Abtreibungsumfrage

Moderator: Moderatoren Forum 8

Gesetzeslage: Abtreibung

Abtreibung sollte komplett verboten werden
32
8%
Die gesetzlichen Schranken für Abtreibung sollten verstärkt werden
51
14%
Die staatliche Finanzierung von Abtreibung ist pervers
61
16%
Spätabtreibung sollte verboten werden
43
11%
Die Gesetzeslage bei Abtreibung ist vollkommen ausreichend
95
25%
Die gesetzlichen Hürden müssen abgeschafft werden
35
9%
Der Staat sollte Abtreibung komplett fördern
20
5%
Weitere Verfahren zur pränatalen Kindstötung müssen erforscht werden
25
7%
Enthaltung
15
4%
 
Abstimmungen insgesamt: 377
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Alana4
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Alana4 » Mo 3. Jul 2017, 18:01

Anderus hat geschrieben:(03 Jul 2017, 18:27)

Das hätte ich gerne genauer. Auch die Geburt ist ein Vorgang der sich über Tage hinziehen kann. (Bei uns hat es 26 Stunden gedauert) Wo ist der Schnitt, bis hier hin Fötus, und ab da, Mensch?

Juristisch: die Geburt. Und da ganz speziell der Beginn der Geburt= Einsetzen der Wehen.


Das ist aber lieb von Dir. Man darf hier im Forum, also nur über Abtreibung diskutieren, wenn man willkürlich gesetzte Spielregeln einhält?

Ich bin nicht "lieb".
Und nein, es gibt keine "willkürlich" gesetzten Spielregeln.

Wie macht man sowas? So wie ich das sehe, habe ich es noch keinem aufgezwungen, geschweige denn einen überzeugt.

Stimmt, gelingt dir nicht. Kann ja auch nicht.
Hier möchte dich auch keiner überzeugen, deine Ablehnung von Abtreibung aufzugeben- du darfst ja dagegen sein, hat niemand etwas dagegen.
Ich bin ja auch ganz klar gegen Abtreibung!

Was du aber unterlassen solltest: anderen, insbesondere betroffenen Frauen, ihre eigene Meinung absprechen. Du hast schlicht zu akzeptieren, dass die einzelne Frau in ihrer speziellen Situation selbst entscheiden kann. Du musst es nicht gut finden- aber zu akzeptieren hast du es.

Und das sieht die Gesetzgebung so, das sieht sogar das BVerfG so.
Ich beherrsche die deutsche Rechtschreibung! Aber meine Tastatur hat damit manchmal Probleme.
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Dark Angel
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Dark Angel » Mo 3. Jul 2017, 18:38

Anderus hat geschrieben:(03 Jul 2017, 18:34)

Auch bei Rechtsradikalen oder vermeintlichen Rechtsradikalen?

Wir sprechen hier über die Gleichsetzung von Abtreibung mit Mord und nicht über Rechtsradikale!
Die Gleichsetzung von Abtreibung mit Mord ist gruppenbezogene Diffamierung und Verunglimpfung - nämlich aller Frauen die abgetrieben haben bzw sich für eine Abtreibung entscheiden. Gem. § 5 der Nutzungsbedingungen dieses Forums handelt es sich somit um Hetze!



Anderus hat geschrieben:(03 Jul 2017, 18:34)Das heißt also, das man noch nichtmal darüber nachdenken darf, bzw. Beweise fordern kann, woraus das hervorgeht? Ich empfünde das als eine eigenartige Vorstellung von Meinungsfreiheit.

Auch Meinungsfreiheit hat ihre Grenzen! Meinungsfreiheit endet beispielsweise bei übler Nachrede und Hetze.
Gruppenbezogene Hetze wird übrigens gem. §130 StGB geahndet
"... oder die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet."
"Beschimpfen, böswilliges Verächtlichmachen oder Verleumden"
"Dabei ist das Diffamieren von Bevölkerungsgruppen sowohl durch Tatsachenbehauptungen wie auch durch Werturteile erfasst. Erforderlich ist zusätzlich ein Angriff auf die Menschenwürde."


