Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

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unity in diversity
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon unity in diversity » Do 7. Sep 2017, 10:40

Dampflok94 hat geschrieben:(07 Sep 2017, 11:34)

Eltern geben Kindern ihre Werte weiter. Und dazu gehört auch Religion. Dein Forderung konsequent durchdacht bedeutet den Eltern ihre Kinder bis zum 18. Lebensjahr wegzunehmen. Sicherlich eine tolle Idee.

Europa ist vom Mittelalter zum Nanotechalter vorangeschritten, weil es eine Zeit der Aufklärung gegeben hat, in welcher der Einfluß der Religion zurückgedrängt wurde.
Heute werden existenzsichernde Arbeitsplätze knapp und so kann das der Grund sein, warum z.B. die AfD eine arme Gesellschaft zu einer gottgewollten Ordnung verklären will.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Ein Terraner » Do 7. Sep 2017, 10:43

Dampflok94 hat geschrieben:(07 Sep 2017, 11:34)

Eltern geben Kindern ihre Werte weiter. Und dazu gehört auch Religion. Dein Forderung konsequent durchdacht bedeutet den Eltern ihre Kinder bis zum 18. Lebensjahr wegzunehmen. Sicherlich eine tolle Idee.


Was die Eltern ihren Kindern erzählen lässt sich nicht kontrollieren, allerdings schaffen wir es ja anscheinend auch problemlos eine Altersbeschränkung bei Diskotheken durchzusetzen. Keine Kinder mehr in Messen, keine speziellen Kindergottesdienste, keine religiösen Rituale mehr mit Kindern, auch ein konfessioneller Religionsunterricht ab der ersten Klasse würde sich problemlos regeln lassen.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Dampflok94 » Do 7. Sep 2017, 11:51

Ein Terraner hat geschrieben:(07 Sep 2017, 11:43)

Was die Eltern ihren Kindern erzählen lässt sich nicht kontrollieren, allerdings schaffen wir es ja anscheinend auch problemlos eine Altersbeschränkung bei Diskotheken durchzusetzen. Keine Kinder mehr in Messen, keine speziellen Kindergottesdienste, keine religiösen Rituale mehr mit Kindern, auch ein konfessioneller Religionsunterricht ab der ersten Klasse würde sich problemlos regeln lassen.

Problemlos? Glaubst Du das wirklich? Keine Ministranten mehr bei der RK? Du glaubst, diese diktatorischen Maßnahmen würden die Menschen widerstandslos hinnehmen? Was ist mit den Schulen, die kirchliche Träger haben? Und natürlich entsprechend lehren? Alles verbieten? Daß Du damit die Axt an unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung legen würdest, sei nur am Rande erwähnt.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Ein Terraner » Do 7. Sep 2017, 12:14

Dampflok94 hat geschrieben:(07 Sep 2017, 12:51)

Problemlos? Glaubst Du das wirklich? Keine Ministranten mehr bei der RK? Du glaubst, diese diktatorischen Maßnahmen würden die Menschen widerstandslos hinnehmen? Was ist mit den Schulen, die kirchliche Träger haben? Und natürlich entsprechend lehren? Alles verbieten?

Widerstandslos? Wann hätte die Kirchen jemals irgendwas widerstandslos hingenommen das ihnen nicht gefallen hat? Und was soll mit den Schulen sein ? Es war Religion ab 18 und nicht Physik, Mathe, Deutsch ab 18.


Daß Du damit die Axt an unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung legen würdest, sei nur am Rande erwähnt.


Nennt sich Jugendschutz, aber damit haben die Kirchen allgemein ein Problem.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon mok » Do 7. Sep 2017, 12:20

Schwer religiöse Familien sollten vom Jugendamt kontrolliert werden. Einzel Gespräche mit den Kindern zu führen wäre eine gute Idee.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Dampflok94 » Do 7. Sep 2017, 12:28

Ein Terraner hat geschrieben:(07 Sep 2017, 13:14)Widerstandslos? Wann hätte die Kirchen jemals irgendwas widerstandslos hingenommen das ihnen nicht gefallen hat? Und was soll mit den Schulen sein ? Es war Religion ab 18 und nicht Physik, Mathe, Deutsch ab 18.

