Religion ohne Gottesbezug?

Moderator: Moderatoren Forum 8

Benutzeravatar
Keoma
Beiträge: 11292
Registriert: Mi 25. Jun 2008, 12:27
Benutzertitel: Drum Legend
Wohnort: Österreich

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon Keoma » Mo 12. Mär 2018, 15:12

relativ hat geschrieben:(12 Mar 2018, 15:05)

Muss ich das jetzt verstehen?
Weil der mögliche Schöpfer deiner Ansicht zu Fehlern neigt, gibt es für dich keinen Schöpfer?


Nein.
Weil die "Schöpfung" ein Pfusch ist, ist ein Schöpfer unlogisch.
Jeder hat ein Recht auf meine Meinung.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 22689
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon relativ » Mo 12. Mär 2018, 15:13

Billie Holiday hat geschrieben:(12 Mar 2018, 15:06)

Ich benötige keine Glaubens- oder Gruppenzugehörigkeit in meiner Eigenschaft als Atheistin. Ich fühle keine Verbundenheit zu anderen, mir fremden Atheisten. Ich glaube nicht an höhere Wesen, bin aber dem Glauben oder Unglauben anderer gegenüber völlig gleichgültig eingestellt, solange mich niemand belatschert.

Nunja das dich diese Sache/Diskussion nicht tangiert entlässt andere ja nicht aus der Diskussion über Glaube oder nicht.
Du glaubst also an eine andere Erklärung. Welche denn wenn man Fragen darf?
Btw. Ich will dich nicht belatschern, aber nun bist du nun einmal hier. :D
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 22689
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon relativ » Mo 12. Mär 2018, 15:14

Keoma hat geschrieben:(12 Mar 2018, 15:12)

Nein.
Weil die "Schöpfung" ein Pfusch ist, ist ein Schöpfer unlogisch.

Also der Schöpfer darf keine Lusche sein, sonst hat er deinen Glauben nicht verdient?
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
Keoma
Beiträge: 11292
Registriert: Mi 25. Jun 2008, 12:27
Benutzertitel: Drum Legend
Wohnort: Österreich

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon Keoma » Mo 12. Mär 2018, 15:19

relativ hat geschrieben:(12 Mar 2018, 15:14)

Also der Schöpfer darf keine Lusche sein, sonst hat er deinen Glauben nicht verdient?


Na ja, jemand, der das Universum erschafft baut den Beutel eines Koalas verkehrt herum?
Jeder hat ein Recht auf meine Meinung.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 22689
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon relativ » Mo 12. Mär 2018, 15:22

Keoma hat geschrieben:(12 Mar 2018, 15:19)

Na ja, jemand, der das Universum erschafft baut den Beutel eines Koalas verkehrt herum?

Ne "er" hat m.E. nur die Bausteine und Regeln der Evolution umrissen und in Gang gesetzt, der Rest ist Zufall per Gesetz.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
immernoch_ratlos
Beiträge: 1819
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 12. Mär 2018, 15:26

Keoma hat geschrieben:Ich sehe nirgends den Beweis für einen Schöpfer, nur für seine "Schlampigkeit".
- was "IHN" ja wiederum "beweisen" würde - nur seine "Allmächtigkeit" wäre so ordentlich angekratzt... ;)

"Wir" sind womöglich nichts als ein unvermeidlicher Irrtum der "Natur" - Kräften die ohne jeden vorgefassten Sinn, aber mit einer aus sich selbst genügenden Existenz heraus entstehen. "Irgendwie" entwickeln sich Pflanzen in irdischer Umgebung unter dem Einfluss der Gravitation.

Pflanzen erkennen nur diese als den für sie "zuständigen Gott" an - mal sehen wie das ihren Glauben erschüttert, wenn wir sie in der Schwerelosigkeit züchten - schon das klitzekleinste bisschen Gravitation wird denen ausreichen um im Glauben fest zu bleiben. Es geht darüber hinaus - selbst, wenn überhaupt keine Gravitation mehr da wäre, würde das absolut nix in "Glaubensfragen" unserer Gemüses verändern :(

"Wir" sind ganz genauso - "wir" glauben - völlig unabhängig ob der "Gegenstand" unseres Glaubens überhaupt "existiert". An etwas nicht zu glauben, was nicht existiert, genügt völlig für "dessen" herbeigedachte Existenz.

