Maskulinismus

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schokoschendrezki
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Maskulinismus

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 6. Mär 2015, 09:19

Gute Sendung letzte Woche auf SWR2 Wissen zum Thema:

Zum lesen: http://www.swr.de/-/id=14908570/property=download/nid=660374/11oe6g5/swr2-wissen-20150226.pdf

Zum hören: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/maskulinisten-krieger-im-geschlechterkampf/-/id=660374/did=15142562/nid=660374/p8pvqu/index.html

Unter anderem wegen:

- Der Beleuchtung des Zusammenhang zwischen Maskulinismus auf der einen und rechtspopulistischen Kreisen (Kompakt, Jürgen Elsässer, Eigentümlich Frei, Junge Freiheit, Sarrazin, Putinfreunde usw. usf.)

- Der Entmystifizierung der ständig zitierten Studien über eine angebliche Gleichverteilung männlicher und weiblicher Gewalt in Familien und Beziehungen:

Wenn man sich die Studien genauer anschaut, dann ist das eine Erfassungsmethode aus den USA kommend, die kennt zwei Kodierungen, die kennt Null, es gibt keine Gewalt und die kennt Eins, es gibt Gewalt. Und dieses Eins, das kann ein böser Blick sein, das kann anschreien sein, das kann schlagen sein, das kann vergewaltigen sein, das kann töten sein. Das wird überhaupt nicht differenziert. Und mit dieser Perspektive kommt man dann tatsächlich zum Ergebnis, dass eigentlich zwischen Geschlechtern häusliche Gewalt so gut wie gleich verteilt ist.


- der Analyse der strukturellen Parallelen zwischen Maskulinismus und Antisemitismus:

Im Antisemitismus wird ja im Gegensatz zum normalen Rassismus davon ausgegangen, dass es etwas gibt, was mächtiger ist, was irgendwie stärker ist und wo man selber keine Chance hat, obwohl man sich eigentlich als überlegene Rasse fühlen würde. Und das ist im Antifeminismus häufig ähnlich, also es ist eine starke Männlichkeit, die aber irgendwie unterlegen sich fühlt. Und die das erklären muss und die deswegen einen abstrakten Gegner, eine abstrakte Gegnerin konstruiert, die durch gute Netzwerke, durch Verschlagenheit, durch Macht, wie auch immer, es schafft, sie zu unterdrücken – und das wäre in dem Fall halt der Feminismus. Und da gibt es dann ziemlich starke Parallelen dann zwischen Antifeminismus und Antisemitismus.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt

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