Der Tatbestand böswilliger Verächtlichmachung und Verleumdung ist im Falle der öffentlichen Gleichsetzung von Abtreibung mit Mord bzw der Bezeichnung von Frauen die abgetrieben haben bzw abtreibungswillige Frauen, als Mörderin gegeben.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Anderus » Di 4. Jul 2017, 00:06

Alana4 hat geschrieben:(03 Jul 2017, 19:01)
Juristisch: die Geburt. Und da ganz speziell der Beginn der Geburt= Einsetzen der Wehen.

Das heißt also, wenn die Wehen einsetzen, wird der Fötus zum Mensch? Warum wird er denn dann zum Mensch? Ändert sich mit den Wehen, beim Fötus etwas?

Hier möchte dich auch keiner überzeugen, deine Ablehnung von Abtreibung aufzugeben- du darfst ja dagegen sein, hat niemand etwas dagegen.


Ich bin überhaupt nicht generell gegen Abtreibung. Ich lehne nur die vielen Abtreibungen ab, die aus Habgier gemacht werden. Selbst vor wenigen Kommentaren, habe ich darauf hingewiesen, das ich eine Abtreibung aus sozialen Gründen, z.B. bei einer Muslimin, befürworte.

Ich bin ja auch ganz klar gegen Abtreibung!


Siehst Du, da unterscheiden wir uns. Medizinische Indikation, Kriminalistische Indikation und Soziale Indikation, wo es um Leben und Gesundheit der Schwangeren geht, befürworte ich uneingeschränkt. Ich würde auch niemals eine Frau als Mörderin bezeichnen, weil sie abgetrieben hat, aber ich wende mich entschieden dagegen, das es als normal hingenommen wird, das in Deutschland bei 700.000 Geburten pro Jahr, 100.000 Abtreibungen gezählt werden. Das kann und darf sich ein Rechtsstaat nicht leisten. Und wenn ein Bundesverfassungsgericht, sowas als völlig richtig ansieht, steht es nicht mehr auf dem Boden des Rechtsstaates und des Grundgesetzes, insbesondere Artikel 1.

Es ist doch eindeutig. Wenn die Mehrzahl der Frauen ihre Abtreibung mit der wirtschaftlichen und mentalen derzeitigen Situation begründen, dann nimmt die Gesellschaft und das Verfassungsgericht es leichtfertig in Kauf, das an dieser Situation nichts geändert wird. Die Politik hätte schon lange darauf reagieren müssen, das es Frauen nötig haben abzutreiben, weil sie sich ein Kind nicht leisten können.

Was du aber unterlassen solltest: anderen, insbesondere betroffenen Frauen, ihre eigene Meinung absprechen.

Nun ja, wenn es um das Töten von ungeborenen Leben aus Habgier geht, und allein darum geht es mir, fällt es mir schwer, solchen Menschen ihre Meinung zu lassen. In § 218, steht eindeutig drin, das es sich bei Abtreibung nicht um eine Lapalie handelt, wie z.B. ein Kinobesuch. Insofern, ist es kaum zu rechtfertigen, hier völlige Meinungsfreiheit zuzulassen.

Du hast schlicht zu akzeptieren, dass die einzelne Frau in ihrer speziellen Situation selbst entscheiden kann.

Darf ich daran erinnern, das wir in einem Rechtsstaat leben, und sowas im Zweifelsfalle, die Gerichte entscheiden? Es mag sein, das wir in Zeiten leben, wo Menschen Sitten durchgesetzt haben, die Geschmacksache sind, daraus aber abzuleiten, das ich dies bedingungslos zu akzeptieren hätte, dürfte einem Politikforum nicht würdig sein. Im Gegenteil, ich bin der festen Überzeugung, das sich das in den nächsten 10 Jahren ändern wird und ich der Zeit nur voraus bin.

Du musst es nicht gut finden- aber zu akzeptieren hast du es.

Das habe ich oben schon beantwortet. Ich werde die Praxis der Abtreibung, insbesondere den Bereich der "Sozialen Indikation aus Habgier" niemals akzeptieren, und es ist mir völlig unverständlich, wie man in einem Rechtsstaat sowas jemals zulassen konnte.

Und das sieht die Gesetzgebung so, das sieht sogar das BVerfG so.

Darüber könnte man streiten, aber das ist ja hier im Forum, teilweise verboten, wie ich gelernt habe. Die Frage, wie ich über ein Forum denke, das den Streit über das Töten von Lebewesen, die mal Menschen werden wollen, teilweise nicht zulassen will, kann sich wohl jeder selber beantworten.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Alana4 » Di 4. Jul 2017, 04:42

Anderus hat geschrieben:(04 Jul 2017, 01:06)

Das heißt also, wenn die Wehen einsetzen, wird der Fötus zum Mensch? Warum wird er denn dann zum Mensch? Ändert sich mit den Wehen, beim Fötus etwas?

Wenn du keinen Unterschied erkennen kannst zwischen "geboren" und "nicht geboren", dann helfen auch keine Erklärungen mehr.


Ich lehne nur die vielen Abtreibungen ab, die aus Habgier gemacht werden.

Und wieviele sind dir bekannt? Du kennst doch keinen einzigen Grund irgendeiner Frau. Wie kannst du dir dann ein Urteil erlauben?

Siehst Du, da unterscheiden wir uns. Medizinische Indikation, Kriminalistische Indikation und Soziale Indikation, wo es um Leben und Gesundheit der Schwangeren geht, befürworte ich uneingeschränkt.

Oh- da hast du etwas völlig falsch verstanden.
Ich lehne ab- das heißt ganz konkret: für mich kam und kommt eine Abtreibung nie in Frage.
Andere Frauen dürfen anders entscheiden. Da lehne ich gar nichts ab.
Und jetzt plötzlich erklärst du gar, dass du sogar "soziale Indikation" akzeptierst? Und "wo es um Leben und Gesundheit der Schwangeren geht, befürworte ich uneingeschränkt."......guck an. Das "Gesundheit" physische UND psychische Gesundheit bedeutet, akzeptierst du auch?


Ich würde auch niemals eine Frau als Mörderin bezeichnen, weil sie abgetrieben hat,

Warst du es nicht, der vor wenigen Beiträgen diese Brücke geschlagen hat?

aber ich wende mich entschieden dagegen, das es als normal hingenommen wird, das in Deutschland bei 700.000 Geburten pro Jahr, 100.000 Abtreibungen gezählt werden.

"Der Staat" kann da relativ wenig machen. Gab es ja alles schon, gibt es anderswo auf der Welt noch- mit dem Ergebnis, dass die Abtreibungszahlen da noch höher sind, die Gefahren für die Frauen (die nicht selten Mütter sind) unendlich viel höher.

Das kann und darf sich ein Rechtsstaat nicht leisten. Und wenn ein Bundesverfassungsgericht, sowas als völlig richtig ansieht, steht es nicht mehr auf dem Boden des Rechtsstaates und des Grundgesetzes, insbesondere Artikel 1.

Boa! Hatten wir hier auch schon: alle blöd, sogar die Damen und Herren des BVerfG!

Es ist doch eindeutig. Wenn die Mehrzahl der Frauen ihre Abtreibung mit der wirtschaftlichen und mentalen derzeitigen Situation begründen, dann nimmt die Gesellschaft und das Verfassungsgericht es leichtfertig in Kauf, das an dieser Situation nichts geändert wird. Die Politik hätte schon lange darauf reagieren müssen, das es Frauen nötig haben abzutreiben, weil sie sich ein Kind nicht leisten können.

Du weißt doch gar nichts über die Gründe der Frauen! Allein aus der (statistischen) Tatsache heraus, dass die Mehrzahl der Abtreibungen in der Frist nach 218a vorgenommen wird, kannst du nicht schließen, dass es an "der wirtschaftlichen und mentalen derzeitigen Situation" liegt. Unter denen dürfte es einige geben, die eher unter medizinische oder kriminalistische Indikation fallen.


Nun ja, wenn es um das Töten von ungeborenen Leben aus Habgier geht, und allein darum geht es mir.....

Nochmal: du kennst die Gründe der Frauen nicht! Keinen einzigen! Wie also kommst du zu der haltlosen Unterstellung "Habgier"?

Darf ich daran erinnern, das wir in einem Rechtsstaat leben, und sowas im Zweifelsfalle, die Gerichte entscheiden?

Ja, erinnere dich daran!