Du weißt genau, daß ich nicht die Kirchen meine. ich meine die Eltern, die sich von Leuten wie dir nicht vorschreiben lassen wollen, welche Werte sie ihren Kindern mitgeben dürfen und welche nicht. Und christliche, jüdische, muslimische und andere religiöse Werte gehören dazu.
Und natürlich weißt Du auch, das in konfessionellen Kirchen nicht nur Mathe, Physik etc, gelehrt wird. Sondern natürlich auch etwas über die entsprechende Religion. In manchen Schulen beginnt das mit einem gemeinsamen Morgengebet.

Was Du willst hat mit Jugendschutz nichts zu tun. Du willst deine Auffassung durchdrücken, was Kinder wissen dürfen und was nicht. Und das wird dir nicht gelingen.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Dampflok94 » Do 7. Sep 2017, 12:32

mok hat geschrieben:(07 Sep 2017, 13:20)

Schwer religiöse Familien sollten vom Jugendamt kontrolliert werden. Einzel Gespräche mit den Kindern zu führen wäre eine gute Idee.

Wie so ziemlich alles kann man Religiosität übertreiben. Und das sollte unterbunden werden.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Ein Terraner » Do 7. Sep 2017, 12:33

Dampflok94 hat geschrieben:(07 Sep 2017, 13:28)

Du weißt genau, daß ich nicht die Kirchen meine. ich meine die Eltern, die sich von Leuten wie dir nicht vorschreiben lassen wollen, welche Werte sie ihren Kindern mitgeben dürfen und welche nicht.


Auch diese Eltern müssen sich damit abfinden das ihr Kind erst mit 18 in die Disko darf, ob sie das wollen oder nicht spielt dabei eher keine Rolle.

Dampflok94 hat geschrieben:(07 Sep 2017, 13:28)

Und natürlich weißt Du auch, das in konfessionellen Kirchen nicht nur Mathe, Physik etc, gelehrt wird. Sondern natürlich auch etwas über die entsprechende Religion. In manchen Schulen beginnt das mit einem gemeinsamen Morgengebet.


Natürlich weis ich das, die Kirchen setzten ja nicht Grundlos bei Kleinkindern an um sich die nächste Generation von Gläubigen zu programmieren. Und genau diesen Hebel möchte ich etwas kürzen. :)
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon mok » Do 7. Sep 2017, 12:41

Man sollte den Kindern auch klar machen das es nur ein Glaube ist und es viele Religionen gibt´s die bestimmte Sachen Glauben.Statt den ein zu trichtern das ist die einzige Wahrheit.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Dampflok94 » Do 7. Sep 2017, 12:41

Ein Terraner hat geschrieben:(07 Sep 2017, 13:33)

Auch diese Eltern müssen sich damit abfinden das ihr Kind erst mit 18 in die Disko darf, ob sie das wollen oder nicht spielt dabei eher keine Rolle.

Mal abgesehen davon, daß ein Kind schon vorher in die Disko darf:
Wenn Du den Unterschied nicht erkennst, ist dir auch nicht zu helfen. :(

Btw: Gilt dein Furor auch für andere Gruppen, bei denen es um Weltanschauung geht? Z. B. den Jugendorganisationen der Parteien? Die Falken? Pfadfinder?
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Dampflok94 » Do 7. Sep 2017, 12:43

mok hat geschrieben:(07 Sep 2017, 13:41)

Man sollte den Kindern auch klar machen das es nur ein Glaube ist und es viele Religionen gibt´s die bestimmte Sachen Glauben.Statt den ein zu trichtern das ist die einzige Wahrheit.

Dafür hielte ich wiederum die Schule als den geeigneten Ort.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Ein Terraner » Do 7. Sep 2017, 12:47

Dampflok94 hat geschrieben:(07 Sep 2017, 13:41)

Mal abgesehen davon, daß ein Kind schon vorher in die Disko darf:
Wenn Du den Unterschied nicht erkennst, ist dir auch nicht zu helfen. :(

Der Unterschied liegt in der Akzeptanz, das ist wie mit dem Alkohol. Aber selbst den gibt es erst ab 16 weil er Junge Gehirne zu leicht schädigen kann.

Btw: Gilt dein Furor auch für andere Gruppen, bei denen es um Weltanschauung geht? Z. B. den Jugendorganisationen der Parteien? Die Falken? Pfadfinder?

Kommt darauf an, gibt es welche die Gesellschaftliche und Politische Auswirkungen haben ?
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Ein Terraner » Do 7. Sep 2017, 12:50

Dampflok94 hat geschrieben:(07 Sep 2017, 13:43)

Dafür hielte ich wiederum die Schule als den geeigneten Ort.


Ein allgemeinen Religionsunterricht halte ich auch für Sinnvoll, nur halt keinen konfessionellen wo es nur darum geht die Glaubensinhalte in die Kinder zu bekommen. Aber wenn es nur darum geht die Globalen Religionen durchzusprechen, ganz neutral, dann ist das eine gute und wichtige Sache.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon mok » Do 7. Sep 2017, 12:56

Dampflok94 hat geschrieben:(07 Sep 2017, 13:43)

Dafür hielte ich wiederum die Schule als den geeigneten Ort.

Ja das wäre gut, trifft leider aber auch kaum zu.Oder man kann vom Religionsunterricht ausgeschlossen werden wie ich früher.Und Zuhause wird man weiter gedrillt.
Diese strenge Erziehung der Religion ist eine Psychische Seelische Gewalt die verboten sein sollte.Doch kaum ein Interessiert es, solange sie nicht geschlagen werden.
Als Kind mit ca.8 Jahren wurde ich beim Predigt-Dienst von einer Frau gefragt ob ich das überhaupt möchte und Spaß daran habe.Ich habe mit nein geantwortet.Meine Eltern waren so eintäuscht von mir und ich bekam noch mehr Druck und Gehirnwäsche.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon mok » Do 7. Sep 2017, 13:00

Ein Terraner hat geschrieben:(07 Sep 2017, 13:50)

Ein allgemeinen Religionsunterricht halte ich auch für Sinnvoll, nur halt keinen konfessionellen wo es nur darum geht die Glaubensinhalte in die Kinder zu bekommen. Aber wenn es nur darum geht die Globalen Religionen durchzusprechen, ganz neutral, dann ist das eine gute und wichtige Sache.

Das finde ich auch.Und es sollte ein Pflicht Unterricht sein.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Anderus » Do 7. Sep 2017, 14:19

Ger9374 hat geschrieben:(07 Sep 2017, 05:00)
Es steht doch zur debatte das Eltern ihre aufsichtspflicht /Fürsorge für ein Kind nutzen konnten um es manipulativ bis zum 14.lebensjahr massiv religiös zu beeinflussen.

Nun ja, es ist ein Recht, was sogar im Grundgesetz festgeschrieben ist. Die Gerichte, legen dieses Recht, sehr exessiv, für die Eltern aus. Es muss also schon massiv was vorfallen, bis Gerichte und das Jugendamt tätig werden (können).

Das persönliche recht des Kindes hatte hintenan zu stehen.

Ja, man hatte schlechte Erfahrungen gemacht, wenn andere als die Eltern, die Kinder erziehen. So dürfte sich wohl auch der Artikel im Grundgesetz erklären. Es ist das kleinere Übel.

Rechtlich wohl eindeutig,

Stimmt. Es gibt natürlich auch noch andere Gesetze, als den Artikel im Grundgesetz, der Kinder schützt. Leider müssen diese Gesetze, mit Ausnahme gegen den Sexuellen Missbrauch, hinten anstehen. Das beste Beispiel dürfte das Gesetz sein, wo man die Beschneidung von Knaben erlaubt hat. Hier darf man Kinder sogar Foltern und Verstümmeln.

..., menschlich durch das manipulative verhalten der Eltern verwerflich!

Auch richtig. Allerdings, kann man den Eltern auch nur bedingt einen Vorwurf machen. Sie sind selber oft Opfer des Systems und bilden sich ein, alles Richtig zu machen. Sie sind fest davon überzeugt, das sie zum Wohl des Kindes beitragen. Sie verstehen, eben nicht, wie sehr sie den Kindern schaden.

Aber was steht alternativ denn zur verfügung?

Die einzige Lösung, die ich sehe, wäre tatsächlich die Schule. Bei den Zeugen Jehovas, gibt es einen "Fachbegriff". Das ist der Sagebock oder einfach nur der Bock. Das sind Menschen, die kennen die Bibel besser, als die Zeugen Jehovas. Diese Menschen mögen sie überhaupt nicht, und brechen jedes Gespräch ab, wenn sie merken, das sie auf einen solchen Bock getroffen sind. Das wären genau die richtigen Lehrer, für Kinder, die bei Zeugen Jehovas aufwachsen.

Zeugen Jehovas, lesen nämlich die Bibel selektiv. Wenn man mit ihnen die Bibel studiert, schreiben sie einem genau vor, welche Verse man zu lesen hat, und welche nicht. Verse, die "schwierig zu verstehen sind" werden von den Zeugen Jehovas einfach überlesen. Man nimmt diese Stellen einfach nicht zur Kenntnis. Werden sie explizit auf solche Verse hingewiesen, brechen sie die Diskussion ab, und verweisen darauf, das man das nur verstehen kann, wenn man den Zusammenhang kennt und sieht. Dann kommt in der Regel, das Bibelhopping. Bibelhopping heißt, das in schneller Reihenfolge Bibelverse quer durch die Bibel aufgerufen werden, die oft gar nichts mit dem Problem, zu dem man eine Frage gestellt hatte, zu tun haben, bis man gar nicht mehr weis, welches Problem man besprechen wollte.

Das wäre dann die Chance für den Lehrer, wenn er ein Sagebock ist. Er hätte ohne weiteres, anhand der Bibel, die Chance, auch Kinder von Zeugen Jehovas zum Nachdenken über die Bibel zu bringen. In der Bibel stehen soviele Scheußlichkeiten, Verbrechen und Widersprüche, das es im Prinzip ein Leichtes ist, anhand der Bibel, Menschen von der Bibel zu entwöhnen.

Die meisten Lehrer, sind dabei, natürlich überfordert. Sie haben im Religionsunterricht, nicht die geringste Chance, gegen ein Kind, was bei den Zeugen Jehovas ist. Die Zeugen Jehovas, werden gegen jeden Einwand der gegen die Bibel geht, so sehr geschult, das ein Laie der die Bibel kaum kennt, keine Chance hat. Wie gesagt, da muss schon ein Sagebock her, um da mithalten zu können.

Absenkung des Religionsmündigkeitsalters?

Halte ich gar nichts von. Ich hatte es ja oben schon geschrieben. Selbst das Alter von 14 Jahren, steht zu über 90%, nur auf dem Papier. In dem Alter ist es fast nie möglich, gegen die Eltern Entscheidungen zu treffen. Schon gar nicht bei den Zeugen Jehovas. Ich schrieb ja, die einzige Chance die es gibt, wären speziell geschulte Lehrer, die mit den Kindern die Bibel durchgehen. Wichtig wäre eigentlich nur, das man den Kindern einschärft, das sie jede Prügel oder Gewalt, die sie von den Eltern erfahren, den Lehrern melden müssten.

