"Femifaschismus" Unwort oder Tatsache ?

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Isi

Re: "Femifaschismus" Unwort oder Tatsache ?

Beitragvon Isi » Di 9. Dez 2008, 10:49

Dampflok hat geschrieben:Das sehe ich auch so.

Nur: Die Mannschaft will gewinnen und kann sich daher nicht erlauben, die Verteidigung nur aus linken oder rechten Flügeln bestehen zu lassen. Das macht das gegnerische Team nämlich auch nicht.

Achte mal drauf, wie sich die Schwestern im BuTa in den Debatten um Frauen- und Familienpolitik parteiübergreifend die Hände reichen wenns z.B. gegen Vaterschaftstests oder gegen Sorgerecht geht...

In dem Sinne..:cheers:


.


Wer oder was macht denn da so bei euch den linken Flügel aus? Den rechten kennen wir ja schon.
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Claud
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Re: "Femifaschismus" Unwort oder Tatsache ?

Beitragvon Claud » Di 9. Dez 2008, 14:48

Dampflok hat geschrieben:Deine Versuche, Gleichberechtigung für Männer mit Nationalsozialismus zu verbinden zeugen von eindimensionaler Denkweise und sind typisch für ewiggestrige radikalfeminisfrinnen und eben deren Lila Pudel. Was nicht feministisch tickt ist eben ein Nazi. Also fast die ganze Welt. :mrgreen:


Deine Versuche, alles was nicht in deine Schema passt als Femifaschismus zu stigmatisieren, zeugen von Unwissenheit, Ignorantentum gegenüber den Opfern, und ein Bedürfnis nach einer Debatte auf reinen Kampfparolenniveau. Dein jetziges Gesabbel, die armen Männerrechtler, welcher hier natürlich in eine Unschulds- und Opferposition gerückt werden, sind nicht mehr als Propaganda, die du möglichst oft wiederholst. Das bezeichnentste an dir ist doch, dass du mit einer Argumentation ankommst, welche nicht über das Niveau hinaus ging aller "ist doch nicht so schlimm, habt euch nicht so". An einer Faktenbezogenen Diskussion, was genau nun Faschistisch ist, hast du dich ja glänzend rausgehalten. Und natürlich ist nicht die ganze Welt voller Nazis, Deutschland zumindest ist javoller Femifaschisten, zumindest wenn man nach den Männerrechtlern im GM geht.
Zuletzt geändert von Claud am Di 9. Dez 2008, 14:50, insgesamt 1-mal geändert.
Isi

Re: "Femifaschismus" Unwort oder Tatsache ?

Beitragvon Isi » Di 9. Dez 2008, 14:58

Claud hat geschrieben:
Deine Versuche, alles was nicht in deine Schema passt als Femifaschismus zu stigmatisieren, zeugen von Unwissenheit, Ignorantentum gegenüber den Opfern, und ein Bedürfnis nach einer Debatte auf reinen Kampfparolenniveau. Dein jetziges Gesabbel, die armen Männerrechtler, welcher hier natürlich in eine Unschulds- und Opferposition gerückt werden, sind nicht mehr als Propaganda, die du möglichst oft wiederholst. Das bezeichnentste an dir ist doch, dass du mit einer Argumentation ankommst, welche nicht über das Niveau hinaus ging aller "ist doch nicht so schlimm, habt euch nicht so". An einer Faktenbezogenen Diskussion, was genau nun Faschistisch ist, hast du dich ja glänzend rausgehalten. Und natürlich ist nicht die ganze Welt voller Nazis, Deutschland zumindest ist javoller Femifaschisten, zumindest wenn man nach den Männerrechtlern im GM geht.


Bezeichnenderweise haben auch nur bestimmte Kreise der Männerrechtsbewegung mit dem Feminismus ein Problem und umschreiben ihn als "faschistisch" oder "faschistoid", um ihren antifeministischen Kampf somit als anti(femi)faschistische Heldentat feiern. Diese Umetikettierung des politischen Feindbildes zur morlaischen Aufwertung der eigenen Ziele und Verschleierung der eigenen politischen Heimat (Feminismus=Faschismus-> Antifeministen=Antifaschisten) ist eine der publizistischen Techniken der Rechten, "die sich mit jenen krimineller Giftmüll-Schieber vergleichen lassen: falsche Deklaration von Ultragiften, Hoffen auf die Naivität der Empfänger, Mischung verschiedener hochgiftiger Substanzen mit harmloserem Material, um vorgeschriebene Grenzwerte zu unterschreiten und teure Kosten für Endlagerung auf Sondermülldeponien zu sparen usw. Nicht zu vergessen der erfolgreiche Trick, Chemiemüll grell zu färben und als Hygiene-Würfel für Toiletten Gewinn bringend zu verkaufen."
Zuletzt geändert von Isi am Di 9. Dez 2008, 15:03, insgesamt 2-mal geändert.
Atheist

Re: "Femifaschismus" Unwort oder Tatsache ?

Beitragvon Atheist » Mo 18. Jan 2016, 21:35

Wie die derzeitige politische Entwicklung am rechten Rand zeigt, wird "Femifaschismus" vom Unwort zur Tatsache:

Vereinnahmung von Gleichberechtigungsvorstellungen

Hark: Die Indienstnahme feministischer Positionen, um etwa die Unverträglichkeit zwischen dem Islam und westlichen Werten zu begründen, erleben wir ja schon seit geraumer Zeit. Feministische Argumente werden hier gewissermaßen für das europäische Grenzregime vereinnahmt. In der internationalen feministischen Theorie diskutieren wir dies unter dem Begriff Femonationalismus. Samuel Huntingtons ansonsten weitgehend widerlegte Diagnose, der Ursprung aller Konflikte im 21. Jahrhundert liege letztlich in der Kultur, scheint sich hier auf unerbittliche Weise zu erfüllen. Ein harmonisches Zusammenleben mit Eingewanderten – insbesondere mit Muslimen − aus dem globalen Süden, so heißt es, werde sowohl in Europa wie in den USA durch sogenannte kulturelle Unterschiede gefährdet.


Clemm: Aber weshalb wird das so stark auf dem Schauplatz der Geschlechtergleichheit verhandelt?

Hark: In der Tat hat die gegenwärtige Debatte über den "Kampf der Kulturen" sich stark auf den Schauplatz der Gleichberechtigung der Geschlechter verlagert, darauf machen feministische Wissenschaftlerinnen seit Langem aufmerksam. Überall in Europa erleben wir, dass fremdenfeindliche, nationalistische Parteien, aber auch neoliberale Regierungen in zunehmendem Maße Vorstellungen von Gleichberechtigung benutzen, um darzustellen, dass männliche muslimische Bürger – und nicht-westliche männliche Migranten ganz allgemein – nicht imstande seien, die Rechte von Frauen* zu respektieren. Generell ist diese Art Mobilisierung von Gender und einer Vorstellung von Frauen*emanzipation durch nationalistische und fremdenfeindliche Parteien sowie durch konservative Regierungen einer der wichtigsten Aspekte zur Kennzeichnung der gegenwärtigen politischen Lage.

Clemm: Dabei sind es genau diejenigen, die jetzt laut nach harten Konsequenzen, rascher Abschiebung, nach Untersuchungshaft schreien und sich als Beschützer der Frauen* vor sexueller Gewalt darstellen, die bisher eine lange von der Frauen*bewegung, Juristinnen und Gewaltschutzverbänden geforderte Reformierung des Sexualstrafrechts blockiert haben. Auch wenn es jetzt so aussehen mag, als ob das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) eine Änderung des Sexualstrafrechts aufgrund der Kölner Vorfälle für notwendig erachtet, die Debatte darüber ist schon länger im Gange.


http://www.zeit.de/kultur/2016-01/femin ... ettansicht
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#MenAreTrash #menaretrash

Beitragvon lila-filzhut » Fr 17. Aug 2018, 14:28

https://twitter.com/sibelschick/status/ ... 3281300480
Btw: Mehrheit der Feministinnen, die sich öffentlich über #MenAreTrash aufgeregt haben, äußern sich und solidarisieren sich einfach nicht mit den WoC, während diese jeden Tag von Männern Vergewaltigungsdrohungen bekommen. Ich habe eine Nachricht für euch: Auch ihr seid Trash.

#MenAreTrash
#menaretrash
#MenAreTrash
    #MenAreTrash

Keine weiteren Fragen :D
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Re: "Femifaschismus" Unwort oder Tatsache ?

Beitragvon jellobiafra » So 19. Aug 2018, 19:52

Zum Thema "menaretrash"

https://jungle.world/artikel/2018/33/recycelter-sexismus

Klickt man sich gerade durch ein paar von Männern (und einigen Frauen) geführte Twitter-Accounts, könnte man glauben, es wäre ein globaler Maskuzid im Gange: Männer weltweit sind unter Attacke. Sie werden verletzt, angegriffen, als Geschlechtskollektiv Aburteilung und Entwertung unterzogen, WEIL SIE MÄNNER SIND. Nun, nicht mit systematischer und institutionalisierter Gewalt – das passiert in einer patriarchal strukturierten Gesellschaft nur Frauen – sondern durch den Hashtag #MenAreTrash, übersetzt: „Männer sind Müll“.


Keine Ahnung, hab die Diskussion nicht verfolgt aber einige Passagen dieses Artikels hinterlassen mich schon etwas ratlos:

Wie es zu erwarten war, können Männer nicht damit umgehen, als Kollektiv abgeurteilt zu werden. Diese beweisen mit ihren Reaktionen vor allem eins: ihre Unfähigkeit, von dieser konkreten Erfahrung auf die anderer, nämlich von Frauen*, zu abstrahieren.

Sie lamentieren, der Begriff „Trash“ würde sie entwerten, entmenschlichen, einige sind sich sogar nicht einmal zu schade, Holocaustvergleiche zu ziehen. Dabei geht es dem Hashtag vor allem um eins: darum, zu vermitteln, wie es ist, aufgrund seines Geschlechts abgewertet zu werden.


"Wie es zu erwarten war, können Männer nicht damit umgehen, als Kollektiv abgeurteilt zu werden."

Da stelle ich mir schon die Frage: Hey wer nicht?.

"Sie lamentieren, der Begriff „Trash“ würde sie entwerten, entmenschlichen....."

ist das Satire?
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Re: "Femifaschismus" Unwort oder Tatsache ?

Beitragvon MäckIntaier » So 19. Aug 2018, 20:02

jellobiafra hat geschrieben:(19 Aug 2018, 20:52)

ist das Satire?


Nein, Satire ist bekanntlich der Realität ontologisch untergeordnet, hier ist demzufolge vom Primat der Realität auszugehen. So schlecht kann kein Abbild sein, deshalb muss es die Realität sein.
Aufklärung: Lieber lass‘ ich mich vom tugendhaften Misanthropen verdunkeln als vom charakterlosen Philanthropen erhellen. Demokratie ohne Common Sense? Never ever.
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Re: "Femifaschismus" Unwort oder Tatsache ?

Beitragvon lila-filzhut » So 19. Aug 2018, 23:21

Erstmal ein bisschen sammeln, für die Diskussion:

Auch ich hab ganz vergessen :)
Sibel Schick:
Ich habe eine Nachricht für euch: Auch ihr seid Trash.


#womanaretrash
#frauensindabfall

Und
Ich sage, Männer sind Abfall.

https://www.watson.de/u/videos/!163
mit Meike und Malte
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Re: "Femifaschismus" Unwort oder Tatsache ?

Beitragvon Maskulist » Mo 20. Aug 2018, 15:34

Wenn man eine Gruppe so pauschal angreift und diskriminiert, sollte dann nicht der §130 StGB greifen?

https://dejure.org/gesetze/StGB/130.html
Maskulismus die radikale Ansicht, dass Männer keine Schweine sind, sondern Menschen.
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Re: "Femifaschismus" Unwort oder Tatsache ?

Beitragvon lila-filzhut » Mo 20. Aug 2018, 18:28

Maskulist hat geschrieben:(20 Aug 2018, 16:34)

Wenn man eine Gruppe so pauschal angreift und diskriminiert, sollte dann nicht der §130 StGB greifen?

https://dejure.org/gesetze/StGB/130.html


Aber doch nicht in einem Frauenstaat, ich bitte dich, für die Verwendung des Hashtags bekommt die Sibel wahrscheinlich einen Medienpreis.

Und die Kommentare die Sie auf ihre HateSpeech-Tweets bekommt, verarbeitet sie dann in einem Opferin-Buch (welches von der erbärmlichen Frauenstaatssystempresse natürlich stark beworben wird).

So enden wird es garantiert nicht:
https://www.wp.de/staedte/duesseldorf/b ... ervice=amp

Der Richter wies darauf hin, dass Frauen eindeutig „ein Teil der Bevölkerung“ sind, damit seien seine Äußerungen unzulässig. Man könne sogar an strafbare Volksverhetzung denken. Da er uneinsichtig sei, bleibe es beim Bußgeld. Nur wegen seines geringen Einkommens wurde es reduziert. Er gehe in die nächste Instanz, kündigte der 61-Jährige an.


:rolleyes:
Zuletzt geändert von lila-filzhut am Mo 20. Aug 2018, 18:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Femifaschismus" Unwort oder Tatsache ?

Beitragvon lila-filzhut » Mo 20. Aug 2018, 18:29

BTW:
Asia Argento, eine der Vorkämpferinnen von MeToo, hat jetzt einem eigenen Opfer sexuellen Missbrauchs ein Schweigegeld in Höhe von 380.000 Dollar gezahlt.

http://genderama.blogspot.com/2018/08/m ... er_20.html

Ma guggen, was wir dazu in der Zeit/Taz etc. lesen.
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Re: "Femifaschismus" Unwort oder Tatsache ?

Beitragvon lila-filzhut » Mi 22. Aug 2018, 20:55

Die Belästigungsvorwürfe gegen Asia Argento zeigen, dass die Wirklichkeit komplexer ist als die Hollywood-Version von #MeToo.


http://www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 24335.html

Unsere feministische Systempresse übernimmt aber gerne 1:1 die Hollywood-Version, übrigens in allen "Genderfragen". Erstmal gilt = Mann böse / Frau gut. (womit auch die feministische Nutzlos-Branche begründet wird)
Tja, und dann kommen nen paar Dinge raus oder es werden Studien gemacht.....

und das journalistische Spatzenhirn verschluckt vor Schreck den Kauknochen.
Zuletzt geändert von lila-filzhut am Mi 22. Aug 2018, 20:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Femifaschismus" Unwort oder Tatsache ?

Beitragvon lila-filzhut » Mi 22. Aug 2018, 20:55

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Re: "Femifaschismus" Unwort oder Tatsache ?

Beitragvon Fuerst_48 » Mi 22. Aug 2018, 21:18

lila-filzhut hat geschrieben:(22 Aug 2018, 21:55)

http://www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 24335.html

Unsere feministische Systempresse übernimmt aber gerne 1:1 die Hollywood-Version, übrigens in allen "Genderfragen". Erstmal gilt = Mann böse / Frau gut. (womit auch die feministische Nutzlos-Branche begründet wird)
Tja, und dann kommen nen paar Dinge raus oder es werden Studien gemacht.....

und das journalistische Spatzenhirn verschluckt vor Schreck den Kauknochen.

Mann böse // Frau gut ... war doch immer so! Ist das jetzt anders? Hab ich was versäumt?? :?: :cool:

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