Was ist die beste Religionskritik?

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Die beste(n) Formen der Religionskritik ist/sind meiner Meinung nach...

Psychoanalyse
2
4%
Bertrand Russel
1
2%
Logischer Empirismus
7
14%
Kritischer Rationalismus
7
14%
Existenzialismus
1
2%
Neomarxismus
2
4%
Agnostizismus
7
14%
Relativismus
1
2%
Eklktizismus
1
2%
Naturwissenschaftliches Weltbild
21
42%
 
Abstimmungen insgesamt: 50
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Alter Stubentiger
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 7. Jul 2018, 17:20

Reinhard hat geschrieben:(07 Jul 2018, 00:41)

Genau, der christliche Philosophie des Mittelalters und der fruehen Neuzeit haben wir doch die wissenschaftliche Revolution zu verdanken und die Gruendungsvaeter der Wissenschaftsdisziplinen waren in aller Regel tiefglaeubige Christen.

Ich zaehl Dir mal ein paar auf:
Nicolas Copernicus (1473-1543)
Sir Francis Bacon (1561-1627)
Johannes Kepler (1571-1630)
Galileo Galilei (1564-1642)
Rene Descartes (1596-1650)
Blaise Pascal (1623-1662)
Isaac Newton (1642-1727)
Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716)
Robert Boyle (1791-1867)
Michael Faraday (1791-1867)
Gregor Mendel (1822-1884)
William Thomson Kelvin (1824-1907)
Clerk Maxwell (1831-1879)
Max Planck (1858-1947)


Die mußten sich entscheiden was ihnen wichtig war. Die Wahrheit oder das Dogma.
Es ist einfach so daß das Christentum mit der Renaissance die Deutungshoheit verlor. Das schuf letztlich den Raum für eine freie Wissenschaft die der Herrschaft des Dogmas ein Ende setzte.
Wissenschaft gedieh also trotz und nicht wegen des Christentums. Man muß sich ja nur mal ansehen wie vehement aber auch vergeblich die christlichen Fundamentalisten bis in unsere Tag hinein den Darwinismus verteufeln.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Albstreuner » Sa 7. Jul 2018, 17:48

Daran hat sich ja in weiten Teilen der Welt bis heute FAST NICHTS geändert!
Selbst in unserem aufgeklärten und angeblich laizistischen Deutschland muss eine promovierte Physikerin sich als gläubige Christin ausgeben, um bei der Gestaltung der Gesellschaft eine tragende Rolle spielen zu dürfen.
Heute wird außerhalb des Orients sicher niemand mehr wegen Apostasie mit dem Tode bedroht.
Der Druck zur Abgabe eines religiösen Bekenntnisses, das ÜBERHAUPT NICHTS über den tatsächlichen Glauben aussagt, ist aber in weiten Bereichen der Gesellschaft unübersehbar.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Progressiver » Sa 7. Jul 2018, 20:36

Reinhard hat geschrieben:(07 Jul 2018, 00:32)

Neh, wie ich das geschrieben habe macht das durchaus Sinn. Es gibt an Universitaeten durchaus so etwas wie Hegemonie und in den akademischen Disziplinen Paradigmen. Wenn das dann mentalakrobatischer Unfug ist. Dann kommt da durch mehr Bildung nicht unbedingt sinnvolles raus. Dann fangen die Leute naemlich allen moeglichen Mist an zu glauben:
- Dass keine objektive Wahrheit existiert.
- Dass alle Menschen eigentlich gleich sind.
- Dass Materie Plus Energie irgendwann, irgendwie intelligentes Leben ergibt.
- Dass Unterschiede zwischen Geschlechtern nur sozial konstruiert sind.
- Dass alle sozio-oekonomische Probleme geloest werden koennen, wenn doch nur eine Zentralinstanz die macht hat Geld in Richtung Beduerftiger (oder Fordernder) zu kanalisieren.

Also ich glaube nicht, es ist nicht damit getan, dass Leute einfach mehr Zeit in Schulklassen oder Hoersaelen verbringen und sich dort von Leuten vollstopfen lassen, die in der Regel selbst nie einen ernsten, realwirtschaftlichen Beruf hatten.