Es ist reichlich sinnlos einen "Nichtglauben" begründen zu wollen - schlimmer noch, seine bloße Existenz beweist bereits das es Glaube gibt. Müsste sonst "jemand" sich so sehr bemühen eine ordentliche Bezeichnung für seine "Ungläubigkeit" zu finden :?:

Reichlich unpraktisch, falls es den notorisch Gläubigen wieder gelingt die Oberhand zu gewinnen - "Ungläubige" als Gottesbeweis - da hilft nur eine schönes, feierliches, öffentliches Autodafé :|
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
Billie Holiday
Beiträge: 13731
Registriert: Mi 11. Jun 2008, 10:45
Benutzertitel: Mein Glas ist halbvoll.
Wohnort: Schleswig-Holstein, meerumschlungen

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon Billie Holiday » Mo 12. Mär 2018, 15:40

relativ hat geschrieben:(12 Mar 2018, 15:13)

Nunja das dich diese Sache/Diskussion nicht tangiert entlässt andere ja nicht aus der Diskussion über Glaube oder nicht.
Du glaubst also an eine andere Erklärung. Welche denn wenn man Fragen darf?
Btw. Ich will dich nicht belatschern, aber nun bist du nun einmal hier. :D


Warum sollte es mich denn nicht interessieren? Soll doch jeder tun und glauben, was er will. Ich benötige nur keine nicht-religiöse „Glaubens“gemeinschaft, bloß weil ich Atheistin bin. Ein Zusammengehörigkeitsgefühl kann ja aus anderen Gründen entstehen, aber die bloße Abwesenheit eines Glaubens reicht mir nicht, um mich jemandem zugehörig zu fühlen.
Das war das Strangthema, gell?
Ich bin nicht im Besitz irgendwelcher Wahrheiten, ich weiß nur, was für mich persönlich logisch und vorstellbar klingt. Und da stehe ich der Evolutionstheorie näher als einem Gott, auch wenn ich es schlicht nicht weiß, ich war damals nicht dabei.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
K. Kinski
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 22689
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon relativ » Mo 12. Mär 2018, 15:50

Billie Holiday hat geschrieben:(12 Mar 2018, 15:40)

Warum sollte es mich denn nicht interessieren? Soll doch jeder tun und glauben, was er will. Ich benötige nur keine nicht-religiöse „Glaubens“gemeinschaft, bloß weil ich Atheistin bin.

Die benötige ich mom. auch nicht.
Ein Zusammengehörigkeitsgefühl kann ja aus anderen Gründen entstehen, aber die bloße Abwesenheit eines Glaubens reicht mir nicht, um mich jemandem zugehörig zu fühlen.
Das war das Strangthema, gell?
Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen ist aus verschiedenen Gründen entstanden, natürlich. Wie auch die Feindschaft unter einander.

Ich bin nicht im Besitz irgendwelcher Wahrheiten, ich weiß nur, was für mich persönlich logisch und vorstellbar klingt. Und da stehe ich der Evolutionstheorie näher als einem Gott, auch wenn ich es schlicht nicht weiß, ich war damals nicht dabei.
Die Evolutionstheorie erklärt auch nicht die Schöpfung ansich.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
immernoch_ratlos
Beiträge: 1819
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 12. Mär 2018, 16:16

Ähm "Schöpfung" impliziert einen "Schöpfer" - nur weil all der Scheiß um uns herum und wir selbst "irgendwie" existieren - muss niemand etwas "geschaffen" haben.

Dazu fällt mir spontan aus dem Leben des Brian ein "Always Look on the Bright Side of Life" :

You know, you come from nothing, you're going back to nothing. What have you lost? Nothing! :thumbup:

(was hast du schon zu verlieren, du weißt du kommst aus dem nichts und du gehst wieder ins nichts zurück. Was hast du also verloren? Nichts!)
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
Boraiel
Beiträge: 4031
Registriert: Di 25. Feb 2014, 02:25
Benutzertitel: Let’s rule the world.
Wohnort: Deutschland/Niederlande

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon Boraiel » Mo 12. Mär 2018, 19:06

immernoch_ratlos hat geschrieben:(12 Mar 2018, 16:16)

Ähm "Schöpfung" impliziert einen "Schöpfer" - nur weil all der Scheiß um uns herum und wir selbst "irgendwie" existieren - muss niemand etwas "geschaffen" haben.

Ich kann mich aber des Eindrucks nicht erwehren, das trotzdem irgendwie naheliegend zu finden. :?
Libertas veritasque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
PeterK
Beiträge: 5086
Registriert: Di 31. Mai 2016, 10:06

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon PeterK » Mo 12. Mär 2018, 20:41

Boraiel hat geschrieben:(12 Mar 2018, 19:06)
Ich kann mich aber des Eindrucks nicht erwehren, das trotzdem irgendwie naheliegend zu finden. :?