Es mag sein, das wir in Zeiten leben, wo Menschen Sitten durchgesetzt haben, die Geschmacksache sind,

Was sollen denn diese Verrenkungen? Seit ewigewn Zeiten gibt es Abtreibungen. In der Antike, im Mittelalter....immer und überall auf der Welt. Es gab und gibt also immer Gründe, die die einzelne Frau zu einer solchen Entscheidung veranlassen. Und glaube es ruhig: da waren die "Sitten" um ein Vielfaches rauher und abstoßender!

, ich bin der festen Überzeugung, das sich das in den nächsten 10 Jahren ändern wird und ich der Zeit nur voraus bin.

völlig ausgeschlossen.


..insbesondere den Bereich der "Sozialen Indikation aus Habgier" niemals akzeptieren
,
brauchst du doch auch nicht. Diesen Bereich gibt es gar nicht!
Ich beherrsche die deutsche Rechtschreibung! Aber meine Tastatur hat damit manchmal Probleme.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Anderus » Di 4. Jul 2017, 14:07

Alana4 hat geschrieben:(04 Jul 2017, 05:42)
Wenn du keinen Unterschied erkennen kannst zwischen "geboren" und "nicht geboren", dann helfen auch keine Erklärungen mehr.


Du drückst dich vor der Antwort. Du weist nämlich ganz genau, das es schon wichtig ist, zu klären, ab wann der Mensch ein Mensch ist. In vielen Gesetzen, steht der Begriff "Mensch", denen man sich oft nur dadurch entziehen kann, indem man den Begriff "Mensch", willkürlich relativiert und ihn Embryo oder Fötus nennt. Eine allzu offensichtliche Art, sich rauszureden und Verwirrung anzurichten.

Und wieviele sind dir bekannt? Du kennst doch keinen einzigen Grund irgendeiner Frau. Wie kannst du dir dann ein Urteil erlauben?


Doch, kenne ich. Ich kenne viele Frauen die abgetrieben haben. Ist aber völlig unerheblich. Man ist in der Lage, Statistiken zu veröffentlichen, wo zwischen Medizinischer, Kriminalistischer und sozialer Indikation differenziert wird. Das lässt im Umkehrschluss nur die Feststellung zu, das diese Indikationen durchaus angegeben werden müssen.

Oh- da hast du etwas völlig falsch verstanden.
Ich lehne ab- das heißt ganz konkret: für mich kam und kommt eine Abtreibung nie in Frage.


Auch nicht bei medizinischer oder kriminalistischer Indikation?

Andere Frauen dürfen anders entscheiden. Da lehne ich gar nichts ab.


Das sehe ich auch so. Ich mache aber der Gesellschaft, die massivsten Vorwürfe, das sie die Rahmenbedingungen für Mütter, die sich für ihr Kind entschieden haben oder entscheiden wollen, so schlecht gemacht haben, das sich viele Schwangere genötigt sehen, ihr Kind, gegen ihren Willen, abzutreiben. Ca. 80% der Schwangeren die abtreiben, möchten ihr Kind, eigentlich, wenn die Bedingungen besser wären, bekommen.

Und jetzt plötzlich erklärst du gar, dass du sogar "soziale Indikation" akzeptierst? Und "wo es um Leben und Gesundheit der Schwangeren geht, befürworte ich uneingeschränkt."......guck an. Das "Gesundheit" physische UND psychische Gesundheit bedeutet, akzeptierst du auch?


Ich akzeptiere nur ein Teil der sozialen Indikation. Dem anderen Teil, bringe ich zähneknirschende Toleranz entgegen.

"Der Staat" kann da relativ wenig machen. Gab es ja alles schon, gibt es anderswo auf der Welt noch- mit dem Ergebnis, dass die Abtreibungszahlen da noch höher sind, die Gefahren für die Frauen (die nicht selten Mütter sind) unendlich viel höher.


Sehe ich anders. Der Staat oder die Regierung, könnte schon sehr viel mehr machen. Er könnte Rahmenbedingungen so schaffen, das es viel mehr Frauen gibt, die ihr Kind bekommen können. Aus irgendeinem Grunde, wird diese Hilfe aber verweigert. Mir ist es völlig unverständlich, was die Verantwortlichen sich dabei denken.

Nochmal: du kennst die Gründe der Frauen nicht! Keinen einzigen! Wie also kommst du zu der haltlosen Unterstellung "Habgier"?