Du hättest ruhig das ganze Posting zitieren bzw. lesen können. Ich hatte nämlich sinngemäß geschrieben, dass man nicht einen Universitätsabschluss braucht, um die Religionen in ihrer Gesamtheit als Betrug bzw. Wünsch-Dir-Was-Denken zu entlarven. Ich für meinen Teil will mich in diesem Posting hier demnach nicht auf irgendwelche Professoren stützen, sondern auf die empirische Beobachtung.

Du willst eine objektive Wahrheit? Wahr ist: Wir werden alle sterben. Früher oder später. Die Empirie sagt: Es ist noch kein Mensch, kein Tier, keine Pflanze für alle gleichermaßen beobachtbar wieder gekommen. Und was soll das auch für einen Sinn machen? Das Leben ist kein Computertspiel im Cheat-Modus, in dem einige oder alle immer wieder zurückkommen können -sei es als normales Lebewesen oder als grauenhafte Zombie-Existenz.

Was die Gleichheit von Menschen betrifft: Diese ist eine Norm, die nach den Bestialitäten des Zweiten Weltkrieges ins Grundgesetz gegossen wurde: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Nicht diejenige des Führers oder eines anderen Monarchen. Auch nicht nur diejenige der Deutschen. Und wir Nachgeborenen dürfen uns daran abarbeiten. Geschadet hat es uns jedenfalls nicht: Seit 1945 gibt es keinen heißen Krieg, Bürgerkrieg oder religiöse Blutorgien in und um Deutschland herum.

Meine persönliche Meinung dazu: Die wesentlichen Erfahrungen teilen alle Menschen: Geburt. Leben. Tod. Ende. Nur die Religiösen der verschiedenen Glaubensrichtungen wollen dies nicht akzeptieren und basteln sich die fantastischsten Luftschlösser, was denn vor oder nach dem Leben so alles kommen könne. Wer ihnen nicht glaubt, muss in vielen Weltgegenden um sein Leben fürchten. Viele Knallköpfe sind auch bereit, selbst zu sterben für die Idee eines angeblich ewigen Lebens. Da frage ich doch: Wie dumm ist das denn? Und wem soll das nützen? Ich kann aber nicht sagen, ob ich deswegen hiermit existenzialistisch argumentiere. Ich kenne mich mit dieser Denkrichtung der Philosophie nicht genug aus.


Was die Wissenschaft betrifft: Im Idealfall formt sie einen leeren Geist zu einem offenen Geist. Oder anders gesagt: Der Schüler bzw. Student wird kein Bulimie-Lerner, der nur bereit ist, gelerntes wieder zu bestätigen. Sondern er entwickelt einen eigenen kritischen Geist, der -ganz im Sinne der Aufklärung- bereit ist, alles und jeden zu hinterfragen.


Was die Ethik bzw. die Kunst des Zusammenlebens betrifft: Die einzige Möglichkeit, die uns bleibt, ist, uns an den von mir genannten Tatsachen zu orientieren. Alles andere gebiert gedankliche Ungeheuer, die dann leider auch zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit führen können. Wir alle werden geboren, leben eine Zeit lang. Dann sterben wir. Ende. Was davor war und danach kommt, kann uns völlig egal sein. Wir können uns nicht an die Zeit vor unserer Geburt erinnern. Und was nach unserem Tod geschieht, tut uns auch nicht mehr weh, da es uns nicht mehr betrifft. Deswegen ist übrigens auch die Frage nach der Existenz von überirdischen Wesen völlig unwichtig und überflüssig bzw. pure Zeitverschwendung.


Das wichtigste im Leben ist es, bewusst im Hier und Jetzt so zu leben, dass man sich später nicht darüber ärgert, so man es denn noch kann. Wenn wir Glück haben, dann werden wir achtzig Jahre alt oder mehr. Wenn wir Pech haben, dann beendet eine Krankheit oder auch ein Verkehrsunfall schon früher unser Leben bzw. ruiniert komplett unsere Gesundheit. Dieses Bewusstsein um die eigene Sterblichkeit bzw. diejenige der anderen sollte uns alle einen. Religion dagegen verdrängt dies alles und betäubt.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Dampflok94 » Sa 7. Jul 2018, 20:52

Ein Terraner hat geschrieben:(05 Jul 2018, 23:57)

Die moderne Wissenschaft hat den Monotheismus genauso obsolet gemacht wie jede andere Religion, ...

Ich verstehe immer nicht, wie man zu solchen Aussagen kommen kann. Religion und Wissenschaft stehen nicht gegeneinander sie stehen nebeneinander. Es gibt viele religiöse Wissenschaftler und viele atehistische Wissenschaftler. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Genauso könnte man sagen, die moderne Architektur hätte Religionen überflüssig gemacht. Wäre genau so sinnvoll.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Ein Terraner » Sa 7. Jul 2018, 21:39

Dampflok94 hat geschrieben:(07 Jul 2018, 21:52)

Ich verstehe immer nicht, wie man zu solchen Aussagen kommen kann. Religion und Wissenschaft stehen nicht gegeneinander sie stehen nebeneinander. Es gibt viele religiöse Wissenschaftler und viele atehistische Wissenschaftler. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Genauso könnte man sagen, die moderne Architektur hätte Religionen überflüssig gemacht. Wäre genau so sinnvoll.

Ja das könnte man sagen wenn Religion und Wissenschaft nicht eines gemeinsam hätten, beide versuchen die Welt, das Universum oder allgemein Existenz zu erklären. Religionen sind dadurch sogar entstanden, nun sind sie aber obsolet geworden da der Fortschritt und die Entwicklung der Menschheit uns ein besseres Instrument in die Hand gegeben hat. Religionen sind also die Pferdekutschen der Welterklärer, kann man noch benutzen, recht weit kommt man damit aber nicht mehr.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Dampflok94 » Sa 7. Jul 2018, 21:48

Ein Terraner hat geschrieben:(07 Jul 2018, 22:39)

Ja das könnte man sagen wenn Religion und Wissenschaft nicht eines gemeinsam hätten, beide versuchen die Welt, das Universum oder allgemein Existenz zu erklären. Religionen sind dadurch sogar entstanden, nun sind sie aber obsolet geworden da der Fortschritt und die Entwicklung der Menschheit uns ein besseres Instrument in die Hand gegeben hat. Religionen sind also die Pferdekutschen der Welterklärer, kann man noch benutzen, recht weit kommt man damit aber nicht mehr.

Religion geht weit darüber hinaus. Nehmen wir mal die Bibel. Mit der Entstehung der Welt beschäftigt sich die Genesis, also das 1. Buch Moses. Und das auch nur zu Beginn. Der Großteil der Bibel hat völlig andere Themen.

Das hat dann viel mit Ethik und Moral zu tun. "Du sollst nicht töten" kann man nicht wissenschaftlich weder belegen oder widerlegen. Die Frage des Warum unserer Existenz ist nicht die wichtigste.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Ein Terraner » Sa 7. Jul 2018, 21:59

Dampflok94 hat geschrieben:(07 Jul 2018, 22:48)

Religion geht weit darüber hinaus. Nehmen wir mal die Bibel. Mit der Entstehung der Welt beschäftigt sich die Genesis, also das 1. Buch Moses. Und das auch nur zu Beginn. Der Großteil der Bibel hat völlig andere Themen.

Das hat dann viel mit Ethik und Moral zu tun. "Du sollst nicht töten" kann man nicht wissenschaftlich weder belegen oder widerlegen. Die Frage des Warum unserer Existenz ist nicht die wichtigste.

Natürlich, das Patent auf Nächstenliebe. also ob Menschen ohne Religion plötzlich alles umbringen was ihnen in den Weg kommt. Die sogenannte "Moral" bei Religionen ist ein zweischneidiges Schwert, da diese Moral auch noch die übelsten Grausamkeiten rechtfertigt, die Geschichte der Menschheit ist voll davon.

https://www.atheisten-info.at/infos/naechstenliebe.jpg

Was hat Religion sonst noch zu bieten? Trost durch Realitätsflucht ?

P.S. Ethik hat nichts mit Religion zu tun.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Progressiver » Sa 7. Jul 2018, 22:16

Dampflok94 hat geschrieben:(07 Jul 2018, 22:48)

Religion geht weit darüber hinaus. Nehmen wir mal die Bibel. Mit der Entstehung der Welt beschäftigt sich die Genesis, also das 1. Buch Moses. Und das auch nur zu Beginn. Der Großteil der Bibel hat völlig andere Themen.

Das hat dann viel mit Ethik und Moral zu tun. "Du sollst nicht töten" kann man nicht wissenschaftlich weder belegen oder widerlegen. Die Frage des Warum unserer Existenz ist nicht die wichtigste.


Der Satz "Du sollst nicht töten" war aber nie eine absolute Norm. Laut der Bibel wurde er Moses in den zehn Geboten offenbart. Angeblich. Als König David dann später an der Macht war, sammelte er die Vorhäute seiner getöteten nichtjüdischen Feinde. Und dieser wurde als Liebling seines Gottes gesehen. Und auch die Christen waren später nicht zimperlich. Stichwort: Heiden- und Hexenverbrennungen, Kreuzzüge, Dreißigjähriger Krieg.


Die Geschichte hat gezeigt, dass die Norm "Du sollst nicht töten" nichts wert ist, wenn man sie göttlich begründet. Zudem bin ich der Ansicht, dass das Bewusstsein, dass wir alle gleichermaßen sterblich sind, da besser wirkt. Die Religionen dagegen trennen ja öfter die Toten, indem sie sich darin versteigen, dass manche in ein Paradies kommen, während andere in einer Hölle landen. Oder man wird entweder als Gott oder als Ameise wiedergeboren. Und natürlich gibt es dann viele Gläubige, die sich selbst als Werkzeug ihres Gottes sehen. Und als solches betrachtet, wollen sie ihrem jeweiligen Gott natürlich helfen, alle Hexen oder sonstigen Andersgläubigen in den Tod zu befördern.

Erst die Säkularisierung hat diesem Treiben ein Ende bereitet. Und eine andere passendere Grundlage für eine gute Ethik kann ich auch nicht finden.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon aleph » So 8. Jul 2018, 07:19

Es fehlt mir die kritische Textanalyse. Neben dem Rationalismus sind historische Forschungen die beste Form der Religionskritik. Das Naturwissenschaftliche Weltbild ist per se keine gute Kritik, aus folgenden Gründen:
1. Es stellt diesen Anspruch gar nicht. Es ist das, was der Name aussagt, nämlich eine Erklärung unserer Welt durch naturwissenschaftliche Beobachtung. Religionen stellen Aussagen über Realitäten über die untersuchbare, wahrnehmbare materielle Welt auf. Da kann die Naturwissenschaft auch nur begrenzt argumentieren, anders als der Rationalismus, der die Glaubwürdigkeit von Aussagen überprüfen kann und somit nicht von der Untersuchung des Gegenstandes abhängig ist.
2. Es besteht immer die Möglichkeit, dass naturwissenschaftliche Theorien sich als falsch herausstellt und verworfen werden muss. Da Religionen auf Hoffnungen und Gefühle setzen, kann die Naturwissenschaft da nur begrenzt argumentieren. Religionen wollen Gewissheiten geben, das kann die Naturwissenschaft nicht. Sie kann nur aussagen, was sie beobachtet. Dagegen kann die Psychologie den Menschen erklären und ihm sagen, warum er glauben will und kann Alternativen aufzeigen.

Der Grund, warum Naturwissenschaft für eine gute Methode zur Religionskritik gehalten wird, liegt an der Forschung zur Entstehung von Weltall, Leben und uns Menschen, die die Aussagen und Mythen der Religionen zur Weltentstehung widerlegen. Da aber die "Heiligen Texe" nur selten wörtlich verstanden werden (können), besteht aus der Sicht von Anhängern der Religionen immer die Möglichkeit, ihre Weltanschauung mit den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen in Einklang zu bringen. Gläubige Hindus haben kein Problem, modern zu sein und gleichzeitig einer Religion anzuhängen, die lehrt, dass die Welt von Elefanten getragen wird.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Dampflok94 » So 8. Jul 2018, 09:00

Ein Terraner hat geschrieben:(07 Jul 2018, 22:59)
Natürlich, das Patent auf Nächstenliebe. also ob Menschen ohne Religion plötzlich alles umbringen was ihnen in den Weg kommt. Die sogenannte "Moral" bei Religionen ist ein zweischneidiges Schwert, da diese Moral auch noch die übelsten Grausamkeiten rechtfertigt, die Geschichte der Menschheit ist voll davon.

Wir brauchen nicht darüber diskutieren, daß im Namen von Religionen viele Verbrechen begangen wurden und noch immer werden.

Aber darum geht es nicht. Es ging um deine Behauptung Religionen würden nur versuchen unsere Existenz zu erklären. Das ist aber wie gesagt nur ein kleiner Teil. Religionen versuchen Menschen zu gewissen Verhaltensweisen zu bringen. Diese sind sehr unterschiedlich. Unter anderem deswegen gibt es ja so viele Religionen. Aber da kommt man mit Wissenschaft kaum weiter. Oder hat ein Wissenschaftler mal die Bergpredigt bestätigt oder widerlegt? Wie auch, ist nicht sein Metier.

Es gibt natürlich das Problen, daß insbesondere in den Offenbarungsreligionen viele die dazugehörigen Texte wortwörtlich nehmen. Und das führt dann zu Konflikten mit der Wissenschaft. Wenn also jemand glaubt, Eva wäre aus einer Rippe Adams entstanden, der wird da in der Wissenschaft nur ein müdes Lächeln ernsten. Aber macht das (in dem Fall die christliche) Religion obsolet? Nein, selbstredend nicht. Denn kann man Christ sein ohne diese Geschichte mit der Rippe zu glauben? Natürlich kann man das! Und genau deswegen können Wissenschaftler einer Religion angehören. Denn es gibt da keinen Widerspruch.
Was hat Religion sonst noch zu bieten? Trost durch Realitätsflucht ?

Eher das genaue Gegenteil. Trost spendet Religion vielen Menschen. Da magst Du dich drüber lustig machen. Das ändert aber nichts an den Tatsachen. Und die sind sehr real.
P.S. Ethik hat nichts mit Religion zu tun.

Wenn Du meinst. Sehe ich völlig anders. Religionen hatten und haben immer einen großen Einfluß darauf gehabt, was man als ethisch vertretbares handek´ln angesehen hat.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Dampflok94 » So 8. Jul 2018, 09:14

Progressiver hat geschrieben:(07 Jul 2018, 23:16)

Der Satz "Du sollst nicht töten" war aber nie eine absolute Norm. Laut der Bibel wurde er Moses in den zehn Geboten offenbart. Angeblich. Als König David dann später an der Macht war, sammelte er die Vorhäute seiner getöteten nichtjüdischen Feinde. Und dieser wurde als Liebling seines Gottes gesehen. Und auch die Christen waren später nicht zimperlich. Stichwort: Heiden- und Hexenverbrennungen, Kreuzzüge, Dreißigjähriger Krieg.


Die Geschichte hat gezeigt, dass die Norm "Du sollst nicht töten" nichts wert ist, wenn man sie göttlich begründet. Zudem bin ich der Ansicht, dass das Bewusstsein, dass wir alle gleichermaßen sterblich sind, da besser wirkt. Die Religionen dagegen trennen ja öfter die Toten, indem sie sich darin versteigen, dass manche in ein Paradies kommen, während andere in einer Hölle landen. Oder man wird entweder als Gott oder als Ameise wiedergeboren. Und natürlich gibt es dann viele Gläubige, die sich selbst als Werkzeug ihres Gottes sehen. Und als solches betrachtet, wollen sie ihrem jeweiligen Gott natürlich helfen, alle Hexen oder sonstigen Andersgläubigen in den Tod zu befördern.

Erst die Säkularisierung hat diesem Treiben ein Ende bereitet. Und eine andere passendere Grundlage für eine gute Ethik kann ich auch nicht finden.

Willst Du jetzt über eine einzige Norm einer einzigen Religion diskutieren? Was soll das bringen? Jede Religion hat ihre eigenen Normen, Regeln und Vorstellungen über menschliche Verhaltensweisen. Diese sind sehr unterschiedlich und teilweise widersprüchlich. Und wie sie zu inpretieren sind, wird immer wieder neu bestimmt. Und jede Regel jedweder Religion wird regelmäßig von Anhängern der Religion gebrochen. Weil es Menschen sind.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Ein Terraner » So 8. Jul 2018, 11:16

Dampflok94 hat geschrieben:(08 Jul 2018, 10:00)

Religionen versuchen Menschen zu gewissen Verhaltensweisen zu bringen.


Also das schafft Werbung auch, aber du hast recht. Religion ist sehr gut darin Menschen dazu zu bringen im ihren Interesse und ihrer "Moral" zu handeln.

Dampflok94 hat geschrieben: Oder hat ein Wissenschaftler mal die Bergpredigt bestätigt oder widerlegt? Wie auch, ist nicht sein Metier.


Die Bergpredigt also, 1000 Seiten Grausamkeiten in der Bibel und 2 Min Nächstenliebe machen alles wieder weg. Aber auch hier muss ich dich enttäuschen, auch die Bergpredigt ist schon öfters auf ihren ethischen Gehalt analysiert worden und da kommt das mit der Hölle eigentlich nie sehr gut an. Wenn dich eine Analyse der NT interessiert, Franz Buggle hat da ein Buch geschrieben, ansonsten Google.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Troh.Klaus » So 8. Jul 2018, 12:50

aleph hat geschrieben:(08 Jul 2018, 08:19)
Es fehlt mir die kritische Textanalyse. Neben dem Rationalismus sind historische Forschungen die beste Form der Religionskritik. Das Naturwissenschaftliche Weltbild ist per se keine gute Kritik, aus folgenden Gründen:
1. Es stellt diesen Anspruch gar nicht. Es ist das, was der Name aussagt, nämlich eine Erklärung unserer Welt durch naturwissenschaftliche Beobachtung. Religionen stellen Aussagen über Realitäten über die untersuchbare, wahrnehmbare materielle Welt auf. Da kann die Naturwissenschaft auch nur begrenzt argumentieren, anders als der Rationalismus, der die Glaubwürdigkeit von Aussagen überprüfen kann und somit nicht von der Untersuchung des Gegenstandes abhängig ist.

Korrekt. Naturwissenschaften und Religionen haben letztlich kein gemeinsames Untersuchungsobjekt. Dort, wo Religionen innerhalb des naturwissenschaftlich Erfassbaren Erklärungen angeboten haben, haben sich im Konfliktfalle bisher immer die naturwissenschaftlichen Erklärungen als passender herausgestellt. Dort, wo Religionen "letzte Wahrheiten" verkünden, sind die Naturwissenschaften aussen vor. "Götter" sind für wissenschaftliche Experimente eben schlicht unerreichbar.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Ein Terraner » So 8. Jul 2018, 13:01

Troh.Klaus hat geschrieben:(08 Jul 2018, 13:50)

"Götter" sind für wissenschaftliche Experimente eben schlicht unerreichbar.

Das stimmt so nicht da Götter immer über ihr wirken definiert wurden. Die Wissenschaft hat aber jenes wirken aufgelöst uns so auch den entsprechenden Gott überflüssig gemacht. Und dem einen letzten der hinter allem stecken so, der Ursachelosen Ursache wird es in absehbarer Zeit nicht besser ergehen. Es sei den die Menschen bomben sich wieder ins Mittelalter.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Albstreuner » Mo 9. Jul 2018, 06:20

Progressiver hat geschrieben:Die Geschichte hat gezeigt, dass die Norm "Du sollst nicht töten" nichts wert ist, wenn man sie göttlich begründet.
[...]
Erst die Säkularisierung hat diesem Treiben ein Ende bereitet. Und eine andere passendere Grundlage für eine gute Ethik kann ich auch nicht finden.


Die Frage ist, ob Religionen überhaupt Grundlage der unterschiedlichen, kulturell definierbaren und abgrenzbaren Verhaltens-Codices sind.
Ich denke, Grundlage ist immer der (absolut profane!) Konsens der jeweils Herrschenden.
In einer Monarchie bestimmt der Herrscher die geltenden ethischen Normen im Konsens mit denen, die seine Macht stützen und absichern.
In einer Demokratie bestimmt die Bevölkerungsmehrheit die geltenden ethischen Normen, die genau so lange gelten, wie ein mehrheitlicher Konsens sie trägt.
Religion dient dabei nur einem einzigen Zweck: Sie soll den Konsens gegen jeder Art der Erosion immunisieren.
Wenn der Kaiser sagt: "Das wird so gemacht, weil ich es will!" wird man früher oder später fragen: Worauf gründest Du denn diese Autorität?
Wenn der Kaiser sagt: "Das wird so gemacht, weil Gott es so will!" muss er nur noch dafür sorgen, dass möglichst viele Menschen glauben, dass er Gottes Wille kennt.
Und in einer Demokratie ist es nicht anders.
Wenn eine Mehrheit der Bevölkerung bestimmte ethisch-moralische Normen für gut und richtig hält, bleibt das System so lange stabil, bis immer mehr Menschen, etwa auf Grund veränderter Rahmenbedingungen, Zweifel an der Richtigkeit äußern. Dann brauchen die, die den Konsens tragen, ein Instrument, um ihn zu stabilisieren und zu immunisieren.
Die Religion ist dafür das perfekte Instrument, denn sie täuscht eine erheblich größere Basis des Konsenses vor. Sie täuscht vor, dass die herrschende Mehrheit im Konsens mit einer unanfechtbaren Instanz ist!
Und damit lässt sich auch erklären, warum der "Abfall vom Glauben" eine solche Elementar-Sünde ist.
Dem hypothetischen Schöpfer ist es ganz sicher egal, ob man an seine Existenz glaubt. Wichtig ist das nur für die, die das Instrument Religion für ihre ganz persönlichen Ziele und Interessen nutzen möchten.
Wenn der Glaube an Gott mehrheitlich abhanden kommt, ist jeder Konsens nur noch so lange tragfähig, wie er real besteht. Das stabilisierende Element, das temporäre Schwankungen ausgleicht oder kontinuierliche Erosion verzögert, fehlt dann.

Ein Agnostiker bzw. Atheist, der diese Zusammenhänge begreift und an der Erhaltung eines stabilen ethischen Wertekanons interessiert ist, kann sich jetzt natürlich fragen, ob das Instrument Religion nicht vielleicht so wertvoll und alternativlos ist, dass man es auf jeden Fall erhalten muss.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Dampflok94 » Mo 9. Jul 2018, 11:21

Ein Terraner hat geschrieben:(08 Jul 2018, 12:16)

Also das schafft Werbung auch, aber du hast recht. Religion ist sehr gut darin Menschen dazu zu bringen im ihren Interesse und ihrer "Moral" zu handeln.



Die Bergpredigt also, 1000 Seiten Grausamkeiten in der Bibel und 2 Min Nächstenliebe machen alles wieder weg. Aber auch hier muss ich dich enttäuschen, auch die Bergpredigt ist schon öfters auf ihren ethischen Gehalt analysiert worden und da kommt das mit der Hölle eigentlich nie sehr gut an. Wenn dich eine Analyse der NT interessiert, Franz Buggle hat da ein Buch geschrieben, ansonsten Google.

Willst Du es nicht verstehen oder kannst Du es nicht. :mad:

Es geht nicht darum, sich an Beispielen abzuarbeiten. Es geht also nicht darum, ob Du die Bergpredigt gut oder schlecht findest. Es geht schlicht darum, daß die Bergpredigt den Naturwissenschaften nicht zugänglich ist. Und die zehn Gebote sind es auch nicht Oder alle anderen Verhaltensmaßstäbe, welche so in der Bibel stehen. Und das selbe gilt für alle anderen Normen, Regeln und Gebote, die andere Religionen so bereit halten. (Ich nehme immer nur die aus der Bibel, weil die mir präsenter sind.)

Naturwissenschaften (Geisteswissenschaften sind da weniger geeignet) negieren teilweise Aussagen heiliger Bücher oder von Glaubensinhalten. Und ich bin da immer bei den Naturwissenschaften. Aber so what? Das betrifft jeweils nur einen kleinen Teil der jeweiligen Religion. Wenn man sich hinstellt und meint, eine Religion sei hinfällig weil da nicht alles so gewesen sein kann, wie es gesagt wird ist für mich das Gegenstück zu den Fundamentalisten die sklavisch verlangen Schriften seien zu 100% als richtig zu sehen.

Und das ist eben er Grund, warum Wissenschaftler auch religiös sein können. Es gibt christliche Wissenschaftler, es gibt moslemische und hinduistische. Und so weiter und so fort. Glaubst Du, die sind alle schizophren?

Wissenschaft spielt sich rein auf der rationalen Ebene ab, oder sollte es zumindest. Bei Religionen spielen Emotionen eine große Rolle. Ein weiterer Grund, warum Wissenschaft und Religion auf verschiedenen Ebenen angesiedelt sind.

Ich persönlich bin zwar Mitglied der ev. Kirche aber alles andere als religiös. Ich bin am ehesten Deist und ist Religiosität nicht angesagt. Aber dieses Bashing des Religiösen geht mir immer auf den Zeiger. Mich nerven fundamentalistische Gläubige die meinen sie wüßten genau wie die Welt aussieht genauso, wie fundamentalistische Atheisten, die das gleiche tun.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon aleph » Mo 9. Jul 2018, 11:43

Dampflok94 hat geschrieben:(09 Jul 2018, 12:21)

Und das ist eben er Grund, warum Wissenschaftler auch religiös sein können. Es gibt christliche Wissenschaftler, es gibt moslemische und hinduistische. Und so weiter und so fort. Glaubst Du, die sind alle schizophren?


Der Grund ist ein Anderer. Zunächst mal machen Religionen durchaus auch Aussagen, die man naturwissenschaftlich überprüfen kann. Aber nicht nur da gibt es Differenzen. Auch beim Weltbild. Zum Beispiel Verhält sich Gott im AT (aber auch im NT) konträr zu unserem Wertekatalog. Auch das können religiöse Leute durchaus zusammenbringen. Wie das geht, steht zum Beispiel in dem Buch "Und Mensch schuf Gott" von Pascal Boyer.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Uffzach » Mo 9. Jul 2018, 11:53

Dampflok94 hat geschrieben:(09 Jul 2018, 12:21)
Und das ist eben er Grund, warum Wissenschaftler auch religiös sein können. Es gibt christliche Wissenschaftler, es gibt moslemische und hinduistische. Und so weiter und so fort. Glaubst Du, die sind alle schizophren?


Wissenschaftler sollten sich in ihrer Arbeit von Rationalität leiten lassen. Gelingt ihnen das, bedeutet das aber nicht, dass sie nicht in anderen Lebensbereichen irrational denken und handeln. :cool:
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Dampflok94 » Mo 9. Jul 2018, 11:54

aleph hat geschrieben:(09 Jul 2018, 12:43)

Der Grund ist ein Anderer. Zunächst mal machen Religionen durchaus auch Aussagen, die man naturwissenschaftlich überprüfen kann. Aber nicht nur da gibt es Differenzen. Auch beim Weltbild. Zum Beispiel Verhält sich Gott im AT (aber auch im NT) konträr zu unserem Wertekatalog. Auch das können religiöse Leute durchaus zusammenbringen. Wie das geht, steht zum Beispiel in dem Buch "Und Mensch schuf Gott" von Pascal Boyer.

Du redest von unserem Wertekatalog. Wer genau ist da uns? Wir beide? Wir Mitglieder des Forums? Wir Deutschen? Wir Europäer? Wir Erdenbürger? Ich wäre mir nicht mal sicher, ob wir beide den selben Wertekatalog teilen. Geschweige denn, wenn diese Gruppe noch größer wird.

Wenn Du hingegen meinst, daß Anhänger einer Religion auch gleiche oder ähnliche Werte teilen, würde ich dir recht geben. Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. Auch nicht, wenn diese Werte nicht deinen oder meinen entsprechen.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Dampflok94 » Mo 9. Jul 2018, 11:56

Uffzach hat geschrieben:(09 Jul 2018, 12:53)

Wissenschaftler sollten sich in ihrer Arbeit von Rationalität leiten lassen. Gelingt ihnen das, bedeutet das aber nicht, dass sie nicht in anderen Lebensbereichen irrational denken und handeln. :cool:

Sie könnten z. B irrationaler weise Atheisten sein. :rolleyes: :x
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