Welches "das"? Das "Erschaffensein"?
Benutzeravatar
Skeptiker
Beiträge: 530
Registriert: Do 11. Jan 2018, 22:26

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon Skeptiker » Mo 12. Mär 2018, 21:51

schokoschendrezki hat geschrieben:(12 Mar 2018, 14:26)
Du kannst deine ethischen Grundsätze, auch wenn Du sie als deine ganz persönlichen auffasst, nur in Form von Sprache formulieren. Hast Du eine Vorstellung davon, wieviele gebräuchliche sprachliche Begriffe - nur mal exemplarisch - auf Martin Luther zurückgehen? Von "Schmach und Schande" über "Herzenslust", "Böse Buben", "Lästermaul" und etlichen Dutzend weiteren bis hin zu "ein Buch mit sieben Siegeln". Du bist verstrickt! Im wahrsten Sinne des Wortes.

Natürlich, dem will ich garnicht widersprechen. Wenn ich schreibe, dass jeder Mensch seine eigene Ethik hat, dann meine ich nicht damit, dass er seine ganz EIGENE hat, sondern dass er eine HAT. In aller Regel unterscheidet sich die Ethik der meisten Menschen eben nur marginal voneinander - das ist eben mein Punkt den ich rüberbringen will.

Was mich zur Eröffnung dieses Threads gebracht hat ist nicht, dass ich nun unbedingt einem Verein angehören möchte (so wie das mache hier verstehen), oder dass ich meine, dass man nur in einer großen Gemeinschaft Gleichgesinnter so richtig glücklich ist. Das ist Bullshit! Es geht nicht um den Einzelnen.
Es geht darum, dass ich es zum kotzen finde, dass nur archaische Esoteriker eine ernsthafte Lobby in der Gesellschaft besitzen und rational denkende Menschen von Marienanbetern und Lourdes-Wasser-Trinkern moralisch an die Wand gestellt werden.

Organisierten 24Mio. Katholiken und 22Mio. Evangelen stehen fast 30Mio. unorganisierte Konfessionslose gegenüber. Im Gegensatz zu den Konfessionen haben die Konfessionslosen aber keinerlei gesellschaftliche Macht, weil sie stolz darauf sind "auch für sich ganz alleine Atheist sein zu können". Prima. Finden die Kirchen auch prima und schnappen sich dadurch die Trägerschaften für unzählige Soziale und Gesellschaftliche Einrichtungen um dadurch die Macht ihrer Organisation zu stärken. Der Imagegewinn ist dabei unermesslich.

Menschen sind von Natur aus soziale Wesen. Vieles, gerade der christlichen Lehre, ist nichts weiter als Niederschrift von Best Practice in sozialen Gemeinschaften. Es gibt insbesondere keinen rationalen Grund daran viel zu ändern. Die allermeisten Menschen brauchen dafür auch kein rosa Einhorn um diesen Regeln einen Sinn zu geben. Das Argument, nur metaphysische Ursachen der Ethik einen Sinn geben erstaunt mich immer wieder - es ist fundamental falsch. Es stellt eben jeden Atheisten in den Verdacht ein unethischer Mensch zu sein.

Wenn 80% der Konfessionslosen und jeweils 20% latent Ungläubige der christlichen Kirchen sich zu einer Konfession zusammenschließen würde, deren Glaubensaussage wäre, dass sie daran glauben dem göttlichen in der Welt anstatt dem Gott im Himmel zu dienen, dann würden 33Mio organisierte Realisten ca. 20Mio Katholiken und 18Mio Evangelischen gegenüberstehen. Anders als die Brights, die sich hauptsächlich durch ihr Bekenntnis zum Unglauben definieren, sollte man positiv definieren wie man die Welt durch Realismus verbessern kann. Zur Realiät gehört ja auch das soziale Zusammenleben und dessen Förderung, ohne das keine Konfession auskommen kann.

Ich denke ein machtvolles Bekenntnis zur Welt wäre ein riesen Schritt heraus aus einem mittelalterlichen Gemeinsystem mit metaphysischem Wackelfundament. Wir brauchen nicht mehr Götzenverehrung, sondern mehr Hirn und Gemeinschaftssinn.
Benutzeravatar
Skeptiker
Beiträge: 530
Registriert: Do 11. Jan 2018, 22:26

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon Skeptiker » Mo 12. Mär 2018, 21:52

Boraiel hat geschrieben:(12 Mar 2018, 19:06)
Ich kann mich aber des Eindrucks nicht erwehren, das trotzdem irgendwie naheliegend zu finden. :?

Wieso soll es naheliegen, dass es einen Schöpfer gibt?
Alpha Centauri
Beiträge: 2190
Registriert: Mo 19. Jun 2017, 09:49

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 12. Mär 2018, 22:02

Skeptiker hat geschrieben:(12 Mar 2018, 21:52)

Wieso soll es naheliegen, dass es einen Schöpfer gibt?