Haltlos? Natürlich ist es Habgier, wenn ich ein Leben in relativem Wohlstand den ich mir erhoffe und ausmale, einem Leben vorziehe, wo ich ein Kind großziehen muss. Wenn das ein brauchbares Kriterium wäre, keine Kinder zu bekommen, wäre die Menscheit schon lange ausgestorben. Schau Dir nur mal an, unter welchen Bedingungen unsere Vorfahren ihre Kinder großziehen mussten?
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Alana4 » Di 4. Jul 2017, 14:30

Anderus hat geschrieben:(04 Jul 2017, 15:07)

Du drückst dich vor der Antwort. Du weist nämlich ganz genau, das es schon wichtig ist, zu klären, ab wann der Mensch ein Mensch ist. In vielen Gesetzen, steht der Begriff "Mensch", denen man sich oft nur dadurch entziehen kann, indem man den Begriff "Mensch", willkürlich relativiert und ihn Embryo oder Fötus nennt. Eine allzu offensichtliche Art, sich rauszureden und Verwirrung anzurichten.

Mag ja sein, dass du verwirrt bist. Ich bin es nicht.
Juristisch existiert der Mensch erst ab Geburt. konkret: ab Geburtsbeginn, dem Einsetzen der Wehen. Was ist daran verwirrend?

Man ist in der Lage, Statistiken zu veröffentlichen, wo zwischen Medizinischer, Kriminalistischer und sozialer Indikation differenziert wird. Das lässt im Umkehrschluss nur die Feststellung zu, das diese Indikationen durchaus angegeben werden müssen.

Aus Statistiken kannstz du zunächst mal den Zeitpunkt ablesen, zu dem Frauen haben die Abtreibung vornehmen lassen.
Für kriminologische oder medizinische Indikation zu späterem Zeitpunktist klar, dass die Gründe erfasst sind.
Für Abtreibungen nach 218a ist gar nichts klar, nur der Zeitpunkt. Da kann es ebenso soziale wie kriminologische wie medizinische Gründe geben.


Auch nicht bei medizinischer oder kriminalistischer Indikation?

Keine Ahnung, stand vor einem solchen Problem nicht.


Das sehe ich auch so. Ich mache aber der Gesellschaft, die massivsten Vorwürfe, das sie die Rahmenbedingungen für Mütter, die sich für ihr Kind entschieden haben oder entscheiden wollen, so schlecht gemacht haben, das sich viele Schwangere genötigt sehen, ihr Kind, gegen ihren Willen, abzutreiben. Ca. 80% der Schwangeren die abtreiben, möchten ihr Kind, eigentlich, wenn die Bedingungen besser wären, bekommen.

auch in einer perfekten Welt wird es Frauen geben, für die eine Schwangerschaft völlig unerwünscht ist.

Ich akzeptiere nur ein Teil der sozialen Indikation. Dem anderen Teil, bringe ich zähneknirschende Toleranz entgegen.

Auf deine Akzeptanz kommt es aber nicht an. Toleranz.....nun ja, bleibt dir ja nix anderes übrig. ;)

Sehe ich anders. Der Staat oder die Regierung, könnte schon sehr viel mehr machen. Er könnte Rahmenbedingungen so schaffen, das es viel mehr Frauen gibt, die ihr Kind bekommen können. Aus irgendeinem Grunde, wird diese Hilfe aber verweigert. Mir ist es völlig unverständlich, was die Verantwortlichen sich dabei denken.

Kein Staat kann jeder FRau die für sie passenden Bedingungen schaffen. Das ist unmöglich.


......, unter welchen Bedingungen unsere Vorfahren ihre Kinder großziehen mussten?

Du sagst es: sie MUSSTEN! Und verdammt viele haben ihren Kinderreichtum verflucht! Zusehen, wie sie nicht alle satt werden können, zusehen,, wie sie jung an Krankheiten verrecken, .........ohn nein, der Kinderreichtum unserer Vorfahren war mehr Last als Freude, da kannste Gift drauf nehmen.