Entscheidung in einzelfällen?

Das wäre die einzige Möglichkeit. Wenn man hinginge und wollte allen Zeugen Jehovas, die Kinder wegnehmen, könnte das zu unlösbaren Problemen führen.

Schwere Kost!?

Genau deshalb, tauschen wir uns ja hier im Thread aus. Ich finde, wir sind auf einem guten Weg.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Progressiver » Fr 22. Sep 2017, 22:40

Dampflok94 hat geschrieben:(04 Sep 2017, 10:30)

Soso, das wußtest Du also. Und mach ein Jude weiß, daß es Gott gibt. Und manch ein Christ weiß, daß er seinen Sohn zu uns schickte. Und manch ein Moslem weiß, daß es Allah gibt. Und viele Hindus wissen, daß es viele Gottheiten gibt. Und all deren wissen ist nicht richtiger oder falscher als dein Wissen. Es ist nämlich gar kein Wissen. Weder was Du dafür hältst noch was die anderen genannten dafür halten.

Es gibt leider bei vielen Atheisten eine Arroganz, die an religiöse Fundamentalisten erinnert. Genau wie diese sind sie überzeugt erkannt zu haben, wie die Welt ist und wie sie nicht ist. Und wo die einen eine heilige Schrift hochhalten berufen sich die anderen auf ihre rationale Erkenntnis. Na dann... :(


Es gibt auch noch andere Geschichten, die einen vierzehnjährigen Menschen zweifeln lassen können. Wenn man sich die Religion der alten Ägypter ansieht, dann waren für deren Gläubige die Götter Isis und Osiris genau so wahr und "wirklich" existent wie für die späteren Christen ihr dreieiniger Gott. Und auch die alten Griechen haben mit der gleichen Inbrunst an Zeus und Poseidon geglaubt wie beispielsweise die Inder an ihre Hindugötter. Mit vierzehn habe ich auch entdeckt, dass andere Religionen interessante Geschichten erzählen können. Wer aber eins und eins zusammenzählen kann, wird nicht umhin kommen, sich zu fragen: Wenn die Götterwelt der anderen Religionen der Antike anscheinend nur eine menschliche Erfindung ist: Mit welchen Recht behauptet dann der eigene Kult, wahrer zu sein als vergangene Religionen? Und warum sollten nicht auch gleich sämtliche Religionen der Jetztzeit nur Produkte menschlicher Fantasie, Ängste, Sehnsüchte, aber auch Hass und anderer Abgründe sein? Oder für den fortgeschrittenen Zweifler: Wie ist es möglich, dass der indische Gott Vishnu nie den Polynesiern erschienen ist? Und warum hat sich in unseren Breitengraden nie ein Gott der Aborigines gemeldet?

Ich denke, man kann sehr wohl auch schon als vierzehnjähriger Mensch auf diesem Niveau folgern, dass jeglicher Gott immer nur ein Merkmal einer allgemeinen Übereinkunft innerhalb eines Kulturkreises gewertet werden kann. Gleiches gilt für Geister, Dämonen, Außerirdische usw. Wenn dann der Gottesbegriff als solcher korrumpiert ist, dann kann man sich auch nicht mehr vorstellen, dass es überhaupt so etwas als real existierendes Lebewesen geben könnte.

In späteren Jahren habe ich dann jedenfalls Geschichte und Soziologie studiert, solange es mir möglich war. Ich besitze auch ein großes Allgemeinwissen, möchte ich meinen. Sämtliche neuen Erkenntnisse und wissenschaftlichen Fragestellungen haben mich in meiner Skepsis bestärkt. Ebenso haben mich seelische Krisen nicht dermaßen umgehauen und zerbrochen, dass ich völlig apathisch nur noch beten würde, weil ich mit meiner eigenen Kraft am Ende wäre. Das Gegenteil war nämlich der Fall: Da ich ja weiß, dass ich nur dieses eine Leben habe, war ich ehrgeizig genug, mich aus dem Jammertal hin zu mehr Lebensqualität zu boxen. :thumbup: Es mag also sein, dass Religion bei manchen am Leben zerbrochenen Menschen wie ein Schmerzmittel wirkt. Wenn man jedoch wieder auf die Beine kommen will, dann braucht es vor allem eine große intrinsische Motivation und einen riesigen Ehrgeiz. Der Trost, dass es im "Jenseits" besser werden würde, entpuppt sich dann als Scheinlösung. Wenn man dagegen weiß, dass man nur dieses eine Leben hat, weckt das die Lebensgeister. Der Grund: man beginnt zu erkennen, dass jeder ungenutzte Tag, den man am Boden liegend verbringt, verlorene Zeit ist. Andererseits darf dann aber die darauf einsetzende Torschlusspanik nicht derart groß werden, dass sie einem die Lebensqualität vermiest.

In meinen Fall haben also die Fähigkeit zur Abstraktion und zum Vergleich mich dazu geführt, zum Atheisten zu werden. Und auch die schlimmsten möglichen Krisen haben meine Ungläubigkeit nicht in Zweifel gezogen. Ebenso reagiere ich aber allergisch auf Menschen, die meinen, dass ihre Religion sowie deren Wertekorsett auch für mich die beste Medizin zu sein habe.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Dampflok94 » Sa 23. Sep 2017, 18:21

Progressiver hat geschrieben:(22 Sep 2017, 23:40)In meinen Fall haben also die Fähigkeit zur Abstraktion und zum Vergleich mich dazu geführt, zum Atheisten zu werden. Und auch die schlimmsten möglichen Krisen haben meine Ungläubigkeit nicht in Zweifel gezogen. Ebenso reagiere ich aber allergisch auf Menschen, die meinen, dass ihre Religion sowie deren Wertekorsett auch für mich die beste Medizin zu sein habe.

Deine Fähigkeit zur Abstraktion und zum Vergleich ließ dich also zum Atheisten werden. Sprich alle Nicht-Atheisten haben diese Fähigkeit nicht. Oder wie darf ich das verstehen?

Es ist selbstredend völlig legitim beim Betrachten der Welt zu dem Schluß zu kommen, daß das mit Göttern, Engeln, Elefen oder sontigem Übernatürlichen alles Stuß ist. Was mich ärgert sind jene, die das für den einzig zulässigen Schluß erklären wollen.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Ein Terraner » Sa 23. Sep 2017, 18:37

Dampflok94 hat geschrieben:(23 Sep 2017, 19:21)

Deine Fähigkeit zur Abstraktion und zum Vergleich ließ dich also zum Atheisten werden. Sprich alle Nicht-Atheisten haben diese Fähigkeit nicht. Oder wie darf ich das verstehen?


Das ist eine komplett falsche Schlussfolgerung. Die Fähigkeit bestimmt doch nicht das Ziel.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Misterfritz » Sa 14. Okt 2017, 08:51

mok hat geschrieben:(06 Sep 2017, 21:23)

Meiner Meinung ist das mit 14 zu spät.So haben die Eltern 14 Jahre Zeit Gehirnwäsche zu betreiben und das Kind völligst zu verkorksen.Wenn sich das Kind in jungen Jahren schon eingeschränkt und unwohl fühlt, sollte es sich bei einer Behörde melden dürfen.Oder Religiösen Familien müssten früh genug Kontrolliert werden um fest zu stellen wie es dem Kind damit geht.
Das können sie auch ohne jede Taufe o.ä.
Ich fände es ja gut, wenn Kinder erst ab dem 14. Lebensjahr überhaupt einer Religionsgemeinschaft beitreten dürften, besser noch erst mit Volljährigkeit.

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