Was ist die beste Religionskritik?

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Die beste(n) Formen der Religionskritik ist/sind meiner Meinung nach...

Psychoanalyse
2
4%
Bertrand Russel
1
2%
Logischer Empirismus
7
14%
Kritischer Rationalismus
7
14%
Existenzialismus
1
2%
Neomarxismus
2
4%
Agnostizismus
7
14%
Relativismus
1
2%
Eklktizismus
1
2%
Naturwissenschaftliches Weltbild
21
42%
 
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Vongole
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Vongole » So 12. Aug 2018, 18:40

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 19:19)

(..)

Egal wie auch immer. Das Selbstkonzept einer Person ist bekanntermaßen die Identität. Die Religionszugehörigkeit ist ebenso wie Staatsangehörigkeit, sexuelle Orientierung, Hautfarbe, Geschlecht, Alter und alle anderen körperlichen wie geistigen Attribute Bestandteil einer Person und je nach Individuum identitätsstiftend.

Wenn also ein essenzieller Bestandteil meiner Identität verunglimpft wird, ist es in meinen Augen offensichtlich, dass dieser Angriff auch mich als Individuum trifft.



Nach deiner Lesart darf man Religion nicht kritisieren, da jede Art der Kritik auch eine Verunglimpfung der gläubigen Person darstellt.
Das ist in meinen Auge ein Versuch der Meinungsunterdrückung, die man leider auch in islamisch gepräten Staaten feststellen kann.
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keinproblem
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon keinproblem » So 12. Aug 2018, 18:49

Vongole hat geschrieben:(12 Aug 2018, 19:40)

Nach deiner Lesart darf man Religion nicht kritisieren, da jede Art der Kritik auch eine Verunglimpfung der gläubigen Person darstellt.
Das ist in meinen Auge ein Versuch der Meinungsunterdrückung, die man leider auch in islamisch gepräten Staaten feststellen kann.

Kritik ist kein Problem, weil Kritik wortgetreu übersetzt ungf. bedeutet "differenzieren" und das mit einer gewissen Sachlichkeit verbunden ist. Genau diese Sachlichkeit & Konstruktivität spreche ich allerdings verspottenden Satirikern o.ä. (siehe als Beispiel Leben des Brian) ab.
Ich bin dafür, dass man über absolut alles völlig ohne Tabus sachlichen diskutieren kann, ohne Ausnahme, sei es der Islam, irgendeine Politik, Kultur, die Biografie von einem Propheten einfach alles.
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Vongole
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Vongole » So 12. Aug 2018, 19:06

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 19:49)

Kritik ist kein Problem, weil Kritik wortgetreu übersetzt ungf. bedeutet "differenzieren" und das mit einer gewissen Sachlichkeit verbunden ist. Genau diese Sachlichkeit & Konstruktivität spreche ich allerdings verspottenden Satirikern o.ä. (siehe als Beispiel Leben des Brian) ab.
Ich bin dafür, dass man über absolut alles völlig ohne Tabus sachlichen diskutieren kann, ohne Ausnahme, sei es der Islam, irgendeine Politik, Kultur, die Biografie von einem Propheten einfach alles.


Auch Satire ist eine Form der Kritik, legt aber eher den Finger auf die Wunde und wirkt damit oft treffender.
"Das Leben des Brian" hat mich sehr amüsiert.
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Misterfritz
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Misterfritz » So 12. Aug 2018, 19:11

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 19:27)

Für das Schreiben von Fantasiebüchern kann man nach besten Wissen und Gewissen keinen Hinrichtungsgrund nach islamischen Recht ableiten. Mit der Vorbereitung rede ich davon, dass man eventuelle Formalitäten im Vornherein beachtet und sich informiert hat auf was sich andere deutsche Gerichte bei einer anderen Urteilsfindung berufen haben. Wenn es an der Vorbereitung mangelt, muss man beim Einreichen der nächsten Klage die vorbereitet sein. Wenn das Gericht schlichtweg nicht gewillt ist einem Recht zu geben, sollte man für die jeweiligen nur Gebete der Rechtleitung sprechen und den Firlefanz ignorieren bzw auswandern.
Hä?
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon keinproblem » So 12. Aug 2018, 19:12

Vongole hat geschrieben:(12 Aug 2018, 20:06)

Auch Satire ist eine Form der Kritik, legt aber eher den Finger auf die Wunde und wirkt damit oft treffender.
"Das Leben des Brian" hat mich sehr amüsiert.

Das freut mich für dich, ehrlich. Ist ja auch nicht dein Prophet aufs Korn genommen worden ;)

Ich verstehe durchaus, dass Satire auch als Kritik dienen kann, nur betont man dabei eher einen bis einige wenige Punkte sehr überspitzt über einen relativ langen Zeitraum. Wenn dieser Kritikpunkt allerdings gar keine sachliche Grundlage hat, gelang es einfach bloß, unter dem Banner der freien Meinungsäußerung eine bestimmte Personengruppe zu beleidigen.
Ich sehe den Grund einfach nicht, wieso man auf dieses eine, zudem recht ineffiziente Mittel der Meinungsäußerung so beharrlich bestehen muss, wenn man doch ohne Problem den bereits vorhandenen argumentativen Freiraum innerhalb einer normalen Sachdiskussion nutzen kann um seine Position deutlich ausführlicher darzulegen.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon keinproblem » So 12. Aug 2018, 19:13

Misterfritz hat geschrieben:(12 Aug 2018, 20:11)

Hä?

:?:
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Troh.Klaus » So 12. Aug 2018, 19:17

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 19:49)
Kritik ist kein Problem, weil Kritik wortgetreu übersetzt ungf. bedeutet "differenzieren" und das mit einer gewissen Sachlichkeit verbunden ist. Genau diese Sachlichkeit & Konstruktivität spreche ich allerdings verspottenden Satirikern o.ä. (siehe als Beispiel Leben des Brian) ab.
Ich bin dafür, dass man über absolut alles völlig ohne Tabus sachlichen diskutieren kann, ohne Ausnahme, sei es der Islam, irgendeine Politik, Kultur, die Biografie von einem Propheten einfach alles.

"Das Leben des Brian" ist köstlich. Was hast Du daran auszusetzen?
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Misterfritz » So 12. Aug 2018, 19:18

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 19:49)

Kritik ist kein Problem, weil Kritik wortgetreu übersetzt ungf. bedeutet "differenzieren" und das mit einer gewissen Sachlichkeit verbunden ist. Genau diese Sachlichkeit & Konstruktivität spreche ich allerdings verspottenden Satirikern o.ä. (siehe als Beispiel Leben des Brian) ab.
Das ist aber Dein persönliches Problem.
Es ist hier absolut üblich, Kritik auch in dieser Form auszudrücken. Einige lachen mehr, andere weniger darüber, wieder andere gar nicht.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Misterfritz » So 12. Aug 2018, 19:20

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 20:12) recht ineffiziente Mittel der Meinungsäußerung
Ineffizient? Bei dem shitsorm, der daraufhin losbrach, würde ich nicht von ineffizient sprechen :D
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon keinproblem » So 12. Aug 2018, 19:26

Misterfritz hat geschrieben:(12 Aug 2018, 20:18)

Das ist aber Dein persönliches Problem.
Es ist hier absolut üblich, Kritik auch in dieser Form auszudrücken. Einige lachen mehr, andere weniger darüber, wieder andere gar nicht.

Wenn etwas üblich ist, ist es also schon gerechtfertigt?

Misterfritz hat geschrieben:(12 Aug 2018, 20:20)

Ineffizient? Bei dem shitsorm, der daraufhin losbrach, würde ich nicht von ineffizient sprechen :D

Satire ist ineffizient, weil sie auf einige wenige Kritikpunkte eingeht. In der selben Zeitspanne könnte man jedoch ohne Überspitzung o.ä. ganz ruhig und vernünftig seine Position deutlich ausführlicher formulieren.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Misterfritz » So 12. Aug 2018, 19:34

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 20:26)

Wenn etwas üblich ist, ist es also schon gerechtfertigt?
Ja, ist es.
Wie oft werden Politiker karikiert, im Kabarett vorgeführt?
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon keinproblem » So 12. Aug 2018, 19:37

Misterfritz hat geschrieben:(12 Aug 2018, 20:34)

Ja, ist es.
Mit diesem Statement sprichst du dich gegen jede Form von Fortschritt aus :?
Wie oft werden Politiker karikiert, im Kabarett vorgeführt?

Keine Ahnung, ich schätze mal relativ häufig.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Misterfritz » So 12. Aug 2018, 19:44

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 20:37)

Mit diesem Statement sprichst du dich gegen jede Form von Fortschritt aus :?
Wie bitte?
Was soll daran Fortschritt sein, auf Karikaturen zu verzichten?
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon keinproblem » So 12. Aug 2018, 19:49

Misterfritz hat geschrieben:(12 Aug 2018, 20:44)

Wie bitte?
Was soll daran Fortschritt sein, auf Karikaturen zu verzichten?

Auf meine Frage
Wenn etwas üblich ist, ist es also schon gerechtfertigt?
hast du bejahend geantwortet.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Misterfritz » So 12. Aug 2018, 19:56

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 20:49)

Auf meine Frage hast du bejahend geantwortet.
Ja, sicherlich - wir reden hier ja über Karikaturen als Religionskritik.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon MäckIntaier » So 12. Aug 2018, 20:01

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 20:26)

Wenn etwas üblich ist, ist es also schon gerechtfertigt?


Satire ist ineffizient, weil sie auf einige wenige Kritikpunkte eingeht. In der selben Zeitspanne könnte man jedoch ohne Überspitzung o.ä. ganz ruhig und vernünftig seine Position deutlich ausführlicher formulieren.


Betrachtet man sowohl Satire als auch das vernünftige Ausformulieren nicht als Selbstzweck, sondern als kommunikatives Transportmittel, würde der Porsche Satire schneller ans Ziel kommen als das Dreirad vernüftiges Ausformulieren. Das hat insbesondere etwas mit der Wirksamkeit zu tun. Das Lächerliche im Erhabenen bloßzustellen ist nun einmal wirksamer und wesentlich effizienter als etwa über die logischen Widersprüche des Erhabenen tiefgehend zu dozieren. So sind Zeit und Wirkung ganz auf der Seite der Satire.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon keinproblem » So 12. Aug 2018, 21:33

MäckIntaier hat geschrieben:(12 Aug 2018, 21:01)

Betrachtet man sowohl Satire als auch das vernünftige Ausformulieren nicht als Selbstzweck, sondern als kommunikatives Transportmittel, würde der Porsche Satire schneller ans Ziel kommen als das Dreirad vernüftiges Ausformulieren. Das hat insbesondere etwas mit der Wirksamkeit zu tun. Das Lächerliche im Erhabenen bloßzustellen ist nun einmal wirksamer und wesentlich effizienter als etwa über die logischen Widersprüche des Erhabenen tiefgehend zu dozieren. So sind Zeit und Wirkung ganz auf der Seite der Satire.

Ich kann deinem Gedanken folgen. Es stimmt schon, dass Satire sich viel drum rum erspart und ohne Umwege auf den Punkt kommt.
Meistens beschränkt sich die Menge von Standpunkten jedoch lediglich auf eine Hand voll "Statements". In einem ausführlicheren Diskurs kann nicht nur jeder eindeutig nachvollziehen, was denn die substantielle Aussage ist (bei Überspitzungen mitunter schwierig die reale Situation abzuleiten), sondern in der Regel eben auch deutlich mehr Punkte aufbringen. Pausen zum Lachen und humorvoll gemeinte (aber fachlich unnützen) Nebensätze gehören neben anderen Stilmitteln zu Methoden, die die inhaltliche Ineffizienz steigern - auch wenn sie die rhetorische Effektivität durchaus steigern können.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Kritikaster » So 12. Aug 2018, 21:42

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 19:19)

Will erst mal anmerken, dass beides leider keine Antwort auf meine Frage ist. Muss aber auch zugeben, dass das durchaus wie eine rhetorische Frage wirken kann.

Egal wie auch immer. Das Selbstkonzept einer Person ist bekanntermaßen die Identität. Die Religionszugehörigkeit ist ebenso wie Staatsangehörigkeit, sexuelle Orientierung, Hautfarbe, Geschlecht, Alter und alle anderen körperlichen wie geistigen Attribute Bestandteil einer Person und je nach Individuum identitätsstiftend.

Wenn also ein essenzieller Bestandteil meiner Identität verunglimpft wird, ist es in meinen Augen offensichtlich, dass dieser Angriff auch mich als Individuum trifft.