Und wer es sich leisten konnte, wusste schon immer einen Weg, unerwünschte Schwangerschaften zu verhindern oder abzutreiben. Armen Weibern blieb nur der Küchentisch in irgendeinem schmutzigen Hinterhof, wohlwissend, dass es ein Spiel mit dem Tod ist)
Willst du sowas wieder haben in deiner "perfekten" GEsellschaft?
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Dark Angel » Di 4. Jul 2017, 15:50

Anderus hat geschrieben:(04 Jul 2017, 15:07)

Du drückst dich vor der Antwort. Du weist nämlich ganz genau, das es schon wichtig ist, zu klären, ab wann der Mensch ein Mensch ist. In vielen Gesetzen, steht der Begriff "Mensch", denen man sich oft nur dadurch entziehen kann, indem man den Begriff "Mensch", willkürlich relativiert und ihn Embryo oder Fötus nennt. Eine allzu offensichtliche Art, sich rauszureden und Verwirrung anzurichten.

Menschen sind geboren! Punkt, Aus, Ende! Erst mit vollendeter Geburt beginnt die Rechtsträgerschaft.

Anderus hat geschrieben:(04 Jul 2017, 15:07)
Doch, kenne ich. Ich kenne viele Frauen die abgetrieben haben. Ist aber völlig unerheblich. Man ist in der Lage, Statistiken zu veröffentlichen, wo zwischen Medizinischer, Kriminalistischer und sozialer Indikation differenziert wird. Das lässt im Umkehrschluss nur die Feststellung zu, das diese Indikationen durchaus angegeben werden müssen.

Dein Umkehrschluss ist aber falsch. Keine abtreibungswillige Frau, die innerhalb der gesetzlich festgelegten Frist abtreibt, muss irgendwelche Gründe nennen!
Medizinische Indikation bezieht sich auf Abtreibungen außerhalb der gesetzlich festgelegten Frist.
Und was die Abtreibungen mit kriminologischer Indikation betrifft, da liegen Anzeigen bei der Polizei vor, die in die Kriminalstatistik eingehen.

Anderus hat geschrieben:(04 Jul 2017, 15:07)
Das sehe ich auch so. Ich mache aber der Gesellschaft, die massivsten Vorwürfe, das sie die Rahmenbedingungen für Mütter, die sich für ihr Kind entschieden haben oder entscheiden wollen, so schlecht gemacht haben, das sich viele Schwangere genötigt sehen, ihr Kind, gegen ihren Willen, abzutreiben. Ca. 80% der Schwangeren die abtreiben, möchten ihr Kind, eigentlich, wenn die Bedingungen besser wären, bekommen.

"Die Gesellschaft" hat mit der ganz persönlichen Entscheidung einer Frau so absolut nichts zu tun - Rahmenbedingungen hin oder her. Entscheident sind die ganz individuellen Günde der Frau und Punkt!

Anderus hat geschrieben:(04 Jul 2017, 15:07)
]Sehe ich anders. Der Staat oder die Regierung, könnte schon sehr viel mehr machen. Er könnte Rahmenbedingungen so schaffen, das es viel mehr Frauen gibt, die ihr Kind bekommen können. Aus irgendeinem Grunde, wird diese Hilfe aber verweigert. Mir ist es völlig unverständlich, was die Verantwortlichen sich dabei denken.

Ob Frauen eine Schwangerschaft austragen, entscheidest weder DU, noch der Staat, das entscheiden die betroffenen Frauen ganz allein, aufgrund ihrer ganz persönlichen Lebenssituation!

Anderus hat geschrieben:(04 Jul 2017, 15:07)Haltlos? Natürlich ist es Habgier, wenn ich ein Leben in relativem Wohlstand den ich mir erhoffe und ausmale, einem Leben vorziehe, wo ich ein Kind großziehen muss. Wenn das ein brauchbares Kriterium wäre, keine Kinder zu bekommen, wäre die Menscheit schon lange ausgestorben. Schau Dir nur mal an, unter welchen Bedingungen unsere Vorfahren ihre Kinder großziehen mussten?

Für den "relativen Wohlstand", den Frau sich erhofft, muss Frau erstmal die Voraussetzungen schaffen und die nennen sich Bildung/Ausbildung ggf. Studium und beim Schaffen dieser Voraussetzungen kann sich für Frau die Situation ergeben, in der sie eben kein Kind gebären und aufziehen kann. Hat so absolut gar nichts mit "Habgier" zu tun, sondern mit Eigenverantwortung/Verantwortung für eigene Lebensplanung übernehmen.
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