Sexualkundeunterricht ohne Tabus

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firlefanz11
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon firlefanz11 » Mo 20. Mär 2017, 14:34

Dark Angel hat geschrieben:(20 Mar 2017, 10:44)
"wenn du nicht dafür bist/für uns bist, dann bist du dagegen/gegen uns und musst entsprechend bekämpft werden".

Jup. Alle Grünen u. andere Genderspinner u. Ä. sind Sith. Nur die denken in Absoluten... ;) :cool:
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Patriot
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Patriot » Mo 20. Mär 2017, 20:21

firlefanz11 hat geschrieben:(20 Mar 2017, 14:34)

Jup. Alle Grünen u. andere Genderspinner u. Ä. sind Sith. Nur die denken in Absoluten... ;) :cool:


Erstaunlich, was die für verrückte Ideen haben:
-Sex auf Rezept
-Inzest legalisieren
-Werben nach sexueller Vielfalt
-intensiveren und früheren Sexualkundeunterricht
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Hyde
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Hyde » Mo 20. Mär 2017, 22:17

Dark Angel hat geschrieben:(20 Mar 2017, 10:44)

Ist ja interessant. Ich habe ganz bewusst gefragt:
"Wieso werden Menschen diskriminiert bzw fühlen sich diskriminiert, wenn andere Menschen Homosexualität nicht toll finden?"

und zwar i.S.v. akzeptieren = befürworten/zustimmen, für sich selbst als wünschenswert annehmen/für sich selbst als relevant annehmen etc.
Aber - Akzeptanz, dieses "toll finden" beruht auf Freiwilligkeit, Akzeptanz kann nicht erzwungen werden.

Man kann aber nur etwas akzeptieren ("toll finden") was man auch beeinflussen kann. Genau das ist aber bei biologischen Tatsachen, wie sexuelle Orientierung, Haut-, Haar- und Augenfarbe, Geschlecht etc nicht der Fall.
Man kann also nur tolerieren - als gegeben/unabänderlich hinnehmen.
Aber Toleranz schein in der Sicht- und Denkweise einiger Zeitgenossen nicht mehr vorzukommen. Da gibt es nur noch schwarz-weiß-denken - "wenn du nicht dafür bist/für uns bist, dann bist du dagegen/gegen uns und musst entsprechend bekämpft werden". Das geht dann so weit, dass zwar die eigene sexuelle Orientierung als nicht veränderbar/biologisch festgelegt, nicht wählbar akzeptiert wird, aber im gleichen Atemzug Heterosexualität, die bei 95% aller Menschen genauso biologisch festgelegt ist, von den Betreffenden hinterfragt werden soll, als sei diese (im Gegensatz zur Homosexuelität) frei wählbar.
Deshalb noch einmal die Frage:
Wieso werden Menschen bereits dadurch diskriminiert bzw fühlen sich diskriminiert, wenn andere Menschen Homosexualität nicht toll finden?


Ich hab kein Interesse jetzt über solche Wortklauberei zu diskutieren. Mir geht es um die Menschen, die eine Abneigung oder einen Hass gegenüber anderen Rassen oder gegenüber anderen Sexualitäten haben. Diskriminierung findet dann statt, wenn man das eine besser findet als das andere, z.B. Hellhäutigkeit besser als Dunkelhäutigkeit, Heterosexualität besser als Homosexualität.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Katenberg » Mo 20. Mär 2017, 22:19

Hyde hat geschrieben:(20 Mar 2017, 22:17)

Ich hab kein Interesse jetzt über solche Wortklauberei zu diskutieren. Mir geht es um die Menschen, die eine Abneigung oder einen Hass gegenüber anderen Rassen oder gegenüber anderen Sexualitäten haben. Diskriminierung findet dann statt, wenn man das eine besser findet als das andere, z.B. Hellhäutigkeit besser als Dunkelhäutigkeit, Heterosexualität besser als Homosexualität.


