Was ist die beste Religionskritik?

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Die beste(n) Formen der Religionskritik ist/sind meiner Meinung nach...

Psychoanalyse
2
4%
Bertrand Russel
1
2%
Logischer Empirismus
7
14%
Kritischer Rationalismus
7
14%
Existenzialismus
1
2%
Neomarxismus
2
4%
Agnostizismus
7
14%
Relativismus
1
2%
Eklktizismus
1
2%
Naturwissenschaftliches Weltbild
21
42%
 
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Tom Bombadil
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 30. Jul 2018, 21:36

Genauso wenig wie Rabbis und Imame und sonstige Vorbeter. Und nu?
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Ein Terraner
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Ein Terraner » Mo 30. Jul 2018, 21:44

Tom Bombadil hat geschrieben:(30 Jul 2018, 22:36)

Genauso wenig wie Rabbis und Imame und sonstige Vorbeter. Und nu?

Einschulungsgottesdienst ist leider immer noch in staatlichen Schulen zu finden.
Licht und Dunkel
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keinproblem
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon keinproblem » So 12. Aug 2018, 10:59

Tom Bombadil hat geschrieben:(30 Jul 2018, 22:19)

Richtig. Man stelle sich so einen Film über den Islam vor. Sobald sowas ohne weltweiten Djihad möglich ist, ist der Islam auf dem richtigen Weg.

Wenn es erlaubt ist den Islam zu beleidigen, ist er auf den richtigen Weg? Ich glaube, dass es sich hier eher um einen Denkfehler handelt.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Kritikaster » So 12. Aug 2018, 11:52

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 11:59)

Wenn es erlaubt ist den Islam zu beleidigen, ist er auf den richtigen Weg? Ich glaube, dass es sich hier eher um einen Denkfehler handelt.

In einer religionskritischen Persiflage auf den Islam liegt keinerlei Beleidigung desselben.

Gegner einer aufgeklärten Menschheit, die mit Kritik, auch in Religionsfragen, nicht angemessen umzugehen gewillt oder in der Lage sind, werden das vermutlich anders sehen.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon keinproblem » So 12. Aug 2018, 11:59

Kritikaster hat geschrieben:(12 Aug 2018, 12:52)

In einer religionskritischen Persiflage auf den Islam liegt keinerlei Beleidigung desselben.

Gegner einer aufgeklärten Menschheit, die mit Kritik, auch in Religionsfragen, nicht angemessen umzugehen gewillt oder in der Lage sind, werden das vermutlich anders sehen.

Verspottung ist keine Kritik, Kritik ist Kritik. Mutmaßlich aufgeklärte Individuen müssten die Kunst der Unterscheidung kennen.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Kritikaster » So 12. Aug 2018, 12:39

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 12:59)

Verspottung ist keine Kritik, Kritik ist Kritik. Mutmaßlich aufgeklärte Individuen müssten die Kunst der Unterscheidung kennen.

Selbstverständlich ist es angemessen, Kritik auch in der Form der Überzeichnung anzubringen. Karikaturen sind da ein weiteres hervorragendes Beispiel. :thumbup:

Der Versuch religiöser Fanatiker, unserer Gesellschaft die Freiheit solcher Darstellungsmethoden wieder abzusprechen, muss und wird scheitern. Mit Blick auf die Argumentation mancher islamischer Zeitgenossen kann man den Eindruck gewinnen, als hätte die um mindestens 600 Jahre längere Entwicklung der jüdisch-christlich geprägten Gesellschaften in der Frage einer angemessenen Einbindung spiritueller Aspekte in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext analog auch zu einem entsprechenden mentalen Vorsprung geführt.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon keinproblem » So 12. Aug 2018, 13:10

Kritikaster hat geschrieben:(12 Aug 2018, 13:39)

Selbstverständlich ist es angemessen, Kritik auch in der Form der Überzeichnung anzubringen. Karikaturen sind da ein weiteres hervorragendes Beispiel. :thumbup:

Der Versuch religiöser Fanatiker, unserer Gesellschaft die Freiheit solcher Darstellungsmethoden wieder abzusprechen, muss und wird scheitern. Mit Blick auf die Argumentation mancher islamischer Zeitgenossen kann man den Eindruck gewinnen, als hätte die um mindestens 600 Jahre längere Entwicklung der jüdisch-christlich geprägten Gesellschaften in der Frage einer angemessenen Einbindung spiritueller Aspekte in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext analog auch zu einem entsprechenden mentalen Vorsprung geführt.

Natürlich kann man einfach einen jeden, der die Grenze zwischen dem Recht nicht beleidigt zu werden und der freien Meinungsäußerung etwas anders zieht als man selbst, als gesellschaftlich wie mental rückständig bezeichnen - das ist allerdings alles, nur nicht "aufgeklärt" :thumbup:

Es gibt genug Möglichkeiten, sachliche Kritik zu äußern. Dabei allerdings ausschließlich auf die diffamierenden, unter dem Banner des Humors aufgestellten semi-intellektuellen Beleidigungen zu pochen, empfinde ich persönlich als ziemlich stumpf. Warum ist keine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der islamischen Theologie möglich, sondern nur eine Form die fast ausnahmslos von den Betroffenen als eindeutige Beleidigung gewertet wird und dementsprechend eine an verschiedenen Positionen reiche Sachdiskussion sabotiert?
Mir ist klar, dass es auch Sachdiskussionen gibt, nur gehen diese leider in der sintflutartigen Menge an "Warum wollen die nicht, dass wir X und Y sagen?!" -Brei unter.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Misterfritz » So 12. Aug 2018, 13:17

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 14:10)

Natürlich kann man einfach einen jeden, der die Grenze zwischen dem Recht nicht beleidigt zu werden und der freien Meinungsäußerung etwas anders zieht als man selbst, als gesellschaftlich wie mental rückständig bezeichnen - das ist allerdings alles, nur nicht "aufgeklärt" :thumbup:

Es gibt genug Möglichkeiten, sachliche Kritik zu äußern. Dabei allerdings ausschließlich auf die diffamierenden, unter dem Banner des Humors aufgestellten semi-intellektuellen Beleidigungen zu pochen, empfinde ich persönlich als ziemlich stumpf. Warum ist keine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der islamischen Theologie möglich, sondern nur eine Form die fast ausnahmslos von den Betroffenen als eindeutige Beleidigung gewertet wird und dementsprechend eine an verschiedenen Positionen reiche Sachdiskussion sabotiert?
Mir ist klar, dass es auch Sachdiskussionen gibt, nur gehen diese leider in der sintflutartigen Menge an "Warum wollen die nicht, dass wir X und Y sagen?!" -Brei unter.
Es ist nun mal in unserer Gesellschaft auch üblich, mittels Karikatur (und somit Humor) seine Meinung auszudrücken Das ist neben sachlicher Kritik ein wirksames Mittel, Dinge auf den Punkt zu bringen.
Das muss nicht jedem gefallen, es muss aber ausgehalten werden. Wer das nicht kann, ist in unserer Gesellschaft dann wohl fehl am Platz.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon keinproblem » So 12. Aug 2018, 13:49

Misterfritz hat geschrieben:(12 Aug 2018, 14:17)

Es ist nun mal in unserer Gesellschaft auch üblich, mittels Karikatur (und somit Humor) seine Meinung auszudrücken Das ist neben sachlicher Kritik ein wirksames Mittel, Dinge auf den Punkt zu bringen.
Das muss nicht jedem gefallen, es muss aber ausgehalten werden. Wer das nicht kann, ist in unserer Gesellschaft dann wohl fehl am Platz.

Konstruktive sachliche Kritik sollte die einzige Form der Kritik sein, die alles und jeder über sich ergehen lassen muss. Unsachliche und teils sogar destruktive Kritik kann man sich für Dinge aufheben, die das akzeptieren.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Kritikaster » So 12. Aug 2018, 13:52

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 14:10)

Es gibt genug Möglichkeiten, sachliche Kritik zu äußern. Dabei allerdings ausschließlich auf die diffamierenden, unter dem Banner des Humors aufgestellten semi-intellektuellen Beleidigungen zu pochen, empfinde ich persönlich als ziemlich stumpf.

Du hast an der Stelle erkennbar ein Wahrnehmungs- und Verständnisproblem. :rolleyes:

Die Tatsache, dass man das Recht auf künstlerische Freiheit, die selbstredend auch die Möglichkeit der Überzeichnung beinhaltet, gegen Leute wie Dich verteidigt, der Du mit Deiner Haltung eine zumindest partielle Gegnerschaft zu unserer FDGO offenbarst, ist nun, im Gegensatz zu Deiner gezielt verfälschenden Darstellung, keineswegs gleichbedeutend mit dem von Dir unterstellten Streben, diese Form der Kritik ausschließlich anzuwenden. Sie ist EINE der in einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft möglichen und zu akzeptierenden Ausdrucksformen neben anderen.

Aber es überrascht natürlich nicht, dass Du auch in diesem Zusammenhang mit Verdrehungen und Unterstellungen arbeitest und nicht gewillt bist, die Aussagen Deiner Gegenredner sachlich korrekt zur Kenntnis zu nehmen und zu bewerten. Dies lässt klar und deutlich erkennen, dass Dir, ganz entgegen Deinem offensichtlich geheuchelten Bedauern über eine angeblich durch andere zu verantwortende Unmöglichkeit ihres Zustandekommens, an einer Sachdiskussion nicht wirklich gelegen ist.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Misterfritz » So 12. Aug 2018, 13:57

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 14:49)

Konstruktive sachliche Kritik sollte die einzige Form der Kritik sein, die alles und jeder über sich ergehen lassen muss. Unsachliche und teils sogar destruktive Kritik kann man sich für Dinge aufheben, die das akzeptieren.

Dinge können gar nichts akzeptieren ;)
Du musst in unserer Gesellschaft es schon den Kritikern überlassen, wie sie kritisieren, solange sie Dich nicht persönlich angreifen.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Troh.Klaus » So 12. Aug 2018, 14:05

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 14:49)
Konstruktive sachliche Kritik sollte die einzige Form der Kritik sein, die alles und jeder über sich ergehen lassen muss. Unsachliche und teils sogar destruktive Kritik kann man sich für Dinge aufheben, die das akzeptieren.

Die entscheidende Frage ist, wie sich das Nicht-über-sich-ergehen-lassen konkretisiert. Zum Beispiel in Form einer Beleidigungsklage - das ist das in unseren Breiten angemessene Mittel. Oder mit Todes-Fatwa a la Salman Rushdie - das ist inakzeptabel. Und eine Aktion a la Charlie Hebdo dürfte an keinem Ort dieses Planeten bei keinem Menschen auch nur auf unterschwelliges Verständnis stoßen.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon keinproblem » So 12. Aug 2018, 14:31

Kritikaster hat geschrieben:(12 Aug 2018, 14:52)

Du hast an der Stelle erkennbar ein Wahrnehmungs- und Verständnisproblem. :rolleyes:

Die Tatsache, dass man das Recht auf künstlerische Freiheit, die selbstredend auch die Möglichkeit der Überzeichnung beinhaltet, gegen Leute wie Dich verteidigt, der Du mit Deiner Haltung eine zumindest partielle Gegnerschaft zu unserer FDGO offenbarst, ist nun, im Gegensatz zu Deiner gezielt verfälschenden Darstellung, keineswegs gleichbedeutend mit dem von Dir unterstellten Streben, diese Form der Kritik ausschließlich anzuwenden. Sie ist EINE der in einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft möglichen und zu akzeptierenden Ausdrucksformen neben anderen.

Der Grund weshalb ich "ausschließlich" sage ist, weil mir kein Diskurs bekannt ist in dem es darum geht, dass man sich sachlich mit dem Islam auseinandersetzen darf, da die Plattform dafür bereits vorhanden ist, genutzt wird und bis auf Ausnahmen auch unter Betroffenen als seriöses Mittel zur Aufklärung anerkannt wird. Diese Sachdiskussionen erreichen allerdings deutlich weniger Popularität als verunglimpfende Stereotype weiter zu beschreien. Die Figuren, die darauf bestehen satirische Übertreibungen unbedingt anwenden zu dürfen, haben sich meiner Einschätzung nach in aller Regel nicht um ein Abwägen der beiden oben bereits genannten Rechte bemüht.

Aber es überrascht natürlich nicht, dass Du auch in diesem Zusammenhang mit Verdrehungen und Unterstellungen arbeitest und nicht gewillt bist, die Aussagen Deiner Gegenredner sachlich korrekt zur Kenntnis zu nehmen und zu bewerten. Dies lässt klar und deutlich erkennen, dass Dir, ganz entgegen Deinem offensichtlich geheuchelten Bedauern über eine angeblich durch andere zu verantwortende Unmöglichkeit ihres Zustandekommens, an einer Sachdiskussion nicht wirklich gelegen ist.

So ein simples und fragiles Argumentum ad Hominem hätte ich von einem Vorstandsmitglied nun wirklich nicht erwartet. Bitte fütter diesen Absatz doch mal mit etwas Substanz statt ewigen Schachtelsätzen.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon keinproblem » So 12. Aug 2018, 14:37

Misterfritz hat geschrieben:(12 Aug 2018, 14:57)

Dinge können gar nichts akzeptieren ;)
Du musst in unserer Gesellschaft es schon den Kritikern überlassen, wie sie kritisieren, solange sie Dich nicht persönlich angreifen.

Ab wann handelt es sich um einen persönlichen Angriff?

Troh.Klaus hat geschrieben:(12 Aug 2018, 15:05)

Die entscheidende Frage ist, wie sich das Nicht-über-sich-ergehen-lassen konkretisiert. Zum Beispiel in Form einer Beleidigungsklage - das ist das in unseren Breiten angemessene Mittel. Oder mit Todes-Fatwa a la Salman Rushdie - das ist inakzeptabel. Und eine Aktion a la Charlie Hebdo dürfte an keinem Ort dieses Planeten bei keinem Menschen auch nur auf unterschwelliges Verständnis stoßen.

Das ist in der Tat eine, wenn nicht die wichtige Frage im Diskurs. Charlie Hebdo hat zum Beispiel nach meiner Auffassung sehr deutlich beleidigende Inhalte publiziert - ihn deswegen in den Körper zu schießen ist selbstredend ein exorbitant schwerwiegenderes Verbrechen, darüber müssen wir hier glaube ich mit niemanden diskutieren. Nein, eine Klage einzureichen sollte zumindest in Deutschland schon ausreichend sein, sofern man über die entsprechende Vorbereitung verfügt.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Misterfritz » So 12. Aug 2018, 14:46

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 15:37)

Ab wann handelt es sich um einen persönlichen Angriff?
Bist Du Mohammed?
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Kritikaster » So 12. Aug 2018, 14:48

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 15:37)

Ab wann handelt es sich um einen persönlichen Angriff?

Wo ist jetzt HIER wieder Dein Verständnisproblem?

Da wir über RELIGIONSKRITIK sprechen, könnte es sich doch allenfalls um einen persönlichen Angriff handeln, wenn Du selbst der Gegenstand der Verehrung wärest. Ich würde zur Zeit noch nicht so weit gehen anzunehmen, dass Du dich dafür hältst.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Troh.Klaus » So 12. Aug 2018, 16:22

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 15:37)
Das ist in der Tat eine, wenn nicht die wichtige Frage im Diskurs. Charlie Hebdo hat zum Beispiel nach meiner Auffassung sehr deutlich beleidigende Inhalte publiziert - ihn deswegen in den Körper zu schießen ist selbstredend ein exorbitant schwerwiegenderes Verbrechen, darüber müssen wir hier glaube ich mit niemanden diskutieren. Nein, eine Klage einzureichen sollte zumindest in Deutschland schon ausreichend sein, sofern man über die entsprechende Vorbereitung verfügt.

Was ist mit der Fatwa gegen Salman Rushdie? Und was meinst Du mit "entsprechender Vorbereitung"? Und was ist Deiner Meinung nach zulässig, wenn es an dieser "Vorbereitung" mangelt?
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon Antonius » So 12. Aug 2018, 17:43

keinproblem hat geschrieben:(12 Aug 2018, 11:59)
Wenn es erlaubt ist den Islam zu beleidigen, ist er auf den richtigen Weg? Ich glaube, dass es sich hier eher um einen Denkfehler handelt.
Eine Ideologie, auch eine Religion, kann man nicht beleidigen.
Opfer einer Beleidigung können nur Ehrträger sein, d.h. nur lebende Personen können beleidigt werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Beleidigung
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Immanuel Kant (1724-1804)
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon keinproblem » So 12. Aug 2018, 18:19

Misterfritz hat geschrieben:(12 Aug 2018, 15:46)

Bist Du Mohammed?

Kritikaster hat geschrieben:(12 Aug 2018, 15:48)

Wo ist jetzt HIER wieder Dein Verständnisproblem?

Da wir über RELIGIONSKRITIK sprechen, könnte es sich doch allenfalls um einen persönlichen Angriff handeln, wenn Du selbst der Gegenstand der Verehrung wärest. Ich würde zur Zeit noch nicht so weit gehen anzunehmen, dass Du dich dafür hältst.

Will erst mal anmerken, dass beides leider keine Antwort auf meine Frage ist. Muss aber auch zugeben, dass das durchaus wie eine rhetorische Frage wirken kann.

Egal wie auch immer. Das Selbstkonzept einer Person ist bekanntermaßen die Identität. Die Religionszugehörigkeit ist ebenso wie Staatsangehörigkeit, sexuelle Orientierung, Hautfarbe, Geschlecht, Alter und alle anderen körperlichen wie geistigen Attribute Bestandteil einer Person und je nach Individuum identitätsstiftend.

Wenn also ein essenzieller Bestandteil meiner Identität verunglimpft wird, ist es in meinen Augen offensichtlich, dass dieser Angriff auch mich als Individuum trifft.
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Re: Was ist die beste Religionskritik?

Beitragvon keinproblem » So 12. Aug 2018, 18:27

Troh.Klaus hat geschrieben:(12 Aug 2018, 17:22)

Was ist mit der Fatwa gegen Salman Rushdie? Und was meinst Du mit "entsprechender Vorbereitung"? Und was ist Deiner Meinung nach zulässig, wenn es an dieser "Vorbereitung" mangelt?

Für das Schreiben von Fantasiebüchern kann man nach besten Wissen und Gewissen keinen Hinrichtungsgrund nach islamischen Recht ableiten. Mit der Vorbereitung rede ich davon, dass man eventuelle Formalitäten im Vornherein beachtet und sich informiert hat auf was sich andere deutsche Gerichte bei einer anderen Urteilsfindung berufen haben. Wenn es an der Vorbereitung mangelt, muss man beim Einreichen der nächsten Klage die vorbereitet sein. Wenn das Gericht schlichtweg nicht gewillt ist einem Recht zu geben, sollte man für die jeweiligen nur Gebete der Rechtleitung sprechen und den Firlefanz ignorieren bzw auswandern.

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