Die Religion ist nicht der Schuldige!

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Europafreund1990
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Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon Europafreund1990 » Do 24. Mai 2018, 16:14

Hallo Forum..

Immer wieder ist in den Medien von religiös motivierten Anschlägen die Rede ist. Erstmal sollte man so fair sein und prüfen ob es tatsächlich ein religiös motivierter Anschlag gewesen war. Darüber herrscht ja auch oft uneinigkeit..

Ich setze mich heute einmal für die Religionen ein. Ich möchte nichts schön reden aber die Religion selbst kann am Wenigsten was dass sie für solch trauriges missbraucht wird.

Ich vertete die These dass diese Radikalisierungen nur so stattfinden weil Beteiligte sich eingeschnitten sah in der Auslebung seines glaubens. Ich glaue aus ethnischer sicht nicht, dass diese Taten so aus der Radikalisierung her stattfinden. Es sind viel mehr verzweifelte Einzeltaten von leuten die in ihren glauben eingeschränkt sahen und dass sie als problemlösung nur noch diese tat sahen.

Ich habe ein lösungsvorschlag wie man den diffusen methoden dieser menschen zuvor kommen könnte. Man installiert ein Zentrum für verzweifelte gläubige die sich ihren glauben dahin gehend öffnen und verstehen und nachvollziehen können. So kann man die Radikalisierung abschwächen und den gläubigen in eine positive und erfüllende glaubensrichtung schicken wo er positiv und glücklich mit seinem glauben konfrontiert würde.

Ist sowas andenkbar oder fördert sowas solche taten nur?


Das wären meine Gedanken für mehr Sicherheit.

Gruss
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Zuletzt geändert von Europafreund1990 am Do 24. Mai 2018, 16:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Ein Terraner
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Re: Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon Ein Terraner » Do 24. Mai 2018, 16:16

Europafreund1990 hat geschrieben:(24 May 2018, 17:14)

Ich möchte nichts schön reden aber die Religion selbst kann am Wenigsten was dass sie für solch trauriges missbraucht wird.


Genau, das ist das gleiche wie mit Waffen, die können auch nichts dafür. :thumbup:
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Michi
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Re: Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon Michi » Do 24. Mai 2018, 16:46

Fundamentalismus ist auch ein Aspekt von Religion. Das als Missbrauch von Religion abzutun, ignoriert diesen Aspekt und löst das Problem nicht. Das ist nur eine Übung in Schönfärberei.
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Europafreund1990
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Re: Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon Europafreund1990 » Do 24. Mai 2018, 16:48

Oh okay....
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Ein Terraner
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Re: Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon Ein Terraner » Do 24. Mai 2018, 19:05

Europafreund1990 hat geschrieben:(24 May 2018, 17:48)

Oh okay....


Wie ziehst du die Linie zwischen Gebrauch und Missbrauch ?
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Re: Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon watisdatdenn? » Do 24. Mai 2018, 19:41

Nun es gibt statistische Häufungen dass eher konservative Muslime ausflippen als Buddhisten.
Woran liegt das?
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Ein Terraner
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Re: Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon Ein Terraner » Do 24. Mai 2018, 20:25

watisdatdenn? hat geschrieben:(24 May 2018, 20:41)

Woran liegt das?

An deinem News Filter ?
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Keoma
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Re: Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon Keoma » Do 24. Mai 2018, 20:28

Ein Terraner hat geschrieben:(24 May 2018, 21:25)

An deinem News Filter ?

Stimmt, die Nachrichten über ausflippende Buddhisten werden meist unterdrückt.
Moralische Entrüstung ist Eifersucht mit einem Heiligenschein.
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Ein Terraner
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Re: Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon Ein Terraner » Do 24. Mai 2018, 20:35

Keoma hat geschrieben:(24 May 2018, 21:28)

Stimmt, die Nachrichten über ausflippende Buddhisten werden meist unterdrückt.

Ist einfach zu wenig Mainstream, hier 2 sek Google. https://www.srf.ch/news/international/d ... buddhismus

Das hier ist auch ganz toll, wenn auch schon älter. https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%8Cmu_Shinriky%C5%8D
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Uffzach
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Re: Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon Uffzach » Do 24. Mai 2018, 22:24

Europafreund1990 hat geschrieben:(24 May 2018, 17:14)
Ich setze mich heute einmal für die Religionen ein. Ich möchte nichts schön reden aber die Religion selbst kann am Wenigsten was dass sie für solch trauriges missbraucht wird.

Auf der anderen Seite: wenns keine Religionen gäbe, könnten sie nicht missbraucht werden. Die Frage, die sich stellt ist also: Bringen Religionen so viel Vorteile, dass diese Vorteile den Nachteil ihres Missbrauches überkompensieren? ich denke nein, weil ja jeder sowieso jedem Aberglauben anhängen kann, der ihm gefällt, ohne dass es den organisierten Aberglauben der Religionen geben muss. Religion ist organisierte Unvernunft. :cool:
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Re: Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon watisdatdenn? » Fr 25. Mai 2018, 03:28

Ein Terraner hat geschrieben:(24 May 2018, 21:35)

Ist einfach zu wenig Mainstream, hier 2 sek Google. https://www.srf.ch/news/international/d ... buddhismus

Kommt mir bekannt vor: ein Mönch weist auf die gefahren des Islams hin und kommt dafür 10 Jahre in den Knast..

Natürlich sind diese Muslime in Südostasien komplett friedfertig und keine Kritik an diesen angebracht.. wie auch überall sonst auf der Welt (Vorsicht! Sarkasmus):
https://www.amnesty.org/en/latest/news/ ... ine-state/

Was die Islamkritischen Buddhisten angeht:
Auch das oberste Gremium des buddhistischen Klerus distanzierte sich unlängst klar von den nationalistischen Mönchen.


Man stelle sich das nur mal vor:
Ein hohes islamisches Gremium distanziert sich von Antisemitismus und Hetze gegen Israel.
Ist schon ein absurder Gedanke, oder?
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relativ
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Re: Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon relativ » Fr 25. Mai 2018, 07:55

Jetzt wurdest du beim Mist erzählen überführt und hast noch nicht mal den Anstand das zuzugeben, alles was kommt sind Ausflüchte. Erbärmlich.


Man stelle sich das nur mal vor:
Ein hohes islamisches Gremium distanziert sich von Antisemitismus und Hetze gegen Israel.
Ist schon ein absurder Gedanke, oder?

Nun dann sage mir doch einmal welches Gremium der Moslems du jetzt meinst oder dir vorschwebt. Ich kenne nämlich keins welches für alle Molsems spricht.
Wenn es dir um Geistliche (Imane) geht , die gibt es.
https://www.juedische-allgemeine.de/art ... w/id/10835
https://www.welt.de/politik/deutschland ... igion.html
https://de.gatestoneinstitute.org/10765/heroische-imame

Wie Terraner wohl schon richtig vermutet hat liegt dein Problem wohl eher an deinem News Filter.
Zuletzt geändert von relativ am Fr 25. Mai 2018, 08:55, insgesamt 1-mal geändert.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon Ein Terraner » Fr 25. Mai 2018, 08:27

watisdatdenn? hat geschrieben:(25 May 2018, 04:28)

Natürlich sind diese Muslime in Südostasien komplett friedfertig und keine Kritik an diesen angebracht..


Die randalieren halt in Lagern. :rolleyes:
https://www.stern.de/politik/ausland/my ... 27154.html
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Re: Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon Europafreund1990 » Fr 25. Mai 2018, 08:59

Uffzach hat geschrieben:(24 May 2018, 23:24)

Auf der anderen Seite: wenns keine Religionen gäbe, könnten sie nicht missbraucht werden. Die Frage, die sich stellt ist also: Bringen Religionen so viel Vorteile, dass diese Vorteile den Nachteil ihres Missbrauches überkompensieren? ich denke nein, weil ja jeder sowieso jedem Aberglauben anhängen kann, der ihm gefällt, ohne dass es den organisierten Aberglauben der Religionen geben muss. Religion ist organisierte Unvernunft. :cool:


Sehr guter Gedankengang. Alle Achtung!
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Re: Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon relativ » Fr 25. Mai 2018, 09:03

Europafreund1990 hat geschrieben:(25 May 2018, 09:59)

Sehr guter Gedankengang. Alle Achtung!

Es ist eher unwahrscheinlich, daß der Mensch sich grundlegend bessert wenn es keine Religionen mehr gibt, bzw. er diesen nicht mehr nachgeht. Irgendetwas glaubt der Mensch immer weil er denkt und das schafft auch Probleme egal ob mit, oder ohne Religion.
Das Problem mit dem Köpfen der Menschen liegt nicht an Religion, oder nicht Religion.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon Europafreund1990 » Fr 25. Mai 2018, 09:08

Hmm leider ist auch da wahres dran. Welchen Anreiz kann es für den menschen leichter machen sich zu verbessern?
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Re: Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon Europafreund1990 » Fr 25. Mai 2018, 09:13

Wie kann sich der Mensch lösen von der Problemfokussierten Lebensweise. Das was der Mensch gut kann ist Sorgen und Probleme zubereiten. Warum fällt positives so schwer? Ich tüftle die ganze Zeit daran wie ich Abstand von meinen Alltagsproblemen gewinnen kann für eine neue Perspektive.
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Re: Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon relativ » Fr 25. Mai 2018, 09:13

Europafreund1990 hat geschrieben:(25 May 2018, 10:08)

Hmm leider ist auch da wahres dran. Welchen Anreiz kann es für den menschen leichter machen sich zu verbessern?

Zuallerst muessten die Menschen auf der Erde mehr zusammenwachsen und zusammenarbeiten, daß muss das Ziel sein. Ohne Probleme wird es beim Menschen btw. wohl nie ablaufen, oder besser gesagt, meine Vorstellungskraft reicht noch nicht so weit. ;)
Wenn es keine unterschiedlichen Ideologien gibt, sondern ein System das Freiheit und Menschenwürde vereint, dann kommen wir dem ideal schon ziemlich nahe. Der Impuls sich zu einigen fehlt der Menschheit allerdings noch.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon Europafreund1990 » Fr 25. Mai 2018, 09:17

Ich betrachte die Welt wie Ein Fussballverein.
Der Mensch ist der Zuschauer im Stadion.
Die mächtigen sind die Spieler auf dem Rasen.
Wie singt man in einem Karnevalslied: die ganze Welt ist ein Verein!
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Re: Die Religion ist nicht der Schuldige!

Beitragvon Europafreund1990 » Fr 25. Mai 2018, 09:23

relativ hat geschrieben:(25 May 2018, 10:13)

Zuallerst muessten die Menschen auf der Erde mehr zusammenwachsen und zusammenarbeiten, daß muss das Ziel sein. Ohne Probleme wird es beim Menschen btw. wohl nie ablaufen, oder besser gesagt, meine Vorstellungskraft reicht noch nicht so weit. ;)
Wenn es keine unterschiedlichen Ideologien gibt, sondern ein System das Freiheit und Menschenwürde vereint, dann kommen wir dem ideal schon ziemlich nahe. Der Impuls sich zu einigen fehlt der Menschheit allerdings noch.


Das sind interessante Gedanken. Finde ich.
Freiheit beginnt im Fühlen. Kann sich der Mensch nicht frei fühlen ist er unzufrieden. Und Unzufriedenheit erzeugt negative Emotionen. Ziel muss sein den Menschen eine Freiheit im Verhalten zu schenken dass darauf abzielt den mensch als freund zu behandeln und dafür zu sorgen dass sich der mensch immer besser fühlen kann. Wer nicht hören will muss fühlen so geht ein bekannter Spruch. Vielleicht müsste es ein ethnisches Fühlsystem geben das beschreibt und fest hält dass sich der mensch frei fühlen darf solang er nicht den glauben eines jeweiligen mitmenschen verletzt.

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