[satirische Überzeichnung]Hat ein wenig länger gedauert, bis der Imam diesmal eine Antwort zusammen fabuliert hatte, was? ;) Ist aber bei der Schwäche "seines" vorangegangenen Argumentationsaufbaus auch nicht überraschend, und trotz aller Bemühungen reitet "er" sich immer tiefer in einen Sumpf, aus dem es kein Entkommen gibt.[/satirische Überzeichnung]

Das Konstrukt einer subjektiven Überhöhung des Anspruches darauf, sich durch die Wahrnehmung der in unserer FDGO verankerten Grundrechte anderer "beleidigt" oder gar "angegriffen" fühlen zu dürfen, um daraus dann, unter Inkaufnahme einer Anwendbarkeit des Artikels 18, GG, die latente Forderung nach einer Einschränkung, wenn nicht gar Abschaffung des Artikels 5, Abs. 1, GG, abzuleiten, trägt natürlich nicht.
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
Wo der Sinn aufhört, beginnt der Wahnsinn. (Erhard Horst Bellermann)
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Misterfritz » So 12. Aug 2018, 21:57

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 22:33)

Ich kann deinem Gedanken folgen. Es stimmt schon, dass Satire sich viel drum rum erspart und ohne Umwege auf den Punkt kommt.
Meistens beschränkt sich die Menge von Standpunkten jedoch lediglich auf eine Hand voll "Statements". In einem ausführlicheren Diskurs kann nicht nur jeder eindeutig nachvollziehen, was denn die substantielle Aussage ist (bei Überspitzungen mitunter schwierig die reale Situation abzuleiten), sondern in der Regel eben auch deutlich mehr Punkte aufbringen. Pausen zum Lachen und humorvoll gemeinte (aber fachlich unnützen) Nebensätze gehören neben anderen Stilmitteln zu Methoden, die die inhaltliche Ineffizienz steigern - auch wenn sie die rhetorische Effektivität durchaus steigern können.
Was ist das denn für ein Gefasel?
Du kennst den Spruch: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte? Eben das funktioniert bei Karikaturen hervorragend.

Dein Geschwurbel zeigt, dass Worte - im Gegensatz zu Bildern - zur Vernebelung genutzt wird.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon keinproblem » So 12. Aug 2018, 22:01

Kritikaster hat geschrieben:(12 Aug 2018, 22:42)

[satirische Überzeichnung]Hat ein wenig länger gedauert, bis der Imam diesmal eine Antwort zusammen fabuliert hatte, was? ;) Ist aber bei der Schwäche "seines" vorangegangenen Argumentationsaufbaus auch nicht überraschend, und trotz aller Bemühungen reitet "er" sich immer tiefer in einen Sumpf, aus dem es kein Entkommen gibt.[/satirische Überzeichnung]

Gehört zur Satire dazu, Personalpronomen in Gänsefüßchen zu schreiben? :?

Das Konstrukt einer subjektiven Überhöhung des Anspruches darauf, sich durch die Wahrnehmung der in unserer FDGO verankerten Grundrechte anderer "beleidigt" oder gar "angegriffen" fühlen zu dürfen, um daraus dann, unter Inkaufnahme einer Anwendbarkeit des Artikels 18, GG, die latente Forderung nach einer Einschränkung, wenn nicht gar Abschaffung des Artikels 5, Abs. 1, GG, abzuleiten, trägt natürlich nicht.

Hier trägt selbstredend gar nichts, bin ja nicht Teil der Legislatur.
[url]Art 5. (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.[/url]
Kannst du mir eventuell erläutern, ob und wenn ja inwiefern die eigene Meinung, die sogar ganz offenkundig nicht auf realen Gegebenheiten fußen muss (Stichwort "Überzeichnung") sich wesenhaft von...[/quote]
...unterscheidet?

Die Antwort kann keine Absolute sein, kein Schwarz oder Weiß. Wenn man es sich deswegen allerdings bequem macht und jede Satire als freie Meinung klassifiziert, kann man wortwörtlich jede Beleidigung unter ihrem Deckmantel verkaufen.
Zuletzt geändert von keinproblem am So 12. Aug 2018, 22:15, insgesamt 1-mal geändert.

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