Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

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schokoschendrezki
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon schokoschendrezki » Di 16. Jan 2018, 09:46

Dark Angel hat geschrieben:(15 Jan 2018, 18:01)
2. die Großhirnrinde IST biologisch determiniert und nur biologisch. Ohne die Großhirnrinde, den Neokortex etc, wärst du nämlich gar nicht in der Lage nachzudenken und auch nicht fähig, den Unsinn von dir zu geben, den du von dir gibst.

Die Großhirnrinde besteht aus organischen Molekülen. Daran besteht überhaupt kein Zweifel. Und Moleküle bestehen aus Atomen. Und Atome aus noch kleineren Teilchen. Und dann gibts die vier fundamentalen physikalischen Wechselwirkungen. Der Fehler ist immer derselbe: Die physikalische, chemische Ebene ist für sich allein ebensowenig ausreichend für eine Erklärung aller Phänomene wie die biologische. Es gibt absolut keine Möglichkeit, geisteswissenschaftliche Erkenntnisse allein aus naturwissenschaftlichen Gegebenheiten herzuleiten. Die Aussage eines Gedichts zumindest theoretisch aus der Kenntnis des Zustands aller Moleküle im Kopf des Autors für herleitbar zu halten. Auch wenn die betrachteten Objekte (Mensch, Gesellschaft, Kunst, Produktion) zu hundert Prozent aus Materie bestehen. Die Naivität dieses Ansatzes könnte man als infantil bezeichnen. Bedauerlich ist nur, dass ausgerechnet der Bereich "8. Gesellschaft" von diesem infantilen Materialismus geprägt ist. Der dort nicht einfach eine Ansicht unter mehreren bildet. So wie in anderen Themenbereichen selbst gegensätzliche politische Ideologien in sachlichen Diskussionen aufeinandertreffen können. Hier ist die geisteswissenschaftliche Perspektive mehr oder weniger Tabu. Das ist sehr bedauerlich.
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon Dark Angel » Di 16. Jan 2018, 10:51

schokoschendrezki hat geschrieben:(16 Jan 2018, 09:46)

Die Großhirnrinde besteht aus organischen Molekülen. Daran besteht überhaupt kein Zweifel. Und Moleküle bestehen aus Atomen. Und Atome aus noch kleineren Teilchen. Und dann gibts die vier fundamentalen physikalischen Wechselwirkungen. Der Fehler ist immer derselbe: Die physikalische, chemische Ebene ist für sich allein ebensowenig ausreichend für eine Erklärung aller Phänomene wie die biologische. Es gibt absolut keine Möglichkeit, geisteswissenschaftliche Erkenntnisse allein aus naturwissenschaftlichen Gegebenheiten herzuleiten. Die Aussage eines Gedichts zumindest theoretisch aus der Kenntnis des Zustands aller Moleküle im Kopf des Autors für herleitbar zu halten. Auch wenn die betrachteten Objekte (Mensch, Gesellschaft, Kunst, Produktion) zu hundert Prozent aus Materie bestehen. Die Naivität dieses Ansatzes könnte man als infantil bezeichnen. Bedauerlich ist nur, dass ausgerechnet der Bereich "8. Gesellschaft" von diesem infantilen Materialismus geprägt ist. Der dort nicht einfach eine Ansicht unter mehreren bildet. So wie in anderen Themenbereichen selbst gegensätzliche politische Ideologien in sachlichen Diskussionen aufeinandertreffen können. Hier ist die geisteswissenschaftliche Perspektive mehr oder weniger Tabu. Das ist sehr bedauerlich.

Außer dir behauptet das auch niemand! Und außer DIR unterstellt auch niemand, dass das behauptet würde!
Dein Kardinalfehler liegt darin alles miteinander zu verschwurbeln - die körperlichen Voraussetzungen und die Persönlichkeitsentwicklung.
Der Körper kommt vor dem Geist - ohne Vorhandensein eines biologisch determinierten und biologisch bedingten Körpers gibt es keine geistigen/geisteswissenschaftlichen Produkte/Erkenntnisse. Darum geht es und nur darum.
Ohne das große komplexe Gehirn, gibt es kein Denken, ohne die Sprachzentren im Gehirn, ohne die ganz spezielle Mutation des FoxP2-Gens und die ganz spezielle Anantomie des (menschlichen) Kehlkopfs gibt es keine Sprache/Sprachfähigkeit - das ist biologisch determiniert. Da gibt es keine "Interaktion" und/oder "Dialektik".
Da ist nix "selbstkonstuiert" und da hat auch "die Gesellschaft" keinen Einfluss.
Auch wenn noch nicht erklärt werden kann was Denken eingentlich ist, wie die Denkprozesse ablaufen, ändert das nichts an der Tatsachen, dass die Voraussetzung für die Denkfähigkeit, für die Fähigkeit der Selbstreflektion biologisch determiniert sind. Denken interagiert nicht mit dem Gehirn, sondern findet IM Gehirn statt. Die Entwicklung des Gehirns unterliegt evolutionären (biologischen) Prozessen und keiner "Selbstkonstruktion".
Dass Umwelt, Gesellschaft - what ever - Einfluss auf die ganz individuelle Perönlichkeitsentwicklung haben, hat niemand bestritten! Dass Persönlichkeitsentwicklung allein biologisch determiniert wäre hat NIEMAND behauptet!
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon schokoschendrezki » Di 16. Jan 2018, 11:01

Dark Angel hat geschrieben:(16 Jan 2018, 10:51)
Der Körper kommt vor dem Geist - ohne Vorhandensein eines biologisch determinierten und biologisch bedingten Körpers gibt es keine geistigen/geisteswissenschaftlichen Produkte/Erkenntnisse. Darum geht es und nur darum.

Das ist eine Trivialität, aus der nicht viel mehr folgt, als aus der unbestreitbaren Tatsache, dass Texte üblicherweise auf Papier oder digitalen Speichermedien fixiert sind. Und dass sie damit in Zeichen, kleinste Einheiten zerlegbar sind. Und?
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon Dark Angel » Mi 17. Jan 2018, 10:25

schokoschendrezki hat geschrieben:(16 Jan 2018, 11:01)

Das ist eine Trivialität, aus der nicht viel mehr folgt, als aus der unbestreitbaren Tatsache, dass Texte üblicherweise auf Papier oder digitalen Speichermedien fixiert sind. Und dass sie damit in Zeichen, kleinste Einheiten zerlegbar sind. Und?

Ach nee? Und WO "entstehen" die Texte bevor sie auf Papier gebracht werden können?
WO "entstehen" die Begriffe, aus denen die Texte bestehen?
WO "entstehen" die Zeichen, aus denen sich die Begriffe für Texte, zusammen setzen?
WER entwickelt dieses Papier, diese Speichermedien und auf welcher Grundlage?

Die Grundlage dafür IST die biologische Determiniertheit des Menschen!
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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon lila-filzhut » Mo 27. Aug 2018, 17:20

http://m.spiegel.de/politik/deutschland ... 25166.html

Sie finde den Aufmarsch der Rechten gut, sagt Judy. Einige hätten es zwar übertrieben mit der Gewalt. "Aber wir brauchen die Rechtsextremen, wir brauchen Menschen, die mal in den Stadtpark gehen und einen umklatschen. Wenn wir Frauen demonstrieren gehen, wäre das doch allen egal", sagt die 32-Jährige. Wegen der männlichen Flüchtlinge fühle sie sich unwohl. Ihre Freundin nickt.


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Re: Es ist ein Junge? Gewalt und Geschlecht

Beitragvon lila-filzhut » Mo 10. Sep 2018, 19:06

https://www.bz-berlin.de/deutschland/ma ... ichten-tot

Nach BILD-Informationen sollen die Tatverdächtigen zuvor mit einem weiteren Landsmann und einer deutschen Frau auf einem Spielplatz in Streit geraten sein. Man habe darüber gestritten, welcher der drei Männer die Frau geschwängert habe.


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