Die Gedanken sind frei
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Billie Holiday » Mo 20. Mär 2017, 22:23

Hyde hat geschrieben:(20 Mar 2017, 22:17)

Ich hab kein Interesse jetzt über solche Wortklauberei zu diskutieren. Mir geht es um die Menschen, die eine Abneigung oder einen Hass gegenüber anderen Rassen oder gegenüber anderen Sexualitäten haben. Diskriminierung findet dann statt, wenn man das eine besser findet als das andere, z.B. Hellhäutigkeit besser als Dunkelhäutigkeit, Heterosexualität besser als Homosexualität.


Und nun?

Die meisten Menschen bevorzugen eine Sache der anderen. Ich steh mehr auf weiße Männer, komme ich jetzt in die Hölle, oder was? Ich bevorzuge Heterosexualität, hab keinen Bock auf ein anderes Weib im Bett. Wo liegt das Problem?
Was andere machen, ist mir ziemlich wurscht, niemand kann mich zwingen, alles toll zu finden. Die Gedanken sind frei und das Bauchgefühl kommt von allein.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Unité 1 » Mo 20. Mär 2017, 22:24

Hyde hat geschrieben:(20 Mar 2017, 22:17)

Ich hab kein Interesse jetzt über solche Wortklauberei zu diskutieren. Mir geht es um die Menschen, die eine Abneigung oder einen Hass gegenüber anderen Rassen oder gegenüber anderen Sexualitäten haben. Diskriminierung findet dann statt, wenn man das eine besser findet als das andere, z.B. Hellhäutigkeit besser als Dunkelhäutigkeit, Heterosexualität besser als Homosexualität.

Eigentlich nicht, jeder Mensch bewertet und beurteilt. Rassismus, Sexismus, Homophobie usw. für sich genommen sind noch keine Diskriminierung, das wird es erst, wenn in (quasi-)öffentlichen Funktionen aus der inneren Herabwertung eine herabwertende Handlung wird à la dir Schwucke verkauf ich kein Brot. Und das richtige Problem besteht dann, wenn die Diskriminierung nicht verbalisiert und nur von den Diskriminierten erfahren wird. Es ist ziemlich schwer, das objektiv zu vermitteln.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Katenberg » Mo 20. Mär 2017, 22:30

Unité 1 hat geschrieben:(20 Mar 2017, 22:24)

Eigentlich nicht, jeder Mensch bewertet und beurteilt. Rassismus, Sexismus, Homophobie usw. für sich genommen sind noch keine Diskriminierung, das wird es erst, wenn in (quasi-)öffentlichen Funktionen aus der inneren Herabwertung eine herabwertende Handlung wird à la dir Schwucke verkauf ich kein Brot. Und das richtige Problem besteht dann, wenn die Diskriminierung nicht verbalisiert und nur von den Diskriminierten erfahren wird. Es ist ziemlich schwer, das objektiv zu vermitteln.



Wie bereits gesagt: Diskriminierung gehört zur Freiheit dazu, die Grenze ist klar Gewalt.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Unité 1 » Mo 20. Mär 2017, 22:43

Katenberg hat geschrieben:(20 Mar 2017, 22:30)

Wie bereits gesagt: Diskriminierung gehört zur Freiheit dazu, die Grenze ist klar Gewalt.

Nein, es gibt keine Freiheit zur Diskriminerung, da diese die Freiheit anderer in unakzeptabler Weise einschränkt.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Hyde » Mo 20. Mär 2017, 22:47

Billie Holiday hat geschrieben:(20 Mar 2017, 22:23)

Und nun?

Die meisten Menschen bevorzugen eine Sache der anderen. Ich steh mehr auf weiße Männer, komme ich jetzt in die Hölle, oder was? Ich bevorzuge Heterosexualität, hab keinen Bock auf ein anderes Weib im Bett. Wo liegt das Problem?
Was andere machen, ist mir ziemlich wurscht, niemand kann mich zwingen, alles toll zu finden. Die Gedanken sind frei und das Bauchgefühl kommt von allein.