Richtig, wozu brauchst es den den einen allerersten Beweger?
Benutzeravatar
Boraiel
Beiträge: 4031
Registriert: Di 25. Feb 2014, 02:25
Benutzertitel: Let’s rule the world.
Wohnort: Deutschland/Niederlande

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon Boraiel » Mo 12. Mär 2018, 22:12

Skeptiker hat geschrieben:(12 Mar 2018, 21:52)

Wieso soll es naheliegen, dass es einen Schöpfer gibt?

Ja, woher soll denn die Fraglichkeit kommen, werter Skeptiker?
Libertas veritasque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
Benutzeravatar
Maltrino
Beiträge: 621
Registriert: Fr 8. Jan 2016, 12:40

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon Maltrino » Mo 12. Mär 2018, 22:16

Bei Religion ohne Gott müssten die Gläubigen, also Menschen (!) ja zugeben, dass sie etwas für richtig halten was ein anderer Mensch (!) gesagt hat. Und wie schwierig, nein, offenbar unmöglich das ist, sieht man ja in Foren wie diesen.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
Benutzeravatar
Skeptiker
Beiträge: 530
Registriert: Do 11. Jan 2018, 22:26

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon Skeptiker » Mo 12. Mär 2018, 22:18

Alpha Centauri hat geschrieben:(12 Mar 2018, 22:02)
Richtig, wozu brauchst es den den einen allerersten Beweger?

Es ist tatsächlich famos, dass sich Menschen die glauben wollen, von den simpelsten Augenscheinlichkeiten blenden lassen.

Jeder der sich kritisch damit auseinandersetzt wird doch schnell zu dem Schluss kommen, dass ein Schöpfer selbst erst einmal geschöpft worden sein muss. Damit verlagert man das Problem immer weiter nach hinten bis man sagt "äh, naja, so ein Quatsch, der war schon immer da ...". Sorry, aber dann kann ich auch gleich sagen, die Welt war schon immer da.

Mir konnte bislang noch niemand klarmachen, wieso die Welt einen Schöpfer benötigt. Religiöse Menschen argumentieren i.d.R. mit ihrem festen Glauben daran. Aristoteles oder Thomas von Aquin hört man doch kaum noch, weil man schon eben fest an Gott glauben muss um dieser Logik zu verfallen.

Es ist und bleibt halt eine Glaubenssache, bei der sich Gläubige gern überreden lassen, aber nichts was in irgendeiner Weise plausibel oder naheliegend ist.
Benutzeravatar
Skeptiker
Beiträge: 530
Registriert: Do 11. Jan 2018, 22:26

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon Skeptiker » Mo 12. Mär 2018, 22:19

Boraiel hat geschrieben:(12 Mar 2018, 22:12)
Ja, woher soll denn die Fraglichkeit kommen, werter Skeptiker?

Wenn Du meinst der Schöpfer hat sie geschöpft, wer hat dann den Schöpfer geschöpft?
Benutzeravatar
Skeptiker
Beiträge: 530
Registriert: Do 11. Jan 2018, 22:26

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon Skeptiker » Mo 12. Mär 2018, 22:25

Maltrino hat geschrieben:(12 Mar 2018, 22:16)
Bei Religion ohne Gott müssten die Gläubigen, also Menschen (!) ja zugeben, dass sie etwas für richtig halten was ein anderer Mensch (!) gesagt hat. Und wie schwierig, nein, offenbar unmöglich das ist, sieht man ja in Foren wie diesen.

Ja, du hast Recht. In Menschen wird man niemals vollkommene Wahrhaftigkeit finden. Das stört viele Ungläubige die dennoch in der Kirche sind aber auch nicht das Theater mitzumachen.

Es geht aber eher um meinen Glauben an die richtige Sache. Es gibt viele Ideologien in die deren Jünger wie in einen Religion vernarrt sind. Metaphysik ist nicht die einzige Überzeugungskraft.
Benutzeravatar
Boraiel
Beiträge: 4031
Registriert: Di 25. Feb 2014, 02:25
Benutzertitel: Let’s rule the world.
Wohnort: Deutschland/Niederlande

Re: Religion ohne Gottesbezug?

Beitragvon Boraiel » Mo 12. Mär 2018, 22:26

Skeptiker hat geschrieben:(12 Mar 2018, 22:19)

Wenn Du meinst der Schöpfer hat sie geschöpft, wer hat dann den Schöpfer geschöpft?

Ich sehe Gott als Woher der Fraglichkeit, viele weitere Bezeichnungen sind unter gewissen Blickwinkel meines Erachtens aber auch möglich und zutreffend.
"Woher aber kommt das Woher der Fraglichkeit?“ liefert eine klare Antwort.
Dazu kann ich empfehlen: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Philosophische_Theologie_im_Zeitalter_des_Nihilismus
Meine Gedanken zu dem Thema gleichen den von Herrn Weischedel zwar nicht, kommen Ihnen aber sehr nahe.
Libertas veritasque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html

Zurück zu „81. Religion“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast