, Intelligenz, berufliche Risikobereitschaft, Fleiß etc. einfach totgeschwiegen werden, damit das gewünschte Negativbild bloß keinen Riß bekommt.


Ich sehe Männer nicht negativ, bin selber ein Mann. Deswegen liegt mir ja auch etwas daran, die Situation von Männern zu verbessern. Wenn Jungs von klein auf dazu erzogen werden, dass z.B. Weinen bzw Gefühle zeigen "unmännlich" ist und sie sich verstellen müssen, da es angeblich ihre Aufgabe sei, öffentlich "Stärke zu zeigen", dann werden sie von sich selbst entfremdet, nicht mehr als Mensch gesehen, sondern als Maschine, die ihr Leben lang irgendwelchen Männlichkeitsidealen nachlaufen muss. Siehe auch deinen Beitrag: "Fleiß", "Stärke", "Risikobereitschaft", "Intelligenz". Ist eigentlich allen klar, welchem Druck Jungs und Männer ausgesetzt werden, weil all diese Eigenschaften grundsätzlich von ihnen erwartet werden? All diese angeblichen "Männlichkeitsideale"? Wie gesagt, Männer werden da nicht als Menschen mit zwischenmenschlichen Bedürfnissen abgesehen, sondern als Maschinen. Und wegen dem gesellschaftlichen Druck bleibt ihnen nichts, als sich daran anzupassen. Sie werden entmenschlicht. Das ist eine menschenfeindliche Sicht.
Hier liegt natürlich auch eine ungerechte Bevorteilung von Mädchen und Frauen gegenüber Jungs und Männern vor, da es den Frauen gesellschaftlich akzeptiert wird, Gefühle zu zeigen - oder sogar erwünscht wird, da es irgendeinem "weiblichen Idealbild" unserer Gesellschaft entspricht. Sie müssen sich diesbezüglich nicht so sehr verstellen wie Jungs.

Bei dem Streben nach Gleichberechtigung geht es darum, sowohl Frauen als auch Männer aus ihren gesellschaftlichen Zwängen zu befreien. So habe ich Feminismus immer verstanden: als eine Chance für beide Geschlechter. Es geht darum, den Frauen den Druck zu nehmen, dass sie Erzieher, Hausfrau, Familienmensch etc sein müssen und dass sie irgendwelchen antiquierten Weiblichkeitsidealen nachlaufen müssen. Und es geht darum, den Männern den Druck zu nehmen, dass sie der Ernährer, der Dominator sein müssen, dass sie immer Stärke zeigen müssen weil sie ja sonst "mädchenhaft" seien (womit im Übrigen Frauen entwertet werden) und dass sie irgendwelchen gesellschaftlichen Männlichkeitsidealen nachlaufen müssen.

Wer solche Rollenbilder von Jungs und Männern erwartet und sie sogar dahingehend erzieht, der ist ein Feind aller Männer. Da gibt es gar keinen Zweifel.
Zuletzt geändert von Hyde am Mi 24. Aug 2016, 19:32, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Kael
Beiträge: 1237
Registriert: Mo 24. Dez 2012, 17:59

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon Kael » Mi 24. Aug 2016, 19:32

Ich kann Hyde dahingehend zustimmen.
Nicht nur das aufgrund dieser IDeale, vor allem in Deutschland, wir zu einer Härte gegen uns selbst erzogen werden. Wir entmenschlichen auxch den Mensch selbst und fangen an einen Menschen als Wert / Objekt zu sehen.
Benutzeravatar
Dampflok
Beiträge: 10653
Registriert: Di 3. Jun 2008, 08:18
Benutzertitel: Macho

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon Dampflok » Do 25. Aug 2016, 08:00

Hyde hat geschrieben:(24 Aug 2016, 20:27)

Ich sehe Männer nicht negativ, bin selber ein Mann. Deswegen liegt mir ja auch etwas daran, die Situation von Männern zu verbessern. Wenn Jungs von klein auf dazu erzogen werden, dass z.B. Weinen bzw Gefühle zeigen "unmännlich" ist und sie sich verstellen müssen, da es angeblich ihre Aufgabe sei, öffentlich "Stärke zu zeigen", dann werden sie von sich selbst entfremdet, nicht mehr als Mensch gesehen, sondern als Maschine, die ihr Leben lang irgendwelchen Männlichkeitsidealen nachlaufen muss. Siehe auch deinen Beitrag: "Fleiß", "Stärke", "Risikobereitschaft", "Intelligenz". Ist eigentlich allen klar, welchem Druck Jungs und Männer ausgesetzt werden, weil all diese Eigenschaften grundsätzlich von ihnen erwartet werden? All diese angeblichen "Männlichkeitsideale"? Wie gesagt, Männer werden da nicht als Menschen mit zwischenmenschlichen Bedürfnissen abgesehen, sondern als Maschinen. Und wegen dem gesellschaftlichen Druck bleibt ihnen nichts, als sich daran anzupassen. Sie werden entmenschlicht. Das ist eine menschenfeindliche Sicht.
Hier liegt natürlich auch eine ungerechte Bevorteilung von Mädchen und Frauen gegenüber Jungs und Männern vor, da es den Frauen gesellschaftlich akzeptiert wird, Gefühle zu zeigen - oder sogar erwünscht wird, da es irgendeinem "weiblichen Idealbild" unserer Gesellschaft entspricht. Sie müssen sich diesbezüglich nicht so sehr verstellen wie Jungs.


Bis dahin gehe ich mit Dir kondom. Aber kannst Du uns denn bitte mal irgendeine gesellschaftlich relevante Institution nennen, in welcher Jungen gezwungen werden nicht zu Weinen, bzw. bewußt Stärke zu Zeigen und damit durch ihre mögliche Überlegenheit dann die Mädchen zu überflügeln? Nur eine Schule, nur einen Kindergarten wo das so ist? Also nicht 1950, sondern heute, 2016 ?

Mir fällt da jetzt nämlich Nichts ein. Was Du schreibst ist im Grunde die seit Jahrzehnten umgesetzte politische Richtungsvorgabe, Schwächen der Jungen und Stärken der Mädchen zu fördern.

So weit so gut, könnte man meinen. Sollen Beide ihre Möglichkeiten kennenlernen und ausleben dürfen.

Was aber, wenn sich herausstellt, daß ein nicht gerade kleiner Teil der Jungen aus freien Stücken das Kräftemessen, den Wettberwerb liebt, und daß Jungen schneller als Mädchen laufen können (z.B. weil schon im Mutterleib das Testosteron ungleich verteilt wird) ? Würdest Du dann weiter künstlich staatlich eingreifen und jegliche Unterschiede verbieten bzw. so lange umerziehen bis sie auf dem Papier nicht mehr zu Finden sind?

Ich finde, daß Jungen und Männer eben nicht nur das Recht haben, Schwäche zu zeigen sondern auch Stärke - und zwar wenn und wann sie wollen!

Und ich finde daß Schulen und Institutionen nicht das Recht haben, Stärke oder Schwäche von Vorneherein bei einem Geschlecht zu verorten um dann bewußt gegenzusteuern, also Jungen drücken und Mädchen fördern. Jeder Mensch ist einzigartig, und wenn z.B. ein Junge stärker und klüger ist, dann ist das eben so.

Ein Feind aller Männer sind die genderer, die Männer umerziehen wollen, weil sie ihnen pauschal "männliche" Eigenschaften unterstellen, die derzeit negativ konnotiert sind. An selbstgewollter Stärke und Fleiß gibt es nämlich Nichts Negatives, es sind schlimmstenfalls neutrale Eigenschaften, aber Nichts was irgendjemanden berechtigt, sie zu bekämpfen.

Bei dem Streben nach Gleichberechtigung geht es darum, sowohl Frauen als auch Männer aus ihren gesellschaftlichen Zwängen zu befreien. So habe ich Feminismus immer verstanden: als eine Chance für beide Geschlechter. Es geht darum, den Frauen den Druck zu nehmen, dass sie Erzieher, Hausfrau, Familienmensch etc sein müssen und dass sie irgendwelchen antiquierten Weiblichkeitsidealen nachlaufen müssen. Und es geht darum, den Männern den Druck zu nehmen, dass sie der Ernährer, der Dominator sein müssen, dass sie immer Stärke zeigen müssen weil sie ja sonst "mädchenhaft" seien (womit im Übrigen Frauen entwertet werden) und dass sie irgendwelchen gesellschaftlichen Männlichkeitsidealen nachlaufen müssen.


Wenn der Feminismus so positiv wäre wie Du ihn siehst, mach bitte mal den Realitäts-Check:

Warum gibt es Frauenquoten aber keine Männerquoten? Warum werden gerade in den Bereichen wo "Stärken und Schwächen" gefördert werden - Kitas und Grundschulen - bis heute Null finanzielle und gesetzliche Bestrebungen unternommen, Männer wie Frauen gleichsam als Vorbilder zu beschäftigen? 97% weibliche Kindergärtnerinnen, 90% weibliche Grundschullehrerinnen, nach Jahrzehnten politischem Feminismus - wo hat das den Männern genutzt?

Oder: werden Männer denn wirklich aus ihrem Zwang zur Arbeit genommen? Oder sind nicht sei dem Feminismus vielerlei Regelungen geschaffen/verschärft worden, die z.B. die konkrete Zahlpflicht von Männern gegenüber Frauen erhöhen? Seit wenigen Jahren müssen z.B. sogar unverheiratete Männer den Müttern ihrer Kinder Ehegattenunterhalt zahlen, obwohl sich diese Frauen ja bewußt gegen eine feste Partnerschaft entschieden haben.

Wo ist da die von Dir unterstellte "Freiheit der Männer von Rollenzwängen"?

Solange Männer für Frauen zahlen müssen, sind die Rollenbilder festgeschrieben. im Übrigen lese ich bei Dir so ein Bißchen heraus, daß die ganzen "Erleichterungen von den Rollenzwängen für Männer" deshalb stattfinden sollen, weil es für Frauen Vorteile hat. Angenommen es hätte keine Vorteile für Frauen, wärst Du dann auch für die "Befreiung von Männern"?

Die Befreiung der Männer von althergebrachten Zahlpflichten für Frauen, die mit ihnen nicht zusammenleben wollen, wäre der Lackmustest für Deine Antwort. Emanzipation ist keine Einbahnstraße.

Über die Schärfung der Begriffe "Feminismus", Gleichberechtigung und Gleichstellung zu Diskutieren erscheint mir jetzt noch etwas zu früh. :cool:
""Political correctness" sollte das Unwort des Jahrzehnts werden!"
Benutzeravatar
Provokateur
Moderator
Beiträge: 11411
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 16:44
Benutzertitel: Alpha by choice&Liberalpatriot
Wohnort: जर्मनी

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon Provokateur » Do 25. Aug 2016, 08:56

Es geht nicht um Rollen. Es geht um Aufgabenteilung.

Männer sind nun einmal tendenziell aggressiver und körperlich stärker als Frauen. Unsere Gehirne funktionieren anders als die der Frauen.
Das ermöglicht es uns, die verschiedenen Aufgaben, die unsere hochkomplexe Gesellschaft bereithält, auf mehrere Schultern zu verteilen - keiner muss alles können.

Man darf dabei nur nicht die interpersonellen Unterschiede außer Acht lassen. Nicht jeder Mann kann etwas gleich gut wie jeder andere Mann. Nicht jede Frau kann etwas gleich gut wie jede andere Frau. Nicht schlimm, eher gut. Denn unsere Unterschiede machen uns, unsere Gesellschaft stark.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

Echte Patrioten wählen NICHT die AfD.
Benutzeravatar
Progressiver
Beiträge: 1620
Registriert: Sa 31. Mär 2012, 23:37
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon Progressiver » Do 25. Aug 2016, 19:36

Dampflok hat geschrieben:(22 Jun 2016, 13:36)

..das ist der Titel eines "Manifests", eher eines Essays (essay = Versuch) der HIER in der "Welt" erschienen ist.

Auszug:

"Irgendwie haben es die reaktionären Kräfte geschafft, als cool zu gelten. Auf der Linken gibt es dagegen nur schwächelnde Gender-Männer. Brauchen wir einen aufgeklärten Machismus?"

und u.A.:

"Wir brauchen eine männliche Entsprechung zum Ekelfeminismus. Die Männer müssen ihre Körper zurückerobern. Die Linke kann den Protest nicht mehr, sie kann nur noch nörgeln. Und das liegt auch daran, dass wir die Männer verloren haben. Wo ist der wilde linke Mann? Der Pöbelmann? Der Sehnsuchtsmann? Und, wohlgemerkt, ich rede hier nicht vom Utopisten, denn auch das Utopische ist letztendlich brav. Utopie kann jeder, Utopie gibt es im Hebbel am Ufer für zwölf Euro Eintrittspreis. Der Linke also, insofern er kein Antifa-Linker und zu beschäftigt damit ist, Morddrohungen gegen AfD-Lokalpolitiker zu schreiben, ist beleidigt, weil ihm die prolligen Strahlo-Männer die Schau stehlen. Er ist so beleidigt, dass er es sich noch nicht einmal eingestehen kann, dass er beleidigt ist, er sagt stattdessen: "Das ist ein archaisches Geschlechterbild, da wollen wir auf gar keinen Fall hin zurück." Dann erklärt er noch schnell der zum Monatsplenum angereisten Lokaljournalistin die Grundlagen des Queer- und Xenofeminismus (....)."

Tja. So siehts aus linksweiblicher "irgendwas-mit-Medien-Frauen"-Sicht angeblich aus. Eure gepflegte Meinung dazu?

Ich habe dazu natürlich noch keine Meinung und möchte sie mir sicherlich erst durch die allfälligen politisch korrekten Weisungen bilden.


:)


Der "echte deutsche Mann", wie er so manchem Rechten vorschwebt, starb bekanntlich mit der totalen Kapitulation des Dritten Reiches aus. Im Übrigen hatte dieses total auf Männlichkeit getrimmte Regime den überlebenden wie den toten Männern keinerlei Vorteile gebracht. Erstere waren seelisch traumatisierte Wracks, die nach dem Krieg oft ihre Frauen und Kinder züchtigten. Letztere mussten mit ihrem Leben dafür zahlen, dass sie als "heldenhafte Männer" galten. In postheroischen Gesellschaften ist es klar, dass solche ein Idealbild nicht mehr zu uns passt. Verglichen mit den Jahren 1933-45 hört es sich selbst bei einem Bernd Höcke befremdlich an, wenn er davon schwadroniert, dass wir wieder "die Männlichkeit" in uns entdecken sollen. Im Ernst: Soviel Larmoyanz finden sich auch in esoterischen Männerbünden nicht immer, die abends um ein Lagerfeuer tanzen.

Was die Arbeitswelt betrifft: Hier haben schon manche Generäle des beginnenden 20. Jahrhunderts geahnt, dass die Zeit von männlicher Stärke und heldenhafter Opferbereitschaft zu Ende gehen könnte. Schon damals waren die Bürojobs auf dem Vormarsch. Natürlich gab es damals noch genügend "echte" Männer, die sich liebend gerne in der Hölle von Verdun abschlachten ließen, weil Feigheit als unmännlich galt. Aber spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg war es auch im Zivilleben bald mit der "männlich-starken" Arbeitswelt vorbei. Am Anfang gab es ja noch richtige Knochenjobs, wo sich die Männer austoben konnten bzw. mussten. Damals wurden die Malocher aber auch nicht alt. Dank fähiger Ingenieure wurden diese durch Maschinen ersetzt. Der moderne Mann von heute muss also, wenn er nicht sowieso einen Schreibtischjob hat, oftmals gerade mal einen Joystick bedienen können. Dies ist aber unumkehrbar. Es sei denn, man wandert nach Indien aus, um dort als Bauarbeiter Steine zu kloppen. Oder man wird genau so wie die letzten verbliebenen "Alpha-Männchen". Solche "echten" Männer, die man bei den HoGeSa-Demos oder im Rockermilieu beobachten kann, landen aber auch überdurchschnittlich im Gefängnis. Oder aber sie werden schlichtweg von der Konkurrenz erschossen. Aber will das heutzutage wirklich noch jemand?

Als Proll will zudem heutzutage auch niemand mehr gelten. Dafür sind die jungen Männer vergleichsweise auch zu gebildet. Was soll also dieses Schwadronieren von "echter Männlichkeit"? Ist das nicht etwa ein Zeichen der Selbstunsicherheit und eine Pose?
"Skepsis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Philosophie." (Denis Diderot)
Benutzeravatar
Hyde
Beiträge: 749
Registriert: Di 14. Jun 2016, 17:15

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon Hyde » Fr 26. Aug 2016, 04:35

Dampflok hat geschrieben:(25 Aug 2016, 09:00)
Ich finde, daß Jungen und Männer eben nicht nur das Recht haben, Schwäche zu zeigen sondern auch Stärke - und zwar wenn und wann sie wollen!

An selbstgewollter Stärke und Fleiß gibt es nämlich Nichts Negatives, es sind schlimmstenfalls neutrale Eigenschaften, aber Nichts was irgendjemanden berechtigt, sie zu bekämpfen.


Ich habe nichts dagegen, wenn ein Junge oder ein Mädchen eher unemotional ist und z.B. nicht weint, weil es dem eigenen Wesenszug entspricht. Womit ich aber ein Problem habe ist, wenn von Geschlechtern aufgrund gesellschaftlicher Konventionen per se erwartet wird, dass sie sich in einer bestimmten Weise verhalten müssen. Wenn ein Junge zum Beispiel seine Gefühle verbirgt, weil ihm vermittelt wird dass er als Mann nunmal stark sein muss, obwohl er im Inneren anders empfindet, dann ist das ein Problem. Deshalb muss man hier mehr den Individualismus statt das Geschlecht in den Vordergrund stellen, also dass jeder Mensch sich ohne negative soziale Konsequenzen so verhalten kann, wie es dem eigenen Naturell entspricht, unabhängig davon ob das angeblich "typisch" für das eigene Geschlecht ist oder nicht.

Die meisten Eigenschaften haben aber meiner Ansicht nach sowieso nichts mit dem Geschlecht zu tun. Beispielsweise wurden hier Fleiß oder Intelligenz als Beispiele für "männliche Eigenschaften" aufgezählt. Ich sehe nicht, wo diese Eigenschaften besondere Merkmale eines bestimmten Geschlechts seien sollen, da beide Geschlechter diese Veranlagungen in ähnlichem Maß haben.



im Übrigen lese ich bei Dir so ein Bißchen heraus, daß die ganzen "Erleichterungen von den Rollenzwängen für Männer" deshalb stattfinden sollen, weil es für Frauen Vorteile hat. Angenommen es hätte keine Vorteile für Frauen, wärst Du dann auch für die "Befreiung von Männern"?


Ich finde, man kann beides gar nicht losgelöst voneinander sehen. Gendergerechtigkeit ist für beide Geschlechter immer vorteilhaft. Wenn z.B. Frauen darin gefördert werden, berufstätiger, unabhängiger und eigenständiger zu werden, hilft das automatisch allen, weil dann gesündere Beziehungen auf Augenhöhe möglich sind, die nicht auf einem Machtgefälle oder einem einseitigen Abhängigkeitsverhältnis beruhen. Und Männern wird, je gleichberechtigter die Frauen sind, umso mehr der Druck genommen sich über irgendeine Ernährer-Rolle definieren zu müssen und ihr Mann-Sein darüber definieren zu müssen. Auch werden sie aus der ungesunden Rolle des Patriarchen, des "oppressors" befreit.
Nelson Mandela sagte mal:

"Liebe empfindet das menschliche Herz viel natürlicher als ihr Gegenteil [...] Ich wusste ganz klar, dass der Unterdrücker ebenso frei sein muss wie der Unterdrückte. Ein Mensch, der einen anderen Menschen seiner Freiheit beraubt, ist Gefangener seines Hasses, er ist eingesperrt hinter den Gittern seiner Vorurteile und seiner Engstirnigkeit. Ich bin nicht wahrhaft frei, wenn ich einem anderen die Freiheit nehme, genauso wenig wie ich frei bin, wenn mir meine Freiheit genommen ist. Der Unterdrückte und der Unterdrücker sind gleichermaßen ihrer Menschlichkeit beraubt. Als ich die Türen des Gefängnisses durchschritt, war dies meine Mission: zugleich den Unterdrückten und den Unterdrücker zu befreien."


Wenngleich Mandela dies in erster Linie auf Rasse bezog, kann man es auch auf Geschlechter beziehen. Solange eine Gesellschaft auf Ungleichheit der Geschlechter fußt (sprich fehlender Gleichberechtigung), solange ein Geschlecht unterdrückt wird, so lange können auch die Menschen jener Gesellschaft nicht vollständig frei und glücklich sein. Weder das unterdrückte Geschlecht, noch das unterdrückende Geschlecht.
Es ist deshalb auch meine Überzeugung, dass umso unverkrampfter und gleichberechtigter das Geschlechterverhältnis ist, umso bessere Voraussetzungen geschaffen sind für alle Menschen, glücklicher leben zu können. Die skandinavischen Länder, die bezüglich Geschlechtergerechtigkeit besonders fortschrittlich sind, sind laut Studien auch weltweit die Länder, in dem die Menschen am glücklichsten sind. Sowohl Männer als auch Frauen. Zufall? Wohl kaum, es folgt einfach nur Mandelas Formel, wonach Unterdrücker und Unterdrückte beide ihrer Menschlichkeit beraubt seien und demnach beide unglücklich sind, bis sie aus ihren Rollen befreit werden und gleichberechtigt miteinander leben.

Insofern kann Gendergerechtigkeit nie eine Einbahnstraße sein. Gerechtigkeit und Gleichberechtigung ist immer etwas, von dem alle profitieren.
Benutzeravatar
Dampflok
Beiträge: 10653
Registriert: Di 3. Jun 2008, 08:18
Benutzertitel: Macho

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon Dampflok » Fr 26. Aug 2016, 17:44

Progressiver hat geschrieben:(25 Aug 2016, 20:36)

Der "echte deutsche Mann", wie er so manchem Rechten vorschwebt, starb bekanntlich mit der totalen Kapitulation des Dritten Reiches aus. Im Übrigen hatte dieses total auf Männlichkeit getrimmte Regime den überlebenden wie den toten Männern keinerlei Vorteile gebracht. Erstere waren seelisch traumatisierte Wracks, die nach dem Krieg oft ihre Frauen und Kinder züchtigten. Letztere mussten mit ihrem Leben dafür zahlen, dass sie als "heldenhafte Männer" galten. In postheroischen Gesellschaften ist es klar, dass solche ein Idealbild nicht mehr zu uns passt. Verglichen mit den Jahren 1933-45 hört es sich selbst bei einem Bernd Höcke befremdlich an, wenn er davon schwadroniert, dass wir wieder "die Männlichkeit" in uns entdecken sollen. Im Ernst: Soviel Larmoyanz finden sich auch in esoterischen Männerbünden nicht immer, die abends um ein Lagerfeuer tanzen.

Was die Arbeitswelt betrifft: Hier haben schon manche Generäle des beginnenden 20. Jahrhunderts geahnt, dass die Zeit von männlicher Stärke und heldenhafter Opferbereitschaft zu Ende gehen könnte. Schon damals waren die Bürojobs auf dem Vormarsch. Natürlich gab es damals noch genügend "echte" Männer, die sich liebend gerne in der Hölle von Verdun abschlachten ließen, weil Feigheit als unmännlich galt. Aber spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg war es auch im Zivilleben bald mit der "männlich-starken" Arbeitswelt vorbei. Am Anfang gab es ja noch richtige Knochenjobs, wo sich die Männer austoben konnten bzw. mussten. Damals wurden die Malocher aber auch nicht alt. Dank fähiger Ingenieure wurden diese durch Maschinen ersetzt. Der moderne Mann von heute muss also, wenn er nicht sowieso einen Schreibtischjob hat, oftmals gerade mal einen Joystick bedienen können. Dies ist aber unumkehrbar. Es sei denn, man wandert nach Indien aus, um dort als Bauarbeiter Steine zu kloppen. Oder man wird genau so wie die letzten verbliebenen "Alpha-Männchen". Solche "echten" Männer, die man bei den HoGeSa-Demos oder im Rockermilieu beobachten kann, landen aber auch überdurchschnittlich im Gefängnis. Oder aber sie werden schlichtweg von der Konkurrenz erschossen. Aber will das heutzutage wirklich noch jemand?

Als Proll will zudem heutzutage auch niemand mehr gelten. Dafür sind die jungen Männer vergleichsweise auch zu gebildet. Was soll also dieses Schwadronieren von "echter Männlichkeit"? Ist das nicht etwa ein Zeichen der Selbstunsicherheit und eine Pose?


Das Gleichsetzen von typischer Männlichkeit mit Nationalsozialismus ist so ziemlich der widerlichste Anwurf von radikalfeministischer Seite, aber sehr leicht zu entkräften. :)

Erstmal waren damals in allen Gesellschaften - genau wie heute noch in fast allen Gesellschaften - die Männerrollen genauso wie sie in Deutschland zu der Zeit waren! Kann man leicht überprüfen - schafft Ihr schon, wenn tatsächlich Interesse an der weiteren Widerlegung des "Männer = Nazi" - Schwachsinns besteht. Schließlich hat sich der deutsche Mann nicht genetisch von anderen Männern wegentwickelt.