Es geht mir nicht um die Sexualität, da ist es normal, dass man Vorlieben hat.

Es ist zum Beispiel normal, wenn man Menschen attraktiver findet, weil sie blaue Augen haben statt grüne Augen. Da hat jeder seine Vorlieben. Nicht normal ist es aber, wenn man beispielsweise lieber mit jemandem befreundet ist oder man jemanden im Alltag/Beruf bevorzugter behandelt allein aufgrund der Tatsache, dass er blaue Augen statt grüne Augen hat. Das ist diskriminierend, weil das eine auch nichts mit dem anderen zu tun hat.
Ebenso ist es normal, wenn man Menschen attraktiver findet, weil sie z.B. weiße Haut statt schwarzer Haut haben. Auch da hat jeder seine Vorlieben. Nicht normal ist es aber, wenn man lieber mit jemandem befreundet ist oder man jemanden im Alltag/Beruf in irgendeiner Form bevorzugter behandelt allein aufgrund der Tatsache, dass er hellhäutig statt dunkelhäutig ist.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Edmund » Mo 20. Mär 2017, 23:59

Hyde hat geschrieben:(20 Mar 2017, 22:47)
Es ist zum Beispiel normal, wenn man Menschen attraktiver findet, weil sie blaue Augen haben statt grüne Augen. Da hat jeder seine Vorlieben. Nicht normal ist es aber, wenn man beispielsweise lieber mit jemandem befreundet ist oder man jemanden im Alltag/Beruf bevorzugter behandelt allein aufgrund der Tatsache, dass er blaue Augen statt grüne Augen hat. Das ist diskriminierend, weil das eine auch nichts mit dem anderen zu tun hat.


Die Augenfarbe hat aber auch nichts mit der moralischen Bewertung von sexuellen Lebens- und Verhaltensweisen zu tun.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Progressiver » Di 21. Mär 2017, 01:30

Edmund hat geschrieben:(20 Mar 2017, 23:59)

Die Augenfarbe hat aber auch nichts mit der moralischen Bewertung von sexuellen Lebens- und Verhaltensweisen zu tun.


Sexuelle Lebens- und Verhaltensweisen haben auch nichts mit einer moralischen Bewertung zu tun. Das sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Solange es allen beiden Parteien gleichermaßen gefällt, kann es dem Rest der Gesellschaft egal sein, wer in welcher Form mit wem ins Bett geht. Einzige Bedingung ist die Freiwilligkeit der gelebten gemeinsamen Sexualität. Alles andere ist eine verdrehte Weltsicht. Tatsächlich ist nämlich Selbstbefriedigung weder Sünde noch ungesund. Polyamorie ist dagegen eher selten, aber ebenso erlaubt, solange keiner zu schaden kommt. Mich interessiert es folglich auch nicht, ob jemand zu Hause Sadomaso-Praktiken ausführt oder aber schwul/lesbisch ist. Wer sich als solcher outet, der spielt wenigstens mit offenen Karten. Offen lesbische Frauen kommen nicht als Partnerin infrage. Sex sollte meines Erachtens vor allem dazu dienen, Spaß zu machen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Sex ist zudem eben nicht dazu da, dass vor allem Kinder in die Welt gesetzt werden.

Diese und andere Einstellungen würde ich fördern. Sexologinnen wie Ann-Marlen Henning machen das ganz gut.

Und noch etwas: Je mehr die Kids über Sex ordentlich und altersgerecht aufgeklärt werden, umso weniger haben sie Lust, sich sofort allzu eng zu binden und es selbst zu versuchen. Diejenigen aber, denen alles verboten wird, die versuchen sich nur allzu schnell selbst. Dann entstehen nämlich die Teenagerschwangerschaften. Und wenn der Biologielehrer es nicht fertig bringt, ohne falsche Scham die Kids aufzuklären, dann klären sich diese allzu schnell mit Internetpornos auf.

Eine möglichst frühe und umfassende, altersgerecht aufbereitete sexuelle Aufklärung ist also das beste, was den Kindern passieren kann.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Katenberg » Di 21. Mär 2017, 06:46

Unité 1 hat geschrieben:(20 Mar 2017, 22:43)

Nein, es gibt keine Freiheit zur Diskriminerung, da diese die Freiheit anderer in unakzeptabler Weise einschränkt.


Nein, Diskriminierung ist alltäglich, wir maßen uns nur an, sie in ein schlichtes Gut/Böse-Schema zu pressen.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon firlefanz11 » Di 21. Mär 2017, 09:26

Katenberg hat geschrieben:(21 Mar 2017, 06:46)

Nein, Diskriminierung ist alltäglich, wir maßen uns nur an, sie in ein schlichtes Gut/Böse-Schema zu pressen.

korrekt.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Unité 1 » Mi 22. Mär 2017, 10:24

Katenberg hat geschrieben:(21 Mar 2017, 06:46)

Nein, Diskriminierung ist alltäglich, wir maßen uns nur an, sie in ein schlichtes Gut/Böse-Schema zu pressen.

Sicher, du kannst die Dieters Deutschlands schneiden, solange du willst. Ist deine Sache, keiner zwingt dich, Dieter zu mögen und Dieter hat darauf keinen Anspruch. Daraus leitet sich aber keine Rechtfertigung für eine gesellschaftliche Diskriminierung von Dieter ab, er hat jedes Recht darauf, gleich behandelt zu werden und du kein "Diskriminierungsrecht".
Gut/böse sind ungeeignete Kategorien, um Diskriminierung zu bewerten. Versetz dich doch mal in Dieter und frage dich, wie es sich anfühlt, geschnitten und diskriminiert zu werden, bloß weil sein Name nicht klangvoll ist. Das ist nicht böse, es ist ungerecht.
Und deswegen, um den Bogen zurückzuschlagen, ist es begrüßenswert, wenn in der Schule Namensvielfalt gelehrt wird, dass die verschiedenen Namen nichts über die Menschen aussagen und völlig normal sind, dass die Benamten sich ihre Namen nicht aussuchten. Das mindert das Aufkommen von Diskriminierung, keiner verliert und alle gewinnen.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Billie Holiday » Mi 22. Mär 2017, 10:38

Unité 1 hat geschrieben:(22 Mar 2017, 10:24)

Sicher, du kannst die Dieters Deutschlands schneiden, solange du willst. Ist deine Sache, keiner zwingt dich, Dieter zu mögen und Dieter hat darauf keinen Anspruch. Daraus leitet sich aber keine Rechtfertigung für eine gesellschaftliche Diskriminierung von Dieter ab, er hat jedes Recht darauf, gleich behandelt zu werden und du kein "Diskriminierungsrecht".
Gut/böse sind ungeeignete Kategorien, um Diskriminierung zu bewerten. Versetz dich doch mal in Dieter und frage dich, wie es sich anfühlt, geschnitten und diskriminiert zu werden, bloß weil sein Name nicht klangvoll ist. Das ist nicht böse, es ist ungerecht.
Und deswegen, um den Bogen zurückzuschlagen, ist es begrüßenswert, wenn in der Schule Namensvielfalt gelehrt wird, dass die verschiedenen Namen nichts über die Menschen aussagen und völlig normal sind, dass die Benamten sich ihre Namen nicht aussuchten. Das mindert das Aufkommen von Diskriminierung, keiner verliert und alle gewinnen.


Alles korrekt.

Ich bin mit 3 Dieter-Paaren befreundet. Ausnahmslos alle haben gute Berufe, verdienen gut, haben Wohnungen bzw. Eigentum und leben offen als Dieter, ohne sich zu verstecken. Alle haben einen guten Freundeskreis mit nicht nur anderen Dietern, sondern auch mit Alexanders und Katharinas, denen völlig egal ist, dass Dieter Dieter heißt.
Jeder Arbeitgeber weiß um Dieter, jedoch ist Dieter gezwungen, ebenso wie Alexander sein Können und sein Fachwissen in den Betrieb einzubringen.
Wo und wie genau wird Dieter diskriminiert? Dass er dort pinkeln muß, wo andere auch pinkeln?
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Unité 1 » Mi 22. Mär 2017, 11:08

Billie Holiday hat geschrieben:(22 Mar 2017, 10:38)

Alles korrekt.

Ich bin mit 3 Dieter-Paaren befreundet. Ausnahmslos alle haben gute Berufe, verdienen gut, haben Wohnungen bzw. Eigentum und leben offen als Dieter, ohne sich zu verstecken. Alle haben einen guten Freundeskreis mit nicht nur anderen Dietern, sondern auch mit Alexanders und Katharinas, denen völlig egal ist, dass Dieter Dieter heißt.
Jeder Arbeitgeber weiß um Dieter, jedoch ist Dieter gezwungen, ebenso wie Alexander sein Können und sein Fachwissen in den Betrieb einzubringen.
Wo und wie genau wird Dieter diskriminiert? Dass er dort pinkeln muß, wo andere auch pinkeln?

Dieter war in dem Fall keine Anspielung auf Homosexualität, wollte nur die Willkürlichkeit von Diskriminerungen verdeutlichen. War aber ein unglücklich gewählter Name, sehe ich ein.
Ich verstehe deinen Punkt nicht ganz. Homosexuelle Männer sind Männer und pinkeln natürlich da, wo es vorgesehen ist.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon pikant » Mi 22. Mär 2017, 11:09

Unité 1 hat geschrieben:(20 Mar 2017, 22:43)

Nein, es gibt keine Freiheit zur Diskriminerung, da diese die Freiheit anderer in unakzeptabler Weise einschränkt.


aus Dir wird noch ein lupenreiner Liberaler :thumbup:
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Keoma » Mi 22. Mär 2017, 11:12

Unité 1 hat geschrieben:(22 Mar 2017, 11:08)

Dieter war in dem Fall keine Anspielung auf Homosexualität, wollte nur die Willkürlichkeit von Diskriminerungen verdeutlichen. War aber ein unglücklich gewählter Name, sehe ich ein.
Ich verstehe deinen Punkt nicht ganz. Homosexuelle Männer sind Männer und pinkeln natürlich da, wo es vorgesehen ist.

Hättest Kevin schreiben sollen.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Billie Holiday » Mi 22. Mär 2017, 11:26

Wenn eine Mehrheit nicht diskriminiert, sondern offen und tolerant -in meinem Fall auch ein wenig gleichgültig- auf die unterschiedlichsten Spielarten der Sexualität reagiert, und eine hirnlose Minderheit intolerant reagiert, kann man dann von gesellschaftlicher Diskriminierung reden? Mir fehlt der Nachweis, dass ein schwules oder sonstiges Paar keine Wohnung bekommt und keinen Job aufgrund ihrer Sexualität. Diese ist in den meisten Betrieben unerheblich, denn auch mit einem Schwulen kann Gewinn erwirtschaftet werden. Wenn ein Schwuler eine Absage bekommt, besteht die realistische Chance, dass der Mitbewerber schlicht besser war.
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Re: Sexualkundeunterricht ohne Tabus

Beitragvon Provokateur » Mi 22. Mär 2017, 11:34

Billie Holiday hat geschrieben:(22 Mar 2017, 11:26)
Diese ist in den meisten Betrieben unerheblich, denn auch mit einem Schwulen kann Gewinn erwirtschaftet werden. Wenn ein Schwuler eine Absage bekommt, besteht die realistische Chance, dass der Mitbewerber schlicht besser war.


Wer aufgrund von Merkmalen wie Herkunft, Geisteshaltung oder sexueller Orientierung abgelehnt wird, sollte sich die Frage stellen, ob man in einem solchen Betrieb und unter solchen Vorgesetzten arbeiten will.
Cynic, n.: A blackguard whose faulty vision sees things as they are, not as they ought to be.

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