Zweitens waren auch die Darstellungen des Mannes als arbeitendes Familienoberhaupt fast weltweit überall gleich - lassen wir den Kommunismus mal außen vor, der die Frauen mit an die Werkbank gezwungen hat und somit als "Heldinnen der Arbeit" genau wie die Männer glorifizieren mußte, obwohl sich derlei Heldentum im Kombinat finanziell nicht auszahlte, weder für Männlein noch für Weiblein.

Das machten sich die Nazis bei ihrer Wahlkampagne zu Nutze; während die Roten noch 1919 sinngemäß warben mit "Männer und Frauen - gleiche Rechte - gleiche Pflichten" (Huch - also am Ende auch vollzeit Arbeiten und Wehrpflicht für Frauen?) -bewarb die NSDAP die deutsche Frau damit, daß sie ihrem Ehemann zu ordentlicher Arbeit verhelfen wolle, damit er sie und die Kinder ernähre.

Wenn man jetzt noch weiß, daß eine leichte Mehrheit Frauen NSDAP im Januar 33 gewählt haben, dann kann von männlicher Frauenunterdrückung keine Rede sein, sondern die Frauen haben ihre Männer genau so gewollt, nämlich als arbeitende Familienoberhäupter, so wie sonst überall europa- und weltweit üblich.

Und wenn man die Männerdarstellung in den Medien der Nachkriegszeit beachtet, hat sich jahrzehntelang immer noch nichts am klassischen Männerbild geändert, und Burt Lancaster mäht am Ende in "Der Zug" (erschienen 1964) etliche Menschen mit dem MG um. Er spielt einen Amerikaner, die Bösen waren Nazis die zu Kriegsende einen Zug mit Beutekunst rauben wollten. Seine typisch männlichen Eigenschaften genau wie seine Heterosexualität werden klar gezeigt. Auch die TV-Berichte aus Frankreich, England und USA über "unsere siegreichen Soldaten" zeigen kein anderes Männerbild als das, was doch angeblich nur für die deutschen Männer der Nazizeit typisch war.

Grundfalsch. Eben weil dieses Männerbild weltweit schon immer da war und sich immer neu generiert, weil es angeboren ist. Wer glaubt das habe mit Nazi zu Tun, will entweder die Männer diffamieren oder falsch Informieren oder ist schlicht andersintelligent.

Daß sich die Nazis die Fähigkeiten der Männer zunutze gemacht haben steht außer Frage, ist aber hier nicht das Thema, denn das haben andere Regierungsformen auch schon immer getan. So wurde Wernher von Braun gleich von den Amerikanern einkassiert.

Das alles hat aber Nichts mit den seit Jahrzigtausenden in wohl 90% der Fälle typischen Männereigenschaften zu Tun, die die Gesellschaft weiter gebracht haben. Männer wie Wilhelm Tell, Robert Koch, Andre Chapelon, Helmut Schmidt und Millionen andere.
""Political correctness" sollte das Unwort des Jahrzehnts werden!"
Atheist
Beiträge: 5713
Registriert: Do 7. Mai 2015, 09:53

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon Atheist » Fr 26. Aug 2016, 17:57

Dampflok hat geschrieben:(26 Aug 2016, 18:44)

Das alles hat aber Nichts mit den seit Jahrzigtausenden in wohl 90% der Fälle typischen Männereigenschaften zu Tun, die die Gesellschaft weiter gebracht haben. Männer wie Wilhelm Tell, Robert Koch, Andre Chapelon, Helmut Schmidt und Millionen andere.


Kannst du diese "typischen Männereigenschaften", bei denen ich annehme, dass es sich um die nachfolgenden handelt:

Dampflok hat geschrieben:(24 Aug 2016, 17:15)

Männliches ... alle positiven Aspekte wie Erfindergeist, Stärke, Intelligenz, berufliche Risikobereitschaft, Fleiß etc.


näher erklären, auch unter Berücksichtigung biologischer Tatsachen? (ausgenommen Stärke und wohl auch Risikoneigung ==> androgenbedingt)
Nele28

Re: "Warum haben linke Männer keine Eier?"

Beitragvon Nele28 » Fr 26. Aug 2016, 18:01

Männer, die keine Eier haben, halten keine Hühner.
Fragteeiner bei der Bahnfahrt seinen mitreisenden Gegenüber: "Wetten, dass wir beide zusammen 5 Eier haben?"
Der Befragte antwortete: Wie, Sie haben nur eins?

Zurück zu „82. Gender“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast